Von John M Berardi
Typischerweise trainiere ich in meinem eigenen Studio zu Hause. Manchmal wage ich mich jedoch auch hinaus und führe eine Trainingseinheit in diesem wirklich tollen riesigen Fitnessstudio in meiner Stadt aus. Wo immer ich auch trainiere, ich liebe meine Fitnessstudio Optionen. Manchmal vergesse ich, wie es für andere Trainierende ist, die nicht ich sind. Vor kurzem wurde ich jedoch daran erinnert, wie schlimm es da draußen sein kann. Und dieser Erinnerung kam in Form eines schrecklichen persönlichen Trainers.
Trainer: Einige sind gut, einige schlecht
Man sollte mich nicht falsch verstehen. Über die Jahre habe ich sehr viele hervorragende Trainer getroffen. Einige von ihnen gehören sogar zu den Lesern und Kunden von Precise Nutrition.Ich habe jedoch auch einige Trainer getroffen, die nicht einmal dazu qualifiziert waren, den Bürgersteig vor dem Fitnessstudio zu kehren, geschweige denn 50 bis 100 Dollar pro Stunde dafür zu verlangen, anderen dabei zu helfen, in Form zu kommen.
Und unglücklicherweise scheinen die Schlechten wie in vielen Bereichen des Lebens die Guten zahlenmäßig zu übertreffen. Und es sind die Leute, die letztendlichen den Preis hierfür bezahlen, die Hilfe brauchen.
In diesem Artikel möchte ich mit dem Leser meine Top 10 Strategien, den Unterschied zwischen einem hervorragenden Trainer und jemandem, der nicht einmal die Trainingshandtücher waschen sollte, zu erkennen, teilen.
Hinweis: Auch die Ernährungsberater sind nicht sicher. Die meisten der erwähnten Unterschiede sind auch auf diese anwendbar.
10 Charakteristika schlechter Trainer und Ernährungsberater
#1: Sie führen keine gründliche Bewertung des Trainierenden durch
Die besten Trainer führen, bevor sie etwas anderes tun, eine gründliche und vollständige Bewertung aus, wenn sie mit einem neuen Klienten arbeiten.An der Trainingsfront bedeutet dies eine genaue Untersuchung der Bewegungen und die Durchführung grundlegender Leistungstests. Und an der Ernährungsfront bedeutet dies, die augenblickliche Nahrungszufuhr des Klienten zu analysieren und eine ganze Reihe von den Lebensstil betreffenden Variablen abzuschätzen, zu denen der Tagesablauf, Beschwerden, der augenblickliche Level der sozialen Unterstützung, der Wille zu Veränderungen und vieles mehr gehören.
Doch ist dies das, was die meisten Trainer und Ernährungsberater tun? Leider nicht.
Die meisten Trainer führen keinerlei Bewertung des Klienten durch! Und wenn sie doch etwas in diese Richtung tun, wird dies in Form von "kostenlosen Konsultationen" durchgeführt, die in der Studiomitgliedschaft enthalten sind und dem Zweck dienen, den Klienten in Verlegenheit zu bringen, um ihn dazu zu verleiten, einen persönlichen Trainer zu engagieren.
Das ist ein großer Fehler. Eine gute und gründliche Bewertung und Abschätzung ist der einzige Weg echtes Wissen über den Klienten zu erlangen, auf Basis dessen wichtige Trainingsentscheidungen getroffen werde können – ohne dies sind die Chancen für echte Resultate etwa genauso groß, wie die Überlebenschance eines Schneeballs in der Hölle.
Wenn man während der ersten Trainingseinheit nicht eine ganze Reihe von Tests und Bewertungen durchläuft, dann sollte man besser die Flucht ergreifen.
#2: Sie können keine früheren Erfolge vorweisen
Persönliches Training und Ernährungsberatungen sind nicht billig. Sich viermal wöchentlich über 6 Monate mit einem Trainer zu treffen, kann leicht zwischen 5.000 und 10.000 Dollar kosten.Doch was bekommt man für diese 5 bis 10 Riesen? Nun, wenn ein Trainer oder Ernährungsberater keine vorhergehenden Erfolge präsentieren kann, dann weiß man dies nicht im Voraus.
Die besten Trainer und Ernährungsberater führen über ihre Klienten detaillierte Statistiken. Sie beobachten genau, wie gut sich ein Klient an ihre Vorgaben hält. Sie dokumentieren genau, wie sich die Körper ihrer Klienten über welchen Zeitraum verändern. Sie dokumentieren Veränderungen bezüglich Leistungsfähigkeit und Lebensstil. Sie haben ein Fotoalbum mit "vorher und nachher Fotos".
Und sie können mit Empfehlungen früherer Kunden bezüglich ihrer Dienste aufwarten. Sie können einem wahrscheinlich sogar einige diese Klienten vorstellen, so dass man direkt mit ihnen über ihre Erfahrungen sprechen kann.
Die schlechtesten Trainer und Ernährungsberater haben nichts in dieser Richtung. Keine Fotos. Keine Empfehlungen. Keine Daten. Nichts.
Wenn ein Trainer keine überzeugenden Beweise vorbringen kann, die zeigen, dass er Leuten wie einem selbst zu den Resultaten verholfen hat, die man möchte, dann bedeutet dies nur, dass er bisher nichts dergleichen getan hat.
#3: Sie besitzen keine multiplen Zertifizierungen
Die meisten persönlichen Trainer der Welt haben nicht mehr als einen High School Abschluss und ein Zertifikat als persönlicher Trainer, das sie bei einem Wochenendseminar erworben haben.Und die meisten Ernährungsberater haben kein oder nur wenig Wissen bezüglich der spezifischen Trainingsernährung (registrierte Ernährungsberater müssen einen bestimmten Abschluss vorweisen, doch dieser bezieht sich auf klinische Ernährung - d.h. was Patienten in einem Krankenhaus essen sollten – und nicht auf Trainingsernährung, was einen großen Unterschied macht).
Wenn man also mit dem Training und der Leistungsfähigkeit in Verbindung stehende Ziele hat, sind dies dann wirklich die Leute, denen man Geld in den Rachen werfen möchte? Ich für meinen Teil würde das nicht tun.
Ich würde mir jemanden suchen, der mehrere Zertifizierungen vorweisen kann – jemanden, der es zu seiner Priorität gemacht hat, sich ein Leben lang weiter zu bilden. Jemand, der sich ein weitläufiges Wissensprofil angeeignet hat und sich mit Trainingsmethodologien, Körperkomposition, Ernährung, Supplementierung und mehr auskennt.
Die besten Trainer tun so etwas. Sie lernen ihr Leben lang. Sie verbringen 5 bis 10 Stunden pro Woche damit, überragende Trainings- und Ernährungsinformationen von den Besten in diesem Feld zu lesen.
Die schlechtesten Trainer belassen es bei ihrer Wochenendzertifizierung. Sie verschwenden ihre Zeit damit, Bodybuildingzeitschriften oder andere Zeitschriften zu lesen und wissen nicht einmal, wie viel sie nicht wissen.
#4: Sie sind nicht gesund oder fit
Genau wie Immobilienmakler, die nie ein Haus besessen haben oder Finanzplaner, die pleite sind, pissen mich Trainer und Ernährungsberater, die nicht in Form sind, an.Ich möchte eines klarstellen. Man muss nicht wie ein Fitness Model aussehen, um fit oder gesund zu sein. Dies ist nicht der Standard, von dem ich spreche.
Wenn ein Trainer jedoch nicht mehr Muskeln, weniger Fett und ein besseres Gesundheitsprofil als der Durchschnittsbürger vorweisen kann, dann würde ich bestimmt nicht auf seine Ratschläge bezüglich des Muskelaufbaus, des Fettabbaus oder einer besseren Gesundheit hören.
Das versteht sich von selbst. Wenn ein Trainer oder Ernährungsberater nicht gesund und fit ist – und nicht das praktiziert, was notwendig ist, um gesund und fit zu bleiben – dann kann er nicht mein Trainer sein.
#5: Sie kennen den Unterschied zwischen einem Resultat und einer Handlungsweise nicht
"Ich muss 10 Pfund Fett abbauen“, das ist ein Ziel für ein Resultat. „Ich muss fünfmal wöchentlich trainieren“, das ist Ziel für eine Handlungsweise. Trainer, die den Unterschied zwischen beidem nicht kennen, sollten sofort gefeuert werden.Sich auf die Resultate zu konzentrieren, ist der Job des Trainers/Ernährungsberaters. Ihre Programme müssen auf eine solche Art und Weise gestaltet sein, dass das erwünschte Resultat die unvermeidliche Konsequenz ist. preview
Sich auf das Verhalten zu konzentrieren, ist hingegen die Aufgabe des Klienten. Deshalb weiß jeder Trainer, der sein Geld wert ist, dass der Klient für ein erfolgreiches Verhalten belohnt werden muss und nicht für spezifische Resultate.
Hat man die Anweisungen für diese Woche während 90% der Zeit befolgt und keine Trainingseinheit ausgelassen? Das ist eine Belohnung wert – und zwar unabhängig von den Resultaten – da es dieses Verhaltensschema ist, das letztendlich zum Erfolg führen wird.
Zusätzlich hierzu besitzen die besten Trainier die Fähigkeit, das Verhalten eines Klienten zu überwachen und die Einhaltung des Programms zu erkennen (wie z.B. das PN Einhaltungschart, die Software, die wir beim Lean Eating Programm verwenden, usw.).
Die schlechtesten Trainer lassen Fortschritte hingegen wie Voodoo erscheinen und trennen das Resultat (Gewichtsverlust, usw.) vom den für das Erzielen der Resultate notwendigen Verhaltensschema (X Trainingseinheiten pro Woche, den Verzehr von X Portionen Gemüse, usw.).
Der Trainer sollte einem ein einfaches Verhaltensmuster zum Üben geben, beobachten, ob man dieses einhält und einen für die Einhaltung belohnen. Das ist sein Job. Doch tut er dies auch? Oder verlangt er nur, dass man auf die Waage steigt? (oder noch schlimmer – keines von Beidem).
#6: Sie haben nicht von Anfang an einen Dreimonatsplan
Vor Tag 1, Trainingseinheit 1, nachdem alle Bewertungen abgeschlossen wurden, werden die besten Trainer und Ernährungsberater bereits einen mindestens über 3 Monate gehenden Plan basierend auf dem Entwicklungsstand, den Bedürfnissen und den Zielen des Trainierenden zur Hand haben.Wenn ich mir kommerzielle Fitnessstudios ansehe, dann erscheint es mir wie ein grausamer Witz (und der Witz geht auf Kosten der Klienten), das die meisten Trainer die Trainingseinheiten spontan zusammenstellen.
Es gibt keinen Plan, keinen größeren Zusammenhang. Sie denken sich Sachen während des Trainings aus. Was für eine Verschwendung von Zeit und des Geldes des Klienten. Wo sonst im Leben wird man ohne Planung und vorausschauendes Denken nennenswerte Erfolge erzielen?
Wenn der Trainer oder Ernährungsberater einem nicht an Tag eins nach Abschluss der Bewertungen einen dreimonatigen Rahmenplan aufzeigen kann, dann sollte man gehen – und zwar schnell.
#7: Ihnen ist ein Klemmbrett oder Notizbuch egal
Klienten möchten etwas Messbares erreichen. Doch was geschieht, wenn der Trainer oder Ernährungsberater überhaupt nichts misst?Die besten Trainer und Ernährungsberater messen alles. Sie überwachen und dokumentieren Leistungsvariablen wie Sätze, Wiederholungen und Pausenintervalle. Sie überwachen die Ernährungsgewohnheiten und die Einhaltung der Verhaltensregeln. Sie dokumentieren die Einhaltung des Trainingsplans. Sie überwachen die Körperkomposition. Sie machen Fotos. Muss ich noch mehr aufzählen?
Der Punkt ist hier, dass man das, was man nicht misst und dokumentiert, vergisst. Ohne entsprechende Aufzeichnungen weiß niemand, ob man tatsächlich Fortschritte erzielt. Ist es somit nicht an der Zeit, das wir uns von all den Trainern trennen, die nichts messen und dokumentieren und uns lieber einen Trainer suchen, der dies tut?
#8: Sie wissen nicht, wie sie allen Typen von Klienten helfen können
Es gibt im Grunde genommen drei Typen von Trainern. Zuerst einmal gibt es Trainer, die ganz einfach schrecklich sind und bei keinem ihrer Klienten gute Resultate erzielen können. Natürlich gibt es da draußen eine Menge solcher Trainer. Doch wenn man etwas genauer hinsieht, dann sind diese leicht zu erkennen.Als nächstes gibt es Trainer, die hervorragend sind und bei allen ihrer Klienten unabhängig davon, wer diese sind und wo sie herkommen, tolle Resultate erzielen können. Natürlich gibt es nur wenige dieser Trainer und man hat riesiges Glück, wenn man einen solchen findet.
Zu guter Letzt gibt es Trainer, die zwischen diesen beiden Extremen liegen – Trainer, die bei einigen Klienten hervorragende Resultate erzielen können, aber nur einem kleinen Prozentsatz von denen, die zu ihnen kommen, wirklich weiterhelfen können.
Das Ziel eines jeden Trainers und Ernährungsberaters sollte darin bestehen, die Techniken und Strategien zu lernen, die notwendig sind, um ALLEN Klienten, die zu ihnen kommen, helfen zu können. Das ist das Markenzeichen, der wirklich guten Trainer und Ernährungsberater.
#9: Sie integrieren Training und Ernährung nicht
Wenn man seinen Körper verändern möchte, dann gibt es etwas, das man wissen muss. Und dies wird man in einem kommerziellen Fitnessstudio wahrscheinlich niemals lernen.Training alleine wird nicht helfen.
Wieder und wieder haben Untersuchungen gezeigt, dass ohne ernährungstechnische Intervention selbst die Ausführung von 5 bis 6 Stunden eines gut geplanten Trainingsprogramms pro Woche nur überraschend geringe Veränderungen der Körperkomposition bewirken wird.
Man kann also darauf wetten, dass die besten Trainer eine integrierte Ernährungslösung als Teil ihres Programms anbieten werden. Sie planen private Ernährungssessions mit ein. Sie bewerten die Nahrungszufuhr und die Einhaltung der Ernährungsrichtlinien regelmäßig. Sie sagen einem, was man sich im Supermarkt zu essen kaufen soll und vieles mehr.
Und die schlechtesten Trainer? Sie überlassen es dem Trainierenden, dies für sich selbst herauszufinden. Oder sie bieten nutzlose Ernährungstipps zwischen den Trainingssätzen im Fitnessstudio.
#10: Ihnen ist der Trainierende egal
Sein wir ehrlich. Wenn der eigene Trainer das meiste von dem, was ich hier aufgelistet habe, nicht tut, dann ist ihm der Trainierende unabhängig von dem, was er vielleicht sagen wird, ziemlich egal.Diesen Trainern ist es egal, ob sie ihren Job gut ausführen. Sie kümmern sich nicht wirklich darum, einem dabei zu helfen, seine Ziele zu erreichen.
Und das ist das Schlimmste von allem, nicht wahr. Die Leute werfen Trainern, denen sie völlig egal sind, jeden Monat tausende Dollar in den Rachen.
Doch das muss nicht der Fall sein. Mit etwas Wissen bewaffnet kann ein informierter Trainierender seinen Trainer oder Ernährungsberater in der Zukunft weise auswählen.