Dabei sind wir bereit Nahrungsergänzungsmittel auszuprobieren, deren Wirkung fraglich, deren Langzeitwirkungen großteils unerforscht und deren Preis-/Leistungsverhältnis oftmals mies ist. Hier und da nehmen wir auch Infektionen in Kauf, wenn es unsere Leistung oder längerfristig unser Wohlbefinden steigern soll.
Manchmal (Zyniker sagen meistens) werden sich nach Jahren wissenschaftlicher Forschung viele Supplements als nutzlos oder vielleicht gefährlich herausstellen. Wie in dem Fall von so manchem Multivitaminpräparat.(1-3) preview
Dafür werden andere bis dato vielleicht unbekannte Supplements neu entdeckt. Die Welt der Nahrungsergänzungsmittel ist immer im Wandel.
Man könnte meinen, Sportler – die normalerweise doch so experimentierfreudig sind – hätten Vitamin D längst als Geheimtipp entdecken müssen. Es ist billig, ziemlich gut erforscht, völlig natürlich und kann oral eingenommen werden. Leider existieren vor allem in ärztlichen Kreisen viele Vorurteile und verbreitete Fehlinformationen, die an uns weitergegeben werden.
Von vielen wird dieses Vitamin mittlerweile als Allheimittel gepriesen – doch was ist dran? Oder ist das alles nur Hype?
Ich werde mich der Reihe nach den Eigenschaften von Vitamin D widmen. Angefangen mit Stoffwechsel, Sicherheit und einer kurzen Abhandlung darüber, warum Mangel so weit verbreitet ist.
Im Hauptteil möchte ich die überraschend positive Wirkung auf die sportliche Leistungsfähigkeit, Knochen, Vorbeugung von Infektionskrankheiten, Wirkung auf Herzkreislauf, Diabetes, Depressionen und Krebs hervorheben. Am Schluss Empfehlung zur Ergänzung.
Wer von technischen Details schnell gelangweilt wird, kann die nächsten Absätze (Was ist Vitamin D?) also überspringen.
Eine Einführung: Was ist Vitamin D?
Der Begriff Vitamin ist gelinde gesagt irreführend. Das gemeinhin als Vitamin D oder D3, bezeichnete Cholecalciferol, seltener auch Calciol, ist ein Prehoromon. Das daraus entstehende aktive Vitamin D (Calcitriol)(4) ist ein Secosteroid und damit verwandt mit anderen Steroidhormonen.Außerdem kann der Körper potentiell all sein Vitamin D selbst produzieren, wohingegen Vitamine definitionsgemäß mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Ich werde jedoch die antiquierte Bezeichnung Vitamin D der Einfachheit halber übernehmen und damit Cholecalciferol und die Familie der Vitamin D-Abkömmlinge bezeichnen.
Interessant ist auch, dass Calcitriol Gramm für Gramm, oder eher Mikrogramm für Mikrogramm, eines der stärksten bekannten Hormone ist.
Vitamin D Metabolismus(5-7)
Cholecalciferol (Vitamin D) entsteht durch Sonneneinstrahlung aus in der Haut eingelagertem 7-Dehydrocholesterin.Die weitere Metabolisierung von Vitamin D verläuft ausschließlich über Enzyme aus der Cytochrom P450-Familie. In der Leber wird Cholecalciferol am 25. Kohlenstoffatom hydroxiliert und zirkuliert dann als 25-Hydroxycholecalciferol, kurz auch 25(OH)D, seltener auch Calcidiol, im Blut. Das ist der wichtigste Wert, der ermittelt werden sollte, um den Vitamin D-Status zu bestimmen.
Das 25(OH)D wird in der Niere zu 25-Dihydroxycholecalciferol kurz auch Calcitriol oder 1,25(OH)2D. Nicht nur die Niere verwerten – wie man früher dachte – 25(OH)D, es wird auch lokal von verschiedensten Geweben in Calcitriol umgewandelt. Das erklärt auch die vielfältigen Wirkungen von Vitamin D. Calcitriol ist die wichtigste wirksame Form von Vitamin D, die meisten anderen sind schwächere oder wirkungslose Vorstufen.(4)
Das Hormon Calcitriol wirkt über einen cytosolischen und einen membran-gebundenen Rezeptor (Vitamin D-Rezeptor, VDR) und ist pleiotropisch, dass heißt beeinflusst mehrere, im Fall von Calcitriol über tausend, verschiedene Gene.
Man unterscheidet die Wirkung von zirkulierendem Calcitriol, die als endokrin bezeichnet wird und die lokale autokrine bzw. parakrine Wirkung.
Die bekannteste Funktion von im Blutkreislauf zirkulierendem Calcitriol ist die Unterdrückung der Schilddrüsenproduktion von PTH (Parathormon). Damit reduziert es die Kalziumresorption durch Osteoklasten. Die endokrine Regelung des Kalziumhaushalt hat immer Vorrang vor anderen Funktionen.
Durch Hydroxylierung an Position 24, kann Calcitriol schlussendlich abgebaut werden.
Toxizität
Vitamin D hat einen unverdient schlechten Ruf und oftmals ist von Vitamin D-Toxizität die Rede. Doch in Wirklichkeit ist eine akute Vitamin D-Vergiftung quasi unmöglich und die beinahe hysterische Angst vor Vitamin D unbegründet – diese beruht auf einigen schwachen und schlecht dokumentierten Studien, die physiologische Vitamin D-Dosen mit Hyperkalzämie assoziierten.(7)Zum Thema chronischen Toxizität sei aber gesagt – vor allem weil Sportler gerne nach dem Motto mehr ist mehr supplementieren – dass die Dosis-Wirkungs-Kurve von Vitamin D näherungsweise U-förmig ist. Das heißt zu viel als auch zu wenig können längerfristig schaden. Wer sich aber an ein paar simple Ratschläge hält, wird nie ein Problem damit haben.
Normalerweise tritt keine Toxizität unter 25(OH)D-Werten von 150ng/ml auf(5-7) und es gibt de facto keinen einzigen Bericht von irgendwelchen Problemen unter 80ng/ml (wobei die optimalen Werte eher bei max. 50ng/ml liegen). Bereits vor 10 Jahren stellte Vieth fest, dass es keine verifizierten Berichte von akuter Toxizität von bis zu recht hohen 10’000IE (=250mcg) gibt.(7)
Symptome von Toxizität sind: Hyperkalziurie, später Hyperkalzämie, längerfristig Kalziumablagerungen in verschiedenen Geweben und Organen (v.a. Nieren).(5-7)
Lediglich Personen, die an einigen relativ seltenen Krankheiten leiden, können empfindlich auf Vitamin D reagieren und sollten Supplementation mit ihrem Arzt besprechen, z.B. bei Sarkoidose, Tuberkulose, Hyperparathyreoidismus, kleinzelligem Bronchialkarzinom und Non-Hodgkin-Lymphomen.(5, 7)
Auch Einschränkungen der Nieren- und Leberfunktion können ein Problem darstellen, da diese Organe maßgeblich an der Verstoffwechselung und Aktivierung von Vitamin D beteiligt sind. Personen, die zu Nierensteinen neigen, sollten von hochdosiertem Kalzium in Kombination mit Vitamin D unter Umständen absehen.
Der ernst der Lage: Blutwerte und Mangel
Der Vitamin D-Status wird, wie schon oben angedeutet, indirekt im Blut über den Metaboliten 25(OH)D bestimmt. Das ist momentan der einzig sinnvolle Laborwert.(5)Als indirekte Marker eignen sich PTH (und erst recht Calcitonin) nur bedingt. Auch die Blutkalziumspiegel haben keine Aussagekraft als Marker.
Das aktive Vitamin D, Calcitriol, hingegen ist ein ungemein trügerischer Wert, da er bei Vitamin D-Mangel relativ hoch sein kann und er weder mit den 25(OH)D-Spiegeln noch klinischen Endpunkten ausreichend stark korreliert ist (d.h. Bestimmung ist völlig nutzlos für unsere Zwecke). Die Diskrepanz ist zurückzuführen auf die unterschiedliche endokrine und parakrine Wirkung von Calcitriol, die auf 25(OH)D als Substrat angewiesen ist.
Leider bestimmen viele Ärzte den Calcitriolwert alleine – das darf man aber nicht zulassen, wenn man aussagekräftige Vitamin D-Blutwerte haben will.
Der mittlerweile weitgehend akzeptierte Grenzwert liegt bei >30 bzw. 32 ng/ml (>75 bzw. 80nmol/l). Darunter muss man eigentlich von Vitamin D Mangel sprechen, wenn auch in verschiedenen Ausprägungen (Insufficiency, Deficiency und severe deficiency).
Die Empfehlungen vieler Experten liegen aber noch höher z.B. sind verschiedenen Aussagen nach 36-40ng/ml(8) oder auch bis zu 50ng/ml und mehr optimal.(5)
Dr. Zittermann zeigte, dass Deutsche im Sommer durchschnittlich nur Blutwerte von 28ng/ml erreichen. Im Winter jedoch sinken diese gar auf 12ng/ml.(9)
Die Schätzungen über die volkswirtschaftlichen Kosten dieses Mangels gehen weit auseinander. In einem kürzlich erschienen Bericht werden die Einsparung im Gesundheitswesen beschrieben, die eine europaweite Supplementation zur Folge hätte. Und ehe ich es vergesse – geschätzt werden diese auf 187 Milliarden pro Jahr (unter anderem beteiligt an der Studie waren solche Koryphäen der Vitamin D-Forschung wie z.B. Garland, Grant und Zittermann).(10)
Dr. Holick – einer der angesehensten Vitamin D-Experten – und andere Wissenschaftler schätzen die wirtschaftlichen Schäden in den USA auf 40-60 Milliarden pro Jahr.(11) Das gravierende Problem des Vitamin D-Mangels beschreibt er als Pandemie. Das Wort Pandemie spiegelt den Ernst der Lage auch ganz gut wieder, denn über eine Milliarde Menschen weltweit haben einen latenten Vitamin D-Mangel.(12)
Schuld an dieser Misere ist vor allem das amerikanische Institute of Medicine (IOM), Teil der National Acadamies of Science, das zum letzten mal 1997, eine heutzutage dementsprechend veraltete und viel zu niedrige, Empfehlung zu Vitamin D herausgab.
Die Empfehlungen des IOM belaufen sich auf 200IE für Erwachsene (bis 50) und 2000IE setzen sie als Limit für chronische Einnahme an (Upper limit, UL).(13)
Leider hat das IOM erst kürzlich ein Komitee einberufen um die Evidenzen abzuwägen und die Empfehlungen gegebenenfalls anzupassen.(14) Leider ein Komitee in dem keiner der herausragenden Vitamin D-Forscher wie z.B. Holick, Cannell, Dawson-Hughes, Garland, Giovanucci, Heany, Hollis, Lappe, Vieth und Zittermann sitzt.
Wir müssen uns jedoch nicht damit abfinden, andere Institutionen und Experten weltweit fordern zur Supplementation oder bedachten Sonnennutzung auf.(15, 16)
Auch nicht unschuldig sind Hautärzte, die oftmals (und zu Recht) Sonnenvermeidung empfehlen, aber ihre Patienten nicht über Vitamin D aufklären und zur Supplementation anhalten.
Ganz davon abgesehen, sind Menschen wegen ihres städtischen, sedentärer Lebensstils heutzutage deutlich seltener an der Sonne als früher.
Vitamin D-Quellen
Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten an Vitamin D zu kommen. Via körpereigener Photosynthese und durch Zuführung von außen, das heißt entweder über Nahrung oder Supplements.Der Cholecalciferolgehalt (Vitamin D3) der Nahrung wird in Internationalen Einheiten (IE) angegeben. 1000IE = 25mcg (Mikrogramm).
Als erstes sollte man sich fragen: Wie hoch ist die physiologische (oder zumindest unter natürlichen Bedingungen vorkommende) Vitamin D-Produktion?
Nach 20-30 Minuten in der Sommersonne, wenn man einen leichten Sonnenbrand (minimal erythrema dose, MED) bekommt, hat die Haut ca. 20'000IE gebildet.(5, 6) Ich erinnere noch mal an das lächerliche Upper Limit des IOM, ein Zehntel davon, 2000IE.
Im Sommer reicht es in der Woche zwei bis drei mal 10-15 Minuten in der Mittagssonne zu verbringen, um akzeptable Vitamin D-Werte zu erreichen.
Die kutane Synthese ist normalerweise die wichtigste Vitamin D-Quelle. Sie wird jedoch von sehr vielen Faktoren beeinflusst(5) und hat einige Nachteile. Deshalb ist Mangel auch sehr weit verbreitet.
Die Lichtintensität hängt vom Breitengrad, Tageszeit und der Luftqualität ab. Bewölkung und Schatten reduzieren die UVB-Strahlung um 50 bzw. 60%.(13)
Das in der Haut befindliche Melanin ist ein natürlicher Sonnenschutz und deshalb produzieren dunkelhäutige Menschen dementsprechend weniger Vitamin D. Schwarzhäutige Menschen benötigen 5-10 mal länger um eine ähnliche Vitamin D-Menge zu bilden.(6)
Kleidung, Sonnencremes (>95%) und Scheiben (>90%) absorbieren UVB-Strahlung.(17) Bereits ab einem Sonnenschutzfaktor (SPF) von 8 blocken Sonnencremes einen Großteil der UVB-Strahlung.
Duschen und Baden nach dem Sonnen kann u.U. einen Teil des gebildeten Vitamin Ds auswaschen und so die Absorption verringern.(18)
Die Nachteile der kutanen Vitamin D-Synthese sind das unbestreitbare Hautkrebsrisiko und UV-bedingte Hautalterung (Photoaging), weswegen sehr viele Hautärzte vom Sonnenbaden abraten und die Verwendung von Sonnenblockern empfehlen.(19)
Außerdem kann man die Vitamin D-Werte meist nicht so gut kontrollieren wie mit Supplementation und teilweise (z.B. im Winter) ist man trotzdem auf Nahrungsergänzungen angewiesen.
Da die Vitamin D-Anreicherung in Europa nicht weit verbreitet ist, sind Fischprodukte die einzige relevante Quelle. Als Richtwerte gelten: Hering (675IE/100g), Aal (500), Makrele (345), Lachs (400), Sardinen (275), Thunfisch (200) und andere Hochseefische liefern Vitamin D.(13)
Leider kann der Vitamin D-Gehalt sehr stark schwanken und ist nur bei manchen Wildfischen relativ hoch, während Zuchtfische weit weniger Vitamin D enthalten können.(20) Wegen dieser Variabilität ist Fisch keine ausreichende oder sichere Quelle.
Vitamin D ist nicht hitzeempfindlich, aber bei Zubereitung in Öl löst sich bis zu 50% im Öl. Wenn das Öl also nicht mitgegessen wird, kann der Vitamin D-Gehalt effektiv halbiert werden.
Low-fat Diäten können die Aufnahme weiter behindern, weil einerseits kaum Vitamin D-haltige Lebensmittel gegessen werden und andererseits die Absorption fettlöslicher Vitamine geringer ist.
Wie ich finde spricht also vieles für Supplementation, mit dieser kann man eine optimale und konstanteVersorgung gewährleisten und das Hautkrebsrisiko gering halten.
Bei der Auswahl eines Vitamin D-Supplements muss man nur zweierlei beachten. Enthält das Produkt Cholecalciferol oder Ergocalciferol? Ist es ölbasiert oder trocken?
Cholecalciferol ist die natürlich in unserem Körper produzierte Vitamin D-Form und wahrscheinlich 3-10 mal stärker als Ergocalciferol. Außerdem ist sie mittlerweile auch deutlich besser erforscht als dieses. Man sollte also auf keinem Fall und niemals auf das schwache Ergocalciferol zurückgreifen.(5, 21)
Oft trifft man auf Vitamin D-Tabletten und andere trockene Formulierungen. Von diesen ist auch eher abzuraten, da Vitamin D eine fettlösliche Substanz ist. Viele Anwender berichten von deutlich geringerer Absorption.(22) Wenn nicht anders möglich sollte man diese mit einer fettreichen Mahlzeit oder Öl zu sich nehmen.
Vitamin D: Gesundheit und sportliche Leistungsfähigkeit
Ich möchte auf keinem Fall den Eindruck erwecken, alle hier besprochenen Vorteile von Vitamin D seien hinreichend belegt. Denn so oft wie in der Medizin ist dem nicht so. Nur wenige positive Eigenschaften sind endgültig und entgegen allem Zweifel belegt. Doch allein diese sind wichtig genug um Werte von >32ng/ml anzustreben, Werte die nur sehr wenige das ganze Jahr über erreichen.Die Auswirkungen auf das Skelett sind mit größerer aber nicht absoluter Sicherheit belegt(23), jedenfalls ist es für führende Experten auf dem Gebiet gut genug, um quasi weltweite Supplementation zu fordern.(16) Wenn möglich werde ich auch Kritik zu den jeweiligen Studien erwähnen.
Es gibt grob gesagt zwei Arten von Studien, die Beweise für die Effektivität von Vitamin D liefern. Einerseits kontrollierte Interventionsstudien, optimalerweise randomisiert und doppel-blind (randomised controlled trials, RCTs) und epidemiologische (Kohorten-)Studien, diese können retrospektiver und prospektiver Natur sein. In der evidenzbasierten Medizin stehen an erster Stelle RCTs, gleich darunter andere Interventionsstudien, prospektive und am Schluss retrospektive Kohortenstudien.
Die wichtigsten Kohortenstudien bezüglich Vitamin D sind die NHANES III(24), die kleinere, deutsche LURIC und die Harvard Kohorten: die NHS, HPFS und PHS (Nurses’ Health Study, Health Professionals Follow-Up Study und Physicians’ Health Study).(25)
Leistung
Eine positive Auswirkung auf die Gesundheit ist zwar ganz nett, aber seien wir doch ehrlich, viele von uns setzen ihre Gesundheit für den sportlichen Erfolg aufs Spiel und Sportler wollen von ihren Supplements vor allem mehr Leistung und/oder mehr Muskeln.Ich möchte hier einen großartigen und sehr lesenwerten (jedoch englischensprachigen) Artikel von Dr. Cannell zusammenfassen. Darin beschreibt er die Auswirkungen von Vitamin D auf die Leistungsfähigkeit.(26)
Der einzige Haken ist, dass eine positive Wirkung nur bei relativem Vitamin D-Mangel (<50ng/ml) zu erwarten ist. Der Großteil aller Menschen weist aber zeitweise oder permanent einen latenten Mangel auf, weswegen Vitamin D für viele leistungssteigernd sein dürfte.
Es wird beobachtet, dass die körperliche Leistungsfähigkeit in unseren Breitengraden im Winter am niedrigsten und im Sommer am höchsten ist, dabei ist im Winter Vitamin D-Mangel allgegenwärtig.
Andererseits verbessert Bestrahlung mit UVB (Vitamin D-produzierend) die Leistungsfähigkeit von jungen Sportlern. Erstmals in den 40ern und 50ern konnte gezeigt werden, dass Sprintgeschwindigkeit, Muskelkraft und Ausdauer aber auch die Leistung von Boxern, Schwimmern, Fußballern, Handballern, Hockey- und Tennisspielern nach der Bestrahlung ansteigt. Die Wirkung war so herausragend, dass sie damals mit Doping verglichen wurde!
Studien an Tieren und (meist älteren) Menschen zeigen außerdem, dass Supplementation mit Vitamin D das Wachstum von Typ II Muskelfasern deutlich erhöht (insofern damit ein Vitamin D-Mangel behoben wird).
Die meisten Studien zeigen, dass Vitamin D auch Reaktionsgeschwindigkeit und Gleichgewicht verbessern kann. Viele, aber nicht alle, von diesen Studien wurden in älteren Personen durchgeführt, was Vitamin D vor allem für Masterathleten interessant macht. Doch man darf nicht vergessen, die Unterschiede zwischen Jung und Alt sind meist nur quantitativer (nicht qualitativer) Natur, weshalb auch in jungen Athleten mit verbessertem Muskelwachstum, Reaktionsgeschwindigkeit und Gleichgewicht zu rechnen ist. Zum Beispiel sind Vitamin D-Blutwerte in neuen Studien auch in jungen Mädchen mit sportlicher Leistungsfähigkeit assoziiert.(27, 28)
Knochen
Knochenbrüche auf Grund von Unfällen aber auch Überbelastung (Stressfrakturen) sind unter Sportlern (relativ zur Normalbevölkerung) häufig. Unter Sportlern kommen Frakturen bei Ausdauersportlern und Frauen gehäuft vor.(29, 30)Mehrere Reviews urteilen, dass zur Osteoporoseprävention (Kalzium und) zumindest 800IE Vitamin D eingesetzt werden sollten.(31, 32)
Leider gibt nur wenige kontrollierte Studien (RCTs) an jungen Menschen. Lappe et al. zeigten bei der größten Untersuchung dieser Art, einer Studie an über 5000 weiblichen Navy Rekruten, dass hochdosiertes Kalzium in Verbindung mit Vitamin D das individuelle Frakturrisko um 20% senkt.(33)
Epidemiologische Untersuchungen stützen die Ergebnisse, sie zeigen, dass auch junge Männer von optimaler Versorgung profitieren(34), und dass die Knochendichte bei ca. 40ng/ml am höchsten während die Frakturinzidenz am niedrigsten ist. Junge Patienten können bezüglich Knochendichte sogar von noch etwas höheren Werten profitieren.(8)
Das spiegelt auch die maximalen Werte, die nötig sind, um die PTH-Produktion zu unterdrücken, nämlich Werte von bis zu 38ng/ml. Jedoch sollte man auch die direkte Wirkung von Vitamin D auf die Knochen nicht vernachlässigen.
Zur Vorbeugung von Stressfrakturen macht es also Sinn Werte von 40-50ng/ml anzustreben.
Calciumabsorption
Vitamin D regelt bekanntlich den Kalziumhaushalt, z.B. ist die Kalziumabsorption abhängig von der Versorgung: Bei Blutwerten von 32ng/ml stieg die Kalizumabsorption um 65% im Vergleich zu Werten von 20ng/ml. Solche und niedrigere Werte sind im Winter, Herbst und teilweise auch Frühling Mitteleuropas keine Seltenheit.(35)Es verwundert einen wenig, dass Vitamin D oft synergetisch mit Kalzium wirkt, dass heißt das eine verstärkt die Wirkung des anderen.
Infektionskrankheiten
Man kann ohne Übertreibung sagen, dass die positive Wirkung von Vitamin D auf das Immunsystem genauso gut oder besser belegt ist als die des allseits beliebten Glutamins.In seiner an Detektivarbeit grenzenden Publikationen argumentiert Dr. Cannell sehr überzeugend, dass Vitamin D-Mangel eine entscheidende Rolle in der Pathogenese von Influenza, also Grippe, zukommt.(36) Er geht schließlich so weit die provokante Frage zu stellen: Ist Grippe nur ein Symptom des Vitamin D-Mangels?
Immerhin besitzt Vitamin D verschiedene Wirkungen auf das Immunsystem (Immunomodulation). Beispielsweise wird die Bildung körpereigener anti-mikrobieller Peptide (z.B. Cathelicidin) von Calcitriol angeregt.(5)
Einerseits erkrankten Frauen die 800 oder 2000IE Vitamin D einnahmen deutlich seltener(37), während sich auch in einer anderen Studie eine positive Wirkung abzeichnete.(38) Beide Studien untersuchten jedoch primär die Wirkung auf Knochen (Häufigkeit von Infektionen war ein so genannte secondary outcome).
Andererseits untermauern auch Kohortenstudien die positive Wirkung von Vitamin D, unter anderem die großes NHANES III zeigte, dass Personen mit niedrigeren Vitamin D-Blutwerten 24% häufiger an Infektionen der oberen Atemwege erkranken.(39)
Interessanterweise wird Vitamin D schon seit Jahrzehnten erfolgreich zur Behandlung von Tuberkulose, verursacht durch (Myco-)bakterien, eingesetzt.(40)
Herzkreislauferkrankungen
Es gibt viele Erklärungsansätze darüber wie Vitamin D seine positive Wirkung auf das Herzkreislaufsystem entfaltet, einige davon sind(41): Modulation von Cytokinexpression, direkter Einfluss auf Herzmuskel- und Endothelzellen, synergetische Wirkung mit Vitamin K oder indirekt durch Blutdrucksenkung über das Renin-Angiotensin-System, Verminderung der Knochenresorption (u.a. über verringerte Parathormonausschüttung) und verringerten Blutzucker.Es ist bekannt, dass Herzinfarkt und andere Herzkreislauferkrankungen gehäuft im Winter vorkommen, unter anderem könnte das am Vitamin D-Mangel liegen.(44) Großangelegte epidemiologische Studien finden außerdem regelmäßig einen Zusammenhang zwischen Vitamin D-Werten und Herzkreislauferkrankungen, selbst nach Korrektur diverser Störfaktoren (z.B. Aktivität, BMI, Rauchen, etc).(45-47)
Auch einige vielversprechende aber vorläufige Interventionsstudien haben sich mit dem Thema beschäftigt.
Niedrige Vitamin D Spiegel werden von einigen Kardiologen bereits als Risikofaktoren eingestuft und aggressiv behandelt. Dr. Davis vollbrachte in einigen seiner Patienten das für unmöglich gehaltene; die Umkehrung – nicht einfache Verlangsamung – von Atherosklerose und verwendet dabei mitunter hochdosiertes Vitamin D.(48) Natürlich kann und darf man den Erfolg nicht allein diesem zurechnen, denn nebenher wurden auch Diätmodifikationen, Fischöl und Statine eingesetzt, aber diese Pilotstudie spricht eine deutliche Sprache.
Eine niederländische Studie zeigte, dass bereits niedrig dosiertes Vitamin D in Verbindung mit Vitamin K die altersbedingte Versteifung von Arterien, vor allem eine Folge von mehreren als Arteriosklerose zusammengefassten Pathologien, verhindert.(42)
Ein anderes Beispiel: Schleithoff und Zittermann gaben 123 Patienten mit Herzinsuffizienz 2000IE Vitamin D, was die Cytokinexpression (und u.a. CRP) positiv beeinflusste und PTH unterdrückte.(43)
Jedoch war noch keine Interventionsstudie groß genug um eine definitive Wirkung auf die Mortalität per se nachzuweisen (auch wenn eine Metaanalyse verschiedener Studien darauf hindeutet, siehe weiter unten).
Blutzucker und Diabetes
Diabetes mellitus Typ 2 gilt zwar als im Alter auftretende Zivilisationskrankheit, aber auch Athleten die GH oder Insulin nehmen, riskieren daran zu erkranken.Es wird vermutet, dass Vitamin D Typ 2 Diabetes (und auch Typ 1 über andere Mechanismen) vorbeugen und Insulinresistenz verbessern kann. Auch hier könnte Vitamin D synergetisch mit Calcium wirken.
Kleinere Studien zeigen: Supplementation verbessert die Insulinresistenz in Diabetikern(49), Pre-Diabetikern(50), übergewichtigen Männern(51) und gesunden Patienten mit Vitamin D-Mangel(52). Andere Studien fanden wiederum keinen Zusammenhang, diese und auch die (großteils positiven) epidemiologischen Studien wurden in einem Review vor nicht all zu langer Zeit besprochen.(53)
Blutdruck
Hoher Blutdruck ist für schwere und womöglich stoffende Bodybuilder sowie Kraftsportler ein ziemliches Gesundheitsrisiko. Selbst leicht erhöhter Blutdruck erhöht über kurz oder lang das Risiko von Herzkreislauferkrankungen.(54-56) Eine Verbindung von Vitamin D-Werten mit Blutdruck ist in der Literatur sehr gut belegt.(57)Die großen Kohortenstudien zeigen auch, dass ein Zusammenhang besteht.(58, 59) Außerdem scheint Vitamin D bei leichter Hypertonie(60), älteren Patienten(61) und Personen mit erhöhten PTH-Werten(62) und Diabetikern(63), aber nicht völlig gesunden Personen, zu helfen.
Das macht dieses eigentümliche Hormon zur Prävention aber auch Behandlung von Hypertonie interessant.
Depressionen
Besonders unter Bodybuildern, die anabole Steroide nehmen, sind Depressionen, vorwiegend in der Absetzphase, weit verbreitet. Das oft benutzte Absetzmedikament Clomifen citrat (Clomid) kann Depressionen verursachen, aber auch niedrige Testosteronspiegel und die Angst Muskelmasse zu verlieren tun ihr Übriges in der Absetzphase.Vitamin D-Mangel wird in Verbindung mit Winterdepressionen (SAD – seasonal affective disorder) und anderen Depressionserkrankungen gebracht.(64, 65) Es hat sich aber noch nicht herauskristallisiert bei welchen Krankheitsbildern Vitamin D genau hilft. Denn Depression ist nicht gleich Depression.
Wir wissen, dass zumindest einige Studien eine Verbesserung von Depressionen(66) und Winterdepressionen(67) sowie eine stimmungsaufhellende Wirkung zeigen.(68, 69) Andere Studien fanden jedoch keinen Zusammenhang.
Supplementation wäre einen Versuch wert, vor allem wenn man (im Winter) absetzt oder an milden Winterdepressionen und Stimmungsproblemen leidet.
Krebs
Richard Nixon erklärte 1971 den Krieg gegen Krebs (War on Cancer), aber heute, beinahe 40 Jahre später, ist der Sieg auch nicht deutlich näher als damals.Krebs zu kontrollieren oder gar zu besiegen ist immer noch ein weit entferntes Ziel und wahrscheinlich eine der bedeutendsten medizinischen Herausforderungen im 21. Jahrhundert.
Derweilen ist Krebs im Begriff Herzkreislauferkrankungen als Todesursache Nummer #1 abzulösen.(70)
Was das jetzt mit Vitamin D zu tun hat?
Es wird angenommen, dass das im Blut zirkulierende 25(OH)D als Substrat für die lokale (autokrine) Calcitriolsynthese dient. Dieses hilft das Zellwachstum, z.B. die Apoptose, den Zellzyklus und die Zelldifferenzierung, zu regulieren; und in Tiermodellen unterdrückt es Tumorwachstum, die Metastasierung und Angiogenese (Wachstum von Blutgefäßen, diese versorgen Tumore mit Nährstoffen).(71)
Ein Zusammenhang zwischen Sonnenstrahlung (den Breitengraden an denen man lebt) und Krebs wurde bereits 1941 gezeigt, damals jedoch noch nicht in Verbindung mit dem (kaum erforschten) Vitamin D gebracht. Um die inverse Beziehung zwischen Sonnenstrahlung und Krebs zu erklären, wurde dafür gemutmaßt, dass nicht maligner Hautkrebs eine gewisse Immunität gegenüber Krebs verleiht.
Mittlerweile ist diese Theorie eher historische Kuriosität und zahlreiche Studien bestätigten den Zusammenhang mit Vitamin D.(72) Die Harvardkohorten und die NHANES III beispielsweise deuten auf verringertes Darm- und Brustkrebsrisiko hin.(73, 25) Bereits 2007 empfahl die Canadian Cancer Society Vitamin D im Winter und Herbst zu supplementieren.(15)
William Grant urteil in einem kürzlich erschienen Review, dass der in epidemiologischen Studien erwiesene Zusammenhang zwischen Vitamin D und Krebs den Bradford Hills Kriterien für Kausalität genügt. Ein realer Zusammenhang mit Brust und Darmkrebs ist seiner Meinung nach also sehr wahrscheinlich und für andere Krebsarten ist die Evidenz auch recht gut.(74)
Ein kürzlich herausgegebener IARC Bericht kommt zum Schluss, dass epidemiologische Studien einen Zusammenhang mit Darmkrebs und Brustkrebs zeigen, die Kausalität aber noch unklar ist, und auch ein Zusammenhang mit der Gesamtsterblichkeit existiert.(75)
Besonders hervorzuheben ist die einzige (aber auch vielfach kritisierte) Interventionsstudie, die sich bisher mit dem Thema beschäftigte. Lappe et al. unersuchten 1179 Frauen und zeigten, dass zum Teil Calcium alleine aber vor allem Ca mit 1100IE Vitamin D die Krebsinzidenz deutlich verringern.(76) Die Vitamin D-Gruppe hatte eine um 77% verringerte Krebsinzidenz, was für Furore und auch einige Kritik sorgte, diese wird zum Teil auch im Review von W. Grant behandelt.(75)
Im Folgenden möchte ich kurz auf den Zusammenhang von Vitamin D mit den häufigsten Krebsarten eingehen.
Darmkrebs:
Alleine und vor allem in Kombination mit Calcium kann Vitamin D höchstwahrscheinlich einiges zur Darmkrebsvorbeugung beitragen.(77, 78) Viele (aber nicht alle) Studien zeigen, dass Vitamin D nur bei ausreichender Kalziumversorgung seine Wirkung gegen Darmkrebs entfalten kann und vice versa.(79) Jedoch reicht wahrscheinlich eine gute Kalziumzufuhr aus der Nahrung.(73)Brustkrebs:
Eine Metaanalyse fand leicht verringertes Brustkrebsrisiko unter Einbeziehungen von Studien, die eine akzeptable Vitamin D-Dosierung verwendeten bzw. untersuchten (im Gegensatz zu oftmals verwendeten homeopathischen 100-400IE).(80) In einer anderen Analyse wurden Ergebnisse aus zwei großen Beobachtungsstudien gepoolt, Blutwerte von 52ng/ml verringerten das Brustkrebsrisiko um ca. 50%.(81)Lungenkrebs
ist die zweithäufigste, jedoch am häufigsten tödliche, Krebserkrankung, nicht zuletzt wegen weit verbreitetem Tabakkonsum – wobei Rauchern nicht unbedingt Supplementation zu empfehlen ist, da Studien in Rauchern oft paradoxe Ergebnisse zeigen, z.B. der Zusammenhang von Betakarotin mit Lungenkrebsrisiko und u.U. Vitamin D mit Pankreaskarzinomen.(82)Die Studienlage zum Thema Lungenkrebs und Vitamin D ist keineswegs eindeutig.
Zumindest in einer Studie erkrankten Frauen und jungen Personen mit hohen 25(OH)D Werten deutlich seltener an Lungenkrebs.(83) Was demnach vor allem für eine vorbeugende Wirkung spricht.
Aber auch Patienten mit Lungenkrebs im Anfangsstadium scheinen deutlich zu profitieren.(84, 85) Im Gegensatz zu Patienten mit fortgeschrittenem Krebs.(86)
Prostatekrebs
dürfte der Albtraum aller Männer sein. Neben operativer Entfernung ist nämlich die chemische Kastration die Standardtherapie.Das Risiko irgendwann im Leben daran zu erkranken liegt bei ca. 10% (aber nur 3% sterben auch an diesem Krebs). Noch offensichtlicher wird die hohe Prävalenz wenn man bedenkt, dass malgine (aber mikroskopische) Veränderungen der Prostata bereits in 30% aller 40-jährigen zu finden sind.(87) Glücklicherweise führen diese nicht immer zu klinischen Symptomen, auch wenn die Inzidenz im Alter stark zunimmt!
Um es in den Worten von Dr. Giovanucci auszudrücken: Die Literatur zum Thema Prostatakrebs wirft Rätsel auf (The literature on prostate cancer in general is puzzling).
Die Ergebnisse epidemiologischer Studien sind widersprüchlich, eine schützende(88), keine oder sogar schädliche Wirkung wurde in entsprechenden Studien gefunden. Wegen der sehr hohen Latenzzeit kann man keine definitiven Aussagen treffen. In einer kleinen Pilotstudie schien Vitamin D jedenfalls Patienten mit bestehendem Prostatakrebs zu helfen.(89)
Gesamtsterblichkeit
Die Gesamtsterblichkeit (all-cause mortality) ist der wichtigste Effekt. Das liegt vor allem daran, dass die klinische Forschung selten schwarz-weiß ist. Viele Nährstoffe erhöhen das Risiko mancher Krankheiten, senken aber das Risiko anderer. Vor allem die Inzidenz der am häufigsten tödlichen Krankheiten spiegelt sich in der Gesamtmortalität d.h. Herzkreislauf und/oder Krebs.Bereits 2007 fand eine Metaanalyse aller publizierter Interventionsstudien, dass Vitamin D-Supplementation (durchschnittlich 530IE) die Mortalität um 7% verringert.(90) Da die meisten Studien nur relativ niedrigdosiertes Vitamin D verwendeten, lässt sich keine Aussage über deutlich höhere Dosierungen treffen. Doch angesichts der Studienlage liegt es nahe zu vermuten, dass 2000IE Vitamin D noch effektiver wären - aber selbst 7% wären ein riesiger Erfolg.
Die größte epidemiologische Studie zu dem Thema fand die geringste Gesamtsterblichkeit bei Werten von 40-49ng/ml.(91) Interessanterweise war die Schutzwirkung in gesunden Menschen am stärksten ausgeprägt (sportlich aktiv, kein Diabetes Bluthochdruck oder Herzkreislauferkrankungen), was einerseits erfreulich für alle Sportler sein sollte und andererseits, wie die Autoren anmerken, darauf hindeutet, dass Vitamin D eine schützende Wirkung hat (und nicht nur ein Marker ist).
Andere Erkrankungen
Die vielfältige Wirkung auf andere Organe und deren Krankheiten ist nicht so gut erforscht wie andere Benefits, weswegen ich diese nur kurz erwähnen möchte. Da Vitamin D immunomodulativ wirkt, wird Mangel mit verschiedensten Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht.(92)Ein Zusammenhang mit Typ 1 Diabetes(93), Multiple Sklerose (MS)(94), Morbus Crohn und rheumatische Erkrankungen wurde gefunden und/oder postuliert. Beispielsweise wird Vitamin D momentan als Therapie für MS getestet.(5) Eine leberschützende Wirkung wird diskutiert(18) und auch im Gehirn könnte diesem Hormon eine wichtige Rolle zukommen.(95, 96)
Dosierung und Supplementation
Es bleibt nur eines zu tun und zwar unsere Gesundheit selbst in die Hände zu nehmen.Meiner Meinung nach sollte man 25(OH)D Blutwerte von 40-45ng/ml anstreben. Unter Umständen auch 50ng/ml (Maximierung sportlicher Leistung). Eine gute Faustregel ist, dass 100IE die Blutwerte um 1ng/ml erhöhen. Da die Werte vieler Leute im Winter auf <20ng/ml sinken(9), sollte man ca. 2000IE supplementieren.
Die weiter unten angegebenen Richtwerte beziehen sich auf einen durchschnittlich schweren Mann, man sollte die Einnahme individuell an sein Körpergewicht anpassen.
Vorsichtige Supplementation
In den mittleren Breiten macht es Sinn im Spätherbst, Winter und Frühling 1000-2000IE einzunehmen. Beispielsweise empfiehlt die offizielle und höchst konservative Canadian Cancer Society bereits eine bevölkerungsweite Einnahme von 1000IE im Winter.Beinahe jeder kann so viel Vitamin D nehmen ohne befürchten zu müssen weit über das Ziel hinauszuschießen und auch ohne Blutwerte. Wobei es sich meiner Meinung nach immer – wenn auch nur aus Interesse oder pedantisch-übertriebener Vorsicht – lohnt die Blutwerte bestimmen zu lassen.
Im Sommer sollte man die Vitamin D-Einnahme entsprechend der Sonnenexposition verringern. Die meisten werden 0-1000IE brauchen.
Aggressive Supplementation
Wer seine 25(OH)D-Werte optimieren möchte, wird um Blutuntersuchungen nicht rumkommen. Diese Option dürfte vor allem für ambitionierte Sportler und sehr schwere oder übergewichtige Personen interessant sein (größere Variabilität). Diese benötigen oftmals 4000 bis 5000IE oder mehr um die Zielwerte zu erreichen.Wenn die Werte nur ein Mal bestimmen lassen will, würde es sich anbieten mit ca. 2000IE im Herbst anzufangen und nach 2-3 Monaten Einnahme die Werte zu überprüfen und die Einnahme nach der Faustregel 100IE = +1ng/ml anzupassen. Wenn man sicher gehen möchte, kann man anschließend (d.h. Anfang Frühling) noch einmal die Werte bestimmen und wenn man im Sommer entsprechend niedriger weiter supplementiert (was für viele notwendig sein wird um ~45ng/ml zu erreichen!), kann man noch einmal testen, um zu sehen ob man die Werte gut im Griff hat.
Wer ungeduldig ist oder die Werte möglichst schnell verbessern will, kann ruhig die erste Woche über die doppelte oder dreifache Dosis nehmen.
Disclaimer
Es ist zu empfehlen, all diese Ratschläge mit einem Arzt oder Apotheker zu besprechen, auch wenn diese (meist) nicht ausgebildet sind, um euch auf diesem Gebiet zu beraten und höchstwahrscheinlich nicht vertraut sind mit der Fachliteratur, können sie unter Umständen wertvolle Tipps oder Warnungen geben.Quellen
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