Ein Artikel von EliteFTS
Von Martin Rooney


Weißt Du, was mich total fertig macht? Wenn wir uns mal wieder wegen den ganzen übergewichtigen Leuten und den viele verletzten Athleten bestürzt zeigen, oder wenn ich von einer weiteren Studie höre, die versucht zu erklären, warum wir nicht noch älter werden. Ich bin ganz vorne dabei, wenn es um die Aussage geht, dass es weit mehr am menschlichen Körper gibt das wir nicht verstehen, als andersrum. Aber am besten machen wir die Sache nicht unnötig kompliziert. Dies kann nämlich dazu führen, dass offensichtliche Dinge als Mysterium betrachtet werden.

Ich glaube, wenn wir das Thema Training und Gesundheit aus "Evolutionärer Perspektive" betrachten, so bekommen wir umgehend einen Eindruck davon, wo wir als Spezies Menschen aktuell stehen, bzw. wo wir enden werden, falls es uns nicht gelingt unser "für Menschen untypisches" Verhalten zu korrigieren. Es lässt sich treffend mit einer einfachen Regel von mir umschreiben.

Wenn du Mutter Natur ins Gesicht spuckst, kommt selten etwas Gutes dabei heraus.

Es gibt mit Sicherheit einige Dinge, die Du aktuell betreibst, für die Du nicht ausgelegt bist. Und wenn Du so weitermachst, dann wirst Du Probleme bekommen. Ich weiß was Dein Ziel ist. Du willst Muskelmasse aufbauen, ein verdammt guter Athlet werden, definiert sein, oder mehr Erfolg beim anderen Geschlecht haben. Ich weiß das, weil Du ein Mensch bist. Jeder hat das intrinsische "Verlangen" die "Stammesführung gewaltsam an sich zu reißen" und seine Gene zu verbreiten. Es steckt tief in Deiner Erbinformation (DNS). Wir wurden alle geschaffen, um genau so zu denken. Von diesem Artikel wirst Du aber lernen, dass unsere heutige Generation fast alles in Ihrer Macht stehende tut, um genau dies zu verhindern. Als Beweis genügt die Tatsache, dass die meisten von uns keine muskulösen, definierten Frauenmagneten sind. Und wie Du noch sehen wirst, führt unser Handeln nicht nur dazu, dass wir unsere tiefsten Wünsche nicht befriedigen. Es könnte uns am Ende sogar umbringen.

Klingt das interessant? Nun, wenn Du einer der wenigen Menschen bist, die immer noch einen starken Körper wollen, dann ist der einfachste Weg dies zu erreichen, eine Zeitreise im Delorean zu machen, zurück zum alles entscheidenden Date zu reisen, und dadurch Deine Eltern sorgfältig zu wählen. Ich erwähne das nur, weil die aktuelle Generation von Eltern im Stande sein könnte, uns in der Zukunft auszuradieren. Die Eltern von heute erziehen ihre Kinder dazu, den Teller vollständig leerzuessen, den Saft komplett auszutrinken, nicht rumzurennen und die Schuhe vorm Videospielen auszuziehen. Oftmals werden notwendige Adaptationsvorgänge dadurch verhindert, dass wir Dinge erfinden die das Leben zwar stark vereinfachen, uns aber physisch wie auch mental schwächer machen. Hierzu zählen Dinge wie Klamotten, Medizin, Schuhe und Taschenrechner. Nenn mich "umweltbewusst", aber wenn ich übergewichtige Eltern zu ihrem ebenfalls übergewichtigen Nachwuchs sagen höre, man müsse seinen Teller immer vollständig leer essen, dann will ich denen am liebsten eine Lektion verpassen. Um zwei Fliegen mit einer Klatsche zu schlagen, könnte man Ihnen eine Kopie von Charles Darwins gesammelten Werken über ihre verweichlichten Köpfe ziehen. preview

Wir feiern dieses Jahr das 200-jährige Jubiläum von Darwins Geburt, sowie das 150-jährige Jubiläum der ersten Auflage seines historischen Buches "On the Origin of Species". Du kennst vermutlich Darwins Haupttheorie: Laut Darwin entwickeln sich die verschiedenen Spezies durch genetische Variation und natürliche Selektion. Was er damit meint, ist wie folgt zu interpretieren: Es gibt in jeder Spezies verschiedene Vertreter. Dies sichert, dass sich die Spezies an jede erdenkliche Umgebung bestmöglich anpassen kann. Diejenigen Vertreter, die am besten in eine bestimmte Umgebung passen, können überleben. Alle anderen werden ausradiert. Übersetzung: Wenn Du knallhart bist, bekommst Du auch was zum Essen ab. Wenn Du was zum Essen abbekommst, hast Du Erfolg bei den Mädels. Dies wiederum sichert, dass Deine guten Gene (diejenigen Gene die Dir Nahrung und Mädels beschert haben und dadurch zu Deinem Überleben geführt haben) an Nachkommen weitergegeben werden. Diese Kausalkette ist auch als "Survival of the Fittest oder Überleben des am besten angepassten" bekannt. preview

Ich mag Darwins Arbeit. Nicht nur weil sie provokativ ist, sondern weil sein Konzept der natürlichen Selektion auch auf so viele Industriezweige der heutigen Zeit anwendbar ist (wie beispielsweise auf die Betriebswirtschaft oder die Naturwissenschaften). Mein Ziel mit diesem Artikel ist es, dieses Konzept auf den menschlichen Körper und Training anzuwenden. Ich werde mit Hilfe von evolutionären Grundbegriffen erklären, welche Dinge wir heute verstehen, welche uns noch ganz fehlen, und welche wir viel zu kompliziert angehen. Lasst uns also einen Schritt zurückgehen, das alte Konzept der Evolution nutzen, und eine neue Revolution für unser Training, unsere Ernährung und unsere Zukunft erschaffen.

Was hältst Du von der Evolution?

Bevor ich hier weitermache, muss ich klarstellen, dass es mir fern liegt, hier den Glauben von anderen Personen anzugreifen. Das Thema Evolution ist noch immer ein sehr heißes Eisen, und wird in bestimmten Schulformen der USA als Untergrabung der Religion angesehen. Dies soll in keiner Art und Weise Gegenstand dieses Artikels sein. Dies ist nicht mein Glaube, und definitiv nicht meine Absicht.

Falls die Evolution ein Thema ist, über das Du Dir bisher nicht viele Gedanken gemacht hast, dann muss Dir klar sein, dass Du in Schwierigkeiten kommen wirst, je mehr Du die Informationen dahinter ignorierst.

Ich würde gerne durch die folgenden Fragen einen gemeinsamen Konsens finden:

  • Sind wir uns einig in der Annahme, dass Menschen schon seit langer Zeit diesen Planeten bewohnen? Die Fossilienfunde reichen bis zu 5 Mio. Jahre zurück.
  • Sind wir uns einig, dass der Blinddarm ein verdächtiges Organ ist, welches zudem heutzutage untätig ist. Man kann es entfernen ohne Probleme zu bekommen. Welche Funktionen hatte es wohl früher?
  • Sind wir uns einig, dass es eine Fight-Or-Flight-Reaktion gibt (Kämpfe oder flüchte)? Dieser uralte und konservierte Mechanismus verursacht heutzutage mehr evolutionäre Probleme als Straßenrowdys, posttraumatische Stressstörungen etc.
  • Sind wir uns einig, dass der weibliche Fortpflanzungszyklus länger wird und die Spermienzahl bei Männern gleichzeitig sinkt? Falls Du es nicht wusstest, es stimmt…Schluck erst mal!
  • Sind wir uns einig, dass die Raten für Krebs, Fettleibigkeit, Diabetes, Herzkrankheiten und Unfruchtbarkeit, hoch wie nie sind? Und nicht nur das, wir geben die Gene für diese Probleme an unsere Kinder weiter!
Wenn wir uns über diese Dinge einig sind, dann führen sie uns zu einer sehr interessanten Schlussfolgerung: Wir machen auch heute noch eine Entwicklung durch! Die oben genannten Aussagen, und die Annahme dass sich unser kleiner Zeh im Laufe der Zeit zurückentwickeln wird, nenne ich auch "Gegenwärtige Evolution". Wenn Du Dich für die Ernährungsformen der Höhlenmenschen interessierst, also gerne "Paläo (sozusagen Urzeit)" isst und trainierst, oder denkst dass es aus gesundheitlicher Sicht besser wäre, wenn wir Tiere mit Gras füttern anstatt mit Hormonen, dann bist Du eventuell ein größerer Anhänger dieser Idee als Dir bewusst ist.

Ok, wenn wir uns jetzt also einig sind dass die letzten paar Jahre eine noch immer stattfindende Evolution bezeugen, dann können wir damit eine Menge Spaß haben. Nun können wir nämlich unsere Reise noch weiter in die Vergangenheit zurückverlagern und versuchen eine Erklärung dafür zu finden, wieso wir uns selbst im Bezug auf Training und Ernährung mehr Schaden zufügen als Gutes tun.

Die menschliche Entwicklung und körperliche Bewegung

Das menschliche Gehirn hat sich hauptsächlich während körperlicher Aktivität entwickelt. Die Forschung hat gezeigt, dass körperliche Aktivität sowohl essentiell für die Entwicklung des Gehirns, als auch für komplexe Lernvorgänge, ist. Vor einer Million Jahren waren wir ungefähr 5-10 Meilen pro Tag unterwegs. Dafür wurden wir also gebaut, und wir lernen auf diese Art am effektivsten. Wir mussten uns stets an Dinge erinnern, die versucht haben uns umzubringen. Wenn wir beim Jagen oder Umziehen waren, so mussten wir uns genau erinnern wie man am besten eine Jagd gestaltet und von welchen Dingen man am besten die Finger lässt. An dieser Stelle sind Stolperfallen wie Treibsand oder giftige Beeren zu nennen. Ich finde es wirklich lustig zu sehen, wie wir diese Ur-Sinne von früher heutzutage ignorieren und uns selbst vergiften, nur weil da ein paar "zeros" auf den Etiketten zu lesen sind.

Unser großes Gehirn, mit seiner Fähigkeit sich Dinge zu merken, unterscheidet uns grundlegend von allen anderen Spezies des Planeten. Sich zu erinnern bedeutet letztendlich, zu überleben. Die Menschen haben viele wichtige Dinge vergessen…. Dinge wie z.b. sich gesund zu ernähren, sich zu bewegen, etc… Wir haben auch vergessen auf unsere Körpersignale zu hören. Vielleicht wurde unser Gehirn zu groß und jetzt selektieren wir uns selbst aus. Wenn Du Leute sehen willst, die an dieser "Evolutionären Amnesie" leiden, dann statte Deinem örtlichen Supermarkt einen Besuch ab. Jeder dieser nach zuckerbeschichtetem Giftmist suchenden Zombies ist das, wonach Du suchst.

Wenn Du einem Tier im Zoo eine konstante Menge an Nahrungsmittel fütterst, ohne dass es sich dafür in irgendeiner Form bewegen muss, dann werden drei Dinge passieren:

  1. Es wird verrückt werden
  2. Es wird aufhören sich zu reproduzieren
  3. Es wird fett werden
In gewisser Art und Weise mag dies der Weg der Natur sein um sicherzustellen, dass das Tier nicht weiter lebt. Nun, da sich dies im Zoo abspielt und dort keine Bars sind, können wir es nicht genau wissen. Wir wissen aber sehr wohl, dass alle drei Probleme auch uns plagen würden. Setze Dich einfach mal ein paar Stunden in einen Flughafen und beobachte die Leute. Du wirst feststellen wie klein der Genpool tatsächlich zurzeit wird.

Machen wir unsere Athleten immer schlechter?

Mir ist bewusst dass Ihr hart trainiert. Wieso wärst Du denn sonst auf dieser Seite? Aber es gibt noch eine Sache die wir immer wieder neu überdenken: Vermindern wir unsere Leistungen durch bestimmt Formen des Trainings?

Ich glaube JA!

In einigen Fällen hat sich die menschliche Spezies, meiner Meinung nach, einfach nicht schnell genug entwickelt, um dem Stress standzuhalten, dem sie sich aussetzt.

Sport - und wo wir schon dabei sind, die meisten körperlichen Aktivitäten - sind unnatürlich. Lasst mich das nochmal sagen: Sport - und wo wir schon dabei sind, die meisten körperlichen Aktivitäten - sind unnatürlich. Soll heißen, wir haben uns nicht daraus entwickelt. Unser Sport umfasst nur die letzten 50-100 Jahre von insgesamt 8 Mio Jahren. Die meisten "Fitness Ideen" sind sogar noch jünger. Das Resultat davon: Wir sind nicht bereit für viele dieser Übungen. In der Tat wundern sich Mediziner über Verletzungen wie z.b. Kreuzbandrisse, Gehirnerschütterungen, Hernien, Chondromalacia patellae etc… es ist übrigens nicht verwunderlich, da die meisten dieser Verletzungen früher nie existierten.

Klären wir die Verwirrung mit einigen verständlichen Erklärungen auf:

  • Gehirnerschütterung: Der menschliche Kopf ist nicht darauf ausgelegt, auf Geschwindigkeiten von 30-90 mph zu beschleunigen, um dann kopfvoraus gegen irgendetwas zu stoßen… und das wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern.
  • Riss des vorderen Kreuzbandes: Wir sollten ursprünglich einfach nur schneller geradeaus sprinten als der andere Typ, der dann gefressen wird. Heute verlangt der Sport von uns Schlagen, Landen, Rotieren, Drehen, etc.… und schon reißt das vordere Kreuzband. Das alles wird sich in Zukunft auch nicht bessern, sondern eher schlimmer werden.
  • Sportinduzierte Hernien: Der häufigste Sport in dem man diese Verletzung sieht ist Hockey. Die geschätzte Zahl skatender Vorfahren.... Null. Mehr muss man dazu nicht sagen.
Überlastungsschäden? Wieso benennen wir diese Art der Verletzungen nicht in "Schäden durch wiederholte unphysiologische Reize" um? Tennisellbogen? Karpal-Tunnel Syndrom? Springerknie? Golfer-Rücken? Yeah, Ich glaube kaum dass sich prähistorische Männer darüber Sorgen gemacht haben. Er hat sich wohl mehr Sorgen gemacht, von einem Säbelzahntiger gebissen zu werden.

Wegen der Tatsache, dass die heutige Generation kürzer leben wird als ihre Eltern, könnte man auch sagen dass wir uns zurückentwickeln. Wir selektieren uns selbst aus, ohne es zu bemerken. Laut Darwins Theorie werden diejenigen, die sich nicht anpassen können, ausselektiert. Teilweise konnte sich eine neue Spezies auch überhaupt nicht an eine neue Umgebung anpassen. Ich bin ziemlich sicher, dass es lange dauern wird bis unsere Bänder irgendwann eine Vaskularisierung entwickeln, oder so stark werden, dass sie niemals reißen. Es wird ebenfalls lange dauern bis unsere Schädel einen Frontalzusammenstoß auf dem Football-Feld vertragen können, oder unsere Kinder mit einer auf Skaten ausgelegten Motorik geboren werden. Bis dahin werden die Probleme nicht aufhören. Wir haben heute mehr Training als je zuvor, mehr Bildung als je zuvor... und mehr Verletzungen als je zuvor. Tatsache ist, wir tun Dinge auf die wir nicht ausgelegt sind. Aber anstatt uns zu schützen oder eine eventuelle Verletzung abzuschwächen, erhöhen wir sowohl die Wahrscheinlichkeit dafür, als auch die Schwere der Verletzung.

Willst Du ein Beispiel dafür haben?

Nehmen wir mal an, ich helfe Dir dabei Deine Quads und Glutei stärker zu machen, nicht jedoch Deine Adduktoren und Abduktoren, sodass diese schwach bleiben. Dadurch induzieren wir eine Dysbalance der Muskulatur, die ein potentielles Problem darstellt. Wir sind nicht darauf ausgelegt, dass einige Muskeln kraftmäßig andere Muskeln übertrumpfen. Durch so etwas kann ein Muskel sogar abreißen. Ok, angenommen ich habe Dir also dazu verholfen, Deine primäre Gehmuskulatur zu stärken, allerdings ist Deine gesamte Stützmuskulatur noch schwach. Nun kann ich Dich natürlich dazu bewegen, so schnell wie möglich zu sprinten und abrupt zu bremsen. Wohlgemerkt hast Du dieses Programm aber nie von Deinen Vorfahren vererbt bekommen. Unsere Vorfahren mussten ja auch niemals einen Touchdown oder Korbleger machen. Verstehst Du wie verheerend das alles sein kann? Für alle diejenigen, die sich nicht für Evolution interessieren und nur zum Spass mitlesen: Stellt Euch einfach ein Auto mit getuntem Motor, aber ohne Bremsen, vor. Im Prinzip verlangt jeder Sport schnelle Richtungswechsel und Beschleunigungsänderungen, allerdings heißt das nicht, dass wir darauf ausgelegt sind. Dieses Beispiel zeigt nur drei Dinge auf die wir verstehen sollten, um uns nicht selbst zu verletzen: Abbremsen, exzentrische Kontrolle und muskuläre Balance. Mal ehrlich, wann hast Du das letzte bei einem Beintraining daran gedacht?
Wir erschaffen durch diesen evolutionären Ansatz, in gewisser Weise, ein Fundament für alles weitere. Am besten wir stochern jetzt zum Spaß noch ein bisschen mehr im Dunkeln... mal sehen was wir noch so alles aufdecken können.

Funktionelle Untersuchungen (medizinisch)?

Ok, machen wir also mit einigen wohlbekannten Themen weiter. Seien wir mal ehrlich, Fettleibigkeit ist die häufigste Fehlfunktion überhaupt. Sie stammt von einer falschen Ernährung und dem schlimmsten aller Fehlverhalten: Einem bewegungsarmen Lebensstil. Kombiniert man diese beiden Faktoren, so erhält man fettleibige Menschen. Meiner Meinung nach, steigt das Gewicht der Menschen umgekehrt proportional zu deren Flexibilität und Beurteilungspunkten. Und genau da finden sich auch die Probleme. Die Lösung des Problems findet sich nicht darin, seinen fetten Hintern eine Stunde lang in Watte einzuwickeln, und dann einen 1000 Kalorien Shake runter zu schütten. Die Lösung ist viel einfacher. Steh auf, mach das hungrige Loch unter Deiner Nase zu und beweg Dich... und zwar viel und oft.

Während der letzten 17 Jahre habe ich mitbekommen, wie sich die medizinischen Untersuchungen entwickelt haben. Es hat bei mir alles im Jahre 1993 angefangen, als ich Orthopädische Untersuchungen an der Medizinischen Fakultät der Universität von South Carolina erlernte. Wir untersuchten Muskel für Muskel und stiegen immer tiefer in die Anatomie ein. Leider entfernten wir uns dadurch aber immer weiter von der Lösung. Zuerst waren es die verhärteten Pectorali, welche die Schultern beeinflussten. Dann stiegen wir tiefer in die Materie der Rotatorenmanschette ein und lernten wie wichtig deren Funktion ist. Anschließend kamen der Psoas und die Hamstrings dran, gefolgt von unserer Entdeckung des Lats und Subscapularis. Daraufhin ging es dann mit tieferliegenden Problempunkten weiter. Plötzlich waren versteifte Gelenke die neue große Sache. Es kann also gut sein, dass wir nächstes Jahr die verhärteten Brustmuskeln für die Revolution der Rotatorenmanschette in 2011 verantwortlich machen. Mensch Leute, wir schlafen 7-8 Stunden am Tag. In einem weichen Bett, in dem die Füße in Plantarflexion liegen und mit einer flauschigen Decke abgedeckt sind, sollten sich die Gelenke etwas lockern können. Dies würde funktionieren, wenn wir im Alltag etwas aktiver wären, und öfter mal die Schuhe ausziehen (wie wir später noch sehen werden). Aber im Normalfall bewegen wir unsere Füße nicht so viel. Wir ziehen uns lieber modische Absatzschuhe an, und wundern uns woher die Probleme kommen. Die dadurch entstehende Überbelastung des M.Soleus und M.Gastrocnemius, führt zu einer erhöhten Belastung des Knies, und schon sind die Weichen für ein Patello-Femorales Syndrom mit Plantar Fasciitis gestellt. Das sind alles klassische Beispiele, die kein Mensch zu verstehen scheint.
Und wenn unsere Knie und Füße uns dann fast umbringen, legen wir uns nicht etwa ins Bett, sondern schauen TV. All dies führt letztendlich zu Verhärtungen im M.Psoas und den Hamstrings. Wir als Spezies verbringen mehr Zeit im Sitzen als je zuvor. Im Laufe der Zeit, wird sich unser Köper an genau die Positionen anpassen, in der wir am meisten Zeit verbringen. Verspannte Pecs, Lats, Knöchel-, und Hüft-Flexoren…..ich glaube wir haben es kapiert.

Und wenn wir uns dann für einige Stunden in der Woche Hochleistungen in einem gekünstelten Sport abverlangen, dann sind wir auch noch überrascht über die Verletzung die entstehen. Hey, ich bin total für Untersuchungen, aber nur wenn sie richtig durchgeführt werden. Bis wir die Ursachen des ganzen geändert haben, such am besten nicht nach einfachen Lösungen, sondern schau dass Du Dein Verhalten änderst. Wenn man einer Person sowieso nicht helfen kann, macht es dann Sinn wenn diese Person weiß, was zu tun wäre, wenn sie sowieso niemals ihr Wissen umsetzen wird? Das Thema Verhalten bringt uns auch direkt zurück zur Evolution, oder?

Evolutionäre Antworten zu einigen interessanten Fragen:

Warum können Athleten nicht richtig beschleunigen? Das Thema ''Evolution des Verhaltens'' ist sehr spannend. Die Menschen fürchten sich von Natur aus vor Dingen, die sie hart machen. Denk nur daran wie sich kleine Kinder vor Schlangen und Spinnen fürchten, obwohl diese heutzutage nicht mehr allzu viel Schaden anrichten können. Aber mal ehrlich, wie viele tödliche Spinnen begegnen uns so im Alltag? Aber vor einigen hunderttausend Jahren hätten sie tödlich sein können. Dasselbe gilt auch fürs Stürzen beim Sprinten.

Apropos Sprinten. Als Trainer der NFL Jungs ist eine der schwierigsten Aufgaben, sie zum richtigen Beschleunigen zu bewegen. Um richtig schnell zu Beschleunigen, muss man fast mit dem Gesicht den Boden berühren. Wieso sollten meine Jungs also nicht richtig beschleunigen können? Weil sie Angst vorm Fallen haben. Nur wie soll das nun wieder Sinn ergeben? Was ist das Schlimmste das passieren kann? Du könntest hinfallen, jeder andere Deines Stammes würde Dich überholen und Du würdest gefressen werden. Die Leute haben deswegen verdammt viel Angst davor zu stürzen. Ok, nehmen wir an, wir haben nun alle gestürzten Jungs aussortiert. Wer nun also rennt und nicht als Snack enden will, muss wirklich groß sein um die Geschwindigkeit aufrecht zu erhalten, und zusätzlich vorsichtig sein, um nicht zu fallen.
Leider funktioniert das bei einem 40-yard Wurf nicht. Wenn einer meiner Jungs 8 Millionen Mäuse verdienen will, dann muss er sich diese 8 Millionen Jahre alte Verhaltensweise abtrainieren. Also, was kann ich da tun? Ich bring sie dazu auf ihr Gesicht zu fallen... Immer und immer wieder. Dies ist der einzige Weg um ihnen die korrekte Ausführung beizubringen. Nachdem sie feststellen, dass sie weder verletzt noch von einem Tiger gefressen werden, drehen wir den Teil mit dem Hinfallen um eine Nuance zurück, und zeigen ihnen wie man regelrecht beim Start explodiert. Auf diesem Weg hat mir die Evolution geholfen über 150 der schnellsten, und teilweise auch reichsten, Jungs der NFL hervorzubringen.

Sind die Schuhe schuld daran, dass wir verweichlichen und schwach werden?


Schon seit Jahren nennen mich die Leute den "Barfuß Mann". Angefangen hat es, weil ich das Barfußtraining bei jedem meiner Seminare gepredigt habe. Meine Athleten machen ihr Sprinttraining, Bewegungsübungen, Dehnen und Unterkörperkrafttraining, immer barfuß. Hier ist der Grund dafür...

Sagen Dir Verletzungen wie Hammerzeh, Entzündung der Achillessehne, Hühnerauge oder Plantar Fasciitis etwas? Dann zieh am besten gleich mal Deine Schuhe aus.
Als ich noch ausschließlich als Physiotherapeut gearbeitet habe, waren die Füße immer die Zone, auf die ich am wenigsten einwirken konnte. Wenn Du eine Schulteroperation gehabt hättest, dann würde mein therapeutischer Ansatz nicht einfach darin bestehen, Deinen Arm in eine Schlinge zu packen. Als erstes würde ich den Bewegungsradius wieder vollständig herstellen, mit leichtem Kraftaufbau beginnen, und damit eine physiologische Veränderung hervorrufen. Bei einem Fuß war die gängige Lehrmeinung, den Fuß in einen immer weicheren Schuh zu packen, bis man letztendlich einen Stiefel trägt und an Krücken geht. Das ist komplett die falsche Richtung. Nach einigen Nachforschungen hatte ich gelernt, dass sich ungefähr 25% aller Gelenke des Körpers im Fuß befinden. Wenn man sich die Knochenstruktur und den Aufbau anschaut, dann sieht man, dass Fuß und Hand fast identisch sind. Im Prinzip sollten die Füße ein fantastischer Sensor sein, und genauso beweglich und leistungsfähig wie die Hände sein. Die Fußballen sind darauf ausgelegt sich bei Belastung zu verdicken, und somit wie die Sohle eines Schuhes zu wirken.

Die ursprüngliche Fähigkeit den Fuß als Greifwerkzeug zu benutzen, sowie seine Widerstandsfähigkeit, ist bei den meisten Erwachsenen verloren gegangen, da ihre Füße zeitlebens in Schuhe gezwängt wurden. Schau Dir einfach mal kleine Babys nach der Geburt an. Ihre Füße sind sehr beweglich und können nach Gegenständen greifen. Ich hab schon Draft-Picks aus Runde Eins gesehen, die nicht in der Lage waren einen Bleistift mit den Füssen aufzuheben. [Anmerkung des Übersetzers: Unter "draft" versteht man eine Veranstaltung, bei der neue Spieler rekrutiert werden. Besonders gute Spieler werden bereits in der ersten Runde der Spiele ausgewählt (Draft-Pick der ersten Runde).] Es ist aber zu schade, dass wir unseren Kinders als erstes ein Paar Air Jordan Schuhe kaufen, weil die ja so goldig aussehen.

Wenn ich nun also meine Patienten und Athleten dazu bewege ihre Schuhe auszuziehen und dadurch ihre Füße zu kräftigen, dann erhalten sie nicht nur ihre ursprüngliche Balance und Propriozeption zurück, sondern ihre Schmerzen verschwinden teilweise auch vollständig. Wenn man den Füßen also Freiheit gibt, dann treten weniger Probleme im Bereich Fuß, Fußknöchel, Knie, Becken, unterem Rücken und der Schulter auf.

Je stärker man dem Fuß die Bewegungsfreiheit durch Tapen oder getapte Schuhe einschränkt, desto mehr legt man die Grundsteine für Verletzungen. Lange Rede kurzer Sinn: Man könnte sich also auch ebenso Schuhe aus Zement anziehen. Wir wurden nicht mit Schuhen geboren. Wir wurden davon überzeugt, dass wir da unten einen Schuh überm Fuß haben, anstatt einem Fuß im Schuh. Aber genau da liegt der Unterschied. Ich stimme der gängigen Meinung nicht zu.

Unsere Füße sind wie zwei tote Tiere am Ende unserer Beine, die wir eigentlich nicht wirklich nutzen. Wenn wir das wieder ändern, dann werden wir mit Sicherheit bessere Leistungen und viel weniger Verletzungen sehen.

Hier noch ein paar einfache Vorschläge: Sobald Du die Möglichkeit hast, Deine Schuhe abzulegen, dann mach es auch. Übe nachts das Alphabet mit deinen Zehen und Fussknöcheln. Versuche z.B. Deine Socken mit den Füßen vom Boden aufzuheben. Kurz gesagt: Lerne deine Füße wieder zu benutzen.

Warum ist Sprinten so eine tolle Übung?

Die meisten Jungs trainieren ihre Geschwindigkeit nicht. Das ist absolut schade. Nur Gewichte stemmen und dann auf der Couch sitzen, hält Dich nicht gesund. Es macht Dich nur zu einem halben Menschen, da Dir ein wichtiger Teil fehlt: Das Laufen.

Sprinten war früher zwingend notwendig.

Vor langer Zeit bedeutete nicht sprinten zu können, dass man als erster aufgefressen wird. Wenn Du der Langsamste in der Herde warst, dann wurdest Du als Konsequenz ausgelöscht. Sprinten aktviert Dein Nervensystem, setzt Endorphine und Wachstumshormone frei, und aktiviert zusätzlich Muskelfasern, die sonst nie aktiviert werden (Ruhende Muskelfasern). Es wird also mit einer Tätigkeit, die Du schon immer hättest tun sollen, sowohl Muskelaufbau als auch Fettabbau induziert. Ich glaube, je länger Du ohne Laufen weitertrainierst, desto eher landest Du im Grab. Und das ist keineswegs böse gemeint. Es ist Natur pur.

Wieso bekommst Du nicht nach jedem Training Muskelkater?

Selbst wenn mir eine Million Leute etwas über das Phänomen des verzögerten Muskelkaters (delayed onset of muscle soreness (DOMS)) erzählen, keiner hat eine sinnvolle Erklärung wieso er auftritt. Nicht einmal führende Wissenschaftler auf diesem Gebiet. Nach deren Verständnis, sind zahlreiche Mikroläsionen in den belasteten Muskelfasern die Ursache. Dies aktiviert eine Entzündungsreaktion mit anschließender Erhöhung der Proteinsynthese, mit dem Ziel den geschädigten Muskel wieder aufzubauen. Beispiel gefällig? Nehmen wir an Du hast ein Jahr lang kein Bankdrücken trainiert. Du gehst nun also ins Studio und belastest Deinen Oberkörper mit Tonnen von Gewichten. Wie wirst Du Dich wohl am nächsten Tag fühlen? Schrecklich, oder? Und einige Tage später? Immer noch leichter Muskelkater. Jetzt nehmen wir an Du wartest noch ein paar weitere Tage und wiederholst dann genau dasselbe Training. Wirst Du danach genauso zerstört sein? Wahrscheinlich nicht. Wie kann das sein? Meine Theorie ist folgende: Wenn sich vor hunderttausend Jahren die Jahreszeiten. und damit auch die Aktivitätslevel der Menschen änderten, dann musste sich der Körper schnell an verschiedene Stressfaktoren anpassen können. Es hätte absolut keinen Sinn, wenn wir beim Wiederholen einer anstrengenden Aktivität, wieder genauso stark Leiden müssten wie beim ersten Mal. Muskelkater ist also ein eingebauter Schutzmechanismus.

Stell Dir mal vor, Du müsstest heute sprinten und klettern um Deine Nahrung zu besorgen, und Morgen das Ganze mit üblem Muskelkater wiederholen. Welchen Sinn hätte es, wenn Du Dich nie erholen oder anpassen könntest? Deine Leistungsfähigkeit würde abnehmen, und Du wärst nicht mehr in der Lage jeden Tag zu jagen, oder vor Raubtieren zu flüchten. Ich habe herausgefunden, dass dieser Schutzmechanismus in etwa für zwei Wochen anhält. Wenn Du also etwas Neues mit Deinem Körper anstellst, bekommst du zwar einige Tage Muskelkater, bist im Anschluss allerdings für einige Wochen vor diesem Stimulus geschützt. Da wir vor einigen Jahrmillionen nicht jeden Tag jagen oder kämpfen mussten, war es ein Vorteil diesen Schutz für einige Wochen zu haben. Eine weitere interessante Sache fiel mir auf, als ich versuchte zu verstehen wieso es gerade zwei Wochen sind. Der Mensch kann nicht viel länger als zwei Wochen ohne Nahrung auskommen. Vielleicht ist das genau die Zeit, die wir zum Überleben brauchten. Es ist doch immer wieder interessant zu sehen, wieso wir sind wie wir sind, und auf Dinge ansprechen wie wir es tun.

Warum ist es so schwierig Deine Glutei zu aktivieren?

Wann hast Du das letzte Mal Deine Glutei und den Lat so richtig während einer Trainingseinheit zerstört? Wahrscheinlich ist es eine Weile her, und die Evolution kann uns möglicherweise helfen, zu erklären, wieso das so ist. Vor einiger Zeit hatte ich ein interessantes Gespräch über Glutei mit "Mr Gluteus" selbst, Bret Contreras. Ich hatte während des Gesprächs festgestellt, dass die Schwierigkeit die Glutei richtig zu aktivieren, eventuell nicht nur ein biomechanisches Problem darstellt, sondern möglicherweise auch ein metabolisches. Damit will ich sagen, dass die Glutei die größten Muskeln im Körper darstellen. Sie brauchen daher die meiste Energie während sie belastet werden, und zusätzlich Tonnen von Energie während der Erholungszeit. Für einen "in evolutionären Mustern" denkenden Menschen ist es verlockend anzunehmen, dass diese Muskeln vor Millionen von Jahren nur in Notfallsituationen aktiviert wurden – Situationen wie z.B. der Flucht vor einer Attacke, oder einem Kampf ums nackte Überleben. Interessanterweise hat sich Sprinten als unglaublich guter Stimulus für die Aktivierung der Glutei herausgestellt. Dies ist somit genau die Muskelaktivität, die man für die Fight-or-Flight Situation gebrauchen kann.

Warum sind unsere Kinder so fett?

Hier ein weiterer Schocker! Kinder im Alter von 2-5 jahren sind die Altersgruppe, in der proportional gesehen, die Rate der Fettleibigkeit am schnellsten ansteigt. Wenn man das ganze evolutionär betrachtet, dann ist es nicht wirklich überraschend. Kinder essen von frühestem Kindesalter bis zum zweiten Lebensjahr, fast jedes von den Eltern angebotene Nahrungsmittel. Im Alter von 2-3 Jahren entwickeln sie jedoch eine starke Verwöhnheit im Bezug auf Lebensmittel. Diese Pingeligkeit entsteht in genau dem Lebensalter, in dem ein prähistorisches Kind mobil wurde, und sich selbst auf Futtersuche machte. Wenn sie nicht bei der Familie blieben, so erhöhte sich die Chance schneller zu sterben. Das Problem heutzutage ist, dass das typische Essen der Familie eines Dreijährigen aus Hotdogs, Hähnchen Nuggets, und generell zehnmal mehr Kalorien besteht, als in der Vergangenheit. Genau aus diesem Grund ist diese Bevölkerungsgruppe, im Bezug auf Fettleibigkeit, die am schnellsten wachsende. Kinder essen ihre Teller nicht von alleine leer. Es sei denn, man zwingt sie dazu.

Wieso ist Saft der Untergang der Menschheit?

Über Jahrmillionen hinweg haben wir niemals irgendwelche Kalorien in Form von Flüssigkeiten aufgenommen. Eigentlich sind wir nicht darauf ausgelegt überhaupt Kalorien durch Flüssigkeiten aufzunehmen. Dieses Design unseres Körpers schreibt aber auch vor, dass wir von Flüssigkeiten kein Sättigungsgefühl bekommen dürfen. Heutzutage verschlingen wir aber Tausende von leeren Kalorien die uns kein Sättigungsgefühl verschaffen. Das Resultat des ganzen ist folgendes: Wir trinken viele Kalorien die uns nicht sättigen, hauen dann noch Riesenmengen fester Nahrung hinterher, und werden als Konsequenz immer fetter. Ich habe aber noch eine andere Theorie zur Verfettung der Menschheit. Die körperlichen Reaktionen auf Durst laufen sehr langsam ab. Ich höre das immer wieder, aber keiner fragt nach dem "warum". Eventuell liegt es daran, dass es vor einer Million Jahren extrem schwierig war, überhaupt Wasser zu finden? Kannst Du Dir vorstellen wie es sein musste, wenn man damals durstig war? Es hätte die Menschen verrückt gemacht, und letztendlich zur vollständigen Regungslosigkeit geführt. Heutzutage hingegen verlassen wir uns nicht mehr auf unser Durstgefühl. Wir schütten uns einfach das farbige Zuckerwasser unserer Wahl hinunter, und packen dadurch ein paar Pfunde drauf.

Das letzte Puzzlestück zum Thema Kinder und Übergewicht, ist der Schlaf. Jede Spezies auf der Erde schläft wenn sie müde ist. Wir nicht! Schon in jungen Jahren packen wir unsere Tage bis zur Erschöpfung voll. Wir bleiben abends lange wach, weil wir uns wegen den Dingen des Tages, und der Tatsache dass wir am nächsten Tag früher als uns lieb ist aufstehen müssen, um das gleiche Arbeitspensum zu bewältigen, sorgen. Ich glaube, eines der größten menschenschädigende Werkzeug ist nicht etwa der Kühlschrank, der Fernseher oder das Handy (obwohl diese auch nicht sonderlich hilfreich sind), sondern der Wecker. Selbst "nur" 15-30 Minuten weniger Schlaf pro Tag, schädigt nicht nur unsere Erholungsfähigkeit, sondern geht auch mit einer Verminderung des IQ, und erhöhtem Risiko für Übergewicht einher. Steh einfach mal eine Stunde früher auf (wie unsere Kids heutzutage) und denk darüber nach. Oh warte, das kannst Du ja überhaupt nicht, denn es vermindert Deinen IQ. Ich weiß, schicken wir sie stattessen in die Schule.

Schlusswort

Ich hoffe Ihr hattet etwas Freude an diesem Manifest. Ich glaube, ich musste mir einige dieser Dinge einfach mal von der Seele reden. Ich bin sicher es gibt sowohl dafür, als auch für tausend Dinge die ich nicht in diesen Artikel aufgenommen habe, eine evolutionär sinnvolle Erklärung. Mein wichtigstes Anliegen war nicht nur Euch zu unterhalten. Ich wollte Euch auch zum Nachdenken animieren. Während unserer Entwicklung ermöglichte uns die Fähigkeit zu denken und uns anzupassen, den gesamten Planeten einzunehmen. Jetzt müssen wir zu dieser Fähigkeit zurückfinden, und in Frage stellen was wir uns selbst antun. Mir ist klar, dass dieser Artikel keine Verletzungen verhindern kann. Ein besseres Verständnis kann aber vielleicht die Anzahl reduzieren. Mir ist ebenfalls klar, dass dieser Artikel nicht die Epidemie der Fettleibigkeit stoppen wird, aber eventuell kommt ja jeder seinem inneren Höhlenmenschen ein Stück näher. Wahrscheinlich wirst Du auch nicht an Deiner Beweglichkeit arbeiten oder anfangen barfuß zu sprinten. Ich weiß aber, dass Du es tun solltest. Mir ist bewusst, dass einige Menschen mit den behandelten Thema ein Problem haben werden. Aber wozu haben wir ein "Fell" das bei Bedarf dicker werden kann... Wir kennen sicher alle das Sprichwort "an apple a day keeps the doctor away (Ein Apfel pro Tag, hält Dir den Arzt vom Leib)". Die meisten von uns haben wahrscheinlich schon eine ganze Weile keinen Apfel mehr gehabt. Es ist genau wie mit den Aussagen zur Evolution, die ich im Text geschrieben habe… "Was sind die Konsequenzen wenn die Aussagen zwar richtig sind, wir uns aber nicht danach richten?"

Die Zukunft der Menschheit beginnt mit Dir.