Ein Artikel von Mesomorphosis.com
Geschrieben von Thomas Incledon und Lori Gross

TEIL 1 FINDET IHR HIER

Einleitung

Der erste Teil dieses Artikels befasste sich mit dem Einfluss der Kalorienzufuhr und der Proteinzufuhr auf die körpereigene Testosteronproduktion. Wie versprochen wird sich der zweite Teil mit der Rolle der Kohlenhydrate und Fette bei der Testosteronproduktion befassen. Da der Einfluss der Nahrungskohlenhydrate auf die Testosteronproduktion in den Bereichen, welche den Einfluss von Protein und Fett behandeln, indirekt mit angesprochen wird, werde ich hier nur noch kurz direkt auf die Rolle der Kohlenhydrate eingehen. Der Einfluss der Nahrungsfette auf den Testosteronspiegel ist weit aus komplexer als der der anderen besprochenen Nährstoffe. Um das Thema verständlicher darzustellen, wurden einige Tabellen an den Artikel angefügt, welche im Text näher besprochen werden. Am Ende des Artikels wird schließlich gezeigt, wie die zusammengetragenen Informationen praktisch eingesetzt werden können um den Testosteronspiegel mit Hilfe der Ernährung entweder zu minimieren oder zu maximieren.


Der Einfluss von Kohlenhydraten auf den Testosteronspiegel

Die Nahrungskohlenhydrate können die Verstoffwechslung einer ganzen Reihe von Chemikalien beeinflussen. Wenn der Fettanteil der Nahrung bei ca. 20% liegt, können Kohlenhydrate wahrscheinlich den Testosteronspiegel erhöhen(1). In Teil 1 des Artikels wurde bereits darauf eingegangen, dass dies jedoch mit einem Anstieg des Sexualhormon bindenden Globulins (SHBG) verbunden ist. Anderson(1) verglich den Einfluss einer sehr eiweißreichen Ernährung auf den Testosteronspiegel mit dem einer sehr kohlenhydratreichen Ernährung. In Teil 1 wurden die Daten bzgl. Der eiweißreichen Ernährung bereits im Detail besprochen. Bei der kohlenhydratreichen Ernährung der Studie wurden 2450 kcal pro Tag zugeführt, welche sich in 70% Kohlenhydrate, 10% Eiweiß und 20% Fett aufteilten. In Gramm ausgedrückt wären das 429g Kohlenhydrate, 62g Eiweiß und 55g Fett. Die sieben männlichen Probanden der Studie hatten ein Gewicht von 64 – 72 kg. Wenn man nun ein Durchschnittsgewicht von 68 Kilo annimmt, kommt man auf 0,91 g Eiweiß pro Kilo Körpergewicht, was etwas höher als die gängige Ernährungsempfehlung von 0,8g liegt.

Kommen wir nun jedoch wieder auf das Testosteron und SHBG zurück. Etwa 44% des Gesamttestosterons ist an SHBG gebunden (Abkürzung SHBG-T). Wenn die Testosteronmenge stärker als die SHBG Menge erhöht wird, wird die biologische Wirkung des Testosterons stärker, da dann mehr bioaktives (nicht an SHBG gebundenes) Testosteron vorhanden ist, welches mit den Rezeptoren im Körpergewebe in Interaktion treten kann. Wenn das Testosteron jedoch in geringerem Maße als das SHBG ansteigt, wird die Wirkung des Testosterons geringer, da mehr Testosteron durch das SHBG gebunden werden kann und somit weniger bioaktives Testosteron vorliegt. In der Anderson Studie wurden die Mengen an Testosteron und SHBG, jedoch nicht die Menge an SHBG gebundenem Testosteron gemessen. Anhand der Messwerte konnte abgelesen werden, dass bei einem Kohlenhydrat : Eiweiß Verhältnis von 7 : 1 der Testosteronspiegel nicht so stark wie der SHBG Spiegel anstieg. Der Testosteronwert lag bei 16.2 ± 1.2 nmol/L, was einer durchschnittlichen Erhöhung von 28% im Vergleich zur Testphase mit hoher Proteinzufuhr entsprach. Unter der Annahme, dass der Anteil des SHBG gebundenen Testosterons unverändert bei 44% blieb, läge die Menge des bioverfügbaren Testosterons bei 9.1 ± .66 nmol/L. Im Vergleich zum für die proteinreiche Ernährungsphase berechneten Wert (siehe Teil 1) ergibt sich so eine Erhöhung des bioaktiven Testosterons um 1.9 ± .21 nmol/L.

Man sollte sich auch im Hinterkopf behalten, dass diese Ernährungsform die Fähigkeit der Leber Testosteron in 5alpha reduzierte Hormone (z.B. Androsteron) zu konvertieren verbessert(2), was nicht unbedingt ein gewünschter Effekt ist (je nachdem, an welche Studie man sich hält). Dieser Punkt ist besonders für die Anwender anaboler Steroide und Prohormone von Interesse, da eine kohlenhydratreiche Ernährung die Konvertierungsrate von Testosteron zu Androsteron erhöhen könnte. Hier soll nicht der Eindruck erweckt werden, dass eine Ernährung mit mehr Kohlenhydraten als Protein generell hierzu führt. Es sollte nur darauf hingewiesen werden, dass Ernährungsformen mit sehr großem Kohlenhydrat : Eiweiß Verhältnis, wie z.B. die Ernährung aus der Studie mit einem Verhältnis von 7 : 1 nicht unbedingt die gesündeste ist, da es Hinweise darauf gibt, dass Androsteron Akne und Prostataprobleme fördern kann.


Der Einfluss von Kohlenhydraten auf den Testosteronspiegel wurde in der Studie bei einem konstanten Fettanteil von 20% bestimmt. Wenn die Proteinzufuhr konstant bleibt und nur die Kohlenhydratmenge erhöht wird, könnte dies jedoch zu einer Senkung des Testosteronspiegels führen(8). Hamalainen(8) untersuchte die Auswirkung der Ernährung auf die Hormonspiegel bei 30 männlichen Probanden. Die Proteinmenge blieb hierbei konstant, während die Kohlenhydratmenge für 6 Wochen von 45 % auf 56 % erhöht wurde, und anschließend für 6 Wochen auf 47 % reduziert wurde. Die Fettzufuhr wurde analog von 40% auf 25% reduziert und in der zweiten sechs Wochen Phase auf 37% erhöht. Während der Phase mit höherer Kohlenhydratzufuhr wurden sowohl der Testosteronspiegel als auch die Menge freien Testosterons signifikant gesenkt. Es ist jedoch nicht ganz einfach diese Studie richtig zu interpretieren, da Ballaststoffe wie Pektin oder Kleie und Fettsäuren wie gesättigte oder mehrfach ungesättigte Fette auch einen Einfluss auf den Testosteronspiegel haben können. In der Hamalainen Studie wurde auch die Fettmenge variiert. Vielleicht hatte diese Veränderung einen stärkeren Einfluss auf den Testosteronspiegel als die Veränderung der Kohlenhydratmenge. Es könnte sogar sein, dass weder die Kohlenhydratmenge noch das Kohlenhydrat : Eiweiß Verhältnis die Testosteronproduktion beeinflussen, sondern eher das Verhältnis von Kohlenhydraten zu einer bestimmten Fettsäure oder eine andere Nährstoffinteraktion wie z.B. das Verhältnis von Protein zu Fettsäuren.

Studien über den Zusammenhang von Nahrungsfetten und dem Testosteronspiegel bei Männern

Fett ist in den letzten Jahren immer mehr in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Es wurde in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen mit einer Steigerung der Leistungsfähigkeit und Veränderungen der Körperzusammensetzung in positiven Sinne in Verbindung gebracht, obwohl die Studienlage in diesen Bereichen noch stark zu wünschen übrig lässt. Der Zusammenhang zwischen Nahrungsfetten und Testosteron ist wichtig, wenn man versucht, die Rolle von Nahrungsfett bei der körperlichen Leistungssteigerung, dem Körperfettabbau und der Gesundheitsvorsorge zu verstehen.

Ein Grund dafür, warum es noch keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Einfluss der Nahrungsfette auf den Testosteronspiegel gibt, ist der große Unterschied beim Design der Studien. Tabelle 1 zeigt die Daten und Ergebnisse einer Reihe von Studien, welche die Testosteronmenge, das freie Testosteron und/oder SHBG Spiegel in Abhängigkeit von der Gesamtfettmenge oder der Menge bestimmter Fette der Ernährung untersuchten. Die Tabelle gibt, falls vorhanden, jeweils die Durchschnittswerte an. Auch wenn es viele übereinstimmende Studien gibt, sind diese weit davon entfernt vollständig zu sein. Diese Studien untersuchten nicht, ob das Gesamtfett der Nahrung oder bestimmte Fette oder Fettbestandteile wie z.B. mehrfach ungesättigte Fettsäuren den Testosteronspiegel beeinflussen. Es wird immer nur angegeben, ob durch das Design der Studie ein positiver oder negativer Effekt auf den Testosteronspiegel erreicht wurde. Ein Beispiel für einen positiven Effekt gibt Studie 19 aus Tabelle 1. In der Ergebnisspalte steht der Code FCT. FCT bedeutet, dass bei einer Erhöhung des prozentualen Anteils der Fettkalorien und einer Erhöhung der gesättigten und ungesättigten Fette in der Nahrung auch eine Erhöhung des Testosteronspiegels festgestellt wurde. Diese Studie wurde mit Probanden aus dem Bereich des Krafttrainings durchgeführt und ist somit die für uns aussagekräftigste Studie von allen in der Tabelle angegebenen.

Tabelle 1: Studien über den Zusammenhang zwischen Nahrungsfetten und dem Testosteronspiegel bei Männern 
             
RefAnz.AlterGr.FettSFAPUFAP:SCHOPROBallaststoffekcalErg.
#Prob.  %%%Verh.%%g/d  
31427O36.814.84.10.2848.316.6142620 
 1529V16.796.30.758.312.6382700HS, LAT
414434,5MZ39.2NGNGNG41.218.16.53212FINVT
51233MNGNGNGNGNGNGNGNGNC
 3426NENGNGNGNGNGNGNGNGNC
 2369VMNGNGNGNGNGNGNGNGNC
 1573NVMNGNGNGNGNGNGNGNGNC
7124154.4MAMNGNGNGNGNGNGNGNGNC
121256.5SV3410.5>5.7>.545414372667LT
 1055.3SNV3812.6>5.9>.474518232292 
 855.8NV4011>5.8>.533912.7202617HT
131841.4VEG32.610.31.6654.411.556.62581HS 
 2240.3O3812.97.20.604314.435.12605 
191223.8RTM23.06.84.10.6556.020.021.32366FCT, PSLT
CHO = Kohlenhydrate; FCT = % Fett, SFA, & MUFA korrelierend mit höherem Testosteron Spiegel; 
TINVT = Fett negativ korrelierend mit Testosteron T; HS = höherer SHBG Spiegel korrelierend mit V & VEG Diät; 
HT = Höherer Testosteronspiegel; LAT = niedrigere Menge verfügbaren Testosterons; LT = niedrigerer Testosteronspiegel; M = makrobiotisch; 
MAM = Männer mittleren Alters; 
MZ = Eineiige Zwillinge (72 Paare); NC = kein Zusammenhang (Makronährstoffe vs. Testosteron oder freiem Testosteron); 
NE = Normalesser; NV = Nicht sieben Tages Adventisten und Nichtvegetarier; NVM = nichtvegetarische Mönche 
O = Omnivore; PRO = Protein; P:S = PUFA:SFA Verhältnis; PSLT=PUFA:SFA Verhältnis korrelierend mit niedrigerem Testosteronspiegel 
PUFA = mehrfach ungesättigte Fette; RTM = Trainierte Männer 
SFA = gesättigte Fettsäuren; SNV = sieben Tages Adventisten Nichtvegetarier; SV = sieben Tages Adventisten Vegetarier;
T = Testosteron; V = Vegetarier; VEG = Veganer; 
VM = vegetarische Mönche


Der Fokus dieses Artikels soll nicht auf einer genauen Analyse all dieser Studien und ihrer Fehler liegen. Wichtiger soll an dieser Stelle das Herausfinden übereinstimmender Resultate sein. Aus Tabelle 1 können einige Beziehungen abgelesen werden. So haben Probanden, die sich vegetarisch ernähren, einen höheren SHBG Spiegel(3,13), einen niedrigeren Testosteronspiegel(12) und eine niedrigere Menge bioverfügbaren Testosterons(3). Ein Fehler vieler dieser Studien ist das Isolieren des Einflusses des Nahrungsfetts ohne auf die Ballaststoffe einzugehen, welche bei einer vegetarischen Ernährung auch verstärkt zugeführt werden. Ein anderes Problem ist, dass diese Studien nichts darüber aussagen, was passiert, wenn Probanden von einer Ernährungsweise auf eine andere umsteigen. Unglücklicherweise widersprechen sich auch einige dieser Studien. Die Studie von Bishop(4), welche den Einfluss der Ernährung auf die Sexualhormone an eineiigen Zwillingen untersucht, kommt z.B. zu dem Schluss, dass Nahrungsfette den Testosteronspiegel senken, während die Studie von Volek(17) genau zum gegenteiligen Ergebnis kommt. Dieses Beispiel demonstriert einmal mehr die Probleme , die entstehen, wenn man aus einer größeren Anzahl von Studien allgemeingültige Ergebnisse ablesen möchte

Kurzfristiger Einfluss des Nahrungsfetts auf das Testosteron

Eine besserer Weg zur Bestimmung des Einflusses einer veränderter Zufuhr der unterschiedlichen Nährstoffe auf den Testosteronspiegel ist eine randomisierte Doppelblindstudie, bei der an allen Probanden alle der zu untersuchenden Ernährungsformen getestet werden. Durch die Randomisierung wird verhindert, dass die Wirkung einer Ernährungsweise durch eine andere vorher getestete Ernährungsweise beeinflusst wird. Doppelblind heißt, dass weder die Probanden, noch die Forscher, welche die Daten der Studie bestimmen, wissen, was zu welchem Zeitpunkt an welchem Probanden getestet wird. Dies ist natürlich bei Studien mit unterschiedlichen Ernährungsweisen sehr schwer, so dass solche Studien meist nicht als Doppelblindstudien durchgeführt werden. Somit wissen sowohl Probanden als auch Forscher, wer gerade welche Ernährungsform testet. Ein Weg dieses Problem zu umgehen, ist die Verwendung von Milchshakes mit identischem Geschmack aber unterschiedlicher Zusammenstellung der Makronährstoffe. Auch wenn dies für Kurzzeitstudien akzeptabel ist, kann diese Methode schlecht für Langzeitstudien eingesetzt werden. Wer würde sich schon freiwillig über Wochen oder länger nur von Milchshakes ernähren wollen?

Kurzfristige Studien untersuchen die Wirkung unterschiedlicher Ernährungsformen in den Stunden oder Tagen nach der Ernährungsumstellung. Im Allgemeinen bekommen die Probanden unterschiedliche Ernährungsprogramme und anschließend werden die Wirkungen/Folgen dieser Ernährungsformen miteinander verglichen. Tabelle 2 zeigt die Ergebnisse zweier Kurzzeitstudien.

In einer der beiden Studien(14) wurde der Einfluss von Mahlzeiten mit hohen Fettanteil (HF) und Mahlzeiten mit einem geringen Fettanteil auf den Testosteronspiegel miteinander verglichen. Die Probanden bekamen als Kontrollmahlzeit ein mit Süßstoff gesüßtes Getränkt mit Zitronengeschmack. Die hormonelle Reaktion auf dieses Getränk wurde als Kontrollvergleichswert (c) für die anderen Mahlzeiten verwendet. Zu einem anderen Zeitpunkt wurde an die Probanden eine fettreiche (HF) Flüssigmahlzeit mit 795 kcal, bestehend aus 57% Fett (50,4g FAT), 9% Protein (17,9g PRO) und 34% Kohlenhydraten (67,5g CHO) verabreicht. Die dritte Flüssigmahlzeit war eine Flüssigmahlzeit mit geringem Fettanteil (LF), welche 797 kcal, bestehend aus 1,2% Fett (1g FAT), 25,5% Protein (51g PRO) und 73,3% Kohlenhydraten (146g CHO) an Nährwert besaß. Die Kontrollmahlzeit (C ) und die Flüssigmahlzeit mit geringem Fettanteil (LF) hatten keinen Einfluss auf den Spiegel von LH, Testosteron, freiem Testosteron oder DHT. Die Mahlzeit mit hohem Fettanteil (HF) senkte die Spiegel von Testosteron und freiem Testosteron für bis zu 4 Stunden nach Verzehr der Mahlzeit..


Tabelle 2: Kurzfristiger Einfluss von Fett auf den Testosteronspiegel bei Männern 
              
Ref#AlterDiätFettSFAPUFAP:SCHOPROBallaststoffekcalZeitErg.
    %%%ratio%%gKcal   
14823-35C000000<1 4hoursNC T & fT
   HF57.0NGNGNG34.09.0NG795.24hoursDT & fT
   LF1.2NGNGNG73.325.5NF797.04hoursNC T & fT
18425.5N40.0NGNGNG45.015.0NG~2750/d3daysNC T & fT
   CHO30.0NGNGNG55.015.0NG~2750/d3daysNC T & fT
   PF60NGNGNG15.025.0NG~2750/d3daysNC T & fT
C = Kontrollernährung; CHO = Kohlenhydratreich; DT&FT = Gesenkte Spiegel bei Testosteron & freiem Testosteron; HF = Fettreiche Ernährung; 
LF = Fettarme Ernährungt; NC T & fT = keine signifikanten Veränderungen bei Testosteron & freiem Testosteron; NG = Nicht angegeben; PF = Protein 
& Fettreich


Leider gibt es bei dieser Studie einige Probleme, welche die Aussagekraft einschränken. Die Studie wurde nicht als Doppelblindstudie durchgeführt, war nicht randomisiert und verwendete eine geringe Anzahl von nur 8 Probanden. Diese Probanden bekamen vor der Studie die Anweisung zu fasten, doch wurde dies nicht durch Messung des Blutzuckerspiegels oder andere Maßnahmen kontrolliert. Weiterhin macht die Studie keine Angaben zu möglichen Mechanismen, die für die Absenkung des Testosteronspiegels nach der fettreichen Mahlzeit verantwortlich sein könnten.

In der medizinischen Fachliteratur wird die Vermutung geäußert, dass Fettsäuren SHBG binden könnte. Wenn dies der Realität entspräche, würde es bedeuten, dass, wenn Fett verdaut wird und es so zu einer Erhöhung der Menge der Fettsäuren im Blut kommt, weniger SHBG zur Bindung an Testosteron zur Verfügung stehen würde. Hierdurch würde die Menge freien Testosterons im Blut erhöht. Da es bei der zitierten Studie nicht zu einem Anstieg des freien Testosterons kam (die absolute Menge war ja sogar gesunken), kann dieser Effekt hier nicht aufgetreten sein. Die Forscher schlossen hieraus, dass eine fettreiche Mahlzeit den Testosteronspiegel nur über eine Beschleunigung der Testosteronabbaurate oder eine Senkung der Testosteronproduktion beeinflusst haben könnte. Die Abbaurate wird durch die Aufnahmerate durch das Körpergewebe, die Stoffwechselrate von Testosteron und freiem Testosteron in der Leber und die Ausscheidungsrate über die Nieren bestimmt. Es ist zwar bekannt, dass Fettsäuren an Testosteron und freies Testosteron andocken können, aber es ist noch nicht bekannt, ob dies die Aufnahmerate durch das Körpergewebe erhöht oder ob dies in den vier Stunden nach dem Verzehr einer fettreichen Mahlzeit verstärkt auftritt. Es ist unwahrscheinlich, dass die Fettsäuren der Mahlzeit einen so schnell wirkenden Einfluss auf die Leberenzyme haben könnten, welche an der Testosteronverstoffwechslung beteiligt sind. Es ist jedoch möglich, dass beim Fettabbau entstehende Ketone die Nieren zu einer verstärkten Testosteronausscheidung anregen könnten. Doch auch dieses Szenario ist unwahrscheinlich, da sich die Probanden nicht in einem Zustand von Glykogenmangel befanden und in der verzehrten Mahlzeit neben Fett auch Protein und Kohlenhydrate enthalten waren. Somit bleibt als letzte Möglichkeit eine Verminderung der Testosteronproduktion als Ursache für den Abfall des Testosteronspiegels. Doch auch diese Annahme wäre rein spekulativ, da die Studie keine mögliche Ursache für die Senkung der Hormonwerte untersucht hat.

Langzeiteinfluss der Nahrungsfette auf das Testosteron

Die Langzeitstudien in Tabelle 3 zeigen den Einfluss einer Ernährungsveränderung mit einer Dauer von zwei Wochen oder länger auf den Testosteronspiegel. Eine Reduzierung der Fettmenge in der Nahrung führte in einigen Studien zu einer Reduzierung des Testosteronspiegels(8, 11, 15) und der Menge des freien Testosterons(8, 16), wogegen sich in anderen Studien(17) kein Einfluss auf den Testosteronspiegel ablesen ließ. Auf der anderen Seite konnte gezeigt werden, dass eine Erhöhung der Fettmenge in der Nahrung den Testosteronspiegel senken kann(11) und die Menge des freien Testosterons je nach Studie entweder erhöht(16) oder verringert(6). Es ist nicht notwendig, sich alle Studien aus Tabelle 3 im Detail anzusehen, um zu versuchen, die unterschiedlichen Ergebnisse zu erklären. Es fällt auf, dass die meisten dort aufgeführten Studien vegetarische Ernährungsweisen mit der durchschnittlichen westeuropäischen und amerikanischen Ernährungsweise verglichen haben. Hierdurch ergeben sich einige Schwierigkeiten, wenn man versucht die hormonellen Reaktionen auf die Umstellung der Ernährung zu erklären. So wurden z.B. neben der reinen Fettzufuhr auch andere Aspekte der Ernährung verändert, wie z.B. Ballaststoffgehalt der Nahrung und die Menge pflanzlicher Wirkstoffe wie Flavonoide oder Isothiocyanate. Somit ergeben sich neben den Nahrungsfetten eine ganze Reihe anderer Faktoren, welche einen Einfluss auf die Testosteronproduktion ausgeübt haben könnten. Die meisten Studien machen nicht einmal Angaben zur Menge der über die Nahrung zugeführten Fettsäuren, ganz zu schweigen von anderen Nährstoffen, woraus geschlossen werden kann, dass diese Faktoren nicht überwacht wurden. Auch weitere Faktoren, wie unterschiedliche Studiendauer (2 bis 10 Wochen), unterschiedlicher Lebensstil der Probanden und aufgenommene Gesamtkalorienmenge (2800 bis 4374) könnten die Ergebnisse der Studien mit beeinflusst haben.


Tabelle 3:
Langzeitwirkung des Nahrungsfettes auf den Testosteronspiegel des Mannes 
               
Ref#AlterGruppeEr
näh
rung
FettSFAPUFAP:SCHOPROBallast
stoffe
kcalZeitErg.
     %%%Verh.%%g/dkcal/t  
64319-56HMLFHF18.84.45.71.367.517.161.2317910
weeks
 
    HFLF41.014.78.80.6045.314.826.4315510
weeks
IUT, DfT
83040-49HNOB40.023.03.00.1545.014.0NG33222
weeks
 
    I25.08.010.01.2256.018.0NG28116
weeks
DT, DfT
    S37.021.03.00.1547.014.0NG33466
weeks
 
94>45WNAMCD40.0NGNGNGNGNGNG2800  
 4  VD30.0NGNGNGNGNGNG28003
weeks
DUT
101649WNAMCD40.0NGNGNGNGNGNG2800  
    VD30.0NGNGNGNGNGNG28003
weeks
DUT
 1845BNAMCD40.0NGNGNGNGNGNG2800  
    VD30.0NGNGNGNGNGNG28003
weeks
NSD
 2143BSAMCD30.0NGNGNGNGNGNG2800  
    WD40.0NGNGNGNGNGNG28003
weeks
IUT
111149WNAMCD40.0NGNGNGNGNGNG2800 IUT
    VD25.0NGNGNGNGNGNG28003
weeks
DT
 1345BNAMCD40.0NGNGNGNGNGNG2800  
    VD25.0NGNGNGNGNGNG28003
weeks
DT
 2043BSAMCD25.0NGNGNGNGNGNG2800 DUT
    WD40.0NGNGNGNGNGNG28003
weeks
IUT, DT
15822.5ETH32.0NGNG0.4351.514.047.041114
weeks
 
    M28.7NGNG0.4957.213.947.041836
weeks
 
    VD27.4NGNG1.1457.914.798.043746
weeks
DT
16634NMHF>100gNGNGNGNGNGNGNG2
weeks
IfT, DS
    LF<20gNGNGNGNGNGNGNG2
weeks
DfT, IS
    CPNGNGNGNGNGNGNGNG4
weeks
NSD
172157CVDBNGNGNGNGNGNGNGNG  
    I<10.0NGNG1.2477.013.0>35.0NG26
days
NSD
B = Ausgangswert; BNAM = schwarze Nordamerikaner; BSAM = schwarze Südafrikaner; CD = Kontrollernährung; 
CP = Zeitraum der Studie; CVD = Probanden dieser Studie hatten Herzkrankheiten, Bluthochdruck, &/oder Diabetes; 
DfT = verringerte Menge freien Testosterons; DS = verringerte SHBG Menge; DT = Verringerte Testosteronmenge; DUT = verringerte Testosteronausscheidung über den Urin; 
ET = Ausdauersportler; H = normale Ernährungsform; HF = fettreiche Ernährung; HFLF = fettreich und ballaststoffarm; HM = gesunde männliche Probanden; 
HNO =gesunde normalgewichtige Männer; I = Eingriff; IfT = erhöhte Menge freien Testosterons ; IS = erhöhte SHBG Menge; IT = erhöhte Testosteronmenge; 
IUT = erhöhte Testosteronausscheidung über den Urin; LF = fettarme Ernährung; LFHF = fettarm und ballaststoffreich; M = Mischkost; NG = nicht angegeben; 
NM = normale Männer; NSD = nichtsignifikante Unterschiede; S = Umstellung zurück; VD = vegetarische Ernährung; WD = westliche Ernährung 
WNAM = weiße Nordamerikaner


Noch sind nicht alle Zusammenhänge bekannt

Es wird vermutet, dass das Verhältnis der Fettsäuren untereinander eine Rolle dabei spielt, ob das Nahrungsfett den körpereigenen Testosteronspiegel positiv oder negativ beeinflusst. In früheren Studien wurde festgestellt, dass gesättigte Fette und einfach ungesättigte Fette einen positiven Einfluss auf den Testosteronspiegel haben(19). In den selben Studien wurde festgestellt, dass mehrfach ungesättigte Fettsäure einen negativen Einfluss auf den Testosteronspiegel haben. Diese Ergebnisse werden durch eine randomisierte Studie unterstützt, welche mit 8 männlichen Probanden durchgeführt wurde, die von einer vegetarischen Ernährung auf eine gemischte Fleischernährung umgestellt wurden(15). Bei beiden Ernährungsformen wurden 28% der Kalorien in Form von Fett zugeführt. Die vegetarische Ernährung hatte ein Verhältnis von mehrfach ungesättigten Fettsäuren : gesättigten Fetten (P:S) > 1, wogegen das Verhältnis bei der gemischten Ernährung mit Fleisch bei 0,5 lag.

Während einer Crossover Studie aus dem Jahre 1996, bekamen 43 Männer für 10 Wochen eine fettreiche, ballaststoffarme Ernährung bzw. eine fettarme, ballaststoffreiche Ernährung(6). Bei beiden Ernährungsformen gab es keine signifikanten Veränderungen bzgl. des Gesamttestosterons und des freien Testosterons. Bei der fettreichen Ernährung war die Menge des SHBG gebundenen Testosterons höher, was jedoch wiederum im Widerspruch zu einer anderen Studie(16) steht.

Ein anderes interessantes Ergebnis der Studie war, dass es bei der fettreichen, ballaststoffarmen Ernährung zu einer erheblich höheren Testosteronausscheidung über den Urin kam(6). Andere Studien haben gezeigt, dass bei einer fettreichen Ernährung die Testosteronausscheidung über den Urin ansteigt(10, 11), wogegen sie bei einer vegetarischen Ernährung sinkt(9, 10, 11). Dieser Gesichtspunkt spielt eine wichtige Rolle bei der Bewertung der bioaktiven Wirkung des Testosterons im Körper. Wenn neben einem erhöhten Testosteronspiegel auch die Menge des über den Urin ausgeschiedenen Testosterons ansteigt, könnte es sein, dass dies die Wirkung eines erhöhten Testosteronspiegels wieder zunichte macht. Wenn hingegen der Testosteronspiegel im Blut konstant bleibt, aber die Testosteronausscheidung über den Urin sinkt, könnte dies ein Hinweis auf eine stärkere bioaktive Wirkung des Testosterons sein. Während es schwierig zu beurteilen ist, ob eine fettreiche oder fettarme Ernährung besser geeignet ist, die Bioaktivität des Testosterons zu erhöhen, scheint es so zu sein, dass eine fettreiche, ballaststoffarme Ernährung in direktem Zusammenhang mit einer erhöhten Testosteronausscheidung über den Urin steht. Eine verstärkte Testosteronausscheidung in Verbindung mit einem erhöhten Testosteronspiegel könnte ein Hinweis auf eine höhere Testosteronproduktion sein. Die Folgerung hieraus ist, dass die Körperzellen in diesem Fall eine größere Chance haben, mit dem Testosteron in Berührung zu kommen. Andererseits könnte das Ganze auch das Ergebnis eines körpereigenen Regulationsmechanismus sein, über den der Körper versucht den Testosteronspiegel konstant zu halten.

In der Fachliteratur finden sich noch viele weitere Studien. Leider widersprechen sich die Ergebnisse vieler Studien zumindest in Teilbereichen. Im Endeffekt deutet alles darauf hin, dass Nahrungsfette eine Rolle bei der Testosteronproduktion spielen, wobei die genaue Rolle und die zugrunde liegenden Mechanismen jedoch noch nicht geklärt sind.

Entwurf eines Ernährungsplans zur Maximierung des Testosteronspiegels

Rufen wir uns noch einmal ins Gedächtnis, dass nur der Bruchteil der Gesamttestosteronmenge, der in bioaktiver Form vorliegt, für uns von Interesse ist. Unter den Begriff bioaktives Testosteron fällt sowohl das freie Testosteron als auch das albumingebundene Testosteron.

Wie bereits erwähnt, unterdrückt Fasten die Testosteronproduktion und auch geringe Mengen an Eiweiß oder Kohlenhydraten können dieses Effekt nicht umkehren. Auch Ernährungsformen mit einem Proteinanteil, welcher den Kohlenhydratanteil übersteigt, senken den Testosteronspiegel und reduzieren evtl. die Bioaktivität des Testosterons im Körper. Ernährungsformen mit einem vergleichsweise hohen Kohlenhydratanteil (> 70% der Gesamtkalorienzufuhr) können den Testosteronspiegel wahrscheinlich erhöhen, wobei jedoch auch der Abbau und die Verstoffwechslung des Testosterons beeinflusst werden. Auch wenn die genaue Rolle der Nahrungsfette im Zusammenhang mit der Testosteronproduktion noch unklar ist, deutet doch einiges darauf hin, dass gesättigte Fette und Cholesterin einen positiven Einfluss auf den Testosteronspiegel haben können.

Was wäre nun die optimale Ernährungsweise, wenn das Ziel eine Erhöhung des Testosteronspiegels und eine Maximierung der Bioaktivität des körpereigenen Testosterons ist, um hierdurch den Muskelaufbau und/oder die sportliche Leistungsfähigkeit zu verbessern?

Nach den vorliegenden Ergebnissen scheint es empfehlenswert zu sein, dass die Kohlenhydratmenge die Eiweißmenge um mindestens 40% übersteigt, um hierdurch den bioaktiven Anteil des Testosterons hoch zu halten. Die Fettmenge sollte bei mindestens 30% der Gesamtkalorien liegen, wobei der Anteil der gesättigten Fettsäuren höher als der Anteil der mehrfach ungesättigten Fettsäuren sein sollte und der Ballaststoffanteil der Nahrung eher gering sein sollte. Eine Beispielernährung könnte z.B. aus 55% Kohlenhydraten, 15% Eiweiß und 30% Fett bestehen.

Wie sollte man vorgehen, falls man andererseits den körpereigenen Testosteronspiegel senken will um das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und hormonbedingtem Krebs zu reduzieren? In diesem Fall sollte man mehr Eiweiß und mehr Ballaststoffe zu sich nehmen und die Fettzufuhr auf unter 25% senken, wobei der Anteil ungesättigter Fette den Anteil gesättigter Fette übersteigen sollte. Eine Beispielernährung könnte z.B. aus 50% Kohlenhydraten, 30% Eiweiß und 20% Fett bestehen.

Das Problem bei der Angabe der Menge der Nährstoffe in Prozent der Gesamtkalorien besteht darin, dass Personen mit einem hohen Kalorienbedarf hierdurch oft mehr Protein zu sich nehmen als sie benötigen. Eine andere Strategie wäre eine konstante Eiweißmenge (z.B. 2g pro Kilogramm Körpergewicht) und eine Variation der Ballaststoffmenge, der Kohlenhydratmenge, der Fettmenge und des Verhältnisses von gesättigten zu ungesättigten Fetten. Falls man eine fettreichere Ernährung bevorzugt, sollte man außerdem die Menge der zugeführten Antioxidianten erhöhen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass viele unterschiedliche Faktoren die Testosteronproduktion beeinflussen und das Zusammenspiel dieser Faktoren sehr komplex und nicht genau voraussagbar ist.

Quellen

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  2. Kappas A. Anderson KE. Conney AH. Pantuck EJ. Fishman J. Bradlow HL. Nutrition-endocrine interactions: induction of reciprocal changes in the delta 4-5 alpha-reduction of testosterone and the cytochrome P-450-dependent oxidation of estradiol by dietary macronutrients in man. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. 80(24):7646-9, 1983 Dec.
  3. Belanger A, A Locong, C Noel, et al. Influence of diet on plasma steroid and sex plasma binding globulin levels in adult men. Journal of Steroid Biochemistry. 32(6): 829-833, 1989.
  4. Bishop DT, AW Meikle, ML Slattery, et al. The Effect of Nutritional Factors on Sex Hormone Levels in Male Twins. Genetic Epidemiology. 5:43-49, 1988.
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