von Jack Darkes, PhD
Einleitung
Forschungsergebnisse bezüglich der Beziehung zwischen einer Verwendung anaboler androgener Steroide (AAS) und Aggression sind inkonsistent und variieren mit der Natur und dem Aufbau der entsprechenden Studie. Auch wenn diese Beziehung weitgehend als Tatsache akzeptiert wird, bringt eine Studiendurchsicht nur wenige – wenn überhaupt – aussagekräftige Hinweise für eine direkte kausale Beziehung ans Tageslicht. Dies könnte zum Teil auf der Vielzahl der spezifischen Fragen beruhen, die durch verschiedene Studiendesigns beantwortet werden. previewEmpirische Studien berichten im Allgemeinen von einer starken Verbindung zwischen der Anwendung von AAS und Aggression. Diese Studien legen nahe, dass Verwender von AAS mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eine größere Aggressionsbereitschaft zeigen, als Menschen, die keine AAS verwenden. Solche Berichte leiden unter potentiellen Problemen wie z.B. Einseitigkeit bei den Erinnerungen, welche Berichte über Beweggründe und Verhalten in der Vergangenheit (z.B., Nisbett & Wilson, 1977) verzerren können, Selbstbefangenheit bei der AAS Verwendung und fehlende Kontrolle bereits zuvor existierender biologischer und psychologischer Faktoren.
Experimentelle Studien kontrollieren Auswahl und Veranlagungen mit Hilfe psychologischer Tests, Einschluss- und Ausschlusskriterien sowie zufälliger Einteilung in die einzelnen Probandengruppen. Diese Studien finden in der Regel weniger Hinweise für eine Verbindung und weniger Unterstützung für einen kausalen Zusammenhang zwischen AAS Anwendung und Aggression. Während die Allgemeingültigkeit (externe Gültigkeit) des experimentellen Aufbaus in Betracht gezogen werden muss, deuten solche Aspekte auch darauf hin, dass die Beziehung zischen AAS Konsum und Aggression komplex ist (Beel, Maycock, & McLean, 1998; Uzych, 1992) und die zu beantwortende Frage einer genaueren Klärung bedarf.
Verursachen AAS Aggressionen? Dieser Artikel wird die Unterstützung für eine solche Behauptung anhand der Analyse von Studien auswerten. Aufgrund des limitierten Platzes wird auf Details der einzelnen Studien nicht näher eingegangen. Diese können jedoch in Teil 1 dieses Artikels gefunden werden. Für eine weitergehende Betrachtung der entsprechenden Sachverhalte sei an dieser Stelle auf Sharp und Collins (1998) oder Sapolsky (1997) verwiesen.
Die Studienergebnisse unterstützen die komplexe, von vielen Faktoren abhängende Natur der Beziehung zwischen AAS Konsum und Aggression. Die ultimative zu beantwortende Frage spiegelt die Diskrepanz zwischen den unterschiedlichen Ergebnissen unterschiedlichen Forschungsmethoden wider.
Dieser Artikel will nicht bestreiten, dass AAS Konsumenten potentielle psychiatrische (Pope & Katz, 1992) oder medizinische (Korkia, 1998) Konsequenzen riskieren. Das Ziel ist weder eine Billigung noch eine Verurteilung der Anwendung von AAS, sondern die Auswertung der komplexen Beziehung zwischen dem AAS Konsum und aggressivem Verhalten beim Menschen.
Die Grundlage der kausalen Folgerung
Hinweise auf eine Kausalität akkumulieren sich durch eine Vielzahl von Studiendesigns. Kausalität resultiert nicht aus einer einzelnen Studie oder einem experimentellen Design, sondern entsteht durch konvergente Ergebnisse einer Vielfalt investigativer Strategien. Mehrere zunehmend zwingendere Stufen von Hinweisen können notwendig sein, um eine Kausalität bestätigen. Auf den erforschenden Level können zusammenfallende Verbindungen zwischen Anwendung, Grad der Anwendung und Aggression untersucht werden. Genauere Studien begleiten die Anwender und beurteilen das Verhalten entweder vor und nach der ersten Anwendung oder während die Verwendung im Lauf der Zeit schwankt, um Zusammenhänge zwischen Anwendungsmustern und Verhalten auszuwerten. Auf diese Art und Weise kann bestimmt werden, ob die Aggression voraussagbar der AAS Anwendung vorausgeht, folgt oder variiert (vorausschauendes Studiendesign). Bei quasi-experimentellem Studiendesign werden existierende Gruppen von Anwendern und Nichtanwendern mit Steroiden behandelt und ihr Verhalten verglichen. Diese Studiendesigns sind unterliegen jedoch der Befangenheit durch Selbstselektion und bieten häufig nur wenig mehr als gegenseitige Abhängigkeiten. Schließlich können echte Experimente mit zufälliger Zuordnung der Behandlung (d.h. Anwendung oder Nichtanwendung) und Auswertung des Verhaltens nach der Behandlung verwendet werden. Die meisten der in Teil 1 dieses Artikels betrachteten Studien fallen in diese Kategorie.Das Sprichwort Zusammenhang ist nicht gleich Zusammenhang definiert ein Hauptproblem bei Studiendesigns, welche die Verbindung nur über Wechselbeziehungen auswerten. Simultanes auftreten von Verhaltensmustern (AAS Verwendung und Aggression) ist kein hinreichender Beweis für eine Kausalität. Basierend auf der gegenseitigen Abhängigkeit, scheint es der Fall zu sein, dass AAS Anwender im Vergleich zu Nichtanwendern von einer gesteigerten Aggression berichten. Doch eine Korrelation kann weder Kausalität noch Direktionalität definieren: Wenn die Beziehung kausal wäre, dann könnte die Richtung nicht alleine durch die Korrelation zusammenfallender Verhaltensmuster bestimmt werden. Ist Aggression eine Wirkung oder eine Ursache der AAS Anwendung? Zwei konkurrierende Erklärungen für die Beziehung zwischen AAS und Aggression könnten durch solche Resultate unterstützt werden. Im weiteren Verlauf wird diese Artikelserie eine Bidirektionalität als eine Erklärung für das gleichzeitige Auftreten von Aggression und AAS Anwendung vorschlagen. Diejenigen, die mehr zu Aggression neigen, könnten aufgrund des Rufs von AAS bezüglich einer Steigerung der Aggression eher zur Anwendung von AAS tendieren und diese auf eine Art und Weise verwenden, die ein aggressives Verhalten erleichtert oder fördert. Die Anwendung von AAS und Aggression führen sich wahrscheinlich gegenseitig herbei.
Kausalität bei der Beziehung zwischen endogenem (körpereigenem) Testosteron und Aggression
Diese Direktionalitätshypothese wird durch Berichte unterstützt, die zeigen, dass die Testosteron/Dominanz Beziehung offenbar bidirektional ist (Elias, 1981; Gladue, Boehler, & McCaul, 1989; Mazur & Booth, 1998). Während empirische Studien einen Zusammenhang zwischen Testosteron und Aggression zeigen, weisen experimentelle Studien auf eine Bidirektionalität dieser Beziehung hin. Eine Verbindung zwischen Testosteron und Dominanz ist kein exklusives Anzeichen dafür, dass hohe Testosteronspiegel ein dominantes oder aggressives Verhalten verursachen. Erhöhte Testosteronwerte könnten auch das Resultat, statt der Ursache sein. Auch wenn dies nicht allgemein unterstützt wird (Suay et al., 1999), deutet diese Feststellung auf einen komplexen Prozess hin, wie dies auch Erhöhungen des Testosteronspiegels vor einem Wettkampf tun.Die Komplexität der Beziehung zwischen Testosteron und Aggression sollte hervorgehoben werden. Es könnte erwartet werden, dass Variationen bei Testosteron und Aggression einen geringeren psychologischen oder umweltbedingten Einfluss zeigen und es stattdessen starke Hinweise auf eine kausale Beziehung gibt, doch dies ist nicht der Fall (Sapolsky, 1997). Dabbs Zitat (1996) verdient eine Wiederholung: Relativ wenige Menschen der Gesamtbevölkerung verhalten sich kriminell, wobei dies unabhängig von ihren Testosteronspiegeln ist (s. 180).
Ein weiteres Defizit bei der Folgerung einer Kausalität aus einer Korrelation sind zusätzliche Variablen. Zahlreiche Charakteristika unterscheiden im Gefängnis einsitzende Individuen von der allgemeinen Bevölkerung. Aus diesem Grunde könnten nicht berücksichtigte Variablen sowohl Testosteronspiegel als auch Aggression beeinflussen. Solche Fälle [Gefängnisinsassen (Dabbs, 1996) oder individuelle pathologische Fälle (Beispiele für Roid Rage, siehe Taber 1999)] haben auch wenn sie passend sind, bereits Aggressionen gezeigt. Sie liefern nur wenig Informationen über den Prozess im Allgemeinen, da sie bereits diese Verbindung gezeigt haben und ihre anekdotenhaften Berichte und Erinnerungen bezüglich der Ereignisse und der involvierten Faktoren (Taber, 1999) durch unterschiedliche Voreingenommenheiten beeinflusst werden (Nisbett & Wilson, 1977).
Verursachen AAS beim Menschen aggressives Verhalten?
Wenn man die Kriterien, die benötigt werden, um einen kausalen Zusammenhang zwischen ASS und Aggression zu unterstützen und die Natur der existierenden Literatur berücksichtigt, dann ist die Antwort komplex. Dieser Abschnitt wird die in Teil 1 bereits erwähnten Studien als Hinweise zur Unterstützung einer kausalen Folgerung auswerten.Fallstudien
Defizite, die mit Fallstudien in Verbindung stehen (z.B. Pope & Katz, 1990) und andere idiographische Auswertungen (z.B. Thilbin, Kristiansson, & Rajs, 1997) wurden bereits besprochen. Auch wenn diese reich an Details sind, repräsentieren sie eine explorative Stufe der Analyse. Eine Verallgemeinerung von solchen Daten für die Allgemeinheit ist ein dürftiges Unterfangen und in den meisten Fällen nicht möglich. Solche alptraumhaften Beispiele (z.B. Taber, 1999) erregen die Aufmerksamkeit, doch sie liefern nicht viel mehr als Schlagzeilen bezüglich des AAS Konsums und Aggression.Empirische Studien
Untersuchungen, die auf Wechselbeziehungen basieren, dominieren die Literatur über AAS und Aggression. In aller Fairness behaupten die meisten Autoren nicht, dass ihre Daten beweisen, dass AAS aggressives Verhalten verursachen, doch dass in ihren Beispielen AAS Anwender von mehr Aggressionen berichteten, als Nichtanwender. Augenblickliche Anwender berichten z.B. von einer stärkeren Erregung durch Ärger und einer feindseligen Grundhaltung (Lefavi, Reeve, & Newland, 1990). Störungen der Gemütslage (Pope & Katz, 1994), selbst gefühlte Aggression und aggressive Wesenszüge (Galligani, Renck, & Hansen, 1996; Perry, Anderson, & Yates, 1990; Yates, Perry, & Murray, 1992), abnormale Persönlichkeitseigenschaften (Cooper, Noakes, Dunne, Lambert, & Rochford, 1996) und aggressive Stimmungslage (Bond, Choi, & Pope, 1995) waren bei AAS Anwendern stärker ausgeprägt.Unglücklicherweise werden, abgesehen von sporadischen Kommentaren in der Diskussionssektion, die Defizite dieser Daten als Nachweis für eine Kausalität nur selten erwähnt. So ist z.B. die Behauptung, dass Es Hinweise aus beiden Fallberichten und empirischen Studien gibt, dass der Missbrauch dieser Wirkstoffe signifikante psychiatrische und medizinische Wirkungen hervorruft (s. 832) (Porcerelli & Sandler, 1998), welche ohne konkrete nicht zyklische Definition des AAS Missbrauchs aufgestellt wurde, voreilig. Nicht alle Anwender, die als Verwender hoher Dosierungen klassifiziert werden können, zeigen Psychopathologie (Pope & Katz, 1992). Fallstudien und begleitende Veranlagungen von ASS Anwendung und Aggression können keine Kausalität beweisen.
Warum? Hierfür sollte man zuerst die Motivation für den Gebrauch von AAS betrachten. Gesteigerte Muskelmasse, Kraft und verbesserte körperliche Leistungsfähigkeit sind potentielle Kandidaten. Körperliche Dysmorphie (Fehlbildung), eine gestörte Wahrnehmung des Bildes des eigenen Körpers, bei der sich selbst starke und/oder große Individuen selbst als klein und schwach sehen (Pope, Katz, & Hudson, 1993; Wroblewska, 1997) wurden als eine Motivation für die Verwendung von AAS bei Männern offeriert. Welche Charaktereigenschaften treten zusammen mit diesen Motivationen auf? Anwender von AAS zeigten angeblich einen geringeren Grad an Social Physique Anxiety (SPA ist als die Angst oder das Unbehagen definiert, die eine Person als Reaktion auf die Beurteilung des eigenen Körpers durch andere verspürt) als Nichtanwender (Schwerin und Kollegen, 1996), was als Resultat der ASS Anwendung angesehen wurde. Solche Anwender könnten bereits vor der AAS Anwendung einen höheren Grad an SPA aufgewiesen haben. Die Wertschätzung der Oberkörperkraft und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper prognostizierten eine AAS Anwendung zuverlässig (Schwerin und Kollegen, 1997). Dies könnte die Frage danach, warum man größer und stärker werden möchte, beantworten.
Die Anwendung von AAS tritt oft in Verbindung mit anderem antisozialen Verhalten wie z.B. Schulzschwänzen und dem Missbrauch anderer Substanzen auf (Kindlundh, Isacson, Berglund, & Nyberg, 1999) und die antisozialen Charakterzüge von AAS Anwendern wurden ähnlich denen von Alkoholikern charakterisiert (Yates, Perry, & Anderson, 1990). Auch psychologische Variablen, wie die Erwartung positiver Wirkungen von einer AAS Anwendung (Lovstakken, Peterson, & Homers, 1999) könnten ASS Anwender von Nichtanwendern unterscheiden. Auch wenn diese Unterschiede zwischen Anwendern und Nichtanwendern ein Grund dafür sind, dass empirische Studien keine Kausalität beweisen können, werden solche Variablen bei der AAS Forschung nur selten kontrolliert. Während Zuwächse an Kraft und Größe das Ziel vieler Menschen ist, die Krafttraining betreiben, entscheidet sich nur eine Minderheit dieser Trainierenden für die Anwendung von AAS und nur eine Minderheit dieses Personenkreises zeigt ein übermäßig aggressives Verhalten. Körperliche Verbesserungen könnten nur ein potentielles Motiv von mehreren für die Anwendung von AAS sein.
Zweitens ist die Unfähigkeit einer Wechselbeziehung zum Nachweis einer kausalen Richtung problematisch. Wenn gleichzeitige Untersuchungen zu dem Ergebnis kommen, dass AAS Anwender von mehr Aggression berichten als Nichtanwender, dann ist unklar, welcher Faktor den anderen verursacht. Die oben erwähnten Faktoren könnten entweder die Ursache oder das Resultat der AAS Anwendung sein. Charakteristisch aggressive Individuen könnten anfälliger für die Anwendung von AAS sein oder AAS könnten die Aggression verursachen. Es könnte jedoch auch sein, dass beider Aspekte interagieren. So könnten AAS z.B. die Ausprägung bestehender aggressiver Tendenzen verstärken. Zusammenwirkende Verbindungen zwischen Variablen können diese Fragen nicht beantworten.
Empirische Studien mit großem Umfang und individuelle Fallstudien sind am besten dazu geeignet die möglichen Verbindungen zwischen Verhaltensmustern zu untersuchen – sie sind jedoch nicht zum Nachweis einer Kausalität geeignet. Diese Studien deuten darauf hin, dass Anwender von AAS häufiger von einer gesteigerten Aggression auf höherem als normalem Niveau berichten. Diese verlässliche und konsistente Verbindung dient jedoch nur dazu vorzuschlagen, dass weitere Studien bezüglich einer potentiellen Kausalität wünschenswert sind.
Vorausschauende und longitudinale Studien
Die Untersuchung wiederholt auftretender Muster der Verbindung zwischen AAS und Aggression im Lauf der Zeit ist schwerer durchführbar als simultane Beurteilungen. Eine Begutachtung über einen längeren Zeitraum erlaubt jedoch die Auswertung der Reihenfolge des Auftretens als logischen Beweis für Kausalität. Wenn ein aggressives Verhalten auf die Einnahme der Substanz folgt und während Zeiten der Nichteinnahme abnimmt, dann unterstützt dies die Kausalität.Choi, Parrott, & Cowan (1990) beobachteten gegenwärtige AAS Anwender und Nichtanwender über einen längeren Zeitraum während Phasen der Anwendung und Nichtanwendung. Wenn AAS Aggressionen verursachen, dann sollten Anwender während Phasen der AAS Einnahme im Vergleich zu Nichtanwendern und Zeiten der Nichteinnahme von verstärkten Aggressionen berichten. Auch wenn eine signifikante Anwender/Nichtanwender und Anwendungsphase/Nichtanwendungsphase Interaktion für Aggression beobachtet wurde, hatten weder Anwendungsstatus noch Zeitperiode eine zuverlässige Auswirkung auf de Aggression. AAS Anwender berichteten unabhängig von der augenblicklichen Phase der Einnahme oder Nichteinnahme von mehr Feindseligkeit als Nichtanwender. Dieses Ergebnis deutete anstatt die Hypothese einer Kausalität bezüglich AAS/Aggression zu unterstützen auf eine dritte nicht gemessene Variable hin, welche wahrscheinlich sowohl die AAS Anwendung als auch aggressives Verhalten beeinflusst. Dieser Befund repliziert übereinstimmende Ergebnisse anderer Studien – Anwender und Nichtanwender unterscheiden sich im Maß ihrer Aggressionen (e.g., Galligani, Renck, & Hansen, 1996; Moss, Panzak, & Tarter, 1992), was auf potentielle bereits zuvor existierende Veranlagungen und/oder momentane psychologische Unterschiede hindeutet.
Su und Kollegen (1993) untersuchten bei männlichen Nichtsportler ohne ASS Vorgeschichte Veränderungen der Gemütslage über vier Phasen: Placebo, niedrige Dosierung (40mg Methyltestosteron/Tag), hohe Dosierung (240mg Methyltestosteron/Tag) und eine Placebo Entzugsphase. Der verlässliche Unterschied bei der selbst eingeschätzten Feindseligkeit zwischen Placebo Phase und der Phase maximaler Dosierung war einer von etwa 80 Vergleichen. Daher hätte der Signifikanzlevel von p < .05 für multiple Vergleiche korrigiert werden sollen. Genaue p Level wurden nicht angegeben, so das der potentielle Effekt einer solchen Korrelation nicht bekannt ist. Su und Kollegen erkennen trotzdem an, dass symptomatische Unterschiede die Unterschiede des Plasmaspiegels des anabolen Steroids nicht widerspiegeln (s. 2763). Wenn es keinen Beweis für eine Verbindung von Aggression mit den Testosteronspiegeln (Dabbs, 1996) oder Plasmaspiegeln von AAS (Riem & Hersey, 1995; Su und Kollegen., 1993) über die Zeit gibt, dann bedarf der Mechanismus der Wahrnehmung von Aggression weiterer Untersuchungen. Auch wenn die Probanden von gesteigerter Aggression berichten, rechtfertigt das Fehlen einer Verbindung zwischen AAS Plasmaspiegeln und selbst berichteter Aggression kaum die Aussage, dass AAS Aggressionen verursachen. Die Veränderungen stehen offensichtlich mit einer anderen, nicht gemessenen Variable in Verbindung.
Diese Feststellungen deuten auch auf einen verstärkten Placeboeffekt bei höheren Dosierungen hin. Eine hohe Dosis AAS könnte eine nichtspezifische Stimulation verursachen, welche den Glauben daran, dass eine aktive Substanz eingenommen wurde, verstärkt. Es wurde nahe gelegt, dass die Verwendung inaktiver Placebos (z.B. die Ölinjektionen bei den AAS Studien) inadäquat sein könnten. Wirkstoffe besitzen sowohl spezifische (in diesem Fall eine Androgenrezeprorbindung) als auch nichtspezifische (z.B. Anregung des zentralen Nervensystems) Wirkungen. Wenn angenommen wird, dass nur die spezifischen Wirkungen bestimmte Veränderungen oder Anpassungen verursachen, dann muss dass Placebo nicht nur eine Kontrollsubstanz für die Verabreichung oder Behandlung (z.B. Injektion), sondern auch für die nichtspezifischen (oder nicht erwünschten) Wirkungen sein.
Eine aktuelle Metaanalyse von Studien bezüglich einer Medikamentation mit Antidepressiva (Kirsch & Saperstein, 1998) kam zu der Schlussfolgerung, dass etwa 50% der Wirkung der Medikamente auf diesem aktiven Placeboeffekt beruht. Daher würde eine effektivere Auswahl auch die Wirkungen eines Wirkstoffes nachahmen, die nicht mit der gewünschten Wirkung in Verbindung stehen. Ein effektives Placebo für hohe Dosierungen von Testosteron sollte alle stimulatorischen oder unerwünschten Wirkungen nachahmen, während es weder androgen noch anabol wirkt.
Kouri, Lukas, Pope, & Oliva, (1995) verabreichten steigende Dosierungen von Testosteron Cypionat (TC) oder ein Placebo an acht männliche Probanden, von denen drei ehemalige Steroidanwender waren. Nach der Verabreichung von TC wurde im Vergleich zum Placebo und der Ausgangsphase von einer gesteigerten aggressiven Reaktion auf eine Provokation berichtet. Die Messung der Aggression war auf gewisse Art und weise gekünstelt (siehe Teil 1) und mehrere Studienteilnehmer, die sich nicht manipulieren ließen, wurden aus der Studie ausgeschlossen. Die Zusammensetzung der finalen Gruppe wurde nicht erwähnt. Wenn man vorhergehende Forschungsergebnisse berücksichtigt, könnte die Einbeziehung ehemaliger Anwender die Interpretation der Ergebnisse verkomplizieren. Unglücklicherweise war die Anzahl der Probanden zu gering, um den Einfluss einer früheren Einnahme zu analysieren. Zusätzlich hierzu war die Messgröße für Aggression (Die Anzahl der Knopfdrücke, um Punkte bei den Vergeltungsmaßnahmen abzuziehen) nicht wirklich dazu geeignet ein realistisches Verhalten zu verallgemeinern, so dass das Ergebnis nur wenig über AAS und Aggression zeigt, wie diese typischerweise gezeigt oder gefühlt wird.
Quasi-experimentelle Studien
Swanson (1989) untersuchte Unterschiede der Aggression bei augenblicklichen AAS Anwendern (Selbstmedikamentation), Sportlern, die keine AAS verwendeten und Nichtsportlern, die keine AAS verwendeten bei einem Test zur Reaktionszeit bei Täuschungen. Es wurden keine Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen berichtet. Selbst gewählte Voreingenommenheit stellt bei dieser Studie genauso ein Problem dar, wie die Natur der Messung von Aggression. Basierend auf früheren Forschungsergebnissen könnte diese Studie in Richtung des Findens von Unterschieden zwischen den Gruppen beeinflusst worden sein und das Fehlen von Unterschieden führte dazu, dass empirische Ergebnisse nicht repliziert werden konnten. Dies könnte Themen widerspiegeln, die sowohl mit der Manipulation als auch der Messung in Verbindung stehen.Experimentelle Studien
Echte Experimente weisen eine höhere interne Gültigkeit auf und stellen den optimalen Test für die AAS und Aggressionshypothese dar. Durch eine zufällige Einteilung in Gruppen können Tests unabhängig von einseitiger Auswahl der Probanden und prädisponierenden Charakterzügen durchgeführt werden. Per Definition sind solche Variablen aufgrund der zufälligen Zuordnung gleichermaßen in allen Gruppen vorhanden. Solche Studien besitzen nur eine limitierte externe Gültigkeit und aufgrund der Strenge der Vorgaben besteht auch nur eine eingeschränkte Möglichkeit die Ergebnisse auf eine selbst verordnete und aufrecht erhaltene AAS Anwendung unter natürlichen Gegebenheiten zu verallgemeinern.Bjorkqvist, Nygren, Bjorklund, und Bjorkqvist (1994) konnten keine Wirkung einer AAS Behandlung auf selbst beschriebene oder von einem Beobachter bewertete Änderungen der Gemütslage feststellen, was eine kausale Rolle von AAS nicht unterstützt. Zuverlässige Steigerungen bei unterschiedlichen selbst gefühlten oder von dritten beobachteten Parametern traten nur innerhalb der Placebogruppe auf, was darauf hin deutet, dass psychologische Faktoren eine steuernde Rolle bei der Beziehung zwischen AAS und Aggression spielen könnten. Das Fehlen eines Placeboeffekts in der Testosterongruppe bedarf weiterer Untersuchungen.
Sowohl Tricker und Kollegen (1996) als auch Bhasin und Kollegen, (1996) fanden unabhängig von der verwendeten Auswertungsmethode keine Auswirkung einer Testosteronadministration auf Gemütslage oder Verhalten. Die Verabreichung von AAS und Placebo an zufällig eingeteilte Probandengruppen zeigte keinen zuverlässigen Unterschied bezüglich selbst berichteter oder beobachteter Aggression zwischen den beiden Gruppen.
Yates, Perry, MacIndoe, Holman, & Ellingrod (1999) teilten Männer zufallsbedingt in unterschiedliche Gruppen ein, welche verschiedene Dosierungen von AAS verabreicht bekamen. Eine kleine Anzahl an Studienteilnehmern beendete die Studie vorzeitig, doch es gab zwischen den Gruppen keine Unterschiede bezüglich der Rate der Studienabbrecher und keiner der Probanden brach die Studie vorzeitig aufgrund von gesteigerter Aggression ab. Es konnten keine zuverlässigen Unterschiede bezüglich selbst berichteter oder beobachteter Bewertungen von Aggression gefunden werden. Diese Ergebnisse legen nahe, dass, wenn strikte Einschluss- und Ausschlusskriterien zur Anwendung kommen, AAS nur minimal mit psychologischen Störungen in Verbindung gebracht werden können.
Die oben erwähnten experimentellen Studien weisen darauf hin, dass, falls per Design Faktoren, welche Individuen für Aggressionen prädisponieren können, gleichmäßig über die Behandlungsgruppen verteilt werden, die Verbindung zwischen AAS Anwendung und Aggression stark reduziert oder nicht existent ist.
Zusammenfassung
Diese Untersuchung von Studiendesigns und Methoden, welche in der AAS Literatur veröffentlicht wurden, legt nahe, dass Unterstützung für die Hypothese, dass eine AAS Anwendung Aggression verursacht, limitiert ist und die Verbindung mit dem Studiendesign variiert. Studien mit einem höheren Grad an externer Gültigkeit aber weniger Kontrolle über äußere Faktoren weisen auf eine Verbindung zwischen der AAS Anwendung und gesteigerter Aggression bei einer Anwendung im richtigen Leben und natürlichen Gegebenheiten hin. Diejenigen, die AAS verwenden scheinen aus einer Reihe von Gründen eher dazu zu neigen ein aggressives Verhalten zu zeigen. Vorausschauende Studien (Su und Kollegen, 1993) legen sogar nahe, dass Anwender mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auch während Phasen der Nichtanwendung ein aggressives Verhalten zeigen. Es scheint deshalb der Fall zu sein, dass ein anderer Faktor – entweder in Verbindung oder Unabhängig von der AAS Anwendung – einen Einfluss auf das Verhalten während der AAS Anwendung ausübt. Ein Verständnis solcher Themen ist noch wichtiger, wenn das Potential für Schlussfolgerungen bezüglich dieser Beziehung zur Beeinflussung der Verfügbarkeit von Testosteron und Nor-Testosteron Vorgängerstoffen in Betracht gezogen wird (siehe Yesalis, 1999).Experimentelle Studien, die solche Variablen kontrollieren, sind bezüglich einer kausalen Beziehung weniger unterstützend. Individuen, welche zufallsbedingt in die Gruppen eingeteilt werden, welche AAS verabreicht bekommen (im Gegensatz zur Selbstadministration) und aus diesem Grund die gleiche Chance besitzen AAS zu erhalten oder nicht, zeigen unabhängig von der Methode der Begutachtung kein gesteigertes aggressives Verhalten.
Um diese augenscheinlichen Diskrepanzen bei diesen Studienergebnissen verstehen zu können, ist es hilfreich, die Fragestellung zu verändern. In der Tat wird in solchen Fällen häufig eine Neuformulierung der Hypothese notwendig. Es gibt eigentlich zwei unterschiedliche Fragen, die in der Literatur gestellt und beantwortet werden. Die erste spricht die Kausalität nicht an sondern fragt präziser Neigen diejenigen, die AAS anwenden, mit höherer Wahrscheinlichkeit dazu eine gesteigerte Aggression zu zeigen? Die empirischen Daten legen nahe, dass die Antwort auf diese Frage zum größten Teil ein Ja ist. Im Allgemeinen zeigen aufgrund von Beobachtungen gewonnene Daten, dass bei einer Anwendung unter natürlichen Gegebenheiten diejenigen, die AAS verwenden, von einer gesteigerten Aggressivität berichten oder diese zeigen. Während diese Antwort weitere Untersuchungen der Beziehung rechtfertigen, bleiben einige Details jedoch unbeantwortet. Hierzu gehören bei wem, wann, unter welchen Umständen und durch welchen Prozess Aggressionen ausgelöst werden. Aggression ist keine universelle Konsequenz einer AAS Anwendung und wird genauso wenig immer mit den physiologischen Wirkungen der AAS Anwendung in Verbindung gebracht.
Die Folgefrage ist die, ob AAS diese Aggression verursachen. Die Beobachtung von AAS Anwendern in ihrer natürlichen Umgebung kann diese Frage nicht beantworten und experimentelle Studien legen nahe, dass die alleinige Anwendung von AAS nicht schlüssig als Ursache für das beobachtete Verhalten identifiziert werden kann.
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