[Anmerkung des Übersetzers: Das Interview entstand im Frühjahr 2009. Der Wettkampf, an dessen Teilnahme Ronnie interessiert war, sollte im Herbst, im Anschluss an den Mr. Olympia in Deutschland stattfinden, wurde später aber abgesagt. Mehr zu Ronnie und seinen aktuellen Plänen erfahrt Ihr hier.]

Artikelzusammenfassung:
  • Mit 44 Jahren plant Ronnie keineswegs, bald in Ruhestand zu gehen.
  • Die brennende Liebe zu seinem Sport motiviert ihn mit dem Training weiter zu machen.
  • 2006 verlor Ronnie erstmals nach neun Jahren beim Mr. Olympia.
Das alte Sprichwort "Sag niemals nie!" bestätigend, sucht der professionelle Bodybuilding Champion Ronnie Coleman, der mit großem Eifer seit über 31 Jahren trainiert weiter nach dem Erfolg in Wettkämpfen, etwas das ihm nicht fremd ist, hat er doch das Größte, was man im Bodybuilding erreichen kann, den Titel des Mr. Olympia, im Laufe seiner beachtenswerten Karriere acht Mal gewonnen.

Dafür, dass man ihn guten Gewissens als den besten Bodybuilder aller Zeiten bezeichnen könnte, ist Ronnie Coleman bemerkenswert bescheiden und erstaunlicherweise hat er trotz der Tatsache, dass er nahezu zwei Dekaden auf dem höchsten Level Wettkämpfe bestritten hat, nicht die Leidenschaft für den Sport verloren, den er von Anfang an liebte. Das ist, was ihn motivierte – die pure Liebe zum Training und etwas darzustellen, was sich die meisten Menschen nicht einmal zu erreichen vorstellen können – das treibt ihn an.

Man sagt, dass wir davon angetrieben werden, was wir zum Überleben tun müssen und dass wir Leidenschaft dafür entwickeln, was wir zu tun lieben. Ronnie Coleman, seine gesamten 300 Pfund, sind angetrieben von der Leidenschaft für Bodybuilding und dies ermöglicht ihm den Einsatz, den es braucht, um seine Trainingsziele zu erreichen.

Im Alter von 44 Jahren, einem Alter, in dem die meisten Bodybuilder lange in Rente gegangen sind, kann man Ronnie Coleman im Gym dabei finden, seine Muskeln zu bearbeiten, immer bestrebt Verbesserungen zu erreichen, nach all den Jahren. Dass er immer noch diese hohen Erwartungen im Bezug aufs Bodybuilding, inklusive dem Wunsch, noch einmal die Bühne des professionellen Bodybuildings zu dominieren, ein Areal, dass er einst früher wortwörtlich besaß, ist eine Fallstudie für Beharrlichkeit und Einsatz.

Es gab Zeiten, da war Ronnie Coleman unbesiegbar. Es war klar, dass der Kampf beim alljährlichen Mr. Olympia der um den zweiten Platz war. Coleman sicherte sich seinen Platz an der Sonne durch die bemerkenswerte Masse, die er aufgebaut hatte und die verrückte Konditionierung, die seine komplette Physis betonte. Um eine Passage aus seiner Posingmusik zu zitieren, war sein Auftreten das "Game Over" für den Wettkampf.

Ironischerweise waren es wohl die Jahre harten Trainings und Diät, die für den Mann, der als der größte Gegner der Zeit bekannt war, das Verderben brachten. Wo kein Mann ihn stoppen konnte, tat es die Zeit. Wenn er Zeit gebraucht hätte und zu pausieren und wieder Energie aufzuladen – wie es alle Wettkämpfer von Zeit zu Zeit tun – arbeitete Ronnie noch härter und so kam es 2006 zu seiner ersten Niederlage beim Mr. Olympia in neun Jahren. Er war einfach nicht in Bestform. Er war müde.

Heute hat Ronnie ein ausbalancierteres Verhältnis zur Zeit entwickelt, wobei er dennoch nicht sein inneres Feuer verloren hat, welches ihn so lange an der Spitze hielt. Er ist wieder aufgeladen und bereit noch einmal mit den Besten der Welt zu konkurrieren. Er hat die 2009 European Tour im Auge und er ist unermüdlich in seinem Streben danach, bei diesem Wettbewerb den Ronnie Coleman zu präsentieren, wie die Fans ihn kennen.

Bittet man ihn, seine Karriere in einem Statement zusammenzufassen, antwortete Mr. Coleman: "Die größte Karriere aller Zeiten". Wenn die Resultate und die hierfür nötige Leidenschaft ein Maß für Größe sind, wurde von einem Bodybuilder nie ein wahreres Statement abgegeben.

Im folgenden Interview beschreibt Ronnie Coleman, was Bodybuilding ihm bedeutete und wie er eine aus Eisen geschmiedete Legende errichtete, welche in den nächsten Jahren nicht wiederholt werden wird, wenn überhaupt. preview

[ Q ] Wie ist Dein Leben, nun wo Du nicht mehr den Druck hast, Dich auf den Mr. Olympia vorzubereiten?

[ A ] Es ist ein großer Druck, sich für den Mr. Olympia vorzubereiten. Dennoch hatte ich eine Menge Spaß; es war etwas, auf das ich mich das ganze Jahr freute. Nun, wo ich das nicht mehr habe, bin ich manchmal etwas gelangweilt davon, herumzusitzen und nichts zu tun. Auch das Training um sich für eine Show vorzubereiten: die Diät und alles was dazu gehört. Ich vermisse es schon ein wenig.

[ Q ] Das im Hinterkopf, hast Du jemals darüber nachgedacht, auf die Bühne zurückzukehren?

[ A ] Ja. Ich überlege ernsthaft die European Tour dieses Jahr zu machen, die nach der Olympia. Wieder will eine große Show in Deutschland aufziehen und da will ich teilnehmen.

[ Q ] Wie früh willst Du mit der Vorbereitung dafür beginnen?

[ A ] Ich brauche etwa 12 Wochen um für eine Show in Form zu sein. Aber ich trainiere das ganze Jahr durch.

[ Q ] Wie hart trainierst Du aktuell und in welcher Form bist Du?

[ A ] Ich wiege rund 300 Pfund im Moment und trainiere meist vier Tage die Woche. Ich werde anfangen häufiger zu trainieren, wenn der Wettbewerb näher rückt und ich will langsam in Wettkampfform kommen. Ich werde mich dann noch mehr reinhängen.

[ Q ] Auch wenn das eine kleinere Show ist, als die, die Du gewohnt bist, strebst Du einen bestimmten Look an?

[ A ] Ich werde wie immer versuchen, die beste Version von mir zu präsentieren. Ich habe im letzten Jahr nicht wirklich an einem Wettkampf teilgenommen, daher ist es etwas schwierig abzuschätzen, wo ich landen könnte. Normal beginne ich bei 325 Pfund und reduziere von dort aus das Gewicht. Ich versuche einfach in die beste Form zu kommen, die ich bringen kann.

[ Q ] In welchem Gewichtsbereich willst Du bei der European Tour später in diesem Jahr (2009) sein?

[ A ] Ich denke ich werde mit 275-280 Pfund auf die Bühne steigen, also da, wo ich auch lag, als ich mit den Wettkämpfen aufhörte. Ich werde wohl versuchen in etwa diesen Bereich zu kommen.

[ Q ] Manche denken, dass Du am besten warst, als Du leichter angetreten bist, was bei Dir bei ungefähr 270 Pfund der Fall war und andere sagen, dass Du am besten mit rund 290 Pfund warst. Gab es einen bestimmten Look, den Du gezeigt hast, den Du anderen vorziehst?

[ A ] Ersteren. Dieser war für mich unglaublich. Er (Ronnies erster Titel bei der Oylmpia 1998) wird es immer sein und nichts kann jemals seinen Platz einnehmen. Alles war nur auf diese Show abgestimmt. Ich musste so viel überwinden, diesen Titel zu gewinnen.

Ich hatte Jungs vor mir, die mich in den letzten zehn Jahren geschlagen hatten. Niemand hatte mich auf dem Plan, weil ich im Jahr zuvor Neunter geworden war. Ich musste mir einem unglaublichen Packet kommen und alle Judges umhauen und das war genau das, was ich tat.

[ Q ] Niemand erwartete, dass Du gewinnen würdest, auch die Judges nicht.

[ A ] Das ist richtig. Da waren Flex (Wheeler) und Nasser (El Sonbaty) und Kevin (Levrone). Da waren einfach so viele Leute vor mir, die in den letzten sieben oder acht Jahren erste, zweite und dritte Plätze belegt hatten. Mit einem neunten Platz im Vorjahr, war ich nicht wirklich auf dem Bildschirm.

[ Q ] 1992 wurdest Du beim Mr. Olympia mit einigen anderen zusammen Letzter. Hättest Du Dir damals vorstellen können, jemals diesen Titel zu gewinnen?

[ A ] Nein, nicht mal ansatzweise. Ich kümmerte mich auch nicht darum. Ich machte nur deshalb Wettkämpfe, weil es ein Hobby war und ich so kostenlose Mitgliedschaften in den Studios hatte. (lacht) Ich machte das einfach, weil es etwas war, das mir Spaß machte und das ich liebte. Solange ich sicher sein konnte, dass ich mein Bestes gegeben hatte, wenn ich auf die Bühne trat, war ich zufrieden.

[ Q ] Neben den offensichtlichen Vorteilen bei Masse und Konditionierung, den Du bei den meisten Wettkämpfen hattest, was war es, dass Dich von den anderen Profis abhob? Was sorgte für diesen großen Abstand?

[ A ] Es könnte meine Art zu trainieren gewesen sein. Wenn Du Dir manche meiner Videos anschaust und Dir die manch anderer Kerle anschaust, wirst Du sehen, dass mein Training völlig anders und weit intensiver als das der anderen Kerle war. Das brachte mir einen Vorteil.

[ Q ] Und Dein Look auf der Bühne spiegelte Deinen Trainingsstil wieder?

[ A ] Oh ja, sicher.

[ Q ] Also hatten Deine Muskeln einen dichteren Look, weil Du all dieses Powertraining gemacht hast?

[ A ]Ja genau, genau das war es.

[ Q ] In Bodybuildingkreisen wird oft gesagt, dass Du, die Physis betreffend, der größte Bodybuilder aller Zeiten warst. Würdest Du dieser Aussage zustimmen?

[ A ] Ich werde dem nicht widersprechen. Ich spreche es nicht aus; andere sagen es. Das ist wie ein Geschenk und das bekommt man nicht so einfach. Das ist eines der Komplimente, das man annehmen muss. (lacht) Du kannst die Person nicht anschauen und sagen "Nein, das stimmt nicht." Also nehme ich das Kompliment einfach an. Aber ich habe das nicht ein einziges Mal behauptet.

[ Q ] Das ist nicht unbedingt ein Kompliment, das man schwer annimmt oder?

[ A ] Nein, nein. Ich bin zu höflich um ein Kompliment nicht anzunehmen.

[ Q ] Zu welchem Zeitpunkt vor oder nachdem Du Deine Pro Card gewonnen hattest, hast Du bemerkt, dass Du eine erfolgreiche Karriere als professioneller Bodybuilder hinlegen könntest?

Das müsste fünf oder sechs Jahre danach gewesen sein. Ich brauchte lange um da hinzukommen, wo ich letztlich hinkam. Die ersten drei oder vier Jahre erreichte ich im Grunde gar nichts, ich platzierte mich selten in den Top 5.

Wie ich schon sagte, ich war nur deshalb in der Lage, das mitzumachen, weil ich Spaß dabei hatte und kostenlos in die Studios konnte. Solange ich das alles tat, was ich konnte, und das war genau das, was ich tat, war ich damit einverstanden.

[ Q ] Gab es einen bestimmten Punkt, an dem Du realisiert hast, dass Du als Profi Wettkämpfer ernsthaft Geld verdienen könntest?

[ A ] Nicht wirklich. Ich kam zurecht. Ich verdiente ein anständiges Gehalt. Es gab keinen Punkt, an dem ich in der Anfangszeit daran dachte, meinen Job zu kündigen und Bodybuilding als Vollzeitjob zu machen. Ich arbeitete immer noch Vollzeit bei der Polizei nachdem ich meine dritte Olympia gewonnen hatte.

[ Q ] Ich habe gehört, dass Du Dich kürzlich einer Behandlung Deines unteren Rückens unterziehen musstest. Kannst Du uns etwas zur Art der Behandlung und dem Ausmaß der Verletzung mitteilen?

[ A ] Die Behandlung lief gut. Ich hatte im Grunde meine ganze Karriere Probleme mit dem Rücken. Die Behandlung war klasse und erfüllte voll ihren Zweck. Ich besuche nun auch mindestens zwei bis drei Mal pro Woche einen Chiropraktiker.

[ Q ] Was war das genau für ein Problem mit dem Rücken?

[ A ] Ich hatte einen Bandscheibenvorfall. Ich zog ihn mir 1996 zu und er konnte nie richtig ausheilen. Das tun sie nie. Wenn sie einmal rausspringen, bleiben sie draußen.

Bandscheibenvorfall:
Ein Bandscheibenvorfall (prolapsus disci intervertebralis) ist eine medizinischer Zustand, der die Wirbelsäule betrifft, bei dem ein Riss in dem äußeren Faserring (annulus fibrosus) einer Bandscheibe (discus intervertebralis) dem weichen Kern (nucleus pulposus) erlaubt, sich nach außen zu drücken.


[ Q ] Ungeachtet dieses schmerzhaften Zustandes hast Du in den letzten 12 Jahren unglaublich intensiv trainiert. Wie war es Dir möglich trotz der Schmerzen zu trainieren?

[ A ] Es einfach ausblenden und weiter hart trainieren. Du musst nur eine hohe Schmerztoleranz haben. Das ist im Grunde wie ich damit umgegangen bin.

[ Q ] Und nach dem Training musstest Du dann leiden?

[ A ] Ja meistens. (lacht) Es war etwas, an das ich gewöhnt war, daher war es kein großes Problem. Es ist etwas, das mir heute noch Probleme macht. Du musst eine hohe Schmerztoleranz haben.

[ Q ] Denkst Du die Ausgänge der letzten beiden Olympias an denen Du teilgenommen hast, wären anders gewesen, hättest Du weiter im Metroflex trainiert, statt in Deinem Homegym?

[ A ]Nein, nein. Das hatte nichts damit zu tun, wo ich trainiert habe. Ich trainiere sehr hart, egal ob ich zu Hause oder im Metroflex bin. Wenn sie mich im Metroflex beim Training filmten und ein Haufen Menschen herumgesessen hätten um mir zuzuschauen, hätte ich vielleicht zu schwer trainiert. (lacht) Aber im Training mache ich immer, was ich tun muss und nichts um andere zu beeindrucken.

[ Q ] Die Trainingsumgebung war also nie ein Faktor für Deinen Erfolg?

[ A ] Ich tue einfach das, was nötig ist, egal wo ich trainiere. Ich brauche nur ein paar Gewichte. Ich könnte auch draußen trainieren.

[ Q ] Welche Qualitäten als Trainer hatte Brian Dobson [Anmerkung des Übersetzers: Besitzer des Metroflex und Trainer von Ronnie Coleman und Branch Warren], so dass er Deine Karriere vorantrieb, wie es kein anderer hätte tun können?

[ A ] Oh ja, Brian ist der Grund für alles. Er brachte mich zu diesem Sport. Er zeigte mir, wie man trainiert, wie man post, lehrte mich alles über Bodybuilding. Ohne ihn wäre ich heute nicht da, wo ich bin.

Brian ist so lange im Bodybuilding aktiv und weiß so viel darüber und was nötig ist und er tat was immer nötig war um ein großartiger Bodybuilder zu sein und das war er für eine lange Zeit. Seine Erfahrungen und sein Wissen und Know How, wie man jemanden zum Champion formt – das ist es.

[ Q ] Ich bin mir sicher, dass Du diese Frage schon oft gehört hast: Wenn Du in Bestform gegen Dorian Yates in Bestform angetreten wärest, wer hätte gewonnen?

[ A ] Nun (lacht), das ist schwer zu beantworten, da Du zwei verschiedene Ären betrachtest, wenn Du uns in der jeweiligen Bestform vergleichst. Daher vermute ich, dass es viel mit dem Altersunterschied zu tun hat, denn als Dorian Wettkämpfe bestritt, war ich weit von der Form entfernt, mit der ich später gewann, Du müsstest also eine Umfrage machen um zu sehen, was die Leute denken.

Aber im Grunde denke ich, dass das nicht wirklich möglich ist, da er seine Ära hatte und ich meine. Seine lag eine Weile vor meiner. Ich hätte zur selben Zeit wie er auf dem selben Level sein müssen, damit ich mich wirklich mit ihm hätte vergleichen können.

[ Q ] Viele denken, dass Dorian eine neue Ära der Masse einleitete und dann kamst Du daher und leitete eine weitere Ära ein. Ist es fair zu sagen, dass Du dort angefangen hast, wo Dorian aufhörte und die Physis des professionellen Bodybuildings noch ein Stück weiter vorangetrieben hast?

[ A ] Ja genau. Schau Dir Lee Haney an oder Arnold, all diese Jungs hoben das professionelle Bodybuilding auf eine neue Stufe und schufen so ihre eigene Ära.

[ Q ] Als Du Deine Bestform hattest, dachte man, dass es unmöglich sein, dass die menschliche Physis im Bezug auf die schiere Masse noch weiter ausgereizt werden könnte und es scheint, dass dem auch so ist, betrachtet man die aktuellen Platzierungen im Profizirkus anschaust.

[ A ] Exakt, ich stimme dem völlig zu. Schau Dir an, was sie mit Dexter gemacht haben; auch das ist eine andere Ära, aber in kleinerem Maße, denke ich. Unnötig zu erwähnen, dass das nicht mal näherungsweise dort ist, wo Dorian, auch Jay und ich waren.

[ Q ] Wer wird die diesjährige Mr. Olympia (2009) gewinnen, wenn man all das einbezieht?

[ A ] Wow, das ist eine schwere Frage. Ich neige dazu Victor zu sagen, da er in Bestform war, als ich meinen letzten Wettkampf bestritt. Und da ist Phil Heath. Er wird dieses Mal auch bereit sein, da bin ich sicher.

[ Q ] Sicher, als Victor beim letzten Mal bei der Olympia antrat, dachten die meisten, dass er hätte gewinnen müssen.

[ A ] Ganz genau.

[ Q ] Bei Deiner letzten Teilnahme warst Du eindeutig nicht in Bestform. Worauf würdest Du das zurückführen?

[ A ] Ich hatte die meiste Zeit über wirklich große Probleme mit meinem Rücken. Und all das Training, dass ich über die Jahre absolviert habe, hat mich letztlich eingeholt.

Ich kann mich an einen Moment erinnern, als ich im Gym am trainieren war und ich es förmlich spüren konnte, es muss die Kumulierung all des harten Trainings im Laufe der Jahre sein. Ich habe mir nie wirklich eine längere Pause gegönnt, die ausgereicht hätte, damit alles eine Chance gehabt hätte, auszuheilen. Ich habe einfach weiter gepumpt und gepumpt.

[ Q ] Kann es sein, dass Du übertrainiert warst, als Du Dich für Deine letzten Olympia-Auftritt vorbereitet hast?

[ A ] Ja, das ist möglich, aber Du musst trainieren, damit Du für die Show in Form kommst. Ich glaube es ist einfach all das harte Training über die Jahre gewesen. Denn, wenn ich trainiere, trainiere ich immer sehr hart und schwer. Viele Leute haben nicht so lang wie ich durchgehalten und ich trainiere schon deutlich länger.

[ Q ] Nach der Olympia 2007, hast Du da Dein Gewicht auf ein besser zu handhabendes Niveau reduziert und mit dem Training etwas langsamer gemacht, oder hast Du einfach weiterhin so hart wie immer trainiert?

[ A ] Nun, mein normales Körpergewicht liegt bei 295 Pfund, ich habe also die letzten Jahre mein Gewicht konstant gehalten, aber bin nicht zu schwer geworden.

[ Q ] Wie viel wiegst Du in der Regel offseason?

[ A ] Offseason bedeutet für mich, dass ich mich auf eine Show vorbereite und dann wiege ich 325 Pfund. Unter normalen Umständen, wenn ich normal esse und nicht so viel trainiere, so wie jetzt, wiege ich rund 295-300 Pfund.

Aber wenn ich einmal anfange, mich für eine Show vorzubereiten, trainiere ich sechs Tage die Woche was mir mehr Muskelmasse bringt, da ich öfter und härter trainiere, was mich bis zu 325 Pfund hinauf bringt.

[ Q ] Vergleichst Du diese 325 Pfund mit den 295, die Du aktuell hast, oder einem etwas leichterem Körpergewicht, dass Du hattest, wo sind die Unterschiede im Bezug darauf, wie Du Dich fühlst?

[ A ] Ich fühle mich ziemlich gleich. Da gibt es keinen Unterschied zwischen 325 und 280 Pfund. Ich kann mit 325 Pfund wohl nicht so schnell rennen, weil ich mehr Gewicht mit mir herumschleppe, aber ich renne auch nicht, ich gehe nur.

Wenn ich auf dem Laufband bin, gehe ich nur. Daher macht es für mich kaum einen Unterschied ob ich 280 oder 325 Pfund wiege: es ist nur ein Gewicht, mit dem ich herum laufe.

[ Q ] Ich vermute, dass mit 325 Pfund noch mehr Leute Dir aus dem Weg gehen.

[ A ] (lacht) Ein paar, aber nicht viele.

[ Q ] Nur die, die Dich nicht kennen.

[ A ] Ja. Ich bin nur etwas massiver, aber nicht allzu massiv mit 325 Pfund. Bei Bodybuildern ist es letztlich so, dass unser Aussehen letztlich durch die Illusion erzeugt wird, die wir schaffen, wenn wir auf die Bühne steigen.

[ Q ] Dexter beispielsweise sieht in der Tat 20 Pfund schwerer aus, als er wirklich ist.

[ A ] Das ist genau der Punkt. Für mich wiegt Dexter zwischen 215 und 210 Pfund, aber in Wahrheit erzählt er den Leuten, er würde 235 bis 240 Pfund wiegen. Denn das ist das Gewicht, nach dem er auf der Bühne aussieht.

[ Q ] Und auf Fotos?

[ A ] Genau. Aber ich war schon früher bei 215 Pfund (lacht) und ich war massiver als Dexter nun ist. Zudem würden manche Bodybuilder Dir nie ihr wahres Gewicht nennen.

[ Q ] Ich kann mir Ronnie Coleman mit 215 Pfund nicht vorstellen.

[ A ] Nun, das ist das Gewicht, das ich hatte, als ich das erste Mal als Profi auf die Bühne trat.

[ Q ] Du hast also während Deiner Profikarriere knapp 100 Pfund Muskeln zugelegt.

[ A ] Ja, aber dafür war eine Menge harten Trainings nötig.

[ Q ] Welche Probleme siehst Du bezüglich des aktuellen Bodybuildings? Sind die Wertungen fair?

[ A ] Ich sehe aktuell keine Probleme. Es ist genau wie immer. Welcher Kerl auch immer in der besten Form kommt, gewinnt die Show. Das ist wie es immer wahr und wie es bleiben wird, da die Leute das so sehen wollen. Daher sehe ich keinerlei Probleme im Bodybuilding zum aktuellen Zeitpunkt.

[ Q ] Was war Deine hautpsächliche Motivation mit dem Bodybuilding anzufangen und damit weiterzumachen?

[ A ] Meine primäre Motivation war, dass ich Spaß dabei hatte und liebte, was ich tat. Wenn Du einfach Spaß hast, ist das genug Motivation. Ich wurde dazu auch noch bezahlt, aber das war nur ein Bonus. Einfach die Liebe zum Sport, das ist es, woraus ich meine Motivation ziehe.

[ Q ] Über so viele Jahre hart zu trainieren erfordert sicherlich irgendwann seinen Tribut. Wie hat Dein Training Dich im Laufe der Jahre beeinflusst? Hattest Du körperliche Beschwerden oder solche anderer Art, die noch nicht im Rahmen dieses Interviews besprochen wurden und die Du auf all die Jahre harten Trainings zurückführst?

[ A ] Oh nein. Die einzige Verletzung, die ich seit meinem Trainingsbeginn hatte, war der Bandscheibenvorfall. Das war es. Alles andere ist nur die normale Abnutzung und der normale Schmerz, den man erwarten kann. Sicher hatte ich einige Überdehnungen und Zerrungen. Die haben wir alle. Ich hatte Bizepszerrungen, Quadrizepsszerrungen und –überdehnungen – das hatte ich alles und ich denke, im Laufe der Jahre addiert sich das.

[ Q ] Vielleicht war es die Tatsache, dass Du ein Bodybuilder und ein besonders starker dazu, warst, die Dich vor vielen Verletzungen bewahrt hat.

[ A ] Oh ja. Und ich glaube, das war auch der Grund, warum ich so schnell genesen konnte. Nach dem Bandscheibenvorfall konnte ich die ersten beiden Wochen kaum laufen.

Danach ging ich zurück ins Studio und ungefähr drei Monate danach stand ich auf der Bühne und nicht nur das, ich gewann die Show. (lacht) Bodybuilding hilft bei der Genesung, es hilft sehr viel. Es baut die Muskeln wieder auf, die Du verloren hast. Es heilt.

[ Q ] Offensichtlich bist Du mit einem überdurchschnittlichem Regenerationsvermögen ausgestattet. Kann auch der Durchschnittsmensch sein Leben auf verschiedenen Ebenen durch Bodybuilding verbessern?

[ A ] Bodybuilding ist sicher ein großartiger Weg der Heilung für jedermann. Durch Bodybuilding lernt der Körper sich selbst zu heilen. Ich bin mir da absolut sicher. Auch nach dem Bandscheibenvorfall und nachdem ich noch stärker geworden war, hatte ich Probleme, aber ich war dennoch in der Lage Kniebeugen mit 800 Pfund für mehrere Wiederholungen zu machen. Aber das dauerte Jahre und es erforderte, dass ich ins Studio zurückkehrte und die Muskeln wieder aufbaute, die ich verloren hatte.

[ Q ] Und Du bist der lebende Beweis für die Vorzüge des Bodybuildings?

[ A ] Ja.

[ Q ] Welchen Rat würdest Du denjenigen geben, die auf dem höchsten Level Wettkämpfe bestreiten wollen, wie Du es lange Zeit getan hast?

[ A ] Nun, was mich wirklich dorthin gebracht hat, wo ich stand, war Wissen. Jemanden zu finden, der mehr als ich über die Sache wusste, war der Weg wie ich es geschafft habe, auf das Niveau zu kommen, auf dem ich war.

Ich habe die Olympia nicht gewonnen, bevor ich Chad Nichols traf; er war ein Ernährungswissenschaftler, der meine Karriere völlig auf den Kopf stellte. Seine Wissen über Ernährung war es, dass es mir erlaubte, meine größten Zuwächse zu erzielen, was der bedeutendste Einschnitt in meiner Karriere war.

Ich empfehle den Leuten immer, den besten Trainier und Ernährungsberater zu finden, den sie auftreiben können; jemanden zu finden, der Dich vorbereitet, ist das Beste was Du tun kannst. Das wird Dich viel schneller auf den rechten Weg bringen, als Du selbst es jemals könntest.

Du denkst, Du musst einfach nur ins Studio gehen, trainieren und Dich steigern, aber es ist eine Wissenschaft, genau wie alles andere, was Du tust (im Bezug auf Sport): Du musst einen entsprechenden Background in Sachen Training und Ernährung haben und die Vor- und Nachteile all dessen kennen, was Du tust.

[ Q ] Ist es richtig, dass eine der wesentlichsten Umstellungen in Deinem Programm die Tatsache war, Junk Food aus Deiner Ernährung zu streichen, was es Dir letztlich ermöglichte Mr. Olympia zu werden?

[ A ] Was ich tat, war meine Ernährung zu säubern und etwas besser zu essen, als ich es sonst tat. Es war in der Vorbereitung, wo ich die größten Veränderungen machte. Ich erhöhte meine Proteinzufuhr und verringerte meine Kohlenhydratzufuhr.

[ Q ] Wie viel Protein hast Du vor dieser Umstellung zugeführt und wie viel danach?

[ A ] Ich steigerte die Proteinzufuhr von 400 auf 600g am Tag. Und parallel verringerte ich die Kohlenhydratmenge von 500g auf 200g.

[ Q ] Es scheint, als wärest Du im Laufe Deines Lebens in der Lage gewesen, viele Dinge gleichzeitig zu machen – Du hast Deinen Job gemacht, während Du die unterstützt hast, die Dir am nächsten stehen und hart daran gearbeitet hast, der beste Bodybuilder der Welt zu werden. Woher hast Du die Motivation genommen, all das zu tun?

[ A ] Grundsätzlich kam die Motivation für mich durch das Training und das zu tun, was ich liebe. Alles was dann kam, war für mich wie das Tüppfelchen auf dem i. Es ist wie sein Hobby zum Job zu haben.

Man sagt, dass solange Du etwas tust, dass Du zu tun liebst, Du nicht einen einzigen Tag in Deinem Leben arbeitest. Und so war es für mich. Ich arbeitete nicht; ich hatte Spaß. Das Geld, das ich dadurch bekam, war nur ein großer Bonus. (lacht)

[ Q ] Viele Leute würden das, was Du tust als sehr hart und fordernd empfinden. Aber Du würdest ungeachtet dessen immer damit weiter machen.

[ A ] Das ist wahr. Ich trainiere nun schon 31 Jahre.

[ Q ] Wie wir schon besprochen haben, bist Du einer der, wenn nicht der beste Bodybuilder aller Zeiten. Gibt es jemanden, der ansatzweise das erreichen könnte, was Du in diesem Sport erreicht hast?

[ A ] Ich denke, dass jeder, der all seinen Willen dafür aufbringt, das unter Umständen schaffen kann. Die Frage ist nur, wer diese Person sein wird. Ich weiß nicht, wer sie sein wird.

Wenn jemand so entschlossen sein kann wie ich war, wirklich sein ganzes Herzblut hineinsteckt und so selbstbewusst als Wettkämpfer auftritt, wie ich es tat, wenn er die selbe Liebe und Leidenschaft für diesen Sport hat, die ich hatte, dann ist es möglich, dass diese Person das erreichen kann. Aber ich weiß nicht, wer diese Person sein könnte.

Es könnte schon einer der besten Wettkämpfer sein, die zurzeit die Szene dominieren. Es könnte Victor, Jay oder Phil sein, einer dieser Jungs. Ich habe meine erste Olympia erst mit 34 Jahren gewonnen, ein ganzes Stück älter, als die meisten Jungs da draußen aktuell sind. Gut, Jay ist nun 34 geworden, aber er hat schon zwei Olympias gewonnen.

[ Q ] Phil Heath – wie Du bereits erwähnt hast – und Dennis Wolf scheinen auch gut im Rennen zu sein. Wie siehst Du die Zukunft dieser beiden top Wettkämpfer? Wer von diesen beiden könnte die Olympia gewinnen?

[ A ] Heath. Wolf ist auch sehr gut, aber er wurde Vierter hinter Heath bei der Olympia 2008 – Heath wurde Dritter.

[ Q ] Denkst Du, Phil Heath könnte eines Tages den Mr. Olympia gewinnen?

[ A ] Oh ja, sicher, ausgehend von dem, was er mir kürzlich erzählt hat. Er macht große Fortschritte.

[ Q ] Wie fühlt es sich an, eine solche Inspiration für so viele Bodybuildingfans weltweit zu sein?

[ A ] Es fühlt sich toll an, aber darüber denkst Du nicht wirklich nach, während Du aktiv bist. Du bist zu beschäftigt damit, das zu tun, was nötig ist. Wie ich bereits sagte, das ist ein weiterer Bonus, neben dem finanziellen Aspekt, denn letztlich tust Du es deshalb, weil Du liebst, es zu tun.

Du denkst nicht wirklich an das Geld und die Inspiration, die Du anderen Menschen gibst, weil Du so viel Spaß daran hast, das zu tun, was Du tust.

[ Q ] Aber es ist schon schön zu wissen, dass Du positiven Einfluss auf die Leben vieler anderer im Laufe der Jahre hattest.

[ A ] Oh ja, das ist noch besser als das Geld. (lacht) Die Inspiration, die Du für andere Menschen sein kannst, bedeutet mehr als das Geld.

[ Q ] Also Dein aktueller Plan ist es, Dich für die European Show in Deutschland später im Verlauf des Jahres vorzubereiten?

[ A ] Ja, das ist mein kurzfristiger Plan.

[ Q ] Wie sieht es mit Deinen langfristigen Plänen aus? Wird es eine Rückkehr zur Olympia für Ronnie Coleman geben?

[ A ] Ich weiß es nicht. Ich würde es nicht ausschließen und sagen, dass es etwas ist, was ich niemals tun würde. Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, niemals nie zu sagen. Aber ich habe nicht viele langfristige Ziele, weil Du nie weiß, wie lange Du noch hier bist. (lacht)

[ Q ] Also ist Deine Philosophie, nimm jedes Jahr so wie es kommt.

[ A ] Ja, nimm es, wie es kommt. Ich konzentriere mich nur darauf, mich auf diese European Tour vorzubereiten, die bald ansteht. Die Olympia ist auch in dem Zeitraum, in dem die European Tour stattfindet, daher ist sie sicher eine Option, wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln.

[ Q ] Wie wir bereits besprochen haben, wurde Bodybuilding durch eine Reihe von Dynastien bestimmt und die Körper veränderten sich, um den Kriterien für diese neue Ära zu entsprechen. Der Schwerpunkt bis etwa 2007 schien auf dem Aspekt Masse zu liegen.

Nun sieht es aus, als würde mehr die Form als die Masse entscheidend sein, bedenkt man, dass Dexter der neue Mr. Olympia ist und einige leichtere Athleten sich weit besser platziert haben, als erwartet. Denkst Du, dass dieser Wechsel bei den Bewertungskriterien beabsichtigt ist?

[ A ] Ich denke in der Zukunft wird derjenige gewinnen, der in der besten Form auf die Bühne tritt, der der am besten konditionierteste Athlet ist und das war Dexter letztes Jahr und das ist der Grund, warum er gewonnen hat. Er war am besten konditioniert, am besten in Form von allen Athleten auf der Bühne. Ich denke es entwickelt sich wieder dahin. Wer auch immer der bestkonditionierteste und am besten in Form stehende Athlet auf der Bühne ist, wird in diesem Jahr gewinnen.

[ Q ] Vorausgesetzt, er hat genug Muskelmasse an den richtigen Stellen.

[ A ] Richtig.

[ Q ] Wer sind Deine Hauptsponsoren?

[ A ] Ich habe einen Vertrag mit BSN, sie sind mein Hauptsponsor.

[ Q ] Eggology ist ein weiterer Deiner Sponsoren richtig?

[ A ] Ja, ich bin schon so lange bei ihnen, mindestens so lange wie bei BSN.

[ Q ] Ich habe gehört, dass die Produkte von Eggology sehr effektiv sein sollen. Kannst Du mir mehr darüber erzählen?

[ A ] Wir waren am vergangenen Wochenende am trainieren und wir haben eine komplette Dose oft Eppology Egg Whites für die Jungs verbraucht. Und natürlich esse ich sie jeden Tag, auch meine Frau.

[ Q ] Auch Deine Frau ist ein Fan der Produkte von Eggology?

[ A ] Ja sie ist auch ein großer Fan. Sie arbeitet als Personaltrainerin, daher bleibt sie in Form.

[ Q ] Trainierst Du mit Deiner Frau zusammen?

[ A ] Manchmal, aber meistens nicht. Sie ist so dünn und ihre Gewichte sind so niedrig, dass es immens viel Gewicht ist, was jedes Mal vom Gerät genommen werden muss.

[ Q ] Ein eigenes Workout innerhalb des Workouts also?

[ A ] Ja, ein extra Workout innerhalb des Workouts. Deshalb trainieren wir nicht oft zusammen, nur hin und wieder.

[ Q ] Trainierst Du mit Trainingspartnern oder ziehst Du es vor alleine zu trainieren?

[ A ] Meistens bevorzuge ich es, alleine zu trainieren, denn dann muss ich auf niemanden warten, wie es mit einem Trainingspartner oft der Fall ist. Du trainierst einfach, wenn Du Dich nach Training fühlst und bereit bist. Du bist von niemandem abhängig.

[ Q ] Deine Trainingsvideos haben so viele Menschen inspiriert ins Studio zu gehen. Ist eine neue DVD geplant?

[ A ] Ja, ich plane eine im Rahmen der anstehenden Show, an der ich teilnehmen will. Und ich habe einiges an Videomaterial vom Trainingswochenende, dass bald kommen wird, damit die Leute sehen können, was ich tue.

[ Q ] Wie viele Trainingswochenenden veranstaltest Du ihm Jahr?

[ A ] Nur eines. (lacht) Wir können keine zwei machen, da es so viel Arbeit ist.

[ Q ] Und die Teilnehmer lernen wie ein Profibodybuilder die Dinge angeht, direkt vom Profi?

[ A ] Ja, sie lernen wie ein Profi die Dinge angeht. Wie ein Mr. Olympia die Dinge angeht. Ein achtfacher Mr. Olympia.

[ Q ] An diesem Punkt Deiner Karriere, möchtest Du Deinen Körper noch irgendwie verbessern (nicht dass das nötig wäre)?

[ A ] Ich versuche immer mich zu verbessern (lacht. Alles. Du musst immer alles zusammen haben in diesem Sport. Immer.

[ Q ] Wie alt bist Du nun Ronnie?

[ A ] Ich bin 44 Jahre alt.

[ Q ] Findest Du es in diesem Alter schwieriger in Form zu kommen?

[ A ] Nein ist es nicht, denn ich bin in dem Bereich gesegnet. Ich habe immer noch die gleiche Genetik, die ich immer hatte und daher denke ich nicht, dass es sonderlich hart ist. Ich habe immer recht sauber gegessen und war die meiste Zeit meines Lebens auf einer Bodybuilding Diät.

Ich bin sehr gut daran angepasst und habe mich daran gewöhnt, mich auf eine bestimmte Art und Weise zu ernähren, daher ist das für mich nicht sonderlich hart. Dazu mag ich es so zu essen, wie ich es tue.

[ Q ] Für mich ist es eindeutig, aber denkst Du, dass Bodybuilding Dich über die Jahre jünger gehalten hat?

[ A ] Oh ja, sicher. So zu trainieren wie ich und auf die Ernährung zu achten wie ich kann Dir helfen jung und in guter Form zu bleiben, wenn Du immer in anständiger Verfassung bist.

[ Q ] Neben denen das Bodybuilding betreffenden, welche anderen Ziele – kurz- und langfristig – hast Du?

[ A ] (lange Pause) Momentan konzentriere ich mich nur auf Bodybuilding. Ich mache mir nicht allzu viele Gedanken über Dinge außerhalb von Bodybuilding.

[ Q ] Gegebenenfalls noch mehr Kinder in der Zukunft? Wird Deine Frau einige künftige Mr. Olympias gebären?

[ A ] (lacht) Oh ja. Ich denke wir werden in der Zukunft noch einen Haufen Kinder haben.

[ Q ] Ein paar Mäuler mehr zu stopfen.

[ A ] Genau. (lacht)

[ Q ] Wenn Du Deine Karriere in einem Wort oder einem Statement zusammenfassen müsstest, was wäre es?

[ A ] Die größte Karriere aller Zeiten! (lacht)

[ Q ] Das Wort unermüdlich kommt einem in den Sinn, wenn man daran denkt, wie Du von nirgendwo kamst, den Olympiatitel erobert hast und Deine Herrschaft bei Mr. Olympia für acht Jahre fortgeführt hast.

[ A ] Ja, das ist der Titel einer meiner Videos.

[ Q ] Danke für dieses Interview Ronnie. Ich freue mich darauf, Dich später im Verlauf des Jahres auf der Bühne zu sehen.

[ A ] Danke.