Von David Robson
Artikelzusammenfassung:
- Dolph Lundgren wird im bald anlaufenden Actionfilm The Expendables mitspielen.
- Lundgrens Training besteht typischerweise zu 70% aus Cardiotraining und zu 30% aus Krafttraining.
- Am Set führte Lundgren ein Training mit niedrigerer Intensität und weniger Wiederholungen durch.
Dolph Lundgren spricht über Schauspielen, Kämpfen und Training
Eine Beschwerde, die häufig von eingefleischten Actionfilmfans geäußert wird ist, dass die Regisseure diese Filme nicht mehr wie früher drehen. Die testosterongeladenen Filme der achtziger Jahre, die dabei geholfen haben, die langen und lukrativen Filmkarrieren von Persönlichkeiten wie Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone zu starten, scheinen durch weniger draufgängerische, poliertere und in vielen Fällen politisch korrekte Darstellungen der unterschiedlichen "guten Jungs vs. böse Jungs" Motive ersetzt worden zu sein.Die Achtziger waren ein Jahrzehnt in dem cineastische Portraits von muskelbepackten und kampferprobten männlichen Überlebenskünstlern – eine Frau auf der einen Schulter und eine AK 47 auf der anderen – allgegenwärtig waren. Dieses Jahrzehnt leitete die Ära der Actionfilmhelden ein. Trotz zahlreicher Regisseurfehler und einer Anhäufung schlechter Dialoge wurden viele dieser Filme legendär und viele ihrer führenden Männer werden heute als Acionfilmikonen angesehen.
Heute ist ein Actionheld unter Umständen mehr zu Hause und trainiert einen Haufen zerlumpter straffälliger Jugendlicher beim örtlichen Baseballteam oder wechselt Windeln oder spielt Babysitter für einen Haufen ungezogener Hosenscheißer. Doch noch ist nicht alle Hoffnung verloren.
Auch wenn das augenblickliche Actiongenre als verwässerte Version seines Vorgängers aus den achtziger Jahren beschrieben werden könnte, gibt es immer noch viele hervorragende Talente, die ein Epos oder zwei hervorbringen können. Doch man könnte sich darauf einigen, dass die rammenden harten Schläge und die Old School Authentizität der Actionklassiker der achtziger Jahre in den letzten Jahrzehnten nicht wieder erreicht wurden. Zumindest bis jetzt.
Für diejenigen, die die erbarmungslose Old School Action in toller Manier durch große Stars genossen haben, könnte es gut sein, dass der Film, auf den sie so viele Jahre gewartet haben, endlich gedreht wurde. Mit einer erstklassigen Besetzungsliste, die sich wie das "Who is Who" der schwergewichtigen Schauspieltalente liest, ist The Expendables so etwas wie der wahr gewordene größte Wunsch eines Actionfilmfans und eine Verneigung vor all dem, was am Actiongenre der Achtziger gut war.
Mit seiner grundlegenden Story, die sich um eine Gruppe extrem gut bewaffneter Söldner – sowohl im Bezug auf ihre Waffen als auch auf ihre Bizepskraft – und ihren Versuch einen rücksichtslosen südamerikanischen Diktator zu stürzen dreht, während sie sich vielen Kämpfen und Angriffen mit Täuschung und Betrug von beiden Seiten sowohl von innen als auch von außen stellen müssen, verspricht The Expendables eine Menge explosive Action und aufregende Wendungen der Handlung.
Mit bekannten führenden Männern wie Sylvester Stallone (der auch als Regisseur agierte), Jason Statham, Dolph Lundgren, Mickey Rourke und Jet Li, mangelt es The Expendables nicht an Durchzugskraft.
Dolph Lundgren, der die Rolle von Gunnar Jenson, einem kampferprobten Veteranen mit einem extrem reizbaren Temperament und hervorragenden Nahkampfkünsten spielt, sprach mit Bodybuilding.com über seine Rolle in diesem Film und darüber, warum das Publikum die Non Stopp Action im Stil der achtziger Jahre und das Staraufgebot, das The Expendables mit gleich verteilten Dosierungen von unerbittlicher Wildheit und testosterongesteuerter Feuerkraft liefert, nur so in sich aufsaugen wird.
1957 in Stockholm in Schweden geboren wurde Lundgren, ein eifriger Kampfsportler seit jungen Jahren, zu einem berühmten Actionfilmstar, nachdem er im Jahr 1985 in Rocky IV neben einem der besten des Genres, Sylvester Stallone, mitspielte. Durch seine Rolle als beeindruckendes sowjetisches Boxerkraftpaket Ivan Drago, eine Rolle, für die er mit 1,95 Meter Größe und einem 109 Kilo schweren Körper mit eindrucksvollen athletischen Eigenschaften perfekt geeignet war, hatte Lundgren schnell eine Gefolgschaft von Actionfilmfans. Seit damals hat er in mehr als 40 Actionfilmen an der Seite von so berühmten Kollegen wie Jean-Claude Van Damme und Keanu Reeves mitgespielt.
Heute ist Lundgren Feuer und Flamme von seiner neuen Rolle als Gunnar Jensen im heiß ersehnten Film The Expendables und für seine vielen Fans wird es in der Tat ein Leckerbissen sein, diesen Star wieder in Aktion zu sehen. Im folgenden Interview spricht er über seine Rolle und viele andere Prozesse rund um die Verfilmung von dem, was verspricht ein weiteres Action Epos auf Steroiden für den 52-jährigen zu werden. preview
[ David Robson ] Hallo Mr. Lundgren. Es ist mir ein großes Vergnügen mit Ihnen zu reden. Erzählen Sie mir mehr über Ihre Rolle im bald anlaufenden Film The Expendables.
[ Dolph Lundgren ] Nun, es war toll wieder mit Stallone zu arbeiten. Er hat eine tolle Rolle für mich geschrieben, in der ich diesen Typen Gunnar Jensen, einen ausgebrannten Kriegsveteranen spiele, der zu viel Action gesehen hat. Er ist ein extrem reizbarer Charakter und auch ein bisschen verrückt. Am Anfang verkracht er sich mit dem Rest der Expendables. Er wird aus der Gruppe verbannt und muss nach Arbeit suchen, nur um schließlich bei der anderen Seite zu arbeiten, den bösen Jungs: Eric Roberts (der Monroe spielt) und diesen Typen.
Dann gibt es am Ende eine interessante Wendung. Auch wenn sie Action orientiert ist, hat diese Rolle einen netten kleinen Touch, den ich wirklich genossen habe. Mein Verhältnis zu Stallone stand bei dieser Rolle wahrscheinlich im Vordergrund.
[ DR ] Unterscheidet sich diese Rolle von ähnlichen Rollen, die Sie in der Vergangenheit gespielt haben?
[ DL ] Sie ist etwas anders. Ich habe ein paar Mal Bösewichte mit dieser teuflischen Art von Verrücktheit und Unberechenbarkeit gespielt, unter anderem in Universal Soldier oder im Film Johnny Mnemonic, den ich mit Keanu Reeves gedreht habe. Und auch meine Rolle in The Expendables hat etwas hiervon.
[ DR ] Die The Expendables werden als einer der größten Action Blockbuster, die seit einiger Zeit herausgekommen sind, angekündigt. Was an diesem Film wird die Zuschauer anziehen?
[ DL ] Nun, eines hiervon wird meiner Meinung nach die Besetzung sein, da die meisten Leute diese Action Stars wie Jet Li, Statham, Stallone, oder Mickey Rourke in ihren eigenen Filmen gesehen haben. Jetzt sind wir alle zusammen in einem Film, weshalb ich glaube, dass dies eine starke Anziehungskraft besitzen wird.
Der zweite Punkt ist, dass ich glaube, dass sich die Leute nach Rambo und Rocky Balboa für Stallones Arbeit als Regisseur interessieren und er geht stark in die Richtung der Old School hardcore Variante von Action, bei der es nicht zu viele erstaunliche Stunts, sondern hauptsächlich Kämpfe, Verfolgungsjagden, Schießereien und Explosionen gibt. Es gibt gute Stunts, doch nichts Unglaubwürdiges. Ich glaube, dass diese Kombination die Zuschauer hoffentlich auf ihren Sitzen halten wird.
[ DR ] Die Old School Actionszenen sind auf eine solche Art und Weise gestaltet, dass sie zwar glaubwürdig aber gleichzeitig auch spektakulär genug sind, um die Zuschauer zu begeistern.
[ DL ] Ja, das Ganze ist glaubhafter und ich denke, dass die Zuschauer bei den meisten Schauspielern in diesem Film das Gefühl haben, dass sie (die Schauspieler) in der Tat einige dieser Stunts selbst ausführen könnten. Sie sind selbst weder Kampfsportler noch haben Sie Erfahrung mit Waffen. Im Gegensatz hierzu habe ich das Gefühl, dass bei einigen der neuen Actionfilme die letzte Modeerscheinung darin besteht, jemanden zu nehmen, der als Person oder Schauspieler zuvor noch nie etwas mit Action zu tun hatte, und dieser Person trotzdem eine hardcore Action Rolle zu geben. The Expendables ist in dieser Beziehung etwas anders.
[ DR ] Der Film enthält eine Menge hardcore Action. Bedurfte es eines hohen Grades der Fitness, um Ihre Rolle zu spielen?
[ DL ] Ja, aber ich bin immer fit, weshalb diese Rolle einfach für mich war. Ich habe trainiert und etwas Masse aufgebaut, da ich wusste, dass ich einigen anderen massigen Jungs gewachsen sein musste. Ich führe eine Menge Sparring- und Kampfsporttraining aus und bin deshalb für gewöhnlich schlanker, doch ich habe für den Film ein paar Muskeln aufgebaut. Die Stunts waren gut organisiert. Wir hatten ein tolles Stunt Team und auch Jet Lis Stunt Team war da, seine Stunt Koordinatoren. Und dann war da noch Stallone. Deshalb musste man fit sein, doch es gab auch eine Menge Leute dort, die einem dabei helfen konnten, es gut aussehen zu lassen.
[ DR ] Nachdem dies gesagt wurde würde mich interessieren, wie lange Sie dafür gebraucht haben, für die Rolle in Form zu kommen.
[ DL ] Wie ich bereits gesagt habe, bin ich immer in guter Form, doch ich habe ein paar Monate vor dem Beginn der Dreharbeiten mit dem Training begonnen, indem ich ganz einfach meine Trainingsgewichte etwas erhöht habe und Muskeln aufgebaut habe, um besser auszusehen. Wenn man viel kämpft (in Situationen des echten Lebens), dann kommt es nicht wirklich darauf an wie man aussieht, sondern es geht mehr darum, wie die gut die Konditionierung ist und wie gut man sich bewegen kann – technische Dinge also. Im Film ist es mehr eine visuelle Kunstform und man muss gut aussehen, insbesondere dann, wenn man ein ärmelloses Shirt trägt.
[ DR ] Wie haben Sie Ihr Trainingsprogramm in Vorbereitung auf Ihre Rolle in The Expendables strukturiert?
[ DL ] Ich habe ein Splitprogramm mit Gewichten verwendet, bei dem ich den Oberkörper auf zwei oder drei Tage aufgeteilt habe und die Beine zweimal wöchentlich trainiert habe. Ich mag Beintraining, da es einen stark hält und sogar dabei hilft Muskeln am Oberkörper aufzubauen. Ich trainierte mit meinem bulgarischen Sparringspartner, der ein Kämpfer ist, weshalb wir das Training mit Gewichten mit etwas Sparring kombiniert und auch mit Boxhandschuhen und am Sandsack trainiert haben, um dieses schlanke Aussehen zu erreichen.
[ DR ] Ihre Schauspielerkollegen bei den Expendables kommen aus unterschiedlichen Kampfsportgebieten – insbesondere Jet Li und Randy Couture – und sind gut trainierte Kampfsportler. Wie leicht war es mit einer solchen starken Gruppe von Personen über einen längeren Zeitraum während der Dreharbeiten zusammen zu arbeiten?
[ DL ] Es war einfach, da Stallone ein harter Anführer ist und jeder zu ihm aufschaut und ich bin seit 25 Jahren mit ihm befreundet, weshalb es ein großes Vergnügen für mich war. Es gab eine gesunde Menge an Konkurrenz am Set, da man weiß, dass die anderen Jungs gut in Form sind und viel trainieren. Man wollte also in Form sein und sein Bestes zeigen.
[ DR ] Haben Sie mit irgendwelchen ihrer Co-Stars am Set trainiert?
[ DL ] Nicht so viel. Randy Couture führte etwas Sparringtraining zu dieser Zeit aus und wir haben ein paar Mal miteinander gekämpft. Wir waren alle im selben Fitnessstudio, aber wir haben nicht wirklich zusammen trainiert. Jeder hatte andere Zeitpläne. Einige von uns arbeiteten, während andere einen freien Tag hatten.
[ DR ] Würden Sie wirklich etwas sehr leichtes Sparringstraining mit jemandem von Randy Coutures Kaliber ausführen wollen?
[ DL ] (Lacht) Ja, das würde ich liebend gern tun. Er bereitete sich damals gegen Ende der Dreharbeiten auf einen Kampf vor (gegen Antonio Rodrigo), weshalb er eine Menge Konditionierungstraining durchführte. Er ist ein Typ, der wirklich toll in Form ist.
[ DR ] Wie viel Cardiotraining haben Sie im Verhältnis zum Training mit Gewichten und Krafttraining ausgeführt?
[ DL ] Nun, ich habe wahrscheinlich mehr Cardiotraining als einige der anderen Jungs absolviert – vielleicht abgesehen von Randy – da ich Sparringtraining und Besuche in Karate Dojos mag und es gab dort eine enorme Menge hiervon – man muss also in Form sein, um sich nicht zu blamieren (lacht). Normalerweise besteht mein Training aus 70 Prozent Cardiotraining und 30 Prozent Krafttraining. Ich habe diese Prozentsätze vertauscht, so dass ich 70 Prozent Krafttraining und 30 Prozent Cardiotraining ausführte.
[ DR ] Sie hatten also zu Beginn der Dreharbeiten eine recht gute aerobe Basis.
[ DL ] Ja, die hatte ich.
[ DR ] Haben Sie in Vorbereitung auf Ihre Rolle in The Expendables auf dieselbe Art und Weise wie normalerweise trainiert, oder haben Sie Änderungen an Ihrem Trainingsprogramm vorgenommen?
[ DL ] Ich habe etwas mehr Schultern und Arme trainiert, das dies die Bereiche sind, die die Kamera sieht, wenn man eine Waffe hält und für gewöhnlich trägt man ein T-Shirt oder ein Trägershirt. Man zeigt seine Brust, seinen Rücken oder seine Bauchmuskeln nicht oft. Das sind die Bereiche, die den Gesamteindruck des Körpers unterstützen, doch was die Kamera sieht sind Unterarme, Oberarme und Schultern. Deshalb habe ich meine Unter- und Oberarme häufig trainiert.
[ DR ] Würden Sie basierend auf Ihren Erfahrungen in dieser Industrie sagen, dass Action Stars dazu neigen diese Bereiche zu betonen, wenn sie sich auf ihre Rollen vorbereiten?
[ DL ] Ich denke schon. Es sind in der Tat Bereiche, die ich für gewöhnlich nicht so stark trainiere, denn wenn man kämpft, dann wird man häufig langsamer, wenn sich die Arme etwas schwer anfühlen. Man tendiert dazu mehr Training für die Beine, den Rücken und die Schultern auszuführen, Bereiche, die dazu neigen einen beim Schlagen zu unterstützen. Doch ich denke, dass die Leute im Allgemeinen starke Arme und Schultern als Maß der Fitness ansehen, weshalb ich glaube, dass viele Schauspieler diese Bereiche betonen, und warum auch nicht?
[ DR ] Ja, und da es sich um ein visuelles Medium handelt, erwarten die Actionfilm Zuschauer eine eindrucksvolle Körperentwicklung in Verbindung mit technisch soliden Kampfsportfähigkeiten.
[ DL ] Ja genau, das ist richtig.
[ DR ] Waren Sie, nachdem die Dreharbeiten begonnen hatten, dazu in der Lage Ihr Training am Set zu strukturieren?
[ DL ] Ich denke, dass wir während fünf bis sieben Nächten pro Woche gedreht haben, weshalb man etwas ausbrennt und auf einen Schlag 20 Prozent seiner Kraft verliert. Man schläft bis mittags oder so, da man erst um 5 oder 6 Uhr morgens heimkommt. Man kann in der Tat manchmal bis 13:00 Uhr schlafen und dann erst aufstehen. Und es wird in New Orleans wirklich heiß, weshalb wir in der Regel nach dem Frühstück am Pool herumhingen. Wir gingen dann um 16:00 Uhr zum Training und anstatt 90 Minuten lang zu trainieren, haben wir nur 45 bis 60 Minuten trainiert, da wir unsere Kräfte für die nächtlichen Dreharbeiten sparen mussten.
Nach dem Training gingen wir ans Set. Wir haben also weniger trainiert und ich habe für gewöhnlich versucht die Intensität niedriger zu halten und leichtere Gewichte zu verwenden, um nicht zu müde zu werden. Es gab kein schweres Kreuzheben oder Kniebeugen, da dies einen zu müde für die eigentliche Arbeit gemacht hätte.
[ DR ] Wird das Training für gewöhnlich immer weniger, je weiter der Prozess des Filmens fortschreitet?
[ DL ] Ja, das ist so und häufig ist es, wenn sich der Dreh dem Ende neigt, sehr schwer nicht auszubrennen, wenn man vor der Kamera steht oder wie Stallone und ich es getan haben noch Regie führt. Man führt am Ende vielleicht nur noch ein leichtes Zirkeltraining oder mehr Training mit Liegestützen, Sit-Ups oder Dips und leichten Gewichten aus, um zu verhindern, dass der gesamte Körper müde wird.
[ DR ] Hat diese schrittweise Abnahme der Kraft während des Filmprozesses einen großen Einfluss auf die Art und Weise wie man aussieht, wenn es zu Nahaufnahmen kommt?
[ DL ] Das ist häufig der Fall. Ich denke, dass man alle guten Körperaufnahmen wahrscheinlich früher während des Drehs machen sollte. Nicht während der ersten Woche, da man nach der ersten Woche aufgrund der Anstrengungen und der langen Arbeitszeiten in Kombination mit dem reduzierten Appetit etwas definierter wird. Die zweite Woche wäre wahrscheinlich ideal, um sein Hemd auszuziehen. Dann beginnt man damit schrittweise mehr Wasser zu ziehen und man ist nicht mehr so stark wie zu Beginn der Dreharbeiten. Die Muskeln sehen nicht mehr so voll aus (gegen Ende der Dreharbeiten).
[ DR ] Wurden die Filmsets, die man vielleicht als testosterongeladene Umgebung bezeichnen könnte, durch die starken Charaktere, die in diesem Film portraitiert wurden, beeinflusst?
[ DL ] Ja, mit Sicherheit. Ich glaube da gab es so etwas. Wir waren alle Teil eines Teams, doch ich denke, dass es etwas Konkurrenzdenken gab, jedoch auf eine gesunde Art und Weise. Wir alle hofften, dass dies ein toller Film werden würde, doch wenn wir zusammen am Set waren, dann gab es ein Gefühl dieser Testosteron Schwingung, die sich ausbreitete.
[ DR ] Was man erwarten würde, wenn man eine Gruppe solch starker Individuen hat, die zusammenarbeiten. Ich denke, dass die Schauspieler aufgrund ihrer unterschiedlichen Hintergründe und Vorgeschichten eine recht kompetitive Natur aufweisen.
[ DL ] Ich denke, dass das bei uns allen so ist. Doch Filmen ist auch eine Sache davon, wo man die Kamera platziert, wie man beleuchtet, usw. Und das ist der Grund, warum wir uns so stark auf Stallone verlassen haben. Wenn es irgendjemanden gibt, der weiß, wie man muskulöse Körper am besten filmt, dann ist er es. Es gibt niemanden der dies besser kann, er ist sehr gut darin.
[ DR ] Wie haben Sie Ihre Motivation während des Spielens Ihrer Rolle in The Expendables aufrecht erhalten?
[ DL ] Nun, es ist ein großer Film und ich habe seit vielen Jahren nicht mehr in einem so großen Film mitgespielt und ich glaube, dass dies auch für die anderen abgesehen von Stallone galt. Doch selbst für ihn war es ein großer Film, vielleicht sogar der größte in Hinsicht auf das Budget. Jeder stand also wirklich unter Strom, wenn er an die Möglichkeiten dieses Filmes dachte. Man musste nur am Set ankommen, um zu erkennen, wie groß die Produktion war und zu sehen, wie motiviert die anderen Schauspieler waren, um zu trainieren und gut in Form zu bleiben.
[ DR ] Sie haben zuvor bereits erwähnt, dass Sie Kampfsporttraining in Ihr Trainingsprogramm für die Vorbereitung auf ihre Rolle aufgenommen haben und natürlich haben Sie auch einen Kampfsporthintergrund. Welchen Grad des Kampfsporttrainings haben Sie während dieser Zeit verwendet?
[ DL ] Ich absolvierte meine gewöhnliche Menge an Sparringtraining. Doch ich denke, das mein Level an Kampfsportfähigkeiten für jede Rolle ausreicht, bei der ich einen Kampfsportler spiele von dem erwartet wird, dass er eine Menge spezialisiertes Kämpfen ausführen muss. Ich denke, dass mein Training für jede Art von Filmkämpfen ausreicht. Dieses Training führe ich sowieso immer aus: Techniken, Schläge, Kicks, Knie Drills, Boxtraining, Training mit einem Partner und Sparring.
Wenn es sehr schnell wird, dann gewöhnt man sich daran, auf die andere Person zu reagiere, doch man weiß nicht wirklich, was diese Person tun wird. Bei einem Filmkampf weiß man jedoch genau, was sein Gegenüber tun wird, da man sich die Bewegungen eingeprägt hat, wodurch das Ganze sehr viel einfacher wird. Ich glaube, dass es nichts wirklich Besonderes gab, was ich (während der Dreharbeiten) getan habe, auch wenn ich ein bisschen mit den Stuntleuten gearbeitet habe. Wir hatten ein Meeting und sprachen über die Kämpfe mit Jet Li, da ich einen großen und einen kleinen Kampf mit ihm habe. Sie wollten, dass ich meine Flexibilität verbessere und ich habe eine Menge Stretching ausgeführt, da sie wollten, dass ich viele hohe Tritte ausführe.
[ DR ] Konnten Sie auf irgendeine Art und Weise auf Ihrem Kyokushin Karate Hintergrund zurückgreifen, während Sie sich auf Ihre Kampfszenen vorbereitet haben?
[ DL ] Ja, ich tue dies immer. Kyokushin ist etwas, das ich für mich selbst tue, um mich gut zu fühlen, Stress zu lindern und meinen Kopf klar zu bekommen. Ich führe dieses Training immer aus, egal ob ich gerade einen Film drehe oder nicht, doch in diesem speziellen Fall kannten die Stunt Koordinatoren Kyokushin, wussten wie wir kämpfen und dass Knie, Ellenbogen und bestimmte Methoden zum Einsatz kommen und Sie versuchten dies in die Art und Weise einzubinden, auf die mein Filmcharakter kämpf.
[ DR ] Was waren die spezifischen Anforderungen an Ihr Aussehen für Ihre Rolle?
[ DL ] Nun, der Charakter war ursprünglich so geschrieben worden, dass er jemanden portraitiert, der Substanzen missbrauchte - dieser Irre Typ, der zu viel trankt. Doch wir veränderten dies, da Stallone dieser Rolle nicht diese negative Ausstrahlung geben wollte. Doch auch wenn man nicht weiß, wie der Charakter im Originalskript aussah, ist er immer noch etwas wütend und reizbar.
Körperlich gesehen haben alle Aspekte der Rolle nicht so viel mit der Körperentwicklung zu tun. Es handelt sich um eine Person mit langen fettigen Haaren, sehr ungepflegt. Er hat nicht das militärische Aussehen, über das die meisten anderen Typen im Team verfügen – er sieht so aus, als ob er gerade erst aufgewacht ist, sich aus dem Bett gequält hat, seine Knarre geschnappt hat und raus zum Spielen gekommen ist. Er war nicht so adrett, doch dies war ein Teil seines Images.
Wir haben außerdem ein paar dunkle Ringe um die Augen aufgemalt. Ich denke, dass Stallone wollte, dass ich etwas anders aussah und ich glaube das war auch der Grund dafür, dass wir im Vorfeld nicht so viele Fotos gesehen haben - er wollte dies erst kurz vor dem Filmstart preisgeben.
[ DR ] Ihre Rolle verfügt über die offensichtliche kraftvolle Körperentwicklung in Verbindung mit einem bedrohlichen Aussehen, um auszusagen, dass diese Person einiges an Schaden anrichten kann – provoziert oder anderweitig.
[ DL ] Ja und sie hat außerdem ein bisschen etwas von einem Rock ‚n’ Roll Feeling. Wie Kurt Cobain, ein bisschen in dieser Richtung.
[ DR ] Abgesehen davon, dass Ihre Rolle deutlich muskulöser als Kurt Cobain ist.
[ DL ] Ja muskulöser als Kurt Cobain. Doch er hat dieses lange ungepflegte Haar und dieses hohlwangige Aussehen – eine muskulösere Version hiervon mit einer großen Knarre (lacht).
[ DR ] Ihre Rolle hat außerdem diesen hungrigen Blick, ein Kämpfer, der nichts zu verlieren hat.
[ DL ] Exakt. Die meisten anderen Jungs sehen so aus, als ob sie etwas Geld haben, doch dieser Typ sieht so aus, als ob er wirklich nichts hat. Selbst als Gürtel verwendet er ein Stück Seil in seiner Hose.
[ DR ] Haben Sie in diesem Film aus körperlicher Sicht die Art von Form erreicht, die Sie erreichen wollten?
[ DL ] Ja, ich denke schon – ich glaube, dass es gut funktioniert hat, Ja.
[ DR ] Wo lag Ihr Körpergewicht während der Dreharbeiten zu The Expendables?
[ DL ] Ich würde sagen zwischen 102 und 104 Kilo.
[ DR ] Haben Sie viel Gewicht verlieren müssen, um dies zu erreichen?
[ DL ] Nein, mein Körpergewicht schwankt zwar etwas, doch ich bin näher bei 100 Kilo, wenn ich mehr Karate trainiere. Ich würde also sagen, dass ich für meine Rolle sogar Gewicht aufgebaut habe.
[ DR ] Und auf der Leinwand neigen Schauspieler dazu größer als in der Realität auszusehen, weshalb Sie in Ihrer Rolle recht groß und muskulös gewirkt haben müssen.
[ DL ] Ja, das ist so. In dieser Rolle wollte Stallone, dass ich massiger und größer als jeder andere aussehe, um andere zu überragen. Es ist so etwas wie das Ivan Drago Syndrom – um andere Leute im Film einzuschüchtern gehe ich nahe auf sie zu.
[ DR ] Würden Sie sagen, dass Sie im Vergleich zu den anderen Expendables Charakteren eine einschüchterndere Präsenz besaßen?
[ DL ] Ja, einschüchternder und unberechenbarer. Ich gehe am Ende des Films auf mein eigenes kleines Abenteuer.
[ DR ] Könnten Sie bitte die Ernährung beschreiben, die Sie während des Trainings für The Expendables eingehalten haben.
[ DL ] Dies ist eine schwierige Ernährungsweise, da man einerseits versucht ausreichend Kalorien zu sich zu nehmen, um die nächtlichen Arbeitsstunden durchzustehen, während man andererseits versucht definiert zu bleiben. Ich habe die Kohlenhydratzufuhr nicht zu sehr eingeschränkt, da ich etwas bullig bleiben wollte. Für gewöhnlich reduziere ich nur Fett und Süßigkeiten, wenn ich einen Film drehe, da man mehr Energie bekommt, wenn man damit beginnt, seine Ernährung sauberer zu gestalten – nicht so viel Salz, Zucker und Fett.
Und ich versuche meine Ernährung mit Proteinshakes nach jeder Trainingseinheit zu unterstützen, vielleicht zwei Shakes pro Tag - einen nach dem Training und vielleicht einen weiteren nach meinem Arbeitstag. Meine Mahlzeiten bestanden größtenteils aus Hühnchen und Reis, Fisch und Reis, einer Menge sauberer Kohlenhydrate und Protein zwei oder dreimal pro Tag. Dann hatten wir diese nächtlichen Dreharbeiten, die das Ganze etwas schwieriger machten. Hierbei sinkt die Stoffwechselrate um etwa 20 Prozent.
Vor jeder Körperaufnahme – wenn ich wusste, dass sich die Kamera z.B. auf meine Arme konzentrieren würde – wie in der Eröffnungsszene, bei der es mehr darum geht, die Leute in Pose zu setzen als zu zeigen wie sie aussehen – habe ich die Kohlenhydrate zwei Tage im Voraus reduziert und versucht etwas schlanker zu werden. Manchmal habe ich auch versucht etwas zu dehydrieren.
Doch ich versuche jetzt etwas vorsichtiger damit zu sein, da es nicht wirklich positive ist, wenn man seine Bauchmuskeln zeigen muss und mit freiem Oberkörper gefilmt wird. Und da ich eine Menge Cardiotraining ausführe, versuche ich nicht mehr mich so sehr wie früher einzuschränken, was insbesondere dann gilt, wenn ich nicht filme und eine Menge im Sparring trainiere. Wenn man mehr Cardiotraining ausführt und in Form ist, dann kann man krank werden, wenn man nicht genug Kohlenhydrate zu sich nimmt.
[ DR ] Und wenn man berücksichtigt, dass Sie neben einem bestimmten Aussehen auch auf Leistungsfähigkeit hin trainieren, benötigen Sie auf dieser Basis mehr Energie, um die Anforderungen Ihrer Rolle zu erfüllen.
[ DL ] Exakt und man muss außerdem einen klaren Kopf behalten. In diesem Fall bin ich bis an meine Grenzen gegangen, da ich seit einiger Zeit keine Rolle mehr wir diese gespielt hatte. Die letzte vergleichbare Rolle hatte ich in Johnny Mnemonic, als ich ein wandelndes Pulverfass spielte und bei der ich mich etwas gehen lassen musste und etwas wild werden musste, so dass selbst die Leute am Set, die nicht wussten was vor sich ging, etwas verängstigt waren und dachten "wer zum Teufel ist dieser Typ". Sie haben also Recht auch hierfür braucht man etwas Energie.
[ DR ] Welches Verhältnis von Kohlenhydraten, Protein und Fett haben Sie aufrechterhalten, um für Ihre Rolle in Form zu kommen?
[ DL ] Ich habe dies nicht im Detail analysiert, doch ich würde sagen, dass ich versucht habe, die Proteinzufuhr hoch zu halten, was das wichtigste war. Ich nahm eine gute Portion am Morgen und meist zwei weitere im Lauf des Tages zu mir. Das wahren wahrscheinlich 50 bis 60 Prozent. Die Kohlenhydratzufuhr habe ich etwas geringer als die Proteinzufuhr gehalten und auch ein bisschen Fett in die Ernährung aufgenommen. Doch ich würde sagen, dass man Fett mit allem was man isst zu sich nimmt, weshalb man sich nicht anstrengen muss, um sicherzugehen, dass man genug Fett bekommt. Und am Set endet man damit, eine Menge Sachen zwischendurch zu naschen. Man kann nichts dagegen tun, weshalb man seine Kalorien auch auf diesem Weg bekommt.
[ DR ] Sie haben in diesem Interview erwähnt, dass es manchmal schwer sein kann, eine bestimmte Anzahl an Mahlzeiten pro Tag zu essen, was insbesondere dann gilt, wenn man nachts dreht. Auf welchen anderen Wegen waren Sie dazu in der Lage eine korrekte Ernährung aufrecht zu erhalten, ohne feste Mahlzeiten zu sich zu nehmen?
[ DL ] Nun, ich habe etwa zwei Proteinshakes pro Tag getrunken, einen nach dem Training und einen für gewöhnlich während des Drehs. Und es ist immer heiß in New Orleans. Es ist für Gewöhnlich die ganze Zeit über um die 38 Grad warm, so dass man stark schwitzt und viel trinken muss, was die Verdauung durcheinander bringen kann, da man so viel Flüssigkeit im Magen hat.
Doch wir haben die Proteinshakes getrunken, die pro Portion etwa 20 bis 30 Gramm Protein enthielten. Wir haben auch ein paar Bananen für den Kaliumhaushalt hinzugefügt, da wir die ganze Zeit über schwitzten – insbesondere während der Kampfszenen, welche recht brutal waren.
[ DR ] Haben es die äußeren Umstände während des Drehs von The Expendables für Sie schwerer gemacht, die notwendige Intensität für die Anforderungen der Kampfszenen aufzubringen? Wie hart was das Umfeld des Drehs im Vergleich zu anderen Orten, an denen sie gedreht haben?
[ DL ] Das war das härteste Umfeld, in dem ich seit einiger Zeit gedreht habe, weil es ganz einfach so heiß war. Ich habe einmal in der israelischen Wüste gedreht und das war wirklich hart. Doch in diesem Fall (bei The Expendables) gab es mehr Kampfszenen. Bei einer der Kampfszenen hatten wir den heißesten Tag seit 100 Jahren in New Orleans. Das war echt brutal.
[ DR ] Wenn man sich die Kampfszenen auf der Leinwand ansieht und die Tatsache in Betracht zieht, dass diese choreographiert sind und es während jeder Sequenz Unterbrechungen gibt, stellt sich die Frage, wie schwer es war, diese Szenen zu drehen. Und wenn man bedenkt, dass der Dreh einer solchen Kampfszene recht lange dauert, würde mich interessieren, ob Sie sich hiernach erschöpft fühlten.
[ DL ] Ja, es gibt Stopp- und Startpunkte, doch wenn man dieses Szenen so realistisch wie möglich gestalten möchte, dann muss man diese Bewegungen ausführen und sie außerdem schnell und hart genug ausführen, dass sie authentisch wirken. Es ist ein hervorragendes Training (lacht), da man sie mehrfach ausführen muss. Es kann gut sein, dass man jede Bewegung der Szene drei oder viermal ausführen muss. Wenn eine Szene eine komplizierte Abfolge von bis zu drei Bewegungen umfasst, kann dies mit der Ausführung von 10 bis 15 Bewegungen enden. Es hängt immer davon ab, wie kompliziert die Szene ist.
Wenn man sich auf dem Boden befindet und einen Feger mit dem Bein ausführt und dann aufstehen und treten muss, sind das vielleicht zwei oder drei Bewegungen, doch wenn es sich um Schläge und Tritte handelt, können es leicht 10 bis 15 Bewegungen werden – und wenn man die vier oder fünfmal ausführen muss, dann ist das ziemlich anstrengend. Meine Kondition ist recht gut und ich bin es gewohnt zu kämpfen, weshalb ich hiermit nicht wirklich ein Problem habe.
Ich habe Menschen gesehen – nicht so sehr in diesem Film – die unterschätzt haben, wie ermüdend dies sein kann. In diesem Fall hatten wir Jets Stund Koordinator aus Hong Kong, der für einige der Kämpfe zwischen Jet und mir verantwortlich war und dann gab es da auch noch die gewöhnlichen Stuntleute. Es waren also eine Menge Talente vor Ort. Wenn sie Jet und mich filmen wollten und er etwas anderes tat, dann konnten sie einen Teil hiervon mit meinem Stund Double drehen, wenn die Kamera auf ihn (Jet) gerichtet war. Doch wenn diese Aufnahmen aus etwas mehr Entfernung aufgenommen wurden, dann mussten es er und ich sein.
[ DR ] Kann es häufig zu einem gewissen Grad der Spannung zwischen den Schauspielern kommen, wenn sie sich während des Drehs der Kampfszenen gegenüber stehen?
[ DL ] Ganz offensichtlich kann eine gewissen Spannung vorherrschen. Stallone und ich haben so viel Sparringstraining miteinander absolviert, dass diese Spannung nicht vorhanden ist. Doch wenn man einen Kampf mit zwei bekannten Schauspielern hat, die sich gegenüberstehen, dann ist da immer etwas Spannung und Nervosität, da sie nicht wollen, dass jemand verletzt wird und sie Angst davor haben, dass jemand etwas Dummes tut oder jemand die Zähne ausgeschlagen bekommt und eine Woche des Drehs ruiniert wird.
Und es dürfte auch eine Ego Geschichte mit im Spiel sein. Ich habe damit keine Probleme, da ich viel im Sparring trainiere und über eine gute Kontrolle verfüge. Und in diesem Fall, am Set, war dies gut, da auch Jet sehr erfahren ist. Es ist ungewöhnlich mit einem Schauspieler zu kämpfen, der über viel Erfahrung verfügt – über so viel (Erfahrung) wie ich. Und ich bin so etwas nicht gewöhnt, weshalb es eine angenehme Erfahrung für mich war.
[ DR ] Sind in früheren Filmen, bei denen Sie mitgespielt haben, entweder Sie oder irgendjemand, gegen den Sie gekämpft haben, verletzt worden, weil während der Kampfszene etwas schief gelaufen ist?
[ DL ] Nicht so häufig, doch ein bisschen was ist schon passiert. Menschen können Angst vor mir bekommen, weil ich so groß bin und ich wirke auf sie sehr stark, was jedoch nicht bedeutet, dass ich da bin, um ihnen weh zu tun. Es erscheint ihnen nur so. Ich bin es gewohnt anderen großen Kerlen beim Sparring gegenüber zu stehen – manchmal kann es passieren, dass jemand überreagiert und man muss sich dessen bewusst sein. Dann muss ich aufpassen, da es sein kann, dass sie eine Rechte statt einer Linken schlagen oder ein bisschen ausflippen (lacht). Doch es kann auch bei Filmen passieren – manchmal sogar mit Stundleuten. Ich bin mir immer der Möglichkeit bewusst, dass ein Kampf nicht so verlaufen könnte, wie er geplant ist, weshalb ich auf alles vorbereitet bin.
[ DR ] Und gab es beim Dreh von The Expendables irgendwelche Verletzungen oder Unfälle?
[ DL ] Alles ist sehr gut gelaufen. Keine Verletzungen. Wir, Jet und ich, hatten einen langen Kampf und sein gesamtes Team war sehr professionell.
[ DR ] Vielen Dank für dieses Interview, Mr. Lundgren. Ihre vielen Fans auf dieser Seite werden sich sehr über dieses Interview freuen. Welche abschließende Nachricht möchten Sie den Actionfilm Fans übermitteln, die die Tage bis zum Start von The Expendables zählen?
[ DL ] Ich denke was meine Rolle betrifft werden die Leute Spaß an Gunnar Jenson haben, da er ein absolute verrückter Typ ist und ich glaube, dass niemand erraten wird, wie die Dinge für ihn enden werden. Das ist eine gute Sache. Mein Charakter ist so etwas wie ein Joker. Und ich denke, dass die Leute kommen sollten, um sich etwas anzusehen, das sie lange nicht mehr gesehen haben: einen realistischen old School Actionfilm auf Steroiden, ein achtziger Jahre Actionfilm auf Steroiden (lacht).
The Expendables ist in den USA seit dem 13. August in den Kinos zu sehen, spielte am ersten Wochenende 35 Millionen Dollar ein und kletterte auf Platz 1 der Kinocharts. Am dem 26. August läuft der Film auch in den deutschen Kinos an.



