1. Der Trainer passt nicht zu einem.
Das Training ist eine von der Persönlichkeit angetriebene Angelegenheit. Wichtiger als Referenzen oder selbst Wissen ist, dass die Persönlichkeit des Trainers zur eigenen Persönlichkeit passen muss. Der Job des Trainers besteht darin, optimistisch, positiv und immer gut gelaunt zu sein. Das Management der Stimmungslage ist ein Markenzeichen des wahren Profis. Wenn man mit seinem Trainer wie ein altes Ehepaar streitet, dann passt dieser Trainer nicht wirklich zu einem.Man verletzt sich.
Selbst mit dem besten Trainer ist eine gelegentliche Verletzung unvermeidlich, doch wenn man unter andauernden, nervigen, wiederkehrenden Verletzungen leidet, dann passt der Trainer nicht genug auf die Einhaltung der richtigen Form und der richtigen Technik auf.3. Keine Resultate oder nur schlechte Resultate.
Einige Klienten haben unrealistische Erwartungen bezüglich dem, was sie tun können oder nicht tun können. Wenn man jedoch das Gefühl hat, sich auf einem Laufband ins Nirgendwo zu befinden und bezüglich seiner Gewichtsabbau- oder Kraftziele nie Fortschritte macht, dann kann man davon ausgehen, das der Trainer inkompetent ist, was uns zu Punkt Nummer 4 bringt…4. Kein Trainingslog.
Insbesondere für den Fettabbau ist es sehr wichtig, dass man die Fortschritte durch Körpermaße und vorher/nachher Fotos dokumentiert. Hautfaltenmessungen und andere Maße der Körperkomposition sind für gewöhnlich inakkurat, können jedoch manchmal hilfreich sein, wenn es darum geht den allgemeinen Trend des Fettabbau Programms abzuschätzen. Wenn der Trainer keine präzisen Aufzeichnungen macht, die auch jede Trainingseinheit umfassen, dann ist er ganz einfach faul.5. Der Trainer achtet nicht auf die vom Klienten geäußerten Ziele und Bedürfnisse.
Die Ziele sollten bereits beim allerersten Treffen definiert werden und alle Fragen sollten geklärt werde. Wenn der Trainer diese Vereinbarung nicht einhält und damit beginnt, vom vereinbarten Pfad abzuweichen, dann ist es an der Zeit "Adios" zu sagen. preview6. Man befindet sich durch die Trainingseinheiten in einem kontinuierlichen Zustand der Erschöpfung.
Hierzu gehören auch regelmäßige Erkältungen und andere Krankheiten, kontinuierlich schmerzende Gelenke und insbesondere ein Gefühl der "Schwere" in den Gliedmaßen. All dies bedeutet, dass der Trainer einen in das gefürchtete Übertraining treibt. Das Training ist dazu gedacht, die Lebensqualität zu verbessern und man sollte sich besser und nicht schlechter fühlen. Das bedeutet nicht, dass die Ziele keiner harten Arbeit bedürfen – harte Arbeit wird definitiv notwendig sein – doch ein guter Trainer kennt den Unterschied zwischen zu wenig Training und Übertraining und sollte dazu in der Lage sein, die richtige Dosis an Training für seine Klienten zu finden.7. Die Verwendung negativer Animierung.
Die meisten Leute haben sich selbst gegenüber bereits eine negative Einstellung und brauchen niemanden, der sie dazu bringt, sich noch schlechter zu fühlen. Beim persönlichen Training sollte es darum gehen, dass man eine positive Einstellung sich selbst gegenüber entwickelt und positive Gewohnheiten sowie ein positives Selbstbild fördert und stärkt. Einige Klienten scheinen gut darauf anzusprechen, wenn sie wie in einem Boot Camp angeschrien und beleidigt werden, doch meiner Erfahrung nach haben Menschen, die diese Art von Training mögen, eine masochistische Störung, die dazu führt, dass sie emotionale Schläge mögen. Worte sind wirkungsvolle Werkzeuge und beeinflussen das Unterbewusstsein. Die Verwendung negativer Techniken tut nichts, um Gesundheit und Heilung zu fördern. Als junger Trainer bin ich auch in dieses Schema gefallen, da ich dachte, dass es cool und macho wäre, doch später wurde mir klar, dass ich hierdurch mehr Schaden anrichtete als Gutes zu bewirken … sowohl bei meinen Klienten, als auch bei mir selbst.8. Der Trainer jammert während der bezahlten Zeit über seine eigenen persönlichen Probleme.
Der Trainer wird dafür bezahlt, für einen da zu sein. Dies umfasst auch, dass er all seine Aufmerksamkeit dem Training des Klienten widmet und diesen bei einer optimalen Leistung unterstützt. Es gibt kein Raum für persönliches Geplauder. Wenn der persönliche Trainer sich ständig über irgendetwas beschwert, sollte man zum nächsten Ausgang rennen! Ich habe schon davon gehört, dass Trainer sich so sehr mit ihren Klienten festgeredet haben, dass sie am Ende mehr geplaudert als getan haben.9. Der Trainer kommt immer zu spät.
Dies ist ein Hinweis darauf, dass er keinen Respekt vor der Zeit des Klienten hat. Unterbewusst freut er sich nicht darauf, seinen Klienten zu sehen und seine Arbeit zu tun. Wenn Menschen immer zu spät kommen, dann möchten sie in Wirklichkeit nicht zu diesen Treffen kommen – dies gilt auch für das Telefonieren oder Schreiben von SMS während des Trainings. Es gibt natürlich Gelegenheiten, zu denen so etwas unvermeidlich ist, doch wenn dies häufiger als nur gelegentlich der Fall ist, dann ist dies eine Verschendung des Geldes des Klienten. In diesem Fall sollte man sich jemanden suchen, der mehr für einen da ist.10. Der Trainer ist ein Don Juan.
Im amerikanischen gibt es das Sprichwort "Man sch**ßt nicht dort, wo man isst." Diese Beziehungen funktionieren nur selten. Es gibt natürlich häufig eine sexuelle Anziehung, wenn sich zwei Menschen treffen und dies geschieht auch auf beruflicher Ebene. Lockeres Flirten ist harmlos. Wenn man Leute wissen lässt, dass man sie attraktiv findet, dann kann dies ein Schub für das Ego sein. Doch wenn der eigene Trainer im Studio als Aufreißer bekannt ist, dann ist man wahrscheinlich mit einem Trainer, der Berufliches und Privates besser trennen kann, besser beraten. Reife auf diese Ebene ist ein guter Indikator für Professionalität. Die Energie des Trainers sollte sich auf das Training und nicht auf das Flirten konzentrieren.11. Der Trainer lässt einem alles Durchgehen – und man weiß dies.
Manchmal lassen Trainer ihre Klienten lächerlich einfache und lockere Trainingseinheiten durchführen (sie treiben den Klienten nicht an, erlauben ihm eine schlampige Form, lassen den Klienten aerobes Training ausführen, während sie einfach nur mit ihm reden), um einfach etwas leichtes Geld zu verdienen. Sie lassen den Klienten keine Fortschritte machen und entwickeln auch keine neuen Programme. Oder sie verändern das Trainingsprogramm so häufig, dass man keine nennenswerten Fortschritte macht.Sie rügen ihre Klienten nicht für Ausrutscher bei der Ernährung oder verpasste Trainingseinheiten und sprechen keinerlei scheinbar unangenehme Themen an, weil sie nur am Geld und nicht an den Fortschritten des Klienten interessiert sind. Ein echter professioneller Fitnesstrainer wird genau darauf achten, was sein Klient tut und diesen auch rügen, wenn er etwas falsch macht, da er sich das Geld, das er bezahlt bekommt, auch wirklich verdient.
12. Schlechte persönliche Gesundheit und schlechte Trainingsgewohnheiten.
Wenn der Trainer zu den vereinbarten Terminen so auftaucht, als ob er in seinen Kleidern geschlafen hätte – schlampig und ungepflegt – dann bedeutet dies, dass er keinen Stolz besitzt. Selbiges gilt für fette Trainer. Wenn das eigene Ziel im Fettabbau besteht, wie kann man dann erwarten, dass ein solcher Trainer jemand anderem helfen kann, wenn er bei seiner eigenen Ernährung nicht diszipliniert sein kann? Ein altes Trainersprichwort besagt, dass man niemanden dorthin bringen kann, wo man nicht selbst bereits war.Fette Trainer im Bereich des Fettabbaus sind etwas, das man meiden sollte wie die Pest.
Bevor es jetzt zu wütenden Protesten kommt, möchte ich etwas klarstellen: Ich spreche nicht von einem Powerlifting oder Strongman Trainer. Bei diesen Sportarten kann es von Vorteil sein, wenn man schwer ist und etwas zusätzliches Körperfett mit sich herumträgt. Ich spreche von Trainern, die im allgemeinen Fitnessbereich arbeiten, in dem Fettabbau und eine bessere Gesundheit die primären Ziele darstellen. Meiner Meinung nach gibt es in diesem Bereich keinen Platz für fette Trainer. Wenn man ein fetter Trainer ist und dies liest, dann sollte man etwas mehr auf sein Erscheinungsbild achten, seine eigenen Anweisungen befolgen und das überschüssige Gewicht verlieren, da man sich ansonsten den falschen Beruf gewählt hat.
Abschließend möchte ich erwähnen, dass ich in den 36 Jahren meiner Tätigkeit als Personal Trainer viele dieser Regeln zum einen oder anderen Zeitpunkt gebrochen habe… und dies später bereute. Ich habe Kunden und Einkommen verloren – und was noch schlimmer ist – das Vertrauen von Klienten verloren. Zum Glück lerne ich schnell und habe diese Fehler korrigiert, um schließlich ein besserer Trainer zu werden.