AD - Eine unbequeme Wahrheit über unsere Hoden
von TC
Die Atomic Dog Kolumne befasst sich nicht notwendigerweise immer mit dem Gewichtstraining. Manchmal geht es um Sport im Allgemeinen, um Sex, um Frauen oder um Männerthemen irgendeiner Art. Manchmal sind die Texte inspirierend, doch sie können auch informativ, lustig oder ein bisschen seltsam sein. Im Grunde genommen sind sie hoffentlich immer interessant und ein bisschen kontrovers. Diese Artikel reflektieren die Tatsache, dass niemand völlig eindimensional ist und sich nur für ein Thema interessiert. Wenn diese Kolumne den Leser zu Lachen bringt – oder ihn erzürnt – dann hat sie ihren Zweck erfüllt. preview
Mit einer vorauseilenden Entschuldigung an die Kräfte, die das Universum geschaffen haben, möchte ich eine Beschwerde einreichen. Oh, keine Angst, es geht nicht um den Hunger auf der Welt, Krieg, Armut oder das übliche Zeugs.
Genauso wenig murre ich über meine persönliche Situation. Klar, ich hätte nichts dagegen, wenn ihr meiner Tante Ludmilla helfen würdet, die schwer darüber beschämt ist, dass der tragische Einkaufswagenunfall bei Piggly Wiggly ihre Gallenblase zum Reißen gebracht hat – sehr zur Schadenfreude ihrer Tagespfleger – was zur Folge hat, dass sie nun leuchtend grün pinkelt. Aber ich bin mir sicher, dass ihr meiner Tante helft, wenn es euch in den Kram passt.
Meine Beschwerde hat etwas mit dem Konstruktionswesen zu tun – und zwar mit der Konstruktion des Menschen: Ich bin etwas verwirrt über meine Eier. Ich meine jetzt nicht, wie sie funktionieren, denn ich wäre ein Tor, wenn ich nicht erkennen würde, dass sie eine technische Meisterleistung darstellen. Ich meine, wer kam auf die Idee mit der Sache, dass sie basierend auf der verdammten Raumtemperatur zum Körper hingezogen werden oder tiefer herab hängen? Brillant!
Ich wundere mich darüber, dass GM das bei seinen Autos nicht genauso macht. Anstelle von einem Kühler, der mit einem Zeug gefüllt ist, das aussieht wie Ludmillas Urin, hätten sie auch den Motor so konstruieren können, dass er sich hebt und senkt, um so eine Überhitzung zu verhindern.
Aber egal. Was mich verwirrt, ist die Position unserer Hoden. Ich begann darüber nachzudenken, nachdem ich einen Artikel im Discovery Magazin gelesen hatte. Der Autor konnte es sich aus evolutionstechnischer Sicht nicht erklären, warum unsere Hoden sind, wo sie sind. - Versteht mich nicht falsch, ich bin der Meinung, dass sie sich definitiv im richtigen Bereich befinden. Ich meine, würde es Sinn machen, wenn sie sich, sagen wir mal, bei unseren Ohren befinden würden? Hierfür wäre einiges mehr an Leitungen notwendig und es würde auch die Verwendung eines dieser 1500 Watt Gasbrenner Haarföne problematisch machen.
Um etwas spezifischer zu werden – ich rede mehr über ihre Platzierung. Aus welchem Grund sitzen unsere Eier vorne genau im Zielbereich jeglichen Schadens? Sie sind wie zwei Piñatas die von einem Baum herabhängen und nur darum betteln von irgendetwas oder irgendjemandem zerschlagen zu werden (unberechenbare Kleinkinder, überschwängliche Hunde, Küchenstühle usw.). Die Hoden sind der Aufbewahrungsort für unsere Spermien, welche unser genetisches Erbe tragen! Sorry, aber diese vorne anzubringen ist so, als ob Fed-Ex seine Geburtstagsgeschenke und wichtigen Verträge in einer dünnen Plastiktüte aus dem Supermarkt, welche an der vorderen Stoßstange festgebunden ist, transportieren würde, wo diese den Elementen ausgesetzt sind oder von einem Toyota getroffen werden oder ganz einfach von irgendwelchen Straßenkids gestohlen werden könnten.
Ist ihre augenblickliche Platzierung nicht ein großes, verdammtes Glücksspiel? Jedes Mal, wenn wir aufstehen, laden wir die ganze verdammte Welt dazu ein "hau den Lukas" mit unseren Eiern zu spielen!
Warum können sich unsere Hoden nicht innerhalb des Körpers befinden? Schließlich tragen die Weibchen unserer Gattung ihre Eierstöcke auch nicht außerhalb des Körpers. Man stelle sich vor, wie problematisch das wäre! Alleine sie mit Accessoires zu versehen oder Schuhe zu finden, die dazu passen, wäre ein Alptraum. - Ich weiß schon, was jetzt einige sagen werden. Viele denken daran, dass alle anderen Säugetiere ihre Eier auch außen mit sich herum tragen, warum sollte das also bei Menschen ein Problem sein? Nun, dass kann ich euch sagen ihr Klugscheißer. Die anderen Säugetiere sind Vierfüßler und haben dicke muskulöse Hinterbeine, um ihre Hoden zu schützen.
Wie oft sieht man einen Vielfrass, der sich auf dem Boden herum rollt, sich die Eier hält und rumjammert, da er gegen einen Baumstumpf gerannt ist und es so weh tut, dass er nicht mal mehr richtig fluchen kann? Ich würde wetten nicht allzu oft. Man könnte auch etwas entgegnen, dass ich bereits erwähnt habe, nämlich dass unsere Hoden an der Außenseite sein müssen, da so ihre Temperatur besser reguliert werden kann. Die mehr sexuell eingestimmten Leser mögen ihre Eier vielleicht auch da behalten, wo sie sind, danke, dass sie so einen einfacheren Zugang für die fingerfertigen Hände der weiblichen Bedienung bei Hooters nach Dienstschluss ermöglichen.
Doch warum haben sich unsere Hoden nicht innerhalb des Körpers tief eingeschlossen von Knochen – vorzugsweise derselben Knochenmasse, die ein Rhinozeros am Kopf mit sich herum trägt – entwickelt. Um eine ausreichende Luftkühlung und einen weiteren Zugang für die freundliche Kellnerin sicher zu stellen, bedürfte es nur einiger gut platzierter Grifflöcher. - Wie wäre es, wenn wir ein bisschen wie Bowlingkugeln aussehen würden? Die Hoden wären dann sicher! Unsere DNA wäre geschützt! Und mit all den Knochen könnten wir Jeeps mit Wilddieben rammen! Und außerdem hätte Johnny Knoxville dann niemals Filme drehen können, die auf unglückseligen Kerlen basieren, die einen Treffer voll in die Nüsse abbekommen.
Vielleicht stößt all das, was ich hier sage, bei vielen Lesern sowieso auf taube Ohren, da immer weniger von uns überhaupt noch eine Verwendung für ihre Hoden haben. Genauso wie der arktische Eispanzer schwindet, scheint etwas ähnliches mit unseren Eiern vor sich zu gehen. Vielleicht sollten wir es als globalen Hoden Klimawandel bezeichnen. Vielleicht waren unsere Hoden aufgrund zu unregelmäßiger Benutzung so kalt, dass sie vollständig in unsere Körperhöhlen gezogen wurden, wo sie langsam bis zur Überalterung gedünstet wurden.
Und dies meine Freunde ist wirklich eine unbequeme Wahrheit – und zwar doppelt so sehr, wenn man meine Freundin Angela ist:
Sie ist Anwältin und schlägt sich wacker, doch sie findet einfach niemanden, mit dem es sich lohnen würde auszugehen. Sie gehört zu diesem Club (oder Service, je nachdem, wie man es nennen möchte), namens "es ist nur ein Mittagessen".
Dieser Club/Service sucht und kombiniert angeblich gleichgesinnte Männer und Frauen, welche dann zusammen zu Mittag essen, was historisch gesehen eine stressarme, harmlose Art der Begegnung ist, bei der eine Frau ein nettes Sandwich haben kann, ohne sich herausputzen zu müssen. Wenn sie und ihre Verabredung zusammenpassen, werden sich beide voraussichtlich erneut treffen, ins Kino gehen und danach höflich miteinander poppen.
Unglücklicherweise haben sich die Hamster, die sie bisher getroffen hat, zu einer langen Schnur schlechten Fleisches aufgereiht. Der letzte Typ, den sie getroffen hatte, schien vielversprechend zu sein - leider nur so lange, bis er aufstand und sagte "Entschuldigung, ich muss mal Pi-Pi machen gehen." Dies ist, man mag es glauben oder nicht, ein höllischer Euphemismus für "pinkeln" oder "pissen" gehen. Angela verschluckte sich fast an ihrem Eistee als sie das hörte. In ihrem Kopf war das Date in dieser Sekunde bereits vorbei. Und der Typ vor dem "Pi-Pi Bübchen"? Der redete andauernd davon, dass er kuscheln lieber hat als Sex. Den schoss sie auch sofort in den Wind. Nach einer letzten Hochrechnung kommt sie auf fast 30 gescheiterte Mittagessen.
Es ist klar, dass Angela eine selbstbewusste Frau ist, die auf richtige Männer steht. Sie mag ihren Whiskey und ihre Männer pur und geradlinig. Sie hätte es vorgezogen, wenn das "Pi-Pi Bübchen" gesagt hätte "Entschuldige mich bitte, aber ich muss mal ein paar Kakerlaken vom Porzellan wegspülen." Ich persönlich hätte gesagt "Ich muss mal urinieren", da dies gescheit klingt und einige Mädels mögen gescheite Jungs, die intelligent klingende Worte verwenden.
Angela möchte keine beste Freundin mit einem Schwanz – sie möchte einen Liebhaber, doch sie kann einfach keinen finden. Offen gesagt, habe ich ein Problem damit die Jungs zu verstehen, mit denen sie sich getroffen hat. Sind sie traurige Beispiele für den globalen Hodenklimawandel oder sind sie so irregeleitet, dass sie so handeln wie sie denken, dass es Frauen von ihnen erwarten?
Wenn das alles nur Show ist, dann sollte man diesen Jungs einmal sagen, dass die Mädels, auf die die meisten von uns hier stehen, diesen Unsinn nicht schätzen und dass nur die Frauen, die wir mit Sicherheit nicht wollen – diejenigen, die unsere Hoden für eine Charakterschwäche halten - in der Tat Ausdrücke wie "Pi-Pi" und den Gedanken an Kuscheln anstelle von Sex mögen.
Doch nehmen wir einmal an, dass diese armen Teufel es schaffen eine Frau zu finden, die einen Mann ohne Eier vorzieht. Nehmen wir an, dass sie schließlich in einer Beziehung mit diesen Frauen enden. Durch ihr Verhalten, das an schwanzlose Wunder der Schöpfung erinnert, hängen sie in ihrem selbstgebauten Hamsterkäfig für den Rest ihres Lebens fest. Ihr Charakter wurde typisiert und ihr weiblicher Regisseur wird sie nie wieder aus dieser Rolle heraus lassen.
Wenn sich Harry Potter schließlich dafür entscheiden würde, wieder zu Dirty Harry zu werden, dann würde ihm sein Weibchen den haarlosen Arsch versohlen. - Ich wette der Leser kennt selbst eine Menge solcher Typen. Wie ich das so sehe, besteht Amerika bald nur noch aus diesen eierlosen Wundern. Es sind diese pflichtbewussten Ehemänner, die jedes Mal zusammen mit ihrem Weibchen "tss-tss!" zu dieser schändlichen Welt sagen, wenn ein Film, eine Fernsehshow, ein Magazin, ein Theaterstück, ein Song oder eine Person nicht in ihre spießigen Weltanschauung passt.
Wenn man Harry dann mal eine Minute von seinem Frauchen trennt, verwandelt er sich zurück in einen Collegejungen. Er ist wie ein Hund, der für Wochen an einem Baum im Hinterhof angekettet war und der aus Freude über die paar Minuten Freiheit auf jede Begonie in Sichtweite pinkelt, die gesamte Nachbarschaft umgräbt und jeden Pudel bespringt, den er finden kann, während er mit seinem haarigen Schwanz Wedelt und den Mond anheult. - Natürlich spricht es nicht gerade für die Größe seiner Eier, wenn er sich in diese Schmach von einem Leben einsperren lässt.
Hey, ich habe gerade herausgefunden, warum unsere Eier vorne sind! Dies macht es einfacher für Frauchen, sie zu entfernen, und zusammen mit alten Coupons, Ersatzschlüsseln und anderem unwichtigen Haushaltsmüll in einer alten Kaffeedose auf dem Schrank zu verstecken.