Vom 08/10/2006 - hier meine Erlebnisse an diesem Tag.

Amsterdam Pro GP 2006Am Eingang ging es gleich gut los: Keine eigenen Getränke, geschweige denn Nahrung waren erlaubt mitzunehmen - das hätte man auch vorher im Internet ankündigen können. Besonders hart traf dies diejenigen unter uns, welche sich in der Vorbereitung für die Herbstsaison befinden. Die Türsteher waren auch nicht unbedingt die freundlichsten. Das Catering sah zwar lecker aus, die Preise waren das aber ganz und gar nicht! 6€ für ein mit Remoulade überschwemmtes Baguette - na ja nicht eben Bodybuilding-like! Aussteller vor Ort waren Vyotech, ein Klamottenhändler mit National Physique Committee Sportswear und die Catering / Getränkestände, mehr gabs nicht im Vorraum. Bei Vyotech gab es Proben ihrer diversen Riegel für lau, damit konnte man sich aber auch keine 10 Stunden ernähren. In unmittelbarer Umgebung der Location gab es eine Pommes Bude und einen teuren Chinesen, also war ein Fastentag angesagt!!

Die Pepsi Stage an sich war Klasse. Einziges Manko: Eine saumäßige Ausleuchtung der Bühne. Die Athleten standen allesamt in einem bläulich-lila Schummerlicht. Die Lichtjockeys dachten wohl sie wären auf der Mayday, denn sie setzen gnadenlos ihre Beamer und den Laser ein. Dies machte das Fotografieren nahezu unmöglich, außerdem war man mit einer Sonnenbrille gut beraten! preview

In Amsterdam waren nicht nur die Profis am Start, sondern auch 13 Amateure (Herren). Diese durchweg sehr guten Athleten kämpften in einer offenen Klasse um den heißbegehrten ersten Platz. Dieser beinhaltete dann auch das Recht zur Teilnahme am späteren Pro GP! Für einen Amateur eine einmalige Angelegenheit. So legten sich alle Athleten ordentlich ins Zeug und man sah auch bekannte Gesichter von der Body Xtreme Invitational in Frankfurt: Clarence daVis katapultierte sich auf den 2. Platz. Mehmet Yildrim mit seiner wahnsinnig vaskulären Erscheinung nahm auch teil. Den verdienten ersten Platz nahm aber ein Niederländer für sich in Anspruch - Meset Itli.

Ronnie ColemanIm Vorraum gab derweil Iris Kyle, die amtierende Ms Olympia, Autogramme und stand für Fotos zur Verfügung. Der eine oder andere Amateur Teilnehmer mischte sich in den Pausen auch unter die Besucher.
Von den Profis konnte man nur Aiman Faour aus der Nähe betrachten. Von den anderen lies sich ausser Ed van Amsterdam bei Vyotech keiner blicken.

Es folgte die Damen Fitness-Klasse mit 2 Teilnehmerinnen:
Regiane da Sylva die auch verdient erste wurde mit ihrer umwerfenden Kür und Amy Huber.

Dann die Fitness Figur Klasse der Damen mit 12 Starterinnen.
Da kann ich mir kein Urteil erlauben da ich die Bewertungskriterien nicht kenne. Mich freut jedenfalls das unsere Susanne Bock den 2.Platz belegte.

Finals:

  1. Inga Neverauskaite
  2. Susanne Bock
  3. Celeste Gonzalez
  4. Nicole Pitcher
  5. Pia Marlen
Nun kam es zum eigentlichen Highlight, auf das wohl jeder gewartet hat.

Die Profi-Herren!

Ein heftiges Line-Up. Mit ein oder zwei Ausnahmen durchweg super Athleten.
Einer nach dem anderen wurde einzeln vorgestellt und trat die Pflichtposen an. Danach alle zusammen auf die Bühne und die Vergleiche.

Ein echt beeindruckendes Bild. Mit Ausnahme von Oleg Makshantsev, der sehr glatt war, waren alle in einer guten bis sehr guten Verfassung.

Der erste Vergleich war klar: Jay, Ronnie und Ronny! Und „the Rock“ brauchte sich echt nicht zu verstecken.

Bei diesem gewaltigen Aufmarsch aus Masse, Muskeln und Definition hielt es kaum noch einen auf den Sitzen. Wobei ich echt sagen muß, dass auf den deutschen Veranstaltungen das Publikum mehr mitgeht. Es ist auch keiner der Athleten in die Ränge gegangen. Das fehlte ein bisschen. Aber es war einfach umwerfend, diese Athleten einmal live und in Wettkampf-Form zu sehen.

Hidetada brachte ein super Gesamtpaket, eng verfolgt von Eddie Abbew. Lee und Jaroslav hatten auch kaum nennenswerte Schwächen. Interessant: Unser Amateur vom Nachmittag belegte Platz 8! Konnte sich sogar bei den Profis noch gut behaupten!

Ob sich Fedorov noch mal in Bestform bringen kann…???
Tommi, Alison, Aiman und Armando hatten doch jeweils in verschiedenen Bereichen kleine bis mittlere Schwächen.

Hier noch mal das Ergebnis in der Übersicht:
  1. Jay Cutler
  2. Ronnie Coleman
  3. Ronny Rockel
  4. Hidetada Yamagishi
  5. Eddie Abbew
  6. Lee Powell
  7. Jaroslav Horvath
  8. Meset Itli
  9. Alexander Fedorov
  10. Trevor Crouch
  11. Tommi Thorvildsen
  12. Alison Maria
  13. Aiman Faour
  14. Armando Alcazar
  15. Oleg Makshantsev
Alles in allem war es von den Athleten und vom Veranstaltungsablauf her eine runde Sache. Bis auf das Licht und die Türpolitik (Essen/Trinken) ging ein schöner Bodybuilding-Tag gegen 22.00 Uhr offiziell zu Ende. Die stolzen Besitzer der VIP Tickets konnten nun noch mit den Athleten im Backstage Bereich essen und plaudern - das war mir mit meiner günstigen Karte (50€) wohl nicht gegönnt. Muss ich also doch nach Las Vegas um ein Autogramm von den dicken Jungs zu bekommen…

Zum Abschluss noch der nette Satz vom amtierenden Mr.Olympia: „ 4 Wins in 4 Competitions - now I´m ready to eat!!!“

Bitte eventuelle Fehler bei Athletennamen verzeihen. Auch bekomme ich leider nicht mehr alle Namen der Amateure zusammen. Dies soll jedoch in keinster Weise ihre beeindruckende Leistung schmälern!