Hidetada Yamagishi gewinnt die 212
Hidetada Yamagishi gewinnt die 212


Am Freitag fanden in Columbus die ersten Entscheidungen bei den Profis statt. Gesucht wurden neue Champions in den Klassen Women’s Physique, Figur, Fitness und 212.

Prejudging

Die Vorwahlen fanden allesamt am Nachmittag statt.

Women’s Physique

Das nominell am stärksten besetzte Feld. Im ersten Vergleich standen sich Autumn Swansen, Mindi O’Brien, Jacklyn Adams, Tamee Marie und Danielle Reardon gegenüber. Überraschend: Die Zweitplatzierte der letzjährigen Olympia Kira Neuman schaffte es nicht in den ersten Vergleich. In schlechter Form dürfte es für sie nicht einmal für die Top 10 reichen.

Figure International

Drei Athletinnen setzten sich früh vom Rest des Feldes ab: Latorya Watts, Candice Lewis-Carter und Camilla Rodriguez-McClure. Jede der drei besitzt ihre individuellen Stärken, sodass die Entscheidung sehr spannend werden dürfte. Mit ihnen im ersten Vergleich: Heather Dees, Cydney Gillon und Gennifer Strobo.

Fitness International

An Oksanas Sieg wird hier niemand zweifeln, zu stark sind ihre Küren. In der ersten Runde hat sie gewohnheitsgemäß einige Schwierigkeiten. Dennoch fand sie sich im ersten Vergleich wieder. Gewonnen haben müsste diesen aber Bethany Wagner, die strukturell Oksana klar überlegen ist. Dazu im ersten Vergleich: Tanji Johnson, Whitney Jones und Missy Terwilliger. Regiane da Silva kam trotz guter Form nur in den zweiten Vergleich, dürfte aber mit ihrer Kür Plätze gut machen.

212

Wie gewohnt geht es in der Klasse sehr eng zu. Spannend ist vor allem die teils sehr unterschiedlichen Körpertypen nebeneinander zu sehen: Charles Dixon ist ein Athlet, bei dem man sich nur wundern kann, wie er es in die 212 geschafft hat. Unglaublich massiv und in sehr guter Form ist er definitiv ein Top 6 Kandidat. Zum Publikumsliebling mutierte wohl John Meadows. Der Mountaindog zeigte die mit Abstand beste Form aller Athleten auf der Bühne. Leider sieht man seinem Körper die vielen Strapazen der Vergangenheit an, was eine Platzierung ganz vorne verhindern sollte. Ganz anders Guy Cisternino, der aber gerade in den Beinen die letzte Härte vermissen ließ. Als amtierender Champion ist Jose Raymond sicherlich der große Favorit. Jose zeigte keine Schwächen und brachte den von ihm gewohnten, brachialen Look. Ganz anders David Henry, mit dem wohl besten Oberkörper der Szene, was er auch im Prejudging wieder einmal unter Beweis stellte. Hätte er bessere Beine, er wäre kaum zu schlagen. So wird es sehr spannend, zumal auch Hidetada Yamagishi eine absolut fantastische Form auf die Bühne zauberte und in der Summe der ausgewogenste Athlet der Klasse sein dürfte.

1st Callout

  • Jose Raymond
  • Charles Dixon
  • Guy Cisternino
  • David Henry
  • Hidetada Yamagishi

Arnold 212 Prejudging: 1st Callout
Arnold 212 Prejudging: 1st Callout


2nd Callout

  • John Meadows
  • Corey Mathews
  • Kyung Won Kang
  • Angel Vargas

Arnold 212 Prejudging: 2nd Callout
Arnold 212 Prejudging: 2nd Callout


3rd Callout

  • Jose Raymond
  • David Henry
  • Hidetada Yamagishi
  • Guy Cisternino
  • Charles Dixon


Finals

Figure International

Auch im Finale geben sich die Damen keine Blöße. Allesamt präsentieren sie eine absolute Topform.

1st Callout

  • Candice Lewis-Carter
  • Camala Rodriguez McClure
  • Latorya Watts
  • Gennifer Strobo

Ein äußerst spannendes Feld. Candice Lewis-Carter ist sicher nicht die härteste Athletin im Feld, aber man muss natürlich die Frage stellen, ob das in dieser Klasse das entscheidende Kriterium sein sollte. Strukturell ist sie sicherlich einzigartig. Einzigartig auf andere Weise ist auch Latorya Watts, deren Schultern jedoch langsam etwas überdimensioniert wirken. Und dann ist da noch die Vorjahressiegerin Camala Rodriguez McClure?

Ergebnis

  1. Latorya Watts
  2. Camala Rodriguez McClure
  3. Gennifer Strobo
  4. Candice Lewis-Carter
  5. Cydney Gillon
  6. Heather Dees

V.l.n.r.: Cydney Gillon (5), Gennifer Strobo (3), Latorya Watts (1), Camala Rodriguez (2), Candice Lewis (4), Heather Dees (6)
V.l.n.r.: Cydney Gillon (5), Gennifer Strobo (3), Latorya Watts (1), Camala Rodriguez (2), Candice Lewis (4), Heather Dees (6)


212

Das Finale beginnt mit den Küren. Den Anfang macht Charles Dixon, der unfassbar viel Fleisch mit sich herumträgt. Seltsamerweise fehlen ihm, trotz einer guten Form, die letzten Details, die ihn ganz nach vorne bringen könnten. Angel Vargas ist der kleinste Athlet im Feld, ihm fehlt aber auch die nötige Masse, um sich mit den Topathleten der Klasse zu messen. Kyun Won Kang hat sicherlich einen der schönsten Körper in der Klasse: Fantastische Linie, schöne Muskelformen und auch die Form passt. Aber auch ihm fehlt die Masse für die Plätze ganz vorne. John Meadows hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert, vor allem in der Rückansicht. Seine Form ist über alle Zweifel erhaben, tiefe Einschnitte von oben bis unten. Strukturell reicht es jedoch nicht, um es mit den Topathleten aufzunehmen. Guy Cisternino kennt solche Probleme nicht. Das einzige, das ihm für eine Topplatzierung fehlt, ist ein wenig mehr: ein wenig mehr Fleisch und ein wenig mehr Härte. Weder ist er dünn, noch weich, aber in beiden Bereichen hat er noch Chancen sich zu verbessern. Mehr Masse, das dürfte bei Jose Raymond nicht zur Debatte stehen. Jose wirkt heute aber deutlich ausgewogener als man es von ihm gewohnt ist. Seine Form ist sehr gut, sein typischer körniger Look fehlt, was ihm aber keine Plätze kosten dürfte. In der Form wird er kaum zu schlagen sein. Cory Mathews ist der Schüler von Ronnie Coleman und dürfte seinen Lehrmeister heute stolz machen, in manchen Posen sieht er sogar wie eine kleine Version von Ronnie aus. Gute Form, schöne Muskeln, aber noch einige Schwachstellen, wie beispielsweise die Brust. Die Schwäche von David Henry ist altbekannt, es sind seine Beine. Die Form passt, er zeigt mehr Details als Jose. Seine Beine sind sichtbar besser geworden, er ist definitiv auf der Jagd. Jose sollte sich keine Schwäche leisten. Und dann Hidetada Yamagishi, dessen Posing mit Abstand das ansprechendste des Abends ist. Auch heute Abend bringt er eine tolle Form, wird aber wohl mit David Henry um den zweiten Platz kämpfen.

1st Callout

  • David Henry
  • Jose Raymond
  • Hidetada Yamagishi
  • Guy Cisternino
  • Charles Dixon
  • Kyun Won Kang
Hide, David und Jose alle in beeindruckender Form. Eine ganz schwere Entscheidung.

2nd Callout

  • Cory Mathews
  • John Meadows
  • Angel Vargas
Sehr interessanter Vergleich: Mathews und Meadows repräsentieren zwei gänzlich unterschiedliche Körpertypen. Meadows mit unfassbarer Form.

3rd Callout

  • Jose Raymond
  • Hidetada Yamagishi
  • David Henry
  • Guy Cisternino
Die Top 4. Cisternino wird wohl Vierter, eins bis drei... extrem eng.

Top 6

  • Hidetada Yamagishi
  • David Henry
  • Jose Raymond
  • Guy Cisternino
  • Charles Dixon
  • Kyun Won Kang
David, Jose oder Hide, das ist die Frage des Abends. Jose mit Massevorteil, Hide mit dem ausgewogensten Körper, David mit der besten Form...

Ergebnis

  1. Hidetada Yamagishi
  2. Jose Raymond
  3. David Henry
  4. Guy Cisternino
  5. Kyung Won Kang
  6. Charles Dixon

V.l.n.r.: Kyung Won Kang (5), David Henry (3), Jose Raymond (2), Hidetada Yamagishi (1), Guy Cisternino (4), Charles Dixon (6)
V.l.n.r.: Kyung Won Kang (5), David Henry (3), Jose Raymond (2), Hidetada Yamagishi (1), Guy Cisternino (4), Charles Dixon (6)


Women’s Physique

Die zehn Ladies, die hier stehen, haben schon einmal über 40 hinter sich gelassen. Interessant ist, dass in den Top 10 gänzlich unterschiedliche Körpertypen zu finden sind. Auffällig ist aber auch, dass die Konditionierung der Athletinnen im Vergleich zu den Vorjahren schlechter ist. Ob gewünscht oder nicht, wird die Wertung zeigen. Anwärterin Nummer 1 auf den Sieg dürfte aber Autumn Swansen sein, bei der heute alles passte.

Ergebnis

  1. Autumn Swansen
  2. Danielle Reardon
  3. Mindi O’Brien
  4. Tamee Marie
  5. Jacklyn Abrams
  6. Gilian Ward

Autumn Swansen gewinnt die Women's Physique
Autumn Swansen gewinnt die Women's Physique


Fitness International

Myriam Capes darf als erste der Topathletinnen ihre Kür zeigen: sehr athletisch mit vielen Halteelementen. Ihr folgt Tanji Johnson, deren Kür deutlich energiegeladener ist: Weniger Halteelemente, dafür viel Action, tanzende Parts; man sieht ihr an, dass sie Spaß hat. Whitney Jones dürfte am Mittag viele Punkte gesammelt haben, die es nun zu verteidigen gilt. Mit Breakdanceelementen bestückt erinnert ihre Kür an Tanjis, die jedoch deutlich mehr Stimmung rüberbringen konnte. Und dann Regiane da Silva: Eine komplett neue Kür und die weiß zu überzeugen. Eine der besten Performances von Regiane in den letzten Jahren; etwas ernster als gewohnt, aber das hat ihr keineswegs geschadet. Oksana Grishina hat eine neue Michael Jackson-Routine angekündigt und präsentiert diese auch. Ihre Küren sind immer ein Highlight, wenngleich diese hier nicht ganz die Intensität ihrer letztjährigen erreicht. Bethany Wagner ist die letzte der Topathletinnen auf der Bühne. Ihre Kür hat an Ausdrucksstärke gewonnen, was ihr in der Gesamtwertung einen Platz in den Top 3 bescheren könnte.

Ergebnis

  1. Oksana Grishina
  2. Whitney Jones
  3. Bethany Wagner
  4. Myriam Capes
  5. Regiane da Silva
  6. Tanji Johnson

Oksana Grishina gewinnt die Fitness International
Oksana Grishina gewinnt die Fitness International



Offizielle Ergebnisliste vom Freitag, 4. März 2016: Download