

Steckbrief:
- Geboren: 18.01.1985
- Wohnort: Göttingen
- Beruf: Sporttherapeut
- Hobbys: Filme, Essen, USA
- Vorbilder: Dennis Wolf, Kevin Levrone
- Größe: 175 cm
- Gewicht: (Wettkampf: 100kg) (Off- Season ca. 115kg)
- Umfänge: I don´t know
Sportliche Erfolge:
JUNIOREN
- 2005 Großer Preis von Hessen, 2. Platz
- 2005 Int. Norddeutsche Meisterschaft, 1.Platz+Gesamtsieg
- 2005 Int. Deutsche Meisterschaft, 3.Platz
- 2006 Hessische u. Rheinlandpfälzische Meisterschaft, 4.Platz
- 2006 47. Deutsche Meisterschaft, 3.Platz
- 2006 Int. Süddeutsche Meisterschaft, 1. Platz
- 2006 Int. Donau Cup, 1. Platz
- 2006 Großer Preis von Thüringen, 1.Platz+Gesamtsieg
- 2006 Int. Rhein Neckar Pokal, 1.Platz
- 2006 Int. Südwestdeutsche Meisterschaft, 1. Platz
- 2006 Int. Deutsche Meisterschaft, 2. Platz
MÄNNER
- 2008 IFBB Heavy Weight Cup, 5. Platz
- 2008 NRW Meisterschaft, 1.Platz+Gesamtsieg
- 2008 Hessische u. Rheinlandpfälzische Meisterschaft, 1.Platz+Gesamtsieg
- 2008 49. Deutsche Meisterschaft 1.Platz
- 2008 WEIDER Contest 1. Platz
- 2008 Body Extreme Invitational, 10. Platz
- 2008 WM-Quali, 2.Platz
- 2008 Weltmeisterschaft Bahrain, n. platziert
- 2010 IFBB Heavy Weight Cup, 3. Platz
- 2010 OLIMP Challenge FIBO 2011
- 2010 Hessische u. Rheinlandpfälzische Meisterschaft, 2. Platz
- 2010 ULTIMATE NUTRITION Pokal, 5. Platz
- 2010 51. Deutsche Meisterschaft, 4. Platz
- 2011 Arnold Classic Amateur Europe, 5. Platz
- 2012 Muscle-Games, 1. Platz
- 2012 Int. Deutsche Meisterschaft, 2. Platz

TEAM-ANDRO: Hallo David. Es freut mich, dass Du Dir die Zeit genommen hast mir Frage und Antwort zu stehen. Ich denke viele unserer User werden sich sehr dafür interessieren. Zu Beginn die Frage, wie Du zum Bodybuilding gekommen bist? Hast Du schon vorher Sport getrieben?
David: Schon in meiner Kindheit war ich sehr sportlich, meine Mutter hat mich und meinen älteren Bruder immer zum Spielen vor die Haustür gejagt und uns im Judoverein angemeldet. Später verließen wir den Verein und gingen eigenen Interessen nach, ich dem Fußball und mein Bruder dem Bogenschießen. Beim Fußball hatte ich erst mal meine Sportart gefunden und spielte mehrere Jahre im Jugendverein, im Handball hatte ich mich auch versucht aber nicht längst so viel Spaß dabei. Als ich dann wieder umzog war ein weiterspielen in dem Verein nicht mehr möglich, zu der Zeit besuchte ich eine Ganztagsschule und pendelte mit dem Bus, wobei die Freizeit relativ kurz kam und ein weiteres Fußball spielen im Verein nicht zuließ. Schon als Kind las ich immer die Comics der Superhelden, z. b. Spiderman, und wollte immer so stark sein wie diese. Wirklich zum Bodybuilding bin ich aber durch das Show-Wrestling aus den USA gekommen, dort besaßen einige der Wrestler, Körper, die einem Bodybuilder schon recht nahe waren. "So einen Körper will ich auch haben", das war mein Gedanke, mit 14 Jahren.
So fing ich Zuhause an, mit Situps und Liegestützen meinen Körper das erst mal zu trainieren, schnappte mir die 2,5kg Gymnastikhanteln meines Bruders und fing mit Bizepscurls an. Andere Übungen kannte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich trainierte nach Zeit nicht nach Sätzen und ich hatte noch keine Ahnung welche Leistungen hinter so einem Körper wie von Arnold Schwarzenegger steckten. Meine Mutter unterstütze mich bei meinen Interessen und besorgt mir ein Buch über Krafttraining. Nun konnte ich richtig loslegen und ich besorgte mir ein paar Kurzhanteln, eine Langhantel und ein paar Gewichtsscheiben. Ich trainierte damals jeden Tag, die Sucht begann... Zu dieser Zeit machte ich ein Schulpraktikum bei einem Zeitschriftenbetrieb, eines Tages bekam ich die "FLEX" in die Hand, damals im Juli 2000 mit dem Cover von Kevin Levrone. So einen Körper hatte ich noch nie gesehen, "So will ich aussehen" war wieder mein Gedanke, am selben Tag verschlang ich die ganze Ausgabe, nun lernte ich das erste Mal, das nicht nur Training ausreicht, sondern das die richtige Ernährung einen schneller ans Ziel bringt, bzw. die Voraussetzung für einen muskulösen Körper ist. Ab da an, las ich die FLEX und andere Magazine regelmäßig und lernte immer mehr über den Sport "Bodybuilding", über richtige Trainingssysteme, Ernährung und die Einstellung gegenüber dem Sport. Schon damals merkte ich, dass mir das alles unheimlich viel Spaß machte und der Sport auch andere Lebensbereiche einschloss, z. b. habe ich später mein Abitur mit dem Schwerpunkt Ernährungswissenschaften gemacht. Als ich dann nach Göttingen zog, war ich gleich am ersten Tag in einem richtigen Fitness-Studio. Dort trainierte ich ein Jahr lang, in der Zeit sah ich einige Trainingspartner kommen und gehen, weil niemand die gleichen Ziele verfolgte wie ich. Irgendwann fiel die Entscheidung, dass ich auch Wettkampf-Bodybuilding machen wollte. Leider gab es in meinem damaligen Studio nicht die Möglichkeit, Informationen über das Wettkampf-Bodybuilding zu bekommen. In einem Studio traf ich einige Gleichgesinnte, mit denen ich mich durch unzählige Trainingseinheiten quälte. Im Frühjahr 2005 lernte ich Detlef Herget kennen. Ab dem Zeitpunkt hatte meine Wettkampflaufbahn begonnen. Im Herbst 2005 nahm ich dann das erste Mal an IFBB Wettkämpfen teil. Das ist nun schon acht Jahre her und in der Zeit habe ich 27 Wettkämpfe bestritten. Dabei kommt es mir manchmal wie gestern vor, als ich das erste Mal das Fitness Center Klock in Gießen betrat. Vorher habe ich sehr lange Fußball gespielt und verschiedene Kampfsportarten ausprobiert. Nichts davon hat mich dann so sehr gefesselt wie das Krafttraining.
TEAM-ANDRO: Gab es einen bestimmten Punkt an dem Du für Dich festgestellt hast, dass Du diesen Sport wettkampfmäßig betreiben willst?
David: Da ich ja schon immer Sport betrieben hatte, fehlte mir beim alleinigen Krafttraining einfach der Wettkampfcharakter, bzw. das messen mit anderen. Im Bodybuilding ist das natürlich was ganz anderes als in Sportarten die einen direkten Zweikampf haben. Im Endeffekt wollte ich mal einen definierten Look haben und das Ganze auch wettkampfmäßig zu betreiben hat mich dann noch zusätzlich gereizt. Beim Training brauche ich immer noch ein direktes Ziel, das war von Anfang an, in irgendeiner Weise das Krafttraining mit einem Wettkampf zu verbinden. TEAM-ANDRO: Soweit ich weiß, hast Du von Anfang an mit Detlef Herget zusammengearbeitet. Beschreib mir doch mal bitte Eure Zusammenarbeit und wie sie sich im Laufe der Jahre verändert hat.
David: Es war Anfang 2005 als ich das erste Mal nach Gießen in das ehemalige FC Klock gekommen bin. Zu der Zeit habe ich noch die Schule besucht und wollte mich Peter Trenz und Detlef vorstellen. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch Junior und wollte mich darüber informieren, wie Bodybuilding als Wettkampfsport funktioniert (Training, Ernährung, Posing etc.). Damals gab es noch nicht sehr viele Informationen im Internet und den Printmedien, so dass man eigentlich ziemlich doof da stand, wenn man niemanden in seinem Bekanntenkreis hatte der einen dazu Tipps geben konnte. Detlef Herget hatte mir dann angeboten mich für die Frühjahrssaison vorzubereiten, wozu es dann aber erst mal nicht gekommen ist, da noch das Abitur vor der Tür stand. Nach dem Abitur nahm ich dann eher schlecht als recht die Vorbereitung in Angriff, machte unzählige Fehler, so dass ich am Ende sehr viel Muskelmasse verlor. Zu der Zeit fehlte mir einfach die richtige Einstellung, man weiß ja nicht wofür man sich da eigentlich die ganze Zeit quält, aber ich denke aus der ersten Vorbereitung habe sehr viel gelernt. Und ich denke gerne daran zurück, das erste Mal auf der Bühne zu stehen ist etwas ganz besonderes. Nach der ersten Vorbereitung haben wir uns dann nochmal zusammengesetzt und alles besprochen und überlegt wie es anders besser weiter gehen kann. Das Ergebnis war dann ein Jahr später, das ich ca. 10kg schwerer war und im Herbst 2006 einige Landesmeisterschaften gewann und meine Juniorenzeit mit einem Vize-Deutscher Meister-Titel beenden konnte. 2007 setzte ich dann komplett aus, um mich auf meine erste Männersaison optimal vorzubereiten.
Mittlerweile sind seit der ersten Vorbereitung acht Jahre vergangen, in der Zeit konnte ich mein Wettkampfgewicht von 76kg auf 100kg steigern und habe sehr schöne Wettkämpfe erlebt und einige Titel geholt, diesen Erfolg verdanke ich größtenteils Detlef Herget, da er mir eigentlich immer und zu jeder Zeit, mit Rat und Tat zur Seite stand. Sei es bei der ehrlichen Einschätzung der Form, der Beratung wie man die Diät gestalten kann oder auch beim Farbfinish für den Bühnenauftritt. Ich denke es gibt keinen besseren Vorbereiter für mich. Natürlich muss man sein Training und die Ernährung selber hinbekommen, aber es hilft doch unheimlich wenn jemand dahinter steht und das ganze gut im Auge hat. Und wenn jemand eine Auge dafür hat, dann der Detlef. Zur Arnold Classic wird er ja auch dabei sein und das ist schon mal sehr beruhigend. TEAM-ANDRO: Wie lief denn Dein erster Wettkampf? Warst Du sehr aufgeregt?
David: Mein erster Wettkampf war im Herbst 2005 bei der Hessen Landesmeisterschaft und ich kann mich noch ganz gut daran erinnern, mein Wettkampfgewicht lag bei 76kg und ich bin in der Junioren 2 gestartet. Aufgeregt war ich eigentlich nicht wirklich, da Detlef es schon immer geschafft hat, einen vor dem WK in eine gute Stimmung zu versetzen. Mit meiner WK-Form war ich ganz zufrieden, wobei ich wusste, dass ich während der Vorbereitung sehr viel falsch gemacht habe. Mir war aber nur wichtig das ich es durchgezogen hatte, um Sieg oder Niederlage ging es mir kein bisschen. Am meisten dachte ich aber an das Essen nach dem WK, ich glaube aber so geht es jedem der das erste Mal eine WK-Diät gemacht hat. Als ich die ersten Bilder nach dem WK sah, war ich natürlich sehr stolz das ich das hinbekommen hatte, heute schmunzel ich natürlich darüber.
TEAM-ANDRO: Kannst Du uns beispielhaft einen Ernährungsplan aus Offseason und Vorbereitung beschreiben?
David: Generell achte ich natürlich auf die ganzen BASIC´s aber ich nehme es in der Off-Season natürlich nicht so genau wie in der Vorbereitung. Eine Vorbereitung ist schon hart genug, da muss man sich nicht unnötig mit Verzicht während der Off-Saison rumplagen. Daher sind diese Pläne auch nur grobe Anhaltspunkte, wie mein Ernährungsplan aussehen kann.
Meine OFF-SEASON-ERNÄHRUNG/TAG

Kalorien liegen hier so zwischen 3500-4500kcal, ab und zu esse ich natürlich auch Fast-Food und den einen oder andere Protein Double Pro Bar (Weider) um meinen Proteinbedarf zu decken, wenn ich unterwegs bin oder keine Lust zu kochen habe.
Meine Wettkampfvorbereitung-Diät/Tag

4-6L Flüssigkeit (Wasser, Cola-Light und Kaffee)
Als Nahrungsergänzungen, nehme ich noch 2g Vitamin C, 1500mg Calcium, 400mg Magnesium, 10g Fischöl, ein Multivitamin-/Mineralstoffpräparat, sowie zusätzliche Aminosäuren und Bcaa´s und Fatburner.
Bei Heißhunger auf was Süßes greif ich dann zum Low Carb High Protein-Bar (Weider) da er kaum Kohlenhydrate enthält aber viel Protein.
TEAM-ANDRO: Wie stehst Du zu der Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln?
David: Generell ist es hier wie beim Training und der Ernährung, bestimmte Basic´s funktionieren immer und daran sollte man sich auch halten, andere Sachen muss jeder ausprobieren. Oft sehe ich leider den Fehler, dass die Nahrungsergänzungen benutzt werden um grobe Mängel im Ernährungsplan auszugleichen. Wie der Name schon sagt, sind die Ergänzungen dazu da, einen guten Ernährungsplan zu "ergänzen", das bedeutet sie bauen auf einer soliden Basis auf.
Die Firma Weider Nutrition ist mit über 70 Jahren Erfahrung im Bereich Bodybuilding und Sportnahrung einer der weltweit führenden und auch in Deutschland bekanntesten Sportnahrungsmittel-Hersteller. Hier kann ich auf ein sehr großes Produktsortiment zurückgreifen, was mir in der Off-Season und ganz besonders in der Wettkampfvorbereitung hilft. Überwiegend verwende ich:
- Weider L-Glutamine
- Weider Beta-Alanine
- Weider Premium Whey Protein
- Weider Muscle Freak Professional
- Weider Bcaa Premium Powder
- Weider Maximum Krea-Genic Powder

TEAM-ANDRO: Wie lange dauert eine Diät bei Dir heute im Durchschnitt?
David: So im Durchschnitt dauert die Vorbereitung ca. 16 Wochen, somit 4 Monate. An diesem Zeitraum plane ich auch dann grob das Jahr:
6 Monate Off-Season, 1 Monat Regeneration, 4 Monate Vorbereitung und danach wieder 1 Monat Regeneration. Ich denke es ist wichtig, frisch in eine Vorbereitung zu gehen und auch nach der Vorbereitung sollte man einen Gang runterschalten, um sich dann von den Strapazen der Diät zu erholen.
TEAM-ANDRO: Du hast in Deiner Karriere ja schon einige Titel gewinnen können. Was war aus Deiner Sicht Dein größter sportlicher Triumph?
David: Ich würde sagen, dass dies meine Frühjahrs-Vorbereitung 2008 war. Die ganze Vorbereitung lief super, es war meine erste Männersaison und dort konnte ich zwei Landesmeisterschaften und die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Dies hatte ich dreimal vorher als Junior versucht und es hatte leider nie geklappt. Der Finalplatz bei der Arnold Classic Europe war natürlich auch ein großer sportlicher Moment für mich. Neben sportlichen Titeln, ist es mir wichtig eigene Fortschritte zu machen. Eine Niederlage kann trotzdem ein Erfolg sein, da man sich evtl. um ein paar KG Muskeln gesteigert hat aber es trotzdem nicht für den Sieg gereicht hat.


TEAM-ANDRO: Und Deine schwerste Niederlage?
David: Meine schwerste Niederlage war meine erste Erfahrung auf internationaler Ebene, bei der Weltmeisterschaft in Bahrain. Dort habe ich gemerkt, wie hart doch Amateurbodybuilding sein kann. In der Vorrunde bin ich schon bei der Elimination rausgeflogen. Somit waren 4 Monate Vorbereitung und eine Anreise in ein anderes Land, binnen weniger Minuten vorbei. Ich denke aber dass es im Nachhinein eine lehrreiche Erfahrung für die Zukunft war. Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Danach muss man sich aber erst mal den Mund abwischen und versuchen nach vorne zu schauen.
TEAM-ANDRO: Bevorzugst Du beim Training ein bestimmtes System? Wie sieht Dein Trainingsplan aus?

David: Ich würde mal sagen das bestimmte Trainingssysteme mehr Sinn machen wie andere. Das beste, ultimative Trainingssytem gibt es nicht. Das Stichwort lautet "Periodisierung", man kann nicht 12 Monate am Stück gleich trainieren, der Körper eines erfahrenen Athleten adaptiert ziemlich schnell an Trainingsreize, daher sollten Athleten das Training öfters umstellen und auch mal neue Dinge ausprobieren. Von FST-7, HIT und PITT habe ich vieles ausprobiert und bin auch der Meinung das diese Programme funktionieren. Generell geht es aber immer in die Richtung von einem Volumentraining. Oft wir auch nur wenig Zeit in regenerative Methoden investiert, wobei die schnelle Erholung der Schlüssel zum Muskelwachstum ist. Ich denke hier kann jeder Athlet noch eine Menge rausholen. Das Training und die Ernährung bekommen viele gute Athleten in den Griff, Gedanken um aktive Regenerationsmaßnahmen machen sich aber die wenigen. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrung mit physiotherapeutischen Maßnahmen und SMR (Self-Myofacial-Release) gemacht.
TEAM-ANDRO: Unsere User kennen Dich ja auch als einen Vertreter von teils untypischen und innovativen Trainingsmethoden. Denkst Du, dass diese einen realen Vorteil bringen?
David: Sie bringen auf jeden Fall keinen Nachteil. Der Sinn dieser Trainingsmethoden ist ja nur das Setzen eines ungewohnten Trainingsreizes und das ist es ja gerade was wir beim Krafttraining machen sollten, damit sich unsere Muskulatur noch an die Trainingsreize anpasst. Gerade bei erfahrenen Athleten wird dies immer schwieriger. Neue Trainingsmethoden haben ja auch einen motivationalen Charakter, zum Beispiel das Training mit Bändern und Ketten macht einfach Spaß und es ist auch physiologisch sinnvoll.
Man muss sich mit diesen Dingen ein wenig beschäftigen und das wieso und warum verstehen. Generell sind diese Trainingsmethoden ein alter Hut, nur leider nicht so vertreten im Bodybuilding. Meiner Meinung nach kommen im Bodybuilding immer noch die regenerativen Methoden viel zu kurz. TEAM-ANDRO: Du hast ja gerade Dein Studium beendet. Wie schwer war es für Dich Uni und Bodybuilding unter einen Hut zu bekommen und hast Du Tipps für Leser, die vor derselben Hürde stehen?
David: Mit dem Studium beginnt ja eigentlich auch die Phase, wo man seinen Weg für die Zukunft pflastert. Für mich war schon immer klar, dass ich irgendwas machen will, das auch etwas mit Sport zu tun hat. Daher lag natürlich ein Studium der Sportwissenschaften nahe. Neben der Uni, regelmäßig zum Training zu gehen, sollte eigentlich für jeden gut machbar sein. Jedoch ist es dann doch noch etwas anderes, wenn man Leistungssport betreibt. Hier muss man ganz klar sagen, dass man dann auf viele andere Dinge verzichten muss. Somit liegt viel an der inneren Einstellung und wie sehr man etwas in dem Sport erreichen will. Denn neben der Uni an sich, lernen, arbeiten, und trainieren bleibt nicht viel Zeit für andere Dinge. In der direkten WK-Vorbereitung sieht das dann nochmal ganz anders aus. Mir ist das alles aber nicht unmenschlich schwer gefallen, man muss halt ziemlich viel organisieren und fleißig sein.
TEAM-ANDRO: Was sind Deine sportlichen Pläne für 2013?
David: Ich habe schon immer gern Wettkämpfe bestritten, da man endlich zeigen konnte, wofür man sich die ganzen Wochen vorbereitet hat. Meine Gewichtsklasse mal bei einer Weltmeisterschaft oder der Arnold Classic zu gewinnen, wäre langfristig schon genial. Mein Traum war es irgendwann dann mal einen Wettkampf in den USA zu bestreiten und jetzt steht es fest, dass ich Ende Februar rüber in die USA fliege und an der Arnold Classic Amateur in Ohio, Columbus antreten werde. Als Ziel habe ich mir vorgenommen, das ich das Finale erreichen will. Bei der Arnold Classic Europe in Spanien ist mir dies schon gelungen und ich hoffe jetzt, dass es auch in den USA klappt. Mir ist bewusst, dass das Teilnehmerfeld wieder riesig werden wird, in Spanien waren allein in meiner Klasse 32 Starter. Ich werde mein Bestes geben!
TEAM-ANDRO: Würdest Du heute noch einmal von ganz vorne beginnen, gibt es Dinge, die Du ändern würdest?

David: Natürlich hätte man gerne das Training mit dem Wissen von heute angefangen aber so funktioniert das ganze ja nicht. Training ist ja immer ein Prozess, der sich mit den Jahren auch ändern muss. Gerade wenn man noch jung ist, kann man eigentlich irgendwie trainieren und man erzielt ganz gute Verbesserung. Umso länger man dabei ist, umso schwieriger wird es dann noch weitere Erfolge zu erzielen. Man kann sich immer weiter verbessern, jedoch sind diese Verbesserungen geringer und man muss noch mehr Aufwand für ein paar Gramm Muskulatur machen, als dies zu Anfang nötig war.
TEAM-ANDRO: Deine Freundin Kathrin ist ja selbst erfolgreiche Athletin. Wie gestaltet sich das Zusammenleben zweier Wettkampfathleten?
David: Erst mal ist das bei uns relativ unproblematisch, da wir beide ja denselben Sport machen. Somit trainieren wir oft zur gleichen Zeit, essen dieselben "unnormalen" Sachen und können uns gegenseitig bemitleiden, dass wir so "fett" sind. Ich denke, das ganz oft das ist Problem ist, das der Partner kein Verständnis für das häufige Training und die Essgewohnheiten hat, die im Bodybuilding nötig sind. Diese Problematik fällt bei uns komplett weg und wir unterstützen uns gegenseitig beim Training und während der Diät und im Alltag. Wir bilden ein ganz gutes Team. Aktuell bereiten wir uns ja auch gemeinsam auf die Arnold Classic vor und das hilft dann schon sehr viel, wenn wir beide Diät machen.



TEAM-ANDRO: Zum Abschluss: Was bedeutet Bodybuilding für Dich?
David: Schöner Sport, der viel nimmt aber auch viel gibt, man lernt diszipliniert zu sein und alles zu geben wenn man ein Ziel hat!
TEAM-ANDRO: Danke David, das war sehr informativ und interessant. Ich wünsche Dir im Namen von TEAM-ANDRO alles Gute für Deine weitere Karriere. Wir werden Dich weiter auf Deinem Weg begleiten und hoffentlich noch einige Siege mit Dir feiern.
David: Ich denke was noch gesagt werden muss, das man als Athlet niemals alleine auf der Bühne kommt, auf den Weg dahin haben einen viele Leute unterstützt. Angefangen bei den Leuten die einen vorbereitet haben, die viel Zeit und Energie in einen stecken um optimal auf der Bühne zu stehen, ohne diese Menschen wäre man wohl nicht mal ein halb so guter Athlet. Ganz besonderen Dank an Detlef Herget und meiner Freundin Kathrin, Don Mario vom Sportstudio Hamburg, Frank Holger-Acker und Matthias Busse. Sowie danke ich meinen Sponsoren team-andro.com und Weider Global Nutrition, die mich sehr gut unterstützen um meine sportlichen Ziele in der Zukunft zu erreichen.
Kontakt:
www.david-walli.dewww.weider-germany.de
