Deutsche Meisterschaft 2013


Am kommenden Samstag, den 11.05.2013 findet in Wiesloch die Deutsche Meisterschaft des DBFV e.V. statt. Im Vorfeld werfen wir für Euch einen Blick auf das Starterfeld um Euch schon einmal auf die Meisterschaft einzustimmen.

Bikini

Nach der Sichtung der Regionalmeisterschaften rechnen wir mit einer äußerst spannenden Konkurrenz. Aus Baden-Württemberg erwarten wir mit der Siegerin der Klasse über 165cm und Gesamtsiegerin Xenia Minnich eine heiße Favoritin auf den Titel. In Schorndorf ließ sie die Siegerin der Klasse bis 165cm Barbara Wiesenhüter beim Stechen um den Gesamtsieg hinter sich und konnte am vergangenen Wochenende in Santa Susanna erstmals internationales Parkett betreten.

In Duisburg gewann Kathrin Hollmann souverän ihre Klasse und sicherte sich den Gesamtsieg. Nach den tollen Platzierungen in Columbus und Santa Susanna gilt sie sicherlich als die große Favoritin auf den Titel in Wiesloch. Dominika Heuchert musste sich in Duisburg trotz persönlicher Bestform Kathrin geschlagen geben, wird aber sicherlich in Wiesloch um die Topplatzierungen kämpfen. Kathrin Hollmann

Aus Bayern kommt Mirijam Rodrigues da Silva, die in bestechender Form und mit toller Präsentation die Siegerin der Klasse über 165cm Tatjana Richter hinter sich ließ. Diese setzte sich in einem starken Feld gegen Tanja Rink und Lena Petrik durch.

Im Norden sicherte sich Chiara Nielsen den Sieg in der Klasse über 165cm vor Marie Steffen und Melanie Roller, die wiederum eine Woche später in Berlin triumphierte.

In Berlin konnte Melanie Roller das Blatt wenden und setzte sich gegen Nicole Heft und Chiara Nielsen durch. In der kleinen Klasse siegte Isabel Schöps.

Anna Maier und Vanessa Claes hießen die beiden Klassensiegerinnen in Bad Ems und beide zeigten eine durchaus überzeugende Form.

Zusammenfassend wäre alles andere als ein Sieg von Kathrin Hollmann sicher eine Überraschung, doch präsentierten sich einige Damen in starker Form und das Beispiel Melanie Roller zeigt, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Wir sind in jedem Fall sehr gespannt.

Frauen Fitness Figur

Auch in der Figurklasse ist es spannend. Topfavoritin ist sicherlich Marina Thies, die in NRW souverän den Gesamtsieg einfuhr.

Marina ThiesAls ärgste Konkurrentin darf man wohl Ramona Braun aus Baden-Württemberg bezeichnen, die in Schorndorf noch nicht ihre Form bringen konnte, aber schon bei der EM zeigt, dass wir noch nicht all ihr Potential gesehen haben.

In Gersthofen war Anja Stegner im Gesamtsiegerstechen letztlich knapp vor der größeren Bettina Hirschvogel gelandet und darf sicherlich auf einen Finalplatz in Wiesloch hoffen.

Während in Bad Ems leider keine Konkurrenz zu Stande kam, gelang dies in Hamburg zwar, jedoch fanden sich nur zwei Athletinnen ein, von denen Marina Thies klar dominierte.

In Berlin setzte sich Beatrice Adler in einem dreiköpfigen Feld durch.

Insgesamt ist der Blick auf die Figurklasse eher ernüchternd. Die Teilnehmerzahlen waren durchweg dünn, was glücklicherweise durch die Qualität der Athletinnen zumindest teilweise wieder aufgefangen werden konnte. Als Favoritin geht sicherlich Marina Thies ins Rennen, wobei entscheidend sein wird, in wie weit die Kampfrichter die Masse von Ramona Braun positiv würdigen.

Women's Pyhsique

Die erstmals national ausgetragene Women's Physique suchte noch nach Athletinnen. Einzig in Berlin und Duisburg gelang es eine Konkurrenz sicherzustellen. In Berlin siegte Rita Hardenberg, in Duisburg Oksana Koslow.

Stephanie Hörner war in Bad Ems ohne Konkurrenz, genauso Ramona Przybasowski in Schorndorf und Dunja Müller, die aus der Figurklasse in die Physique gewechselt war und hier definitiv besser aufgehoben ist, in Gersthofen.

Women's Bodybuilding

Ähnlich dünn wie in der Physique-Klasse, waren die Teilnehmerzahlen in der Frauen Bodyklasse.

In Schorndorf konnte man sich über einen grandiosen Zweikampf zwischen Michaela Schaar, die mit einer tollen Linie und ausgewogenen Muskeln glänzte, aber aufgrund der Tatsache, dass sie eine Woche späte die EM bestritt, noch nicht 100% in Form war, und Ute Ueberschär freuen, die dank der besseren Härte und einer begeisternden Präsentation letztlich die Nase vorn hatte.

Esther KelmAus dem hohen Norden kommt Esther Kelm, die erfolgreich den Sprung aus der Figur- in die Bodyklasse geschafft hat.

In Gersthofen siegte Bettina Deitzer konkurrenzlos.

Paare

Waldemar und Oksana Koslow siegten souverän in Duisburg, auch wenn die schönere Kür von Wiebke Stürck und Dennis Karg kam.

In Berlin waren Manja und Michael Williams konkurrenzlos.

Wie so oft, gab es auch in diesem Jahr leider kaum Paare. Schade, wir würden uns über mehr Konkurrenz in dieser schön anzuschauenden Klasse freuen.

Junioren

In Bad Ems war Markus Gotzhein nicht zu schlagen, auch wenn Max Wied in der Klasse bis 75kg eine tolle Leistung bot.

Riccardo Poschau war in Hamburg und Berlin nicht zu schlagen und ließ in Hamburg auch Dennis Arnold hinter sich. In Duisburg siegte der Deutsche Meister von 2012 Dennis Arnold, der sich aber leider nicht in Bestform präsentierte, nicht unumstritten vor Mario Delago. Aber auch mit Dennis, der sich in Santa Susanna deutlich verbessert präsentierte und Silber holte, muss man sicher rechnen.

Mit grandioser Härte präsentierte sich in Hamburg Philip Zwoll in der Klasse bis 75kg, der im Gesamtsiegerstechen den deutlich massiveren Riccardo hinter sich lassen konnte.

Auch in Gersthofen siegte der leichtere Athlet: Gegen die super Form von Sasha Betzenbüchler war Daniel Loidl chancenlos. Esther KelmDaniel hat unglaubliches Potential, muss aber künftig deutlich an seiner Form arbeiten um vorne mitzuspielen.

Ein hochinteressanter Athlet kommt aus Baden-Württemberg: Mike Sommerfeld ist ein ausgewogener Athlet, der sich erstklassig präsentiert. Wenn er die Form auf den Punkt bringt, kann er in Wiesloch ganz vorne mitmischen.

Insgesamt setzt sich der Trend der starken Juniorenklassen fort, auch wenn die Felder teils große Leistungsgefälle aufwiesen.

Classic Bodybuilding

In den letzten Jahren immer die am stärksten besetzte Klasse, war die CBB auch in diesem Frühjahr die quantitativ stärkste Männerklasse, die durch die geänderten Gewichtslimits nun noch mehr Athleten anspricht, die ehemals in den regulären Männerklassen antraten.

So gesehen bei Mario Obleser, der in Gersthofen mit toller Form den Sieg holte. Letztmals in der Männer III angetreten, nutzte Mario das erhöhte Gewichtslimit um sich in der CBB zu behaupten...mit Erfolg!

Den gleichen Weg schlug auch Markus Mertzenich ein und auch hier war es ein großer Erfolg. Markus gewann in Topform in Duisburg.

Kurios wurde es in Hamburg, wo Ronny Höppner den Sieg wegen eines Regelverstoßes bei der Kür gegen Rene Schmidt verlor. Auch in Berlin musste sich Ronny mit dem 2. Platz zufrieden geben, hier gewann Uwe Kayser.

Sebastian Weis siegte in Baden-Württemberg vor Stefan Petrik und überzeugte mit guter Form und starkem Oberkörper. In Bad Ems musste er sich dem Sieger der Fränkischen Meisterschaft Marcel Schlegel, der in Bamberg auch schon Mario Obleser besiegen konnte, geschlagen geben. Marcel SchlegelMarcel muss somit sicher als heißer Kandidat auf den Titel gehandelt werden.

Männer I

In der leichtesten Männerklasse fand man die numerisch größte Konkurrenz in Bayern vor. Hier setzte sich Michael Fackler gegen drei Konkurrenten durch.

In Duisburg wusste der Newcomer Riccardo Nemolato zu überzeugen. Der im Vorfeld hoch gehandelte Dominik Dornbusch enttäuschte hier leider etwas und wurde nur Dritter.

Ohne Konkurrenz war Patrick Schneider in Hamburg. In Bad Ems war Marcel Schöpe siegreich.

In Wiesloch wird es hier sicherlich spannend, da keine klaren Favoriten abzusehen sind.

Männer II

Die Männer II verspricht ein hochklassiges Teilnehmerfeld. In Gersthofen kam es zu einem spannenden Dreikampf zwischen Christian Lichtenauer, der mit massiven Muskeln und guter Form knapp vor dem äußerst schön anzuschauenden Nils Treml und dem starken Newcomer Oliver Hammermeister auf Distanz hielt.

In Bad Ems und Berlin erfolgreich war Antonio Murania, der sicherlich ein ernstes Wort um den Sieg in Wiesloch mitsprechen wird.Jury Kruber

Goncalo Nuno Rodrigues Estevens siegte überzeugend in Duisburg, der große Favorit kommt aber aus Baden-Württemberg: Jury Kruber überzeugte schon bei dem Loaded Cup, in Schorndorf zeigte er eine beeindruckende Form und muss sicher als der Topfavorit in dieser Klasse genannt werden.

Männer III

Trotz der Absage des Topfavoriten Manuel Bauer erwarten wir ein starkes Feld. Da ist zum einen Martin Koslowski, der in Hamburg bereits seine Klasse präsentierte und dies mit Silber bei der EM in Santa Susanna noch einmal untermauerte. Ein Comeback nach Maß.

In Duisburg war der Sieg eine klare Sache für Serkan Cetin, der aber leider bei Weitem keine Bestform zeigen konnte. Schafft er es diese in Wiesloch zu zeigen, ist er mit seiner begnadeten Präsentation sicherlich ein Kandidat für den Klassensieg.

Chris Seitz siegte in Schorndorf in toller Form vor Imer Jetullahu, wird aber vermutlich in Wiesloch in die Männer II wechseln.Martin Koslowski

Marco Reinhardt konnte in Gersthofen dank der massiveren Muskulatur Robert Walenta hinter sich lassen, Heiko Mühleib siegte in Bad Ems.

Zu beachten ist aber sicherlich auch Robby Powroznick, der in Berlin nicht nur seine Klasse, sondern auch das Gesamtsiegerstechen für sich entscheiden konnte.

Männer IV

Markus Wilczok, siegte in Hamburg wo, wie bei vielen Regionalmeisterschaften die Klassen IV & V zusammengelegt wurden.

In Bad Ems siegte Thomas Daniel, in Berlin Michael Hass vor Boris Karsten.

Die Männer IV wird in diesem Jahr voraussichtlich nicht an die Klasse der Vorjahre anknüpfen können, es sei denn Waldemar Koslow entscheidet sich noch dafür sich ins Schwergewicht zu drücken.

Männer V

Und absurd ist dieser Gedanke nicht, warten im Superschwergewicht doch immerhin zwei Ausnahmeathleten auf Waldemar, der sich trotz der langen Saison in Duisburg in toller Form zeigte und alles tun wird um auch in Wiesloch ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.

Diesem Ziel stehen zwei Gegner im Weg, die in dieser Saison schon einmal nebeneinander auf der Bühne standen, in Ohio bei der Arnold Classic: Paul Poloczek und Roman Fritz, die zuletzt bei zwei Gastauftritten immer noch eine grandiose Form zeigten. Sollte Roman diesmal seine volle Masse auf die Bühne bringen, wird es sicherlich äußerst spannend zwischen den beiden, da Paul von der Masse her unangreifbar ist, Roman aber in Sachen Form und Linie punkten kann.
Paul PoloczekRoman Fritz

In diesen Dreikampf werden wohl die restlichen Athleten der Männer V kaum eingreifen können, auch wenn sie zum Teil starke Leistungen boten. Wir freuen uns auf Thomas Trägner, der in Bad Ems triumphierte und Thomas Tallafuß, der als Newcomer in Gersthofen den Gesamtsieg holte.

Trotz starker Athleten in den kleineren Klassen wäre alles andere als ein erneuter Gesamtsieger aus dem Superschwergewicht eine faustdicke Überraschung.

Wir freuen uns auf die Deutsche Meisterschaft und werden natürlich in gewohnter Qualität berichten. Dennoch möchten wir Euch motivieren, den Weg nach Wiesloch auf sich zu nehmen um dieses Event in Live zu erleben. Es wird sich lohnen!