CrossFit… Ich würde behaupten, wenn man in den harten Kern der Kraftsportszene schaut, findet dieser Begriff keine Freunde und stößt nicht auf Wohlwollen. "Kann man damit überhaupt Muskeln aufbauen?", ist eine beliebte Frage, mit der ich konfrontiert wurde und noch immer werde. Ich sage JA und das "Warum" sowie meine Erfahrungen will ich in den folgenden Zeilen erläutern.

Der Background: Warum der Umstieg auf CrossFit?

Meine 'sportliche' Karriere begann eher stümperhaft 2006 im Injoy Alsfeld. Mit den Jahren hatte ich mich mehr und mehr mit Ernährung und Trainingsprinzipien auseinander gesetzt. Ebenso wie viele andere Neueinsteiger hatte aber auch ich die klassischen Anfängerfehler gemacht: Zu wenig Intensität, kein Beintraining, falsche Ernährung.

Neben dem klassischen Hypertrophietraining nahm ich an Gruppenfitnesskursen wie Bodypump oder Spinning teil. Lange Rede kurzer Sinn: Ich war eigentlich schon immer verschiedenen Ansätzen gegenüber offen und habe vieles ausprobiert, und schon damals sollte sich herausstellen: Der Sport geht – zumindest an mir – nicht ganz ohne Nebenwirkungen vorbei, denn während dieser ganzen Zeit musste ich mich immer wieder mit starken Verspannungschmerzen und Rückenproblemen herum schlagen.

Crossfit meets Bodybuilding


Mit Beginn meines Studiums im Herbst 2010 war der Gedanken an einer ersten Wettkampfsaison teilzunehmen immer konkreter geworden. Zu Beginn ganz maßgeblich von Markus Becht unterstützt, hatte ich sowohl im Frühjahr als auch im Herbst 2011 an Wettkämpfen teilgenommen. Während der ganzen Zeit orientierte ich mich an einem klassischen Volumensplittraining mit einer kurzen H-I-T Phase zwischen Frühling- und Herbstsaison.

Im Rahmen der Vorbereitung auf die Herbstsaison bekam ich schließlich starke Probleme mit der Schulter, die sich so stark ausgewirkt hatten, dass ich kaum eine Oberkörperübung ohne Schmerzen absolvieren konnte. Dies sorgte erstmals für ein Umdenken.

Spätestens nach der Saison und aufgrund der Schmerzen in der Schulter, die selbst beim Sitzen oder Schlafen auftraten, musste ich einige Punkte hinterfragen.
    Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits im engen Freundeskreis einige gehabt, die regelmäßig CrossFit trainierten und auch meine ersten Gedanken dazu waren: "Gewicht, hochkomplexe Übungen, Zeitdruck, viele Wiederholung, unsaubere Ausführung? – Nein, das sehe ich ziemlich kritisch. Davon lass ich die Finger!"
Für ein Umdenken sorgte bei mir für eine extreme Umstrukturierung meines Trainings.

Ein guter Freund kümmerte sich um die Planung meines Trainings. Der Fokus lag auf leichten, multifunktionellen Übungen, um die starken Defizite der Muskelkette anzupassen. Dies funktionierte alles wunderbar und schlussendlich stand ich vor der Frage: Wie geht es nun weiter?

Ich hatte die Option zum klassischen Volumensplittraining zurückzukehren oder etwas Neues auszuprobieren und die Entscheidung fiel auf CrossFit und dem Neuen eine Chance geben.
    In den knapp 4 Monaten 'Rehatraining' setzte ich mich in Gesprächen immer wieder mit der Philosophie des CrossFit auseinander. Letztendlich hatte mich der ganzheitliche Gedanken dazu getrieben, Crossfit eine Chance zu geben. Meine Hoffnung war: Das ganzheitliche Konzept würde die langjährigen Verspannungsprobleme und Dysbalancen in den Griff bekommen.

Die Ergebnisse in Bezug auf Muskelwachstum durch CrossFit sprachen für sich

Das so genannten Workout of the Day (WOD) war eine ziemlich lästige Angelegenheit und doch reizvoll. Was für den Laien aussieht wie ein stumpfes Kraftausdauer- bzw. Zirkeltraining, welches nicht gerade für seine Hypertrophiereize bekannt ist, erzielte bei mir erstaunliche Erfolge, vor allem in Bezug auf das Muskelwachstum.

Nicht zuletzt das Umfeld, welches durch unterschwellige Bemerkungen, Komplimente und anderes auf die Ergebnisse aufmerksam machten, sorgte für eine Reifung der Idee mit diesem Konzept eine Wettkampfsaison zu bestreiten.

Trotz allem dauerte es knapp 1,5 Jahre, bis ich das Projekt CrossFit meets competition Bodybuilding in Angriff genommen hatte. Im Sommer 2013 hieß es dann Diät, regelmäßiges Training und das Ziel Fokussieren.
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    Das Ziel dieses Projekts war niemals zu 'beweisen', dass irgendwas über- oder unterlegen ist, und es war auch niemals der Anspruch auf irgendeine Platzierung. Das einzige und primäre Ziel lautete, besser zu sein als das letzte Mal und zu schauen, in wie weit sich dieser neue, ungewöhnliche Ansatz behauptet.
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Bevor ich auf den eigentlichen geringen Teil der Wettkampfvorbereitung eingehe, möchte ich den philosophischen Gedanken und Ansatz, der hinter CrossFit steckt, erläutern. Dazu werde ich auf ein paar Definitionen eingehen, das 'programming' erläutern, auf die Bedeutung der Intensität eingehen, verschiedene programmings darstellen und zum Abschluss der CrossFit-Vorstellung, die in meinen Augen nicht zu verachtenden Stärken darstellen. Zum Abschluss der Artikelreihe erläutere ich das von mir verfolgte, begleitende Ernährungskonzept des intermittent fasting.

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Bilder: JSeft