Einleitung:
Ist es nicht seit Jahrzehnten Ziel durch den Einsatz von anabol / androgenen Steoiden(AAS) über sein genetisches Limit zu kommen. Oder in kurzer Zeit mehr zu erreichen als Athlet 08/15...
Seit einigen Jahren wird vermehrt probiert möglichst alle Faktoren einer Kur zu optimieren und mögliche Gestaltungsfehler auszumerzen. Dazu gehören:
  • gesundheitliche Aspekte zu beachten(17aa & Co.)
  • die Wirkstoffverlaufskurve zu optimieren
  • Den Nutzen zu optimieren(Kurlänge, Dosis)
  • Schnelle Wiederherstellung der Hormonproduktion

Internetforen wie die bbszene.de, anabolika.com, muscle-universe.de & Co. und dessen User und Moderatoren waren maßgeblich daran beteiligt endlich mal Licht ins Dunkel zu bringen. Diese Richtungsänderung lies jedoch lange auf sich warten. Erst in den letzten Jahren hat sich deutlich etwas getan. Mythen wie "Testosteron als 1. Kur ist zu hart" bestanden über Jahrzehnte. Anfang ´01 gabs dann den Durchbruch auf diesen Sektor. Zahlreiche Mitglieder die sich mit der Problematik auseinander setzen, darunter sogar Ärzte, fingen an den effizienteren Weg zu suchen.

Seit langer Zeit, und selbst noch heutzutage, werden AAS nach dem Pyramidenprinzip eingesetzt. Wer kennt nicht die üblichen Kurvorschläge von Kollegen aus dem Studio. Das wohl bekannteste Schema ist das Dbol-Schema das wiefolgt aussieht: preview


Ich möchte mit diesem Text ein für allemal mit dieser Art der AAS-Anwendung abschliessen. Diese Art der Anwendung hat aus meienr Sicht heute keinen Stellenwert mehr, denn durch ein ständiges auf und ab des Wirkstoffspiegels erreicht man nicht das Optimum einer Kur! Ich möchte nun kurz für alle die dieses Prinzip nicht kennen kurz erläutern: dieses Prinzip basiert auf einer Pyramide die auf- und abgebaut wird. Bildlich muss man sich das so vorstellen:



Zum Beginn der Kur wird mit niedrigen Dosierungen angefangen die sich im Laufe der Kur bis zu einem MAX Punkt steigern. Am Max Punkt angelangt wird die Pyramide langsam wieder abgebaut(ausgeschlichen). Was erhofft man sich von dieser vorgehensweise? Folgende Punkte sind zu benennen:
  • 1. der Körper kann sich daraus einstellen
  • 2. hohe Wirkstoffbelastungsspitze und damit gute Wirkung
  • 3. kurze Kurdauer(achsenschonend)
  • 4. langsames Ausschleichen des Wirkstoffs
  • 5. Absetzen kann wegfallen


Das hört sich anfangs vielleicht prima an doch bin ich da ganz anderer Auffassung. Ich möchte nun meine Ansichten und Verbesserungen zu obigen Punkten vorschlagen.

Zu Punkt 1.:
Dieser Punkt ist nur wichtig wenn man blutiger Anfänger ist. Warum sollte man auch langsam in eine Kur einsteigen, wenn man sich und seinen Körper kennt wie er auf exogene Hormongaben reagiert?! Ein weiterer Nachteil ist das ein AAS seine Wirkung langsam entfaltet(auch Dbol & Co.). D.h. es ist wie mit einem Stein der langsam ins Rollen kommt. Man muss sich den Stein nun nur als Wirkung des AAS vorstellen. Aus diesem Grund verwendet man auch heutzutage sogenannte "Frontloads" zum einleiten einer AAS Kur. Durch diesen Frontload erreicht man das die Wirkung eines AAS schneller eintritt. Diese Art eigent sich jedoch nur für Depotsterode wie T.-Enanthat, T.-Cipionat, Sustanon250, Omnadren250, Primobolan Depot, Trenbolon Enanthat & Co. Für gewöhnlich startet man mit 2 x Wochendosis. Um von einem AAS zu profitieren sind supraphysiologischen Wirkstoffspiegel zwingend. Supraphysiologisch bedeutet nichts anderes als ein Testospiegel der über die 9,3 ng/ml steigt(Norm in Deutschland - 9,3 ng/ml)

Zu Punkt 2.:
Die hohe Wirkstoffspitze in der Mitte der Kur ist auch nicht besonders förderlich. Ziel einer Kur ist es möglichst Wirkstoffspitzen zu vermeiden. Sie können sogar zu Nebenwirkungen führen die sonst nie während des Zyklus auftraten. Nach heutigem Wissen sollte man möglichst den Spiegel der Kur konstant halten um:
  • a.) mögliche Nebenwirkungen durch Belastungsspitzen auszuschleissen
  • b.) den Spiegel möglichst konstant zu halten um immer genügend Wirkung zu haben

Zu Punkt 3.:
Ein weiterer Punkt ist die doch sehr kurze Kurdauer die sich meistens auf 6-8, bzw. -12 Wochen in Ausnahmefällen beschränkte. Man versuchte damit zu starke Suppressonen der Hypothalamus-Hypophyse-Hoden-Achse(HHHA) zu umgehen. Dies ist allerdings totaler Unfug - eine Suppression tritt schon innerhalb der ersten 2 Wochen auf. Bei Medikamenten wie Methandienon, Trenbolon, Testosteron, Nandrolon & Co. so stark das die Achse ziemlich am Boden ist. Warum also diese kurze Kurdauer in der ohnehin sehr wenig aufgebaut werden kann? Man würde sehr viel von der gewonnenen Masse wieder verlieren wenn ich kurze Zeit nach dem Zyklus ein neuer Zyklus gestartet werden würde. Die hohen Gewichtszunahmen in den ersten Wochen resultieren ohnehin zu einem Großteil aus Wasserretentionen/-ansammlungen) ISt das AAS aus dem System verschwindet auch das Wasser = starke Gewichtsverluste. Bei einer langen Kur baut man zwar in den späteren Kurwochen dementsprechend weniger auf - doch man muss auch beachten, dass irgendwann die Retentionen durch die Na+-Kanäle nachlassen bzw. einen Stand erreicht haben wo bei gleichbleibender Dosis keine weiteren Wasserretentionen mehr erfolgen. Was dann aufgebaut wird kann nur Muskelmasse und Fett sein(bei zu schlechter Ernährung)

Zu Punkt 4.:
Dieser Punkt ist wohl der einzige Punkt an diesem Kurprinzip der wirklich sinnvoll ist. Durch das Ausschleichen des Wirkstoffs kann sich die Hypothalamus-Hypophysen-Hoden-Schiene langsam wieder regenerieren, und die Biosynthese der Hormone Luteinisierendes Hormon(LH), Folikel Stimmulierendes Hormon(FSH), Gonadotropines Releasing Hormone(GnRH) und Testosteron langsam wieder hochfahren. Dieses Prinzip würde heutzutage sogar in noch größeren zeitperioden praktiziert. Nicht selten schleicht man eine Kur progessiv über 6-10 Wochen mit kurzen Estern, unter Zusatz von Konversionhemmern aus.

Zu Punkt 5.:
Durch Punkt 4 bekommt man zwar die Hypothalamus-Hypophysen-Hoden-Achse(HHHA) bzw. dessen Peripherie(Stellkreise - Informationsaustausch) wieder etwas in Schwung, aber das bedeutet noch lange kein Gleichgewicht der Hormone wie vor Kurbeginn. Ist der nächste Zyklus innerhalb der nächsten Wochen schon in planung stellt diese Vorgehensweise kein Problem dar. Die Achse braucht viel zu lange um sich wieder vollständig zu erholen. Da machen ein paar Wochen niedrige Testosteronspiegel auch nicht viel aus. Die nächste Kur steht dann ja bereits eh in den Startlöchern. Anders sieht es jedoch aus wenn darauf lange Kurpausen von mehreren Monaten folgen. Die Aufgebaute Masse lässt sich ohne entsprechendes Absetzschema so einfach nicht halten. Deswegen sollten dann in jeder vernünftige Kur Clomid oder Nolvadex nicht fehlen...