EDT Lösungen für Fortgeschrittene "durchschnittliche" Kraftsportler
Ein Artikel von T-Nation.comvon Charles Staley, B.Sc., MSS & Keats Snideman, LMT, CSCS
Teil 2 findet ihr hier.
Der Plan, Phase für Phase
Phase I: 1-2 Wochen
Hinweis: Wenn man einen Muskelkater durch das exzentrische Training in Woche eins bekommt, dann sollte man eine zusätzliche Woche der Phase I durchführen. Wenn man keinen Muskelkater bekommt, kann man bereits in Woche zwei zu Phase II übergehen. preview| Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag |
| Exzentrisches Ganzkörpertraining | Leichtes aerobes Training | Exzentrisches Ganzkörpertraining | Leichtes aerobes Training | Exzentrisches Ganzkörpertraining |
Auswahl der Übungen:
Für jedes Trainings wird je eine Übung aus jeder der nachfolgenden Kategorien ausgewählt. Die Übungszusammenstellung sollte von Tag zu Tag variieren.Sätze und Wiederholungen:
2-3 Sätze a 6-8 Negativwiederholungen. Jede Negativwiederholung sollte 5-7 Sekunden dauern. Der konzentrische Teil der Übung sollte minimiert werden, falls möglich sollten nur Negativwiederholungen durchgeführt werden. Hierfür könnte z.B. ein Trainingspartner das Gewicht nach jeder Negativwiederholung wieder in die Ausgangsstellung heben.
Pause zwischen den Sätzen:
60-90 Sekunden. Man benötigt keine langen Pausen, da das Gewicht submaximal ist.
Trainingsgewicht:
Es sollte ein Gewicht gewählt werden, mit dem man 12 – 15 konventionelle Wiederholungen durchführen kann. Dieses Gewicht entspricht in der Regel 50 – 60 % des 1 RM Gewichts bei der entsprechenden Übung.
**Man sollte sich hierbei nicht zu sehr auf die spezifischen Parameter des Trainingsprogramms fixieren. Das Ziel besteht einfach nur darin, Muskulatur und Sehnen betont exzentrisch zu belasten, um sie hierdurch auf das anstrengendere Training in den folgenden Wochen zu vorzubereiten.
Übungskategorien
Drückübungen
Exzentrische Liegestütze:Die Betonung sollte auf dem negativen Teil der Wiederholung liegen. Der positive / konzentrische Teil sollte so einfach wie möglich gehalten werden, was durch schnelle oder durch einen Trainingspartner unterstützte konzentrische Wiederholungen erreicht werden kann.
Bankdrücken an der Maschine:
Man sollte hierfür eine Maschine mit einem Fußhebel, über den das Gewicht angehoben werden kann, verwenden, um den konzentrischen Teil der Bewegung zu vereinfachen.
Langhantel Drücken stehend (Push Press):
Bei dieser Übung sollte man maximalen Schwung mit dem Körper und den Beinen holen, um das Gewicht nach oben zu drücken, von wo aus es dann langsam wieder abgelassen wird.
Exzentrische fliegende Bewegung / konzentrisches Drücken:
Bei dieser Kombinationsübung werden die Kurzhanteln wie bei fliegenden Bewegungen abgesenkt und anschließend mit einer Drückbewegung nach oben bewegt
California Press:
Diese Übung ist eine Mischung aus engen Bankdrücken und Trizepsdrücken liegend. In der Starposition sind die Arme senkrecht nach oben gesteckt und man hält eine Langhantel im engen Griff. Diese senkt man langsam ähnlich wie bei Trizepsdrücken liegend (Skull Crusher) in Richtung oberer Brust ab, bis die Unterarme die Bizeps berühren. Anschließend drückt man das Gewicht wie beim engen Bankdrücken wieder nach oben.
Zugübungen
Exzentrische Klimmzüge:Man beginnt an der obersten Position eines Klimmzuges und lässt den Körper von hieraus langsam ab. Diese Übung kann man entweder an einer Klimmzugmaschine mit Unterstützung für den konzentrischen Teil der Bewegung durchführen, oder man stellt eine Hantelbank unter die Klimmzugstange und drückt sich beim konzentrischen Teil der Bewegung mit den Beinen nach oben.
Rudern am Kabel sitzend:
Man zieht den Griff mit beiden Händen zum Körper hin und führt die anschließende Negativwiederholung nur mit einem Arm, aus.
Exzentrisches Rudern vorgebeugt:
Bei dieser Übung bewegt man das Gewicht durch Kreuzheben nach oben und beugt sich dann langsam nach vorne, bis man sich in der obersten Position des Rudern vorgebeugt befinden. Anschließend führt man eine Negativwiederholung Rudern vorgebeugt aus.
Inverted Bar Pulls:
Hierbei bewegt man das Gewicht mit beiden Händen nach oben und lässt es anschließend mit einem Arm ab. Diese Übung ist dem Rudern vorgebeugt ähnlich. Bei inversen Bar Pulls ist der Oberkörper um 45 Grad nach vorne geneigt und die Hantelstange wird im Untergriff gehalten
Beinstrecker
Beinstrecken:Hierbei wird das Gewicht mit beiden Beinen nach oben bewegt, wogegen die Negativwiederholung nur mit einem Bein durchgeführt wird.
Einbeinige Kniebeugen:
Hierbei wird die Negativwiederholung mit einem Bein und der konzentrische Teil der Bewegung mit beiden Beinen durchgeführt.
Kurzhantel Kastenkniebeugen (Box Squat):
Bei dieser Variante der Kniebeugen wird unter dem Gesäß ein Kasten platziert, so dass genau festgelegt ist, wie weit man bei der Übung nach unten gehen kann. Bei der hier verwendeten Variante mit Kurzhanteln führt man den negativen Teil der Bewegung mit zwei Kurzhanteln durch, die man vor dem Aufstehen ablegt.
Hüftdominant
Beincurls:Hierbei bewegt man das Gewicht mit beiden Beinen nach oben und führt die Negativwiederholung mit nur einem Bein aus.
Poor Man's Glute-Ham Raise:
Bei dieser Übung kniet man auf einer weichen Oberflächen, wobei die Füße fest verankert sind (z.B. durch einen Trainingspartner). Dann bewegt man den Oberkörper langsam nach vorne und unten, bis man das Übergewicht bekommt und fängt den Oberkörper im letzten Moment mit einer Liegestützbewegung ab. Dies ist eine sehr anspruchsvolle und gleichzeitig sehr effektive Übung für die gesamte untere hintere Körperseite.
Exzentrisches Kreuzheben (romanian Deadlift):
Hierbei nimmt man eine Langhantel aus der hüfthohen Ablage eines Powerracks und führt eine Negativwiederholung Kreuzheben aus. Das Gewicht bewegt man anschließend wieder nach oben, indem man es immer an einer Seite stufenweise von Ablagen zu Ablage des Powerracks nach oben hebt.
Armbeuger
Abgefälschte Kurzhantel Hammercurls:Bei dieser Variante der Hammercurls bewegt man die Kurzhanteln mit Hilfe der Beine so weit nach oben, bis der Ellbogen vollständig gebeugt ist und lässt das Gewicht anschließend langsam zur Seite hin ab.
Exzentrische Klimmzüge mit engem Untergriff:
Neben dem Latissimus werden bei dieser Übung auch die Armbeuger stark exzentrisch belastet.
Ellenbogenstrecker:
Exzentrische Dips:Bei dieser Übung greift man die Dipholme und springt mit Schwung in die höchste Position der Bewegung mit ausgestreckten Armen. Anschließend lässt man sich langsam wieder ganz nach unten ab, setzt die Füße auf den Boden und springt wieder mit Schwung nach oben.
Exzentrische Liegstütze mit engem Griff:
Man beginnt diese Übung mit gestreckten Armen und nahe aneinander liegenden Händen. Aus dieser Position lässt man den Körper langsam herab. Am untersten Punkt der Bewegung setzt man die Beine auf den Boden auf und bringt sich über eine kniende Bewegung wieder in die Ausgangsposition für die nächste Negativwiederholung.
Rumpf / Bauchmuskeln
Exzentrische Langhantel Rollouts:Für diese Übung kniet man sich hin und greift eine vor sich auf dem Boden liegende Langhantel im Obergriff. Aus dieser Position heraus rollt man die Langhantelstange langsam vom Körper weg, wobei die Bauch- und Gesäßmuskeln hart angespannt sein sollten. Die Langhantelstange sollte so weit nach vorne gerollt werden, wie dies sicher und ohne Verletzungsgefahr möglich ist. An der Endposition angekommen richtet man den Oberkörper wieder auf und beginnt mit der nächsten Wiederholung. Wenn man jegliches Verletzungsrisiko durch Überdehnung ausschließen möchte, kann man sich so positionieren, dass die Langhantelstange am Ende der Bewegung eine Wand oder einen anderen festen Gegenstand berührt.
Exzentrische Reverse Crunches:
Man beginnt diese Übung auf dem Boden sitzend und bringt die Knie der angewinkelten Beine mir einer schaukelnden Bewegung zur Brust, wobei man selbst auf dem Rücken liegt. Aus dieser Position lässt man die während der gesamten Übung angewinkelten Beine langsam Richtung Boden ab.
Kraftabsorption / Stärkung der Gelenke
Springen auf der Stelle:Als submaximale Form des plyometrischen Trainings können wiederholte Sprungbewegungen dazu dienen, den Körper auf später folgende intensivere plyometrische Belastungen vorzubereiten. Mit leicht gebeugter Hüfte und Knien sollte man 20 bis 25 mal auf der Stelle springen. Hierbei sollte man sich nicht auf eine maximale Sprunghöhe sondern mehr auf eine flüssige, rhythmische Koordination zwischen dem Landen und dem Abheben konzentrieren.
Wenn sich diese Koordination verbessert, kann man die Sprunghöhe etwas vergrößern, wobei man jedoch beachten sollte, dass die Sprünge submaximal und relativ leicht bleiben sollten.
Werfen und Fangen eines Medizinballs:
Hierfür legt man sich auf den Rücken und wirft einen 3 bis 7 Kilo schweren Medizinball senkrecht nach oben. Der Medizinball sollte mit einer schnellen nachgebenden Bewegung gefangen und sofort wieder nach oben geworfen werden. Dies sollte 12 bis 15 mal wiederholt werden. Diese Übung hilft dabei, den Oberkörper auf intensivere plyometrische Übungen, die später im Programm folgen, vorzubereiten.
Phase II (3 Wochen)
| Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag |
| Oberkörper submaximal | Unterkörper supramaximal | Frei / Regeneration | Oberkörper supramaximal | Unterkörper submaximal |
Montag: Oberkörper submaximal
PR Zone #1 (30 Minuten) Ausführung:Man führt zwei Wiederholungen von Übung A-1 aus, pausiert eine Minute und führt dann zwei Wiederholungen von Übung A-2 aus. Das ganze wird so oft wiederholt, bis die angegebene Zeitspanne verstrichen ist oder man keine weiteren Wiederholungen mehr ausführen kann. Ziel ist es 14 Doppelwiederholungen von jeder Übung innerhalb der angegebenen Zeit durchzuführen.
A-1: Log Push-Press (Schulterdrücken stehend).
A-2: Klimmzüge.
PR Zone #2 (12 Minuten):
Es werden konventionelle EDT Parameter verwendet: Sätze mit 5 Wiederholungen bei Verwendung eines 10 RM Gewichts.
B-1: Kurzhantel Flachbankdrücken: Man führt 5 Wiederholungen durch und pausiert gerade so lange, wie man es für notwendig hält, bevor man mit Übung B-2 weiter macht.
B-2: Rudern sitzend (mittelweiter Obergriff)
Weitere Übung:
C: Kabel Scarecrows: 2-3 Sätze a 10-12 Wiederholungen mit 60-90 Sekunden Pause zwischen den Sätzen.
Dienstag: Unterkörper supramaximal
PR Zone #1 (15 Minuten):Man führt 2 Sprünge alle 45 – 60 Sekunden durch. Ziel sind 14 Doppelsprünge innerhalb von 15 Minuten.
A. Sprünge nach unten: man beginnt mit einer Absprunghöhe, die etwa auf mittlerer Schienbeinhöhe oder darunter liegt. Hierbei springt man nicht von der Bank oder Stufe auf der man steht, sondern lässt sich mehr oder weniger fallen. Die Fersen sollten hierbei den Boden nicht berühren. Sobald man den Boden berührt, springt man sofort mit Schwung wieder nach oben. (so, als ob der Boden glühend heiß wäre). Schwerere Sportler (115 Kilo und mehr) können auch auf eine Stufe anstatt von einer Stufe herunter springen. Für schwerere Sportler ist es nicht immer ratsam maximales plyometrisches Training auszuführen.
PR Zone #2 (15 Minuten):
Alle 45 – 60 Sekunden werden zwei Wiederholungen durchgeführt. Das Ziel sind 14 Doppelwiederholungen in 15 Minuten.
B. Schwere Viertelwiederholungen Kreuzheben: Man beginnt mit einem Gewicht, das in etwas bei 110 – 115 % des augenblicklichen 1 RM Gewichts liegt. In der Ausgangsposition liegt die Langhantelstange auf einem Powerrack ungefähr auf mittlerer Oberschenkelhöhe. Der Rücken sollte durchgedrückt und leicht konkav sein. Das Gewicht wird anschließend so weit nach oben bewegt, bis sich der Oberkörper in einer aufrechten Position befindet. Anschließend wird das Gewicht schnell wieder bis auf mittlere Oberschenkelhöhe herab gelassen, um Zerrungen zu vermeiden. Falls notwendig können ein gemischter Griff und/oder Handgelenkbandagen verwendet werden.
Weitere Übungen:
C-1 Kurzhantel Ausfallschritt (links): 3-4 Sätze mit je 6 Wiederholungen (Es wird ein 12 RM Gewicht verwendet)
C-2 Kurzhantel Ausfallschritt (rechts): 3-4 Sätze mit je 6 Wiederholungen (Es wird ein 12 RM Gewicht verwendet)
Zwischen den Sätzen für rechtes und linkes Bein sollte 45 – 60 Sekunden pausiert werden.
Donnerstag: Oberkörper supramaximal
PR Zone # 1 (15 Minuten):Alle 45 – 60 Sekunden werden zwei Wiederholungen durchgeführt. Das Ziel sind 14 Doppelwiederholungen in 15 Minuten.
A. Tiefe Liegestütze: Man beginnt die Übung mit der rechten und linken Hand auf einer Stufe, Box oder anderen Erhöhung, wobei die Höhe dieser Erhebungen zwischen 20 und 40 Zentimetern liegen sollte (je nach persönlicher Aufprallabsorptionsfähigkeit). Es empfiehlt sich in Woche 1 mit einer eher konservativen Höhe zu beginnen und diese später zu erhöhen, falls man sich dazu gezwungen sieht. Zwischen den beiden Boxen solle ausreichend Platz liegen, so dass man bequem einer Liegestütz dazwischen durchführen kann.
Bei einem moderater Abstand zwischen den Händen (etwas mehr als schulterweit) fühlen sich die meisten Athleten am stärksten. Man beginnt mit der oberen Position eines Liegestützes und bewegt die Hände so weit an den Rand der Auflageflächen, dass man sich vertikal in Richtung Boden fallen lassen kann. Sobald man mit den Händen den Boden berührt, stößt man sich mit Schwung wieder nach oben ab. Auch hier sollte die Zeit des Bodenkontaktes minimiert werden, um einen maximalen plyometrischen Effekt zu erzielen. Pro Satz werden zwei Wiederholungen durchgeführt.
PR Zone # 2 (15 Minuten):
Alle 45 – 60 Sekunden wird eine Wiederholung durchgeführt. Das Ziel sind 14 Wiederholungen in 15 Minuten.
B. Overhead Supports (Jerk Recoveries): Diese Übung stammt aus ursprünglich aus dem Bereich des Gewichthebens und ermöglicht die Verwendung eines viel höheren Gewichts als die traditionellen Formen des Drückens über Kopf. Hierbei wird das Gewicht mit nach oben gestreckten Armen durch die Kraft der Beine aus der Ablage gedrückt und einige Sekunden mit gestreckten Armen über dem Kopf gehalten bzw. stabilisiert.
Weitere Übungen:
C-1 Inverse Bar Pulls: Diese Übung ist dem Rudern vorgebeugt ähnlich. Bei inversen Bar Pulls ist der Oberkörper um 45 Grad nach vorne geneigt und die Hantelstange wird im Untergriff gehalten. Von dieser Übung werden 3-4 Sätze zu je 6 Wiederholungen mit dem 10 – 12 RM Gewicht durchgeführt.
C-2 Enges Bankdrücken: Von dieser Übung werden 3-4 Sätze zu je 6 Wiederholungen mit dem 10 – 12 RM Gewicht durchgeführt.
Freitag: Unterkörper submaximal
PR Zone #1 (15 Minuten):Alle 45-60 Sekunden werden zwei Wiederholungen durchgeführt, bis die gegebene Zeit verstrichen ist. Das Ziel sind 14 Sätze a 2 Wiederholungen. Als Startgewicht sollten ungefähr 85 % des 1 RM Gewichts verwendet werden.
A: Frontkniebeugen
PR Zone #2 (15 Minuten):
Es werden konventionelle EDT Parameter verwendet: Sätze a 5 Wiederholungen mit einem 10 RM Gewicht.
B-1: Einbeiniges Kreuzheben (links)
B-2: Einbeiniges Kreuzheben (rechts)
Weitere Übung:
C: Prone Iso-Holds: 2 – 3 Sätze a 30 Sekunden mit 60 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Diese Isometrische Übung ist der Ausgangsposition bei Liegestützen ähnlich. Der Unterschied besteht darin, dass man sich auf den Ellenbogen anstatt auf den Händen aufstützt. Diese Position wird isometrisch für 30 Sekunden gehalten.
Phase III (3 Wochen)
| Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag |
| Oberkörper submaximal | Unterkörper supramaximal | Frei / Regeneration | Oberkörper supramaximal | Unterkörper submaximal |
Montag: Oberkörper # 1- Druck orientiert
PR Zone #1 (30 Minuten):Man führt eine Wiederholung von Übung A-1 aus, pausiert eine Minute und führt dann eine Wiederholung von Übung A-2 aus. Dies wiederholt man so lange, bis die angegebene Zeit verstrichen ist oder man keine weitere Wiederholung mehr ausführen kann. Das Ziel sind pro Übung 14 Sätze zu je einer Wiederholung in 30 Minuten.
A-1: Log Push-Press (Langhanteldrücken stehend)
A-2: Tiefe Liegestütze: Hierbei sollte eine etwas höhere Position als während Woche 3 von Phase II verwendet werden.
Weitere Übungen:
B: Rudern sitzend (neutraler Griff): 3-4 Sätze a 6 Wiederholungen mit dem 10 – 12 RM Gewicht. Die Pausen zwischen den Sätzen sollten 60 – 90 Minuten andauern.
C: Cuban Press: 2-3 Sätze a 10 Wiederholungen mit dem 15 RM Gewicht. Die Pausen zwischen den Sätzen sollten 60 – 90 Minuten dauern. (Bei dieser Übung wird das Gewicht durch eine Rotation der Schultern nach hinten angehoben.)
Dienstag: Unterkörper # 1- Kniebeugen orientiert
PR Zone #1 (30 Minuten):Man führt eine Wiederholung von Übung A-1 aus, pausiert eine Minute und führt dann eine Wiederholung von Übung A-2 aus. Dies wiederholt man so lange, bis die angegebene Zeit verstrichen ist oder man keine weitere Wiederholung mehr ausführen kann. Das Ziel sind pro Übung 14 Sätze zu je einer Wiederholung in 30 Minuten.
A-1: Frontkniebeugen (das Startgewicht sollte etwa 87 – 90 % des 1 RM betragen oder etwas höher als das während Woche 3 von Phase II verwendete Gewicht sein).
A-2: Sprünge nach unten (es sollte eine etwas höhere Absprungstelle als Während Woche 3 von Phase II gewählt werden). Sobald die Füße den Boden berühren springt man mit größtmöglichem Schwung wieder nach oben.
Weitere Übungen
B: Kreuzheben (Romanian Deadlift): 3-4 Sätze a 6 Wiederholungen mit dem 10 – 12 RM Gewicht. Die Pausen zwischen den Sätzen sollten 60 – 90 Minuten andauern.
C: Reverse Crunches: 2-3 Sätze a 10-12 Wiederholungen. Die Pausen zwischen den Sätzen sollten 60 – 90 Minuten andauern.
Donnerstag: Oberkörper # 2- Zug / Rudern orientiert
PR Zone #1 (30 Minuten):Man führt eine Wiederholung von Übung A-1 aus, pausiert eine Minute und führt dann eine Wiederholung von Übung A-2 aus. Dies wiederholt man so lange, bis die angegebene Zeit verstrichen ist oder man keine weitere Wiederholung mehr ausführen kann. Das Ziel sind pro Übung 14 Sätze zu je einer Wiederholung in 30 Minuten.
A-1: Klimmzüge: Bei dieser Übung sollte man ein etwas schwereres Zusatzgewicht als während Woche 3 von Phase II verwende.
A-2: Kurzhantel Rebound Rudern: Diese Übung ist so etwas wie Sprünge nach unten für die Schulterstrecker (Latissimus, Teres Major, hintere Schultermuskeln usw.). Für diese Übung nimmt man eine leichte Kurzhantel (5 bis 10 Kilo) in eine Hand und nimmt eine Position ein, die in etwa der beim Rudern vorgebeugt entspricht, wobei die Füße jedoch versetzt stehen. Die Kurzhantel wird bei angewinkeltem Ellenbogen seitlich am Körper gehalten. Aus dieser Position lässt man die Hantel los, so dass sie in Richtung Boden fällt.
Nach einem Bruchteil einer Sekunde folgt man der Hantel mit der Hand und fängt diese wieder, bevor sie den Boden berührt (Man sollte sicherstellen, dass es in Ordnung ist, wenn die Hantel auf den Boden fällt, denn genau dies wird passieren). Sofort nachdem man die Hantel wieder gegriffen hat, zieht man sie in einer explosiven Bewegung zurück in die Startposition.
Weitere Übungen
B. Kurzhantel Schrägbankdrücken: 3-4 Sätze a 6 Wiederholungen mit den 10 – 12 RM Gewicht. Die Pausen zwischen den Sätzen sollten 60 – 90 Minuten andauern.
C. Kabezüge über Kreuz für die hinteren Schultermuskeln: 2-3 Sätze a 10 Wiederholungen mit dem 20 RM Gewicht. Die Pausen zwischen den Sätzen sollten 60 – 90 Minuten andauern.
Freitag: Unterkörper # 2- Kreuzheben orientiert
PR Zone #1 (30 Minuten):Man führt eine Wiederholung von Übung A-1 aus, pausiert eine Minute und führt dann eine Wiederholung von Übung A-2 aus. Dies wiederholt man so lange, bis die angegebene Zeit verstrichen ist oder man keine weitere Wiederholung mehr ausführen kann. Das Ziel sind pro Übung 14 Sätze zu je einer Wiederholung in 30 Minuten.
A-1: Kreuzheben (konventionell): vom Boden aus. Für diese Übung sollten 85 % des geschätzten 1 RM Gewichts verwendet werden. Der Prozentsatz ist bei dieser Übung etwas geringer als bei Frontkniebeugen, da diese Übung (in der Variante mit dem Anheben des Gewichts vom Boden aus) nicht in Phase II enthalten war.
A-2: Sprünge nach unten: horizontale Betonung. Der einzige unterschied zu den schon beschriebenen Sprüngen besteht darin, dass bei dieser Übung der Absprung nach dem Berühren des Bodens so variiert wird, dass man nach oben und vorne springt.
Weitere Übungen:
B. Kurzhantel Step-Ups: Bei dieser Übung hält man in jeder Hand eine Kurzhantel und setzt ein Bein angewinkelt auf eine Hantelbank. Durch Streckung des Beines bewegt man den Körper nach oben, als ob man auf eine hohe Stufe steigen würde. Von dieser Übung werden 3-4 Sätze a 6 Wiederholungen pro Bein mit dem 10 – 12 RM Gewicht durchgeführt. Die Pausen zwischen den Sätzen sollten 60 – 90 Minuten andauern.
C. Kurzhantel Windmills: 2-3 Sätze a 5 Wiederholungen mit moderatem Gewicht. Bei dieser Übung stellt man sich mit schulterweit gespreizten gestreckten Beinen hin und hält eine Kurzhantel senkrecht nach oben. Dann beugt man den Körper seitlich und bewegt die freie Hand zum Boden, wobei der Arm mit der Kurzhantel senkrecht nach oben gestreckt bleibt.
Zusammengefasst...
Dies ist ein Beispiel aus dem richtigen Leben dafür, wie man EDT Parameter für Zuwächse an maximaler und explosiver Kraft einsetzen kann. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal betonen, dass es hierbei nicht so sehr auf die genauen Übungen oder Trainingsgewichte ankommt, sondern darauf, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie der Körper auf Prinzipien der Zeiteffizienz reagiert und welchen Einfluss diese auf die Muskelspannung besitzen.Die meisten Menschen konzentrieren sich zu sehr darauf, wie sich ein bestimmtes Training anfühlt, anstatt sich auf das zu konzentrieren, was sie durch dieses Training erreicht haben. Mit EDT basierten Trainingszyklen besitzt man ein quantitatives System, welches einen kontinuierlichen Fortschritt garantiert. Dies unterscheidet sich gewaltig von dem, was die meisten aktuellen Trainingsprogramme heute zutage bieten.
Wir möchten auch darauf hinweisen, dass EDT nicht die einzige verwendete Trainingsmethode sein sollte. Aufgrund der während eines EDT Zyklus erreichten intensiven neuromuskularen Stimulation und des erreichtem Volumens ist es wichtig nach spätestens 6 bis 8 Wochen Training nach den EDT Prinzipien wieder auf ein konventionelleres Training umzusteigen.
Über die Autoren:
Charles Staley, B.Sc., MSS: Seine Kollegen bezeichnen ihn als Bilderstürmer / Ikonoklast… einen Visionär … einen Regelbrecher. Seine Klienten nennen ihn aufgrund seiner Fähigkeit das zu erkennen, was andere Trainer übersehen „die Geheimwaffe“. Wie immer man ihn auch nennt, seine Methoden sind seiner Zeit voraus und führen schnell zu ernsthaften Resultaten. Seine der Intuition entgegen stehenden Ansätze und sein zurückhaltendes Auftreten haben ihm zu Auftritten in zahlreichen Fernsehsendungen verholfen (NBC's The TODAY Show und The CBS Early Show.)Keats Snideman, B.S. CSCS, LMT, NMT arbeitet zurzeit als Direktor für den technischen Inhalt bei Stanley Training Systems. Als Wettkampfsprinter (100 & 200 m) hat sich Keats auf die Verbesserung der sportlichen Fitness spezialisiert. Viele sportliche Erfolge beweisen, dass seine Klienten schneller, stärker und schlanker wurden. Keats hat in der Vergangenheit Klienten aus vielen unterschiedlichen Bereichen trainiert oder behandelt, zu denen Sportler der NFL, NBA, MLBA, USA Track & Field sowie Athleten aus dem Bereich des College- und Highschoolsports gehören. Er kann über keats@staleytraining.com oder über seine Website http://www.keatssnideman.com kontaktiert werden.