Dagegen wird ein Restaurant mit einem Stern eher an einer Landstraße zu finden sein, mit 3 Meter hohen Neonlettern, die groß "ESSEN" verkünden. Ebenso wird ein Film mit einem Stern nicht mal im Kino erschienen sein und nach einer Woche seinen Weg auf DVDs für 5 Euro gefunden haben.
Allerdings ist das Sternesystem ein wenig zu konventionell für meinen Geschmack. Ihm fehlt eine gewisse Männlichkeit. Wir brauchen ein System mit etwas mehr Pepp und mit mächtigen Eiern.
Also Vorhang auf für das Klöten-Rating.
Ich werde nun immer mal wieder verschiedene Nahrungsergänzungen, Chemikalien, Inhaltsstoffe, Nahrungsmittel oder Ernährungsansätze bewerten. Wie Ihr Euch sicher denken könnt, steht ein einziger Sack für pure Lächerlichkeit, während vier Klöten sowohl Qualität, als auch Männlichkeit ausstrahlen (Und denkt daran: Jeder Sack – mit ein paar Ausnahmen – enthält ZWEI Eier. Das bedeutet doppelte Güte!)
Lasst uns also nachsehen, was wir so im Angebot haben.
Schlechter Samen?
Mal überlegen, ich hatte schon einen Chia Scooby Doo, einen Chia Mr. T, einen Chia Hasen, Chia Barack Obama und sogar eine nicht Jugendfreie Chia Vagina und ich habe sie alle gewissenhaft gepflegt, dass sie so gut wie möglich gewachsen sind.Aber ich habe nie in Betracht gezogen, die Samen zu essen, aus denen dieses kleine, grüne, fellartige Laub gewachsen ist.
Anscheinend bin ich nicht der Ernährungs-Visionär, der ich zu sein glaubte. Chia Samen haben eine recht große Popularität erreicht, der Samen der Saison. Leinsamen? Das ist so was von 2009, Ihr Hinterwäldler.
Chia, angeblich Grundnahrungsmittel der Maya und Azteken, wird gepriesen für seine Fähigkeit, Cholesterin und Blutzucker zu senken. Außerdem, sollen die Samen bis oben hin voll sein mit Antioxidanzien und Omega 3 Fettsäuren. Ach ja, zudem schmeckt es nach nichts und ist leicht verdaulich.
Hört sich gut an? Allerdings. Das Problem ist nur, dass Chia auch eine dunkle Seite besitzt.
Zum einen sind Chia Samen für viele Menschen nicht so leicht zu verdauen. Sie zu essen kann schmerzhafte Blähungen erzeugen, die sich anfühlen, als wäre man Mr. Creosote aus Monty Phytons "Der Sinn des Lebens" und hätte grade das verhängnisvolle Pfefferminzblättchen gegessen.
Ich glaube, wenn man hinter einer Person läuft, die regelmäßig Chia Samen isst, wird man nach kurzer Zeit aussehen wie dieser Zao aus "Stirb an einem anderen Tag", nur, dass man statt Diamanten dann Chia Samen im Gesicht stecken hat, die auch sicherlich sprießen und einen in ein lebendes Chia Tierchen verwandeln werden.
Möglich ist es. preview
Hier ist ein guter Pre-Test: Schluckt die Sohle eines alten, abgenutzten Converse Schuhs. Wenn Ihr diese ohne Probleme verdauen könnt, dürften Chia Samen kein Problem sein.
Mein zweiter Kritikpunkt ist, dass Chia Samen den Blutdruck verringern. Das hört sich für die meisten erst mal ganz gut an. Allerdings sind die Samen so effektiv darin, den diastolischen Blutdruck zu verringern, dass es bei manchen Menschen zu Problemen führen kann.
Am meisten stört mich allerdings das Ergebnis einer Studie des niederländischen "Wageningen Forschungszentrum für Ernährungswissenschaften". Diese Studie zeigte, dass der Konsum von Chia Samen die Gefahr, an Prostatakrebs zu erkranken, erhöhen kann. Natürlich sollte man wegen einer Studie nicht gleich den Scheiterhaufen anzünden, aber mich macht es schon nachdenklich.
Falls Ihr zurzeit mit Chia supplementiert, solltet Ihr vielleicht noch mal die Risiken und Nutzen abwägen. Leider ist es nicht so einfach, mit dem Konsum aufzuhören, da die Samen auch leicht abhängig machen.
Ich werde die Chia Samen auf meinen kleinen, dekorativen Plantagen lassen und lieber eine Mischung aus Leinsamen und Fischöl konsumieren, um meinen Bedarf an Omega 3 Fettsäuren zu decken.
Ihr könnt natürlich weiterhin Chia Samen nehmen, falls Ihr keine Prostata besitzt, einen stabilen oder zu hohen Blutdruck habt und ein Verdauungssystem wie ein Müllschlucker. Falls Ihr sie nehmen solltet, stellt zumindest sicher, dass Ihr sie vor dem Konsum klein mahlt, mit einer Kaffeemühle, einem Vorschlaghammer oder lieber gleich mit einer Planierraupe.
Klöten-Rating für Chia Samen:

Super Protein
Die Vorzüge verschiedener Proteinsorten sind ein beliebtes Diskussionsthema, seit dem Tag, an dem der erste Kerl einen Haufen Stahl hoch gehoben hat. Einige schwören auf den anabolen Effekt von Eiern, andere auf Fleisch oder Casein. Seit kurzem hat Whey eine beeindruckende Zahl an Jüngern angesammelt, ebenso wie Sojaprotein (wobei die Sojajünger in Seidenunterwäsche rumlaufen und regelmäßig Seifenopern schauen).Ein Teil der Debatte dreht sich außerdem um die verschiedenen Formen dieser Proteinsorten, wobei Worte wie Isolat und Konzentrat wild in der Gegend rumgebrüllt werden.
Ich muss zugeben, das kann recht verwirrend sein.
Ich möchte allerdings verkünden, dass der momentane Champion "Casein Hydrosolat" genannt wird.
Whey Protein ist wirklich der Hammer, da es einige beeindruckende, immun-aktive Stoffe enthält. Zudem wirkt es sehr schnell, was vor allem um das Training herum sehr wichtig ist.
Hydrolysiertes Casein ist allerdings unglaublich schnell und wird die Aminosäure- und Insulinlevel im Plasma viel stärker erhöhen, als intaktes Protein. Und das gilt schon für normales Hydrosolat. Bei Biotest haben sie das Zeug in wahren Jet-Treibstoff verwandelt, indem sie den Anteil an Leucin und Phenylalanin erhöht haben.
Folgendes haben unabhängige Studien über die Kinetik von Protein festgestellt:
Je schneller ein Protein wirkt, desto geringer fällt die Absorption durch das splanchnische Bett aus, welches Leber, Magen, Darm, Milz und allgemein alle Innereien umfasst, welche ihr Blut über die Pfortader abgeben.
Natürlich hört such "geringere Absorption" erst mal nach etwas schlechtem an, aber das ist es nicht.
Grob gesagt, wird das splanchnische Bett einiges Protein für sich beschlagnahmen. Dieser Vorgang nennt sich "First Pass Effekt".
Im Endeffekt verhindert dieser Vorgang, dass Proteine und Aminosäuren direkt in den Blutkreislauf gelangen, wo sie normalerweise zu Euren Muskeln gebracht werden würden.
Der First Pass Effekt ist keinesfalls zu vernachlässigen, da er für 20 bis 35 Prozent des gesamten Proteinumsatzes und Energieverbrauches zuständig sein kann. Das ist eigentlich vollkommen ok, aber wir wollen Muskeln aufbauen und würden uns deswegen freuen, wenn die Eingeweide ihre Grabschfinger von unserem Protein lassen würden.
Wenn also ein extrem schnelles Protein wie Kasein Hydrosolat konsumiert wird, ist weniger davon vom First Pass Effekt betroffen, was in einem großen Haufen Aminos in Eurem Blut, und damit in Euren Muskeln, resultiert.
Damit wäre auch der Unfug geklärt, dass eine Aminosäure eine Aminosäure ist, egal wie man sie zuführt.
Kasein Hydrosolat ist eindeutig das beste Protein, wenn es um die Versorgung Eurer Muskeln geht.
Klöten-Rating für Kasein Hydrosolat:



Leck mich, Jamba Juice!
Meine kleine Pamplemousse.So nenne ich meine Freundin, wenn wir intim werden.
Das ist Französisch.
Mir egal, dass es Grapefruit bedeutet, es hört sich sexy an und bringt sie dazu, sich auf dem Laken zu winden, wie ein Wurm auf heißem Asphalt.
Apropos Grapefruit, ihr Fruchtsaft ist der einzige, den ich immer parat habe, weil ich ein verdammter Supplement-Extremist bin. Anders formuliert, möchte ich gerne die Effekte meiner Nahrungsergänzungen maximieren und Grapefruitsaft, oder eher ein spezieller Inhaltsstoff davon, kann mir dabei helfen.
Diese Chemikalie nennt sich Bergamottin und sie hemmt die Arbeit eines Enzyms namens Cytochrom P-450, welche darin besteht, Chemikalien in inaktive Formen zu zersetzen. Tatsächlich könnte die Einnahme von 250ml Grapefruitsaft, zusammen mit Euren Supplements, dazu führen, dass sich die Menge an aktiven Chemikalien in Eurem Blut um das Vierfache erhöht.
Im Großen und Ganzen wissen wir noch nicht genau, wie viele Medikamente und Chemikalien von Bergamottin beeinflusst werden, aber es sind recht viele und die Chancen stehen nicht schlecht, dass sie an der Zersetzung von einigen Eurer Ergänzungen beteiligt sind.
Zum Beispiel würde die Einnahme von Viagra mit Grapefruitsaft dazu führen, dass Eure Erektion um einiges länger anhalten würde. Wobei jeder, der länger als 4 Stunden eine Erektion haben möchte, einfach nur ein Angeber ist. Wirklich.
Also ich für meinen Teil, nehme meine Ergänzungen oft mit einem 250ml-Glas Grapefruitsaft ein.
Allerdings hat sich gezeigt, dass Orangen- und Apfelsaft genau das Gegenteil bewirken, indem sie die Effekte von bestimmten Medikamenten und Supplements hemmen.
Dieser negierende Effekt scheint aber eher mechanischer Natur zu sein, als enzymatischer. Apfel- und Orangensaft können anscheinend einige Chemikalien davon abhalten, in den Blutstrom zu gelangen.
Als ob das nicht Grund genug wäre, um vorsichtig mit Apfel- und Orangensaft umzugehen, bringen sie auch noch Eure Insulinlevel durcheinander. Während ganzes Obst klasse ist (nur zusammen mit den Supplements sollte man keine Äpfel und Orangen essen), ist das Trinken von Saft eine ganz andere Geschichte.
Der glykämische Index der meisten ganzen Früchte ist super, aber sobald Ihr sie entsaftet, wird der Zucker darin leicht verdaubar und schnell absorbiert, was in einer Insulinspitze resultiert, die einem großen Becher Pepsi Konkurrenz macht.
Grapefruitsaft ist dagegen relativ sicher, da er nicht viel Zucker enthält.
Hier ist meine Empfehlung: Nehmt Eure Medikamente oder Ergänzungen mit Wasser ein, anstatt mit dem Saft von Äpfeln oder Orangen. Wenn Ihr unbedingt einen dieser Säfte trinken wollt, nehmt ihn mindestens zwei Stunden vor Einnahme Eurer Supplements zu Euch.
Wenn Ihr allerdings so pedantisch seid wie ich und die Effekte Eurer Ergänzungen maximieren wollt, nehmt sie mit 250-350 ml Grapefruitsaft. Ich möchte Euch allerdings davon abraten, Medikamente zusammen mit Grapefruitsaft einzunehmen, da hierdurch die Menge an Wirkstoffen in Eurem Blut vielleicht zu hoch werden könnte.
Wenn Ihr im Moment auf Diät seid oder auf Euren Blutzucker achten müsst, haltet Euch generell von süßen Fruchtsäften fern und esst lieber ganzes Obst.
Wo wir gerade von Äpfeln sprechen: Apple Gründer Steve Jobs benannte seine Firma nach seiner liebsten Obstsorte! Nach der High School arbeitete Jobs in einem Apfelgarten, wo er eine Apfeldiät ausprobierte, von der er sich erhoffte, nie mehr baden zu müssen. Es hat nicht funktioniert.
Klöten-Rating für Orangen- und Apfelsaft:

Klöten-Rating für Grapefruitsaft (mit Vorbehalten):



Deine Leber ist ein schwarzes Loch
Wenn man ein normales Biogeschäft betritt, trifft man fast sicher eine übertrieben freundliche Frau hinterm Tresen an, die Shampoo aus Seifenkraut und Sassafras benutzt, ihre Beine und Achseln nicht rasiert und einen Sack aus natürlich gefärbtem Hanf trägt. Diese Frau wird gerade irgendeinem Kunden erzählen, dass er unbedingt seine Leber, sein Blut und/oder sein Verdauungssystem entgiften muss.Man ist mir schlecht.
Ich weiß nicht, wo Leute wie sie diesen Kram aufschnappen.
Ich nehme an, dass diese sesselfurzenden Ernährungsberater, die überall von den Vorzügen der Entgiftung erzählen, glauben, dass es biologische "Hausmeister" gibt – Rote Beete Saft zum Beispiel – welche sich in den Blutkreislauf begeben, alle bösen Chemikalien aufsaugen und diese durch den Urin wieder heraustransportieren, oder vielleicht sogar durch den Darm, so dass sie als kleines, gebundenes Päckchen mit Lavendelduft im Klo landen.
Ich hasse Euch Entgiftungs-Kasper, hört ihr?
Ihr braucht keine Rote Beete oder Fastenperioden, um Toxine zu eliminieren. Natürlich existieren diese Gifte und solange Ihr nicht in einer landwirtschaftlichen Gemeinde, auf einem unberührten Teil der Erde, ohne Fabriken und Verschmutzung lebt, werdet Ihr synthetischen Chemikalien in Eurem Essen, Eurem Wasser und der Luft, die Ihr atmet, ausgesetzt sein.
Das ist durchaus richtig. Aber die Leber ist sehr effektiv darin, diese Toxine zu vernichten, das ist immerhin ihre Aufgabe. Genau so säubert sich auch der Darm selber. Das ist evolutionär so eingerichtet.
Natürlich braucht die Leber auch ein wenig Unterstützung bei der Entgiftung, aber diese Unterstützung besteht vor allem darin, sie mit hochqualitativem Protein zu "füttern". Ich wage zu behaupten, dass die meisten Leser dies bereits aktiv, als Teil ihres Lebensstils, tun.
Qualitativ hochwertiges Protein versorgt uns mit Aminosäuren, welche bestimmt Gifte besser wasserlöslich machen, so dass sie von der Galle, die in der Leber produziert wird, eliminiert werden können. Einige Antioxidantien zu sich zu nehmen ist ebenfalls eine gute Idee, da bei diesem Eliminierungsprozess haufenweise freie Radikale freigesetzt werden.
Es würde auch nicht schaden, eine angemessene Menge an Ballaststoffen zu konsumieren, welche die Toxine in der Nahrung davon abhalten, überhaupt absorbiert zu werden. Auch Probiotika, in der Form von Joghurt, können helfen, Nahrungsgifte in eine weniger schädliche Form zu bringen.
Es stimmt allerdings, dass der Verlust von Körperfett, vor allem ein sehr schneller Fettverlust, die Toxinkonzentration im Blut erhöhen kann. Es wurde beobachtet, dass bei Menschen mittleren Alters, die einen schnellen Abbau von Fett erfahren haben, Spuren von Pestiziden im Blut nachweisbar sind, die seit den Siebzigern nicht mal mehr in der Landwirtschaft genutzt werden dürfen.
Für solche Menschen (die einen rapiden Fettverlust erfahren), ist es umso wichtiger, adäquate Mengen an hochwertigem Protein, Wasser und Antioxidantien zu konsumieren.
Klöten-Rating für Entgiftungs-Programme:
Reich mir mal den Joint rüber
Wenn diese Kolumne veröffentlicht wird, haben die Kalifornier vielleicht schon für Proposition 19 gestimmt, welche für die Legalisierung von Marihuana steht.Selbst, wenn nicht genug Leute dafür stimmen, ist es extrem leicht, ein Rezept für Marihuana zu bekommen. Es gibt sogar einige Late-Night Werbungen im Fernsehen, die für "full service" Marihuana-Apotheken werben, in die man rein spazieren kann, mit Termin oder ohne, ganz egal, dann beschreibt man einem Arzt seine schrecklichen Beschwerden, erhält ein Rezept und verlässt die Apotheke mit 1-A Stoff, alles in weniger als 30 Minuten.
Ähnlich geht es auch in vielen anderen Bundesstaaten ab.
Natürlich erhalte ich jetzt oft die Frage, ob sich Kiffen mit dem ganzen Training und einer guten Körperform vereinbaren lässt. Oft steht dahinter die Hoffnung, dass ich sage : "Klar, Kiffen trainieren ist beides voll machbar!".
Wenn es doch nur so wäre.
Ich habe nicht speziell etwas gegen Gras. Ich denke nur nicht, dass sich Kiffen mit dem Lebensstil beim Bodybuilding vereinbaren lässt.
Zum einen wäre da das Rauchen an sich. Beim Kiffen wird meist versucht, den Rauch so lange wie möglich in der Lunge zu halten, was meist in einem schrecklichen Hustenanfall endet.
Asthmaspray gefällig?
Macht man das oft genug, sind ein chronischer Husten und die vermehrte Entwicklung von Schleim quasi vorprogrammiert. Ich muss keinen Arzt um Rat bitten, um zu wissen, dass eine kranke Lunge Euch nicht gut durch ein hartes Workout tragen wird.
Nun bekommen Kiffer, solange sie nicht mehrere Joints am Tag rauchen, natürlich lange nicht so viel Rauch in die Lunge, wie ein normaler Zigarettenraucher.
Ein anderes Problem bei Marihuana ist, dass es Hyperphagie auslöst, was nur ein wissenschaftliches Wort für Fresssucht ist. Wenn also dieser Proposition zugestimmt wird, werde ich in Süßigkeiten investieren, da die ganzen Stoner dann alle Supermärkte überrennen.
Auf jeden Fall führt Hyperphagie auch zur bevorzugten Speicherung von Fett um die Organe herum, was nur gut ist, falls man sich als Crash-Dummie bewerben möchte.
Paart man nun einen unersättlichen Appetit mit der typischen Unlust, welche die meisten Kiffer ausstrahlen, hat man einen fetten Bodybuilder, der keine Lust hat zu trainieren.
Falls er sich doch dazu motivieren kann, ins Studio zu kriechen, sollte er lieber vorsichtig sein. Sein erhöhter Blutdruck und die reduzierte Lungenkapazität, haben sein Herzschlag-Risiko inzwischen um ca. das 5-fache erhöht.
Zudem gibt es auch noch einige Probleme mit den Hormonen. Seit Jahren hört man, dass Marihuana die Östrogenlevel erhöht. Dieser Glaube beruft sich auf einen Brief an die JAMA (Journal of the American Medical Association), aus den Siebzigern. Ein Arzt schrieb, er habe zwei männliche Patienten untersucht, welche beide eine Gynäkomastie hatten und beide rauchten Gras. Aus diesem bisschen Evidenz entwickelte sich dann die Verbindung zwischen Marihuana und Östrogen.
Nachfolgende Studien sind zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Allerdings führte die U.C.L.A. vor nicht allzu langer Zeit eine Studie durch, in der jeder Proband, über drei Monate hinweg, jeden Tag fünf Marihuana-Zigaretten rauchte. Nach vier Wochen bemerkten die Forscher signifikante Rückgänge von luteinisierendem Hormon (welches die Hoden anregt, Testosteron zu produzieren). Eine Woche später wurde ein Abfall des Testosteronspiegels beobachtet.
Das lässt mich die Verbindung von Gras und Östrogen in Frage stellen, da ein erhöhter Östrogenspiegel zu einer erhöhten Produktion von luteinisierendem Hormon geführt hätte, wonach ein Anstieg des Testosteronspiegels gefolgt wäre. Natürlich könnte es sein, dass Marihuana die Umwandlung von Testosteron in Östrogen irgendwie beschleunigt.
Wie auch immer, gut ist es jedenfalls nicht! Falls Ihr unbedingt Gras rauchen wollt, tut es zur Entspannung, tut es selten und lügt Euch nicht selbst in die Taschen, in dem Ihr denkt, es würde Euren sportlichen Erfolg nicht behindern.
Klöten-Rating für Marihuana:
Kein einziges, mickriges Ei
D wie "Da scheint die Sonne!"
Ich weiß nicht, wie es kommen konnte, dass wir, die wir eigentlich Ahnung von Ernährung haben sollten, Vitamin D so lange ignoriert haben. Es ist wie in einem dieser Teenie-Filme, wo man ein Mädchen in seinem Freundeskreis hat, das eine Brille trägt und ihr Haar zum Zopf bindet. Keiner meint sie wäre hübsch, bis sie beim Ball Kontaktlinsen nimmt, ihre Haare offen lässt, einen Push-up BH anzieht und ein enges, heißes Kleid trägt.Plötzlich ist sie beliebt und jeder will sie haben.
Genau so ist es auch mit Vitamin D. Ich sags Euch, wenn es eine Sache gibt, die Ihr nehmen könnt, um verschiedensten Krankheiten wie Krebs, Herzkrankheiten, Osteoporose, Multiple Sklerose und Schuppenflechte vorzubeugen, oder sie gar zu heilen, dann ist das Vitamin D.
Das Problem ist, dass es recht schwer sein kann, die nötige Menge zu bekommen. Klar, Sonnenlicht produziert auf natürlichem Wege tonnenweise Vitamin D in der Haut. Die UVB Strahlung trifft auf die Haut, wo dann die natürliche Version von Vitamin D, Choleocalciferol, auch als Vitamin D3 bekannt, hergestellt wird. Gerade mal 10 Minuten Mittags im Sommer – gerade genug Zeit, dass die Haut leicht Rosa wird – reichen, um 20.000 IU zu produzieren, was ungefähr 100 mal mehr ist, als der Wert, den die Regierung als Tagesdosis angibt (allerdings liegt die Regierung mal wieder falsch).
Da gibt es nur ein Problem. Es ist nicht immer Sommer. Und wenn man zu weit im Norden lebt, wird die Kraft der Sonne im Winter nicht ausreichen, um genug Vitamin D produzieren zu können. Zudem produziert die Haut weniger Vitamin D, je älter und/oder dicker man ist.
Ihr fragt Euch jetzt sicherlich (vielleicht auch nicht), wie Vögel oder Tiere mit Fell an das nötige Vitamin D gelangen. Interessanterweise, wird es in ihrem Fell oder den Federn produziert und sie konsumieren es dann, indem sie ihr Fell lecken oder ihre Federn putzen.
Aber zurück zum Menschen.
Es gibt auch noch andere Probleme beim Streben nach genug Vitamin D. Da sich heutzutage jeder wegen Hautkrebs die Blue Jeans benässt, benutzen die meisten Menschen Sonnencreme, wodurch die Produktion von Vitamin D behindert wird.
Außerdem trinken die meisten Bodybuilder, wenn sie Milch trinken, meist fettfreie Milch, was ein vertracktes Problem darstellt. Vitamin D ist fettlöslich (genauso wie Vitamin A, das andere Vitamin in der Milch), wenn man also das Fett aus der Milch nimmt, verschwinden damit auch die fettlöslichen Vitamine. Um das auszugleichen, fügen Milchhersteller der Milch wieder Vitamin D und A zu. Blöd ist nur, dass man Fett benötigt, um sie zu absorbieren!
So lange Ihr also kein Fett zu Euren Mahlzeiten konsumiert, werdet Ihr auch die Vitamine nicht absorbieren.
Es gibt Nahrungsmittel, welche beträchtliche Mengen an Vitamin D enthalten, zum Beispiel Hering, Lachs und ganze Eier. Allerdings müsste man undenkbar große Mengen davon essen, um die Menge an Vitamin D zur erreichen, die von vielen Ernährungsexperten empfohlen wird.
Jahre lang hat die Regierung eine Zufuhr an Vitamin D von mickrigen 200 IU am Tag empfohlen, was allerdings, im Jahre 2008, auf 400 IU erhöht wurde.
Allerdings empfehlen inzwischen viele etablierte Experten eine Menge zwischen 800 und 1.000 IU am Tag. Wir von T-Nation empfehlen sogar mindestens 2.000 IU Vitamin D3 am Tag. Tim Ziegenfuss, einer der Forscher bei Biotest, nimmt sogar täglich 8.000 IU, um seine Vitamin D-Level bei ungefähr 50ng pro 1mL Blut zu halten.
Das Beste wäre natürlich, zum Arzt zu gehen, damit er testet, wie viel Vitamin D Ihr im Blut habt. Bis dahin solltet Ihr auf jeden Fall schon anfangen, mit Vitamin D zu ergänzen.
Klöten-Rating für Vitamin D3:



Das ist alles für heute. Mögen Eure Nüsse frohlocken und Eure Säcke niemals schlaff im Wind wehen.