Selbstbewusstsein ist ein Paradoxon
Nur sehr wenige Leute haben uneingeschränktes Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Doch für viele ist das Entwickeln von genug Selbstbewusstsein der schwierigste Teil im Entwickeln mentaler Stärke.Die Spannweite der eigenen Meinung kann auf die Kindheit zurückgeführt werden. Diejenigen, die vor Selbstbewusstsein strotzen, sind meist diejenigen, die bereits sehr früh in ihrem Leben erfolgreich waren. Mit jedem Erfolg wuchs ihr Selbstbewusstsein und führte dazu, noch mehr davon in der Zukunft zu erwarten.
Selbstvertrauen und Erfolg gehen Hand in Hand und mit der Zeit wachsen deren Ergebnisse exponentiell zueinander. Aber wie kann eine Person mit geringem Selbstvertrauen, der in seinem Leben noch nicht viel Erfolg im Leben hatte, die Dinge ändern?
Ich war da!
Ich hab schon viele schwierige Phasen gehabt, in denen ich an meinen Fähigkeiten gezweifelt hatte und ins Schleudern geraten bin, aufgrund geringen Selbstvertrauens. Glücklicherweise habe ich gelernt das zu überwinden. Heute habe ich die Stärke zu glauben, dass ich alles erreichen kann, sei es im Studio oder außerhalb dessen.So habe ich es gemacht:
Keine Negativität mehr!
Als erstes musst Du alle Dich betreffenden negativen Aussagen beseitigen. Ganz egal wie sehr Du versagt hast, niemals, niemals lege es Dir in negativer Weise aus.Du musst verstehen: Aktionen schlagen fehl, nicht die Personen. Anders gesagt, Du hast versagt aufgrund dessen, was Du getan oder nicht getan hast. Nicht weil Du bist wer Du bist. preview
Aktionen können geändert oder verändert werden. Versagen ist ein temporärer Zustand, der Durch die richtige Aktion in Erfolg verwandelt werden kann. Daran zu glauben ist der Schlüssel für die Mentalität eines Gewinners.
Als zweites musst Du lernen alle negativen Aussagen außer Acht zu lassen. Negativität umgibt uns alle. Es wird immer irgendwo jemanden geben, der versucht Dir einzureden dass Du Deine Ziele nicht erreichen kannst.
Sie werden evtl. sagen, sie seien "nur auf das Beste" für Dich aus und unterbreiten Dir mehrere "logische" Gründe, warum Du wohl versagen wirst. Aber ganz egal wie richtig sie zu sein scheinen, Du musst sie abweisen oder sie behindern Dich in dem Erreichen Deiner Ziele.
Negativität kommt meist von den Personen, die Dir am nächsten stehen. Leider versuchen die, die im Erreichen ihrer Ziele versagt haben, andere daran zu hindern die ihnen gesteckten zu erreichen. Du musst in der Lage sein die Negativität komplett abzuweisen, sonst wird sie Dich daran hindern dien volles Potenzial auszuschöpfen.
Der schädliche Coach
Negativität anderer kann Deine Sicherheit beeinflussen. Während meiner Pubertät wurde ich so etwas ständig ausgesetzt und meist kam es von den Leuten, zu denen ich aufsah. In manchen Zeiten waren meine Freunde, Lehrer, Coaches und selbst meine eigenen Eltern Quellen der Negativität.Einer meiner Wrestling-Coaches während meines Erstsemesters auf der High School war besonders schädlich. Wrestling war mein Lieblingssport und mir war es möglich für das Wrestling-Team der Schulmannschaft mit 119 Pfund zu starten. Für mein allererstes Match sollte ich gegen einen Kerl von unserer Gegnerschule antreten, ein Wrestling-Kraftpaket, das bereits diverse Staatsmeisterschaften gewann.
Das zu wissen machte mich nervös. Kurz bevor ich auf die Matte ging, fragte ich meinen Coach nach den Fähigkeiten meines Gegners. Er antwortete, dass der Kerl "ein Fisch" sei, eine Formulierung im Wrestling, die einen schrecklichen Wrestler bezeichnet, der die meiste Zeit sich windend auf der Matte verbringt wie ein Fisch an Land.
Früher als ich überhaupt nachdenken konnte, hatte der "Fisch" mich bereits zu Boden gebracht, auf den Rücken gedreht und gepinnt innerhalb nicht mal 60 Sekunden. Ich verließ die Matte mit gesenktem Haupt.
Ich hatte gehofft, der Coach würde zugeben, dass er offensichtlich den falschen Gegner für mich ausgesucht hatte. Jemand, der mich einfach mal eben zerstört hatte, konnte nicht so schlecht sein. Die Antwort meines Coaches war niederschmetternd: "Er ist so schlecht. Du bist bloß Scheiße."
Selbstbewusstsein zerstört! Aber den Schaden, den mein Coach anrichtete, wurde noch größer.
Später in der Saison erlebte ich einen Wachstumsschub, Durch den ich Gewicht zulegte und ich bekam die Chance gegen einen jungen Schüler von 132 Pfund anzutreten um es mit einem Gewinn in die endgültige Schulauswahl zu kommen. Leider verlor ich, also suchte ich Rat bei meinem Coach um zu erfahren, wie ich mich verbessern können würde um den Jungen das nächste Mal zu schlagen.
Der Trainer antwortete trocken, "Du kannst ihn nicht schlagen, er ist einfach besser als Du". Dazu musst Du wissen, dass dieser Junge letztes Jahr nicht einen einzigen Kampf gewonnen hatte! Mein Trainer glaubte wirklich, dass er einfach zu gut für mich gewesen sei. Du kannst Dir vorstellen, was er dementsprechend von meinen Fähigkeiten hielt.
Aus Trotz habe ich selbst dafür gesorgt, meinen Platz in der Schulauswahl bis zum Ende der Saison zu sichern. Mit 138 Pfund stieg ich eine Gewichtsklasse auf und besiegte den Kerl, der den Platz in der Schulauswahl in dieser Klasse besetzte. Aber irgendwie verschlimmerten sich die Dinge.
Ich war sehr aufgeregt aufgrund der bevorstehenden Bezirksmeisterschaft und der Möglichkeit mich für ein regionales Turnier zu qualifizieren. Leider bekam ich dazu nie die Chance. Der Coach hatte vergessen mich aufzustellen. Ich Durfte nicht antreten.
Seine Antwort? "Was macht es für einen Unterschied? Du wirst es nirgendwo zu irgendwas bringen."
Was mich am meisten störte war nicht sein mangelndes Vertrauen in meine Fähigkeiten, es war die Art wie er es formulierte, als wäre ein Sieg meinerseits das Unmöglichste auf der Welt.
Der Schaden war angerichtet und das Muster des Misserfolgs hatte sich festgesetzt. Der Effekt der Anhäufung hielt mich davon ab viele Dinge in meinen Teenager-Jahren zu erreichen, die ich locker hätte vollbringen können. Sowohl im athletischen als auch im akademischen Bereich.
Jetzt verstehe ich, dass das schlimmste nicht die Vorfälle an sich, sondern die Wirkung und die Bedeutung dieser auf mich waren. Dies zu verstehen ist essenziell, wenn wir uns vor negativen Einflüssen schützen wollen. Ganz egal was eine noch zu bedeutende Person zu Dir sagt, die einzige Möglichkeit, wie es Einfluss auf Dich nehmen kann, ist Dein Glaube, dass es sein könnte.
Du musst jede Dich betreffende negative Aussage abblocken. Sich das Können beizubringen, innere und äußere Einflüsse abzuweisen, wird Dich zu einem Beherrscher Deines Selbstvertrauens machen.
Negativen Einflüssen entgegenwirken
Eine sehr gute Methode ist das überschwänglich übertrieben positive Selbstgespräch. Damit es funktioniert, musst Du es oft und mit voller Ernsthaftigkeit tun.Denke nie in Formulierungen wie vielleicht, wahrscheinlich, möglicherweise. Du musst voller Überzeugung sein und es Dir in Vollkommenheit suggerieren. Sag Dir wiederholt, dass Du fähig bist Dein gewolltes Ziel zu erreichen. Je öfter Du es Dir sagst und auf je mehr Art und Weisen Du es tust, desto effektiver wird es werden.
Wenn Du alleine bist, rede laut mit Dir selbst, angefangen auf welche Weise und warum Du Deine Ziele erreichen wirst. Ich bevorzuge es, mir im Spiegel dabei in die Augen zu schauen. Es hilft die Aussage viel echter wirken zu lassen. Schreib Dir auch Notizen zu den Ideen und hänge sich an Orte, an denen Du sie sehen wirst.
So komisch es klingt, Du musst es so lange tun, bis Deine Sicherheit so standfest wird, dass sie jedem Einfluss trotzdem kann.
Sicherheit, nicht Arroganz!
Lass mich eins klarstellen, es geht nicht darum arrogant zu werden. Es geht darum auf Deine Fähigkeiten zu Vertrauen und Sicherheit zu entwickeln. Lauf nicht herum und erzähl allen anderen, was Du vorhast zu tun. Der Fokus liegt auf die selbst.Wie Du nun weißt, Sicherheit ist überzeugt zu sein etwas erreichen zu können. Arroganz ist es allen zu erzählen es zu tun. Du bist der einzige, der überzeugt sein muss. Jede andere Meinung ist irrelevant.
Es ist außerdem wichtig realistische Ziele zu haben und realistische Selbstgespräche zu führen. Es gibt eine Schmale Grenze zwischen extremer Sicherheit und Augenwischerei.
Überschreitest Du die Grenze, dann wirst Du nicht nur auf die Schnauze fallen, sondern auch den Gedanken wieder aufkommen lassen, Du seist inkompetent. Zu Beginn dieses Prozesses startest Du lieber mit kleineren, erreichbaren Zielen, die als Sprungbrett für größere und weitreichendere Bestrebungen stehen. Kleinere Siege werden zu größeren, bedeutungsvolleren Siegen.
Das ist ein Prozess. Wie mit unserem Muskeltraining, fordert das Training unseres Geistes Zeit und verschiedene Abstufungen. Erfolg führt zu Sicherheit und diese beiden Faktoren arbeiten Hand in Hand.
Verschreibe Dich diesem Prozess, über ohne nachzulassen, sei geduldig und realistisch beim Aufstellen Deiner Ziele und Du Souveränität und Sicherheit werden starke Merkmale Deines Charakters.
Die Lawine des Erfolges
Wie die meisten Kinder änderte sich meine Sicherheit abhängig von den Events, die sich um mich herum abspielten. Es vergingen Jahre um zu lernen meinen Geist zu kontrollieren.Die Marine Corps gaben meinem Selbstbewusstsein einen enormen Schub. Ich reagierte sehr gut auf die stetigen Herausforderungen und das anspruchsvolle Umfeld, sowohl körperlich als auch psychisch. Ich lernte, wieweit ich meinen Körper belasten könnte, solange mein Geist standhielt. Ich blühte in der rauen Atmosphäre komplett auf und fand heraus, dass je schwieriger die Herausforderung für mich war, desto besser konnte ich standhalten.
Ein Ereignis im Speziellen wurde ein großer Wendepunkt für mich. Es war ein kleiner Kiesel, der die Lawine ins Rollen brachte. Der Event an sich war nicht sehr schwerwiegend, den Wandel, den er auslöste, veränderte mein Leben.
Es handelte sich um den Marine-Barracks-Powerlifting-Meet. Ich war 20 Jahre alt und hatte nirgendwo für so lange Zeit nicht mehr gewonnen, dass ich aufhörte es zu versuchen.
Aber dieses Treffen wollte ich wirklich gewinnen und da Powerlifting eine sehr objektive Sportart ist, hatte ich wirklich vor zu gewinnen. Wäre es ein anderer Event gewesen, mit mehr Raum für Selbstsabotage und Zweifel, würde ich mich immer noch im Dunstkreis der Mittelmäßigkeit bewegen.
Zum Glück geht’s beim Powerlifting nur um Zahlen. Ich kannte meine Zahlen und die der anderen Mitstreiter, die einzig möglichen Szenarien waren schwarz oder weiß. Ich weiß noch genau, ich rechnete sie den Tag davor rauf und runter und war schockiert – ich hatte eine gute Chance auf den Sieg.
Die Hauptherausforderung stellen die Gruppe der Marines da, die als "Körperträger" bekannt waren, diejenigen Kerle, die die Särge gefallener Marines bis zur völligen Armstreckung über Kopf drückten, bevor sie sie auf den Boden senken. Sie wurden nach Größe und Stärke rekrutiert und die meisten waren mehr als brutal massiv.
Vor allem ein Marine war riesig und kräftig. Ich wusste, dass er weitaus stärker war als ich und außerdem fast 70 Pfund schwerer. Doch das Ergebnis des Wettkampfes würde nach einer Formel in Relation zum Körpergewicht und wenn ich unsere Daten Durchrechnete, standen wir Kopf an Kopf.
Der Wettbewerb neigte sich dem Ende zu, nur noch unsere letzten Kreuzhebe-Versuche standen aus und ich hob grade genug, um ihn um einen Tausendstelprozent zu überbieten. Dieser Wettkampf läutete einen neuen Level meines Auftretens meiner Selbstsicherheit ein.
Ich habe nie zurückgeschaut. An diesem Tag legte der Erfolg einen Schalter bei mir um – Ich begriff, dass ich die Dinge in den letzten Jahren komplett falsch angegangen war. Statt zu versuchen die Mittelmäßigkeit zu erreichen, begann ich mich an der Spitze des Berges zu orientieren.
Ich stand mir selbst im Weg, nun war meine Zeit gekommen zu gewinnen.
Sicherheit ist eine Fähigkeit
Sicherheit ist eine Wahl. Nicht nur eine Wahl, eine Fähigkeit, die Du Dir aneignen kannst. Du kannst trainieren selbstsicher zu werden, auf die gleiche Weise, wie Du auch Deine Muskeln trainieren kannst um sie größer und stärker zu machen. Um es zusammenzufassen:- Gib jegliche negative Selbstgespräche auf
- Weise alle negativen Einflüsse von anderen ab
- Fang an mit positiven Selbstgesprächen
- Sei realistisch und geduldig mit Deinen Zielen
- Benutze kleinere Siege als Trittbrett für größere