von Lonnie Lowery
Thanksgiving war eine fettreiche, zuckerhaltige gute Zeit. Ich war noch nie jemand, der sich um "modifizierte Rezepte" gekümmert hat, wenn es um die traditionellen Feiertage geht. Kartoffelbrei mit Soße, Eierpunsch, Kürbiskuchen - es ist alles gut für mich. Wen kümmert es schon, was im Eierpunsch drin ist? Was kümmert es mich, wenn die Kruste des Kuchens mit Butteschmalz gemacht wurde? Wenn dies den Leser schockiert, dann sollte er über folgendes nachdenken: Ein einziger Tag ist nicht das, was diese Nation von Jahr zu Jahr fetter macht. In der Tat könnten viele strebsame überdiätete Bodybuilder von Zeit zu Zeit einen guten Kalorien- und Nährstoffschub gebrauchen.
Das wahre Problem liegt meiner Meinung darin, dass Thanksgiving...und Weihnachten...und Sylvester keine einzelnen, isolierten Ereignisse sonder mehr so etwas wie eine zügellose achtwöchige Fressphase sind, während der die üblicherweise disziplinierte Lebensweise den Bach runter geht.
Arbeitsfreie Tage, miese Öffnungszeiten des Fitnessstudios, Shopping, Reste von Büro- und Familienfeiern - diese Dinge ziehen sich über den gesamten Zeitraum hin. Es ist so etwas wie eine mehrwöchige ungeplante "Antidiät". Sind die Körper von Kris Kringle und Frosty reiner Zufall? Ich glaube nicht.
Okay, okay, das letzte Argument war etwas schwach, man selbst muss jedoch nicht schwach sein. Schauen wir uns fünf Strategien an, mit deren Hilfe man auf eine strikte Diät im Dezember verzichten kann, während man gleichzeitig die negativen Auswirkungen der Weihnachts- und Sylvesterzeit auf die Körperentwicklung minimiert. Einigermaßen schlank zu bleiben wäre eine gute Idee (weniger Zeit auf dem Laufband im nächsten Frühjahr!). Es ist jedoch nicht notwendig gleich auf alles zu verzichten...
- Man sollte auf dem Wohnzimmertisch Snacks wie ballaststoffreiche Cracker, Beef Jerky oder noch besser gemischte Nüsse platzieren. Die wahre Prüfung findet jedoch statt, bevor man diese Sachen mit nach Hause bringt. Das Haus frei von Kartoffelchips und Süßigkeiten zu halten ist so etwas wie ein Präventivschlag, wenn man plant die Arbeit ruhen zu lasen und sich zu entspannen. Wenn man dann etwas knabbern möchte, während man sich Weihnachtsvideos anschaut, hat man gesunde Leckereien in Reichweite - guten Appetit.
- Was die bescheidenen Studioöffnungszeiten angeht, kann man
- um sie herum planen und vor der Feiertagspause einige Extratrainingseinheiten in Folge absolvieren oder
- seine Sachen packen und an diesem Tag nach draußen gehen, um dort Ski zu laufen, Schlitten zu fahren oder einen straffen Morgenspaziergang nach einer heißen Tasse Kaffe (oder drei) zu machen. All dies reduziert die Notwendigkeit für exzessive Einschränkungen bezüglich der Kalorienzufuhr. Falls man es noch nicht wusste: der Körper neigt dazu in einer kalten Umgebung mehr Fett zu verbrennen.
- Man sollte sich eine Dose mit hochglykämischen Äpfeln und eine Dose fettarmer, ballaststoffreicher Cracker (und vielleicht einen Proteinshake oder andere Snacks aus der Liste weiter oben) ins Auto legen und sich hiervon ernähren, während man herumfährt und die Weihnachtseinkäufe erledigt. Der Teil mit dem Auto ist von entscheidender Bedeutung. Die Fast Food Ketten haben bereits damit begonnen den Zeitungen Coupons beizulegen. Sie wissen, dass Shopping anstrengend sein kann und hungrig macht. Man sollte deshalb lieber auf seine eigenen Snacks zurückgreifen, als bei ihnen zu essen.
- Einen dieser Äpfel sollte man 30 bis 60 Minuten bevor man zu einer Party geht, die nicht gerade an einem der Freiertage stattfindet und bei der man die Wahl der Speisen nicht kontrollieren kann, essen. Es gibt da eine coole wissenschaftliche Untersuchung die zeigt, dass die Auswirkungen der in Äpfeln enthaltenen Fruktose auf die Leber die Verstoffwechslung einer folgenden stärkehaltigen Mahlzeit positiv beeinflusst(1). Warum sollte man nicht in einem physiologischen und psychologischen Zustand zu einer Party gehen, der bei der unvermeidlichen Fülle an Junk Food hilfreich sein kann? Dieser einfache Apfel oder ein anderer Snack kann dabei helfen, dass man sich satter fühlt und somit einem übermäßigen Fressflash widerstehen kann.
- Was Reste angeht, sollte man diese lächelnd akzeptieren, wenn man muss und diese anschließend zu Hause entsorgen! Ja, das ist richtig. Sind diese Reste es wirklich wert, sie vor oder nach den Feiertagen herumliegen zu haben? Würde man dieses Zeug während anderer Zeiten des Jahres essen?
Das war im Grunde genommen auch schon alles. Hektische Zeitpläne, Shopping Orgien, und ein Überfluss von Zucker und fettigen Leckereien müssen die Körperentwicklung nicht ruinieren. Genauso wenig muss man sich vor ihnen schützen und wie ein von Schuldgefühlen zerfressener Kontrollfreak agieren. Mit etwas Vorausplanung kann man die Kontrolle an den anderen 24 Tagen der Vorweihnachtszeit behalten. Und man sollte immer daran denken, dass es diese Zeit vor und nach den Feiertagen ist, die wirklich zu kumulativen Schäden bezüglich der Körperentwicklung führt - und nicht die Feiertage selbst.
Ich persönlich plane meinen Eierpunsch und Kürbiskuchen in vollen Zügen zu genießen, wenn der große Tag kommt - jedoch NUR an diesem Tag. Leckereien, die Butterschmalz, Zucker und Ethanol enthalten, sind nicht immer schlecht und Gott möge sie alle segnen - zumindest an den wenigen Tagen des Jahres, an denen ich sie konsumiere. Hausgemachtes Gebäck mit allem, was dazugehört macht einen Feiertag für mich erst zum Feiertag.
Referenzen:
- 1. Heacock P., Hertzler S., and Wolf B. Fructose prefeeding reduces the glycemic response to a high-glycemic index, starchy food in humans. J Nutr. 2002 Sep;132(9):2601-4.
