Ein Artikel von Musclepacked.com

16 – Wenn man Hunderte Situps pro Tag durchführt, wird man irgendwann eine schmale waschbrettförmige Körpermitte erreichen

So etwas wie gezielter Fettabbau existiert nicht. Wenn man Tausende von Situps ausführt, wird man zwar harte Bauchmuskeln bekommen, doch man wird hierdurch kein Fett im Bauchbereich abbauen. Ein Training für die Abduktoren und Adduktoren strafft bei Frauen den Oberschenkelbereich, doch es wird nicht zum Fettabbau in diesem Bereich beitrage oder das, was im Volksmund [fälschlicherweise] als Cellulitis bezeichnet wird, reduzieren. Nichts anderes als eine Reduzierung der Energiezufuhr wird eine Reduzierung des Körperfettes bewirken. Mit anderen Worten gesagt, muss man mehr Kalorien verbrennen als man zuführt (Siehe auch Punkt 8). preview

17 – Wenn man wie ein Powerlifter mit Kreuzheben, schweren Kniebeugen und Bankdrücken trainiert, wird der Körperbau grobschlächtiger werden

Grobschlächtigkeit ist wie Kahlheit oder eine flache Brust genetisch bedingt. Wenn man mit einem grobschlächtigen Körperbau geboren wurde, wird man durch Powerlifting ganz einfach zu einer massigeren grobschlächtigen Person. Der einzige Weg ein blockhaftes Aussehen zu vermeiden, ist eine spezielle Betonung des Latissimus und der äußeren Oberschenkel sowie eine fettreduzierende Ernährung, welche für eine möglichst schmale Körpermitte sorgt. Mit Hilfe dieser Modifizierungen kann man die Illusion eines aerodynamischeren Aussehens erreichen. Die Wahrheit ist, dass Übungen aus dem Bereich des Powerliftings hervorragend für Bodybuilder geeignet sind.

18 – Eine höhere Widerholungszahl macht die Muskulatur härter und definierter

Auch wenn es Hinweise darauf gibt, dass eine höhere Wiederholungszahl die Kapillardichte innerhalb der Muskulatur erhöhen könnte, wird diese Art des Trainings nicht dazu führen, dass der Muskel härter oder definierter wird. Wenn eine komplett körperlich untätige Person mit dem Training mit Gewichten beginnen würde und entweder mit geringen oder hohen Wiederholungszahlen trainieren würde, würde sich der Muskeltonus (der Grad der Muskelkontraktion, die ein Muskel auch dann aufrechterhält, wenn er entspannt ist) schnell verbessern, doch diese Verbesserung wäre unabhängig von der Wiederholungszahl. Die einzige Art und Weise, auf die eine hohe Wiederholungszahl die Definition verbessert, wäre in Verbindung mit einer negativen Energiebilanz, bei der dem Körper weniger Kalorien zugeführt werden, als er verbrennt. Die Wahrheit ist, dass man mit schweren Gewichten und einer Wiederholungszahl im Bereich von 5 bis 8 Wiederholungen steinharte Muskeln aufbauen kann. Mann muss nur das über der Muskulatur liegende Fett abbauen, um zu sehen, wie hart die Muskulatur aussieht.

19 – Instinktives Training ist der beste Weg, um das Muskelwachstum zu fördern

Wenn Bodybuilder ihren Instinkten folgen würden, würden sie nach Hause gehen und ein Bier aufmachen. Instinktives Training ist ein wunderbares Schlagwort und es könnte sogar für einen Steroidanwender funktionieren, da bei ihm bereits die Tätigkeit des Öffnens einer Bierdose das Muskelwachstum anregen könnte. Bei einem natural Bodybuilder muss der Ansatz für konsistentes Muskelwachstum auf lange Sicht doch etwas wissenschaftlicher ausfallen. Forschungsergebnisse aus von Sportphysiologen durchgeführten Untersuchungen empfehlen einen systematischen Ansatz wie den einer Periodisierung, bei dem der Trainierende währen der Dauer von einigen Wochen mit stetig steigenden Gewichten trainiert. Diese hochintensiven Perioden wechseln sich periodisch mit leichteren Trainingsphasen ab. Im Endeffekt steigen hierdurch die Trainingsgewichte und die Menge der fettfreien Körpermasse an. Das hat jedoch nichts mit Instinkt zu tun.

20 – Frauen müssen anders als Männer trainieren

Auf mikroskopischer Ebene gibt es eigentlich keinen Unterschied zwischen dem Muskelgewebe eines Mannes und dem einer Frau. Männer und Frauen besitzen unterschiedliche Spiegel derselben Hormone und dies ist für die unterschiedlichen Mengen an Muskelmasse verantwortlich, die Männer und Frauen aufbauen können. Es gibt absolut keinen Grund dafür, dass Männer und Frauen unterschiedlich trainieren sollten, wenn sie dasselbe Ziel verfolgen. Der einzige Unterschied besteht in kulturellen oder geschlechtsspezifischen Präferenzen. Eine Frau möchte vielleicht ihre Gesäßmuskulatur etwas besser entwickeln, um in ihren Designerjeans eine bessere Figur zu machen. Ein Mann hingegen möchte vielleicht den Latissimus etwas stärker entwickeln, um näher an die maskuline V Form heran zu kommen.

21 – Es gibt Supplements, die genauso effektiv wie Steroide, aber gleichzeitig sicherer und weniger gesundheitsschädlich sind

Das einzige, was so effektiv wie ein Steroid ist, ist ein anderes Steroid. Auch wenn uns die Werbung der Supplementindustrie etwas anderes erzählen möchte, wirkt kein zurzeit erhältliches Supplement wie Steroide. Nährstoffe und Supplements können natürlich sehr effektiv sein, insbesondere, wenn es der Ernährung an einigen kritischen Komponenten fehlt oder wenn man genetisch bedingt bestimmte Nährstoffe schlechter aufnimmt oder verwertet. Auf biochemischer Ebene unterscheiden sich unterschiedliche Personen stark und das Zusammenspiel von genetischer Veranlagung mit der großen Bandbreite unterschiedlicher Ernährungsformen macht es nahezu unmöglich vorherzusagen, was bei einer bestimmten Person wirkt und was nicht. Aus diesem Grund wirken manche Supplements bei einigen Personen besser als bei anderen, genau wie manche Menschen genetisch so veranlagt sind, dass Steroide bei ihnen besser wirken als bei anderen. Supplements und Nahrungsergänzungen besitzen viele Vorteile, die man nicht übersehen sollte. - Sie sind im Allgemeinen sicher und bringen den Anwender nicht ins Gefängnis. Doch keines dieser Supplements wird zu so schnellem Muskelwachstum führen wie, es bei Steroiden der Fall ist.

22 – Professionelle Bodybuilder repräsentieren den Inbegriff von Gesundheit und Fitness

Die ultimative Ironie der Tatsache, dass die IFBB versucht Bodybuilding als olympische Disziplin zu etablieren, besteht darin, dass Sportler einer jeden anderen Sportart versuchen, so gesund wie möglich zu sein, so dass sie auf sportlicher Ebene im Wettkampf konkurrieren und Rekorde brechen können, während Bodybuilder am Wettkampftag so schwach sind, dass sie Probleme damit hätte, sich gegen den Angriff eines Zwergpudels zu wehren. Die Wochen konstanter Diät, Trainingseinheiten, die den Körper bis an die Grenzen der Regenerationsfähigkeit belasten und die kontinuierliche Zufuhr von schädlichen Medikamenten und Diuretika bringen die meisten von ihnen nahe an den Zustand totaler Erschöpfung.

Und da wären noch die riesigen Mengen an Nahrungsmitteln, die Bodybuilder, die Steroide verwenden, zu sich nehmen. In allen Bereichen der Welt, wo Menschen bis zu hundert Jahren und älter werden, besteht der einzige gemeinsame Faktor darin, dass diese Menschen zu wenig essen oder gerade so viel, dass sie ihren Kaloriengrundbedarf decken. Durch den Verzehr geringerer Nahrungsmengen werden dem Körper auch weniger schädliche Chemikalien zugeführt und im Körper entstehen weiterhin weniger freie Radikale als Abfallprodukte des Stoffwechsels. Der durchschnittliche Bodybuilder isst mindestens die vier- bis fünffache Menge an Lebensmitteln, die die zuvor genannte Personengruppe zu sich nimmt. Als Resultat hieraus leiden Bodybuilder oft an hohem Blutdruck und hohem Cholesterinspiegel. Weiterhin muss bei all der zusätzlichen Körpermasse das Herz härter arbeiten und wird vielleicht Jahre früher aufhören zu schlagen, als dies bei normalem Körpergewicht der Fall wäre.

Professionelles Bodybuilding ist der ultimative Akt der Selbstgefälligkeit. Es wird alleine aus dem Grunde durchgeführt das fehlgeleitete Ideal eines Übermenschen zu erfüllen, wobei die Gesundheit nicht einmal in Betracht gezogen wird. Fast ausnahmslos sind diese Jungs und Mädels alles andere als gesund und sie werden wahrscheinlich auch die ersten sein, die einem das erzählen werden. Widerstandstraining in Kombination mit einer nährstoffreichen Ernährung ist sehr gesund, so lange es nicht bis ins Extrem getrieben wird.

23 – Das Training mit Gewichten macht die Muskulatur steif und verringert die Beweglichkeit, worunter die sportliche Leistungsfähigkeit leidet

Wenn überhaupt, dann verbessert richtig durchgeführtes Training (langsam und über den kompletten Bewegungsspielraum) mit Gewichten die Flexibilität. Viele Sportler trainieren mit Gewichten um die Leistungsfähigkeit bei ihrer eigentlichen Sportart zu verbessern – hierfür muss man sich nur Evander Hollyfield oder beliebige Leichtathleten, Basketballspieler oder sonstige Sportler ansehen. Die Liste ist unendlich.

Diese Lüge geht bis in die dreißiger Jahre zurück. Firmen, die isometrische Trainingsprogramme per Post verkauften, versuchten die Kunden davon zu überzeugen, nicht mit Hanteln zu trainieren, was darin begründet war, dass es einfach unpraktisch war, Hanteln per Post zu verschicken. Aus diesem Grund dachten sie sich diese Lüge aus.

Diese Lüge wird durch das Gefühl der Steifheit, welches ein intensives Training begleitet, scheinbar bestätigt. Wenn eine Trainingseinheit intensiv genug war und eine ausreichende Anzahl Muskelfasern rekrutiert und auf mikroskopischer Ebene beschädigt wurden, dann ist der normale Muskeltonus (die normale Rate der Kontraktion eines entspannten Muskels) mehr als genug um ein Gefühl des Schmerzes und der Steifheit auszulösen. Die Steifheit kommt durch ein Ziehen der Sehnen an der Muskulatur zustande. Durch Dehnen kann ein Großteil dieser gefühlten Steifheit gelöst werden. Nicht umsonst ist ein regelmäßiges Dehnen empfohlener Bestandteil einer jeden sportlichen Betätigung.

Die einzige mögliche Bestätigung dieser Lüge betrifft den Arm eines Pitchers beim Baseball. Ein intensives Training mit Gewichten könnte die Fähigkeit des Pitchers, einen schnellen Ball zu werfen, beeinträchtigen, wobei dies nicht auf fehlende Flexibilität zurück geführt werden kann. Die Geschwindigkeit, die ein Pitscher entwickeln kann, scheint durch eine komplexe Beziehung der Länge der Sehnen, der Kraft und der Effizienz des Nervensystems bestimmt zu werden. Ein Training mit Gewichten könnte diese komplexe Beziehung aus dem Gleichgewicht bringen.

24 – Ein Aufladen mit Kohlenhydraten ist ein hervorragender Weg, um die sportliche Leistungsfähigkeit zu verbessern

Die traditionelle Art und Weise, auf die sich Sportler vor einem Wettkampf mit Kohlenhydraten aufladen, beinhaltet zunächst eine Entleerung der Kohlenhydratspeicher mit Hilfe von Sport und Ernährung. Hierauf folgt eine Ruhephase mit gleichzeitiger hoher Kohlenhydratzufuhr. Studien konnten jedoch zeigen, dass diese Art der Vorbereitung unnötig ist. Ein Sportler, der eine ausgewogene kohlenhydratreiche Ernährung einhält und gut in Form ist, besitzt ausreichende in der Muskulatur gespeicherte Kohlenhydratmengen, um den Bedarf für sportliche Betätigungen, welche in der Dauer eine Stunde nicht überschreiten, zu decken. Bei sportlichen Betätigungen von mehr als einer Stunde Dauer, wie Langstreckenlauf oder Radfahren, könnte ein Aufladen mit Kohlenhydraten vorteilhaft sein. Wahrscheinlich ist jedoch für Sportler auf diesem Level die Fähigkeit Fett anstelle von Kohlehydraten als Energiequelle zu nutzen wichtiger.

25 – Der Verzehr von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln vor dem Training versorgt den Körper mit zusätzlicher Energie für lange Trainingseinheiten

Einfachzucker wie Saccharose müssen im Körper nicht erst wie komplexe Kohlenhydrate durch Enzyme zerlegt werden, um als Energiequelle genutzt werden zu können. Aus diesem Grunde bewirken sie einen schnellen und starken Insulinausstoß (Insulin ist das Hormon, welches den Blutzuckerspiegel reguliert). Das Problem hierbei ist, dass die schnelle Zuckerzufuhr den Körper dazu bewegt, viel Insulin auf einmal auszuschütten, wobei diese Insulinmenge in der Regel das übersteigt, was für die Verstoffwechselung des Zuckers benötigt wird. Als Folge hiervon sinkt der Blutzuckerspiegel kurzzeitig unter den Wert vor der Zuckerzufuhr ab, was dazu führen kann, dass man schneller erschöpft, als dies normalerweise der Fall wäre. Der Körper muss dann auf seine Glykogenreserven zurückgreifen, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Um sicherzustellen, dass man ausreichend Energie für das gesamte Training zur Verfügung hat, sollte man nahrhafte Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index zu sich nehmen, da hierdurch ein langsamer und gleichmäßiger Zufluss von Zucker in den Blutkreislauf garantiert wird.

26 – Alle anabolen Steroide sind extreme toxisch und gefährlich

Hier ist eine gute triviale Frage, die aus Dan Duchaines Underground Steroid Handbook [sehr empfehlenswert] stammt: Wenn man eine Packung Dianabol (ein beliebtes Steroid), eine Packung Lasix (ein Diuretikum, das von Herzpatienten und Bodybuildern zum Entwässern vor dem Wettkampf eingenommen wird), eine Packung Valium, eine Packung Aspirin und eine Packung Slow-K (ein Kaliumsupplement) aufreihen würde, welches dieser Präparate würde einen nicht umbringen, wenn man 100 Tabletten auf einmal davon zu sich nimmt? Am wahrscheinlichsten das Dianabol. Dies ist keine Billigung der Verwendung anaboler Steroide sondern soll ganz einfach nur den Ruf, den anabole Steroide in der Öffentlichkeit besitzen, illustrieren: Sie verursachen Gehirntumore wie bei Lyle Alzado … sie bewirken eine Vergrößerung des Herzmuskels [sie verursachen eine Spontane Enthauptung…].

Vielleicht, doch alle Steroide unterscheiden sich untereinander. Manche sind gefährlicher als andere. Auch die Antibabypille ist ein Steroid. Testosteronpflaster wurden mit großem Erfolg eingesetzt, um die Lebensqualität älterer Männer zu verbessern. Einige der Steroide, die von Bodybuildern verwendet werden, sind sehr mild und das mit ihnen in Verbindung stehende Risiko ist praktisch vernachlässigbar. Es gibt jedoch auch gefährliche Steroide und das ist der Grund dafür, dass Sportler, die sich für deren Verwendung entscheiden, gut informiert sein müssen. Hierfür gibt es Bücher wie den Anabolic Reference Guide von Bill Phillips [sehr zu empfehlen], in denen es hauptsächlich um eines geht: Aufklärung. Natürlich können die physischen Veränderungen, die Steroide mit sich bringen zu negativen psychologischen Wirkungen bei den Anwendern führen und diese Tatsache sollte nicht ignoriert werden.

27 – Wenn man aufhört zu trainieren, verwandelt sich die Muskulatur in Fett

Diese Aussage fast zu absurd, als dass man sie ansprechen sollte. Muskeln können genauso wenig in Fett umgewandelt werden, wie Gold in Blei. Muskeln bestehen aus einzelnen Zellen – lebenden, atmenden Zellen - , die Teil von komplexen Stoffwechselprozessen sind. Fettzellen hingegen dienen einfach nur als Lagerstätte für Fette. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Zelle einer dieser beiden Arten von Zellen in die jeweils andere Art verwandelt ist ungefähr genauso groß wie die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Bowlingkugel in meinem Schrank in Tante Edna verwandelt. Wenn man aufhört zu trainieren und somit damit aufhört die Muskeln regelmäßigem Widerstand auszusetzen, werden diese sich an die neuen Umstände anpassen. Mit anderen Worten gesagt, werden sie schrumpfen. Wenn der Grad der Inaktivität oder der Immobilisierung sehr groß ist, können die Muskeln schneller als die sie umgebende Haut schrumpfen und es kann vorübergehend zu hängender Haut führen, was sich jedoch mit der Zeit wieder ausgleicht.

28 – Der Verzehr von MCT Öl (mittelkettige Triglyzeride) liefert Energie im Überfluss, macht jedoch nicht fett

MCT Öl wurde zuerst bei der Behandlung von Patienten eingesetzt, die unter einer schlechten Fettabsorption litten, eine ungenügende Bauchspeicheldrüsenfunktion aufwiesen oder an Erkrankungen des Magens oder der Speiseröhre litten. Forscher haben herausgefunden, dass MCT Öl aufgrund seiner besseren Lösbarkeit und Motilität schnell durch den Speichel und Enzyme des Magens und der Bauchspeicheldrüse hydrolisiert werden kann. Aus diesem Grund erreichen mittelkettige Triglyzeride schneller die Leber als langkettige Triglyzeride und liefern so schneller Energie (Guillot und Kollegen., 1993). Es gab auch Hinweise darauf, dass beim Konsum von MCT Öl die Fetteinlagerung in den Fettdepots des Körpers geringer ausfällt, als beim Konsum langkettiger Fettsäuren bei gleicher Gesamtkalorienzufuhr. Es gibt jedoch keinen Grund dafür zu glauben, dass eine übermäßige Zufuhr von MCT Öl nicht in einer positiven Energiebilanz, welche vom Körper in Form von Fett in den Fettzellen eingelagert wird, resultiert. MCT Öl liefert wie normales Öl oder Fett neun Kalorien pro Gramm. Auch wenn MCT Öl anders als andere Fette verstoffwechselt wird, kann eine übermäßige Zufuhr in einem größeren Bauchumfang resultieren.

29 – Wenn alle dieselbe Menge an Steroiden verwenden würden, sähe jeder aus wie ein Bodybuildingprofi

Eine der Ironien des Steroidskonsums liegt darin, dass manche Menschen im Bezug auf die Steroidrezeptoren genetisch bevorzugt sind. Dies bedeutet, dass sie eine größere Menge an Rezeptoren im Muskel besitzen, an welche Steroide andocken und ihre muskelaufbauende Wirkung entfalten können. Der Mann oder die Frau, die den letzten Wettkampf gewonnen hat, könnte sehr gut die Person mit den aktivsten Steroidrezeptoren gewesen sein und nicht der Bodybuilder mit dem meisten Wissen. Auf der anderen Seite gibt es auch Menschen, die nur sehr wenige Rezeptoren für ein bestimmtes Steroid besitzen. Aus diesem Grund kommt es bei ihnen, wenn überhaupt, nur zu einem geringen Wachstum, wenn sie dieses Steroid einsetzen. Ein anderer Faktor, der die Bindungsfähigkeit der Rezeptoren beeinflusst ist das Alter. Die höchste Bindungsfähigkeit der Steroidrezeptoren liegt im späten Teenageralter vor. Dies ist zwar nur eine Verallgemeinerung, doch sie trifft bei den meisten Menschen zu. Da Steroide bei diesen Personen eine stärkere Wirkung entfalten, können sie oft geringere Dosierungen für eine längere Dauer verwenden und trotzdem bessere Fortschritte als ältere Steroidkonsumenten erzielen. Die Wahrheit ist, dass zwei Bodybuilder denselben Steroidstack verwenden und auf genau dieselbe Art und Weise trainieren und essen könnten und der eine von ihnen Mr. Olympia werden könnte, wogegen der andere nicht einmal eine lokale Meisterschaft gewinnen würde. Der Unterschied, wie unterschiedliche Menschen auf diese Medikamente reagieren, ist enorm.

30 – Jemand mit einem gut entwickelten Körper muss ein großes Wissen über Fitness und Körperentwicklung besitzen

Entgegen der landläufigen Meinung muss jemand nur weil er einen Oberarmumfang von 50 cm und einen Oberschenkelumfang von 77 cm besitzt, nicht automatisch auch ein Bodybuildingexperte sein. Unglücklicherweise werden in einer Gesellschaft, in der auf das Aussehen so viel Wert gelegt wird, gut entwickelte Bodybuilder oft als Bodybuildingexperten angesehen. Die unschöne Wahrheit ist, dass viele gut entwickelte Athleten und selbst Profibodybuilder keine Ahnung haben, wie sie dahin gekommen sind, wo sie sind. Viele von ihnen besitzen hervorragende genetische Veranlagungen und fördern ihr genetisches Potential durch die Verwendung von Tonnen von Medikamenten, so dass sie trotz ihres Trainings und ihrer Ernährung Erfolge erzielen. Mit wenigen Ausnahmen sind Elitebodybuilder die letzten Personen, an die man sich wenden sollte, wenn man als genetisch durchschnittlich veranlagter Mensch einen Rat benötigt. Man wird viel eher einen guten Expertenrat von jemandem bekommen, der genetisch weniger gut veranlagt ist und trotzdem einen guten Körper entwickelt hat.