Enter the Drug Dragon - Teil 2
von Bryan Krahn
Auch wenn der Sommer die Zeit ist, während der die meisten von uns es etwas langsamer angehen und ein paar kühle Bier am Pool genießen, sieht das Szenario bei vielen Elitebodybuildern ganz anders aus.
Der Unabhängigkeitstag bedeutet keinen Tag am Grill mit Hot Dogs und Feuerwerk, wenn das Ziel darin besteht, zu den besten Bodybuildern aller Zeiten zu gehören. Stattdessen bedeutet dieser Tag, dass der Großvater aller Bodybuildingwettkämpfe, die Mr. Olympia Wahl, weniger als 3 Monate entfernt ist. Und das bedeutet, dass die harte Arbeit gerade erst begonnen hat.
Die Wettkampfsaison ist für die wenigen ausgewählten Trainer, die den Profis dabei helfen, ihr absolut bestes Gesamtpaket auf die Bodybuilding Bühne zu bringen, eine hektische Zeit.
Testosterons eigener Drug Dragon ist diesen Sommer mit Profis, angehenden Profibodybuildern und Wettkämpfern aus der Figurklasse ausgebucht, doch er hat sich trotzdem die Zeit genommen, einige unserer chemischen Fragen zu beantworten.
Man sollte sich daran erinnern, dass er hier ist, um dem Leser die ganze Wahrheit und nicht irgendwelchen Blödsinn zu erzählen. Wenn man also wirklich wissen möchte, wie es die Profis in den Magazinen schaffen so auszusehen wie sie aussehen, dann sollte man sich im Forum anmelden und seine Fragen stellen.
– Bryan Krahn
[ Testosterone ]: Wie viele Typen hast Du als Stofftrainer gesehen, die aufgrund der Verwendung anaboler androgener Steroide (AAS) gestorben sind? Oder wie viele Jungs hast Du gesehen, die sich ihre Gesundheit durch den Gebrauch/Missbrauch anaboler Steroide permanent ruiniert haben?
[ Dragon ]: Wow, das ist eine Fangfrage. Bist Du Geraldo Rivera?
Ich hasse Fragen wie diese, da sie die Ignoranz und Scheinheiligkeit des Durchschnittsbürgers im Bezug auf das Bodybuilding widerspiegelt. Man sollte mal über folgendes nachdenken: wenn jemand bei einem NASCAR Rennen stirbt, dann ist dies heldenhaft und dieser Person wird als Held bei ihrer Sportart unsterblich. Wenn jedoch jemand beim Streben nach einer Bodybuilding Trophäe stirbt, dann wird dies als dumm und egoistisch angesehen und "diese Person bekommt, was sie verdient."
Doch da Du mich gefragt hast, Geraldo, werde ich Nachsicht zeigen. Aus meiner (ausgiebigen) Erfahrung kann ich sagen, dass die große Mehrzahl von mit dem Bodybuilding in Verbindung stehenden Todesfällen auf genetische Veranlagungen (wie Herzprobleme) zurückgeführt werden können, die mit einer Langzeitanwendung anaboler Steroide kombiniert wurden, wobei nicht auf wichtige Marker wie Blutdruck, Blutfettwerte und ähnliches geachtet wurde.
Was den anderen Teil Deiner Frage angeht, kenne ich niemanden, der sich seine Gesundheit durch anabole Steroide dauerhaft ruiniert hat, doch vielleicht werden wir in den nächsten 10 bis 20 Jahren stärkere Auswirkungen der höheren Dosierungen und der Kombination zahlreicher Pharmazeutika, die seit einem Jahrzehnt oder so immer mehr vorherrschen, beobachten können. Für mich klingt es jedoch so, als ob Du Dir bereits eine Meinung gebildet hättest.
Danke noch einmal für die Frage, Mr. Rivera. Ich gebe zu, dass ich es immer noch genieße, den klassischen Clip zu sehen, in dem Sie von einem Ihrer Gäste einen Stuhl ins Gesicht geschlagen bekamen. Da soll noch einmal jemand sagen, dass Youtube reine Zeitverschwendung ist. preview
[ TN ] Dragon, ich bin mir nicht sicher, ob dies in Dein Fachgebiet fällt, doch inwieweit pflichtest Du der ganzen "stärker=massiger" Einstellung im Gegensatz zu einem Ansatz mit leichteren Gewichten, einem höheren Volumen und unterschiedlichen Winkeln der Stimulation zu?
Ich nehme an, dass dies immer vom Individuum abhängt, doch mich würde interessieren, was Du hierüber denkst.
[ TD ] Ich denke, dass Kraft für Anfänger wichtiger als für fortgeschrittene Trainierende ist. Wenn man einmal eine solide Kraftbasis aufgebaut hat, gibt es viele Wege eine Hypertrophie zu erreichen und die Intensität durch Ansätze wie ein höheres Volumen (mehr Sätze und Wiederholungen), kürzere Pausen zwischen den Sätzen und unterschiedlichen Methoden zur Erweiterung eines Satzes (Rest Pause Sätze, absteigende Sätze, erzwungene Wiederholungen, usw.) zu steigern.
Kraft ist außerdem eine sehr neurologische Angelegenheit. Wenn man sich auf Kraft konzentriert und primär im unteren Wiederholungsbereich trainiert, wird man stärker aber nicht notwendigerweise viel massiger werden. Unser Körper ist zu intelligent hierfür. Man muss sich kontinuierlich auf neue Arten herausfordern, um ein Wachstum zu erreichen, was insbesondere dann gilt, wenn man näher an seine genetischen Grenzen herankommt.
Mehr Gewicht zu bewegen ist nur ein Weg ein Wachstum anzuregen, doch es ist gleichzeitig der Weg, der häufig zu Verletzungen führen kann. Wenn man darüber nachdenkt, dann wurde die Karriere von praktisch jedem Bodybuilding Champion, der für seine schweren Trainingsgewichte bekannt war, durch eine Verletzung vorzeitig beendet oder ernsthaft verändert.
Wenn man seine Hypothek dadurch bezahlt, dass man Wettkämpfe gewinnt und Gastauftritte durchführt, dann kann ein gerissener Bizeps, Trizeps oder Brustmuskel einen ernsthaften Einnahmeverlust bedeuten. Wenn man durch die Verwendung leichterer und sichererer Gewichte dieselben Resultate erzielen kann, warum sollte man dies dann nicht tun?
[ TN ] Ich würde gerne Deine Meinung bezüglich der Verwendung von Peptiden wie GHRP-2/GHRP-6, Sermorelin, usw. im Bereich des Bodybuildings oder der kosmetischen Verbesserung hören.
[ TD ] Das ist eine kurze Frage, auf die ich mit einer kurzen Antwort reagiere: Ich habe mich mit diesem Thema noch nicht ausgiebig beschäftigt. Der Grund hierfür ist, dass nichts echte Wachstumshormone (die 99% meiner Klienten verwenden) ersetzen kann. Warum sollte man sich also hierüber Gedanken machen?
Ich sage nicht, dass diese esoterischen Anwendungen nicht ihr legitimes Potential bei bestimmten Anwendungsfällen besitze, doch ich bevorzuge es meinen Wagen mit dem zu beladen, das meinen Klienten konsistente und verlässliche Resultate liefert.
[ TN ] Ich würde gerne Deinen Input zur Verwendung und der Wirkung einiger Diätunterstützer wie T3, Clenbuterol, Albuterol, Appetitzügler, usw. hören – ihre Wirkungen, wie sie wirken, was gut zusammenwirkt, usw.
[ TD ] Wow, noch irgendetwas anderes, wenn ich schon dabei bin?
T3 ist bei der Wettkampfvorbereitung einer der Eckpfeiler, wenn man es nicht gerade mit einem dieser außergewöhnlichen stoffwechseltechnischen Freaks zu tun hat, die es nicht benötigen, um eine ideale Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Bei dieser raren Brut schadet T3 mehr als es hilft.
Was Clenbuterol anbetrifft, verwendet dies praktisch jeder Wettkampfbodybuilder. Einige verwenden es gerne zyklisch, während es andere bevorzugen, Clenbuterol während der gesamten Wettkampfvorbereitung (zumindest jedoch während der letzten 10 bis 12 Wochen) zu verwenden und lediglich die Dosierung bei Bedarf steigern und den Wirkstoff nach dem Wettkampf langsam ausschleichen.
Die zyklische Verwendung von Clenbuterol (und es gibt hier viele Wege dies zu tun – 2 Wochen on, 2 Wochen off; 1 Woche on, 1 Woche off; 3 Tage on, 3 Tage off) bewirkt eine Menge Verschiebungen das Wassergewichts, was ich insbesondere während der Wettkampfvorbereitung als sehr nervig ansehe. Zusätzlich hierzu sehe ich eine zyklische Anwendung nicht als notwendig an, da eine Erhöhung der Dosierung meiner Erfahrung nach genauso gut wirkt.
Was Appetitzügler anbetrifft, bekommt selbst der härteste und stärkste Bodybuilder Heißhungeranfälle und wird deshalb etwas verwenden, das ihm während der Wettkampfvorbereitung dabei hilft, dies zu verhindern. Ich bin kein großer Befürworter der beliebten pharmazeutischen Appetitzügler, doch viele meiner Jungs verwenden gerne Nikotinkaugummis. Einige mögen sogar den Geschmack. Seltsam.
Chocamine ist ein anderer guter Appetitzügler und besitzt den zusätzlichen Vorzug neben seiner lipolytischen Wirkung die mentale Aufmerksamkeit zu fördern. Es umfasst im Grunde genommen all das Gute der Schokolade, aber ohne die Kalorien und das Fett.
Am Ende des Tages sage ich meinen Jungs, dass es immer noch eine Diät ist. Man wird gelegentlich hungrig sein, sich etwas kraftlos fühlen und mit großer Wahrscheinlichkeit wird einem auch irgendwann die begrenzte Nahrungsmittelauswahl zum Halse heraus hängen. Doch wenn man nicht mit ein paar Entbehrungen bei dem Streben nach einem großen Ziel leben kann, dann würde ich vorschlagen, dass man sich entweder ein paar Eier wachsen lässt oder etwas anderes, wie z.B. Wettkampfbingo betreibt. Hierfür bedarf es keiner Diät und wenn man zählen kann und das Alphabet kennt, dann ist man dabei.
[ TN ] Dragon, ich würde gerne wissen, was Du als die "schlimmen Nebenwirkungen" einer Dosierung am unteren Randes des Spektrums wie z.B. 400 mg Testosteron pro Woche ansehen würdest. Und wie lindern Bodybuilder Blutdruckprobleme bei deutlich höheren Dosierungen?
[ TD ] Man kann es glauben oder nicht, aber einige Jungs bekommen bereits bei einer so niedrigen Dosierung eine Gynäkomastie, ganz zu schweigen von schlimmer Akne. Es kommt wirklich auf die genetischen Veranlagungen an und wozu man neigt. Einige können weitaus höhere Dosierungen verwenden, ohne irgendwelche Probleme zu bekommen. Man kann auch Weißdorn, eine Reduzierung der Natriumzufuhr und etwas Cardiotraining (falls man zurzeit keines ausführt) ausprobieren.
Am Ende des Tages ist es eine reine Glückssache. Wir kennen alle Leute, die wie ein Loch saufen oder händeweise Medikamente einnehmen, ohne dass es zu nennenswerten gesundheitlichen Komplikationen kommt, während andere bereits in der Notaufnahme landen, wenn sie so etwas nur einmal tun. Die individuelle Reaktion auf jede Medikation kann stark variieren.
[ TN ] Hey Dragon, ich interessiere mich für einige der aktuellsten Techniken bei der Verwendung von Insulin, wie z.B. die Kombination mit Wachstumshormonen, die Kombination mit GHRP/GHRH in regelmäßigen Schüben und die Verwendung in Kombination mit proteinreichen/kohlenhydratarmen Diäten in geringen Dosierungen. Wie Du siehst, gibt es eine Menge neue Gedanken zu diesen Techniken und ich würde gerne Deine Meinung hierzu hören.
[ TD ] Wie bei vielen Dingen im Bereich des Bodybuildings denke ich, dass die Leute das ganze viel zu kompliziert machen. Die Insulin- und Wachstumshormonanwendungen unterscheiden sich nicht, doch viele Tastatur Gurus denken, dass ein ausgeklügeltes kompliziertes Dosierungsschema mit 26 Injektionen pro Tag unter Verwendung einer Stoppuhr für das Timing, das sie sich ausgedacht haben, besser als ein paar einfache Injektionen pro Tag sein muss.
Bei meinen Klienten bleibe ich bei einer oder zwei Wachstumshormoninjektionen pro Tag (als erstes morgens und manchmal zusätzlich nach dem Training oder am Abend) und bei Insulin verwende ich eine Injektion am Morgen mit dem Frühstück und eine weitere Injektion später am Tag. Hierfür bedarf es keiner Stoppuhr und keiner EXCEL Tabelle.
Ich sollte erwähnen, dass ich kein großer Freund von Insulin vor oder nach dem Training bin, auch wenn dies heute zutage recht beliebt zu sein scheint. Ich denke einfach nicht, dass es notwendig ist und glaube außerdem, dass diese Vorgehensweise gefährlich sein kann, wenn man bei der Dosierung oder dem Timing einen Fehler macht.
Ich suche immer nach der einfachsten und sichersten Methode, mit der ich die gewünschten Resultate erzielen kann und Du wärst überrascht, wenn Du wüsstest, dass dies häufig auch die effektivste Methode ist. Beim Bodybuilding wird die Schildkröte den Hasen immer schlagen. Immer!
Während der Diät verzichte ich für gewöhnlich bis auf die Kohlenhydrat Ladetage vollständig auf Insulin und selbst dann verwende ich Insulin nur bei einigen meiner Klienten (bei denen mit sehr schnellem Stoffwechsel). Wachstumshormone sind hingegen während der Diät ein wahres Gottesgeschenk. Eine moderate Dosis vor dem Morgencardio wird mehr Fett als Cardio ohne Wachstumshormone verbrennen.
Es tut mir leid, wenn dies nicht Guru Antwort ist, nach der Du vielleicht suchst wie z.B. "Ich verwende 2,6 IU Wachstumshormonpeptid A567 am Montag, Mittwoch und Donnerstag und 5,6 IU Insulin pro 9 Gramm Kohlenhydraten an sonnigen Tagen." Wenn ich ehrlich bin, dann ist das reiner Bullshit. Die Profis brauchen so etwas nicht und warum sollte es dann irgendjemand sonst brauchen?
Obwohl ich gehört habe, dass die Stoffplanugsapp für das neue IPhone recht cool ist…
[ TN ] Eine Frage, die ich habe, ist die Meinung des Gurus zum "Kohlenhydratkrieg", der zwischen einigen der besten Wettkampfvorbereitungstrainer zurzeit ausgetragen wird. Ich beziehe mich hierbei auf einen Guru, der ein großer Fürsprecher von ketogene Diäten ist und einen anderen, der seine Jungs angeblich tonnenweise Kohlenhydrate essen lässt, während diese nur wenig Cardio ausführen und trotzdem schlank werden.
[ TD ] Ich kann nicht viel dazu sagen, was andere Wettkampfvorbereitungstrainer tun, doch ich möchte erwähnen, dass viele Jungs versuchen die Dinge deutlich mehr schwarz und weiß zu machen, als sie es wirklich sind.
Ich für meinen Teil verwende während der Diät Kohlenhydrate (zumindest in den meisten Fällen), doch wenn es die Situation erfordert, dann habe ich auch keine Angst davor, völlig auf Kohlenhydrate zu verzichten. Es hängt immer ganz von der Person und der Situation ab. Wenn man weiß, was man tut, dann sind beide Arten von Diäten hervorragende Werkzeuge in der Werkzeugkiste und zu denken, dass einer dieser Ansätze dem anderen IN ALLEN FÄLLEN überlegen ist, stellt eine unnötige Einschränkung der Möglichkeiten dar, die ganz einfach nur dumm ist.
Wenn man einen ketogenen Ansatz verwendet, dann benötigt man vor dem Wettkampf definitiv ein Aufladen mit Kohlenhydraten. Wenn man dies nicht tut, dann wird man viel zu flach und sehnig aussehen. Ich kann einen Wettkämpfer, der sich nicht ausreichend mit Kohlenhydraten aufgeladen hat, aus einer Meile Entfernung erkennen und dies liegt nicht daran, dass er lächelt und eine Siegertrophäe in den Händen hält.
Trotzdem benötigt man wahrscheinlich nach einer ketogenen Diät weniger Kohlenhydrate zum Aufladen, als wenn man die ganze Diät über Kohlenhydrate zu sich genommen hat. (Dies mag der Intuition widersprechen, doch meiner Erfahrung nach ist dies so.)
Ich werde jedoch niemals müde zu erwähnen, dass jede Situation anders ist – man muss alles überwachen und die notwendigen Anpassungen durchführen.
[ TN ] Was ist das Erschreckendste, das man im Bereich der Wettkampfvorbereitung heute zutage beobachten kann? Und was ist das Dümmste?
[ TD ] Ich liebe Fragen wie diese.
Das Erschreckendste? Ganz einfach die Dosierungen, die heute zutage immer mehr vorherrschen. Insulin nähert sich 100 IU pro Tag, Wachstumshormone nähern sich 50 IU pro Tag, T3 nähert sich 200 mcg, Clenbuterol 300 mcg, Trenbolon 2 Gramm pro Woche und Testosteron 5 bis 6 Gramm pro Woche. All diese Jungs (und manchmal auch Mädels) sehen trotzdem nicht besser (und häufig sogar schlechter) als ihre niedriger dosierenden Mitstreiter aus.
Irgendwann hat sich die Überzeigung durchgesetzt, dass der Unterschied zwischen dem ersten Platz und jemandem, der unter ferner liefen abschneidet, die Menge an Öl in der Spritze ist. Vergiss die Genetik, vergiss die Jahre des schweren Trainings und der richtigen Ernährung, verdopple oder verdreifache einfach die Dosierung und Du wirst der nächste Ronnie oder Jay sein.
Sorry Freunde, so funktioniert das einfach nicht.
Ich habe mit einer Reihe von Profis gearbeitet und es fasziniert mich immer wieder, wie wenig einige von ihnen verwenden. Doch niemand möchte daran glauben, dass er vielleicht suboptimale Gene für diesen Sport haben könnte, weshalb er die Stoffkarte zieht. Das ist das Erschreckendste.
Und das Dümmste? Ich würde sagen zu sehr auf die Waage zu achten und nicht genug auf die Konditionierung. Man sollte denken, dass so etwas nur auf der Amateurebene geschieht, doch es geschieht bei Profis genauso häufig – insbesondere bei neuen Profis, die denken, dass sie schnell eine Tonne Gewicht aufbauen müssen, um "mit den großen Jungs mithalten zu können. "
Sie verlieren schnell ihre harte Definition, mit der sie ihre Profilizenz gewonnen haben und erreichen schnell einen "nicht platziert" Status.
Ich achte auf das Körpergewicht, doch wie man aussieht, ist sehr viel wichtiger. Kein Kampfrichter wird jemals fragen, wie viel man auf der Bühne wiegt (außer wenn es darum geht, in welcher Gewichtsklasse man antritt). Und wenn man in Form ist (und ich meine in einer echten Siegerform – und nicht nur "verdammt, ich sehe im Fitnessstudio mit einem guten Pump in der Ecke mit der coolen Beleuchtung von oben gut aus"), dann wird man auf der Bühne sehr viel massiger aussehen.
Ich habe Jungs mit bis auf die Knochen definierten 77 Kilo Körpergewicht gesehen, die Jungs mit 110 Kilo und "annehmbarer Form" wie fette, aufgeblasene Trottel haben aussehen lassen.
Die Waage ist ein rudimentärer Indikator dafür, wie gut eine Diät funktioniert, doch für sich alleine sagt sie nur wenig aus. Das sind Grundlagen der Diät, doch man wäre überrascht zu wissen, wie viele Wettkämpfer – und selbst Wettkämpfer, die mit Bodybuilding ihren Lebensunterhalt verdienen – dieser Illusion zum Opfer fallen. Ich denke manchmal, dass die Welt ein vernünftigerer Ort wäre, wenn man Badezimmerwaagen verbieten würde.