Menschen trainieren aus den unterschiedlichsten Beweggründen. Ein Jeder von uns verfolgt ein gewisses Ziel, einen Kurs, den er auf seinem Weg der Entwicklung anstrebt und fokussiert. Jeder von uns hat hierbei schon harte Kämpfe gefochten, glorreiche Siege errungen, aber auch ebenso bittere Niederlagen einstecken müssen. Tag für Tag begeben sich Menschen mit den verschiedensten Zielen täglich ans Eisen, auf die Laufbahn, in den Boxring, auf das Spielfeld oder auf eine andere Plattform! Wir tun es, weil uns etwas antreibt, weil es da etwas in uns gibt, das wie glühendes Eisen auf unserer Seele brennt... das Bedürfnis außergewöhnlich zu sein. Jeder Mensch, ausnahmslos jeder Mensch, hat oder hatte einst das Bedürfnis über die gewöhnliche Norm hinauszuwachsen. Sich zu einem Individuum zu entwickeln, das stolz auf seine Erfolge blicken kann und weiß, dass es zu höherem fähig ist, als ihn die gewöhnliche Gesellschaft glauben lassen will.

Uns verbindet die Passion

Was uns verbindet, liebe Leser, ist die Passion zur körperlichen Entwicklung. Wir alle sind Menschen einer Religion, derer wir uns selbst verschrieben haben. Die Religion des Widerstandes und des Trainings. Das macht uns in gewisser Weise zu Brüdern und Schwestern. Denn niemand wird deine Schmerzen, dein Glück, deine Niederlagen und Erfolge so gut nachempfinden können, wie ein Gleichgesinnter des Trainings. Hierbei rede ich jedoch nicht von all den Personen, die nur aus oberflächlichen und schwachen Gründen und Zielen mit dem Training beginnen, um einen Monat später das Handtuch zu werfen, um sich wieder der gewöhnlichen Masse zuzuwenden. Ich spreche von den Athleten, die bereit sind ihre gesamte Aufmerksamkeit auf ihre Ziele zu richten und hart dafür zu arbeiten.

Steh wieder auf!

Doch allzu oft fällt selbst der fähigste Athlet zu Boden. Denn der Schlag kam von einem Gegner, dem es unmöglich auszuweichen ist, will man sich progressiv und wahrhaftig steigern und weiterentwickeln.

Die Rede ist von der "Niederlage". Jede ernsthaft trainierende Person ist ihr schon einmal begegnet und nur die wenigsten ziehen hierbei einen Nutzen aus ihr. preview

Eine Niederlage hat viele Gesichter. Und keines davon ist schön. Das reicht von einer schlechten Wettkampf-Platzierung, bis hin zu einem verpatzten Training. Es gibt so viele verschiedene Arten des Versagens. Doch wie verhalten sich die meisten Menschen, wenn sie am Boden liegen? Richtig, sie bleiben liegen und kapitulieren. Sie gehen Kompromisse in Ihrer eigenen Entwicklung ein und verlieren den Glauben an sich. Doch hier... genau hier liegt der entscheidende Kern begraben. Der Faktor, der über Sieg und Niederlage entscheidet. Du magst die Schlacht verloren haben, doch willst du jetzt auch kampflos den Krieg aus den Händen geben?

Ich sage
"Erhebe dich, steh wieder auf! Spucke den blutgetränkten Staub aus deinem Mund! Richte dich auf und lächle deinem Feind entgegen. Sei beharrlich und glaube an dich und deine Vision."

Aufgeben ist so einfach und einfach ist nicht dein Weg. Der Mensch lebt durchschnittlich 24000 Tage. Jetzt überlege, wie viele Tage davon schon in Trägheit verstrichen sind. Wie viele davon durch Zweifel, Ängste und Unglaube an deiner eigenen Person auf der Strecke geblieben sind. Irgendwann erlischt die Flamme, die sich "Leben" nennt, doch bis dahin ist es deine Pflicht zu kämpfen und weiter voranzuschreiten. Denn welche Alternative hast du denn, die dir ein ebenbürtiges Potenzial bietet ein außergewöhnlicher Mensch zu sein?

Alles ist Training

Das schöne und faszinierende am Training ist, dass es so gut wie auf alle Situationen übertragbar ist. Hierbei spreche ich nicht nur von der Arbeit und unserem sozialen Umfeld. Ich rede davon ein Leben anzustreben, das sich der geistigen und körperlichen Entwicklung verschrieben hat. Ein Jeder von uns hat seine Träume! Nur wer versucht denn heutzutage noch wirklich seine Wünsche und Ziele zu realisieren? Allzu oft werden sie von unserem Umfeld als naiv und lächerlich dargestellt. Dabei ist es nur die eigene Unfähigkeit das Leben als das zu sehen und zu erkennen, was es wirklich ist... ES IST DEINS. Und niemand sonst hat das Recht dir zu sagen, wie du es führen sollst.

Du allein entscheidest, welche Richtung deine Entwicklung nimmt und mögen deine Ziele noch so unrealistisch sein, sind sie es trotzdem wert, dass man für sie kämpft und einsteht. Mit höchster Wahrscheinlichkeit wird man kein Mr. Olympia, kein zweiter Usian Bolt und kein berühmter Fußballspieler sein. Man wird die Klitschko Brüder nicht vom Thron boxen oder ähnliches. Doch darum geht es auch nicht...

Bleibe auf deinem Weg

Was passiert, wenn man wirklich einmal seine Ziele erreicht hat? Mit ziemlicher Sicherheit sucht man sich Neue. Und mit weiterer Sicherheit sind diese Ziele schwieriger und anspruchsvoller als zuvor. Doch was sagt uns das? Es sagt uns, dass wir auf dem Weg zu unserem Ziel eine ganz entscheidende Entwicklung gemacht haben. Wir sind menschlich und emotional an unseren Herausforderungen gewachsen und haben Selbstbewusstsein getankt. Wie sonst könnten wir uns schwierigeren Zielen als zuvor widmen?

Der Weg ist und war immer das Ziel. Denn er macht uns letztendlich zu dem, was wir sind. Er ist die Passion, die Herausforderung, die es immer wieder aufs Neue zu meistern gilt. Er lässt uns reifen und gewährt einen objektiven Blick auf uns und unser Leben.

Deshalb frage ich Dich... Gibt es etwas, das mehr anzustreben ist, als die beste Version von sich selbst zu werden? Für mich und viele andere Menschen da draußen jedenfalls nicht.

Und das ist es auch, was uns verbindet. Wenn du das nächste mal in den Trainingsraum gehst und einen Gleichgesinnten antreffen solltest, nicke ihm mit Respekt zu, denn er ist aus dem gleichen Holz geschnitzt wie du.

Schlusswort

Dies ist meine Mitteilung an Dich. Bleibe nicht mittelmäßig und vertraue auf Dich. Die Welt ist voll von Menschen, deren Herzen voller Angst und Zweifel sind... Du gehörst nicht dazu.

Mach das Training von Geist und Körper zu deiner Philosophie und lebe den Widerstand als wichtigsten Bestandteil deines Daseins. Das ist die Ethik des Trainings...


Mein Name ist Manuel Kara und Ich bin dein Bruder des Widerstandes!