Ich habe mir zum Thema Steroidkonsum in Verbindung mit möglichen Erkrankungen einige Gedanken gemacht und dazu einen Blick in eine mögliche Zukunft gewagt. Wobei ich mir doch ernsthaft die Frage stelle, was zukünftig auf einige Athleten zukommen wird. Die Thematik oder besser gesagt, die Problematik, die ich hier ansprechen werde, könnte für einige sehr tragisch enden.

Es ist uns ja wohl allen klar, dass Steroide für sehr viele, die hier mitlesen, nichts unbekanntes sind und diese auch reichlich und leider in einigen Fällen, ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit, zur Anwendung kommen. Ich spreche hierbei sogar auch vom einfachen Anfänger! Einige starten eine Einnahme, ohne sich vorab Gedanken zu Training, Ernährung usw. gemacht zu haben. Leider viel zu selten wird sich die Frage gestellt, ob ein guter Körper auch ohne Steroide erreichbar ist.

Der Eine legt mit einer "kleinen Kur" los und es bleibt dabei. Der Andere bringt regelmäßig Steroide zur Anwendung und es gibt leider auch einige, nicht wenige Fälle, wo irgendwann eine dauerhafte Steroidanwendung selbstverständlich wird und auch nichts außergewöhnliches mehr darstellt.

Aber jeder oder vielleicht sehr viele haben mal mit einer "kleinen Kur" angefangen. Aber was ist als eine kleine Kur zu bezeichnen? Das liegt wohl im Auge des Betrachters und dazu gehen die Meinungen weit auseinander. Wo die anfangs "kleine Kur" einmal endet, oder ob es nur bei dieser "bleibt", ist vorab schlecht abzusehen. Wenn ich persönlich dies hätte absehen können, wäre mir meine Erkrankung möglicherweise erspart geblieben.

Jeder kann in den Teufelskreislauf "Steroidkonsum" schneller reinrutschen, als man für möglich hält. Aus diesem Grund sollte wirklich keiner das Abhängigkeitspotenzial der Steroide unterschätzen. Wenn auch noch zu hochgesteckte Ziele und ein Leistungsdruck zum Konsum hinzukommen, kann ein kontrollierter Einsatz wirklich sehr schwer werden. Ich spreche da übrigens aus Erfahrung!

Kontrolliertes Steroideinsatz

Was ist ein kontrollierter Steroideinsatz oder hat man nicht schon die Kontrolle verloren, sobald man Steroide nutzt? In meinem Fall kamen die ersten Steroide 1991 nach einer Trainingszeit von 4 Jahren zum ersten mal zum Einsatz, nachdem für mich klar wurde, ohne Steroide nicht erfolgreich an Wettkämpfen teilnehmen zu können.

Wie ja schon einige hier im Forum wissen, ist meine Steroidkonsum im August 2005 weniger erfolgreich mit einem Nierenversagen geendet. Ich glaube, schön reden oder nach anderen Ursachen für eventuelle Gründe suchen, wäre pure Zeitverschwendung!

Soviel vorab!

Das eigentlichen Themen, die ich ansprechen möchte sind:

Entwicklung zu Dosierungen, Wirkstoffwahl und U-Lab-Produkte. In den letzten Jahren, hat sich zu den angesprochenen Themen nichts Gutes entwickelt. Es ist etwas in Mode geraten, was mich persönlich sehr besorgt! preview

Drehen wir doch mal die Zeit 20 Jahre zurück. Ich stelle die Thematik jetzt auch mal aus meiner Sicht dar. Vor 20 Jahren oder auch noch weiter davor wurde eine Kur hauptsächlich mit Wirkstoffen wie z. B. Mentenolon, Nandrolon usw. gestartet. Also mit milderen Wirkstoffen, wenn wir uns da einig sind.

In meinem Fall war meiner erste Einnahme eine wöchentliche Injektion 100mg Mentenolon
und damit hatte ich, man höre und staune, wirklich recht guten Erfolg. Wie Ihr seht habe ich auch mal klein angefangen.

Heute dagegen wird eine Kur in sehr vielen Fällen gleich mit einem Depot Testosteron oder z. B. mit Trenbolon, also auch mit härteren Wirkstoffen gestartet. Wenn dazu noch die Dosierungen ansprechen, wird mir persönlich Angst und Bange! Haben die Jungs oder auch in selteneren Fällen auch leider Mädels in der letzten Zeit den Respekt vor den Steroiden verloren? Das wäre vielleicht das Erste, was vielen zu dieser Entwicklung einfallen würde.

Aus meiner Sicht gibt es aber noch weitere Gründe!

Früher zu meiner Zeit wurden hauptsächlich originale Produkte verwendet, da Sie auch noch einfacher zu besorgen waren. Heute dagegen sind viele originale Produkte aus den Apotheken verschwunden, also einfach vom Markt genommen, oder sehr teuer geworden. Man bekam z.B. für manche Sachen noch ein Rezept und in vielen Urlaubsländern gab es keine Rezeptpflicht oder es wurden bestehende Vorschriften usw. einfach nicht so genau genommen. Heute sieht die Sache schon anders aus! Viele Gesetze und Vorschriften sind in vielen Ländern verschärft worden.

Sehr vielen Konsumenten bleibt heute dagegen nichts anderes übrig, als auf U-Lab Produkte zurück zu greifen, weil diese einfacher verfügbar und auch in der Anschaffung billiger sind.

Diese angesprochenen originalen Produkte waren oder sind zudem bei z. B. gleicher Injektionsmenge geringer (vorsichtiger) dosiert um kurz zu erklären, worauf ich gleich noch hinaus will.

Wenn wir mal Beispiel-Wirkstoff "Boldenon" nehmen und die Dosierung für eine Injektionsmenge von 1ml vergleichen. Das Originalprodukt ist oder war mit 50mg pro ml weitaus niedriger dosiert, als das U-Lab-Produkt, was oft eine Wirkstoffmenge von 200mg pro ml aufweisen kann.

Früher hat man sich bei einer Injektion vielleicht bis zu 3ml also 150 mg gegönnt. Heute dagegen wären 3ml 600 mg, was für eine Injektion schon unglaublich viel ist. Es gibt Spezialisten, die gönnen sich zwei bis drei solcher Injektionen wöchentlich! Bei drei solcher Injektionen wären wir ja schon bei 1800 mg pro Woche, ohne das wir noch über einen eventuell zweiten oder sogar dritten Wirkstoff sprechen, der da noch zukommen könnte! Dieser wird natürlich identisch großzügig dosiert. Ich glaube, dass wir noch ganz viele solcher Beispiele zu den Wirkstoffen und Dosierungen ansprechen können.

Ob sich alle betroffenen Konsumenten dazu Gedanken machen, wage ich zu bezweifeln! Für einige ist das leider völlig normal und das habe ich schon mehrmals feststellen müssen!

Da kann man für die betroffenen Personen nur hoffen, dass bei solchen angesprochenen Produkten, nicht das drin ist, was draufsteht! Also die Dosierung nicht stimmt und hoffentlich erheblich geringer ausfällt. Aber wer weiß, was sonst noch drin ist, was nicht drin sein sollte! Ich spreche da auch Verunreinigungen an, die nicht selten mit einem Tischtennisball großen Loch (Abszess) im oberen Hinterteilbereich oder sonst wo enden können. Ich habe übrigens in der Vergangenheit schon einige Leute im Krankenhaus besucht.

Auch die Verpackung der Produkte möchte ich ansprechen und spielt eine nicht unerhebliche Rolle! Originale Sachen waren oder sind heute noch je nach Produkt und Produktionsland aufwendig verpackt, zumindest europäische Produkte! Früher hatte man also, wenn man sich die nächste Kur besorgte, eine ganze Tüte oder Tasche voll und dachte: Da habe ich aber viel eingekauft besorgt, oder wie auch immer!

Heute dagegen passt die nächste Kur auch schon mal in die Hosentasche, da der Wirkstoff, wie schon angesprochen, hoch dosiert und zudem in kleinen 10 ml Faschen erhältlich ist.

Bei den oralen Steroiden ist eine ähnliche Entwicklung schon lange zu beobachten, wie z. B. bei Wirkstoffen wie Stanozolol, Metandienon usw. Früher gab es beispielweise aus dem Spanienurlaub Stanozolol zu 2mg pro Tablette, heute dagegen gibt es als U-Lab Produkt eine 10mg Variante aus der Dose oder Tüte in verschiedensten Mengen.

Da sind z. B. auch schnell mal ein paar 10mg Tabs eingeworfen und man macht sich keine Gedanken. Womit die Dosierung doch auch wieder schnell und bedenklich angehoben wird.

Ich glaube, wenn wir jetzt alle Beispiele nennen, die mir dazu noch einfallen, brauchen wir sehr, sehr viel Zeit.

Meine Meinung ist, dass mit dieser angesprochenen Entwicklung ein hochdosierter Konsum verharmlost wird. So nach dem Motto: So schädlich kann das nicht sein, sonst würde es nicht so angeboten! Das musste ich mir übrigens auch schon sagen lassen.

Ich möchte die Thematik nur ansprechen, weil die Athleten vergangener Jahre statistisch wohl weniger hoch dosiert haben, als das heute der Fall ist. Oder besser gesagt, seitdem die U-Lab-Produkte den Steroidschwarzmarkt beherrschen. Natürlich gibt es immer Ausnahmefälle, aber ich glaube das meine angesprochene Theorie sich nur schlecht wegzudiskutieren lässt und etwas wahres dran ist.

Wenn ich mich heute mit ehemaligen Wettkampfathleten aus meinem persönlichem Umfeld zusammensetzte, wird oft über diese bedenkliche Entwicklung diskutiert und wir stellen uns die Frage: Was wir aus dieser Generation mal werden? Wir waren schon verrückt und risikofreudig aber im Vergleich die Jungs von heute…

Bei sehr vielen mit solchen Horrordosierungen wird es nicht mal lange dauern bis es zu möglichen gesundheitlichen Problemen kommt! Statistisch werden aus dieser Generation leider noch einige mehr erkranken.

Betroffene sollten bitte einfach mal versuchen, darüber nachzudenken!

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