Das Genetische Limit

Eigentlich ist das gar keine dumme Frage. Ich denke nicht das sich jemand so viele Gedanken macht und sich fragt warum er so ist wie er ist?!
Warum entsteht aus einer menschlichen befruchteten Eizelle ein Mensch und nicht ein Fisch? Warum schlüpft aus einem Hühnerei ein Huhn und nicht ein Elefant? Warum gleichen
Kinder ihrer Mutter und ihrem Vater? Der Grund liegt in den Genen die von den Eltern an die Nachkommen vererbt werden. Der Mensch hat rund 40.000 Gene das gaben neuere Quellen bekannt. Die chemische Bezeichnung des Erbmaterials ist «Desoxyribonukleinsäure», kurz DNS oder häufig auch DNA genannt. Diese Abschnitte nennt man Erbfaktoren oder eben Gene. Und diese Gene bestimmen, wie ein Mensch aussieht, ob er grüne oder braune Augen hat oder ob er eine Stupsnase oder einen Adlernase hat. Im Bodybuilding wird ein Idealbild angestrebt - ein Bild was vorallem von den eigenen Genen limitiert wird. preview Um diesen Ziel näher zu kommen muss dieser Athlet hart trainieren, viel essen und ausreichend regenerieren. Tut er das nicht leidet der Aufbau darunter. Will diese Person jedoch noch mehr erreichen so muss noch intensiver trainiert werden und vorallem der Zeitfaktor mit eingeplant werden. Was zum Anfang einer Bodybuilder-Karriere noch leicht geht, ändert sich im Laufe der Zeit, denn das Aufbauen von Muskulatur wird noch oben hin deutlich komplizierter.


Wie machen die Gene das?

Gene sind sie Bauanleitung für die Herstellung von «Gen-Produkten», den so genannten Proteinen oder Eiweissen. Das Insulin-Gen speichert zum Beispiel die Information für die Herstellung von Insulin-Protein und das Hämoglobin-Gen jene für den Aufbau des Hämoglobin-Proteins. Jedes einzelne Protein hat im Körper einen ganz bestimmte Aufgabe zu erledigen. Wie das Hämoglobin, welches sich in den roten Blutkörperchen befindet, transportiert Sauerstoff aus den Lungen in alle Organe. Andere Proteine bauen Haut, Haare, Nägel und Muskeln auf.

Die grösste Grenze die ein naturaler Bodybuilder kennt, (und kennen muss) ist das Genetische Limit. Man sollte sich schon früh mit dem Thema auseinander setzen, den eigentlich erst dann weiss man, ob man über anabole Steroide nachdenken kann oder nicht. Unsere Gene limitieren im laufe der Zeit den Aufbau von Muskelmasse. Sie tun dies weil der Körper sonst überfordert währe, denn grössere Muskeln bedeuten mehr "Nahrung" für den Köper. Er muss sie ja stets mit Nährstoffen versorgen, und das ist bedeutend schwieriger bei angenommen einer körpergröße von 190 cm bei 130 kg und 10 % Körperfett ...
Darum schaltet der Körper ab einer bestimmten - für ihn schon lange in den Genen festgelegten Muskel / Fett Struktur ab - so das es keine grössere Masse mehr zu unterhalten braucht. Eine größere Masse als das genetische Limit ist nur mit massiver Unterstützung von anabolen Steroidhormonen möglich, die in supraphysiologischen Dosisbereich liegen. Ich spreche diesen Punkt klar an weil viele sich nicht bewusst sind was überhaupt möglich ist.


Wo ist mein Genetisches Limit


FFMI (Fat Free Mass Index) wurde entwickelt um aufzuzeigen ob ein Athlet - im unserem Fall ein Bodybuilder - an seine Grenze gekommen, oder noch weit davon entfern ist.
Der FFMI stellt sich wie folgt zusammen:

FFMI = FFM : (G x G) + 6,3 x (1,8 - G)


FFM steht für Fettfreie Masse die errechnet wird, wenn man vom Körpergewicht den Körperfettanteil abzieht. Demnach hat ein Bodybuilder mit 120kg Körpergewicht und einem Fettanteil von 10%, einen FFM von 108kg. Die G-variable steht für die Größe des Athleten in Metern. Grob gesagt ist ein FFMI unter 25 natural zu schaffen. Alles was über einem FFMI von 26 liegt, nur mit Hilfe von Medikamenten.


was sagt uns nun die FFMI These: Ic will es mal so ausdrucken: Die Frage "Was kann ich auf Stoff behalten, und was verliere ich wieder" kann man jetzt so beantworten:
Wenn ich unter meinem Genetischen Limit Stoffe, was man ja eigentlich nicht machen sollte, kann ich mein Dazugewonnenes mit höchster Wahrscheinlichkeit beibehalten. Wenn ich jetzt aber, wie das normalerweise üblich sein sollte, über mein Genetisches Limit hinaus Stoffe, dass Dazugewonnene ohne Stoff nicht lange, d.h. Monate oder gar Jahre lang halten.