Shaolin – Die Geschichte
Ein Artikel von Martialartsplanet.comDie Gründer
Seit über fünfhundert Jahren betreiben die Shaolin Mönche aus der chinesischen Henan Provinz eine Disziplin des Kampfsportes als Manifestation ihrer Religion. Der Name Shaolin wurde zu einem Synonym für die außergewöhnlichen Leistungen im Bezug auf Disziplin, Stärke und Mut. Durch die wachsende Popularität des Kung Fu verbreitete sich das Ansehen der Shaloin Mönche weltweit. previewDie Soldatenmönche
Während der frühen Jahre, direkt nach der Gründung des Shaolin Tempels im Jahre 495 n. Chr., entwickelten die ersten Soldatenmönche eine Sammlung von 18 verschiedenen Kampftechniken – das originale Kung Fu – bei der alle Teile des Körpers zum Einsatz kamen. Diese Techniken wurden mit der Verwendung unterschiedlichster Waffen, die aus einfachen landwirtschaftlichen Werkzeugen hergestellt waren, kombiniert. Ursprünglich waren diese Kampftechniken als tägliches Training und eine Art Meditation gedacht. Später wurden sie auch zur Selbstverteidigung eingesetzt.Die Verteidiger
Heutzutage sind die Mönche sowohl für ihre friedliche Existenz als auch für ihre exzellenten Kampfkünste bekannt, doch wie in den letzten Jahrhunderten praktizieren sie weiter ihre Kung Fu Disziplinen und sind jederzeit bereit ihren Tempel zu verteidigen.Die Beschützer
Die als Erfinder des Kung Fu anerkannten Mönche haben eine turbulente Geschichte durchlebt. Während der letzten fünfhundert Jahre haben sie an Schlachten teilgenommen, um die chinesischen Kaiser gegen feindlichen Kriegsherren und fremden Invasoren zu verteidigen, und ihren Tempel gegen Angriffe zu schützen. Durch die Beteiligung an diesen militärischen Aktionen entwickelte sich ihr Kampfstil zu dem weiter, was wir heute als Shaolin Kung Fu kennen.Die Mönche praktizieren Kampfsport
Im Jahre 497 n. Chr. verließ der Mönch und Gelehrte Buddhabhadra (Ba Yuo im Chinesischen) seine Heimat Indien und ließ sich in den Songshan Bergen der Henan Provinz nieder. Er war sehr interessiert am chinesischen Wushu (in der westlichen Welt als Kung Fu bekann), auch wenn nicht bekannt ist, ob er selbst eine Ausbildung hierin erhielt. Seine Schüler Seng Chou und Hui Guang perfektionierten ihre Fähigkeiten. Wenn man historischen Berichten Glauben schenken darf, war Seng Chou dazu in der Lage eine Mauer herauf zu laufen und mit einem Satz auf ein Dach zu springen, um die enorme Kraft seiner Beine zu demonstrieren. Über Hui Guang wird berichtet, dass er einen Federball in der Luft halten konnte, indem er ihn 500 mal nach oben kickte während er gleichzeitig auf dem Rand eines Brunnens balancierte. Hui Guang und Seng Chou waren die ersten Shaolin Mönche, die Kampfsport praktizierten.Die Mönche nehmen den Zen Buddhismus an
Bodhidharma ist die andere berühmte Person in der Geschichte der Shaloin. Die indische Variante des Buddhismus fand bereits im ersten Jahrhunder vor Christus ihren Weg nach China. Sie passte jedoch nicht zu den chinesischen Rahmenbedingungen und wurde von den Chinesen aufgrund der großen Unterschiede bzgl. äußerer Begebenheiten, sozialer Gewohnheiten und Sprache zwischen Indien und China nicht gut angenommen. Das änderte sich, nachdem Bodhidhama die Ch’an Sekte gründete. Ch’an ist die chinesische Form des aus dem Sanskrit stammenden Wortes Dhyana, welches so viel wie besinnliche Konzentration bedeutet und in der westlichen Welt besser in seiner japanischen Übersetzung als Zen bekannt ist.Bodhidharma kam im Jahre 527 n. Chr. nach China. Hier lehrte er seine Schüler eine neue Form des Buddhismus die besser zur chinesischen Kultur passte und ließ sich am Shaloin Tempel nieder. Da die Shaloin Mönche diese neue Form des Buddhismus annahmen, welche sehr tolerant ist und fast alles außer töten, rauben, plündern und verbotenen Sex duldet, verbreitete sich die Ch’an Sekte sehr schnell und dominierte schließlich 70 % aller buddhistischen Tempel des Landes.
Die Mönche bieten eine Rückzugsmöglichkeit
Zu den Ehrfurcht gebietenden Fähigkeiten der Mönche trugen zum einen die geografische Lage ihres Tempels und zum anderen die speziellen historischen Gegebenheiten bei. Durch seine Lage im zentralen Flachland von China wurde der Tempel zu einer idealen Rückzugsmöglichkeit für pensionierte Generäle, Unzufriedene und vor dem Gesetzt Flüchtige, welche durch die tolerante Atmosphäre des Tempels angezogen wurden. Die meisten dieser Personen waren bereits Wushu Experten und konnten deshalb ihre Künste und Fähigkeiten an andere weiter geben.Die Mönche werden zu Soldaten
Die Mönche wurden zu Soldaten, da sie ihren Tempel vor Banditen schützen mussten. Zu dieser Zeit expandierten die Klöster wirtschaftlich unter kaiserlicher Schirmherrschaft. Der Tempel gewann enorm an Größe und Bedeutung als Kaiser Wen Di aus der Sui Dynastie dem Tempel 1648 Hektar Land schenkte. Auf diesem Land wurden erlesene Klostergebäude gebaut und es wurden viele neue Bedienstete zur Bestellung des Landes und der Unterhaltung des Klosters angestellt. Dieser offensichtliche Wohlstand machte den Tempel zum Ziel umherziehender plündernder Banditen und so wurde der Soldatenmönch geboren."Dhamra Chakka" Rad des Lebens
Während der letzten fünfhundert Jahre haben diese buddhistischen Mönche für die kaiserliche Regierung in vielen Schlachten gegen Kriegsherren und fremden Invasoren gekämpft. Hierfür wurden sie mit weiteren Ländereien oder hohen Positionen in der kaiserlichen Armee belohnt. Diese massive Beteiligung an militärischen Aktionen markiert einen Wendepunkt bei der Entwicklung des Shaloin Kung Fu.Capoeira: Die Geschichte
Was ist Capoeira? Ist es ein Tanz, eine Kampfsportart, eine Übung, ein Spiel? - Man könnte Capoeira als all dies bezeichnen. Ich hoffe, dass ich mit euch so viel über Capoeira erzählen kann, dass ihr die wahre Schönheit und Bedeutung dieser Kunst verstehen könnt.Es gibt viele Geschichten darüber, wie Capoeira entstanden ist. Leider gibt es nur wenige geschichtliche Quellen über die Herkunft des Capoeira. Auch wenn es in diesen Quellen Lücken gibt, wird angenommen, dass Capoeira vor 400 Jahren von Sklaven in Brasilien entwickelt wurde. Eine Theorie, die weit verbreitet ist, geht davon aus, dass Capoeira von westafrikanischen Sklaven entwickelt wurde, die auf brasilianischen Plantagen lebten und arbeiteten und hofften, dass Capoeira eines Tages ihr Schlüssel zur Freiheit sein könnte. Dadurch, dass sie es als Tanz tarnten und viele alte westafrikanische kulturelle Elemente einbauten – einen Ruf und Antwort Singstil, einen starken Trommelrhythmus, einen Tanz der von einem Kreis umschlossen wird – konnten sie das Capoeira Training als Ritual ihrer Heimat tarnen.
Viele Legenden berichten davon, dass Capoeira beim Kampf für die Freiheit einigermaßen erfolgreich war und dass es einigen Sklaven dazu verhalf, sich gegen die Portugiesischen Plantagenbesitzer zu wehren und in den Dschungel zu fliehen, wo sie Dörfer für Abtrünnige, die sogenannten "Quilombos", gründeten. Diese Quilombos, Dörfer ehemaliger Sklaven im Dschungel, entwickelten ihre eigenen sozialen Strukturen und einige von ihnen sollen bis zu 80 Jahren bestanden haben, bevor sie schließlich von den Portugiesen besiegt wurden. Es wird angenommen, dass sich Capoeira innerhalb dieser Quilombos enorm weiter entwickelt hat, wo sich die Bewohner gegen Eindringlinge mit Hilfe von Capoeira verteidigten.
Mit Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1889 und der Veröffentlichung der ersten Verfassung der brasilianischen Republik wurde Capoeira verboten. Menschen, die Capoeira praktizierten, wurden als Verbrecher und Gesetzlose angesehen, wovon viele die eindrucksvollsten Gangs in Rio und Bahia bildeten. Dies änderte sich langsam, beginnend im Jahr 1932, mit der Gründung von Mestre Bimbas Capoeira Akademy, von der angenommen wird, dass sie die erste ihrer Art in Brasilien war. Bimba, der dabei half Capoeira zu legalisieren, wird heute von vielen als der Gründer des "regionalen" Capoeira Stils angesehen. Dieser Capoeira Stil wird von der Volta Ao Mundo Schule und vielen anderen gelehrt.
Capoeira wird zur Zeit immer populärer. Es ist zwar immer noch recht unbekannt, doch es wird langsam bekannter und verbreitet sich immer weiter. Es wird oft als ein Spiel bezeichnet und viele Menschen verwechseln es mit einem Tanz, doch Capoeira ist viel mehr. Es ist eine Kampfsportart, ein Lebensstil und in den frühen Tagen war es ein Synonym für Freiheit und Befreiung. Capoeira hat eine bewegte Geschichte und sein Triumph setzt sich bis heute fort. Ich glaube Capoeira ist etwas, das wir alle zu schätzen lernen können.
Es gibt noch viele weitere Theorien die andere Geschichten über die Entstehung des Capoeira erzählen und wer mehr hierüber erfahren möchte, findet auf zahlreichen Internetseiten weitere Informationen.