Jetzt wollen wir aber ein weiteres Tapinggebiet betrachten: die Myogelosen. Diese kleinen fiesen Muskelverhärtungen und Ansammlungen von Stoffwechselschlacken bereiten einer Vielzahl von Sportlern regelmäßig lokale oder ausstrahlende Schmerzen und es dauert häufig ewig, bis sich der Stau im Gewebe wieder auflöst.
Hormonschwankungen, zu wenig Wasser und Muskeldysbalancen begünstigen die Entstehung. Auch hier können wir mit den kinesiologischen Tapes etwas basteln – dieses Mal müssen wir aber weder über den Verlauf von Muskeln, Bändern und Sehnen oder sonstige Einflüsse Bescheid wissen, sondern einfach nur "am Platze" kleben.
Dazu nutzen wir einfache Gittertapes.

Auch hier haben wir wieder eine farbpsychologische Komponente – wenn du dich darauf einlassen magst. Anderweitig gibt es für dich auch Tapes in Hautfarbe.
Die besondere Anordnung der Klebefläche in Form eines Gitters führt bei jeder aktiven oder passiven Bewegung lokal zu einer Gewebestimulation, die es ermöglicht, den Stoffwechsel am Ort direkt zu beeinflussen – aber diese kleinen Helfer können noch mehr.
Du darfst die Unterseite des Tapes nicht mit den Fingern berühren; das Tape hat eine bestimmte elektrische Ladung. Deshalb solltest du das Tape nur leicht anknicken;

und im Anschluss mit einer Pinzette abziehen:

Jetzt kommt das Besondere! An einer schmerzhaften Stelle wird das Tape (aber nur wenn du es vorher nicht mit den Fingern an der Unterseite berührt hast) durch die veränderte Hautoberflächenspannung magnetisch angezogen, wenn du es nahe an der Stelle vorbeibewegst:

Im Anschluss wird das Tape einfach an die Stelle angelegt und mit der Hand fest gedrückt:

Die Erfahrung, dass eine schmerzhafte Stelle eine direkt erfahrbare Veränderung der Hautspannung bewirkt, war ein sehr eindrückliches Erlebnis für mich und wird auch dich mit Sicherheit etwas mehr für deinen eigenen Körper sensibilisieren und dir neue Sichtweisen ermöglichen.