Diese Worte richten sich speziell an Bodybuilder, und Fitnesssportler, die unter Stoff Qualität aufbauen möchten. Der Irrglaube das Masse = Ziel ist, scheint leider immer noch in vielen Köpfen herumzuirren. Dabei ist doch gar nicht schwer zu differenzieren und den klügeren Weg einzuschlagen.

Was sind die Ziele?
  • => moderat Gewicht zulegen(>1kg/Woche)
  • => Muskelmasse aufbauen
  • => Den Bf möglichst nicht stark erhöhen
  • => Wasserretentionen möglichst nicht entgleisen lassen


Ich lese es in der letzten Zeit vermehrt von extremen Muskelaufbau bei gleichzeitiger Fettreduktion. Ihr solltet Euch klar werden was Ihr wollt? Muskelmasse mit wenig Fett / Wasser und dabei gut aussehen? Oder vielleicht Muskelmasse + Viel Fett / Wasser und dabei aufgedunsen aussehen? preview

Für alle die Wert auf ein ästhetisches Äusseres legen, die sollten sich folgenden Satz zu Gemüte führen: "Ziel einer Kur ist nicht möglichst viel in kurzer Zeit aufzubauen, sondern mit gegebener, moderater Unterstützung, hartem Training, genügend Regeneratiion und einer ausgewogenen Ernährung möglichst viel Muskelmasse aufzubauen. Dabei ist jedoch die Kunst den Bf möglichst tief zu halten...."

Problem einer zu starken Erhöhung des Bf sollte auch bekannt sein; senkt man durch eine Diät den Bf geht zwangsweise Muskulatur dabei drauf. Deshalb sollte man möglichst vorarbeiten, und gar nicht erst den Bf zu stark anheben. Nur so lassen sich konstante / signifikante Fortschritte erzielen.

Und was bedeutet das nun bei der Kurgestaltung?

  • - moderat -mittelhoch Dosieren
  • - die Kurdauer üppig planen
  • - starkes Aromatisieren unterbinden
  • - Verzicht auf Oxys, Winni, Dbols Gaben und auf hohe Testo- / Nortestodosierungen
  • - Absetzen/ Ausschleichen - ganz wichtig!
  • - mit geringen Kcal.-Überschuss hantieren
  • - Genügend Protein zuführen
  • - moderat Kohlenhydrate
  • - Fett ist kein Feind des Bodybuilders, sollte aber auch nicht übertieben zugeführt werden


Unterbindet möglichst zu starkes Aromatisieren von Roids in dem Du Konversionshemmer nutzt. Roids die auf Progesteroner-Schiene arbeiten(z.B. Nandrolon -weniger Trenbolon) nur moderat Dosierungen so das zu starkes Akkumulieren des Wirkstoffs - und damit das Aufschwemmen durch Östrogene / Progesteron - ausbleibt. Oxymetholon(Anapolon) gehört gar nicht in die Hände von Bodybuildern. Es bringt zwar viel Masse doch Masse ist nicht Muskelmasse also ist davon abzusehen. Genau so ist Methandienon durch sein starkes Konvertieren zu (17alfa-)methyl-Östradiol mit großer Vorsicht zu genießen. In Punkt "aufschwemmen" ist es bedeutend potenter als es bei Testosteron der Fall ist. Also auch kein idealer Vertreter. Zusätzlich auch noch 17 aa genau so wie es Oxymetholon ist. Auch Winstrol sollte gemieden werden. Es ist ohnehin nur richtig wirkungsvoll bei entsprechend hoher Dosierung undauch nur bei niedrigem Bf - ideal für die Wettkampfvorbereitung als "Feinschlif".

Reicht Testosteron only?
Ganz klar, JA! Ziel ist es Muskelmasse und Kraft aufzubauen. Dabei sollte der schonendste Weg zum Ziel führen. Warum also nicht das körpereigene Hormon "Testosteron"? Es ist sehr stark anabol und führt zu raschen Muskelwachstum und forciert seine Wirkung stark auf die CP-Speicher = Kraftaufbau! Selbst wenn es leicht aromatisieren ist das nicht schlimm, denn wir wollen in 1. Linie Muskelmasse aufbauen und dazu ist es ideal. Um Wasser braucht man sich keine Gedanken machen. Wenn man moderat dosiert, ausserdem ist das Wasser nach Kurende sehr schnell wieder aus dem Körper verschwunden - warum also so negativ sehen?!

Abschliessend ist zu sagen, dass bei einer solider Vorgenhensweise das Erreichen der Ziele viel warscheinlicher ist als bei altbackenen Methoden a la "möglichst viel Gewicht pro Kur zulegen...". Allein schon der Motivationsfaktor!!! Ein durchdefinierter Körper ist viel schöner anzusehen als ein aufgedunsener Körper mit bedeutend mehr Masse(speziell "Muskelspiel"). Das Training macht gleich doppelt so viel Spaß! Was dann nur fehlt ist Geduld und man wird konstant aufbauen können.

Vorteil: Man ist immer in guter Form, anfgangs vielleicht nur athletisch später aber sehr massig mit tollen Kontouren und solider Muskeldichte....

Diese Empfehlungen gelten nicht nur für Roiduser, sondern auch / gerade für Naturals. Denn als Natural verzichtet man während der Diät auf exogenes Testosteron(-AAS Gaben) und ist somit noch stärker benachteiligt. Man verliert zwangsweigerlich erheblich an Muskulatur weil katabole Prozesse während einer Diät nicht durch künstliche - antikatabol wirkende - Hormongaben abgefangen werden.

Wie geh ich am besten vor, welchen Bf als Ausgangspunkt?
Zuerstmal sollte man den realen Bodyfat beurteilen. Dazu am besten per Calipermessung. Fettwaagen sind zwar schön leicht zu bedienen aber spiegeln nicht den realen Wert wieder - und erst recht nicht bei Bodybuildern mit höherem Gewicht! Als höchsten Wert bei Aufbaukuren würde ich 14 -max. 15 % anpeilen - mehr sieht einfach nicht mehr schön aus. Sollte man bereits vor der Kur nahe an diesem Wert liegen, würde ich vorschlagen erstmal eine Testosteronkr zu starten und dabei möglichst mit Kaloriendefizit arbeiten.

Ist der Fettanteil um die 10 % denke ich kann man eine Aufbaukur wagen. Ziel sollte es dann sein mit geringem Überschuss bis Kurende bei moderaten 14 % anzugelangen. Funktioniert dies nicht - oder merkt man das man während der Zeit zuviel ansetzen - Kalorien reduzieren und fortfahren. Nach unten hin sind natürlich.

Prinzipiell bei Fettreduktion: mind. 30 - 50 % mehr Wirkstoff zwecks Muskelschutz einrechnen!