Realistische Ziele setzen!
Du möchtest deinen Körper verändern? Egal ob Muskelaufbau, Fettabbau, Leistungsfähigkeit oder was auch immer, es ist von enormer Bedeutung Ziele zu haben! Doch leider scheitert es in der Praxis oftmals genau daran! Nicht, dass die meisten von euch nicht irgendwelche Ziele haben, nur leider sind diese oftmals zu unrealistisch. Ziele sollten so gesetzt werden, dass sie auch erreichbar sind. Nicht falsch verstehen, ich halte sehr viel von hochgesteckten Zielen. Ich bin auch grundsätzlich nicht abgeneigt davon, sich bekannte Personen als Ziel zu nehmen und dem, was diese Personen bereits erreicht haben, nachzueifern und diese Menschen als Vorbild zu haben. Doch man darf in diesem Zusammenhang den Hang zur Realität nicht verlieren!Dir gefällt Phil Heath als Bodybuilder und du siehst ihn als dein Idol an? Oder Ussain Bolt? Du bewunderst diesen Sportler dafür, schnell und explosiv zu sein und eiferst ihm nach? Das ist klasse! Aber bei all dem Eifer und der Motivation, die durchaus löblich ist, darf man nicht vergessen, wo man selbst wirklich steht. Wenn ich ein durchschnittlicher Sprinter bin, der 12,xx Sekunden auf 100m benötigt, dann darf ich einen Weltrekordhalter durchaus bewundern. Aber sich als Ziel zu setzen, das auch zu schaffen, wird nur in einer einzigen Sache enden: Enttäuschung! Das gleiche gilt auch für das Beispiel mit Phil Heath. Als Bodybuilder einen Mr. Olympia zu bewundern, daran ist nichts verwerflich. Aber sich als Ziel zu setzen, Mr. Olympia zu werden, aber bisher in Regionalmeisterschaften nur mittelmäßige Plätze belegt zu haben, das passt irgendwie nicht zusammen und alles endet letztlich in Frustration – oder in ganz schlimmen Fällen auch Depression.
Das muss nicht sein! Vielmehr ist es von enormer Bedeutung, sich selbst realistische Ziele zu setzen. Schritt für Schritt nach vorne. Mittels kleiner Schritte das große Ziel anvisieren, sich aber stets auf den nächsten kleinen Schritt dorthin zu konzentrieren. So lautet die Devise. Wenn du also Mr. Olympia werden möchtest, dann strebe es zunächst einmal an, auf der nächsten Landesmeisterschaft den Klassensieg zu holen. Hast du dies geschafft, wäre der Gewinn einer nationalen Meisterschaft der nächste Schritt. Dann der Sieg bei einer internationalen Meisterschaft, das Erringen einer Profi-Lizenz, der erste Platz bei nem kleinen Profi Grand-Prix usw.
Ich denke, ihr versteht worauf ich hinaus will. Und das klingt auch alles so logisch und simpel! Doch scheinbar ist es das in der Praxis nicht. Nicht umsonst bekomme ich immer wieder Anfragen von Klienten mit der Bitte, ihnen zu erläutern, was wir nach den ersten vier Wochen am Trainingsplan und an der Ernährung ändern werden. Meine Antwort ist immer wieder dieselbe: Warte doch erstmal ab und konzentriere dich darauf, im Hier und Jetzt zu arbeiten und nicht in der Zukunft. Nach A kommt B. Nicht C, D oder E. Möchte man auf einer Skala von 1-10 von Position 3 auf Position 5 kommen, so muss man zunächst Position 4 erklimmen, bevor es weitergeht! Also setzt euch große Ziele und behaltet diese im Hinterkopf, aber fokussiert euch aufs Erreichen kleiner realistischer Zwischenziele und ermahnt euch immer wieder aufs Neue, wenn ihr euch dabei ertappt, eine Abkürzung finden zu wollen, um von der 3 direkt auf die 5 zu kommen.
Starre Planungen funktionieren nicht!
Ganz recht. Zu starre Planungen funktionieren langfristig nicht! Das erkennt man am besten, wenn man einen Blick auf die Ernährung wirft. Habt ihr euch auch schon einmal einen Ernährungsplan zusammengestellt, motiviert, diesen so exakt und präzise wie möglich über die kommenden Wochen oder gar Monate durchzuziehen? Was ist daraus geworden? Meist gar nichts, oder? Weil unflexible Pläne einfach in der Praxis nicht funktionieren oder wenn, dann nur bedingt. Habt ihr schon mal eine Wettkampfdiät für einen Bodybuilding-Contest durchgezogen? Oder kennt ihr einen Wettkämpfer? Oder vielleicht habt ihr einfach selbst nur mal ganz konsequent eine Diät durchgezogen und euch rigide an starre Pläne gehalten? Was ist am Ende passiert? Meist findet man 90% der Wettkampfteilnehmer einer Bodybuilding-Show nach dem Wettkampf bei diversen Fast Food Ketten wieder. Das gemeinsame Fressen beginnt. Endlich keine strenge Diät mehr, endlich nicht mehr jeden Tag dasselbe; tagein, tagaus. Das Ende vom Lied ist oftmals, dass diese Athleten bereits nach 7-10 Tagen nach dem Wettkampf klagen, wieder 5,10 oder sogar 15kg wieder zugenommen zu haben und einfach nur bescheiden auszusehen. Doch nicht nur Wettkämpfern geht es so. Wie oft habt ihr schon gehört – oder euch vielleicht selbst dabei ertappt – zu denken "Nach der Diät esse ich als erstes wieder…". FAIL!Was ist die Lösung? Etwas flexibler bleiben in Sachen Ernährung. Nicht ganz so engstirnig und verbissen sein. Die Sache etwas lockerer nehmen. Klingt zunächst mal nach Weichspül-Gang, oder? Jepp. Aber langfristig macht es sich bezahlbar und man erreicht sein Ziel genauso. Nur mit deutlich weniger Stress und Leiden und oftmals dann auch mit der ersehnten Langfristigkeit.
Lerne den Reset-Knopf zu drücken!
Jetzt ist es doch passiert! Trotz aller Diätbemühungen. Ehe du dich versiehst, sitzt du am Tisch einer Burger-Kette und hast einen riesigen Burger mit Pommes verschlungen. Es ist so, als hätte dein Körper von ganz alleine gehandelt. Dein Kopf hat dir gesagt, du sollst es nicht tun, aber du kaust und kaust und kaust. Im Anschluss fühlst du dich nicht besser. Aber jetzt ist sowieso alles egal! Tag versaut, Diät für heute am A… Jetzt gilt es aufzupassen! Das "Dammbruch-Syndrom" droht. Dieses Syndrom beruht genau auf den oben getätigten Aussagen. "Jetzt ist sowieso alles egal!". Nach dem Burger kommt es nun auch nicht mehr drauf an, ob ich noch nen Cookie oder ein Softeis esse – oder beides? Egal! Du bist so frustriert, dass du dir abends noch ein Pizza bestellst. Du kennst kein Halten mehr. STOPP!Zeit den Reset-Knopf zu drücken. Dass du den Burger mit Pommes gegessen hast, daran kannst du jetzt nichts mehr ändern. Was du aber noch ändern kannst ist das, was am restlichen Tag noch folgt. Deine Diät geht nicht morgen weiter, sie tut es JETZT. Drücke den Reset-Button in deinem Kopf und beginne mit der nächsten Mahlzeit wieder damit, deiner Diät zu folgen. Nicht erst morgen oder am Montag oder am nächsten Ersten des Monats usw. JETZT! Lerne den Reset-Button in deinem Kopf zu finden und zu benutzen. Dann ist es auch kein Problem, wenn du mal kurzfristig aus der Spur geflogen bist!