Im Bereich des Powerliftings gibt es keinen Zweifel, dass die Russen und die ehemaligen Sowjets den Sport dominieren. Besonders erwähnenswert sind Andrew Beliaev (zweifelsohne zur Zeit der beste Pfund für Pfund Gewichtheber der Welt und der 220 Raw Gewichtheber, den ich im Augenblick jage) und Andrey Malanichev (der den Allzeitrekord für die schwerste Raw Kniebeuge mit 992 Pfund hält). Die frühere Sowjetunion beansprucht auch den amtierenden stärksten Mann der Welt Zydrunas Savickas für sich, den Amerikas eigener stärkster Mann der Welt und langjähriger World's Strongest Man Sprecher Bill Kazmier als den stärksten lebenden Mann lobpreist. Dann ist da noch der Newcomer und Allroundathlet Mikhail Koklyaev, der alle drei großen Kraftsportarten dominiert und der ein T-Shirt mit dem klassischen Hammer-und-Sichel-Emblem trug, während er sich den eindrucksvollen dritten Platz bei seinem allerersten World's Strongest Man Wettkampf dieses Jahr sicherte. preview
Russlands Nationalsymbol ist der Bär und es besteht kein Zweifel daran, dass diese Jungs dieses Symbol verkörpern, da sie in der Tat groß und stark wie ein Bär sind. Doch wie erreichen sie dies? Sind es ihre geheimen Trainingsmethoden? Nein. Ihre Trainingsgeheimnisse sind nicht wirklich Geheimnisse, sonder nur brutal hartes Training mit viel Volumen und viel Gewicht. Die Art von Volumen und Gewichten, die den durchschnittlichen amerikanischen Gewichtheber zum Krüppel machen würden und sowohl Trainer als auch Gewichtheber "Übertraining" schreien lassen würden. Doch diese intensiven Trainingseinheiten sind in Russland und den ehemaligen Ostblockstaaten sowohl für Durchschnitts- als auch Elitegewichtheber die Regel. Ich bin mir sicher, dass diese irre Arbeitslast beim Erfolg der russischen Gewichtheber eine wichtige Rolle spielt. Doch das verlangt nach der Frage, wie diese Menschen sich mit Energie für dieses Trainingseinheiten und ihre Regeneration versorgen. Solch umfangreiche Mengen an Training bedürfen enormer Mengen an Nahrung. Es stellt sich also die Frage, wie Mütterchen Russland all diese Jungs ernährt.
Das ist eine gute Frage und gleichzeitig auch eine Frage, von der ich noch nie gesehen habe, dass sie angesprochen wurde. Die russische Nahrung ist eine Mischung vieler unterschiedlicher Kulturen, was aus Russlands einzigartiger geographischer Lage mit seinen Grenzen zu China und der Mongolei im Süden und der Ukraine, Lettland, Litauen und Finnland im Westen resultiert. Typische ernährungstechnische Grundlagen der traditionellen russischen Nahrung umfassen Fisch, Getreide (Roggen, Gerste, Buchweizen und Weizen), Wurzelgemüse (Rüben, Bete, Kartoffeln, Zwiebeln) und Kohl. Die meisten der russischen traditionellen Nahrungsmittel sind recht fade, doch einige Mahlzeiten sind recht schmackhaft, sättigend und leicht zuzubereiten. Unten befinden sich einige meiner Lieblingsgerichte: eine Fleischmahlzeit, eine Suppe und eine Beilage. Wenn man diese zu seinem Ernährungsplan hinzufügt, wird dies der Nahrung ein neues Flair geben und einem dabei helfen, groß und stark wie ein russischer Bär zu werden.
MEAT Kotlety (kot-leh-tee)
Beschreibung
Dies ist eines der beliebtesten russischen Familiengerichte. Kotlety ist eine Art Hackfleischschnitzel, das einer Frikadelle ähnelt. Es ist leicht zuzubereiten und kann als Vorspeise, als Mittagessen oder sogar als Frühstück serviert werden.Zutaten
- 1 Pfund Hackfleisch (Rind, Schwein oder auch Pute, wenn man Pute Hähnchen vorzieht)
- 1 kleine bis mittlere Zwiebel, sehr klein gewürfelt
- 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
- ½ Tasse Brotkrümel (oder ein Stück Weißbrot oder Challa mit Wasser aufgeweicht)
- ½ Teelöffel Kreuzkümmel
- 1 Teelöffel Salz (vielleicht braucht man auch mehr, man sollte mit dem Rezept etwas herumexperimentieren)
- ½ Teelöffel gemahlener Pfeffer
- Olivenöl oder Pflanzenöl zum Braten
Zubereitung
- Man mischt alle Zutaten (außer dem Olivenöl) in einer Schüssel zusammen. In eine zweite Schüssel füllt man kaltes Wasser. Man wird das kalte Wasser brauchen, um sich die Hände nach dem Formen einer jeden Frikadelle zu waschen, damit das Fleisch nicht zu sehr an den Händen klebt.
- Dann erhitzt man das Öl in einer antihaftbeschichteten Pfanne auf mittlerer Hitze.
- Danach taucht man die Hände in die Schüssel mit Wasser und nimmt anschließend genug Fleisch aus der Schüssel, um eine ca. 8 cm lange, 5 cm breite und 3 cm dicke Frikadelle zu formen, die man dann in die Pfanne legt, wo das Öl beim Kontakt mit der Frikadelle zu brodeln beginnen sollte. Dies wiederholt man so lange, bis die Pfanne voll ist, wobei man sich nach jeder Frikadelle die Hände im kalten Wasser waschen sollte. Die Frikadellen brät man auf jeder Seite einige Minuten lang, bis sie eine schöne braune Farbe haben und reduziert danach die Temperatur. Bei niedriger bis mittlerer Temperatur brät man die Frikadellen für weitere 20 Minuten, oder so lange, bis sie innen nicht mehr rosa sind.
- Wenn die Frikadellen fertig sind, nimmt man sie aus der Pfanne und wiederholt das Ganze, falls man noch Fleisch übrig hat.
- Hinweis: man sollte die Pfanne beim Braten der Frikadellen nicht abdecken. Auch wenn man denken mag, dass die Frikadellen so schneller gar werden, werden sie hierdurch nur matschig werden, da sich die Feuchtigkeit auf dem Boden der Pfanne sammeln wird. Man sollte die Frikadellen also ohne Deckel braten.
Beilage: Salat Olivier
Beschreibung
Diese Beilage gehört in Russland zu jedem besonderen Anlass und es gibt unzählige Variationen dieses Rezepts. Das Original war die Schöpfung eines französischen Kochs, der im 19. Jahrhundert in Russland arbeitete und hat sich dann zu einem "russischen Salat" entwickelt. Es ist eine Art Kartoffelsalat und mein persönliches neues Lieblingsgericht.Zutaten
- 5 mittlere Kartoffeln, gekocht
- 2 große Karotten, gekocht
- 4 hart gekochte Eier
- ½ Pfund sauer eingelegte Dillgurken
- Chicken Bologna (man kann stattdessen auch anderes Fleisch verwenden –Schinken ist gut geeignet)
- 1 große Zwiebel
- 1 Dose (450g) süße Erbsen
- 1 großer Granny Smith Apfel
- ½ Tasse Majonäse
- Salz
Zubereitung
- Man beginnt mit der Vorbereitung aller Zutaten und kocht Karotten, Kartoffeln und Eier. Die Kartoffeln und Karotten wäscht man einfach, schält sie aber noch nicht. Man kann alle drei Zutaten zusammen kochen, wobei man die Eier nach 10 Minuten aus dem Topf nehmen sollte.
- Nach dem Kochen schält man Karotten und Kartoffeln und hackt Gemüse und Fleisch klein. Den Granny Smith Apfel schneidet man in Scheiben und mischt die Zutaten gleichmäßig in einer großen Schüssel.
- Danach gibt man die Majonäse und je nach Geschmack etwas Brühe der Dillgurken hinzu und mischt das Ganze gut durch. Den Salat stellt man für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank – über Nacht ist besser, da der Salat hierdurch mehr Aroma bekommt. Man kann den Salat als Vorspeise oder Beilage servieren.
Suppe: Roter Borscht (Roter Borsh)
Beschreibung
Scharfe rote Borscht Suppe ist eine Grundlage der russischen und osteuropäischen Kulturen. Die Suppe wurde ursprünglich aus Abfällen von eingekellertem Gemüse, das während der Wintermonate konsumiert wurde, hergestellt. Die meisten Familien hatten einen Behälter – für gewöhnlich ein Kessel oder ein Topf – für Gemüseabfälle, der draußen gelagert wurde. Zum Frühlingsanfang wurde der Topf aufs Feuer gestellt und der Inhalt zu einer suppenartigen Mahlzeit gekocht. Eine der primären Gemüsesorten der slawischen Ernährung während der Wintermonate war Beete. Seit damals hat sich das Rezept zu dem weiterentwickelt, was traditionell als Beete Suppe bekannt ist.Zutaten
- 500g Schweinewürstchen (man kann auch Pute- oder Hähnchen für eine gesündere Option verwenden)
- 3 mittelgroße Rote Beete, geschält und zerkleinert
- 3 Karotten, geschält und zerkleinert
- 3 mittelgroße Backkartoffeln, geschält und gewürfelt
- 1 Esslöffel Pflanzenöl
- 1 mittlere Zwiebel, gehackt
- 200 ml Tomatenpaste
- ¾ Tasse Wasser
- ½ mittelgroßer Kohl, entkernt und zerkleinert
- 250g gewürfelte Tomaten aus der Dose, abgetropft
- 3 Knoblauchzehen, fein zerhackt
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- 1 Teelöffel weißer Zucker oder nach Geschmack
- 1 Esslöffel gehackte frische Petersilie als Garnierung
- ½ Tasse saure Sahne als Garnierung (oder 1 Esslöffel pro Schüssel nach dem Servieren)
Zubereitung
- Man zerkleinert die Würstchen in eine Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze und brät und rührt das Ganze so lange, bis es nicht mehr rosa ist. Danach nimmt man die Pfanne vom Herd.
- Anschließend füllt man einen großen Topf halb mit Wasser und bringt dieses zum Kochen. In das kochende Wasser gibt man die gebratenen Würstchenstücke und die Beete und kocht letztere so lange, bis sie ihre Farbe verloren hat. Dann gibt man die Karotten und Kartoffeln hinzu und kocht diese, bis sie weich sind – etwa 15 Minuten. Danach gibt man den Kohl und die gewürfelten Tomaten hinzu.
- In einer Pfanne erhitzt man das Öl bei mittlerer Hitze. Wenn das Öl heiß ist, gibt man die Zwiebel hinzu und kocht diese, bis sie weich ist. Anschließend rührt man die Tomatenpaste und das Wasser ein, bis alles gut vermischt ist. Diese Mischung gibt man zusammen mit dem Knoblauch in den Topf. Hiernach schaltet man den Herd aus und lässt das Ganze 5 Minuten ziehen, bevor man die Suppe mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmeckt.
- Die Suppe gibt man in Suppenschalen und garniert sie anschließend mit saurer Sahne und Petersilie.