Wahrscheinlich kennt das so ziemlich jeder: Man hat Hunger, macht den Kühlschrank auf und sieht sich erst einmal einem massiven Berg aus Fleisch, Gemüse und Eiern gegenüber gestellt. Und dass einem diese Standard-Fitnesslebensmittel irgendwann dezent zum Hals raushängen bzw. man gern mal wieder etwas Abwechslung auf seinem Teller haben möchte, beginnt man zu experimentieren. Die meisten von uns werden das sicherlich zunächst einmal durch verschiedene Gewürze, Marinaden, Soßen oder ähnliches versuchen, die das Nährstoffkonto nicht zum Platzen bringen. Leider ist die Auswahl des Gewürzregals oder des zucker- / fettreduzierten Soßenrepertoirs auch irgendwann durchprobiert und einem bleiben dann zwei Möglichkeiten:

In der Not frisst der Teufel Fliegen (oder eben auch tage-, monate- oder gar jahrelang Pute mit Reis und Brokkoli) oder man muss die eigene Kreativitätsmaschinerie mal wieder anschmeißen und neue Rezeptideen herbei schaffen.

Dazu kommt, dass der ein oder andere sich sicherlich öfters gerade solche Speisen herbeiwünscht, die man sich eigentlich gerade nicht erlauben "darf" oder will. Schließlich ist man im Alltag ja auch ständig von irgendwelchen Köstlichkeiten umgeben und muss quasi täglich "Nein" zu den von Kollegen, Freunden oder Familienmitgliedern angebotenen kleinen Dickmachern sagen.

Da verabschiedet sich zumindest meine Phatasie gerne mal ins Schlaraffenland, wo einem Unmengen dieser leckeren Kalorienmonster quasi direkt in den Mund fliegen, ohne auf den Hüften zu landen. Dass die Realität allerdings kein Ponyhof bzw. Schlaraffenland ohne figurtechnische Konsequenzen ist, haben wir wohl leider alle schon einmal am eigenen Leib erfahren müssen.

Um dieses Dilemma jetzt in einem Rutsch zu beseitigen, habe ich versucht, meine allerliebsten, aber leider aus ernährungsphysiologischer Sicht nicht erwünschten Lieblingsrezepte (ja genau, Pasta, Pizza & Co. lassen grüßen!) in ein BB-taugliches Gewand zu verpacken. Von diesen auf Fitness getrimmten Kreationen werde ich euch anschließend einige ausgewählte Rezepte präsentieren, die hoffentlich die verschiedensten Geschmäcker (von Nudel-Liebhabern über Burger-Fetischisten bis hin zu den Naschkatzen unter euch) ansprechen.

Viel Spaß beim Nachkochen und vor allem hinterher beim Genießen der neuen Lieblingsleckerein, diesmal ganz ohne schlechtes Gewissen!

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Tagliatelle in cremiger Low Fat-Käsesoße

Tausch dich fit: Lieblingsrezepte neu erfunden Teil I

Du brauchst

  • Vollkornnudeln, z.B. Tagliatelle, soviel du magst (in meinem Fall 80 g)
  • 30 g geschmacksneutrales Whey, z.B. ESN Natural Whey
  • 100 ml fettarme Milch (1,5 % Fett)
  • etwas warmes Wasser
  • 30 g möglichst aromatischen Reibekäse, z.B. Cheddar (light)
  • 10 g Hefeschmelz (optional), verstärkt das Käsearoma
  • Salz, Pfeffer

So geht’s

  • Nudeln in Salzwasser zum Kochen bringen, bis sie al dente sind. Die Kochzeit lieber etwas kürzer als gewohnt ansetzen, da die Nudeln in der Käsesoße noch etwas nachgaren.
  • Whey mit der Milch und dem Wasser verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. In einem Kochtopf (möglichst ein Milchkochtopf) aufkochen lassen, dann die übrigen Zutaten unterrühren.
  • Nach Geschmack würzen, von der Herdplatte nehmen und noch heiß über die vorgekochten Nudeln geben. Vor dem Essen noch kurz durchziehen lassen, damit die Nudeln die Soße besser aufnehmen können.
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Low Carb Oopsie-Burger

Tausch dich fit: Lieblingsrezepte neu erfunden Teil I

Du brauchst

  • Für die Hamburger-Brötchen (inspiriert von den "Oopsie Rolls" von yourlighterside.com)
    • 2 Eiklar
    • 1-2 Eigelb
    • 55 g fettreduzierter Frischkäse
    • ½ TL Backpulver
    • Gewürze: Salz, Knoblauchgranulat, Pfeffer (optional)
  • außerdem:
    • 150 - 200 g Beefhack
    • Sandwich- oder Scheiblettenkäse (light)
    • Salatblätter, Tomaten, Gewürzgurken, eine Zwiebel
    • Senf, zuckerreduzierter Ketchup / Tomatenmark mit Kräutern
    • Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprika

So geht’s

  • Ofen auf 180°C Umlufthitze vorheizen. Für die Burger-Brötchen das Eiklar mit dem Backpulver steif schlagen. Das Eigelb mit dem Frischkäse und Gewürzen nach Wunsch verrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Die Eigelb-Masse nach und nach unter den Eischnee heben, bis eine homogene, schaumige Creme entstanden ist.
  • Eine Lage Backpapier mit Trennfett einsprühen (wichtig, sonst gibt es ein Teigmassaker). Die Brötchenmasse mit einem Löffel in zwei gleichgroßen, möglichst runden Portionen auf dem Backpapier verteilen und etwas plattdrücken. Für circa 15 Minuten backen, bis die Brötchen gut gebräunt und schön aufgegangen sind.
  • Während die Brötchen im Ofen sind, das Beefhack würzen und zu einer Frikadelle formen. In einer beschichteten Pfanne von beiden Seiten kurz scharf anbraten, dann die Hitze runter drehen und noch etwas weiter garen lassen. Den Käse währenddessen auf die Burgerfrikadelle legen, so dass er leicht zerläuft.
  • Tomaten und Gurken in Scheiben und die Zwiebel in Ringe schneiden.
  • Jetzt geht's ans Zusammenbauen: Ein Brötchen als Unterlage verwenden und mit Ketchup / Tomatenmark bestreichen. Nach Lust und Laune die Gemüsebeilagen sowie die Frikadelle mit Käsebelag übereinander schichten. Als Abschluss das zweite Brötchen mit Senf bestreichen und obenauf setzen.
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Windbeutel mit Himber-Protein Fluff

Tausch dich fit: Lieblingsrezepte neu erfunden Teil I

Du brauchst

  • Für den Windbeutel-Teig
    • 2 Eigelb
    • 2 EL Casein mit Vanillegeschmack / natural (funktioniert nicht mit Whey)
    • ¼ TL Backpulver
    • Prise Salz
  • Für das Himbeer-Fluff (inspiriert von proteinpow.com)
    • 30 g Whey mit Himbeergeschmack, alternativ Vanille
    • 100 g gefrorene Himbeeren
    • etwa 30 ml fettarme Milch
    • ½ TL Xanthan Gum (nicht optional: ein Zusatzstoff aus der Backmittelindustrie, den man auch freiverkäuflich erhält, und der dem Ganzen eine Extraportion Halt und "Fluffigkeit" verleiht)
    • optional: frische Himbeeren, Puder-"Xucker"

So geht’s

  • Den Backofen auf 200° Umlufthitze vorheizen.
  • Für den Teig das Eigelb mit einem Handrührgerät etwa 3 Minuten auf höchster Stufe aufschlagen, bis sie eine pastellige Farbe annehmen. Das Casein, Backpulver und Salz unterrühren, bis ein homogener Teig entsteht und mit den Händen einen großen Teigball formen. Diesen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und platt drücken, so dass eine runde Scheibe entsteht (Teigplatte sollte nicht hauchdünn, aber auch nicht fingerdick sein).
  • Den Windbeutel etwa 20 Minuten backen, sodass sie eine goldbraune Farbe bekommen und etwas aufgegangen sind. Dann gut abkühlen lassen vor dem Füllen, da die Creme sich ansonsten schnell verselbständigt.
  • In der Zwischenzeit alle Zutaten für die Füllung circa 1 Minute mit einem Mixer / Pürierstab zerkleinern und dann weitere 3 - 5 Minuten per Hand weiter miteinander verrühren.
  • Den ausgekühlten Teig mit einem Brotmesser halbieren und mit der Creme füllen. Nach Belieben mit frischen Himbeeren und Puder-"Xucker" (Erythrit als Süßungsmittel in Pulverform) dekorieren.
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Peanutbutter Brownies

Tausch dich fit: Lieblingsrezepte neu erfunden Teil I

Du brauchst

  • 180 g fettarmen Naturjoghurt (1,5 % Fett)
  • 60 ml fettarme Milch (1,5% Fett)
  • 30 g stark entöltes Kakaopulver
  • 30 g Proteinpulver mit Schokoladen-Geschmack, am besten Casein verwenden
  • 50 g Haferflocken
  • 1 mittelgroßes Ei
  • 1 TL Backpulver
  • 20 g Erdnussbutter ungesüßt (optional & für eine fettärmere Variante einfach weglassen), wahlweise auch andere Nussbutter
  • Prise Salz, Süßungsmittel nach Geschmack (z.B. Stevia, Süßstoffe oder Agavendicksaft)

So geht’s

  • Den Backofen auf 200°C Ober- / Unterhitze vorheizen.
  • Die Haferflocken in einer Küchenmaschine klein mahlen und mit allen Zutaten außer der Nussbutter zu einem homogenen Teig verrühren.
  • Die Masse in eine Silikonbackform füllen. Die Erdnussbutter tropfenförmig darauf verteilen und eventuell mit einer Gabel zu einem "Muster" verwischen (das Auge isst ja bekanntlich mit!).
  • Für circa 15 Minuten backen. Der Teig darf dann ruhig noch etwas weich und "unfertig" aussehen, denn die Brownies ziehen durch das Abkühlen noch ziemlich nach und sollen ja auch etwas klebrig-matschig sein. Merke wenn man eins nicht essen will, sind das auf jeden Fall staubtrockene, steinharte Brownies.
Tipp: Ein Glas kalte Milch dazu macht das Ganze zur absoluten Geschmacksexplosion!