Phil Heath: 5. Titel zum Mr. Olympia in 2015
Phil Heath: 5. Titel zum Mr. Olympia in 2015


Auch Am Samstag stehen neben der Entscheidung in der offenen Männerklasse eine Reihe weitere Entscheidungen an. Wir berichten euch von diesen und natürlich vom Finale des Mr. Olympia. Vorab wurde verkündet, dass der Sieger zusätzliche 100.000 Dollar Preisgeld erhält und eine Mr. OIympia Europe in Deutschland wurde angekündigt.

Finale Mr. Olympia

Das Finale beginnt mit den Küren der Top 15.

Posing Routines

Den Anfang macht erneut Branch Warren mit seinem gewohnten Posing, gespickt voller Pressposen. Seine Form sitzt, vielleicht einen Tick härter als gestern. Das Publikum jedenfalls ist aus dem Häuschen. Essa Obiad präsentiert hingegen ein klassisches Posing, das ein wenig an Shawn Ray erinnert. Essa war gestern sicher eine der großen Überraschungen und überzeugt auch heute. Maxx Charles folgt mit einem auch eher klassischen Posing, was einen schönen Kontrast zu seinem massiven Körper darstellt. Roelly Winklaar überzeugte am Freitag mit einer deutlich besseren Form als im Vorjahr. Seine Kür beginnt klassisch um in beinahe schon tänzerische Elemente zu wechseln. Die Form passt auch heute, sodass Roelly ein klarer Top 6-Kandidat ist. William Bonac präsentiert sich auch heute in sensationeller Form, die er mit seinem Posing sehr gut unterstreicht. Eigentlich nicht denkbar, dass er erneut übersehen wird. Mit Dexter Jackson kommt der erste große Favorit auf die Bühne, der am Freitag viele mit unerwarteten Verbesserungen überraschen konnte. Auch heute ist die Form auf den Punkt, sein e Präsentation ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Nun Ronny Rockel, dessen Form gestern zu den besten des Feldes gehörte. Auch heute kann er überzeugen, muss aber auf seine Mittelpartie aufpassen. Es folgt der schwerste Athlet im Feld: Big Ramy. Seine Form scheint etwas besser zu sein als am Vorabend, er ist insgesamt aber einfach zu schwer. Gerade von hinten fällt die Form etwas ab. Was auffällt: Er hat seine früher doch eher scheue Art abgelegt und interagiert viel besser mit dem Publikum. Victor Martinez gehörte gestern zu den Verlierern, der zur Halbzeit wohl nicht in den Top 10 zu finden war. Auch heute wirkt er etwas flach und nicht in Bestform. Überzeugen auf ganzer Linie konnte gestern Dallas McCarver, der bei seinem Debut alles richtig machte und mit 24 Jahren noch alle Zeit der Welt hat, in seinen Körper zu wachsen. Die Fans mögen sein klassisches Posing zum Superman-Theme. Und dann Dennis Wolf: In besserer Farbe als gestern zeigt er ein sehr gefälliges klassisches Posing. Er konnte die Form gut konservieren und ist damit einer der Topfavoriten im Feld. Johnnie Jackson folgt dem Trend zu Lovesongs und überrascht damit sicherlich ein wenig. Die Kür ist aber sehr stimmig, seine Form sehr gut. Was dieser Mann hätte erreichen können mit besseren Beinen… Juan Morel enttäuschte gestern in Sachen Form. Heute zeigt er sich sichtbar verbessert, er wirkt voller und härter. Der vorletzte Athlet: Shawn Rhoden, der gestern wohl der ärgste Verfolger von Phil war. In den Posen sieht Shawn absolut fantastisch aus, zwischen den Küren muss er auf seinen Bauch aufpassen. Insgesamt scheint er etwas mehr Wasser zu halten als am Vorabend, insbesondere in der Mittelpartie. Und dann Phil Heath, der gestern kämpfen musste. Er kommt zu Phil Collins auf die Bühne und zeigt sich in guter, aber nicht in der sensationellen Form, die man schon von ihm gesehen hat. Dennoch muss man festhalten, dass er sich im Vergleich zum Freitag gesteigert hat, insbesondere die Mittelpartie sieht freier aus. Anders als in den Jahren zuvor zeigt er in diesem Jahr eine richtige Kür und reiht nicht nur unzählige Pressposen aneinander.

Es folgen die Athleten, die es nicht in die Top 15 geschafft haben, darunter unter anderem Brandon Curry und Steve Kuclo.

1st Callout

  • Dexter Jackson
  • Shawn Rhoden
  • Dennis Wolf
  • Phil Heath
Die Top 4 im direkten Vergleich. Während Dexter ein wenig zu verlieren scheint, gewinnt Phil. Auch Dennis scheint gegen Shawn zu gewinnen. Alles in allem aber sehr eng.

2015 Mr. Olympia Finals, 1st Callout
2015 Mr. Olympia Finals, 1st Callout


2nd Callout

  • Big Ramy
  • Roelly Winklaar
  • Branch Warren
  • Victor Martinez
  • Essa Obiad
Der Kampf um die letzten beiden Finalplätze. Die besten Karten dürften wohl Ramy, Branch und Roelly haben.

2015 Mr. Olympia Finals, 2nd Callout
2015 Mr. Olympia Finals, 2nd Callout


3rd Callout

  • William Bonac
  • Victor Martinez
  • Essa Obiad
Das bestätigt, dass Victor und Essa nicht um die Top 6 mitspielen. Toller Vergleich für William, der endlich die Chance bekommt, sich zu beweisen und das gelingt ihm: Er gewinnt den Vergleich klar.

2015 Mr. Olympia Finals, 3rd Callout
2015 Mr. Olympia Finals, 3rd Callout


4th Callout

  • Essa Obiad
  • Maxx Charles
  • Ronny Rockel
  • Juan Morel
  • Johnnie Jackson
  • Dalles MacCarver
Und nochmal Essa, was ihn nicht freuen dürfte. Der Vergleich geht klar an Dallas, Juan und Essa dahinter. Für Ronny reicht es leider nicht, es fehlt die Masse im Vergleich zu den anderen.

2015 Mr. Olympia Finals, 4th Callout
2015 Mr. Olympia Finals, 4th Callout


5th Callout

  • Dennis Wolf
  • Dexter Jackson
  • Phil Heath
  • Shawn Rhoden
Und nochmal die Top 4. Diesmal mit Dexter und Shawn in der Mitte. Erneut werden sie durchgemischt und es geht noch einmal von vorne los. Nun Dexter und Phil in der Mitte. Hier ist alles möglich!

2015 Mr. Olympia Finals, 5th Callout
2015 Mr. Olympia Finals, 5th Callout


Top 10

  • Branch Warren
  • Essa Obiad
  • William Bonac
  • Victor Martinez
  • Dexter Jackson
  • Shawn Rhoden
  • Dexter Jackson
  • Big Ramy
  • Dennis Wolf
  • Phil Heath
Die Top 4 in der Mitte. Leider kein Top 10-Platz für Ronny Rockel. Erfreulich für William, dass er diesmal nicht übersehen wurde. Wie es scheint, haben die Judges Gefallen an Branch, der durchaus in den Top 6 sein könnte. Die Frage ist, wer ihm folgt: Ramy oder Roelly?

2015 Mr. Olympia Top 10
2015 Mr. Olympia Top 10


Ergebnisse Mr. Olympia

  1. Phil Heath
  2. Dexter Jackson
  3. Shawn Rhoden
  4. Dennis Wolf
  5. Big Ramy
  6. Branch Warren
  7. Roelly Winklaar
  8. William Bonac
  9. Victor Martinez
  10. Essa Obiad
Und da ist die fünfte Sandow für Phil. Letztlich setzt er sich nicht unverdient gegen Dexter durch, der noch einmal ein unglaubliches Paket abgeliefert hat. Etwas überraschend ist dennoch, dass Shawn nur Dritter wird. Undankbar ist auch der vierte Platz für Dennis, der sich definitiv hätte mehr ausrechnen können. Big Ramy und Branch komplettieren die Top 10.

Prejudging 212 Showdown

Alle gegen Flex, so lautet wohl das Motto der 212. Doch den Champion zu schlagen, wird kein leichtes Unterfangen.

1st Callout

  • Guy Cisternino
  • Eduardao Correa
  • David Henry
  • Jose Raymond
  • Hidetada Yamagishi
  • Flex Lewis
David Henry ist zurück in der Riege der Topfavoriten, nachdem er im letzten Jahr deutlich enttäuscht hatte. Ansonsten keine großen Überraschungen.

2015 Olympia 212 Showdown Prejudging, 1st Callout
2015 Olympia 212 Showdown Prejudging, 1st Callout


2nd Callout

  • Ahmad Ahmad
  • Charles Dixon
  • Hidetada Yamagishi
  • Kevin English
  • David Henry
  • Guy Cisternino
Flex, Eduardo und Jose damit wohl 1-3. Interessant, dass Kevin English in dem Vergleich ist, der zuletzt keineswegs überzeugen konnte.

2015 Olympia 212 Showdown Prejudging, 2nd Callout
2015 Olympia 212 Showdown Prejudging, 2nd Callout


3rd Callout

  • Ahmad Ahmad
  • Guy Cisternino
  • Eduardo Correa
  • Charles Dixon
  • Craig Richardson

2015 Olympia 212 Showdown Prejudging, 3rd Callout
2015 Olympia 212 Showdown Prejudging, 3rd Callout


4th Callout

  • Ahmad Ahmad
  • Craig Richardson
  • Al Auguste
  • Marco Rivera
  • Kyung Won Kang
  • Alejandro Cambronero

2015 Olympia 212 Showdown Prejudging, 4th Callout
2015 Olympia 212 Showdown Prejudging, 4th Callout


5th Callout

  • Marian Cambal
  • Alejandro Cambronero
  • Aaron Clark
  • Tricky Jackson
  • Kyung Won Kang
  • Marco Rivera
  • Zane Watson

2015 Olympia 212 Showdown Prejudging, 5th Callout
2015 Olympia 212 Showdown Prejudging, 5th Callout


6th Callout

  • Oliver Adzievski
  • Shaun Clarida
  • Dobromir Delev
  • Kevin English
  • Kim Jun Ho

7th Callout

  • David Henry
  • Hidetada Yamagishi
Die Plätze 3 und 4?

8th Callout

  • Jose Raymond
  • Flex Lewis
Und die Plätze 1 und 2?

2015 Olympia 212 Showdown Prejudging, 8th Callout
2015 Olympia 212 Showdown Prejudging, 8th Callout


Finals 212 Showdown

Das Finale beginnt mit den Küren der Top 6.

Posing Routines

Guy Cisternino eröffnet das Feld. Beeindruckende Beine, die Form passt. Es folgt Eduardo Correa, der im letzten Jahr Flex das Leben schwer machte. Eduardo ist im Grunde immer in Topform, so auch heute. David Henry kann wieder an seine besten Tage anknüpfen, wenngleich die letzte Härte, besonders in den Beinen fehlt. Die größte Gefahr für Flex folgt: Jose Raymond. Wie immer unglaublich prall, extrem definiert und voller Muskeln. Das ist wohl der beste Jose, den man bisher gesehen hat. Hidetada Yamagishi ist einer der besten Poser der ganzen Szene, was man auch heute wieder sieht. Dazu in toller Form, das könnte für die Top 3 reichen. Und dann noch der amtierende Champion Flex Lewis: Er hat seine Hausaufgaben gemacht. Die Form ist unglaublich, er macht hier schnell klar, dass er sich den Titel holen wird und damit alleiniger Rekordhalter im Leichtgewicht mit vier Titeln werden wird, vor Franco Colombu und Frank Zane.

Danach werden die Athleten auf die Bühne gerufen, die nicht in den Top 6 gelandet sind, darunter der ehemalige Sieger Kevin English, der nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Noch einmal werden die Top 6 verglichen. Klare Sache für Flex, der in seiner eigenen Klasse kämpft. Dahinter wohl Jose vor Eduardo und Hide. Nun noch das Posedown und dann fällt die Entscheidung. Vorher kündigt Jim Manion noch an, dass die 212 im kommenden Jahr komplett auf der großen Bühne antreten wird.

Ergebnisse 212 Showdown

  1. Flex Lewis
  2. Jose Raymond
  3. Hidetada Yamagishi
  4. David Henry
  5. Eduardo Correa
  6. Guy Cisternino

Flex Lewis: Sieger 2015 Olympia 212 Showdown
Flex Lewis: Sieger 2015 Olympia 212 Showdown


Finals Figure Olympia

Im Grunde geht es nur um die Frage, wer die Plätze 2-5 belegt, Platz 1 dürfte sicher an Nicole Wilkins gehen. Candice Keene gehört zu den muskulöseren Athletinnen, hat strukturell mit ihrer breiteren Mittelpartie zu kämpfen. Candice Lewis hingegen hat eine unglaublich schmale Taille und weiß diese perfekt in Szene zu setzen. Ihr ähnlich ist vom Körperbau her Latorya Watts, die in der Vorwahl aus Sicht der Judges wohl vor Candice lag. Camala Rodriguez-McClure überzeugt mit einem sehr kompletten Paket, für Nicole wird es aber nicht reichen. Im ersten Vergleich:
  • Nicole Wilkins
  • Candice Keene
  • Candice Lewis
  • Camala Rodriguez-McClure
  • Gennifer Strobo
  • Latorya Watts
Nicole in der Mitte zwischen Camala und Latoya, die Top 3.

Ergebnisse Figure

  1. Latoya Watts
  2. Nicole Wilkins
  3. Candice Lewis
  4. Camala Rodriguez-McClure
  5. Candice Keene
  6. Gennifer Strobo
Das ist eine handfeste Überraschung: Latoya gewinnt ihre zweite Olympia gegen die Seriensiegerin Nicole, die die Niederlage mit Würde trägt.

Women’s Physique Showdown

Nachdem gestern bereits die Vorwahl stattfand, beginnt die Konkurrenz heute mit den Küren der Top 15. Erneut kann sich Juliana Malacarne absetzen und ihre Sonderklasse unter Beweis stellen. Ihre engsten Verfolgerinnen: Kira Newman und Autumn Swansen. Mit diesen steht Juliana dann auch im ersten Vergleich des Finales:
  • Tycie Coppett
  • Kira Newman
  • Dani Reardon
  • Autumn Swansen
  • Juliana Malacarne

Ergebnisse Women’s Physique Showdown

  1. Juliana Malacarne
  2. Kira Newman
  3. Tycie Coppet
  4. Dani Reardon
  5. Autumn Swansen
  6. Mindi O’Brien
Ein zu jeder Zeit ungefährdeter Sieg von Juliana. Es ist nicht abzusehen, dass sie in der Klasse in absehbarer Zeit ernsthafte Konkurrenz bekommt.

Men’s Physique

In der Men’s Physique scheint die große Frage, ob Jeremy Buedina seinen Vorjahreserfolg wiederholen kann, oder ob sein ärgster Verfolger Sadik Hadzovik ihm den Rang ablaufen kann.

1st Callout

  • Anton Antipov
  • Sadik Hadzovik
  • Brandon Hendrickson
  • Jason Poston
  • Ryan Terry
  • Jeremy Buendia

2nd Callout

  • Matt Acton
  • Anton Antipov
  • Dean Balabis
  • George Brown
  • Andre Ferguson
  • Ryan Hinton
  • Jacques Lewis

3rd Callout

  • Andre Adams
  • Fawad Ahadi
  • Jake Alvarez
  • Michael Ferguson
  • Chase Savoie
  • AJ Shukooro

4th Callout

  • Maurice Arthur
  • Jonny Bernstein
  • Joe Cantu
  • Joseph Lee
  • Diogo Montenego
  • Frank Ortega
  • Tonnell Rodriguez

5th Callout

  • Michael Anderson
  • Michael Balan
  • Jake Campus
  • Ernest Flowers
  • Patrick Fulgham
  • Jorge Gonzalez
  • Rodney Razor

6th Callout

  • Michael Anderson
  • Michael Balan
  • Jake Campus
  • Ernest Flowers
  • James Hurst
  • Joseph Lee
  • Eren Legend

7th Callout

  • Anton Antipov
  • Dean Balabis
  • George Brown
  • Ryan Hinton

8th Callout

  • Sadik Hadzovic
  • Jason Poston
  • Ryan Terry
  • Jeremy Buendia

Ergebnisse Men’s Physique

  1. Jeremy Buendia
  2. Sadik Hadzovik
  3. Jason Poston
  4. Ryan Terry
  5. Brandon Hendrickson
Jeremy wiederholt seinen Vorjahreserfolg und kann erneut Sadik auf Platz zwei verbannen. Es scheint, als würden die Judges sich langsam auf ein gemeinsames Körperideal für diese Klasse eingeschossen haben, die Top 3 entsprechen eins zu eins der des Vorjahres.