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Willkommen zur zweiten Ausgabe..

Nachdem die erste Ausgabe (zum Glück) für ein positives Feedback gesorgt hatte, liefen im Hintergrund bereits die Arbeiten an der zweiten Ausgabe. Das Niveau und das breitgefächerte Angebot sollte weiter gehalten werden und den Lesern möglichst objektive Antworten auf oftmals nicht ganz klare Fragen gegeben werden.

Als kleines Highlight dieser Ausgabe hat es die NoBrain-NoGain Redaktion geschafft ein exklusives Interview mit The German Beast Markus Rühl zu bekommen. Danke an Markus, dass du es immer noch wie selbstverständlich schaffst Zeit für deine Fans aufzubringen!

Inhalt

Viel Spaß beim Lesen wünscht die NoBrain-NoGain!-Redaktion. preview

F: Sorgt Beintraining automatisch für einen dicken Hintern?

A: Viele Trainierende klagen darüber, dass sich gerade am Anfang des Trainings das Gesäß im Vergleich zu den Oberschenkeln zu schnell entwickelt.

Die Funktion des glutaeus maximus besteht darin das Becken aufzurichten, die Hüfte zu strecken und den Körper in der Vorlage zu halten oder den Oberkörper aus der Vorlage zurückzuführen. Diese Bewegungen spielen beim Beintraining immer wieder mit ein. Es wird sofort deutlich, dass daran nicht nur der Gesäßmuskel, sondern auch der Rückenstrecker (erector spinae), die ischiocruale Muskulatur usw. beteiligt sind.

Werfen wir nun mal einen Blick auf die Grunddübungen.

Kniebeugen


Bei der Beinübung Nr. 1, den Kniebeugen, wird der Oberkörper beim Absenken des Körperschwerpunkts aus Gleichgewichtsgründen nach vorne geneigt und somit die Hüfte gebeugt. Richtet sich der Trainierende wieder auf, so wird die Hüfte gestreckt und das Becken aufgerichtet. Dabei wird der glutaeus innerviert. Je weiter sich der Athlet nach vorne neigt bzw. je stärker er in der Hüfte abknickt, desto mehr fällt dieser Effekt ins Gewicht. Eine bewusste Ausführung mit Spiegelkontrolle oder der Kontrolle durch einen Partner könnte hier Abhilfe schaffen. Eine Alternative wären Frontkniebeugen, da die Vorneigung bzw. das Abknicken in der Hüfte deutlich geringer ausfällt.

Ist die Kniebeuge das Fundament für starke Beine und vor allem kräftige und massige Quads, so bildet Kreuzheben für viele die Basis einer ausgeprägten Oberschenkelrückseite. Hierbei ist das oben genannte Problem der Mittelpunkt der Übung. Die Hüfte wird stark gebeugt und gegen Widerstand gestreckt. Hier arbeiten die ischiocruale Muskulatur, der Rückenstrecker und der Gesäßmuskel direkt zusammen. Beim Kreuzheben mit gestreckten Beinen zielt noch mehr Arbeit auf diese Muskelpartien ab, da die Impulsübertragung durch das Strecken der Beine ausbleibt und Rücken, Gesäß und Oberschenkelrückseite gezielter angesprochen werden. Fazit: wenn Kreuzheben, dann klassisch.

Die Diskussion, ob die oben genannten Übung elementar wichtig für eine vernünftige Beinentwicklung sind, soll an dieser Stelle nicht geklärt werden. Wir werfen lieber einen Blick auf die Trainings- und Studiorealität und hier finden oftmals die 45°-Beinpresse als Alternative. Hier kann auf ganz einfache Art und Weise die Forderung des glutaeus reduziert werden – nämlich durch eine adäquate Einstellung der Rückenlehne. Je weiter der Athlet zurückgelehnt ist, desto weniger ist die Hüfte in der Ausgangsstellung gebeugt und desto weniger wird dies beim Absenken der Fall sein. Ein anderer Faktor mit dem die Innervierung des glutaeus reduziert werden könnte, wäre eine Reduzierung der Bewegungsamplitude, aber dies sollte sicherlich nicht das Mittel der Wahl sein.

Belassen wir es bei diesen drei Grundübungen und widmen uns nun den Isolationsübungen für bestimmte Bereiche Oberschenkel. Bei normalem Beinstrecken müssen keinerlei Abstriche gemacht werden, damit die Gesäßmuskulatur weniger eingespannt wird.

Anders ist dies beim Training der Oberschenkelrückseite. Dort sollte darauf geachtet werden, dass nur das Beinbeugen ausgeführt wird und nicht ein unbeabsichtigtes Beinrückheben stattfindet. Als Beispiel dient hier der liegende Leg-Curl. Hebt man bei der Bewegung die Oberschenkel an, so wird sofort der Gesäßmuskel angesprochen. Daher sollte immer ein Kontakt mit der Auflage gehalten werden. Dies ist gerade bei Anfänger ein Problem, da diese oft "schwungvoll" arbeiten und somit abfälschen, so dass der große Gesäßmuskel durch das An- bzw. Abheben der Beine angesprochen wird.

Abschließend sei noch kurzer Diskurs ins Rückentraining gemacht. Hyperextensions innervieren immer die Gesäßmuskulatur. Bei Geräten, in den der Trainierende einen 45° Winkel zum Boden einnimmt und sich dann noch besonders weit vorneigt, ist dieser Effekt besonders groß. – Team-Andro
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F: Hohe Wiederholungen für die Definition?

A: Für die einen ist es ein ewiger Mythos, für andere ein sogar erfolgreiches Mittel, um erfolgreich in der Diät zu trainieren. Die Entscheidung ob nun hohe Wiederholungszahlen ein Muss in der Diät sind oder ob sie absolut kontraproduktiv sind, ist wie die Frage nach der Quadratur des Kreises hinzubekommen, aber dennoch nicht gänzlich unmöglich.

Die Positionen sind klar, viele Bodybuilder auch mit Wettkampferfahrung und sogar Profibodybuilder wie Ronny Rockel berichten von besten Ergebnissen, wenn sie in der harten und anstrengenden Diät ihre Wiederholungszahlen raufschrauben. Doch haben jene dann wirklich den viel nachgesagten Effekt, dass sie besonders erfolgreich dabei helfen zu definieren, sprich das Fett direkt an der trainierenden Stelle verschwinden lassen?

Das kann ohne Frage verneint werden, denn lokale Fettverbrennung scheint zumindest mit Trainingsmethoden nicht erreichbar zu sein. Doch wo soll dann der nutzbringende Effekt höherer Wiederholungszahlen liegen?

Dafür sollte ein rudimentärer Blick in die klassische Physik ausreichen, denn wie ein jeder Mensch aus dem Physikunterricht weiß, sofern er wach war, ist die Leistung abhängig von der Arbeit und der Zeiteinheit. Desto mehr Arbeit in einem selben Zeitrahmen ausgeführt wird, desto höher ist auch die Leistung. Des weiteren ist Leistung auch die pro Zeiteinheit verbrauchte oder zur Verfügung gestellte Energie.

Steigt die Leistung, dann steigt auch der Energieverbrauch. Nun gehen wir weiter und definieren die Arbeit, welche sich aus Weg und Kraft zusammenstellt. Wem noch der Begriff der Kraft hier unklar ist, am einfachsten ist wohl die vertikale Kraft zu nehmen und als einfache Beschreibung mit der Masse des Körpers mal der Erdbeschleunigung zu beschreiben, was natürlich auf den guten Newton zurückzuführen ist.

Schluss mit der Physikexkursion, denn was das für den Kraftsportler praktisch bedeutet, lässt sich am einfachsten an einem Beispiel herausfiltern:
Wenn ein Athlet 200 kg ein bis zweimal heben kann, dann wird er die Hälfte ungefähr 20 mal bewegen können, sprich 100 kg zu 20 Wiederholungen. Ohne komplizierte Rechnungen aufzuzeigen, dürfte klar sein, dass die 100*20 mehr Leistung veranschlagt, als wenn dasselbe Gewicht im selben Zeitrahmen nur ein- bis zweimal gehoben wird. Führen wir noch die Zeiteinheit von 15 Minuten ein, in denen die 20*100 in 4 Sätzen gehoben wird und ebenso die 2*200, so hat der Athlet in 15 Minuten bei den hohen Wiederholungszahlen 8000 Kilogramm über einen Weg x bewegt, während er bei niedrigen Wiederholungszahlen gerade einmal 1600 Kilogramm bewegt hat, wieder über denselben Weg.

Im Anbetracht der verbrauchten Energie kann ein Training mit hohen Wiederholungszahlen also ungemein effektiv sein und genau dies will der Bodybuilder schließlich erreichen, wenn er ein zwingend benötigtes Kaloriendefizit erreichen will.

Doch noch zwei weitere Faktoren sprechen gerade in einer sehr harten Diät für erhöhte Wiederholungszahlen. Wer sich einmal in einer befunden hat, der wird wissen, wie man zum Training beinahe genötigt werden muss, zumindest bei einem Großteil von Athleten. In dieser Situation noch Training nahe am Maximalgewicht erscheint utopisch und birgt zudem die Gefahr einer Verletzung, welcher der nächste Faktor ist. Gerade in einer Vorbereitung kann sich kein Athlet eine Verletzung leisten, von woher sich leichtere Gewichte mit mehr Wiederholungen anbieten.

Doch kostet ein Training mit höheren Wiederholungszahlen in der Diät nicht zusätzlich Muskelmasse, wie es eigentlich logisch erscheint? Denn immerhin reizt dann das vorherige Training mit hohen Gewichten vor allem die fast twitch fibres, also die schnell-kontrahierenden Muskelfasern, während dann ein anschließendes Training mit "leichten" Gewichten und hohen Wiederholungszahlen eher die slow twitch fibres, also die ausdauernden Muskelfasern, stimuliert. Logisch dann auch die Schlussfolgerung, dass bei einer Umstellung dann auch noch in einer Diät mit dem zugehörigen Nährstoffdefizit die zuvor schnell-kontrahierenden Muskelfaser wieder dünner werden, denn immerhin fehlen ihnen neben dem Überangebot an Nährstoffen auch noch der Trainingsreiz.

Gar keine einfach Lösung, hier auf einen Nenner zu kommen und es wird auch nicht funktionieren, außer es findet eine Vermischung beider Möglichkeiten statt, etwa in einer ausgeklügelten Periodisierung.

Doch auch eine Periodisierung muss kein Must-Have sein, denn genauso logisch ist auch die Überlegung, dass ein Athlet, welcher 8 Tonnen in 15 Minuten bewegt, eigentlich nicht wirklich weniger Muskeln haben kann, als ein Athlet, der gerade einmal ein Fünftel dieser Leistung erbracht hat, während umgekehrt auch ein Athlet kein Schmalhans sein kann, welcher 200 kg als Bodybuilder hebt.

Ronnie


Fakt ist, dass auch in dieser Frage wieder einmal viele Wege nach Rom führen und keiner dieser Wege wirklich ein kompletter Unsinn ist, wie es gerne von einer Fraktion behauptet wird. Wenn ein Ronny Rockel in einer Vorbereitung am liebsten mit hohen Wiederholungszahlen trainiert, dann weiß er was er tut und ebenso weiß ein Ronnie Coleman was er tut, wenn er noch in der Vorbereitung sehr schwer hebt. – John Doe
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F: Viel hilft viel?

A: In vielen Disziplinen und auch Lebenslagen kann der Mensch seine Fähigkeiten verbessern, wenn er mehr Zeit in eine Sache investiert, eben das Training erhöht. Dies ist beispielsweise bei geistigen Fähigkeiten unbestritten, wer viel lernt, wird in der Regel besser abschneiden, als jemand, der wenig lernt.

Auch im Sport findet man eine gewisse Analogie, besonders ausgeprägt ist dies vor allem in Geschicklichkeitssportarten wie etwa Fußball, wo beispielsweise ein erfolgreicher Freistoßtorschütze auf der Frage nach seinem Geheimnis antwortet, dass er nach dem Training noch einmal 100 Bälle zusätzlich jeden Tag auf das Tor schoss.

Bei Sportarten, in denen es um eine recht einfach strukturierte Leistung geht, wie etwa Ausdauersportarten oder aber auch Kraftsportarten, gilt ein Mehr an Training zur Intensivierung der Leistung ebenso streckenweise, auch im Radsport oder beim Triathlon liegt nicht selten der Athlet mit einer Nasenspitze vorne, der einfach mehr Kilometer im Training abgeleistet hat.

Aber im Bodybuilding ist alles anders, zumindest vom Ziel her. Einzigartig ist hier das Ziel, dass nicht die Leistung des bewegten Gewichtes an sich zählt, sondern es "nur" darauf ankommt, inwiefern der Körper geformt wird oder aber auch anders gesagt, wie man am schnellsten und besten eine Muskelfaser zum Wachsen bringt. Kann auf ein solches exotisches Ziel überhaupt die eigentlich recht gültige Analogie gepresst werden, dass Viel auch viel hilft?

Wie so oft im Bodybuilding, gibt es auch in dieser Frage scheinbar keinen Konsens, während die eine Hälfte nach mehr Volumen und mehr Training schreit, sucht der andere Teil ihr Glück im Grundsatz: "Weniger ist manchmal mehr!". Doch wer hat letzten Endes überhaupt recht?

Die Antwort ist konfus, denn keiner und alle haben recht. Pauschalisieren kann man diese Frage gar nicht und es muss vielmehr die speziellen Komponenten des individuellen Falles überprüft werden.

Viel hilft viel wird in aller Regel von vielen Trainierenden falsch aufgefasst und kann dann eigentlich nur in der Aussage enden: Weniger ist manchmal mehr! Der wohl am häufigste beobachtete Fehler ist der, dass in aller Regel viel zu viel Sätze mit Muskelversagen durchgeführt werden, dabei noch gnadenlos von einem Trainingspartner unterstützt wird (was eigentlich schon in die Schublade "Intensitätstechnik" gehört) und ihr gesplittetes Training immer weiter in die Länge ziehen, sprich die einzelne Trainingseinheit für eine Muskelgruppe wird erweitert, anstatt jene einmal öfters zu trainieren.

Das Bild eines Trainierenden, welcher teilweise 3-4 Stunden damit verbringen kann um seine Brust zu malträtieren, dies dann aber auch nur einmal die Woche tut, dabei sich in jedem Satz tatkräftig vom Trainingspartner stützen lässt und in manchen extremen Fällen für sein Beintraining allerhöchstens eine tägliche Erhebung von der Toilette genehmigt, ist in beinahe jedem Studio vertreten. Ein trauriges Bild, welches sich verschärft, wenn diese Person auch noch "Trainingstipps" verteilt...

Intelligentes "Viel hilft viel" sieht anders aus. Dem Athleten muss bewusst sein, je höher er mit dem Volumen geht, desto mehr muss er sich vom Muskelversagen und von Intensitätstechniken verabschieden. Des weiteren kann es effektiver sein, wenn nicht jede Muskelgruppe einmal die Woche ein hohes Volumen abbekommt, sondern eine jede Muskelgruppe öfters beansprucht wird, mit einem geringeren Volumen in einer Trainingseinheit, welches sich in der Summe der Woche sogar oftmals vergrößert, ohne mehr Zeit zu beanspruchen!

Im Endeffekt resultiert diese Überlegung in Richtung eines Ganzkörpertrainings mit wenigen Mehrgelenksübungen mehrmals die Woche, welches in seiner planerischen Perfektion besser als HST bekannt ist.

Doch diese Kontroverse soll keine Werbung und damit ein Sieg des Volumens sein, sondern es muss auch explizit gesagt werden, dass natürlich auch diejenigen Trainierenden recht haben, die es eher bevorzugen, ihre gesamte Energie in einer sehr kurzen Trainingseinheit in wenige Sätze zu pressen, besser bekannt natürlich unter Begriffen wie HIT oder Heavy Duty. Besonders in einem Fall wie des extremen Zuviel-Trainierenden kann nur bejaht werden: "Weniger ist manchmal mehr!". Ebenso aber auch an viele hilflose Athleten in den Fitnessstudios, welchen es an der Freisetzung von Intensität mangelt und welche auch nicht wissen, dass sie auch im anderen Weg ihr Volumen intelligent erhöhen könnten.

Schlussendlich kommt natürlich wieder unter den trainingstechnischen Schlussstrich, dass ein gnadenloser Kompromiss geschlossen werden kann, wenn es um die Frage "Viel hilft viel?" geht, denn welcher Weg der richtige ist, ist kein allgemeines Dogma im Bodybuilding, sondern eine individuelle Angelegenheit. Nur muss ein jeder Weg richtig eingeschlagen werden und auch wenn sich gewisse Komponenten der System vermischen lassen, so begehen doch viele Trainierende dieselben Fehler, dass ihnen auf Bezug auf ihr Volumen entweder die Intensität fehlt oder aber jene zu hoch ist, sodass der Körper zu überfordert ist. – John Doe
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F: Deckt eine Vitamintablette den kompletten Tagesbedarf?

A: Vitamintabletten sind das am häufigsten genutzten Supplemente vor allem auch von sportlich weniger aktiven Menschen. Jeder dritte Deutsche nimmt laut einer Forsa-Umfrage inzwischen regelmäßig Vitaminkomplex-Tabletten oder andere Minerale in Tablettenform zu sich. – Doch ist mit einer Vitamintablette der tägliche Bedarf wirklich so einfach gedeckt?

Wirft man auf die Zusammensetzung einer üblichen Vitamintablette einen Blick, so stellt man fest, dass in der Regel die Vitamine zu 100% der empfohlenen EU-Dosis entsprechen und dazu noch alle wichtigen Minerale zwischen 25% und 67% enthalten sind. – Klingt verlockend, möchte man denken, da eine Tablette scheinbar den kompletten Bedarf deckt, oder?

Nun, nicht ganz: Neben der Problematik, dass Angabeempfehlungen durchaus sehr unterschiedlich ausfallen können (Bsp. Vitamin C: 30mg durch die WHO, 60mg durch die EU, 100mg durch die DGS), ist vor allem der individuelle Bedarf nur schwer festzustellen. Eine sporttreibende Raucherin, die mit der Pille verhütet, benötigt mehr Vitamin C, als ein männlicher Nichtraucher, der nur sehr geringe körperliche Aktivitäten durchführt. Die prozentualen Angaben, in welchen Höhen der eigene Tagesbedarf gedeckt wäre, sind somit nett anzusehen und können sicherlich als Orientierung genutzt werden, haben letztendlich aber wenig Aussagekraft. – Doch das alles spricht noch nicht gegen das Nutzen einer Vitamintablette, richtig?

Soweit richtig, doch wurde der wichtigste Punkt bisher außer Acht gelassen. Die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen erfolgt nicht getrennt voneinander. Die verschiedene Inhaltsstoffe üben einen zum Teil deutlichen Einfluss auf die Resorption aus: Eisen behindert die Aufnahme von Vitamin E, welches wiederum die Aufnahme von Beta-Carotin ab einer Menge von 600mg verschlechtert. (Dies wird an dieser Stelle deshalb erwähnt, da Vitamin-E-Präparate gleich nach den Komplextabletten eines der beliebtesten Supplements in der Bevölkerung sind.) Kalium behindert die B12 Aufnahme, Vitamin C und Zink vermindert die Kupfer-Resorption, die Vitamine A, E und K behindern die Magnesium Aufnahme, Eisen wird durch Vitamin E und Zink negativ beeinflusst, um nur einen kleinen Einblick zu liefern.

Neben diesem kleinen Überblick von Wirkungen untereinander spielen aber auch die Pille, Antibiotika, Tabak, Alkohol und viele andere Dinge eine wichtige Rolle bei der Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen. Präparate, die eine zeitverzögerte Freigabe des Vitamin ermöglichen (Retardpräparate) sind oftmals genauso wie sorgfältig abgestimmte Kombinationen teuer und schwerer in Deutschland zu bekommen. – Was also tun?

Nun, auch wenn eine Vitamintablette niemals als Ersatz für eine Abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung gesehen werden sollte, ist sie wohl eine relativ kostengünstige Möglichkeit Mangelerscheinung entgegenzutreten und vorzubeugen. Denn trotz einer allgemein guten bis sehr guten Versorgung der deutschen Bevölkerung, was die Nahrung betrifft, treten oftmals laut der DGE Mängel an Jod, Calcium, Vitamin E und Folsäure auf. Die Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin weißt zudem auf einen erhöhten Bedarf von Magnesium, Eisen und Zink bei Sportlern hin. – Wer also trotz Vitaminkomplextablette einen Mangel eines dieser Minerale feststellen kann, sollte über ein zusätzlich Supplementation nachdenken. – Wer sich genauer über die Wirkungen, Nebenwirkungen, Dosierungsempfehlungen und Einflüsse auf die Resorption bei Vitaminen und Mineralstoffen informieren möchte, dem sei an dieser Stelle das Buch "Handbuch: Nahrungsergänzungen" – Hrg: Klaus Arndt empfohlen. – Frank-Holger Acker
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F: What about Ruuuhl ???

A: Die erste "No Brain No Gain" Ausgabe ist seit Juli 07 online und von euch sehr positiv aufgenommen worden. Nach meinem letzten NBNG Artikel "Jay oder Ronnie" hab ich mich gefragt "was machst du in der neuen Ausgabe"? Einen Bericht zu einer Meisterschaft? Ein Athletenprofil oder doch eine Bodybuilder-Love-Story ??? - Fragen über Fragen, die mich am Anfang quälten. Als nächstes stellte ich mir selbst die Frage "Was würdest du gut finden Matze?"

Der Inhalt sollte witzig, informativ und unterhaltsam sein und den Grossteil der User ansprechen. Eigentlich ganz einfach – ein neues Interview mit IFBB Pro, Sympathieträger und wohl unterhaltsamsten Bodybuilder überhaupt Markus Rühl.
Das Ergebnis seht ihr hier :
    Wie sieht momentan ein typischer Tag bei dir aus ?
    Aufstehen, 1h Radfahren, essen, ins Studio bis Mittags, essen, Erledigungen (Fanpost, Emails, Bank, Post, Einkaufen...), mit Hund Gassi, 1h ausruhen, essen, Training, essen, im Studio bis abends 22Uhr,essen, schlafen..

    Wie läuft deine Vorbereitung?
    Schätz mich in der Vorbereitung ungern selber ein. Simone meint aber, dass es gut aussieht.

    Markus


    Wie war das Jahr für dich bisher (Wettkämpfe, Fibo, neue DVD)?
    Das Jahr 2007 war bisher sehr anstrengend (Vorbereitung zur Arnolds), stressig und gleichzeitig erfolgreich wie die Vorbereitungen zur Fibo (der Erfolg der
    neuen DVD). Aber auch, dass meine Fans zu mir halten, wenn auch die Arnolds nicht so gelaufen waren, wie ich es mir vorgestellt hatte, freut mich immer wieder aufs Neue.

    Kann man ein Projekt wie "Big and loving it" noch toppen oder ist damit alles gesagt und gezeigt worden?
    Sicherlich werd ich "Big and loving it" noch toppen können! Das Kapitel von Markus Rühl ist noch lang nicht beendet!

    Wie sieht deine Zukunftsplanung aus?
    Natürlich mach ich bzw. wir machen uns Gedanken über die Zukunft und haben auch gewisse Vorstellungen. Wie aber im Endeffekt alles verläuft, wird die Zeit mit sich bringen. Das Leben kann man nicht planen.

    Wenn du deine Karriere als Profi beendest, wie sieht dann dein Leben aus (bzw. wie stellst du es dir vor)? Wirst du weiter trainieren oder nur noch "Leben"? (Studio weiter führen, Kinder bekommen, Athleten betreuen/vorbereiten)
    BB ist mein Sport und ich werde dann auch nach dem Wettkampfgeschehen weiter trainieren. Vielleicht kommen Kinder....Studio eventuell, das entscheidet sich alles aber erst in naher Zukunft.

    Was möchtest du noch als Profi erreichen und was wünscht du dir in diesem Jahr (als Athlet, beim Mr.O...)?
    Nun, ich habe schon realistische Vorstellungen – etwa eine Platzierung unter den Top5 bei einem Mr.O. Ich weis nicht, ob ich das als Wunsch abtun kann... aber da brauch ich nur an den letzten Mr.O denken und weiß, dass ich zufrieden sein kann, wenn ich eine Platzierung in den Top10 erhalte.

    Plant deine Frau Simone noch mal an Wettkämpfen teilzunehmen?
    Simone nimmt nicht mehr an BB-Wettkämpfen teil. Eventuell wird sie sich noch mal auf's Kickboxen konzentrieren. Aber im Moment ist auch dafür keine Zeit, da sie mit mir die Vorbereitungen (tägliches Training usw.) macht.

    Gibt es für dich momentan (Nachwuchs-)Athleten, die du in der Zukunft im Profigeschäft ganz vorne siehst?
    In Deutschland? Im Amateur-Bodybuilding? Nein, wüsste spontan niemanden.

    Was hat für dich als Profi den größten Stellenwert (Fans, Erfolg, große Titel, Sponsoren)?
    Darüber hab ich mir noch nie so meine Gedanken gemacht. Ich bin damals nach der DM 1997 in die Profi-Szene sozusagen "geschubst" worden, hab mich etabliert, bin zu dem geworden, was ich heut bin (körperlich, wie menschlich- so wie ihr mich kennt). Ich hab mein Hobby zum Beruf gemacht und ich würde lügen, wenn ich sage, die Bezahlung wäre nicht wichtig! Das ist in jedem Job so!

    Markus


    Sicherlich wünscht sich jeder Sportler Erfolg, ob man ihn erhält oder nicht steht auf einem anderen Blatt... aber da sind dann die Fans! Sie sind wichtig! Sie geben mir das Gefühl der "Champ" gewesen zu sein, auch wenn es nur Platz8 gab, wo es der 4. oder 5. hätte sein können... Deswegen versuche ich meinen Fans auch ein Stück zurückzugeben. Sicherlich kann ich es nicht jedem recht machen...aber ich gebe mir Mühe!

    Bereust du etwas in der Wettkampfzeit / was hättest du gerne anders gemacht?
    Ich bereue nix... Es ist alles geschehen und ändern kann ich es eh nicht mehr. Es wäre schön mit dem heutigen Wissen übers Bodybuilding noch mal als junger Athlet von vorn zu beginnen... (lacht)... Ich würde sie alle putzen..! (lacht) Und wäre vielleicht doch für ein-zwei Jahre in die USA gegangen....

    Wie siehst du die Entwicklung des Bodybuilding-Sports in Deutschland (in der Zukunft)?
    Ich bin kein Hellseher...und möchte mich dazu auch gar nicht äußern!

    Was ist in Amerika besser/schlechter im Vergleich zu Deutschland?
    In den USA hat Bodybuilding einen besseren Stellenwert, niemand zeigt auf dich und verzieht das Gesicht. Im Gegenteil! Sie sagen dir "Siehst toll aus, mach weiter!" Und jetzt nicht denken: ja das sind doch Fans...Nein, meist auch Omis und Hausfrauen, die mich gar nicht kennen! Dann die Studios sind klasse, zum Teil riesig. Manchmal klein ,aber ich kann immer mein Training mit gewohnten Gewichten durchziehen. Versuch das mal in den Fitness-Tempeln in Deutschland! Vergiss es! Dann die Supplementierung, da ist die Palette in den USA auch ein wenig umfangreicher. Hier in Deutschland wirst du ja für Creatin manchmal schon schräg angeguckt, obwohl es zum täglichen Leben gehört und über die Nahrung aufgenommen wird.

    Wie siehst du die Top 6 beim diesjährigen Mr. Olympia?
    Ich weis, dass die ersten 3 Plätze beim Mr.O schon fest vergeben sind. Von Platz 4-6 ist es ungewiss und alles offen, aber ich kann und will nicht sagen, wer diese begehrten Plätze belegen wird. Das hängt von zu vielen Faktoren ab.

    Markus


    Wie ist die Idee zu "Big and Loving it" entstanden?
    Das es eine Folge-DVD zu "Made in Germany" geben sollte, war klar . Wir sammelten auch reichlich Material über einen Zeitraum von 3 Jahren. Es sollte auch nicht so aufgemacht sein, wie alle üblichen Bodybuilding DVD´s. Wir wollten mich so rüberbringen, wie ich bin und auch ein wenig die Tücken des "in Deutschland lebenden BBs" aufzeigen. Ich denke, das ist uns ganz gut gelungen. Ich hab schon von vielen Fans gehört, dass die Freundin oder auch Frau auf einmal Interesse am BB zeigt, da sie die DVDs gesehen haben (ist ja doch nicht so blöd!)

    Die Titel sollen auch nicht so lieblos sein und deswegen haben wir lang darüber gegrübelt...Timo hatte den Einfall!

    Was wäre aus dir geworden, wenn du nicht Profi- BBler geworden wärst?
    Ein guter Fußballer...vielleicht...?

    Wenn du in den Spiegel schaust, was siehst du, wie würdest du deinen Eindruck von dir selbst beschreiben?
    Bin schon 'n geile Typ! (lacht)

    Was war deiner Meinung nach dein bisher bestes Profi-Jahr, was die Form anging?
    Die Night of Champions 2002!! Wahnsinn die Masse damals!

    Was sind die größten Alltagsprobleme bei einem Athleten mit deiner Masse abgesehen von Kleidung und großen Nahrungsmengen und wie löst du diese?
    Im Moment hab ich nur ein Problem und das ist die Hitze!! Überall im Haus hab ich Ventilatoren verteilt und ich plane eine Klimaanlage im Schlafzimmer installieren zu lassen. Aber ich denke, dass dieses Hitze-Problem alle haben, die etwas dicker sind!

    Gab es bei deinem Haus spezielle Anfertigungen? (breitere Türen, stabilere Treppen oder ähnliches?)
    Nein, unser Haus ist in ganz normalen Standardmaßen.

    Was ist immer in deinem Kühlschrank zu finden?
    Hähnchen, Magerquark, Eier, Milch, Cola Light,...

    Ronnie oder Jay? (oder Markus?zwinkern )
    Beide sind sehr gute BB und es wird sich zeigen...auf wen sie Bock haben!

    Markus


    Wo siehst du dich in 5 Jahren?
    Nicht mehr auf der Bühne, aber vielleicht davor - als Kampfrichter!?

    Hättest du zu Beginn deiner Profikarriere mit so einer Laufbahn gerechnet?
    Nie im Leben! Aber ich wollte es! Hab hart dafür gekämpft! Und ich darf auch nicht die Hilfe und Unterstützung von allen, die daran teilhatten nicht vergessen (vor allem Simone oder mein langjähriger Trainingspartner Marc A., und viele mehr)!
Vielen Dank fürs Interview und dass du dir die Zeit dafür genommen hast Markus.

Alles weitere zu Markus und seiner neuen DVD "Big and loving it" findet ihr unter markus-ruehl.de und rühl24.de! – Mathias Busse
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F: Wie wäre das Rezept für ein BB-gerechtes Eis?

A: Kaum beginnt die Sonne zu brutzeln und die Temperaturen steigen, steigt auch in jedem BBler der Wunsch nach einer kühlen Erfrischung. Was liege da näher als ein leckeres Eis?! Jedoch meldet sich umgehend der allzeit bereite Begleiter namens "Schlechtes Gewissen" ...Magnum, Häagen-Dasz und die Bällchenbatterie beim Eisdieler sind wahrlich alles andere als BB-geeignete Nahrung. Was tun? Dem Wunsch nachgeben oder sich wieder mal sämtliche Genüsse verkneifen?

Die Lösung ist dabei ganze einfach: Ein Eis für Bodybuilder. Die Anforderungen: Es sollte proteinhaltig, fettarm sein und geschmacklich wenigstens annähernd an Eis erinnern.
Also auf ans Werk! Die Zutaten sind BEWUßT einfach gehalten um Spielraum für persönliche Geschmackliche vorlieben zu lassen.

Zutaten (Grundrezept):
250gr.Magerquark
30gr. Proteinp.
Süßstoff
Wasser/Milch

Eis


Ähnlich wie beim Shake, alles in ein hohes Gefäß geben und kräftig mit dem Stabmixer verrühren. Die Konsistenz sollte nicht allzu flüssig werden. Das ganze in ein geeignetes Gefäß geben und für ca. 2-3Std. ins Gefrierfach stellen, nach dieser Zeit ist es leicht angefroren, aber immer noch gut zu löffeln.

Eis


Hier noch ein paar Veränderungsvorschläge ausgehend vom Grundrezept:
  • Geschmacksrichtung Bounty: +Kokosprotein, entöltes Kakaopulver, Kokosflocken
  • Geschmacksrichtung Snickers: +Schokoprotein, Erdnussmus, Karameldip(Walden farms)
  • Geschmacksrichtung Beerenmischung: +Vanilleprotein, Beerenmischung (TK bei Aldi, Lidl..etc..Achtung-Früchte sollten immer gefroren sein!!!)
  • Geschmacksrichtung Pina-Colada: +Kokosprotein, Ananas, Rumaroma(evtl. noch Kokosflocken)
  • Geschmacksrichtung Nuss-Nougat: +Nussprotein, Nougat-Sirup(Plus, Da-Vinci etc..)
  • Geschmacksrichtung Zitrone: +Vanilleprotein, 1P.Götterspeise Zitrone von RUF(ungekocht)
Hier heißt es einfach mal ausprobieren und experimentieren!

Guten Appetit! - sandman
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