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Willkommen zur ersten Ausgabe..

Man nehme ein paar erfahrene Sportler, füge ein paar häufig gestellte Fragen, einiges an Zeit und Einsatz und die entsprechenden Antworten hinzu.. und das alles ergibt: Die neue Artikel Reihe exklusiv auf Andro. Jeden Monat wird es ab sofort ausführliche Antworten zu Fragen geben, die immer wieder in der Forengemeinde auftauchen, oder die es der Redaktion wert erscheinen, beantwortet zu werden. Wir hoffen, ihr habt mindestens genauso viel Spaß am Lesen, wie wir beim Schreiben hatten, und dass dieses neue Angebot euren Zuspruch finden wird. - An dieser Stelle sei nochmals darauf hingewiesen, dass subjektive Fragen selbstverständlich nur subjektiv beantwortet werden können. Dennoch haben wir uns in der Redaktion bemüht, keine Frage zu einseitig zu beantworten, sondern möglichst von mehreren Seiten das Problem zu beleuchten. - Viel Spaß!

Inhalt

Viel Spaß beim Lesen wünscht die NoBrain-NoGain!-Redaktion. preview

F: Ist Kreuzheben essentiell für Bodybuilder?

A: Wenn man Kniebeugen als die Königin der Übungen bezeichnen möchte, so gebührt dem Kreuzheben zweifelsfrei der Rang des Königs. Beides sind Übungen, die es zum einen erlauben möglichst viele Muskeln an der Bewegung zu beteiligen, zum anderen aber gerade auf Grund dieser Komplexität alles andere als einfach sind.

Doch gerade beim Kreuzheben bietet sich dem aufmerksamen Beobachter in den deutschen Studios oftmals ein schlimmes Bild. So kompliziert diese Übung ist, so schnell kann gerade bei ihr mit einer schlechten Technik schnell, viel Gewicht bewegt werden. Und schaut man sich in den Bodybuilding-Foren um, so scheint mit dem Begriff Kreuzheben zugleich Männlichkeit assoziiert zu werden. "Wer diese Übung nicht ausübt, trainiert auch nicht richtig!" scheinen die Gedanken in vielen Köpfen zu sein.

Schaut man sich die primär beteiligte Muskulatur genauer an, so stellen sich vor allem die Beinmuskulatur (vor allem die Innenseite) und der Rückenstrecker als wichtigste Muskeln heraus. Geht man nun jedoch davon aus, dass die meisten Bodybuilder ein komplexes Beinprogramm nutzen, in dem die einzelnen Muskeln isoliert trainiert werden (Kniebeugen, Beincurls, Beinstrecken, Frontkniebeugen, Beinpresse) und der Rückenstrecker in seiner Aufgabe als Stützmuskel durchaus beim allgemeinen Rückentraining, aber auch bei Kniebeugen und anderen Übungen wie Good Mornings oder Hyperextentions (stützend) mit trainiert wird, so stellt sich die berechtigte Frage, inwieweit ein Bodybuilder so eine anspruchsvolle Übung durchführen muss.

Anders, als es in der Internetgemeinde oftmals den Anschein haben könnte, ist Kreuzheben für einen Sportler, dem es um das Formen seines Körpers geht, keines Falls essentiell. Es gibt viele, leichter zu erlernende Alternativen, die den Bodybuilder an sein Ziel führen werden. - Zu viele junge Menschen, vor allem Anfänger, bewegen mit einer schlechten Technik zuviel Gewicht und gefährden damit nicht nur ihre Gesundheit, sondern sind gleichzeitig ein schlechtes Vorbild für andere Trainierende.

Ich möchte an dieser Stelle auch eine Lanze für die vielen Fitnesstrainer brechen, die oftmals in der Forengemeinde im Internet nicht all zu gut wegkommen: Die Tatsache, dass viele von ihnen beim Wort Kreuzheben die Augen rollen, bzw. ihren Schützlingen von dieser Übung abraten (wenn sie überhaupt Erwähnung findet), beruht auch zu einem nicht unermäßlichen Teil auf dem Fakt, dass die Technik schwer zu erlernen ist und die wenigsten einen Personal Trainer haben werden, der jede Sekunde eine gesamte Trainingseinheit neben einem stehen kann. Geschweige denn die Geduld eine Übung mit weniger Gewicht technisch sauber durchzuführen, obwohl man "doch so viel mehr schaffen würden"... Und selbst dann:

Kreuzheben


Selbst Powerlifter erlernen das anspruchsvolle und für den Wettkampf essentielle Kreuzheben nicht von heute auf morgen. Das soll niemandem das Kreuzheben, als hervorragende Übung, schlecht machen, aber warum sollten sie sich das Leben unnötig schwerer machen, wenn es doch so viele sehr gute Alternativen gibt? Bodybuilder kann man durchaus auch ohne Kreuzheben werden! – Frank-Holger Acker
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F: Sind Zughilfen beim Training notwendig?

A: Die Frage nach dem Einsatz von Zughilfen stellt sich beinahe jedem ernsthaft Trainierenden nach einiger Zeit. Besonders beim Rückentraining wird dabei wohl als erstes festzustellen sein, dass die Griffkraft nicht immer auf einem Niveau mit der Kraft des Rückens ist.

Zu warten, bis die Griffkraft aufschließt, ist für den Bodybuilder der falsche Weg, denn nicht umsonst gibt es hierfür Zughilfen in den unterschiedlichsten Ausführungen. Je nach Belieben können hier zwischen den bewährten Produkten wie etwa Zugbändern und Haken, sowie zwischen neuartigen Entwicklungen wie etwa den PowerGripps gewählt werden. Ihren Zweck erfüllen alle diese Varianten der Zughilfe, wobei jeder Athlet hier seine eigene Vorliebe hat.

Des weiteren geben die Zughilfen eine Art Sicherheit, denn nicht selten lähmt den Athleten eine Art Angst davor, höhere Gewichte zu verwenden, wenn er diese nicht in einem festen Griff hat. Gerade bei Übungen mit im Verhältnis sehr schweren Gewichten wie etwa Kreuzheben, Rudern mit Kurzhantel oder Langhantel oder aber auch Langhantel-Shrugs sind diese kleinen Hilfen dann gefordert und sorgen für die nötige Verbindung zwischen Gewicht und Arm, wobei dieser ja auch vorrangig als Hebel für die Rückenmuskulatur dienen soll.

Doch nicht nur höher werdende Gewichte erfordern diese Unterstützung, auch ein steigendes Volumen erfordert bei vielen Athleten den Einsatz von Zughilfen, denn oftmals ist zu beobachten, wie die Griffkraft bei steigender Satzzahl absinkt, da beispielsweise die Unterarme übersäuern, die Rückenmuskulatur aber noch weiter Leistungen erbringen könnte.

Ein Segen ist dieses Equipment auch für Athleten mit kleinen Händen, was besonders oft auf kleine Sportler und weibliche Athletinnen zutrifft. Jene profitieren natürlich noch eher von den Zughilfen, da sie zumeist von Anfang an Probleme damit hatten, die Hantel in einem festen Griff zu haben. Auch die Schweißentwicklung in den Handflächen beim Sport rückt dabei in den Hintergrund. Nicht selten rutscht einem Kraftsportler die Hantel aus der Hand - nicht wegen der fehlenden Griffkraft, sondern wegen des verminderten Reibungswiderstand, entstanden durch den Handschweiß. Da der Einsatz von Magnesia in vielen Studios verpönt ist und gepolsterte Handschuhe und Polster zugleich nur den Umfang der Hantel erhöhen, was wiederum für schmale Hände ein Problem ist, sind auch hier Zughilfen eine gute Wahl, um mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Der Reibungswiderstand in den Handflächen wird irrelevant und ein Rutschen verhindert. Zugleich kann durch die Entlastung schwerer und auch länger trainiert werden.

Doch auch das Kontra muss abgewogen werden, wobei hier einige Athleten befürchten, dass ihre Unterarmentwicklung nicht mehr vorankommt, wenn bei den Zugübungen zu häufig Zughilfen eingesetzt werden. Diese Angst kann eigentlich mit zweierlei Begründung genommen werden. Erstens muss auch beim Einsatz vieler Zughilfen, vor allem bei Bändern, ebenfalls eine ordentliche Portion Griffkraft eingesetzt werden, damit die Bänder auch fest mit Hand und Hantel verschweißen. Des weiteren ist die Muskulatur des Unterarms bei weitem nicht nur für den Griff verantwortlich, sondern beispielsweise auch für die Stabilisierung des Handgelenks, wie sie etwa bei dem Einsatz schwerer Kurzhanteln gefordert wird.

Auch mit Zughilfen werden die Unterarme wachsen. – John Doe
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Wie vermeide ich Schulterprobleme beim Training?

A: Oftmals taucht im Board in der medizinischen Sektion die Frage nach Tipps für ein schulterschonendes Training auf oder es wird um Hilfe bei akuten Schulterschmerzen gebeten. - Hier soll die Frage nach möglichen Ursachen und deren Ausmerzung durch adäquates Training diskutiert werden.

Schulterprobleme


Die meisten Leiden bei eigentlich gesunden Athleten entstehen schlichtweg durch muskuläre Dysbalancen. Der Weg zum Doktor bringt oftmals keine genaue Diagnose mit sich und endet im ärztlichen Fachrat: "5 Wochen pausieren". Denn falsche Trainingsgestaltung und Übungen, welche wider der Anatomie der Schulter ausgeführt werden, tragen nicht nur die süßen Früchte des Sports. Ich möchte mich hier am Krankheitsbild des Impingementsyndroms, das nur allzu oft diagnostiziert wird, orientieren.

Gibt es keine Präventivmaßnahmen oder relativ sanftere Methoden, so dass sich der Trainierende vor diesem Problem im Vorfeld schon schützen kann? Beginnen wir mit Grundübungen:

Besonders schädigend wirkt sich bei vielen das Nackendrücken aus. Dabei wird der Oberarmknochen (Humerus) sehr stark außenrotiert und abduziert. Hierbei wirken große Zugkräfte auf die vorderen Bänder. Viele Trainierende sind kaum in der Lage den eigentlichen Bewegungsablauf dieser Übung sauber auszuführen, übertriebene Gewichte erledigen den Rest. - Eine Alternative liegt sicherlich im Frontdrücken. Diese Übung spricht die gleichen Muskeln an, schont aber die Bandstrukturen. Ein zu starkes Absenken sollte dennoch gemieden werden. Meines Erachtens macht es Sinn, Frontdrücken im Stehen zu absolvieren, da dabei etwas geringe Gewichte genutzt werden, weil oftmals die Stabilisation des Rückens usw. zum limitierenden Faktor und somit hoffentlich nicht mit den Gewichten übertrieben wird.

Die mit Abstand am schlimmsten und wildesten ausgeführte Übung ist das Seitheben. Hier reißen Leute an Gewichten rum, von denen Bruchteile als Trainingsgewicht angebracht wären. Dabei können Probleme mit der Bizepssehne und der supraspinalen Sehne auftreten, welche bei einem zu großen Bewegungsradius (über Schulterhöhe) gereizt werden können. Dauerhaft würde dies zu einer Entzündung führen. Für das Frontheben gilt entsprechendes, wobei die supraspinale Sehne sich hier in einer noch ungünstigeren Position befindet.

Dies sind lediglich die gängigsten Übungen. Bei vielen Trainierenden ist eine deutliche Abschwächung der hinteren Schulterpartie (pars spinalis) zu erkennen. Hier bietet sich breites Rudern bei einem Abduktionswinkel von 90° an, da dies ebenfalls den mittleren Anteil des Kapuzenmuskels (pars transversus) anspricht und so Dysbalancen durch zu häufiges und intensives Training der Vorderseite (Brust und vordere Schulter) entstehen können. Alternativen sind vorgebeugtes Seitheben (reverse Flyings), wobei schon leichte Gewichte ausreichen und die Ausführung sehr schnell unsauber wird.

Viele Probleme entstehen schlichtweg durch muskuläre Dysbalancen, die oft an einem Rundrücken deutlich erkennbar sind. Es gilt dies bei der Trainingsplanung zu berücksichtigen. Reicht eine vernünftiges ausgeglichenes Training nicht aus, so sollte unbedingt Rotatorentraining (d.h. für die Außenrotatoren) aufgenommen werden. Der Innenrotator (subscapularis) wird bei vielen Übungen angesprochen (z.B. Bankdrücken, Fliegende...) und bedarf keines weiteren isolierten Trainings – dies wäre eher kontraproduktiv. Außenrotation bei Abduktionswinkeln von 0° und 90° bieten eine sinnvolle Ergänzung und sollten am Ende des Trainings mit leichten Gewichten oder einem Theraband ausgeführt werden. Dadurch wird der Oberarmknochen vom Schulterdach weggezogen und die Bizeps- sowie die supraspinale Sehne werden seltener gereizt.

Neben dem Training gibt es noch eine Vielzahl von anderen Möglichkeiten Dysbalancen zu beheben, aber nichts davon ersetzt ein vernünftiges Training. Postisometrische Relaxation zur Tonussenkung (Bizeps und Supraspinalis), Wärmebehandlung und Dehnen (Brust, vordere Schulter) können ebenfalls Abhilfe schaffen. Zu warnen ist in jedem Fall vor einer Operation, bei der ein Stück des Schulterdachs weggefräst wird, da dadurch das Schultergelenk instabiler wird. Es gilt die Augen offen zu halten und sofort auf Warnsignale zu reagieren oder im besten Falle schon präventiv handeln. – Team-Andro
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Wie viel Zink brauche ich am Tag und ist eine Supplementierung überhaupt sinnvoll?

A: In vielen Foren tritt, vermehrt wäre untertrieben, die Frage nach einer Supplementierung von Zink auf. Da die Bandbreite der Antworten eine gewisse Art von Unwissenheit widerspiegelt, möchte ich die Frage aus rein wissenschaftlicher Sicht beantworten. Viele supplementieren Zink in übermäßigen Dosierungen ohne auch nur ansatzweise zu wissen, wie die Aufgabe und eigentliche Wirkungsweise dieses lebenswichtigen Spurenelements aussehen.

Zink erfüllt im Stoffwechselgeschehen eine Vielfalt von wichtigen Aufgaben. Als Aktivator und Bestandteil von Enzymen ist es beteiligt am Kohlehydrat-, Eiweiß– und Fettstoffwechsel, fungiert beim Aufbau der Erbsubstanz (Wachstum + Entwicklung der Fortpflanzungsorgane), stabilisiert die Zellmembran, stärkt das Immunsystem (Wundheilung) und spielt auch eine Rolle bei der Insulinkomplexbildung in der Zelle. - Dies alles verdeutlicht die immense Wichtigkeit von Zink für den Menschen und dessen Gesundheit.

Im Bodybuilding greift man aus den unterschiedlichsten Gründen zum Zink: Einige setzen es gegen Akne und Dehnungstreifen ein, andere wiederum als A-Hemmer während einer Steroidkur und einige erhoffen sich auch eine Art Testoboost.

Die protektive Wirkung bei Akne gilt als bewiesen, ebenso ist der Nachweis vorhanden das Zink die Umwandlung von Testosteron zu Östrogen blockt. - Ein heikles Thema ist hier der Haarausfall: Zum einen hemmt Zink die 5 alpha Reduktase und verhindert so die Umwandlung von Testo zu DHT (theoretisch könnte es also während einer Steroidkur (Testosteron) gegen Haarausfall helfen), zum anderen ist Zink beteiligt an der Bildung vom Keratin, welches der Hauptbestandteil von Fuß/Fingernägeln, Haaren und Haut darstellt. Ebenso nicht zu vergessen ist der positive Einfluss auf die Bildung von Kollagen (dieses Gewebe hält das Haar in der Haut). Allerdings gibt es bis dato keine Beweise dafür das Zink als Boost bei der Testosteronproduktion wirkt. Von der anderen Seite betrachtet, kann man aber sagen, dass ein Zinkmangel sich negativ auf die Testosteronproduktion auswirkt.

Kommen wir, nachdem wir mit der Funktion und Bedeutung vertraut sind, zur eigentlichen Frage, ob eine Supplementation von Nöten ist und wenn ja in welchem Rahmen sie stattfinden sollte. - Zuerst betrachte man, dass Zink essentiell ist, also dem Körper extern zugeführt werden muss. Aus den meisten Literaturquellen geht hervor, dass der Anteil Zink im Körper etwa zwischen 1,5 – 3g liegt, der Hauptteil in den Knochen, Haaren und Haut und ungefähr 1/3 in Muskulatur, Leber und Nieren. Der durchschnittliche Tagesbedarf eines Normalbürgers liegt dabei laut DGE (Deutscher Gesellschaft für Ernährung) bei 10-15mg, bei Sportlern aufgrund der Produktion von Hormonen und Wirkungsweise als Enzymbaustein bei 15 – 20mg. Diese Werte steigern sich selbstverständlich bei Personen die körperlich im Beruf oder Sport sehr schwer agieren. - Aktuelle Untersuchungen ergeben laut der DEG, dass ein Großteil der Bevölkerung nicht ausreichend mit dem Spurenelement Zink versorgt ist.

Eine Supplementierung ist insofern notwendig, wenn man diese "Normanforderungen" über die alltägliche Ernährung nicht decken kann. Schätzungsweise liegt der Zinkgehalt bei ausgewogener Ernährung bei ca. 10g. Nur jeder Mensch definiert ausgewogen anders und von daher kann es zu einer Unterversorgung kommen.

Dauerhafte Mangelerscheinungen spiegeln sich in Haarausfall, Wundheilstörungen, höhere Infektanfälligkeit, erhöhten Blutzuckerwerten, Depressionen, Ängsten/Aggressivität, gestörten Geruchs-/Geschmacksinn wieder. Bei Leuten die normaler körperlicher Aktivität nachgehen, reichen die Normwerte völlig aus. Bei Menschen die Probleme mit Akne gibt es Erfahrungsberichte von 20 bis zu 60 mg zusätzlich am Tag. Aus der Vielzahl der Erfahrungsberichte geht hervor, dass man sich langsam rantasten sollte. Zu hohe Dosierungen über Monate hinweg führen zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Kupfer/Eisenmangel, erhöhtem Vitamin A Bedarf, Erbrechen, Durchfall, Fieber und sogar Leber – und Herzmuskelschäden. Von einer Überdosierung wird dabei ab der 10fachen des Bedarfswertes gesprochen. - Die Meinungen über die toxische Wirkung gehen auch weit auseinander: Hier nennt man Werte von 150 - 500 mg /Tag. - Von den Leuten mit normaler körperlicher Aktivität abgesehen, supplementieren AAS Konsumenten Zink als Aromataseblocker. Kurabhängig sind hier jedoch Mindestmengen von 50 - 100 mg/Tag zusätzlich nötig.

Generell ist bei einer ordentlichen Supplementation auf die jeweiligen, sofern vorhandenen, Einnahmeempfehlungen auf den Verpackungen zu achten. Aus Gründen der schnellen Resorption sollte man die Tabletten vor dem Essen einnehmen. Wirkungserscheinungen können bereits nach wenigen Tagen auftreten, in der Regel spricht man aber von 4-8 Wochen "Wartezeit".

Wie bei den Proteinen sind auch hier Quellen tierischer Herkunft besser verwertbar als die mit pflanzlicher Herkunft.Lebensmittel mit begünstigtem Zinkgehalt: Austern, Getreidekeime, Rindfleisch, Nüsse, Haferflocken, Eigelb, Kakao, Käse - Phillip
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F: Was ist das schwierigste an einer WK-Diät?

A1: Der Einstieg! Um den so angenehm wie möglich zu gestalten, plane ich die Diät zwei Wochen länger als ursprünglich und behalte in der Zeit noch ein paar Schummelmahlzeiten bei.

Heftig wird’s dann so ab der Halbzeit. Da fallen die Milchprodukte raus. Somit also auch einige gute Proteinquellen wie Magerquark! Das hat mich schon immer mitgenommen. Die Mahlzeitenauswahl schränkt sich dadurch schon sehr ein. Wenn man dann andere Mitmenschen beim "schlemmen" sieht, frage ich mich öfter mal, warum ich mir das antue...
Während der Hälfte der Zeit hatte ich auch die meisten Grundsatzdiskussionen mit meinem Gewissen: Brech ab, mach weiter – es ist ein Teufelskreis, wenn man genau in der Mitte ist. Zum Ende hin wird’s dann wieder einfacher. Krass war es nur, als ich dann auch noch meine geliebten Haferflocken (wegen Gluten) gestrichen habe und das rote Fleisch auch noch rausfiel. Also das typische Huhn/Fisch /Reis Gemüse Salat/ Eiklar-Prinzip. Das sind dann die letzten 2 Wochen der Diät, im letzten Fall vier weil ich die Quali zur Deutschen hatte... Das wurde dann doch schon echt heftig. Wenn einem dann der Schwiegervater noch einen vorisst und fragt, warum man selbst nichts will... "Nein danke, ich bin satt!" (Und ein Donnergrollen lautes Magenknurren lag in der Luft..)

Ab und zu bekam ich dann die Krise, wenn meine Liebste mir eine Gabel von meinem abgewogenen Reis stibitzte oder so. Da wird man echt aggro!
Die dürfen alles essen und nehmen einem noch das bisschen, was man darf weg...

Turbo in shape


Wenn es in den Endspurt geht, fange ich an Tage zu zählen, um zu wissen, wann ich mir endlich meine Lieblingspizza bekomme. - Turbo57

A2: Es gibt kaum einen Sport, der mehr von einen abverlangt , als die Wettkampfdiät im Bodybuilding.

Aber das Lustige ist, wer es einmal gemacht hat, kann es nicht mehr lassen.. und daher weiß ich nun, der Mensch ist von Natur aus ein Masochist.

Für mich ist mit das Schlimmste der Anfang, das rein kommen in die Diät, weil man noch die Erinnerung und den Geschamck von allen bösen, leckeren Sachen im Kopf hat. Und der Ablauf, der Tag für Tag geplant ist.

Essen, Training, Schlafen und noch andere Verpflichtungen wie arbeiten.. und dieser Ablauf ist so fest, dass da nichts dazwischen kommen darf, weil jeder Tag so wichtig ist, jeder Tag zählt.
Dann der Hunger, der – klar - auch immer größer wird. Diese Faktoren erzeugen einen gewissen Druck und daraus entsteht teilweise eine gewisse Aggression - bei mir zumindest.. Nicht jeder Tag ist so, dass ich die Menschen zusammen schlagen könnte, aber den größten Teil der Diät möchte ich am liebsten mit so wenig Menschen wie möglich zu tun haben. Schon gar nicht mit Menschen, die nicht verstehen, was ich mache und dann noch zu allem Überfluss immer fragen müssen, wie es mir geht. "Scheiße!" Was ich grad esse? "Wie immmmmmmmer!" Und warum ich denn nicht das oder das so mache oder ich soll doch mal was essen, ich sehe so dünn aus. "AAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHH!!!".. oder "Einmal kann doch nicht schaden!" - wieder ein Grund, die Zähne einzuschlagen..

Moni


Also ganz klar: Je mehr ich darüber nachdenke, ist noch nicht mal der Umstand, kurz vorm umkippen zu sein, das Schlimme, weil einfach die Energie fehlt, es aber noch weiter gehen muss für paar Monate, sondern mehr das Drumherum. Die, die mich einfach nerven und mir und meinem Ziel im weg stehen.

Schlimm ist auch "Ich schaffe es nicht!" - die Angst, die Form passt nicht!
Daher muss noch mehr Gas gegeben werden, obwohl die Energie, wie schon erwähnt, nicht so ganz da ist.. Ich muss ja bei mir in der Klasse ein Kür von 90 sec machen, also nicht nur die Muskeln sollen zu sehen sein, also das Fett schmelzen, sondern ich soll auch in diesem Zustand außergewöhnliche Dinge machen: wie so mal durch die Luft springen, oder Kraftsachen, oder Spagat, usw...

Aber alles ist machbar, weil man es will und je mehr man sieht, wie gut man wird und das Ziel näher kommt, um so motivierter wird man. Oder anders: Man ist einfach zu schwach, um irgendwas zu sagen, also um aufzuhören.
Egal, wie auch immer, diese Dinge, die so schlimm und hart sind, durchzustehen, diese Dinge machen einen nur richtig stark, wenn man es geschafft hat und auf der Bühne steht.. Das ist auch der Grund, warum man es nicht lassen kann.
Weil dieses starke Gefühl immer wieder haben möchte. Dafür nimmt man alles Leiden, alle Entbehrungen und alle Aggresionen, Tränen, Schmerzen gerne auf sich!! - Monika Jühlen
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Jay oder Ronnie?

A: Vom 27 bis 30. September wird sich wieder entscheiden, wer Mr.Olympia 2007 wird. Nach vielen Diskussionen, die sicherlich im Vorfeld weiter zunehmen werden, möchte ich etwas genauer auf die Frage eingehen, wer es denn nun wird -und vor allem wer ist der verdiente/bessere Mr.O? – Jay oder Ronnie?

Beide Athleten sorgen schon länger für ausgiebige Diskussionen in Bezug auf den Mr.O Titel und bringen so manch einen in Rage, wobei öfters eine gewisse Objektivität auf der Strecke bleibt. Leider liest man in Internet Foren immer wieder Sätze wie "Jay Cutler sollte nicht Mr.O werden, da er auf seinen DVD´s total unsympathisch rüberkommt" , "Ronnie kann nicht sprechen und repräsentiert Bodybuilding nicht richtig" , "Jay hat nur gewonnen weil er Ben & Joe´s neuer Sunnyboy ist!" oder "Ronnie ist alt und seine Zeit vorbei!" ...bla bla blubb....
  1. Sollte man einen Menschen nach einer DVD beurteilen? Nein! Wenn möglich, sollte man sich doch persönlich einen Eindruck von der Person machen, um diese wirklich beurteilen zu können.
  2. Man sollte doch nicht ständig erbrachte Leistungen, die entsprechend honoriert wird, schlecht reden, da beide Athleten dies mehr als nur einmal unter Beweis gestellt haben!
  3. Was gehört wohl alles dazu, um einen Mr.Olympia- Titel zu gewinnen und wer von den "Experten" hat da auch nur im geringsten eine Vorstellung von und wäre selbst dazu in der Lage??
Kann man den Mr.Olympia eigentlich unter dem Aspekt betrachten, dass man Fan von Jay oder Ronnie ist und deshalb der festen Meinung wäre, sein Favorit müsse gewinnen oder reicht es 8facher Mr.O zu sein oder einen gutes Team im Rücken zu haben? Vielleicht sollte man noch ein paar weitere Aspekte nicht außer Acht lassen.

Ronnie oder Jay


Die "Schlacht" zwischen Ronnie und Jay läuft schon etwas länger, um genau zu sein, seit dem Jahr 2000. Ronnie ist seit seinem ersten Mr.O Titel im Jahre 1998 bis 2005 ungeschlagen geblieben und somit 8facher Mr.Olympia, wofür er schon den allergrößten Respekt verdient und er sich selbst ein Denkmal für die Ewigkeit gesetzt hat. 2006 wurde dann zum ersten Mal ein regierender Mr.O entthront, was zu haufenweise Diskussionen führte. Jay Cutler, der amtierende Mr. Olympia besiegte Ronnie und holte sich nach vier zweiten Plätzen 06 den Titel. Jay wurde in den Jahren 2000, 2001, 2003 und 2005 immer zweiter hinter Ronnie. Eine gewisse "Vertrauensbasis" ist also bei den beiden vorhanden.

Ronnie und Jay


Die Enttäuschung bei vielen Coleman Fans war natürlich sehr groß, da Big Ron sich nicht seinen neunten Titel sichern konnte und somit einen noch nie da gewesenen Rekord aufstellen würde und Lee Haneys somit einstellen würde (momentan haben sie beide 8 Mr.O Titel auf ihrem Konto)! Nach den Mr.O 2006 gab es dann in Foren, Zeitungen und sonstigen Medien viele Diskussionen über den Titel. Hat Jay zu Recht gewonnen, wurde Ronnie des Sieges und Rekords beraubt, ist Jay bloß ein großer "fridge", ist Ronnies Zeit gar vorbei? Fragen über Fragen die sich stellten..

Ronnie oder Jay


Die Diskussionen über den gerechten Sieg gab es auch schon einige Male vorher: Hat Ronnie jeden seiner 8 Titel zurecht gewonnen oder hat ein achtfacher Mr.O automatisch den Anspruch auf den Titel? Im Bodybuilding fehlt ja leider öfters eine gewisse Objektivität, egal ob im Profi- oder Amateurbereich. Faktoren wie Sponsoren und Politik haben immer wieder einen großen Einfluss auf den Ausgang eines Wettkampfs (zur Erinnerung N.Y.Pro Show-Colorado Pro).

Ich behaupte jetzt einfach der bessere hat gewonnen und nehme dies so hin. Ronnie ist und bleibt ein unvergessener Champ, ob mit "nur" 8 Titeln oder einem weiteren neunten. Jay, der nie aufgegeben und immer weiter gekämpft hat, sich stetig verbessert und Ronnie 06 überholt hat; wurde endlich rechtmäßig für seine Leistungen ausgezeichnet. Eigentlich sollten wir uns alle glücklich schätzen die seit 2000 andauernde "Schlacht" zwischen Jay und Ronnie miterleben zudürfen. Wann wird es wohl wieder einen ewigen Zweiten geben der am Ende den "8time Mr.O" entthront? Ronnie und Jay gehören ja schon fast zusammen und auch in Jahren wird man noch davon sprechen: "Weißt du noch...damals...als Jay 06 den achtmaligen Mr.O Big Ron besiegte?" Und dieser vielleicht 2007 besser wie nie zuvor zurück kam und sich vor seinem verdienten Ruhestand den neunten Titel holte! Ronnie und Jay haben beide jetzt schon Bodybuilding Geschichte geschrieben und es nie langeilig werden lassen. Ronnie ist ein riesengroßer Champion, der stetig durch seine Leistungen überzeugt hat und Jay ein verdienter Mr.Olympia und Champion der das Bodybuilding weltweit bereichert.

Man sollte beiden Athleten Respekt und Achtung entgegen bringen und nicht ausschließlich nach Sympathien urteilen. 2007 wird es für uns alle wieder spannend und wir dürfen gespannt sein welche Geschichte auf Ewigkeit in den Boden der Bühne der Orleans Arena gebrannt wird. Wird Ronnie es noch einmal schaffen sich den Titel zu sichern, setzte er sich nach 2007 zur Ruhe, kommt er 2008 noch mal wieder, macht doch Jay das Rennen und sichert sich seinen zweiten Titel, funkt Victor dazwischen oder kommt alles ganz anders? Die Frage, wer Mr.O wird, kann man noch gar nicht beantworten, einzig seinem eigenen Favoriten die Daumen drücken und alles genießen was noch bis zum Tag X kommt – den der ist entscheidend! - Matthias Busse
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Was wäre ein BB-gerechtes Rezept für Fingerfood?

A: Oftmals stellt sich dem hungrigen BBler die quälende Frage: "Was denn heute schon wieder zu Essen mitnehmen??" Die Mahlzeit sollte nahrhaft, schmackhaft und sättigend sein. Hier haben sich Proteinpfannkuchen in allen Varianten bewährt. Ob nun Low-Carb oder Low-Fat, Proteinpfannkuchen erfreuen sich vermehrter Beliebtheit, nicht zuletzt auch dadurch, das dem unterzuckerten BBler hier wenigstens optisch das Gefühl gegeben wird, das er eine sündhafte Mahlzeit verschlingt. Zugegebenermaßen sehen Pfannkuchen nach Omas guter, alter Hausmannskost etwas anders aus, aber dafür gehen die auch locker nach dem Motto "3Sek. im Mund-3Monate auf der Hüfte" durch.

Mit ein paar Abstrichen bekommt man jedoch auch als Sportler sehr schmackhafte Pfannkuchen hin, die in Punkto Nährwerten mit Sicherheit den Butterschmalz-Teilchen von Oma den Rang ablaufen.

Um etwas mehr die Allgemeinheit anzusprechen(die Low-Carbler mögen mir das verzeihen) werden wir uns heute eine Variante ansehen, die alle relevanten Nährstoffe(Protein, Kohlenhydrate, Fett) enthält.

Pfannkuchenrezept


Vorab die Zutaten:
  • 100gr. Mehl(Dinkel, Roggen, Weizen etc..)
  • 50gr. Maismehl
  • ½-1P. Backpulver
  • 30gr. Proteinpulver
  • 2-3 Essl. Flüssigsüßstoff
  • 4 Eier
  • ca. 200ml Milch/Wasser
Zuerst werden beide Mehlsorten, das Backpulver und das Proteinpulver miteinander vermengt(am besten in einem Hohen Gefäß). Dann die Eier und Milch dazugeben und mit einem Schneebesen(wichtig - bitte keinen Stabmixer oder Standmixer benutzen.. diese machen den Teig zu luftig) kräftig aufschlagen. Milch und/oder Wasser nur soviel zugeben, bis der Teig eine zähflüssige Konsistenz hat und vom Schneebesen läuft - er sollte nicht zu dünnflüssig sein. Zuletzt den Süßstoff unterrühren.

Pfannkuchenrezept


Pfannkuchenrezept


Kommen wir nun zum wichtigsten Punkt - der Pfannentemperatur.

Die Pfanne auf mittlerer Stufe vorheizen und einen kleinen Schuss Öl(Walnussöl, Rapsöl etc.) hineingeben und mit einem Küchentuch ausreiben. Durch die mittelstufige Temperatur langt ein hauchdünner Ölfilm(für alle Pfannkuchen-ein weitere Zugabe von Öl ist nicht mehr erforderlich), ohne das die Pfannkuchen ankleben. Oftmals wird die Pfannentemperatur zu hoch gewählt - dadurch kleben die Pfannkuchen an und werden knochentrocken.

Pfannkuchenrezept


Pfannkuchenrezept


Nun geben wir den Teig hinein und setzen umgehend den Glasdeckel auf. Nach 2-3min. sollte der Pfannkuchen durchgebacken sein - bitte nicht wenden, dadurch wird er zu trocken und zu hart.
Die Pfannkuchen können nun auf einem Teller im Backofen(ca.50-100Grad) warmgehalten werden, bis alle ausgebacken sind.

Pfannkuchenrezept


Bei den "Belägen" sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt - ob nun eher süß mit z.b. Apfelmus, Diät-Marmelade oder zuckerfreiem Ahornsirup oder eher deftig (dann allerdings den Süßstoff im Teig rauslassen) mit Light-Käse, Putenwurst, Zwiebeln etc.

Eingerollt und in Alu-Folie oder Tupperschüssel eingepackt sind die Pfannkuchen ein gut geeignetes "Finger-Food".

Noch ein paar Anmerkungen zu den Zutaten:

- Bei den Mehlsorten habe ich zu 1/3 Maismehl dazugegeben. Maismehl gibt eine schöne goldene Farbe und einen herzhaft-süßen Geschmack. Jedoch sollte man Maismehl aufgrund dessen, das Maismehl glutenfrei (Weizenkleber) ist, nicht alleine nehmen. Es dürfte schwer werden, dann eine akzeptable Konsistenz zu bekommen.

- Beim Proteinpulver kann herzhaft experimentiert werden - jedoch sollte man beachten, das Whey-Protein z.b. weniger eindickt als Soja-Protein, Mk-Protein oder Kasein. Bei Whey-Protein also weniger Flüssigkeit in den Teig geben.

Pfannkuchenrezept


Hier die Nährwerte für oben genannte Zutaten:
  • Kcal: 1139
  • Eiweiß: 88,9
  • Kohlenhydrate: 119,3
  • Fett: 36,04


Lasst es euch schmecken!! - sandman
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