Auch Am Samstag stehen neben der Entscheidung in der offenen Männerklasse eine Reihe weitere Entscheidungen an. Wir berichten euch von diesen und natürlich vom Finale des Mr. Olympia.

Finale Mr. Olympia

Posing Routines

Erneut macht Branch Warren den Beginn, der gestern viele mit einer signifikant verbesserten Form überraschen konnte. Auch fielen seine natürlich vorhandenen Verletzungen deutlich weniger auf als in den Vorjahren. Und auch im Finale bringt Branch eine wirklich gute Form auf die Bühne, was ihm definitiv einen Platz in den Top 10 sichern dürfte. Gleiches kann man auch für Victor Martinez sagen. Wie auch bei Branch muss man festhalten, dass sie nicht mehr in der Lage sind, ihre Bestform zu bringen, aber sie haben das Tal der letzten Jahre verlassen. Victor überzeugt mit einer wirklich schönen Linie und weiß diese auch durch sein Posing gut zu präsentieren. Fred Smalls ist der nächste Athlet auf der Bühne und wer Fred kennt, weiß dass uns nun Spaß bevorsteht, denn seine Küren sind mit die unterhaltsamsten in der Pro Szene. Mit den Top 10 hat er nichts zu tun, aber er unterhält das Publikum sehr gut. Und dann wird es interessant: Mit Shawn Rhoden kommt der erste Kandidat auf die Bühne, der ganz vorne mitmischt. Und er sieht fantastisch aus: etwas voller und gleichzeitig härter. Sehr schönes Posing von ihm. Er hat auf jeden Fall seine Hausaufgaben seit gestern gemacht. Ibrahim Fahim wird mit den Plätzen, um die Shawn kämpft nichts zu tun haben, aber für seinen ersten Pro Wettkampf bringt er ein absolut stimmiges Paket. Die Form passt, die Beine könnten etwas voller und geteilter sein, aber nochmal: Für den ersten Pro Wettkampf ist das mehr als anständig.Steve Kuclo konnte gestern erneut nicht voll überzeugen, was schade ist, denn in Topform hat er alles, was ein Top 6-Athlet braucht. Heute sieht er deutlich besser aus, aber für sein Potential ist das immer noch deutlich zu wenig. Dexter Jackson sieht heute etwas härter aus als gestern. Einfach ein toller Körper, der sicher wieder eine Top 6-Platzierung einfahren wird. Sehr stimmig, tolles Posing, man merkt Dexter all seine Erfahrung an. Viel Erfahrung hat auch Johnnie Jackson, aber nicht die Physique von Dexter. Wie gewohnt sind seine Brust, sein Rücken und sein Trapezius mit die besten auf der Bühne, aber wie gewohnt sind die Beine für diesen Oberkörper einfach nicht gut genug und leider scheinen sie immer schlechter zu werden. Jonathan Delarosa ist das krasse Gegenteil: Bei seiner ersten O verkauft er sich nicht schlecht. Er hat tolle Beine, insgesamt aber ist er nicht ganz stimmig, auch die Form ist nicht optimal, sodass er sicher keinen Platz in den Top 10 ergattern dürfte. Roelly Winklaar war gestern sicher die Enttäuschung des Abends: Die Form passte nicht, der Bauch wirkte extrem aufgebläht. Die Form sieht heute besser aus, leider steht auch im Finale der Bauch teils doch stark hervor. William Bonac wurde gestern etwas übersehen, was auch zeigt, dass er, so beeindruckend er häufig scheint, bei den dicken Jungs Probleme hat, da er ihre Masse nicht mitgehen kann. Auch heute zeigt er eine bestechende Form, vor allem aber ein sehr schönes Posing. Jojo Ntiforo ist auch ein neues Gesicht auf der Bühne der O, der ein starkes Jahr hinter sich hat. Die Form ist ok, auffällig sind auf jeden Fall die zum Oberkörper abfallenden Beine und die fehlende Kontrolle der Mittelpartie. Und nun Big Ramy, der sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert hat, dessen Form aber immer noch nicht auf dem Niveau der Topathleten ist, insbesondere von hinten. Festzuhalten bleibt, dass er eine unglaubliche Muskelmasse hat, seine Breite einfach unfassbar ist. Für Topplatzierungen muss er aber an deiner Form arbeiten. Juan Morel zeigt genau diese Form. Bisher wohl einer der am bestkonditionierten Athleten. Was Juan fehlt, ist das, was Ramy ohne Ende hat: Fleisch. Insgesamt aber ein tolles Gesamtpaket. Und nun Dennis Wolf, der gestern wohl die beste Form von den Topathleten brachte, dem aber etwas Fülle fehlte. Heute sieht er etwas voller aus, die Form ist erneut sehr gut. Der Tag hat ihm gut getan, insgesamt spektakulärer Look. Noch zwei Athleten: Kai Greene zeigte gestern keine Bestform. Diese wird er brauchen, wenn er Phil vom Thron stoßen will. Heute wirkt die Form besser, wenn auch nicht auf dem Niveau von 2012. Und dann noch Phil Heath, der gestern viele doch ein wenig enttäuschte, da seine Form nicht die der Vorjahre war. Und auch Phil sieht heute besser aus als gestern: er ist etwas praller, die Form etwas besser, sodass der oft beschriebene 3D-Look wieder stärker herauskommt. Damit endet die Runde.

Confirmation Round

1st Callout

  • Dennis
  • Shawn
  • Kai
  • Phil
Den Vergleich, den alle sehen wollten. Kai und Phil in der Mitte. Jetzt sollte sich entscheiden, wer heute den Titel mit nach Hause nimmt. Zunächst einmal muss man festhalten, dass es sehr eng ist. Alle vier sind in einer tollen Form, wirklich keine leichte Entscheidung. Was wir sicher sagen können: 1 und 2 werden zwischen Kai und Phil ausgemacht und da dürfte Phil ganz knapp vorne liegen. Beide haben sich verbessert, sind aber natürlich völlig unterschiedliche Körpertypen. Letztlich hängt es sicherlich auch vom Geschmack der Judges ab. Dennis der härteste Athlet im Vergleich, er sollte eigentlich vor Shawn landen.
First Callout

2nd Callout

  • Victor
  • Branch
  • Dexter
  • Ramy
Seht interessanter Vergleich, in dem es um die Plätze 4-6 geht. Ramy neben drei Veteranen. Ein riesen Erfolg für Branch, der den Vergleich jedoch verliert. Victor und Dexter sehr ähnlich, das wird sehr schwer. Ramy ist in dem Vergleich schwer einzuschätzen: Von der Form her verliert er, aber er ist natürlich der massivste Athlet und hat strukturell deutliche Vorteile gegenüber einem Branch.
2nd Callout

3rd Callout

  • Johnnie
  • Steve
  • Roelly
  • Juan
Der Vergleich um die letzten Plätze in den Top 10. Ganz schwer: Roelly ist sicher der muskulöseste Athlet, aber die Form ist einfach nicht gut. Es sollte für ihn aber reichen. Dahinter wird es eng: Juan und Steve sind sich in vielen Bereichen sehr ähnlich. Johnnie fällt doch etwas ab.
3rd Callout

4th Callout

  • Jonathan
  • William
  • Fred
  • Ibrahim
  • Jojo
  • Fred
Bis auf Fred alles Debütanten. William hätte man auch gegen Johnnie tauschen können, er muss den Vergleich eigentlich gewinnen.
4th Callout

5th Callout

  • Dennis
  • Shawn
Hier geht es also um Platz 3. Schade für Dennis, aber für mehr fehlt leider die Fülle. Gegen Shawn wird es eng: Dennis ist klar härter und massiver, Shawn ist voller und insgesamt praller.
5th Callout

6th Callout

  • Kai
  • Phil
Und nun der letzte Vergleich. Eine enge Kiste. Beide haben sich verbessert, Phil verliert heute im Posing nicht, wie es ihm gestern passierte. Von diesem Vergleich ausgehend, könnte man sicher sowohl einen Sieg von Kai als auch einen von Phil rechtfertigen, wobei der vierte Titel von Phil wahrscheinlicher sein dürfte.
6th Callout

Top 10

  • Branch
  • Victor
  • Steve
  • Shawn
  • Dexter
  • Ramy
  • Juan
  • Dennis
  • Kai
  • Phil
Keine großen Überraschungen hier, außer vielleicht die Finalplätze von Steve und Juan, deren Form sie wohl vor Athleten wie Roelly gebracht hat. Und dann der letzte 10er Vergleich: Kai und Phil in der Mitte, umrandet von Shawn und Dennis. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich hier noch viel ändert. Es folgt das obligatorische Posedown im Publikum.
Juan MorelSteve KucloVictor MartinezBig Ramy

Branch WarrenDexter JacksonDennis WolfShawn Rhoden

Kai GreenePhil Heath

Bevor es dann zur Siegerehrung kommt, werden noch einige Ikonen des Sports auf die Bühne gerufen. Vergeben wird der Joe Weider Icon-Award und er geht an Jim Manion, Präsident der IFBB Pro League.

Ergebnisse Mr. Olympia

  1. Phil Heath
  2. Kai Greene
  3. Shawn Rhoden
  4. Dennis Wolf
  5. Dexter Jackson
  6. Branch Warren
  7. Big Ramy
  8. Victor Martinez
  9. Steve Kuclo
  10. Juan Morel
Einige Überraschungen, außer an der Spitze. Phil verteidigt seinen Titel und schließt damit zu Kai auf, der heuer die Chance hatte, Phil zu schlagen, aber selbst nicht die Form brachte, die es gebraucht hätte, um einen etwas schwächelnden Phil Heath zu schlagen. Für Dennis sicherlich enttäuschend ist der vierte Platz. Zwischen ihm und Shawn war es extrem eng, am Ende hatte Shawn die Nase vorne. Der fünfte Platz von Dexter ist nachvollziehbar, doch fragwürdig erscheint die Platzierung von Branch vor Ramy.
Phil Heath

Und dann war da noch der Handshake von Kai und Phil, der die Aufregung der letzten Tage wieder etwas vergessen ließ.
Kai Greene & Phil Heath

Prejudging 212 Showdown

Flex Lewis hat im Vorfeld angekündigt, dass dies seine letzte O in der 212 sein wird. Die große Frage war also, ob er sich mit einem Titel aus der 212 in die offene Klasse verabschieden kann. Nach dem Prejudging ist davon auszugehen. Flex brachte ein komplettes Paket auf die Bühne, war voll, hart und dicht. Alles andere als ein Sieg von Waliser wäre eine große Verwunderung. Hoch interessant: David Henry scheint in diesem Jahr keine Rolle zu spielen: er kam nicht in den ersten Vergleich, brachte aber auch nicht die Form, die man von ihm gewohnt ist. Dafür kamen einige Jungs in den ersten Vergleich, mit denen man dort nicht unbedingt gerechnet hat: Aaron Clark, Hidetada Yamagishi, Jose Raymond und Eduardo Correa. Da am Sieg von Flex kaum Zweifel bestehen dürften, wird es vor allem interessant werden, wer die Platze dahinter belegt. Auskunft darüber gab der letzte Vergleich: neben Flex standen nun nur noch Jose Raymond und Eduardo Correa, die wohl Platz 2 und 43 unter sich ausmachen werden.
Eduardo CorreaFlex LewisJose Raymond


Finals 212 Showdown

Zunächst warden die Athleten herausgerufen, die es nicht in die Top 5 geschafft haben. Darunter finden sich durchaus prominente Namen: Sami al Haddad, Guy Cisternino und David Henry, was sicherlich die größte Überraschung in dieser Klasse ist. David ist schlicht nicht in Form, das muss man so hart sagen.

Posing Routines

Los geht es mit Baito Abbaspour, einem Athleten, der oft übersehen wird. Baito zeigt auch hier das, wofür man ihn schätzt: freakige Beine, fantastische Form, verdient unter den besten. Der Klassenwechsel hat sich definitiv gelohnt. Aaron Clark hat ein extrem erfolgreiches Jahr hinter sich. Heute sieht er gut aus, dürfte aber eigentlich Baito nicht schlagen. Eduardo Correa wie immer in einer unglaublichen Form, wobei er in diesem Jahr noch einmal eine Schippe draufgelegt hat. Wahnsinn wie dieser Mann aussieht. Ausgehend vom Prejudging wird er mit Jose um Platz 2 kämpfen. Jose Raymond Auch immer in Topform, jedoch anders als Eduardo: Jose hat eher diese körnige Härte, vor allem aber ist er unglaublich massiv. Wäre da nicht seine Taille, er wäre ein Kandidat für den Sieg. Hidetada Yamagishi hat den Wechsel von der offenen Klasse in die 212 erfolgreich absolviert. Hier sieht er gut aus, hat aber nicht die Härte, um mit Jose und Eduardo mitzuhalten. Und dann noch Flex Lewis, der diese Klasse zur Zeit wirklich nach Belieben dominiert. Die Form passt, ist aber nicht ganz so gut wie im Vorjahr, dazu bringt er einfach unglaublich viel Masse.
Aaron ClarkBaito AbbaspourHidetada Yamagishi

Jose RaymondEduardo CorreaFlex Lewis

Callouts

Bei nur sechs Athleten gibt es selbstverständlich keine Einzelvergleiche mehr. Flex steht in der Mitte, eingerahmt von Jose und Eduardo. Eine sehr enge Kiste, denn wirklich alle Athleten bringen eine fantastische Form. Das ist wirklich das Besondere an der 212: Die Leistungsdichte ist enorm, wie man auch am Abschneiden David Henrys sehen kann.

Und dann noch das Posedown, das noch einmal belegt, wie hoch die Leistungsdichte in dieser Klasse ist.

Ergebnisse 212 Showdown

  1. Flex Lewis
  2. Eduardo Correa
  3. Jose Raymon
  4. Hidetada Yamagishi
  5. Baito Abbaspour
  6. Aaron Clark
Keine Überraschungen an der Spitze. Ob Hide nun vor Aaron und Baito gehört, darüber kann man aber sicher ausgiebig diskutieren.
Flex Lewis

Finals Figure Olympia

Die besten Figurathletinnen der Welt betreten die Bühne. Die Entscheidung wird aber wohl nur zwischen zwei fallen: Nicole Wilkins und Candice Keene, wobei Nicole schwer zu schlagen sein wird. Interessant ist hier der erste Vergleich mit gleich sechs Athletinnen: Nicole und Candice in der Mitte. Beide haben auf jeden Fall ihre Hausaufgaben gemacht. Nicole wirkt insgesamt stimmiger, hat im Vergleich zu Candice die schöneren Proportionen.
Nicole Wilkins

Ergebnisse Figure Olympia

  1. Nicole Wilkins
  2. Candice Keene
  3. Candice Lewis
  4. Ann Titone
  5. Latoria Watts
  6. Jennifer Strobo

Figure Olympia 2014

Women’s Physique Showdown

Dana Linn Bailey war hier sicherlich die große Favoritin. Als amtierende Titelträgerin und mit einer extrem großen Fanbase schien ihr der Sieg nicht zu nehmen. Und doch geschah genau das. Dana überzeugte erneut mit ihrer schönen Linie und einer fantastischen Präsentation, musste sich letztlich aber geschlagen geben, denn Juliana Malacarne stand dem in nichts nach, verbunden mit sichtbar mehr Muskelmasse. Julianas Sieg muss auch als Zeichen verstanden werden, wie die Klasse sich künftig entwickeln soll.
Dana Linn BaileyJuliana Malacarne

Ergebnisse Women’s Physique Showdown

  1. Juliana Malacarne
  2. Dana Linn Bailey
  3. Tycia Coppet
  4. Karina Nascimento
  5. Sabrina Taylor
  6. Mindi O’Brien

Women’s Physique

Men’s Physique

Die Men’s Physique zeigte wieder einmal, dass in dieser Klasse alles möglich ist. So wurde der Vorjahressieger Mark Anthony nur sechster. Den Sieg konnte sich letztlich Jeremy Buendia den Titel sichern, der im letzten Jahr noch Zweitplatzierter war. Zweiter wurde Sadik Hadzovik, den nur ein Punkt vom zweiten Platz trennte. Auf Platz drei: Jason Poston, dahinter Matt Acton und Steve Cook.
Jeremy Buedina

Ergebnisse Men’s Physique

  1. Jeremy Buendia
  2. Sadik Hadzovik
  3. Jason Poston
  4. Matt Acton
  5. Steve Cook
  6. Mark Anthony

Men’s Physique

Zum Schluss dann noch einmal alle Sieger des Wochenendes vereint!
Olympia Weekend 2014