Es ist wieder soweit, die O hat begonnen. Wie in jedem Jahr möchten wir all denjenigen, die die Ereignisse der Nacht nicht live mitverfolgen konnten, einen Überblick über das geben, was bereits geschehen ist.
Auch die Zusammenfassung der finalen Ergebnisse des Mr. Olympia 2018 am Samstag ist online.
Mr. Olympia
Prejudging
Zunächst werden die Athleten einzeln vorgestellt, sodas wir uns einen ersten Eindruck von ihnen verschaffen können.- Den Anfang macht Roelly Winklaar, der in Sachen Freak-Faktor ganz weit vorne ist. Seine Form wirkt jedoch von hinten nicht ganz auf den Punkt, was aber auch Wasser sein kann.
- Michael Lockett als zweites und er sieht richtig gut aus. Nicht so massiv wie Roelly natürlich, aber insgesamt starke Performance.
- Dann Lukas Osladil, der sich in gewohnt starker Form präsentiert. Rein muskulär wird das nicht für die ganz vorderen Plätze langen, aber er hat seine Hausaufgaben gemacht. Insbesondere von hinten sehr starke Leistung.
- Shawn Rhoden hatte angekündigt, Phil schlagen zu wollen und er sieht sehr stark aus. Die Form sitzt, die Beine sind tief geteilt. Sein einziges Manko: Seine Beine dominieren den Oberkörper doch deutlich. Dennoch: Sehr starke Performance, Shawn ist heute ganz vorne dabei.
- Es folgt Alexis Rivera, der es nach Shawn natürlich nicht leicht hat. Solides Paket ohne sichtbare Schwächen, aber für die vorderen Plätze reicht das nicht.
- Dann Justin Rodriguez, der sich in der Region von Alexis einreihen dürfte.
- Nathan De Asha ist da ein anderes Kaliber und Nathan ist in Topform. Freaky schmale Taille, weite Schultern und eine wirklich gute Form: Nathan bewirbt sich hier für die Top 6.
- In diese Regionen wird Charles Griffen nicht vorstoßen können. Wie Alexis und Justin feiert er hier sein Debut und präsentiert sich dafür sehr anständig, wenngleich die Form nicht bei 100 Prozent ist.
- Jetzt Brandon Curry, der erneut deutliche Verbesserungen gemacht hat. Der Oberkörper ist beeindruckend, die Beine haben deutlich aufgeholt und die Form ist sehr gut, wenngleich nicht auf dem Niveau von Shawn. Dennoch: Auch Brandon klopft an die Top 6 an.
- Iain Valliere hat mit diesen Plätzen nichts zu tun, wobei er deutlich unter einem viel zu dicken Ölfilm leidet. Dennoch: Kein Top 10-Kandidat.
- Es folgt Josh Wade, der sich in sehr guter Form präsentiert, dem es in Summe jedoch an Masse fehlt, um hier gefährlich werden zu können.
- Anders Dexter Jackson, der einfach nur Respekt für seine Leistung verdient und sich bei seinem 19. Mr. Olympia immer noch in toller Form präsentiert. Und doch sieht man ihm doch mit der Zeit das Alter an: Die Form ist nicht mehr das, was sie mal war. Nicht auszuschließen, dass er aus den Top 6 rutscht.
- Cedric McMillan bringt alles mit, um ganz nach vorne zu kommen, ist aber erneut nicht in der Form, Leuten wie Shawn gefährlich zu werden, was nicht heißen soll, dass die Form schlecht ist, aber der letzte Feinschliff fehlt.
- Steve Kuclo bringt auch nicht die Form, die ihn weit nach vorne bringen dürfte.
- William Bonac wieder einmal in sehr guter Form und so vollgepackt mit Muskeln, dass man einfach nicht weiß, wo da noch mehr Muskeln hin sollen. Sehr starke Leistung, aber ob das für die ganz vorderen Plätze reichen wird, darf zumindest hinterfragt werden.
- Dann Juan Morel, der sich gut, aber nicht Top 6-würdig zeigt.
- Nun Big Ramy, der noch massiver als im Vorjahr ist, aber dessen Form einfach nicht auf den Punkt ist. Damit lässt er Phil die Tür weit offen, denn ihm fehlen einfach die Details, die es braucht, um den amtierenden Champion zu schlagen.
- Sergio Oliva Jr. folgt seinem Vater auf diese bedeutende Bühne und das auf richtig anständige Art und Weise. Wenn auch klar ist, dass er noch Zeit braucht, um seinen Körper weiter zu verbessern.
- Und dann ist da der amtierende Mr. Olympia Phil Heath, der schmaler als im Vorjahr aussieht, aber die Form trifft und seinen Bauch unter Kontrolle hat. Sicher nicht der beste Phil Heath aller Zeiten, aber es dürfte vermutlich reichen, da keiner der Konkurrenten eine Punktlandung schafft.
In den numerischen Vergleichen bestätigt Shawn den sehr guten Eindruck und kämpft klar um die Top 3, auch William gewinnt seine Gruppe klar. Dann die letzte Gruppe mit Ramy und Phil: Ramy ist klar breiter als Phil, der jedoch die deutlich bessere Form hat.
1st Callout
- Phil
- Roelly
- Brandon
- Shawn
- Ramy
- William
2nd Callout
- Ramy
- Brandon
- Dexter
- Cedric
- Nathan
3rd Callout
- Lukas
- Charles
- Steven
- Alexis
4th Callout
- Josh
- Sergio
- Ian
- Justin
- Michael
Last Callout
- William
- Shawn
- Phil
- Roelly
Damit endet dann auch das Prejudging. Phil überzeugt nicht zu 100 Prozent, hat aber das Glück, dass seine Konkurrenz ebenfalls viel liegen lässt. Eine Ausnahme bildet Shawn, dem es aber vermutlich doch an Masse im Oberkörper fehlen dürfte, um Phil zu schlagen. Ramy off, das war heute leider gar nichts. Roelly und William kämpfen um Platz 3, da ist noch alles offen. Brandon klopft an die Top 6 an, ebenso Nathan und der Altmeister Dexter.
Die Einschätzung der Vorwahlen von unserem Experten vor Ort, Günter Schlierkamp:
212 Olympia Showdown
Prejuding
Die 212 ist immer sehr leistungshomogen.- Ahmad Ahmad macht den Anfang und ist in starker Form. Könnte für die Top 6 reichen.
- Auch Sami al Haddad ist in guter Form und hat dazu eine sehr elegante Linie. Was ihm für die ganz vorderen Plätze fehlt, ist die Masse.
- Ahmad Ashakanani sehr breit, aber nicht zu 100 Prozent in Form. Er macht es Flex damit leicht, seinen nächsten Titel zu holen.
- Shaun Clarida in sehr guter Form, aber etwas schmal im Vergleich zu Ahmad.
- Ricardo Correia holte letztes Jahr in Prag den Sieg vor Steve und Ronny. Gute Performance hier, die Form passt.
- Charles Dixon wie immer brutal breit, aber er wirkt etwas zu schwer.
- Kamal Elgargni zeigt sich hier in brutaler Form. Sehr starke Leistung, das könnte weit nach vorne gehen.
- David Henry ist immer noch in Form, insbesondere von hinten. Von Vorne lässt er jedoch leider Details vermissen.
- Derek Lunsford ist von hinten sehr beeindruckend, von vorne fehlen ihm jedoch auch die Details.
- Jose Raymond betritt die Bühne für seine letzte Olympia. Sein Look ist der gleiche, den er die Vorjahre immer zeigte: unglaublich massiv, vaskulär, aber die feinen Details fehlen einfach. Dennoch: Er wird sich mit einer Topplatzierung verabschieden.
- Samir Troudi mit einem unglaublichen Körper, jedoch wird ihm die fehlende Härte einen Finalplatz kosten.
- Nicolas Vullioud unglaublich massiv, aber auch er bringt heute nicht die optimale Härte. Dennoch eine gute Leistung.
- Zane Watson mit einem ganz anderen Körper: sehr klassisch, deutlich schlanker, aber mit toller Linie und in guter Form. Am Ende kommt dann natürlich...
- Flex Lewis. Und Flex macht klar, dass er diesen Titel noch einmal holen will. Von hinten überragend, von vorne sehr gut, Flex hat seinen Job gemacht.
1st Callout
- Ahmad
- Flex
- Jose
- David
- Derek
- Shaun
- Kamal
2nd Callout
- Sami
- Nicolas
- Zane
- Ricardo
- Dwayne
3rd Callout
- Ahmad
- Nicolas
- Zane
- Sami
- Charles Mahmood
4th Callout
- Shaun
- Jose
- Ahmad
- David
Last Callout
- Flex
- Derek
- Kamal
Classic Physique Olympia
Prejudging
Das Feld verspricht Spannung. Im Prejudging werden die Athleten zunächst einzeln aufgerufen.- Den besten Eindruck hinterlassen dabei die beiden besten der Vorjahres: Breon Ansley und Chris Bumstead. Breon zeigt sich absolut fehlerlos und in Topform. Er ist einer der kleineren und schmäleren Athleten, aber ihm fehlt absolut nichts. Tolle Performance! Chris ist sicherlich ein Stück spektakulärer als Breon, hat sich zudem deutlich verbessert. Die Form sitzt, er kämpft hier ganz klar um den Sieg.
- Auch in guter Form zeigen sich Arash Rahbar und Danny Hester, sie kommen in Sachen Ästhetik aber wohl nicht ganz an die beiden erstgenannten heran.
- George Peterson zeigt ebenfalls keine Schwächen, fraglich ist nur, ob sein Körper für diese Klasse ideal ist, da er doch schon sehr viel Muskulatur mitbringt.
- Regan Grimes enttäuscht leider auf ganzer Linie. Seine Form ist schlicht und ergreifend nicht auf den Punkt.
- Sehr stark hingegen: Terrence Ruffin und Henri-Pierre Ano.
- Leider nicht fürs Finale wird es für Wesley Vissers und David Hoffmann reichen. David zeigt eine starke Form und präsentiert sich super, zu den Jungs ganz vorne fehlt es aber an Masse im Rücken. Dennoch starke Performance von David.
Finals
- Henri-Pierre Ano beginnt die Küren und hat sich damit in die Top 5 geschlichen. Insgesamt sehr ausgewogener Körper ohne sichtbare Schwächen, dazu eine starke Kür.
- Dann Publikumsliebling Chris Bumstead, der auch im Finale voll und ganz überzeugt und seine Ansprüche auf den Sieg damit unterstreicht.
- George Peterson zeigt sich auch im Finale sehr stark, ist aber tatsächlich an der Grenze der Klasse angelangt. Seine Platzierung könnte durchaus auch ein Zeichen sein, wohin die Klasse gehen soll.
- Arash Rahbar präsentiert eine sehr ausgewogene Muskulatur, bringt die Form aber nicht zu 100 Prozent auf den Punkt. Dafür zeigt er ein sehr starkes Posing.
- Breon Ansley beschließt als Titelverteidiger die Klasse. Breon präsentiert sich hier wie ein Champion: sehr starkes Posing, tolle Form. Er hat auf jeden Fall alles getan, seinen Titel zu verteidigen.
Dann werden nochmal die restlichen Athleten rausgerufen, sodass auch David noch einmal die Chance hat, sich auf der großen Bühne zu präsentieren, was er sichtlich genießt.
Ergebnis
- Breon Ansley
- Chris Bumstead
- George Peterson
Fitness Olympia
Prejudging
Wer gewinnt und beerbt Oksana Grishina? Das ist die alles entscheidende Frage in dieser Klasse. Das Prejudging ist hierbei immer nur ein grober Anhaltspunkt, da die Küren einfach eine dominante Stellung einnehmen. Sicherlich werden aber Whitney Jones und Myriam Capes vorne mitspielen.Finals
Die Küren sind in diesem Jahr allesamt sehr kraft- und anspruchsvoll. Was etwas fehlt, ist die Eleganz einer Oksana Grishina, die von einem künstlerischen Standpunkt aus betrachtet, doch auf einem anderen Level agierte. Dennoch sehr beeindruckende Leistungen der Athletinnen. Auch hier werden nur die Top 3 ausgerufen.Ergebnis
- Whitney Jones
- Ryall Graber
- Myriam Capes
Figure Olympia
Prejudging
Wenig Überraschungen in dieser Klasse. Cydney Gillon und Candice Lewis-Carter stechen in Abwesenheit von Latorya Watts aus der Menge der Athletinnen heraus, machen es den Judges aber extrem schwer, sich zwischen ihnen zu unterscheiden, da beide recht ähnliche Körpertypen haben und keine sich auch nur einen Fehler erlaubt.Finals
Auch im Finale zeigen sich die beiden Favoritinnen in bestechender Form und dominieren den ersten Vergleich. Und dann geht es auch schon direkt zur Siegerehrung, bei der in diesem Jahr nur die Top 3 ausgerufen werden.Ergebnis
- Cidney Gillon
- Candice Lewis-Carter
- Nadia Wyatt








