Der Erfolg Deiner Bemühungen um einen muskulösen und fettfreien Körper hängt von Deinem Abschneiden auf drei Kriegsschauplätzen ab: dem Gym, dem Bett und der Küche. Wer sich im Gym nicht ordentlich den Arsch aufreißt, braucht nicht erwarten, dass er große Muskeln aufbauen wird. Wer nicht für ausreichend erholsamen Schlaf sorgt, dem wird mangelnde Regeneration einen Strich durch alle anabolen Träume von steinharten Muskelbergen zu Nichte machen. Und wer in der Küche versagt, dem wird statt voller Muskelbäuche eher ein Speckbauch blühen. Doch scheint es, als stünden viele Trainierende mit der Küche auf Kriegsfuß. Die Küche erscheint als mysteriöser Ort, an dem Mami irgendwie aus eigenartigen Dingen mit noch wundersameren Gerätschaften das Essen zubereitet. Damit ist jetzt Schluss!!!

Kochen ist nicht schwer! Niemand muss 5-Gänge Menüs zaubern können, aber schon ein paar einfache Basics reichen, um dem Körper alle wichtigen Nährstoffe zu liefern, die er braucht, um zu wachsen und Fett zu verbrennen. Doch scheitern die meisten Versuche schon daran, dass es an den notwendigen Utensilien mangelt, insbesondere dann, wenn nicht mehr Mamis Küche für die ersten Kochversuche herhalten muss, sondern die eigene. In diesem Artikel werde ich Euch die wesentlichsten Küchenutensilien vorstellen und erläutern, wobei beim Kauf zu achten ist.

Bevor wir die einzelnen Gerätschaften durchgehen: Hygiene ist nirgendwo in der Wohnung so wichtig, wie in der Küche. Versiffte Küchen gehen gar nicht. Also haltet Eure Küche sauber, immer! Damit das gelingt, sind Küchenrolle, saubere (!!!) Lappen und Schwämme und etwas Küchenreiniger absolut unerlässlich! Eure Küche glänzt nicht? Dann solltet Ihr zuallererst einmal eine Grundreinigung vornehmen, wobei nicht nur die Oberflächen, sondern auch alle Schubladen gereinigt werden. Wenn alles sauber ist, seid Ihr bereit die Küche auch zu verwenden. Neben der Sauberkeit gibt es noch einen Punkt, der absolut notwendig ist: Ordnung. Die Küche ist Wohnraum, vor allem aber Arbeitsplatz und ein Arbeitsplatz sollte immer aufgeräumt sein. Vor allem in kleinen Küchen ist das von elementarer Wichtigkeit. Haltet Eure Arbeitsflächen frei, so habt Ihr Platz zum Arbeiten und behaltet die Übersicht! Damit das gelingt, bietet es sich an, Kochbesteck, Gewürze etc. in entsprechenden Wandhalterungen zu lagern. So haltet Ihr Eure Arbeitsfläche frei.

Fangen wir bei den absoluten Basics an:

1. Der Herd

Wer nicht für jede Mahlzeit ein Feuer in der Wohnung machen will, braucht einen Herd. In aller Regel sollte dieser bereits vorhanden sein. Ihr solltet in jedem Fall über mindestens zwei Kochfelder verfügen, vier sind aber definitiv zu empfehlen. Ob nun Induktion, Ceran oder Gas…darüber kann man lange streiten. Dies hier zu diskutieren, würde den Rahmen sprengen. Wenn Ihr vor der Wahl steht, empfehle ich Euch, dass Ihr Euch von einem Profi beraten lasst. Mein persönlicher Rat: Induktion, spart Energie und heizt schnell hoch.

2. Der Kühlschrank

Auch dieser ist im Idealfall vorhanden. Bei älteren Modellen macht es durchaus Sinn über den Austausch gegen ein neueres Modell nachzudenken, denn alte Kühlschränke sind wahre Energieschlucker. Hier würde ich nie am falschen Ende sparen. Achtet auf die Energieeffizienzklasse, der Umwelt und Eurem Geldbeutel zu liebe. Weiterhin spart nicht an Stellfläche. Überquellende Kühlschränke haben eine starke Tendenz zu versiffen und verbrauchen kaum weniger Energie als ein Modell, das etwas größer ist und angemessen befüllt werden kann.

Wo wir schon beim Befüllen sind: Hier geht man entsprechend der verschiedenen Kältezonen in modernen Kühlschränken systematisch vor. Unten findet Ihr die Gemüsefächer, mit 6-8 Grad Celsius der perfekte Ort für frisches Gemüse, Salat und Obst. Darüber findet Ihr mit der untersten Ablage den kältesten Bereich des Kühlschranks (0-5 Grad Celsius), wo leicht verderbliche Waren wie Fleisch, Fisch und Wurst gelagert werden sollten. Das Fach darüber eignet sich mit 4-5 Grad Celsius optimal für Milchprodukte und bereits fertig zubereitete Mahlzeiten. Im obersten Fach finden dann Konserven und Eingemachtes Platz, weiter Getränke und größere Südfrüchte. Hier herrschen Temperaturen von 6-8 Grad Celsius. In der Kühlschranktür ist es mit 10-15 Grad Celsius am wärmsten. Ganz unten finden Getränke und Eingemachtes Platz, darüber Dosen und Saucen. In den kleinen separaten Fächern darüber können Eier und Butter gelagert werden.

Wichtig: Lebensmittel immer gut verpackt in den Kühlschrank legen und Gekochtes immer erst abkühlen lassen! preview

3. Das Eisfach

Ein großes Eisfach oder ein Gefrierschrank ist für eine langfristige Ernährungsplanung von unschätzbarem Wert. Es ermöglicht Euch einmal größere Mengen TK-Waren zu kaufen (Gemüse zum Beispiel) und vor allem vorbereitete Mahlzeiten fertig portioniert einzufrieren, um sie so langfristig aufzubewahren. Auch hier solltet Ihr auf die Energieeffizienz achten, vor allem aber darauf, dass die Türen immer richtig schließen, damit das Fach nicht vereist.

4. Der Backofen

Auch dieser ist meist schon vorhanden. Hier gibt es ein schier unüberschaubares Angebot mit unzähligen Funktionen, von denen Kochanfänger die meisten sicher nicht brauchen werden. Wer keinen hat und sparen möchte, sollte einen Blick auf kleine Tischbacköfen werfen, die oft günstig zu haben sind und für die meisten Zwecke völlig ausreichen.

Weitere Elektrogroßgeräte wie Mikrowelle und Geschirrspüler sind nice to have, aber nicht zwingend erforderlich. Wichtiger ist, dass Ihr in die folgend angeführte Ausrüstung investiert.

5. Der Messerblock

Ohne vernünftige Messer ist jedes Kochvorhaben von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Ihr müsst nun kein sündteures chinesisches Keramikmesserset kaufen, aber ein guter Messerblock ist Gold wert. Wichtig ist eine brechfeste Klinge und ein Rutschschutz und – ganz klar eine scharfe Klinge. Die Vielzahl der Messer mag auf den ersten Blick unnötig erscheinen, aber wer einmal versucht hat, mit einem Brotmesser ein Stück Rinderfilet zu teilen, wird den Tag verfluchen, an dem er bei dem Kauf der Küchenmesser ein paar Euro gespart hat. Was braucht man aber wirklich: Ich empfehle ein Schälmesser (Klingenlänge ca. 8cm), 2-3 Universalmesser (Klingenlänge ca. 12-13cm), ein Kochmesser (Klingenlänge ca. 20cm), ein Filetiermesser (Klingenlänge ca. 20-25cm) und ein Brotmesser (Klingenlänge ca. 20-25cm). Damit seid Ihr erst mal gut gewappnet. Tipp: Messer haben in der Spülmaschine nichts zu suchen! Genauso wichtig wie die richtige Reinigung ist die richtige Lagerung: Um zu verhindern, dass die Messer durch Abrieb stumpf werden, sollten sie in einem Holzblock gelagert werden.

Ein gutes Messer muss scharf sein! Also Vorsicht bei der Handhabung. Wenn das Messer stumpf wird, könnt Ihr entweder selbst zum Messerschleifer greifen (will geübt sein), oder Ihr lasst sie professionell schleifen. Egal welche Wahl Ihr trefft, besser als ein stumpfes Messer ist beides. Wer damit umgehen kann, spart langfristig mit einem Schleifer sicherlich Geld.

6. Die Schneidebretter

Hier stehen drei Materialien zur Wahl: Glas, Kunststoff und Holz. Von Glas rate ich schon direkt einmal ab. Sie sind zwar leicht zu reinigen, machen Eure Messer aber schneller stumpf als Ihr schauen könnt. Bleiben Holz und Kunststoff. Hier teilen sich die Lager. Kunststoff hat klar den Vorteil, dass die Bretter spülmaschinenfest sind und sich so einfach gründlich reinigen lassen. Holzbretter sind in aller Regel nicht spülmaschinengeeignet, was die Reinigung aufwändiger gestaltet. In Sachen Hygiene nehmen sich beide Varianten wohl nicht viel. Holzbretter punkten hier mit antibakteriellen Eigenschaften des Holzes, was aber nur bei guten Brettern der Fall ist, Kunststoffbretter durch die bessere Möglichkeit der Reinigung. Was aus meiner Sicht das Pendel zum Holz ausschlagen lässt, ist die Tatsache, dass auch Kunststoff Eure Messer recht schnell stumpf werden lässt, Holz ist hier am sanftesten zu den Klingen.

Es bietet sich an ein paar Bretter in verschiedenen Größen vorrätig zu haben, so dass Ihr entsprechend der zu schneidenden Menge das passende Brett auswählen könnt.

7. Die Pfannen

Bei Pfannen hat man in zweierlei Hinsicht die Qual der Wahl: Welches Material und welche Größe? Beim Material ist die Auswahl vielfältig: Gusseisen, Stahl-Keramik, Edelstahl, Eisen, Aluminiumguss, Aluminium, Kupfer und dann gibt es da noch beschichtete Pfannen aus den verschiedensten Materialien. Alle haben Vor- und Nachteile, ich persönlich bevorzuge grundsätzlich beschichtete Pfannen, da sie ein Anbraten mit nur minimalem oder auch ohne Fetteinsatz ermöglichen und das Bratgut dennoch nicht anbrennt. Aber Vorsicht: Die Beschichtung ist äußerst empfindlich, daher nur mit geeignetem Kochbesteck in der Pfanne agieren. Dazu gleich mehr.

Wie groß soll die Pfanne nun sein? Ich empfehle verschiedene Größen entsprechend der Größe der Herdplatten zu kaufen. Der Pfannenboden sollte genau mit der Platte übereinstimmen um eine gleichmäßige Wärmeweiterleitung und maximale Effizienz zu gewährleisten. Beim Kauf immer darauf achten, welcher Durchmesser angegeben ist, der Bodendurchmesser oder der Durchmesser am oberen Rand. Für kleinere Mahlzeiten eignen sich Pfannen mit einem Bodendurchmesser von 16 oder 19cm, für große Mengen Pfannen mit einem Bodendurchmesser von 21, 23 oder 25cm (abhängig von dem Durchmesser Eurer Kochplatte).

Ich empfehle mindestens 2 kleinere und 2 größere Pfannen anzuschaffen, darüber hinaus sollte man über die Anschaffung einer Hochpfanne oder eines Woks nachdenken, vor allem wenn man größere Mengen Fleisch und Gemüse auf einmal zubereiten möchte.

8. Die Töpfe

Wie bei den Pfannen gibt es auch hier eine riesige Auswahl an Materialien, die zum Einsatz kommen: Gusseisen, Stahl-Keramik, Naturton, Kupfer, Keramik, Aluminiumguss und natürlich Edelstahl stehen zur Auswahl. Meine Empfehlung lautet Edelstahl, das äußerst robust und geruchs- und geschmacksneutral ist. Weiterhin findet man sehr oft Topfsets zu sehr günstigen Preisen, so dass man gleich verschiedene Größen inklusive Deckel zu Verfügung hat.

9. Das Kochbesteck

Ich hatte es bei den Pfannen schon angedeutet: Die Wahl des richtigen Kochbestecks ist elementar für ein langes Leben Eurer Pfannen. Ich rate Euch definitiv in ein Kochbesteck aus Nylon oder Kunststoff zu investieren, da Ihr so ein Verkratzen der Pfannenböden verhindert. Auch hier bietet es sich an nach günstigen Sets Ausschau zu halten.

10. Die Schüsseln

Ohne ein paar vernünftige Schüsseln könnt Ihr nicht anständig kochen. Gerade für diejenigen, die größere Mengen vorkochen wollen, ist die Anschaffung mindestens einer großen Schüssel Pflicht!

11. Aufbewahrungsdosen

Die ganzen zubereiteten Lebensmittel müssen nun natürlich auch noch verstaut werden. Hierfür sind Aufbewahrungsdosen geeignet. Hier empfiehlt es sich verschiedene Größen anzuschaffen, so dass man entsprechend der Portionsgröße immer die richtige Dose zur Auswahl hat.

12. Der Mixer

Die Liste der "must have"-Tools beende ich mit einem guten Mixer. Keine Zeit für ein Frühstück? Der Mixer steht bereit und versorgt Euch innerhalb weniger Sekunden mit einem nährstoffreichen Shake. Auch hier sollte man nicht unbedingt das günstigste Modell wählen, da man sich sonst schnell ärgern wird, wenn das Gerät bei Eiswürfeln oder grob geschnittenen Karotten versagt.

Kommen wir nun zu ein paar Tools, die sicher nicht essentiell sind, aber einem das Leben durchaus leichter machen.

Beginnen wir mit einer Küchenreibe. Günstig zu erwerben und extrem vielfältig einsetzbar. Egal ob Ihr Gemüse, Salat, Obst oder auch Kartoffeln reiben wollt, dieses kleine Utensil wird Euch treue Dienste leisten.

Ein Fleischwolf bietet Euch die Möglichkeit Euer eigenes Tartar/Hack herzustellen, aus jedem erdenklichen Fleisch. Fettarmes Schweinehack? Puten- oder Hühnchenhack? Rindertartar ganz frisch? Alles kein Problem. Hier tut es der handbetriebene Klassiker voll und ganz, zudem nimmt er nicht so viel Stellfläche ein wie die großen Elektrogeräte.

Eine hochwertige Küchenmaschine ist natürlich auch eine feine Sache, aber man lebt auch ohne recht gut.

Sicher, ich weiß, dass das alles nicht ganz günstig ist. Doch langfristig rentieren sich die Investitionen, finanziell wie körperlich. Nun liegt es an Euch: Pimp your kitchen!