1. Prostaglandin: Ein Faktor der das Wachstum der Muskeln beeinträchtigt
Jede unserer Muskelzellen produziert kontinuierlich Prostaglandine und enthält dementsprechende Rezeptoren. Ein Muskel der kein Prostaglandin produziert wäre nicht überlebensfähig. Trotz der vorherrschenden Meinung unter Wissenschaftlern, eine Immunisierung gegenüber PGF2 würde die anabole Wirkung verstärken, zeigten verschiedene Studien an Tieren das Gegenteil: Das Muskelwachstum wird behindert. Im menschlichen Körper wird eine Verringerung der Prostaglandin Produktion mit „Verschwendung“ gleich gesetzt. Cortisol, einer der stärksten Prostaglandin – „Hemmer“, reduziert die Produktion des Stoffes und verlangsamt somit die Protein-Synthese.Aus physiologischer Sicht sind Prostaglandine wichtig, wenn nicht sogar die wichtigsten Wachstumsmodifikatoren. Das Problematische ist ihre Funktionsweise. Die Zellen, welche mehr Prostaglandin benötigen, produzieren es zwecks Eigenbedarf oder für nahegelegene Zellen. Es zirkuliert nicht wie Testosteron, größtenteils ein endokrines Hormon, im Blutkreislauf, da es dort sofort vernichtet werden würde. Das zeigt, das Prostaglandin nicht wie „gewöhnliche“ anabole Steroide genutzt werden kann. preview
Einmal injiziert, gelangen Steroide langsam ins Blut und schließlich zum Muskel. Deshalb ist der Steroid-Gebrauch wirklich einfach: Injizieren und warten. Prostaglandine sind sowohl durch die kurze Lebensdauer als auch die sehr ortsgebundenen Tätigkeiten wesentlich schwerer zu manipulieren.
2. Die Nebenwirkungen bekämpfen
Genauso wie es für Testosteron Stoffe wie z.B. Nandrolon gibt, welche die Probleme mit den Original-Hormonen oder Substanzen zu lösen versuchen, existieren auch für Prostaglandine so genannte „verbesserte Versionen“. Veränderte Steroid-Moleküle, wie zb. Nandrolon oder Trenbolon, wurden mit der Hoffnung entwickelt, bei geringeren Nebenwirkungen eine stärkere anabole Wirkung auszulösen.Einige Wissenschaftler kreierten verbesserte PGF2 Moleküle um die 3 Hauptprobleme des ursprünglichen Stoffes lösen zu können: Erstens, die sehr kurze Lebenszeit zu erhöhen, Zweitens, die zahlreichen Nebenwirkungen zu mindern und Drittens, den Gebrauch von Prostaglandin durch die Möglichkeit oraler Einnahme zu vereinfachen.
Einige dieser veränderten Moleküle erwiesen sich als nutzlos, während andere, zumindest im Reagenzglas, interessante Eigenschaften zeigten. Ich werde dir nicht sagen, welches dieser veränderten PGF2-Moleküle das beste ist. Um die Wahrheit zu sagen: Ich weiss es nicht. Ich besitze lediglich Erfahrung mit der praktischen Anwendung, dies mag ärgerlich sein aber ich werde nicht lügen, nur um hier besser dazustehen.
3. Aspirin als Anti-Prostaglandin
Aspirin oder Aspirinähnliche Substanzen haben das Potential einige der Nebenwirkungen, wie zum Beispiel den Schmerz, zu lindern. Trotzdem denke ich, dass die Verwendung von Apspirin in Verbindung mit PGF2 den Anabolen-Effekt schwächt während die Nebenwirkungen nur ungenügend bekämpft werden. Das bezieht sich sowohl auf Aspirin als auch auf Ephedrin-Coffein Tabletten. Ich schlage vor, beides zu meiden. Vielerlei Argumente sprechen gegen den Einsatz von Aspirin. Eine Studie hat beispielsweise gezeigt, dass Aspirin die Prostaglandin Rezeptoren blockiert und die Umwandlung von PGF2 zu PGE2 verhindert. Letzteres ist jedoch extrem wichtig für den maximalen Muskelaufbau-Effekt. Mir ist bewusst das PGE2 innerhalb vieler Bodybuilding Zeitschriften als „Muskel-Feind“ angesehen wird. Fakt ist jedoch, dass mehrere Studien erwiesen haben, dass PGE2 einer der Hauptfaktoren für den Muskelaufbau ist. Eine Theorie besagt, dass PGF2 die natürliche Freisetzung von Muskel PGF2 oder PGE2 anregt, welche Beide die anabole Wirkung weiter verbessern könnten. Aspirin würde diesen Prozess verhindern.4. Das lediglich lokale Wachstum durch stetige Rotation der Injektionspunkte verhindern
Ich bezeichne das „lokale Wachstum“, welches durch PGF2 ausgelöst wird, als eine Nebenwirkung. Wie ich im letzten Monat bereits schrieb, handelt es sich hierbei eher um eine Schwäche als um einen „magischen Effekt“.Solange du nicht eine schwächere Stelle ausgleichen möchtest, empfehle ich deshalb die Injektionspunkte stetig zu rotieren. Eine weitere Einschränkung ist, dass es zwar einfach ist, PGF2 in Körperteile wie die vordere Schulter zu injizieren, es sich aber beispielsweise bei der Innenseite des Biceps als weit schwerer herausstellt. Ausserdem solltest du vermeiden, allzu nahe am Darm zu injizieren.1 Trotz der Nähe zum Darm, stellen die „Front Legs“ einen einfacheren und daher interssanteren Injektionspunkt dar. Du wirst deinen Quadrizeps lediglich ein wenig mehr beim Laufen spüren. Ich schlage vor, dass du alle möglichen Injektions-Orte kennzeichnest, um ein Injektions-Muster strukturieren zu können. Schwächere Stellen sollten öfter als stärkere Stellen berücksichtigt werden.
Injizierst du beispielsweise nichts in deine rechte Wade, weil die Linke schwächer ist, wird die Linke Wade alleine wachen und den Größenunterschied ausgleichen. Das selbe gilt für den Gastrocnemius und den Soleus. Injizierst du Einem etwas, wird der betroffene Muskel wachsen und naheliegende Muskeln nur geringfügig stimulieren. Alleine für die Waden gibt es 15 verschiedene Injektionsmöglichkeiten. Einer am oberen äußeren Soleus-Muskel, einer am unteren Äußeren und einer am unteren inneren Muskel. Einer oder Zwei, je nach Entwicklungsgrad, für die Vorderseite der Waden. Für den Gastrocnemius bieten sich sowohl der äußere und untere Abschnitt der Außenseite an, als auch die Oberen und Unteren Abschnitte des Inneren bzw. hinteren Teils. Natürlich lässt sich diese Anzahl noch verdoppeln, da du, hoffentlich, zwei Waden hast. Ich denke das mindestens die gleiche Menge an Injektionspunkten am oberen Beinbereich zu finden ist. Vermeide die Bauchmuskeln, den unteren Rücken und eventuell die Unterarme. Der Trizeps hat wenigstens sechs mögliche Punkte, der Biceps mindestens Vier. An den Schultern sind 12 Stellen möglich. Bei geringer Empfindlichkeit sind 12 Weitere am Oberkörper möglich. Das ergibt eine Gesamtanzahl von 64 Injektionspunkten (vom Rücken abgesehen) aus denen jeden Tag gewählt werden muss.
Sollte dir eine Muskelposition nicht bekannt sein, schaue in einer anatomischen Darstellung nach um die Injektion in eine Sehne oder einen Knochen zu vermeiden. Notiere dir aufmerksam, welche Seite des Körpers du zuletzt gespritzt hast, um von links nach rechts und von rechts nach links wechseln zu können. Wenn ein Freund willens ist, dir bei deinen Injektionen zu helfen, wird die potentiell mögliche Anzahl an Injektionspunkten durch den oberen Rücken und die Hilfe für Rechtshänder an der rechten Seite (und das Gegenteil für Linkshänder) erheblich erhöht. Im Studio wirst du immer eine helfende Hand finden.
Das Hauptproblem des Rotationsprinzipes ist, in Muskeln zu injizieren welche du nicht gerade trainierst oder Muskeln die du erst vor kurzem trainiert hattest. Daher wird der Gebrauch von PGF2 dadurch erleichtert, jedes Körperteil nur einmal die Woche zu trainieren. Leichtere Trainingseinheiten sind aufgrund von nur geringen Schmerzen unbedenklich, ja sogar hilfreich, da nun die Muskel-Kontraktion besser gespürt werden kann und der trainierte Muskel mehr Beachtung findet.
Wie ich letzten Monat schon sagte, solltest du aufgrund des Schmerz-Fördernden Effekts frühestens 2-3 Tage nach dem Training PGF2 injizieren. Diese Zeitspanne hängt von der Stärke des dem Muskel zugefügten Trauma`s ab. War das Training extrem schwer, z.B. durch den Einsatz vieler negativer Wiederholungen mit viel Gewicht, kann es sein, dass länger gewartet werden muss. PGF2 Nutzer müssen ihren Muskel im Übrigen nicht derart traumatisieren um Resultate erzielen zu können. Tatsächlich ist schweres Training, dank des so genannten „Pump“-Effekt der mit leichten Gewichten erreicht wird, nicht notwendig. Deine Workouts sollten also, um eine schnelle Injektion zu ermöglichen, weniger anstrengend sein.
Weiterhin rate ich, mit den Injektionen in einen Muskel 24 Stunden vor dem Training eben dieses Muskels aufzuhören. Das bedeutet, dass du 3 Tage die Woche die Gelegenheit hast einen bestimmten Muskel zu spritzen.
Hier ein Plan für eine Woche. Er setzt voraus, dass dein Oberkörper im Gegensatz zu den Beinen etwas zurück hängt und deshalb mehr trainiert wird. Der erste Muskel bezeichnet den „Hauptmuskel“, der stark trainiert werden sollte. (Jedoch ohne Traumata zu erzeugen (keine Negativen Wdh./Sehr schwere Gewichte)). Der Zweite und manchmal dritte Muskel sollte mit vielen Wiederholungen, wenig Gewicht und um die 5 Sätze trainiert werden.1 In der letzten Spalte werden die Muskeln, die PGF2 erhalten erwähnt. Noch einmal: Dies liegt an der kurzen Lebenszeit von PGF2, die es nötig macht, Injektionen stetig zu wiederholen.
| Tag | Hauptmuskel | Zweiter und Dritter | Injektions-Muskel |
| Montag | Rücken | Brust | Brust*, Arme |
| Dienstag | Beine | Schultern | Schultern*, Arme |
| Mittwoch | Brust | Rücken | Schultern, Arme |
| Donnerstag | Pause | Pause | Schultern, Rücken |
| Freitag | Arme | Beine | Rücken, Beine* |
| Samstag | Schultern | Rücken, Brust | Rücken*, Beine, Brust* |
| Sonntag | Pause | Pause | Beine, Brust |
*Sollte eher nach dem Training gespritzt werden
Die meisten Leser interessieren sich für einen perfekten Dosierungsplan. Unglücklicherweise existiert solch ein sagenumwobener Plan nicht. Steroide werden bereits seit Jahrzehnten genutzt und trotzdem war es bis heute niemandem möglich, einen allumfassenden, alles berücksichtigenden Plan zu entwickeln. Einige behaupten, genau zu wissen wie man Steroide benutzt und wie diese dosiert werden sollten. Dies ist jedoch nicht richtig. Dasselbe gilt für PGF2. Ein idealer Plan existiert nicht. Deshalb liegt es an dir, herauszufinden welcher für dich am besten passt. Ich kann dir einige Richtlinien geben, diese handeln allerdings eher davon, wie man es nicht benutzen sollte als davon wie man es benutzen sollte.
Wie letzten Monat schon erwähnt, schlage ich vor mit einem halben Milligramm zu beginnen. Bei dieser Dosierung sollte nicht viel passieren. Es ist wichtiger auf Nummer sicher zu gehen, als später eine Überdosierung zu bereuen. Wenn alles gut geht, erhöhe die Dosierung auf einen Milligramm beim nächsten Mal. Beobachte was passiert. Wenn es dir gut geht, versuche 2 Milligramm. Ich denke du verstehst, wie du deine Dosierung während deines ersten Zyklus aufbauen solltest. Normalerweise sind in 5 ml Flüssigkeit 25 mg PGF2 enthalten. Bei einem Milliliter (also 5 Milligramm) sollte es dir bereits möglich sein, die Wirkung der Substanz festzustellen. Ich schlage vor, nicht über 2 ml pro Injektion zu gehen. Wenn du 1 ml fünf mal am Tag verwendet, bedeutet das eine Phiole pro Tag. (Zwei Phiolen bei 2 ml) 5 ml ist die größte Dosierung von der ich bisher gehört habe und ich sehe sie als gewaltig an. Vielleicht hört sich dies in 5-10 Jahren wie eine „Anfängerdosis“ an. Nur die Zeit wird uns helfen, ein Höchstlimit bestimmen zu können.
5. Die benötigte Dosis reduzieren
Ein einfacher Weg die PGF2 Dosierung zu reduzieren, Nebenwirkungen zu verringern und die anabole Wirkung zu optimieren besteht darin, PGF2 Injektionen während eines erhöhten Insulin-Ausstoßes auszuführen. Das bedeutet, während der Mahlzeiten, oder genauer nach einer Mahlzeit.Insulin kann die Produktion von PGF2 innerhalb der Muskeln auslösen. Das ist wahrscheinlich der Grund für die anabole Wirkung des Stoffes. Aber Insulin geht noch weiter: Es erhöt die muskuläre Sensibilität gegenüber dem anabolen Effekt von PGF2. Wenn du es also nach einer Mahlzeit oder in Kombination mit Insulin oder Insulin-Verstärkern verwendest, kannst du die PGF Dosis reduzieren. Die weiter oben genannten Dosierungsvorschläge berücksichtigen bereits die vorteilhaften synergetischen Effekte von Insulin auf PGF2.
6. Wie oft?
PGF2 muss, aufgrund seiner kurzen Lebenszeit, so oft wie möglich verwendet werden um einen optimalen Effekt erzielen zu können. Dies macht die Anwendung sehr schwierig, jedoch (wie ich schon in der Einleitung schrieb) handelt es sich bei PGF2 um einen kraftvollen, allerdings nicht perfekten Stoff.Die meisten Bodybuilder essen mindestens fünf mal am Tag, das ergibt 5 Möglichkeiten PGF2 zu nutzen. Natürlich setzt dies voraus, dass du viel Freizeit hast. Nicht jeder ist ein professioneller Bodybuilder und du wirst oder willst nicht unbedingt deren Muskelmasse oder Verhalten erreichen. Auch wenn nur Zwei oder Drei mal pro Tag zu jeder großen Mahlzeit verwendet, wird PGF2 wirken. Ich würde keinesfalls weniger als Zwei mal pro Tag empfehlen. Während der Wochenenden wirst du vielleicht mehr Zeit haben und somit die Möglichkeit haben, die Injektions-Frequenz zu erhöhen. Du kannst deinen „2 mal pro Tag“-Plan Montags wieder aufnehmen.
Zusammenfassend ist also zu sagen: Je öfter du PGF2 injizierst, desto länger wird der Muskel dieser anabolen Substanz ausgesetzt sein. Nehmen wir einmal an, das die Wachstumswirkung einer einzelnen PGF2-Injektion 2 Stunden anhält. Natürlich hängt diese Annahme von der Dosierung ab: Umso höher die Dosis, desto länger hält die Wirkung an, da der Körper längere Zeit braucht um den Prostaglandin-Spiegel wieder zu reduzieren. Wenn du lediglich zwei mal pro Tag injizierst, wirst du dadurch eine 4 stündige anabole Phase auslösen. Das bedeutet, die restlichen 20 Stunden des Tages sind verschwendet. Wenn du hingegen 5 mal pro Tag spritzt, ergibt sich daraus eine 10 Stündige Phase des Muskelwachstums.
Stellt dies eine Stärke oder eine Schwäche gegenüber Steroiden dar? Dein Körper ist den Steroiden 24 Stunden am Tag ausgesetzt.1 Steroide sind also weit einfacher zu verwenden. Aber du hast vielleicht bemerkt, dass das Level der meisten unserer endogenen Hormone während des Tages fluktuiert. Dies wiederum verhindert, dass unsere Muskeln nicht mehr oder nur noch gering, auf die anabolen Substanzen reagieren. Das ist eines der Hauptprobleme welches mit der konstanten Einnahme von Steroiden verbunden wird. Die kurzen „Auszeiten“, welche PGF2 durch seine geringe Lebenszeit mit sich bringt, helfen die oben genannte Tendenz zu bekämpfen. Diese „Auszeit“ stellt also sowohl einen störenden Faktor, als auch einen Vorteil hinsichtlich der Resultate dar.
Ich werde nun zwei Beispiel-Pläne beschreiben. Einer wird für Anfänger sein, die definierte Muskeln aufbauen möchten, der andere für fortgeschrittene Bodybuilder, die die Lücke zwischen zwei Steroid Zyklen auffüllen möchten.
7. Der Anfänger – Plan
Injiziere PGF2 (einen halben Milliliter) 30 Minuten nach dem Mittagessen. Die gesamte Dosis (1/2 ml) sollte an einem einzigen Punkt gespritzt werden. Das Essen sollte viele Proteine und Kohlenhydrate jedoch wenig Fett enthalten. Stelle sicher, das du für die nächsten 2 Stunden Weightgainer zur Hand hast. Dies hat 2 Gründe.Erstens: Einige Leute berichten von einem hypoglycämisch-ähnlichen Gefühl nach der Injektion. Dieser Nebenwirkung sollte natürlich entgegengewirkt werden. Meistens ging es den Leuten nach einer „flüssigen Mahlzeit“ wieder besser.
Zweitens: Wann immer eine anabole Wirkung ausgelöst wird, sollte genügend Protein geliefert werden.
Ändere nun die Seite des Injektionspunktes.
Für die Mutigen unter euch, würde die Hinzunahme eines Insulin-Verstärkers vor dem Essen eine gute Idee darstellen. Ich persönlich bevorzuge Glipizid (2.5 mg). Glibenclamid (die Referenz unter Insulin-Boostern) stellte sich jedoch bei der Verminderung von Nebenwirkungen, vor allem im Nierenbereich als wirkungsvoller heraus. Natürlich solltest du, betreffend einer potentiellen Hypoglycämie, extrem vorsichtig sein. Stelle sicher, dass du genügend Kohlenhydrate für die nächsten 2 Stunden zu dir nimmst, wenn es Zeit für den Weight Gainer ist. Weiterhin schlage ich vor, dass du deine Creatin-Zufuhr entsprechend deiner PGF2 Dosis erhöhst, da Prostaglandine wie die meisten anderen anabolen Substanzen den Creatinverbrauch steigern. Nehme wenigstens 10 Gramm Creatin pro Tag.
8. Der Plan für Fortgeschrittene
Dies ist kein professioneller Plan. Er sollte jedoch den Ansprüchen der meisten Leser genügen. Während du deine Steroid Kur absetzt, beginne langsam mit der PGF2 Kur, starte mit der Dosierung, dann mit der Frequenzierung.Tierversuche zeigten, dass PGF2 dazu tendiert, die Testosteronproduktion zu senken. PGF2-Nutzer werden jedoch gewöhnlich recht „geil“, was wiederum ein gutes Zeichen ist, vor allem am Ende eines Steroid – Zyklus. Unterschätze nicht den allgemeinen „Verhärtungs-Prozess“ von PGF2 der wundersamerweise nicht nur auf Skelett-Muskeln beschränkt ist.
Die Frequenz und die Dosis sollte im Vergleich zum Anfängerplan erhöht werden.
Du hast ebenfalls die Wahl zwischen Insulin – Injektionen und Insulin-Boostern zur oralen Einnahme. Letzteres erscheint klüger da es damit einfacher ist, den glykämischen Spiegel zu kontrollieren. (Vor allem hinsichtlich der verstärkenden Wirkung von PGF2 auf die hypoglyäkmischen Effekte von Insulin.)
Nach dem Aufwachen zuerst eine „flüssige Mahlzeit“ und 30 Minuten später eine „feste Mahlzeit“. Nutze diese Zeitspanne für eine Insulin-Injektion (starte gering mit 5 UI und erhöhe dann maximal auf 15 UI pro Mahlzeit) oder für die Einnahme von Glipizid (2.5 bis 5 mg). Bevorzuge lang wirkendes Insulin gegenüber kurzzeitig wirkendem. Warte 15 Minuten bis zur PGF2 Injektion. (Beginne immer gering und erhöhe erst, wenn du dich besser fühlst). Wiederhole diese Prozedur beim Mittagessen. Bewahre die „flüssige Mahlzeit“ für nach dem Essen auf, gesetz dem Falle eines einsetzenden hypoclycämischen Gefühls. Ein weiterer Grund Glipizid zu bevorzugen stellt die durch die stetigen Injektionen hervorgerufene Müdigkeit dar.
Wiederhole diese Prozedur nach dem Training. Eine weitere PGF2-Injektion ist kurze Zeit vor dem Schlafengehen in Kombination mit einer Mahlzeit möglich (ohne das Insulin oder den Insulin Booster). Einige Leute die Prostaglandin verunglimpfen argumentieren, dass Prostaglandin die ausscheidung von Wachstumshormon verringert. Das ist witzig, da wissenschaftliche Literatur das Gegenteil beweist. Wachstumshormone müssen über Nacht freigesetzt werden.
Da PGF2 öfter als im Anfänger – Plan angewendet wird, sind mindestens 15g Creatin pro Tag nötig.
PGF2 wird im Allgemeinen zwischen 2 Steroid-Zyklen genommen. Das bedeutet, dass ein PGF2-Zyklus zwischen 24 Stunden und 2 Monaten dauern kann. Obwohl Bodybuilder einen Stoff der ihnen erlaubt während der „Auszeit“ weiter zu wachsen, herzlich willkommen heisen, werden die meisten jedoch nach gewisser Zeit keine „Lust“ mehr empfinden PGF2 weiterhin zu nehmen. Gewöhnlich sind sie froh wieder auf Steroide zu wechseln. Eine gute Richtlinie ist also PGF2 so lange zu nutzen, bis es dir zum „Hals heraushängt“. Auch hier gibt es wieder keine „magische Zahl“.
Dennoch behalten viele eine geringe Dosis PGF2 bei, die sich lediglich auf die schwächeren Körperteile konzentriert. Ein so genannter „Light“-Plan beinhaltet 1 oder 2 Injektionen pro Tag in ein schwaches Körperteil wie zb. die Waden, um eben diese voranzubringen, ohne mit all den Schwierigkeiten des normalen PGF2 Gebrauchs fertig werden zu müssen.
Zum Abschluss möchte ich hier gerne Dan Duchaine über Steroide in USH II zitieren:
„Regel Nr.7: Die meisten Leute, die grosse Mengen an Steroiden genommen haben, werden nicht krank, sterben nicht und werden nicht verrückt.“
„Regel 8: Nehme niemals an, dass du wie „die meisten Leute“ bist, solange du es nicht bewiesen hast.“
Genau diese Regel lässt sich auch auf PGF2 Nutzer anwenden: Du solltest nicht annehmen, dass der Gebrauch von PGF2 ungefährlich ist. PGF2 wird JEDE deiner Zellen, aus der dein Körper besteht, beeinflussen. Du bist keinesfalls immun gegenüber einer seltenen, unerwarteten Reaktion. Bitte betrachte den Gebrauch von PGF2 nicht als ein „Zuckerschlecken“. Wir wollen nicht von dir in irgendwelchen „Horror-Story“ Sektionen eines Bodybuilding Magazins lesen.