Trotz einiger Unkenrufe im Vorfeld der Meisterschaft war das Feld mit 119 Startern und Starterinnen nominell außerordentlich gut besetzt und die Eindrücke vom Wiegen am Vorabend ließen erahnen, dass es auch qualitativ eine durchaus ansprechende Veranstaltung werden würde.
Moderiert wurde die Veranstaltung wieder einmal von Prof. Dr. Martina Herget, ohne die eine nationale Meisterschaft des DBFV e.V. kaum noch vorstellbar erscheint. Leider war die Halle in der Vorwahl nicht sonderlich gut besucht, was sich zum Finale hin besserte, aber wirklich voll war sie dennoch leider nicht. Ungeachtet dessen zeigten die Athleten Leistungen, die ein breiteres Publikum absolut verdient hätten.
Bikini
Die jüngste Klasse der Veranstaltung feierte Ihr Einjähriges bei der Deutschen Meisterschaft. 12 Starterinnen traten an, die Nachfolge von Katrin Frank anzutreten. Im Vorfeld wurden vor allem zwei Athletinnen als Favoritinnen gehandelt: Valeria Ammirato, welche als amtierende Bayerische Meisterin und Siegerin des DBFV Bikini-Cups 2011 antrat und Ramona Valerie Alb, die amtierende Baden-Württembergerische Meisterin und Zweite des DBFV Bikini-Cups 2011 und die beiden sollten die Erwartungen erfüllen. Valeria brachte an diesem Tag einfach das beste Paket und verkörperte mit ihrem sportlich attraktiven Körper das, wofür diese Klasse steht, am besten. Ramona zeigte sich im Vergleich zum Bikini-Cup deutlich verbessert und konnte so mit einem Punkt Differenz eine sehr starke Andrea Hertlein hinter sich lassen, die man auch durchaus noch weiter vorne hätte platzieren können. Die weiteren Finalplätze belegten Kathrin Weishaupt, die Landessiegerin aus Nordrhein-Westfalen und die beiden hessischen Starterinnen Kathrin Hollmann und Cindy Siebert, welche sich diesmal knapp Kathrin geschlagen geben musste.Insgesamt war das Feld stark besetzt und auch die sechs Athletinnen, die keinen Finalplatz erreichen konnten, zeigten sehr ansprechende Leistungen, was noch einmal verdeutlicht, wie es um die Leistungsdichte in dieser Klasse bestellt ist.
Fitness Figur
Auch in der Fitness Figur-Klasse waren 12 Athletinnen angetreten um Tanja Zamberlan zu beerben. Vom ersten Moment an dominierte die schon im Vorfeld favorisierte Barbara "Barby" Petrudou mit einer an dem Tag konkurrenzlosen Mischung aus Muskulösität, Härte und Weiblichkeit das Feld, so dass bereits nach der Vorwahl niemand außer ihr selbst mehr Zweifel an ihrem Sieg hatte. Platz 2 belegte Barbys "ewige Konkurrentin" Sabrina Kolb, welche sie im Herbst auf dem Rhein-Neckar Pokal noch schlagen konnte, sich an diesem Tag aber, wie schon auf der Baden-Württembergischen Meisterschaft aber mit dem zweiten Platz zufrieden geben musste. Mit einer wunderschönen Linie ausgestattet war es an dem Tag wohl der Tick mehr Härte und die noch professionellere Präsentation von Barby, die Sabrina den Sieg verwehrten. Platz 3 ging an die Bayerische Meisterin Cindy Waldenburger, der bei ansprechender Linie und guter Form wohl noch etwas Muskelmasse fehlte, um sich noch weiter vorne zu platzieren. Mit Melanie Niebergall landete eine sehr elegante und anmutige Athletin auf Platz 4, die bei etwas härterer Form durchaus auch besser hätte platziert werden können. Die zweimalige Miss FIBO Power Marina Thies und die Berliner Meisterin Jessica Papenfuß komplettierten das Finale.Frauen Body 1
Erfreulicherweise waren beide Klassen im Frauenbodybuilding angemessen besetzt. Spannung kam dennoch kaum auf, da beide Klassen von den jeweiligen Siegerinnen klar dominiert wurden. In der Klasse bis 55kg war es Nathalie Falk, die ihre Klasse vom ersten Moment an im Griff hatte und deren Muskulösität und Definition durch die sehr professionelle Präsentation, insbesondere auch in der Kür, unterstrichen wurden; die internationale Erfahrung von Nathalie war einfach nicht zu übersehen. Dahinter platzierte sich Kirsten Tenberg, die auch eine durchaus ansprechende Härte, insbesondere im Unterkörper und eine gelungene Präsentation zeigte, aber gegen die deutlich massivere Nathalie chancenlos blieb. Im Kampf um Platz 3 setzte sich mit Manuela Klein die etwas härtere, gegen die etwas massivere Athletin Inci Hoffmann durch, welche vor allem mit ihrer innovativen Kür punkten konnte.Frauen Body 2
Wie in der Klasse bis 55kg, konnte es auch in der Schwergewichtsklasse der Damen keine Sekunde lang einen Zweifel geben, wer hier den Sieg mit nach Hause nehmen würde. Nina Loebardt aus Hamburg zeigte eine Form, wie man sie sonst nur von der Profi-Bühne gewohnt ist. Brutale Masse, gestreift von oben bis unten. Als sie die Bühne betrat konnte man sehen, wie die Zuschauer einen Moment in Sprachlosigkeit verharrten. Carla Marquardt, die wie kaum eine zweite demonstriert, wie feminin und attraktiv Frauenbodybuilding sein kann, blieb in Angesicht dieser Konkurrenz nur der zweite Platz. Kathrin Dumitru ist eine sehr groß gewachsene Athletin, die bei sehr guter Form noch etwas Muskelmasse benötigt, um sich noch weiter vorne zu platzieren. Auch Beate Edwards zeigte eine gute Form und eine ansprechende Kür. Jutta Vosgerau erschien leider zu spät zum Finale, so dass sie disqualifiziert wurde. Ihre Kür durfte sie aber dennoch zeigen, was ihr sichtbar viel bedeutete.Im anschließenden Gesamtsiegerstechen setzte sich Nina mit 8:1 Kampfrichterstimmen deutlich gegen Nathalie durch und bekam so den Pokal für die Gesamtsiegerin von Ihrer Vorgängerin Moni Becht überreicht.
Junioren 1
Die Juniorenklasse bis 75kg war mit fünf Startern besetzt, von denen Rehman Munir-Akhtar das kompletteste Paket zeigte. Eine Woche zuvor auf der Hessen und Rheinlandpfalz Meisterschaft noch in der Junioren 2 angetreten, zeigte Rehman volle Muskeln bei guter Härte und schöner Präsentation und konnte sich so vor David Schulte platzieren, der sehr massive Beine und einen guten Rücken zeigte. Mit einer verbesserten Brustpartie und einer weniger dunklen Farbe, die zum Teil seine durchaus gute Definition verbarg, könnte es für David in Zukunft auch noch für mehr reichen. Auch Daniel Szewczynski könnte in Zukunft durchaus noch bessere Platzierungen erreichen, wenn er noch ein paar Kilo Muskelmasse zulegt und die Beine etwas härter bekommt, den er ist mit einer wunderschön anzuschauenden Linie gesegnet. Sven Stehlig und Pawel Wetsch komplettierten das Feld. Beide hatten mit Strukturproblemen zu kämpfen, die eine bessere Platzierung verhinderten. Während Sven eine durchaus gute Beinentwicklung zeigte, der der Oberkörper noch ein wenig hinterher hing, müsste Pawel noch ein klein wenig an seinen Beinen arbeiten, um künftig bessere Platzierungen einzufahren.Junioren 2
Im Schwergewicht der Junioren führte kein Weg am favorisierten Kevin La Grutta vorbei. Kevin zeigte eine für sein Alter beeindruckende Kombination aus wohlproportionierter Masse und brutaler Härte und konnte mit Streifen auf Trizeps und Gluteus glänzen. Dass sein Sieg kein Spaziergang wurde, dafür sorgte ein sehr starker Frederic Höfer, der mit gestreiften Quadriceps und einer insgesamt sehr ausgewogenen Muskulatur glänzte. Für den Berliner Meister Dennis Arnold reichte es nur für Platz 3, wobei er durchaus in den Zweikampf an der Spitze hätte eingreifen können, hätte die Form gepasst, doch speziell in der Vorwahl war ein deutlicher Wasserfilm zu erkennen, der ihm jede Chance auf eine bessere Platzierung nahm. Auch Mike Niessen verkaufte sich durchaus gut, doch konnte nicht ganz mit der Masse der drei anderen mithalten.Das Gesamtsiegerstechen der Junioren entschied Kevin einstimmig für sich und unterstrich damit noch einmal sein außergewöhnliches Talent. Sympathiepunkte konnte er zudem durch seinen sichtlich ergriffenen Gemütszustand bei der Verkündung seines Sieges einheimsen.
Classic Bodybuilding
Die CBB war nominell stärkste Klasse der gesamten Meisterschaft und auch was die Leistungsdichte angeht, unerreicht. 14 starke Athleten stellten sich in der ersten Eliminationsrunde dem Kampfgericht um die besten 10 Athleten für die eigentliche Vorwahl herauszufiltern. Kein leichtes Unterfangen, was sich auch daran zeigte, dass es zu einem Stechen um den letzten freien Platz in den Top 10 kam. Es in diesem starken Feld überhaupt ins Finale zu schaffen, kann schon als großer Erfolg gewertet werden, was auch als Trost für die Athleten verstanden werden kann, die sich am Nachmittag nicht noch einmal präsentieren durften.Der Berliner Meister Sebastian Vetters konnte sich trotz der Leistungsdichte von Beginn an absetzen und wurde verdient Deutscher Meister, nachdem er 2007 und 2008 bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft jeweils den zweiten Platz belegt hatte. Von allen Athleten, die an diesem Tag auf die Bühne traten, zeigte Sebastian die beste Definition; gepaart mit wohlproportionierten vollen Muskeln und einer tollen Präsentation eine unschlagbare Mischung. Auf dem zweiten Platz stand mit dem Bayerischen Meister Norbert Frank ein großer Athlet, der auf den ersten Blick relativ unscheinbar wirkt, aber sobald er in eine Pose geht eine enorme Metamorphose vollzieht. Nicht wenige hatten ihn auf Platz 1, was als Gradmesser für seine Qualität gesehen werden kann. Auf Platz 3 folgte mit nur einem Punkt Differenz Mahdad Akbari, dessen Stärken klar seine enorme Härte und die seitlichen Posen sind. Über den dritten Platz schien er nicht sonderlich erfreut zu sein und zeigte leider ein Verhalten, was man nicht unbedingt als sportlich fair bezeichnen kann. Der vierte Platz ging an Peter Petsche, der vor allem durch eine gute Rückenentwicklung und einer sehr schönen Kür auffiel. Ein weiterer Athlet mit einer sehr schönen Linie war Theodoros Panidis auf Platz 5, der mit etwas mehr Muskelmasse in der Zukunft auch durchaus noch bessere Platzierungen einfahren könnte. Den letzten Finalplatz sicherte sich der Sieger der Hessen und Rheinlandpfalz Meisterschaft Stefan Kall, der für die CBB eine enorme Masse im Oberkörper zeigte und mit einer unterhaltsamen Kür, welche Kampfsport und Bodybuilding verband, auffiel.
Paare
Besonders erfreulich war, dass sich diesmal vier Paare gemeldet hatten, da insbesondere die Küren der Paare ein Highlight auf jeder Meisterschaft sind. Als Sieger gingen die Gewinnerin der Frauen Bodyklasse 1, Nathalie Falk und Eugen Stoll hervor, die körperlich am besten harmonierten und eine akrobatisch und erotisch angehauchte Kür zeigten. Dahinter platzierten sich Kirsten Tenberg und Markus Mertzenich, die ebenfalls toll harmonierten, von der körperlichen Entwicklung aber nicht ganz an das Siegerpaar heran kamen. Jenny Zavrakis und Sandy Jobs zeigten die wohl kreativste Kür des Tages, die Harmonie zwischen einem massiven Männer 2-Athleten und einer Bikini-Athletin kann naturgemäß nicht so ansprechend sein, wie bei den beiden ersten Paaren. Jutta und Thorsten Vosgerau waren das einzige Paar, das auch im echten Leben ein solches ist. Auch wenn sie nach der Vorwahl auf dem vierten Platz lagen und sich somit keinen Finalplatz sichern konnten, wurde ihnen gestattet ihre Kür zu zeigen und dafür sogar die Abfolge der Wertungsrunden geändert. Eine schöne Geste des Veranstalters, die mit einer hinreißenden Kür belohnt wurde.Männer 1
Die Männer 1 war mit sieben Athleten besetzt und wurde von dem Sieger der Hessen und Rheinlandpfalz Meisterschaft Hüseyin Cece dominiert, der trotz der Tatsache, dass er relativ groß für seine Klasse ist, eine enorme Breite speziell im Rücken präsentierte. Auf dem zweiten Platz landete der deutlich kleinere Andreas Jall, der sich mit vollen Muskelbäuchen und insgesamt massivem Erscheinen wie schon zuvor bei der Bayerischen Meisterschaft vor Johannes Ott platzieren konnte, der leider im Finale nicht mehr ganz die Härte der Vorwahl bringen konnte, aber mit einer sehr ansprechenden Kür glänzte. Der Sieger der Nordrheinwestfälischen Meisterschaft Michael Guske zeigte eine gute Breite im Oberkörper und eine gute Präsentation, für eine bessere Platzierung fehlte ein Tick Härte. Marco Wulle trat als amtierender Baden-Württemberger Meister und Dritter des Vorjahres an und zeigte sich gegenüber dem Vorjahr durchaus verbessert, musste aber in dem diesmal deutlich stärkeren Feld mit dem fünften Platz zufrieden geben. Den letzten Finalplatz sicherte sich Henry Rademann, der mit einer weniger scheckigen Farbe durchaus Chancen auf eine bessere Platzierung gehabt hätte.Männer 2
Trotz der Tatsache, dass sich 11 Athleten in der Klasse eingeschrieben hatten, wurde auf eine Eliminationsrunde verzichtet. Der erfahrene Eduard "Eddi" Derzapf ließ keine Sekunde einen Zweifel daran, wer diese Klasse gewinnen würde. Seine massive Muskulatur war so eindrucksvoll, dass es schwer fiel zu glauben, dass es sich hierbei wirklich um einen Männer 2-Athleten handelte. Nachdem der Sieger somit frühzeitig feststand, war es der Kampf um die Plätze dahinter, der für Spannung sorgte. Hier konnte sich Sandy Jobs mit massiven Beinen, einer sehr breiten Schulterpartie und einer kreativen Kür mit Breakdance-Elemanten wie auf der Berliner Meisterschaft vor Marcel Löwentraut platzieren, dessen schöne Linie vor allem von vorne beeindruckt und der durch ein sehr sauberes Posing auffiel. Eugen Stoll konnte seinen Sieg bei den Paaren zusammen mit Nathalie nicht mit einem Erfolg in der Männerklasse krönen, dafür war die Konkurrenz an diesem Tag einfach zu stark. Den fünften Platz holte sich Nils Treml, der bei schöner Linie einfach noch etwas mehr Masse braucht um sich noch weiter oben zu platzieren. Abgerundet wurde das Finale durch Robert Hengler der mit seiner ansprechenden Mischung aus Härte und Masse durchaus auch weiter vorne hätte platziert werden können.Männer 3
In der traditionell starken Männer 3 zeichnete sich in dem mit 12 Athleten stark besetzten Feld von Beginn an ein Dreikampf um den Klassensieg ab. Letzten Endes setzte sich der Baden-Württembergische Meister Achim Weitz mit brutaler Masse und Härte gegen den Sieger der Hessen und Rheinlandpfalz Meisterschaft Stefan Hammerschmied, der in der Vorwahl nicht ganz seine Bestform zeigte, im Finale aber wieder voll da war und so den Sieger der sensationellen Newcomer Chrysovalantis Dokos im Kampf um Platz 2 ganz knapp mit einem Punkt hinter sich halten konnte, der neben einer fantastischen Linie auch besonders im Finale eine brutale Härte zeigte. Hinter diesem extrem starken Triumvirat konnte sich mit Bernd Toffing ein weiterer Newcomer mit toller Linie und schöner Definition platzieren, der sich für die Zukunft aber dringend etwas mit seiner Farbe überlegen muss, da diese so verlief, dass von seiner tollen Bauchpartie kaum etwas zu sehen war. Dahinter landete der Berliner Meister Karsten Wolf, der mit einer ausgezeichneten Härte und gefühlvoller Kür überzeugen konnte. Sven Knebel konnte sich in diesem starken Feld den letzten Finalplatz holen.Männer 4
Die Männer 4 wurde im Vorfeld als die Klasse gehandelt, die den Gesamtsieger hervorbringen könnte und die Prognosen sollten auch eintreten. Ohne Zweifel verdienter Klassensieger in einem Feld von neun Athleten wurde Andre Niebergall. Dafür, dass er sich nach eigener Aussage nur für die FIBO etwas in Form bringen wollte, eine beachtliche Form, der an diesem Tag niemand gewachsen war. Den zweiten Platz sicherte sich der Gesamtsieger der Nordrheinwestfälischen Meisterschaft Marco Kirsebauer, der seine Stärken, wie die enorme Schulterbreite, gut ausspielte. Der Sieger der Hessen und Rheinlandpfalz Meisterschaft Harald Selsam zeigte massive Muskeln und ein kraftvolles Posing, für eine bessere Platzierung müsste er noch etwas an seiner Form arbeiten. Thomas Trägner konnte sich im Verlauf der Saison stetig steigern und wäre die Vorbereitung von Anfang an glatt gelaufen, wer weiß ob er nicht noch den ein oder anderen Platz hätte gutmachen können. Auf den fünften Platz kam Volkmar Solondz, der sich wohl aufgrund der etwas besseren Definition vor Mathias Napp platzierte, der mit einem kraftvollen Posing zu überzeugen wusste.Männer 5
Im Superschwergewicht traten sechs Athleten im Kampf um den Sieg an. Der Bayerische Gesamtsieger Martin Dudas trat im Vergleich zur Landesmeisterschaft eine Klasse höher an, überzeugte mit der besten Härte im Feld und setzte sich so gegen den großgewachsenen Gesamtsieger der Berliner Meisterschaft Mario Kapser durch, der bei enormer Masse ein wenig mehr Härte, speziell im Oberkörper gebraucht hätte um Martin zu schlagen. Der Sieger der Männer 5 aus Bayern Thomas Holzer war nicht hart genug um den beiden vor ihm platzierten Athleten gefährlich zu werden und wäre fast noch von Alexander Mende überholt worden, der durch ein schönes Posing brillieren konnte. Gerhard Geuptner konnte mit wuchtigen Beinen überzeugen, jedoch fehlte es im Oberkörper deutlich an Härte. Dieter Weber komplettierte das Feld und zeigte ein schönes Posing, sollte jedoch an seiner Form arbeiten um sich künftig besser zu platzieren.Gesamtsiegerstechen
Zum Ende der Meisterschaft wurde nun der Gesamtsieger der Männerklassen gesucht. Es war ein harter Kampf und eine sehr enge Entscheidung, aber letztlich setzte sich Andre Niebergall mit 3:3:2:1 Kampfrichterstimmen gegen die Konkurrenz durch und holte sich den Gesamtsieg der 52. Deutschen Meisterschaft des DBFV e.V.; die Trophäe wurde von Vorjahressieger Peter Baers übergeben.EM-Qualifikation
Im Rahmen der Deutschen Meisterschaft fand auch die Qualifikation für die EM in Tyumen, Russland vom 27. bis 30. Mai 2011 statt. Aufgrund der geringen Anzahl der Athletinnen war die Qualifikation eher als Sichtung zu verstehen. In der Bikini-Klasse wird uns eine Athletin vertreten: Ramona Valerie Alb. In der Fitness-Figur-Klasse werden zwei Athletinnen für Deutschland an den Start gehen: Melanie Niebergall und Daniela Pfeiffer. In den Bodyklassen werden uns Petra Welker in der Klasse bis 55kg und Nina Loebardt in der Klasse über 55kg vertreten.Ehrung
Im Rahmen der Meisterschaft wurde Violett Schwarz für ihre zahlreichen nationalen wie auch internationalen Erfolge die Goldene Medaille des DBFV e.V. durch ihren Trainer Bernhard Schuber verliehen. Violett nahm die Ehrung sichtlich ergriffen entgegen und kündigte an 2012 wieder international für Deutschland starten zu wollen.Gastauftritte
Keine Deutsche Meisterschaft ohne Gastauftritte. Zunächst war es Regiane da Silva Botthof, die mit die Halle mit einer tollen Performance als übergewichtige Putzfrau zum Toben brachte, dann ihr Mann Matthias Botthof, der im Stile von Kai Greene als Predator auftrat. Beide Auftritte waren sehr unterhaltsam und unterstrichen die Sonderklasse dieses sympathischen Athletenpaares.Die einzelnen Wertungen sind in der offiziellen Ergebnisliste einsehbar. Wer nachträglich den Verlauf der Veranstaltung nachempfinden möchte, dem sei das Live Topic ans Herz gelegt. Weitere Videos zur Veranstaltung inklusive vieler interessanter Interviews sind im zughörigen Video-Channel zu finden und in unserer Galerie findet Ihr zahlreiche Bilder vom Wiegen, der Vorwahl, der EM-Qualifikation und zwei Ordner vom Finale (Ordner 1 & Ordner 2).