Selbstbefriedigung - Ein Erfahrungsbericht
Wichsen? Ein Text über die Ejakulation auf einer BB-Seite? Ja, richtig gelesen, und keine Angst, ihr seit hier nicht falsch gelandet, sondern es soll auf humorvolle Art gezeigt werden, dass unser Leben nicht nur zu 24h am Tag aus Sport besteht. Wenn ihr mehr nicht ganz ernstgemeinte Artikel zu anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens in Zukunft auf Andro finden wollt, dann schreibt es uns. Am besten gleich hier: ANDRO
Der folgende Text soll eine mit einem Augenzwinkern geschriebene SATIRE über ein Thema sein (die bewußt Fiktion und Wahrheit verschwimmen läßt), über das die meisten von uns wahrscheinlich mehr Ahnung haben werden, als von den meisten anderen Dingen..
...und nicht etwa vichsen, wixen oder was es doch alles für Schreibarten gibt, ist nicht nur das Onanieren oder Selbstbefriedigen beim Mann, sondern die wohl elementarste Tätigkeit, die uns in die Wiege gelegt wurde. Ob Milchmann oder Bodybuilder, Atheist oder Papst, was uns alle vereinigt ist das regelmäßige Vor- und Zurückziehen unserer Vorhaut. Schon lange bevor Sprachwissenschaftler sich über Esperanto den Kopf zerbrochen haben, vereinigte uns der Samenausstoß besser, als jede Sprache der Welt es je möglich machen wird.
Was den Indianern das Abbeißen von Schlangenköpfen war, ist uns zivilisierteren Menschen heutzutage das Wichsen. Es bedeutet die Aufnahme in den Kreis der Erwachsenen, weshalb man sich fragen könnte, warum bisher nicht bei jeder Konfirmation oder Jugendweihe ein rituelles Abspritzen auf die Kleider der weiblichen Fraktion eingeführt worden ist. Jeder, aber auch wirklich jeder tut es, denn schon lange bevor wir Männern ein nacktes weibliches Wesen außerhalb der Bravo oder irgendwelcher Hochglanzmagazine gesehen haben, sind wir in der Lage es uns selber zu besorgen. Wir Männern sind eben fürs Praktische geboren.
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Früher wichste ich persönlich öfter als heute. Man könnte es mit der Goldrauschzeit damals in Amerika vergleichen. Sie begann schnell und überraschend und flaute dann über die Zeit immer mehr ab, versiegte jedoch nie bei mir!
Meinen ersten Samenerguss bekam ich damals bei Ester Schweins. Das rothaarige Brett mit zwei Nägeln, die damals bei Samstag Nacht mitmachte, doch mit dreizehn hatte man noch nicht so viel Ahnung von der Frauenwelt. Mit dreizehn hatten die Frauen genauso große Oberweiten wie Ester und erst später bekam ich mit, dass auch Brüste größer als Kirschkerne sein können.
Ganz klassisch ging es damals noch zu Gange, im Bett unter der Decke fummelte ich mir an meinem schon damals übernatürlich großen, man mag schon sagen riesigen Teil herum, bis es steif wurde und kurze Zeit später passierte. Oh mein Gott, ich lies Flüssigkeit aus meinem Penis. "Elvis, ist alles in Ordnung?" waren meine ersten Gedanken (der King und ich hatten schon immer ein sehr enges, wenn auch wortkarges Verhältnis), die dann aber schnell vergingen, als ich die klebrige, weiße Flüssigkeit als das erkannte, worüber die Bravo so oft schrieb.
Da waren also wir drei. Ich, der King und die weiße Masse, doch was tun, wenn kein Waschlappen zur Hand ist, der die gesamte Situation auflösen könnte? Oder wenigstens Mutti, die sicher ein neues Laken zur Hand gehabt hätte? Instinktiv trieb mich etwas tief in mir zur Toilette, wo ich meinen ersten Ritualmord vollzog und Millionen und Abermillionen Samen das Klo hinunterspülte. Sie alle fielen dem Porzellangott zum Opfer, doch wer weiß schon, ob das ein oder andere Spermium nicht heute noch in der deutschen Kloake ihr Unwesen treibt und einen täglichen Überlebenskampf gegen Alligatoren antritt.
Doch schnell wurde ich zum Wiederholungstäter und lernte aus meinen ersten Fehlern meine Spuren besser zu verwischen (im wahrsten Sinne des Wortes) oder diesen ganz aus dem Weg zu gehen. Es mag nicht viele Dinge geben, von denen ich Ahnung habe, doch beim Onanieren lies ich mir schon damals nichts Vormachen. Während ich anfangs noch auf meinem Bett lag und mein Phallus Richtung Sterne zeigte (und das bei nicht abgeschlossener Tür, ich war ein Draufgänger) landete der herausschnellende Samen öfter auf Bauch oder Zimmerdecke, als in meiner Hand.
Schnell lernte ich, dass es nur Vorteile brachte meinen Propheten zum Porzellanberg zu bringen und ihn dort seine Botschaften verkünden zu lassen. Es dauerte nicht lange und das Wort zum Sonntag wurde zum allabendlichen Gebet, bis ich mit sechzehn den bisherigen Zenit erreichte. Vier Mal täglich waren keine Ausnahme und unter zwei Mal am Tag wäre ich gar nicht erst aufgestanden. (Ganz abgesehen davon, dass zu dieser Zeit ein bis dreimal Sex am Tag noch etwas normales waren...) Mein Samendruck lies damals jeden Schimpansen alt aussehen und was ist heute? Ich bin alt, verdammt. Der Tee beim Bund ging auch an mir nicht spurlos vorbei und Wochen ohne MoPraLa (MorgenPrachtLatte) waren qualvoll und angsteinflößend.
Darum sei an dieser Stelle gesagt: Männer dieser Welt; Onanieren ist neben dem im Stehen pinkeln unsere letzte Bastion, die uns von nichts und niemandem, auch keiner Frau, genommen werden kann. Wir alle tun es. Wir alle tun es gerne. Wir alle könnte auf jede Frau der Welt verzichten, wenn unsere rechte Hand zwei Brüste hätte und kochen könnte.
Versteckt euch also nicht, sondern geht laut schreiend durch die Straßen, um es allen mitzuteilen: "JA, AUCH ICH BIN EIN WICHSER!"