
Vorab: Keine Sorge, wenn ihr bisher nicht abgenommen, oder gar zugenommen habt. Wie eingangs erwähnt, ist das völlig im Rahmen. Solltet ihr schon jetzt massiv abgenommen haben, lasst euch bitte einen Gruppenwechsel durch den Kopf gehen. Aber das sehe ich ja auch, wenn ich eure Updates durchgehe.
Zum Wesentlichen:
Baustein #1: Das Krafttraining
Wie angekündigt beginnen wir nun mit der Intensitätsstufe 1.- Drei RP- / Dropsets beim letzten Satz einer jeden Isolationsübung: Damit ist eine Mischung aus Rest- / Pause-Sätzen und Reduktionssätzen gemeint. Ihr geht wie folgt vor: Wenn ihr Muskelversagen erreicht, legt ihr eine Pause von ca. 10 Sekunden ein, danach macht ihr weiter bis ihr wieder Muskelversagen erreicht. Danach wird das Gewicht reduziert. Ich will hier keine festen Prozentsätze vorgeben, aber haltet euch an folgende Hinweise:
- Die erste Reduktion muss am stärksten ausfallen. Wenn ihr beispielsweise 80 kg aufgelegt hattet, reduziert auf 60 kg, alles andere bringt nichts.
- Die weiteren Reduktionen können dann kleiner ausfallen. Wichtig ist, dass ihr in den Sätzen ans Muskelversagen geht.
- Pausen gibt es hier keine wirklichen, kurz Durchschnaufen, Gewicht wechseln, weiter!
- Clustersets bei allen Mehrgelenksübungen: Dabei geht ihr wie folgt vor: Die Wiederholungsvorgaben aus den bekannten Plänen bleiben bestehen. Ihr teilt sie nun aber so auf, dass ihr vier gleichmäßige Cluster habt. Zwischen den Clustern macht ihr 10s Pause. Beispiel: ihr sollt mit 100 kg 12 Wiederholungen machen. Also macht ihr 3 Wiederholungen, 10 Sekunden Pause, 3 Wiederholungen, 10 Sekunden Pause, 3 Wiederholungen, 10 Sekunden Pause, 3 Wiederholungen, fertig. Auf diese Weise könnt ihr eure Trainingsgewichte erhöhen, aber übertreibt es hier nicht: Technik geht immer noch vor
Die Trainingsgewichte sind den Wiederholungszahlvorgaben anzupassen, wobei in jedem Satz bis zum positiven Muskelversagen trainiert werden soll, das heißt bis zu dem Punkt, an dem keine weitere saubere Wiederholung mehr möglich ist. Keine assistierten Wiederholungen am Ende, kein massives Abfälschen.Ein klein wenig Schwung beim Curlen ist völlig ok (bei den letzten 1-2 Wiederholungen), wer aber schon bei der ersten Wiederholung die Hantel schneller beschleunigt als Sebastian Vettel seinen Red Bull, der hat schlicht und ergreifend zu viel Gewicht auf der Hantel. Denkt immer daran: Das Gewicht ist Mittel zum Zweck! Grundsätzlich ist eine saubere Ausführung, die auch in der Zielmuskulatur zu spüren ist, immer einem schwereren Gewicht, das dies nicht mehr ermöglicht, vorzuziehen.
Nun zum Cruise: Der Cruise ist schwachstellenunabhängig und sieht immer so aus:
ihr werdet drei Einheiten Krafttraining absolvieren und diese relativ locker. Trainiert wird nach einem Ganzkörperplan, der eine Übung pro Muskelgruppe vorsieht. Hierbei ist komplexen Übungen der Vorzug zu geben. Ein Beispiel wäre:
- Kniebeugen
- Kreuzheben
- Bankdrücken
- Klimmzüge
- Schulterdrücken
- Langhantelcurls

Baustein #2: Das Cardiotraining
Ich hoffe ihr habt euch alle mit dem lieben Cardiotraining angefreundet, denn nun wird (dezent) angezogen. Die Planung ist aus dem Vorjahr bekannt:Gruppe 1: 4 Einheiten pro Woche, idealerweise an trainingsfreien Tagen. Die Empfehlung lautet 45 Minuten slow & steady. Wer das zeitlich absolut nicht schafft, kann auf HIIT (20 Minuten) ausweichen.
Gruppe 2: 3 Einheiten pro Woche, idealerweise an trainingsfreien Tagen. Übernehmt die Empfehlungen für Gruppe 1.
Gruppe 3: 2 Einheit pro Woche, idealerweise an trainingsfreien Tagen. Übernehmt die Empfehlungen für Gruppe 1.
Wenn es euch absolut nicht möglich ist, euer Cardiotraining an einem trainingsfreien Tag auszuführen, könnt ihr es auch im Anschluss an das Krafttraining absolvieren. Hier rate ich definitiv zu der slow & steady-Methode.
Baustein #3: Die Ernährung
Auch hier lehne ich mich exakt an die Vorgaben des Vorjahres an. Wir werden primär an der Gesamtkalorienmenge schrauben. Im Detail sieht das dann wie folgt aus:Gruppe 1: ihr reduziert eure bisherige Gesamtkalorienmenge um 15 %. Die Nährstoffe verteilen sich weiterhin wie folgt: 50 % Eiweiß, 30 % Kohlenhydrate, 20 % Fett.
An trainingsfreien Tagen streicht ihr einfach nur die Workout Nutrition raus, der Rest bleibt gleich.
Unabhängig von der Gruppe, der ihr euch zugeordnet habt, werdet ihr 5 Mahlzeiten pro Tag zu euch nehmen, plus an Trainingstagen die Workout Nutrition.
Der Nahrungsmittelpool bleibt vorerst noch unangetastet, sprich ihr könnt die gleichen Nahrungsmittel verwenden wie in den Vorwochen. Auch bezüglich der Flüssigkeitszufuhr gibt es keine Änderungen: pro 20 kg Körpergewicht trinkt ihr weiterhin mindestens 1l Flüssigkeit, wobei mindestens 50 % der insgesamt zugeführten Flüssigkeitsmenge aus Wasser oder Tee bestehen soll. Der Rest kann durchaus auch kalorienfreie Süßgetränke enthalten, flüssige Kalorien sind aber zu meiden.

Cheatmeals
Wie im Vorjahr werde ich bei den Cheats strenger sein. Der Hintergrund ist, dass ich es für sinnvoller und gesundheitlich förderlicher betrachte, wenn ihr saubere Refeeds einbaut. Konkret bedeutet das:Gruppe 1: 1 Cheatmeal alle 14 Tage
Gruppe 2: 1 Cheatmeal alle 14 Tage
Gruppe 3: 1 Cheatmeal pro Woche
Zu den Refeeds
Gruppe 1: 1 x pro Woche erhöht ihr die Kohlenhydratmenge um 50 %.Supplements
Auch bei den Supplements gibt es nicht viel Neues. Das Whey nach dem Training bleibt (0,5g pro kg Körpergewicht), jedoch solltet ihr das Maltodextrin reduzieren. Gruppe 1 sollte 0,3 g Maltodextrin pro kg Körpergewicht zuführen, Gruppe 2 0,5 g Maltodextrin pro kg Körpergewicht und Gruppe 3 0,8 g Maltodextrin pro kg Körpergewicht. Die Nährstoffe aus den Supplements sind wie oben beschrieben in die Gesamtrechnung mit einzubeziehen.Casein / Mehrkomponentenprotein kann weiterhin vor dem Schlafen verwendet werden.
Auch die Empfehlung zur Einnahme von 5 g Fischöl pro Tag bleibt bestehen.
Wer rund um sein Workout noch den Supplementplan optimieren möchte, dem seien 5 – 10 g BCAAs und / oder EAAs vor dem Training angeraten, weiterhin 10 – 15 g Glutamin im Shake nach dem Training und dem Shake vor dem Schlafen, sowie 3 – 4 g Creatin vor und nach dem Training.
Und weiter geht’s!
Jetzt wird es ernst! Wer bisher noch über zu viel Futter geklagt hat, wird langsam anfangen, seine Worte zu bereuen. Aber was muss, das muss!Viel Erfolg!

Bilder: Frank-Holger Acker | tinymwriter | Frank-Holger Acker
Hinweis des Autors: Gerne bieten wir auch eine individuell auf euch zugeschnittene Betreuung an. Alle Informationen hierzu findet ihr unter www.ironhealth.de! Ihr habt Fragen? Dann kontaktiert uns doch einfach unter info@ironhealth.de!