Handelsnamen: Sustanon250®, Sustanol®
Bezeichnung: 4-Komponenten Testosteron
Chemische Formel: 4-androstene-3-one,17beta-ol
Molekulargewicht: 288,429 g/mol
Molekulargewicht(Ester):344,5 g/mol(-propionat), 420,6(-phenylpropionat), 386,6(-isocaproat) und 442,7(-decanoat)
Kohlenstoffatome(Ester): 3(-propionat), 9(-phenylpropionat), 6(-isocaproat), 10(-decanoat)
Halbwertszeit: 5 - 5,5 Tage(kummulationsabhängig)
Östrogenmetabolismus: ja
Progesteronaktivität: nein
Androgenlevel: mittel/hoch
Anabollevel: hoch



Beschreibung:
Sustanon® ist seit Jahren der Markename der Firma Organon®. Es ist eines der beliebtesten Stackroids unter Bodybuildern in Amateuer- und Profibereich. Der Verlauf einer Injektion mit Sustanon250® ist durch seine verschiedenen Ester schwer in einen Sheet zu bringen. Ein ungefährer Verlauf könnte so aussehen: wenige Stunden nach der intramuskulären Injektion wird ein Peak von etwa 30 ng/ml erreicht. Siehe hier zu auch folgende Grafik: links die Kurve bei Sustanon:


Und im Vergleich dazu die Enanthatkurve:

Zum Vergleich bei Testosteron Enanthat immerhin etwa 20 ng/ml wenn man die Basalkonzentration dazu rechnet nach ca. 24 h. Nach nur etwa 4,5 Tagen sinkt der Spiegel des Sustanons sehr deutlich ab. Die Eleminationshalbwertszeit ist überschritten und im Grunde ist eine neue Injektion fällig, da sonst zu starke Spiegelschwankungen auftreten.

Man muss sich das bildlich vorstellen: Jede Injektion hat eine andere Realität in Form von der Höhe, bzw. den Spitzen die sich aus den verschiedenen Abgabezeitpunkten des Esters zusammensetzen. Irgendwann sind dann 50 % des Wirkstoffs metabolisiert / verbraucht - der Spiegel ist deutlich abgesackt. Wenn man aber nun rechtzeitig die nächste Injektion plant, erreicht uns die nächste Welle rechzeitig und die 2 Wellen überschneiden sich. Je geringer die Schwankungen Zwichen Wellenspitze und niedrigsten Punkt(gefolgt von der 2. Welle), um so besser ist das für uns. Hierzu ein kleines Bild:

Man sollte verallgemeinern: große Spiegelschwankungen haben nur Nachteile: a.) hat man wenn der Spiegel unten ist weniger Wirkung und b.) verursacht ein hoher Ausschlag(Peak) Nebenwirkungenwie z.B. anheitzen der Aromataseaktivität / DHT-Metabolismus. Wie bei jedem Testopräparat sind supraphysiologische Spiegel notwendig, um die Wirkung zu spüren. Supraphysiologisch bedeutet Spiegel jenseits der 9,3 ng/ml welche hier in Deutschland den Max-Normbereich entsprechen. Sustanon250 ist ein 4-Komponenten-Testosteronblend, was soviel bedeutet wie das es aus 4 verschiedenen esterkoppellungen besteht. Die Wirkung ist wie bei jedem anderen Testopräparat auch da es sich hier ja schliesslich auch nur um den Wirkstoff Testosteron handelt. Vom Propionat(chem. Struktur: C3 H5 O2) sind 30 mg enthalten, welche wiederum einen tatsächlichen Testogehalt von etwa 25, 11 mg entsprechen. Die Halbwertszeit des Propionatesters(Ester only) beträgt in etwa ~19 h. Vom Phenypropionat(chemische Struktur: C9 H9 O2) sind 60 mg enthalten, welche einen tatsächlichen Testgehalt von ~41 mg entsprechen. Vom Isocaproat sind ebenfalls 60 mg enthalten. Und vom längsten Ester, dem Decanoat(chemische Struktur: C10 H19 O2), sind 100 mg enthalten, die wiederum einem tatsächlichen Testosterongehalt von 65,15 mg entsprechen.

Was passiert eigentlich wenn Testosteron intramuskulär(i.m.) injziert wird? Das Testosteron wird langsam aus dem Depot - dem Muskel - ins Blut abgegeben. Dabei spielt die Waserunlöslichkeit des spezifischen Esters eine wichtige Schlüsselrolle. Je langkettiger der Ester umso höher die Wasserunlöslichkeit - und letztendlich auch die HWZ des Esters. Im Blut angelangt werden die Esterreste von Enzymen abgespalten und es liegt damit die freie - ungebundene - Form des Testosterons vor. Diese Form ist der endogenen(körpereigene) Form in nichts nachstehend. Testosteron katalysiert primär zu 2 Hauptmetaboliten. 1. dem Dihydrotestosteron(DHT) und zum anderen dem Östradiol(E2). Beides sind Gegenspieler. DHT als starkes Androgen und Östradiol als starkes Östrogen. Das Östradiol ist primär für Wasserspeicherungen verantwortlich. Gerade bei Depot-Testosteronen wie Sustanon250® und Omnadren250® sowie Testosteron Enanthat oder Testosteron Cipionat tritt dieses durch verstärkte Wirkstoffakkumulation(-ansammlung) besonders ins Gewicht. Die Aromatasekativität wird hoch gefahren damit der Körper den hohen Testosteronspiegel abfängt. Er kann nicht alles abfangen nur einen gewissen Teil und versucht damit den hohen Testosteronspiegel etwas nach unten zu korrigieren. Substituiert man zu hohe Mengen Testosteron - dabei ist es egal um welches Depot es nich handelt - reagiert der Körper mit entsprechender Gegenreaktion. Ebenso verhält es sich mit dem Konversionsweg Testosteron=>Dihydrotestosteron(DHT). Je höher der Testosteronblutspiegel umso höher steigt der DHT-Spiegel an. Grundsätzlich unterschiedet man im Körper 2 Isoenmzymtypen die Testosteron in DHT konvertieren. Zum einen ist da der 5-alfa-Reduktase-Isoenzymzyp I. Dieser Typus spielt seine Schlüsselrolle in der Haut / Talgdrüsen. Er ist verantwortlich für Akne. Sei es Pupertätsakne oder Roidakne - durch diese Reaktion kommt es zu verstärkter Talgproduktion und damit Entzündungen der Gesichts- und Körperhaut. Dann gibt es noch den 5-alfa-Reduktase-Isoenzymtyp II dessen Aktivität sich vorallem in der Prostata und dem Kopfhaar wiederspiegelt. Ob nun Haarausfall für jemanden das Problem wird oder eine Vergrößerung der Prostata ist individuell verschieden. Mehr darüber im Kapitel "Nebenwirkungen".

Wie wirkt Testosteron und andere Steroidmoleküle eigentlich? Im Blut wird Testosteron an Sexualhormon bindendes Globulin(SHBG) gebunden, wodurch es zur Zielzelle hingelangt. Alle Steroidhormone / -moleküle sind fettlöslich, und können durch passive Diffusion in jede beliebige Zelle unseres Körpers eindringen. Die zytosolischen Empfangsrezeptoren der Steroidmolekülen befinden sich im inneren der Zelle. Durch das Verbinden mit der Zelle wird die RNS-Polymerase stimuliert, wodurch wiederum die Genexpression durch Transkription ausgelöst wird und damit die Desoxyribunukeinsäure(DNS) abhängige Synthese der Boten-RNS auch messenger Ribonukleinsäure(mRNS) genannt ausgelöst werden kann. Anschliessend verlässt die mRNS den Zellkern ins Zytoplasma und die an Ribosomen gebundene Information löst die Proteinbiosynthese aus - wir haben die Wirkung(Muskelaufbau)!

Die Darreichungsform von Sustanon250® ist mit 250 mg pro Ampulle angegeben. Sustanon250® ist in der Größenordnung von 1 ml a´ 250 mg aber auch zu 10 ml a´ 250 mg erhältlich. Letzteres gibt es nur als Schwarzmarktpräparat. Die Haltbarkeit beträgt 5 Jahre. Der beste Aufbewahrungsort ist eine Schublade bei Zimmertemperatur. Lichteinwirkung sollte vermieden werden. Der Anteil an Bezylalkohol ist für gewöhnlich sehr hoch. Deshalb ist es empfehlenswert nicht mehr als 1 ml pro Injektionslokalität zu spritzen. Werden größere Mengen gespritzt kann es zu Komplikationen kommen, denn Alkohol ist nichts anderes als ein Zellgift. Es stirbt lokal Gewebe ab und ist das zuviel für unseren Organsimus kann es zu einer starken Entzündung - bis hin zu einem Spritzenabszess führen.

Dosierung / Stacks / Kurlänge:
Die Dosierungen von Sustanon250® sind weitreichend. Only(alleine) wird es häufig in Dosierungen zwischen 250 mg alle 7 Tage bis hin zu Dosierungen von 1000+ mg pro Woche eingesetzt. Klar gibt es auch Sportler die noch deutlich höher gehen - oder sich gar täglich eine Sustanon250® injizieren. Die Wirkung ist stärker, klar, aber sind wir doch mal ehrlich...irgendwo hört das gute Verhältnis zwischen Wirkung und Nebenwirkung auf. Die Nebenwirkungen werden gigantisch. Wasserretentionen und damit einhergehender Bluthochdruck machen einem allein beim steigen weniger Treppenstuffen zu schaffen. Man ist ewig am Schwitzen. Prinzipiell zählt die Fausregel: "für diätzwecke obligatorisch 40 % mehr Wirkstoff..." Dies aus dem Grund, um die Muskulatur während der Phase mit niedrigem Kalorieninput möglichst zu schützen. Beispiel: ein Athlet der eine Wochendosis von 350 mg verwendet(1 auf 5 Tage) müsste während der Diät um es sinnvoll zu gestalten den Injektionsintervall auf 3-4 Tage im Wechsel kürzen(437-583 mg[mittel 510 mg] => ~45%). Eine weitere wichtige Frage ist die Art der Stackingmöglichkeiten. Da Sustanon250® primär als wasserziehendes AAS bezeichnet wird eignen sich vorallem AAS die aromatisieren. Ideal also für Massephasen in denen Wasser keine Rolle spielt. Aber auch nicht-aromatisierende AAS eigenen sich prima zum stacken da durch den Einsatz von Konversionshemmern die Reduktaseaktivität deutlich herunter gefahren werden kann und damit Wasserretentionen gemindert, oder sogar komplett unterdrückt, werden können. Für den Massestack eignen sich vorallem Nandrolon Decanoat oder auch Methandienon als aromatisierende AAS die ebenfalls Wasser ziehen. Für den Defistack dann eher Boldenon, Trenbolon(-acetat / -enanthat), Metenolon, Stanozolol oder auch Nandrolon phenylpropionat. Wie bei allen AAS sollte man das Stackroid immer kürzer nehmen und zum Ende einer Kur immer auf Testosteron only gehen - möglichst noch auf kurze Ester um der trägen Pheripherie die Chance zu geben sich wieder zu erholen. Und wo wir gerade bei der endogenen (re-)Biosynthese sind; ein ganz wichtiger Punkt ist die Kurlänge. Zum einen ist zu sagen, dass Rezeptorensättigung kein Problem darstellt. Sie ist sogar erwünscht. Denn je mehr Sättigung um so mehr Wirkung = Idealzustand. Primär ist immer eine Kurlänge von mind. 16 Wochen zu empfehlen. Tendenziell geh ich sogar eher in die Richtung auszudehnen auf 20 Wochen mit anschliessender Ausschleichperiode mit T. Propionat / Acetat. Prinzipiell ist es egal wie lang die eigentliche Kur andauert da die Achse ohnehin zerschossen ist. Viel wichtiger ist das "wie geh ich aus der Kur"...man muss der Hypothalamus-Hypophyse-Hoden-Achse(HHH-A) die Chance geben sich zu erholen und das geht wunderbar mit langsamen ausschleichen des exogenen Testosterons. Die Achse kann sich so schon teilregenerieren vorallem wenn zusätzlich durch Konversionshemmer das Östradiol(E2) tief gehalten wird. Das heißt nun im Klartext:
  • Grundkur -20 Wochen
  • ausschleichen ruhig über 6-10 Wochen
  • ab Woche 20 progressiv reduzierend
  • kurze Ester


Hier noch 3 Stacks mit Sustanon:

Stack Nr. I:
Sustanon / N. Decanoat / T.-Propionat:
  • Sustanon(250 mg/5. Tag)
  • über 20 Wochen
  • Frontload 3x250 mg(Woche 1)
  • die letzten Wochen auf 2x250/1x250 mg/Woche
  • jeden 4. Tag 200 mg Nandrolon Decanoat
  • über 16 Wochen
  • Frontload 2x200 mg(Woche 1)
  • 6 Wochen T.-Propionat(ausschleichen)
  • Absetzen!


Stack Nr. II:
Sustanon / Adex / Boldenon / T.-Propionat
  • Sustanon 2x250 mg/Woche
  • über 20 Wochen
  • Frontload 2x500 mg(Woche 1)oder 250 mg eod
  • dazu 1 mg Adex eod
  • die letzten Wochen auf 1x250 mg/Woche
  • jeden 3. Tag 200 mg Boldenon
  • über 16 Wochen
  • Frontload 2x200 mg(Woche 1)
  • 6 Wochen T.-Propionat(ausschleichen)
  • Absetzen!


Stack Nr. III:
Sustanon / Adex / Tren Acetat / T.-Propionat

  • Sustanon 250 mg/4. Tag
  • über 20 Wochen
  • Frontload 3x250 mg(Woche 1)
  • 0,5 mg Adex ed
  • die letzten Wochen auf 1x250 mg/Woche
  • jeden 2. Tag 150 mg Tren Acetat
  • über 16 Wochen
  • 6 Wochen T.-Propionat(ausschleichen)
  • Absetzen!



Absetzen:
Durch den sogenannten "Hypophysenstiel"(Infundibulum) ist die Hypophyse mit dem Hypothalamus verbunden. Zusammen bilden sie das hormonelle Leitwerk - Ursprung der Hormonsynthese. Die Hypophyse hat unter den Steuerungsorganen der meisten hormonellen Regelkreise die Funktion der Exekutive. Über den Hypophysenstiel zum Hypothalamus erfährt sie ihre Hauptstimulation & -hemmung. Die hormonelle Ausschüttung wird durch den Hypothalamus - speziell durch das Inhibiting Hormon(IH oder Statine) und das Realeasing Hormon(RH oder Liberine) bestimmt.

Beim Hypophysenvorderlappen kommen die Reaktionen auf hormonellen Wege über ein Pfortadersystem. Beim Hypophysenhinterlappen gelangen die Impulse per Nervenströme - Prinzipiell erhält er Resonanz vom ZNS und den peripheren Rezeptoren. Signalisieren diese ihm das nicht genügend Testosteron produziert wird, sekretiert dieser das Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) dies gelangt direkt durch das Pfortadersystem in den Hypophysenvorderlappen wodurch es zum vermehrten Ausstoß des Lutenisierenden Hormons (LH) und Follikelstimulierenden Hormons (FSH)kommt.

Diese gelangen dann über die Blutbahn zu den Hoden wo das LH, vereinfacht ausgedrückt, die Hoden stimmuliert Testosteron zu produzieren. Durch die Kombination aus LH und FSH kommt es ebenso zur gewünschten Spermatogenese. Freihes Testosteron sowie das Hormon Inhibin wirken sich negativ auf die LH / FSH-Ausschüttung der Hypophyse aus. Dieser Effekt wird auch negative Rückkopplung genannt. Ein weiterer Effekt ist es das Testosteron am Hypothalamus die GnRH-Pulsfrequenz nach unten setzt. Östradiol selbst hemmt die Hypophyse LH abzusondern. Vorallem Inhibin ist für die FSH Absonderung der Hyophyse verantwortlich(-hemmung). Aktivin hingegen aktiviert die FSH-Ausschüttung der Hypophyse ohne Hemmung durch GnRH-Antagonismus. Wenn wir absetzen müssen wir zuerst den Östradiol- sowie Testosteronspiegel senken. Und zwar auf eine Höhe die in etwa dem physiologischen Bereich enztspricht. Am besten wir verlängern zuerst die Spritzintervalle des Sustanon250® auf alle 7=>10=>14 Tage, und beginnen anschliessend mit mit Testosteron Propionat oder Acetat im zirkadianen Muster - bedeutet nichts anderes als das morgens injiziert wird also dem Biorythmus entsprechend. Zwei Wochen mit 3 x 50 mg(6x25 mg) gefolgt von 3 Wochen mit 2x50 mg(4x25 mg) und ansschließend nochmals 3 Wochen mit 2x25 mg(4x12,5 mg). Dazu immer Konversionshemmer wie Arimidex(Anastrozol) oder Femara(Letrozole) jeweils bis zu 0,5 bzw. 1,25 mg.

Nochmal auf einen Blick:


*1)= beginnend am 1. Tag mit 4x50 mg, 2. Tag mit 3x50 mg, und am 3. Tag mit 2x50 mg=>immer 50 mg(siehe auch Tabelle)

*2)= beginnend in der 1. Woche mit Tagesgaben zu 60-80 mg.

Die Clomphase würde ich nur in Stacks empfehlen da sie meist nicht unbedingt nötig ist. Zumindest nicht zwangsweise bei only Kuren. Alternativ lässt sich aber auch nur mit Clomid oder Tamoxifen absetzen. Dazu einfach das Schema aus der Tabelle übernehmen und vorher 10-14 Tage abwarten bis der Testospiegel etwas runter ist.

Nebenwirkungen:
Übliche Nebenwirkungen sind die auf das Kardio-vaskuläre-System. Wie jedes Steroidhormon kann es Schäden des Herzmuskels forcieren. Dies ist jedoch auch immer Abhängig von der Höher exogenen Hormonsubstitution und der genetischen Disposition des einzelnen Athleten. Manche Atheletn bekommen schon bei niedrigen Dosierungen Probleme - andere erst bei hohen - oder gar nicht. Ein weiterer, nicht unerheblicher, Punkt ist der Konversionsweg des Testosterons zu Dihydrotestosteron(DHT). Neben der Verschlechterung des Hautbildes die jedoch abhängig von der Disposition des Anwenders abhängig ist, kann es in schlimmen Fällen auch zu einer Vergrößerung der Prostata und im schlimmsten Fall sogar Krebs führen. Eine Weitere Eigenschaft von DHT ist Haarausfall(Alopezie). Je nach genetischer Disposition tritt diese Art der Nebenwirkungen bei dem einen stark, und bei dem anderen weniger stark, in Erscheinung. Es gibt sogar Bodybuilder die selbst bei 1 gramm Testosteron die Woche kein Haar verlieren. Genetik ist alles! Für alle Anderen: abhilfe können hier 5alfa-Reduktase-Inhibitoren(5aRI´s) wie Proscar®/Propecia® schaffen, dessen Wirkstoff als “Finasterid” bekannt sein sollte. Man muss dazu aber wissen, dass es zwei Typen des 5aR-Enzyms gibt. Zum einen Isoenzym Typ I sowie Isoenzym Typ II. In der Prostata & Kopfhaar spielt Isoenzym Typ II die Schlüsselrolle. Mit Finasterid kann man erstklassig entgegenwirken. Als potentere Lösung zählt der Wirkstoff Dutasterid. Dieer Wirkstoff hemmt beide Idoenzymtypen das 5-alfa-Reduktase-Enzyms. Eine möglioche Anwendung könnte so aussehen:
  • Initial 6-8 Stück
  • immer nur an Injektionstagen
  • pro Tag zwischen 1-2 Stück

Beispiel:
Jeden 6. Tag eine Susta - jeden 6. Tag 6+ Stück


Desweiteren hat Testosteron die Angewohnheit sehr schnell zu aromatisieren. Endogen konvertiert es rasch zu Östradiol(E2) und kann damit je nach genetischer Prädisposition zu Wasserretentionen(-ansammlungen) oder gar einer Gynäkomastie(feminisierung der Brust) führen. Ganz klassisch kann man es mit 3 x 50 mg Zink ed(every day) probieren. In der Regel reicht Zink bis etwa 500 mg Sustanon250® aus um ausreichend Schutz zu bieten. Das ist jetzt nur als Empfehlung zu sehen, denn nicht jeder reagiert gleich auf exogenes Testosteron in supraphysologischen Bereichen. Bei Dosierungen über 500 mg - oder für empfindliche Athleten - ist es empfehlenswert einen zusätzlichen Konversionshemmer a´ la Arimidex(Anastrozol) oder Femara(Letrozol) dazu zu stacken. Hier reicht es idR. -1 mg Arimidex ed zusätzlich zu nehmen bzw. -2,5 mg Femara eod(every other day) Alternativen zu Arimidex & Co. sind Rezeptorenblocker wie z.B. Nolvadex®(Tamoxifencitrat) Sollte es zu Problemen während der Kur kommen, kann man mit 30-40 mg ed prima entgegenwirken. Nachteil: man muss das Tamoxifen noch etwa 4 wochen über Kurende hinaus nehmen da es sonst zu einem Rebound führen kann. Deswegen sehe ich Arimidex® als die bessere Wahl. Allerdings sollte man nicht nur auf die physischen Nebenwirkungen eingehen. Testosteron kann sich auch extrem auf die Psyche auswirken. Bei sehr hohen Dosierungen kommt es schnell mal zu gereitztem Verhalten was u.a. mit dem erhöhten Blutdruck einher geht. Desweiteren it es gerade in der Absetzphase immer sehr kritisch. Nicht selten kommt es vor, dass der Anweder in Depressionen und Unlust verfällt. Auch negativ zu sehen ist das Libidoproblem. Vorallem in langen Zyklen mit hohen Dosierungen kommt es häufig zu besagten Problemen. Unter Umständen treten massive Errektionsstörungen auf die durch einen hohen Östrogenspiegel bedingt sind. Abhilfe können hier etwas Konversionshemmer leisten.

Preise / Fälschungen:
Preislich liegt Sustanon250® meist bei 5-6 € pro Ampulle(250 mg - 1 ml) Es gibt auch diverse Untergrundlabore die Sustanon250® in 10 ml Vials zu 250 mg/ml anbieten. Preislich liegen diese Präparate meist etwas unter dem Preis für Originalware und der Wirkstoffgehalt ist meist gut - bis hin zu leichter überdosierung. Fälschungen gibt es genügend. die Sustanon250® von Nile sind wohl neben den türkischen Sustanon250® die Sustas die am meist gefaked werden. Vorsicht ist also ratsam.

Fazit:
Testosteron ist der König unter den AAS. Kein AAS ist besser erforscht und es gibt zu keinem AAS mehr Studien und Erfahrungsberichte. Nachteil an Sustanon250® ist jedoch das es zu starken Spiegelschwankungen durch die kurzen Ester(hoher Peak) und der doch relativ geringen HWZ kommt. Häufigeres Injizieren als wöchentlich ist dringend zu empfehlen. Insgesamt ist Sustanon250® ein Präparat das in der Bodybuildingwelt sehr weit verbreitet ist und das mit gutem Grunde. Es kommt zwar nicht an Testosteron Enanthat heran aber ist durch seinen Wirkstoff - dem Testosteron - fast gleichzusetzen. Bewertung => Sehr gut!