Eine zufriedenstellende und zugleich seriöse Antwort wird der Fragensteller darauf allerdings nur selten erhalten.
Meist wird ihm mitgeteilt, dass man diese Frage überhaupt nicht beantworten kann, weil die individuelle Reaktion auf die Verabreichung von AAS einfach zu verschieden ausfällt. Oder es versucht sich jemand in einer vagen Prognose a la "5 – 10 kg bei entsprechendem Training und entsprechender Ernährung ...".
Auch der Blick in die Welt der wissenschaftlich-medizinischen Fachstudien ergibt zunächst ein uneinheitliches Bild.
Seit Mitte/Ende der 90er Jahre wurde die Wirkung von Testosteron (T) auf die LBM (Lean Body Mass) in einer ganzen Reihe von Studien betrachtet. Jedoch waren die Probanden meist HIV-positive oder ältere Männer und es kamen geringe Dosierungen zur Anwendung.
Insofern sind die Ergebnisse für einen gesunden, jungen Mann, der sich überlegt im supraphysiologischen Bereich zu dosieren, nur von geringem Wert.
Eine sehr erfreuliche Ausnahme bildet da die Studie von Woodhouse et al.1 aus dem Jahr 2003, denn sie geht genau der eingangs gestellten Frage nach, wobei Testosteron-Dosierungen bis 600 mg/Woche bei gesunden, jungen Männern zum Einsatz kommen.
Ich habe mir die Studie vor kurzem genauer angeschaut und möchte nun versuchen, deren Ergebnisse hier verständlich darzustellen. preview
Ziel der Studie war
- herauszufinden, welche anderen messbaren Parameter (z.B. Gewicht, BMI, Kraft, Blutwerte, ...) ausser der Testosteron-Dosierung auch noch einen Einfluss auf die anabole Wirkung haben
- durch Anwendung statistischer Verfahren Formeln herzuleiten, mit deren Hilfe die anabole Wirkung in Abhängigkeit von der Testosteron-Dosierung und den gefunden Parametern berechnet werden kann.
An der Studie nahmen insgesamt 54 gesunde Männer im Alter von 18 – 35 Jahren teil, die 20 Wochen lang entweder 25, 50, 125, 300 oder 600 mg Testosteron-Enantat (pro Woche) erhielten.
Zusätzlich wurde einmal pro Monat ein GnrH-Agonist verabreicht. Das ist ein Mittel, das an der Hypophyse wirkt und die Testosteron-Eigenproduktion lahm legt. Man macht das um den Einfluss des körpereigenen Testosteron’s ausschließen zu können.
Vor Beginn der Testosteron-Verabreichung wurden alle die Parameter gemessen, für die dann später untersucht werden sollte, ob sie auch zur anabolen Wirkung beitragen. Dies waren u.a.
- Alter
- Körperzusammensetzung (Gewicht, Größe, BMI, Körperfett, fettfreie Körpermasse)
- Beinkraft (Maximum mit einer Wiederholung, Anzahl Wiederholungen bei 80 % der Maximalkraft, maximale Leistung in Watt)
- Muskelfaseranalyse (Querschnitt und Typ der Muskelfasern nach Gewebeentnahme am Vastus Lateralis)
- Hormone (Testosteron frei und gesamt, SHBG, LH, Verhältnis LH zu Testosteron, FSH)
- IGF-1 und sein Hauptbindeprotein (IG-FBP-3)
- Lipide (getrennt nach HDL und LDL)
- Hct und Hb (also Hämmatokrit und Hämmoglobin)
- PSA (prostataspezifisches Antigen)
- Variationen im Gen des androgenen Rezeptors (Länge der Trinukleotidketten CAG und GGC)
Die Ernährung wurde standardisiert – alle Probanden mussten täglich pro kg Körpergewicht die gleiche Kalorien- und Proteinmenge zu sich nehmen.
Trainiert wurde nicht und eine der Bedingungen für die Teilnahme an der Studie war, dass die Probanden seit wenigstens einem Jahr auch nicht trainiert hatten.
Die anabole Wirkung wurde auf dreierlei Weise definiert:
- Als Zunahme der fettfreien Körpermasse gesamt (FFM = Fat Free Mass)
- Als Zunahme der fettfreien Körpermasse an Armen und Beinen
- Als Zunahme des Oberschenkelvolumens.
Ich will mich hier darauf beschränken das widerzugeben, was die Autoren zur Zunahme der FFM (gesamt) herausgefunden haben. Denn das ist ja die Definition, die sich auf die Frage nach der Gewichtszunahme bezieht.
Gemessen wurde die FFM übrigens mit Hilfe des DEXA-Verfahrens (Dual Energy X-Ray Absorptiometry), das sehr genaue Ergebnisse liefert.
Nach den 20 Wochen der Testosteron-Verabreichung wurde die Messung der Körperzusammensetzung dann wiederholt, um die anabole Wirkung beurteilen zu können.
Zusätzlich bestimmten die Forscher eine Woche nach der letzten Injektion noch einmal die Werte für gesamtes und freies Testosteron. Das wurde deshalb gemacht um sehen zu können, zu welcher Blutkonzentration die Testosteron-Gabe geführt hatte.
Hier noch einmal die Messungen in der Übersicht:
| Vor Start T-Verabreichung | Nach 20 Wochen Testosteron |
| Alter | Körperzusammensetzung |
| Körperzusammensetzung | Hormone (nur Testosteron gesamt und frei) |
| Beinkraft | |
| Muskelfaseranalyse | |
| Hormone | |
| IGF-1 | |
| Lipide | |
| Hämmatokrit und Hämmoglobin | |
| Prostataspezifisches Antigen | |
| Genanalyse AR |
Die folgende Tabelle habe ich aus der Originalstudie kopiert und sie gibt einen Teil der Messergebnisse vor Start der Testosteron-Verabreichung wieder.

Die erste Spalte zeigt zusammengefasst die Ergebnisse über alle Gruppen. Das Durchschnittsalter betrug also 27 Jahre, die durchschnittliche Körpergröße 176 cm usw. ...
In den fünf Spalten, die dann kommen, sind die Durchschnittswerte der fünf Gruppen widergegeben. Das durchschnittliche Körpergewicht in der Gruppe mit 125 mg Testosteron-Enantat/Woche betrug also z.B. 78,4 kg.
Die unterste Zeile zeigt die Anzahl der Teilnehmer in der jeweiligen Gruppe. So bestand beispielsweise die Gruppe mit 125 mg aus 12 Personen.
Kommen wir nun zu den eigentlichen Resultaten der Studie. Die folgende Grafik stammt ebenfalls aus der Originalstudie und zeigt die Änderung der FFM für jeden einzelnen Probanden. Also die FFM nach Testosteron abzüglich der FFM vor Testosteron und damit die Gewichtszunahme.

Auf der vertikalen Achse ist die Zunahme der FFM in kg angegeben. Die Achse beginnt bei -6 (was einer Abnahme um 6 kg entsprechen würde) und endet bei 16 (Zunahme um 16 kg).
Die horizontale Achse zeigt die wöchentlich verabreichte T-Menge in mg. Sie beginnt bei 0 und endet bei 700. Messergebnisse befinden sich nur bei 25, 50, 125, 300 und 600 mg, weil das ja die verwendeten Dosierungen waren.
Jeder Punkt in der Grafik repräsentiert die Zunahme der FFM bei einem Teilnehmer an der Studie.
Schauen wir uns die Ergebnisse nun genauer an.
- Bei 25 und 50 mg tut sich noch nicht so viel.
- In der 25 mg-Gruppe liegen die Ergebnisse zwischen ca. -2 kg und +2 kg.
- In der 50 mg-Gruppe ist die Bandbreite größer. Die Werte schwanken zwischen ca. -3 kg und +3 kg, wobei tendenziell eher eine Zunahme zu verzeichnen ist.
- In der 25 mg-Gruppe liegen die Ergebnisse zwischen ca. -2 kg und +2 kg.
Vergleicht man die Ergebnisse miteinander, so wird deutlich, dass die Reaktionen individuell recht unterschiedlich ausfallen können.
- So gibt es einige in der 125 mg-Gruppe, deren Zuwachs größer ist, als bei den "Schlusslichtern" in der 600 mg-Gruppe. 125 mg können bei dem einen also besser wirken, als 600 mg bei dem anderen.
- Es gibt aber auch Personen mit 125 mg, bei denen überhaupt kein Zuwachs festzustellen ist. Erst ab 300 mg stellt sich bei allen Gruppenmitgliedern ein Zuwachs ein.
Andererseits zeigt z.B. der Vergleich der Maximalwerte über alle Gruppen eine sehr deutliche Tendenz. Denn der Maximalwert liegt umso höher, je höher die Testosteron-Dosierung ist. Ähnlich ist es bei den Minimalwerten.
Wie kann man nun aus dieser Menge von Messergebnissen Formeln herleiten, mit denen sich die anabole Wirkung (also die Zunahme der FFM) berechnen lässt? Dazu gibt es statistische Verfahren.
Die Autoren der Studie wenden zunächst ein Verfahren an, das "univariate Regressionsanalyse" genannt wird. Das klingt für den nicht-Statistiker erst mal nach einem ziemlich unverständlichen Fachchinesisch, kann aber schon seit einigen Jahren mit einem guten Taschenrechner durchgeführt werden.
"Univariat" bedeutet nichts weiter, als dass der Zusammenhang nur in Abhängigkeit von einem Parameter untersucht wird.
Dieser eine Parameter ist hier die Testosteron-Dosierung. Man sucht also eine Formel, bei der die Testosteron-Dosis der Input-Parameter ist, und die als Output die Zunahme der FFM liefert.
Die "Regressionsanalyse" bezeichnet das eigentliche Verfahren. Ich will den Leser hier nicht mit Details aus dem Bereich Mathematik/Statistik langweilen, daher werde ich nur kurz skizzieren, was die Regressionsanalyse tut, und wozu sie gut ist.
Ausgangspunkt ist eine Menge von Messwerten in Abhängigkeit von einem Parameter. Hier also die Änderung der FFM in Abhängigkeit von der Testosteron-Dosierung, gemessen bei 54 Personen.
Man gibt daher 54 mal die Änderung der FFM und die zugehörige Testosteron-Dosierung im Computer (oder Taschenrechner) ein und startet dann die Regressionsanalyse. Diese liefert dann zweierlei:
- Die Werte für eine Geradengleichung (die sogenannte "Regressionsgerade")
- Den sogenannten "Korrelationskoeffizienten".
Die Regressionsgerade ist die Gerade, die am besten zu den Messwerten passt. In der Grafik ist das die Linie, die von links unten mitten durch die Messpunkte nach rechts oben geht.
"Am besten passen" bedeutet dabei, dass die Summe der Abweichungen minimal wird. Mit Abweichung ist dabei der Abstand eines jeden Messwertes von der Regressionsgeraden gemeint.
Die Regressionsgerade ist hier deshalb interessant, weil sie den Zusammenhang zwischen Testosteron-Dosis und Zunahme der FFM bestmöglich abbildet und daher genau der gesuchten Formel entspricht.
Leider stellen die Autoren der Studie die Regressionsgerade nur graphisch dar und verzichten darauf, auch die Gleichung (und damit die gesuchte Formel) anzugeben. Ich habe daher die Grafik vergrößert, der Regressionsgeraden zwei Punkte entnommen und daraus die Gleichung abgeleitet. Sie lautet:
Zunahme FFM [kg] = 0,6223 + 0,014436 * T-Dosis [mg/Woche]
Oben habe ich erwähnt, dass die Regressionsanalyse außer der Geradengleichung auch noch den "Korrelationskoeffizienten" liefert. Dabei handelt es sich um einen Wert zwischen 0 und 1, der eine Art Gütemaß für die Regressionsgerade ist.
Liegt der Korrelationskoeffizient in der Nähe von 1, so befinden sich die Messwerte beinahe perfekt auf der Regressionsgeraden. Liegt er dagegen nahe bei 0, so sind die Messwerte quer in der Gegend verteilt, und man kann zwar eine Regressionsgerade berechnen, viel Sinn macht diese dann jedoch nicht.
Die Regressionsgerade beschreibt also umso besser den Zusammenhang, je größer der Korrelationskoeffizient ist.
Für den Zusammenhang zwischen Zunahme FFM und Testosteron-Dosis ergibt sich hier ein Korrelationskoeffizient von 0,81 und damit aus statistischer Sicht die deutliche Tendenz der Messwerte, auf der Regressionsgeraden zu liegen. Die oben angegebene Formel macht also auf jeden Fall Sinn.
In der folgenden Tabelle habe ich verschiedene gängige Testosteron-Dosierungen in die Formel eingesetzt und die Zunahme der fettfreien Körpermasse berechnet.
| Schema | T-Dosis [mg/Woche] | Zunahme FFM [kg] |
| 250 mg/12 Tage | 146 | 2,73 |
| 250 mg/10 Tage | 175 | 3,15 |
| 250 mg/7 Tage | 250 | 4,23 |
| 250 mg/6 Tage | 292 | 4,83 |
| 250 mg/5 Tage | 350 | 5,68 |
| 250 mg/4 Tage | 438 | 6,94 |
| 500 mg/7 Tage | 500 | 7,84 |
| 250 mg/3 Tage | 583 | 9,04 |
| 500 mg/5 Tage | 700 | 10,73 |
| 750 mg/7 Tage | 750 | 11,45 |
Die Werte in dieser Tabelle sind also die wissenschaftliche Antwort auf die Frage nach der Gewichtszunahme durch Testosteron und daher aus meiner Sicht der essentielle Teil dieser Studie.
Man beachte, dass sich die Zahlen auf die Verabreichung von Testosteron-Enantat über einen Zeitraum, von 20 Wochen beziehen.
In der Studie werden dann noch die Ergebnisse von zwei weiteren univariaten Regressionsanalysen dargestellt:
- Zusammenhang zwischen Zunahme der FFM und dem Wert für Gesamt-Testosteron (gemessen eine Woche nach der letzten Injektion)
- Zusammenhang zwischen Zunahme der FFM und freiem Testosteron
Die Gleichung für die Zunahme abhängig vom Gesamt-Testosteron lautet:
Zunahme FFM [kg] = 1,434 + 0,00243 * Gesamt-T [ng/dl]
Und in Abhängigkeit vom freien Testosteron:
Zunahme FFM [kg] = 2,097 + 0,0170 * freies T [pg/ml]
Die Korrelationskoeffizienten dieser Gleichungen betragen aber nur 0,62 bzw. 0,59. Die Gleichungen bilden daher den Zusammenhang schlechter ab, als die Gleichung abhängig von der Testosteron-Dosis (da war der Korrelationskoeffizient = 0,81).
Um die Gleichungen anwenden zu können, müsste man zudem seinen Testosteron-Spiegel kennen, der sich durch das Schema der Testosteron-Verabreichung ergibt.
Die Formel oben, in der die Zunahme abhängig von der Testosteron-Dosis errechnet wird, ist daher genauer und auch praktikabler.
Eingangs habe ich erwähnt, dass eines der Ziele der Studie darin bestand herauszufinden, welche Parameter neben der Testosteron-Dosis noch zur anabolen Wirkung beitragen.
Dazu führten die Autoren für jeden Parameter, der eingangs gemessen wurde (also Alter, Körperzusammensetzung, ...) eine Regressionsanalyse durch. Konnte eine gewisse Korrelation festgestellt werden, so wurde der Parameter in die Liste der potentiellen Kandidaten aufgenommen.
Für jede Kombination von drei potentiellen Kandidaten wurde dann eine sogenannte "multivariate" Regressionsanalyse durchgeführt. "Multivariat" bedeutet dabei, dass die Zunahme der FFM nicht nur in Abhängigkeit von einem Parameter (also der Testosteron-Dosis), sondern in Abhängigkeit von mehreren Parametern (den drei potentiellen Kandidaten eben) untersucht wurde.
Die multivariate Regressionsanalyse liefert wie die univariate eine Regressionsgleichung und den Korrelationskoeffizienten.
Ergebnis war, dass die folgende Gleichung den Zusammenhang bestmöglich erklärt:
Zunahme FFM [kg] = -3,242 + 0,015 * T-Dosis [mg/Woche] + 0,189 * Alter [Jahre] + 1,873 * PSA-Wert [ng/ml]
Die Zunahme hängt hier also ab von der Testosteron-Dosis, dem Alter und dem PSA-Wert. Wollte man mit dieser Gleichung rechnen, so müsste man daher seinen PSA-Wert kennen.
Betrachtet man aber den Korrelationskoeffizienten dieser Gleichung, so stellt man fest, dass er mit 0,82 nur unwesentlich höher liegt als bei der Gleichung, die nur die Testosteron-Dosis einbezieht. Denn da war er bei 0,81 und damit ist nicht zu erwarten, dass die Gleichung mit den drei Parametern deutlich genauere Ergebnisse bringt.
Außer der Testosteron-Dosis, dem Alter und dem PSA-Wert zeigte sich übrigens nur noch bei der Beinkraft und dem Verhältnis von LH zu Testosteron ein nennenswerter (wenn auch geringer) Einfluss auf die anabole Wirkung.
Erstaunlicherweise spielen also Körpergröße, Gewicht, Körperzusammensetzung, Muskelvolumen und BMI praktisch keine Rolle. Gute Nachrichten also für Männer mit ektomorphem Körperbau. Denn demnach gibt es keinen Grund, warum ein 60 kg-Mann mit Testosteron weniger zunehmen sollte, als einer mit 90 kg.
Ich möchte nun noch kurz darauf eingehen, was man m.E. im Zusammenhang mit den hier vorgestellten Ergebnissen beachten sollte.
- Die Werte für die Zunahme der FFM, die ich in der Tabelle angegeben habe, sind so etwas wie Mittelwerte. D.h., dass die meisten einen Zuwachs in der Größenordnung haben werden. Wie die Grafik oben zeigt, ist es aber auch ohne weiteres möglich, dass die individuelle Wirkung um ein paar kg besser oder schlechter ausfällt.
- Erst ab 300 mg/Woche (was in etwa 250 mg/6 Tage entspricht) ist bei allen Probanden eine anabole Wirkung messbar. Man kann also wahrscheinlich erst ab einer Dosierung in dem Bereich einigermaßen sicher sagen, dass sich etwas tun wird.
- Die Formel, die die Autoren der Studie entworfen haben, ist linear. Das bedeutet, dass die Berechnung der Zunahme nach dem gleichen Prinzip erfolgt, wie beispielsweise die Umrechnung von Grad Celsius in Grad Fahrenheit. Daraus würde dann folgen, dass eine Erhöhung der Testosteron-Dosis von 2000 mg/Woche auf 2250 mg/Woche die gleiche Steigerung beim Zuwachs bringt, wie die Erhöhung von 250 mg/Woche auf 500 mg/Woche, denn beide Male beträgt der Unterschied 250 mg. Und das glaube ich nicht – zwischen 2000 und 2250 mg/Woche wird man kaum einen Unterschied merken, zwischen 250 und 500 mg aber schon. Ich denke daher, dass die Formel bei Dosierungen bis 750 mg/Woche (evtl. auch bis zu einem Gramm pro Woche) gute Ergebnisse bringen wird. Bei höheren Dosierungen halte ich sie für ungeeignet.
- Zur Studie gehörte kein Training, und es durften nur Männer teilnehmen, die seit wenigstens 12 Monaten kein Training mehr gemacht hatten. Die Ergebnisse werden daher am ehesten für BBer gelten, die schon seit einer Weile auf einem Plateau trainieren (sich also nicht mehr steigern) und noch nie AAS genommen haben.
- Bei Trainingsanfängern, die gleich mit Testosteron durchstarten, wird die Steigerung höher ausfallen. Das wurde z.B. 1996 in der Studie von Bhasin et al. gezeigt. Empfehlenswert wäre eine solche Strategie allerdings nicht – man sollte seinen Körper nicht den Nebenwirkungen von AAS für etwas aussetzen, was man mit etwas Zeit ohne AAS leicht erreichen kann.
Referenzen
1Linda J. Woodhouse, Suzanne Reisz-Porszasz, Marjan Javanbakht, Thomas W. Storer, Martin Lee, Hrant Zerounian, Shalender Bhasin; Development of models to predict response to testosterone administration in healthy young men; Am J Physiol Endocrinol Metab 284; E1009-E1017, 2003.