
Körperliche Veränderungen des weiblichen Körpers während der Schwangerschaft
Die Natur hat den weiblichen Körper so konstruiert, dass er im Verlauf der Schwangerschaft eine Anpassungsfähigkeit beweist, die bemerkenswert ist. Grundsätzlich ist anzumerken, dass jede Schwangerschaft individuell verläuft. Folgend eine knappe Beschreibung der körperlichen Vorgänge während der Schwangerschaft.Das erste Trimenon, also das erste Drittel der Schwangerschaft, ist gekennzeichnet durch einen rasanten Wachstum des Embryos, aber auch das höchste Risiko eines Aborts (ungewollter Schwangerschaftsabbruch). Die hormonellen Veränderungen (hervorzuheben sind hier hCG und Progesteron), die mit dem schnellen Wachstum des Embryos einhergehen, sind immens und zumeist nicht wirklich angenehm.
Über die Hälfte er Frauen klagt in dieser Phase über Übelkeit, viele auch über Erbrechen, teilweise kommt es auch schon zu einem Ziehen in Brust und Leistengegend. Auch sind Frauen in dieser Phase zumeist extrem müde. Diese Symptome werden heute als vage Schwangerschaftsanzeichen gewertet, früher, als die Diagnostik noch nicht so weit fortgeschritten war, waren sie, zusammen mit dem Ausbleiben der Regelblutung, die gängigen Anzeichen für eine Schwangerschaft.
Zum Ende des ersten Trimenons beginnt sich die Blutmenge des Körpers der Mutter zu erhöhen. Rund 1,5 Liter zusätzlich werden vom mütterlichen Herz durch den Körper gepumpt. Das ist notwendig, um den Fötus (nach der beginnenden Ausbildung der Organe nennt man den Embryo Fötus, ca. 9. Woche) zu versorgen, belastet aber den mütterlichen Kreislauf enorm.
Eine verminderte Leistungsfähigkeit, Bluthochdruck und auch Krampfadern und Besenreißer sind gängige Folgen der Erhöhung der Blutmenge. Durch die erhöhte Menge an Östrogenen kann es zu vermehrten Wassereinlagerungen kommen.
Das zweite Trimenon wird gemeinhin als die angenehmste Phase der Schwangerschaft beschrieben. Da die Plazenta nun weitgehend vollständig ausgebildet ist, wird die Produktion von hCG deutlich zurückgefahren, was zumeist daran zu erkennen ist, dass die Übelkeit der ersten Wochen merklich nachlässt. Gleiches gilt für die anfänglich extreme Müdigkeit.
Durch das Wachstum des Fötus können Hautrisse entstehen, auch ist Sodbrennen in Folge der veränderten Lage des Magens und der verringerten Spannung der Magenöffnung nicht ungewöhnlich. Auch die weibliche Brust beginnt spätestens jetzt zu wachsen, was oftmals mit einer erhöhten Empfindlichkeit einhergeht. Die übliche Gewichtszunahme beträgt 1-1,5 kg pro Monat.
Mit dem dritten Trimenon beginnt die Endphase der Schwangerschaft. Aufgrund der heutigen medizinischen Technik sind Frühgeburten ab diesem Zeitraum grundsätzlich lebensfähig, wenngleich nicht sicher. Der Schwangeren macht in dieser Phase vor allem das zunehmende Gewicht in Verbindung mit dem veränderten Körperschwerpunkt zu schaffen. Auch sind massive Wassereinlagerungen und Kurzatmigkeit häufig, was auf die häufige Erneuerung des Fruchtwassers und dem Druck des Fötus auf die Lunge zurückzuführen ist.
Allgemein bezeichnet man die schwangerschaftsspezifischen Erkrankungen als Gestosen; sie treten nur während der Schwangerschaft auf und verschwinden in der Regel auch mit Ende derselben wieder. Für andere Erkrankungen wie Thrombosen besteht ein erhöhtes Risiko, auch sind Depressionen nicht selten. Man geht davon aus, dass rund 10% aller Schwangeren mit Depressionen zu kämpfen haben.

Ernährung in der Schwangerschaft
Eine gesunde aus ausgewogene Ernährung ist in der Schwangerschaft von großer Bedeutung.- ____________________________________________________________________
Entgegen der landläufigen Meinung muss die schwangere Frau keineswegs "für zwei" essen. Der Mehrbedarf beträgt 200-250kcal und das auch erst ab dem vierten Monat.
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Besonders zu Beginn der Schwangerschaft ist eine ausreichende Versorgung mit Folsäure nötig. Gute Quellen für Folsäure sind Nüsse, ganze Eier, ballaststoffreiches Getreide und verschiedene Gemüsesorten wie Spinat, Brokkoli und Karotten. Zumeist raten Frauenärzte zu einer zusätzlichen Supplementation.1
Eine Studie im American Journal of Epidemiology aus dem Jahr 2009 sorgte für deutliche Verunsicherung, da man von einem erhöhten Risiko von Asthma durch die gesteigerte Zufuhr von Folsäure im letzten Trimenon berichtete. Anzumerken ist aber, dass die hier beschriebenen Dosierungen weit über den gängigen liegen (bis zu 1000mcg/Tag).2
Um einer Kropfbildung vorzubeugen ist eine ausreichende Zufuhr von Jod von großer Bedeutung. Hier bietet sich fettreicher Fisch an, da dieser auch wertvolle Omega-3-Fettsäuren enthält, die für die Entwicklung des Fötus von großer Bedeutung sind. 200Mg DHA pro Tag gelten als empfohlene Menge, wobei auch größere Mengen problemlos zugeführt werden können. Wie eine Meta-Studie nachweisen konnte, kann durch eine ausreichende Zufuhr von Omega 3 das Risiko einer Frühgeburt deutlich minimiert werden, auch sinkt das Risiko von Wochenbettsdepressionen.3
Auch Vitamin D, Calcium und Eisen spielen eine herausragende Rolle für die gesunde Entwicklung des Fötus. Calcium findet man verstärkt in Milchprodukten, wobei darauf zu achten ist, dass nur Milchprodukte aus pasteurisierter Milch zu empfehlen sind, da bei frischen Milchprodukten das Risiko von Keimen recht hoch ist. Eisen ist vor allem in Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Fleisch zu finden, Vitamin D findet man in Fisch, wird jedoch primär über das Sonnenlicht aufgenommen, weshalb häufige Aufenthalte an der frischen Luft empfehlenswert sind.4
Ein weiteres wichtiges Vitamin in der Schwangerschaft ist Vitamin B12, welches primär in tierischen Produkten zu finden ist und für die gesunde Entwicklung des Fötus eine wichtige Rolle spielt. Gerade bei Vegetarierinnen oder Veganerinnen wird daher oft zu einer Supplementation geraten.5
Allgemein wird empfohlen rohes Fleisch und rohen Fisch zu meiden, da hier die Gefahr von Keimen sehr hoch ist, gleiches gilt für Salat, Obst und Gemüse, was nur gut gewaschen gegessen werden sollte. Sinnvoll ist eine ausgewogene Ernährung mit einer ausreichenden Eiweißzufuhr, komplexen Kohlenhydraten und ausreichend gesunden Fetten. Individuelle Abweichungen sind möglich und sollten immer mit dem behandelnden Frauenarzt besprochen werden.
Gelüste sind den meisten Schwangeren wohlbekannt. Kein Wunder, bedenkt man die gesteigerten Level an Östrogenen. Auch wenn eine Schwangerschaft sicherlich nicht der Zeitpunkt für eine Diät ist, sei angemerkt, dass man insbesondere im Hinblick auf die Zufuhr von Zucker vorsichtig sein sollte, da die Glukosetoleranz herabgesetzt ist, was in Extremfällen zu einer Schwangerschaftsdiabetes führen kann.6
Vor diesem Hintergrund sollte die Schwangere auch ihr Gewicht im Auge behalten. Massive Gewichtszunahmen sind aus biologischer und medizinischer Sicht nicht notwendig und können unter Umständen zu gravierenden Problemen führen, weshalb man die Schwangerschaft keineswegs als Freifahrtschein zum zügellosen Sündigen verstehen sollte. Allgemein beschreibt man eine Gewichtszunahme von 9 – 15kg als normal, im Schnitt nehmen Schwangere rund 12kg zu. Die Gewichtszunahme hängt hierbei neben den Faktoren Ernährung und Bewegung auch von der körperlichen Konstitution der Schwangeren ab. Besonders Frauen mit niedrigem Körpergewicht (<63kg) neigen zu stärkeren Gewichtszunahmen.7

Perinatale Übergewichtsprävention
Wie bereits angedeutet, ist Übergewicht in der Schwangerschaft keineswegs ein rein optischer Makel, vielmehr hat man in den vergangenen Jahren immer mehr Gründe dafür herausgefunden, in der Schwangerschaft nicht übers Maß hinaus zuzunehmen. Deutlich ungeeignete Ernährung kann nicht nur den Fötus im Mutterleib schaden. Man geht auch davon aus, dass es zu einer Art Gewöhnungseffekt kommt, so dass der Stoffwechsel entsprechend der Ernährung der Mutter geprägt wird. Landläufig spricht man in diesem Zusammenhang gerne von der "vererbten Fettleibigkeit", was medizinisch sicherlich nicht ganz korrekt ist, vom Grundgedanken her aber den Nagel auf den Kopf trifft.Bei Kinderwunsch ist es empfehlenswert bereits im Vorfeld der Schwangerschaft dem Übergewicht entgegenzuwirken, spätestens mit Beginn der Schwangerschaft sollte aber in Absprache mit dem behandelnden Arzt eine entsprechende Diät begonnen werden.8 Hier spielt auch Sport eine bedeutende Rolle, weshalb wir uns im nächsten Kapitel diesem Thema widmen wollen.
Training während der Schwangerschaft
Wie sieht es nun mit Sport während der Schwangerschaft aus? Darf eine schwangere Frau weiter ihrer geliebten Sportart nachgehen oder ist Sport ein Tabu?Während man früher bei diesem Thema sehr zurückhaltend war und Frauen zumeist davon abriet, sich während der Schwangerschaft sportlich zu betätigen, zeigen neuere Untersuchungen, dass es keinerlei Problem darstellt, wenn eine schwangere Frau sportlich aktiv ist, solange sie gewisse Regeln einhält.
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Im Gegenteil, man konnte sogar positive Effekt feststellen. Volksweisheiten wie "Durch Sport wird die Muttermilch sauer!", "Durch Sport wickelt sich die Nabelschnur um den Fötus!" oder "(Leistungs-) Sportlerinnen haben längere und kompliziertere Geburten. (letzteres entstammt sogar der Fachliteratur der 40er Jahre)" konnten so widerlegt werden.
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Hervorzuheben sind hier sicherlich die Studien von Lokey et al. aus dem Jahr 19919 und Pivarnik aus dem Jahr 199410, welche nachweisen konnten, dass sich sportliche Aktivität während der Schwangerschaft positiv auf Mutter und Kind auswirkt. Kagan & Kuhn 2004 kommen zu dem Ergebnis, dass Sport in der Schwangerschaft sowohl in verbesserten psychosozialen wie biomedizinischen Parametern der Mutter resultiert.11
Ähnlichen Ergebnissen arbeiteten Kleinert & Sulprizio 2008 heraus, die auf die positiven Auswirkungen von Sport im Hinblick auf Stressbewältigung, der eigenen Körperwahrnehmung und auch der Vorbeugung von Depressionen verweisen. Rice & Fort erwähnen darüber hinaus positive Einflüsse auf die Gesundheit des Fötus12, was eine aktuelle Studie von Dignon & Reddington aus dem Jahr 201313 bestätigt. Sie kommen in ihrer Untersuchung zu folgendem Ergebnis:
"On reviewing pre-eclampsia, gestational diabetes, type of delivery and birthweight, all have been shown to improve when exercise is taken. Physical exercise has thus been shown to have positive effects on physical health in pregnancy. Women already exercising should be encouraged to remain active at the same level for as long as it is comfortable."
Für Verängstigung sorgte 2007 eine Studie von Madsen und Kollegen, die von einem erhöhten Risiko von Aborten bei Frauen berichtet, die ihn den ersten Schwangerschaftswochen sportlich sehr aktiv waren (mehr als 7 Stunden pro Woche bis zur 18. Schwangerschaftswoche).
Insbesondere bei sog. "High-Impact-Exercice"-Sportarten wie Joggen, Rückschlagspielen und Ballsportarten könne es zu folgenden Risiken kommen15:
- einer reduzierten Plazentadurchblutung durch die erhöhte Versorgung der Muskulatur der trainierenden Mutter
- einer durch Sport hervorgerufenen Hyperthermie
- fetaler Hypoglykämie
- vorzeitigen Wehen
Darüber hinaus erscheint unklar, ob die besagten Risiken wirklich der sportlichen Aktivität oder vielmehr damit verbundenen hormonellen Veränderungen zuzuschreiben sind. Ihre Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass vor allem das subjektive Belastungsempfinden der entscheidende Marker bezüglich der Frage ob Sport in der Schwangerschaft hilft oder schadet, ist. Darüber hinaus weisen sie darauf hin, dass auf diesem Gebiet noch massiver Forschungsbedarf besteht.16
Ein weiterer Aspekt, der im Verlauf der Schwangerschaft eine immer bedeutsamere Rolle spielt, ist die Verlagerung des Körperschwerpunktes nach vorne, wodurch eine Hyperlordose entsteht. Auch verlieren Bänder und Sehnen durch die hormonelle Umstellung an Laxität.
Häufig sind Rückenschmerzen die Folge, weshalb Schwangeren dringend angeraten ist, für eine kräftige Rückenmuskulatur zu sorgen. Lochmüller & Friese 2004 berichten von den positiven Auswirkungen sportlicher Betätigung auf durch Schwangerschaft verursachte Haltungsprobleme und Rückenschmerzen.17
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Wichtig ist jedoch darauf hinzuweisen, dass das Verletzungsrisiko durch die Schwangerschaft erhöht wird und dies bei der Trainingsplanung und -durchführung berücksichtigt werden sollte.
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Zu beachten ist aber, dass das Valsalva-Manöver (Pressatmung) während der Schwangerschaft aufgrund der Gefahr des fetalen Distress infolge des verminderten venösen Rückstroms nicht ausgeführt werden sollte, was gegen die Ausführung schwerer Grundübungen spricht.19
Weiterhin sollte berücksichtigt werden, dass ein Anstieg des intraabdominalen Drucks durch Bauchlage oder Polster vermieden werden sollte. Ab dem zweiten Trimenon sind auch Übungen in Rückenlage kontra-indiziert, da es zu Vena cava-Kompressionen (Vena cava = untere Hohlvene) und dadurch wegen der eingeschränkten Uterusdurchblutung zu einer mangelhaften Durchblutung des Fötus kommen, was in Frühgeburten und/oder Missbildungen resultieren kann.20
Empfohlen wird zumeist eine statische Kräftigung der Rumpfmuskulatur und des Beckenbodens, was sich sehr gut durch Sportarten, die auf dem gezielten Wechsel von An- und Entspannung beruhen, wie Yoga und Pilates. Entgegen früheren Empfehlungen spricht auch nichts gegen ein Training auf dem Crosstrainer, solange die Herzfrequenz in einem angemessenem Rahmen bleibt. Auch geht man heute davon aus, dass Erschütterungen dem Fötus keineswegs schaden, was dafür spricht auch in der Schwangerschaft weiter joggen zu können.21
Eine Untersuchung von Perkins & Dewalt aus dem Jahr 2011 untersucht die Auswirkungen von intensivem Crossfit Training bei Schwangeren. Aufgrund des Designs der Studie (untersucht wurden zwei Fallbeispiele) lassen sich keine allgemeingültigen Empfehlungen ableiten, weiterführende Studien sind jedoch in Planung. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass auch intensives Training in der Schwangerschaft möglich ist und keinerlei negative Folgen nach sich zieht. Ihr Fazit entspricht aber weitgehend den bisher berichteten Ergebnissen:
"In general, for any exercising pregnant woman, we advise increased awareness and good sense about your body as well as the environment."22
Für die Praxis lassen sich aus den beschriebenen Ergebnissen folgende Empfehlungen ableiten:
- Sport in der Schwangerschaft ist grundsätzlich möglich und sinnvoll, sollte aber in jedem Fall mit dem behandelnden Frauenarzt abgesprochen werden.
- Der Umfang und die Intensität der ausgeführten Aktivitäten sollte sich danach richten, was die Frau im Vorfeld der Schwangerschaft ausübte. Sportlich sehr aktive Frauen werden mit einem deutlich höheren Pensum an Sport mit einer signifikant höheren Intensität zurechtkommen, als es Sportneulinge tun.
- Grundsätzlich sind Sportarten zu empfehlen, die bereits beherrscht werden oder ohne größeren Aufwand zu erlernen sind. Besonders risikoreiche Sportarten wie Vollkontaktsportarten sollten gemieden werden.
- Im Verlauf der Schwangerschaft sollte die Intensität angepasst werden. Pulsspitzen sollten hierbei vermieden werden. Gemeinhin gilt die Empfehlung, dass ein Trainingsplus von 140 Schlägen pro Minute nicht überschritten werden sollte.
- Krafttraining ist grundsätzlich erlaubt und gerade in den ersten Schwangerschaftsmonaten empfehlenswert. Ab Bildung des Babybauches darf kein Training der geraden Bauchmuskulatur mehr durchgeführt werden, auch sind Druckbelastungen auf den Bauchraum zu vermeiden (Übungen in Bauchlage, Bauchpolster). Es empfiehlt sich insbesondere die Rückenmuskulatur zu trainieren um dem veränderten Körperschwerpunkt gerecht zu werden. Um sehr hohen intraabdominalen Druck zu vermeiden sollte die Intensität mehr und mehr zu Gunsten des Volumens zurückgefahren werden, Pressatmung ist zu vermeiden.
- In den späteren Schwangerschaftsmonaten empfehlen sich grundsätzlich im Wasser ausgeführte Sportarten. Neben sicherheitstechnischen Aspekten sprechen vor allem die Anregung von Diurese und Natriurese und die Vorbeugung von Ödembildung für diese Sportarten.24
- Leistungssport in der Schwangerschaft ist ein bisher wenig untersuchtes Gebiet, weshalb die Forschungsergebnisse hier nur bedingt aussagekräftig sind. Es gibt jedoch zahlreiche Beispiele von Athletinnen, die in ihrer Schwangerschaft weiter intensiv trainiert haben. Es empfiehlt sich jedoch dringend hier eng mit dem behandelnden Frauenarzt zusammenzuarbeiten.
Fazit
Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit und entsprechend sollten sich schwangere Frauen auch verhalten. Sport ist grundsätzlich zu empfehlen und kann die Schwangerschaft deutlich angenehmer gestalten, zudem gibt es deutliche Hinweise auf die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit des Ungeborenen.Bezüglich der Wahl der Sportart und der Intensität ist vor allem das subjektive Belastungsempfinden relevant. Beachtet man gewisse Leitlinien, ist Sport in der Schwangerschaft für gesunde Frauen völlig unbedenklich und absolut zu empfehlen Die Ernährung sollte gerade in der Schwangerschaft ausgewogen und nährstoffreich sein, wobei bei Einhaltung gewisser Grundregeln keine besondere Diät erforderlich ist.
Grundsätzlich empfiehlt es sich auf den eigenen Körper zu hören und dessen Signale (in Absprache mit dem behandelnden Arzt) richtig zu deuten um entsprechend zu handeln. Hier sind sicherlich Frauen im Vorteil, die sich schon vor der Schwangerschaft intensiv mit dem eigenen Körper auseinandergesetzt haben. Wer das bisher nicht getan hat, sollte spätestens jetzt anfangen.

Quellen
- Prävention von Neuralrohrdefekten durch Folsäurezufuhr in der Frühschwangerschaft
- Stellungnahme zur Veröffentlichung "Effect of supplemental folic acid in pregnancy on childhood asthma: a prospective birth cohort study" im American Journal of Epidemiology vom 30.10.09
- The roles of long-chain polyunsaturated fatty acids in pregnancy, lactation and infancy: review of current knowledge and consensus recommendations.
- Vitamin D requirements during pregnancy
- Effects of folate and vitamin B12 deficiencies during pregnancy on fetal, infant, and child development.
- Diagnostik und Management des Gestationsdiabetes
- Beziehungen zwischen Körpergewicht, Körperhöhe, Body-Mass-Index und der Gewichtszunahme von Frauen in der Schwangerschaft
- Plagemann, A. & Dudenhausen, J. (Hrsg.): Adipositas als Risiko in der Perinatalmedizin. München: Springer, 2010
- Lokey E.A. Tran Z.V., Wells C.L., Myers B.C. and Tran A.C. Effects of physical exercise on pregnancy outcomes: a meta-analytic review. Med Sci Sports Exerc 1991; 23: 1234-9.
- Pivarnik J.M. Maternal exercise during pregnancy. Sports Med 1994; 18 ( 4): 215-7.
- Sports and pregnancy
- Rice PL, Fort IL. (1991) The relationship of maternal exercise on labour, delivery and health of the newborn. Journal of Sports Medicine and Physical Fitness 31(1): 95-9.
- The physical effect of exercise in pregnancy on pre-eclampsia, gestational diabetes, birthweight and type of delivery: a structured review of the literature
- Leisure time physical exercise during pregnancy and the risk of miscarriage: a study within the Danish National Birth Cohort
- Leistungssport und Schwangerschaft – epidemiologische und psychosoziale Betrachtungen
- Lochmüller, E. M.; Friese, K. (2004): Schwangerschaft und Sport. In: Gynäkologie 37, S. 459–466.
- Safety and efficacy of supervised strength training adopted in pregnancy.
- Hartmann S, Bung P. Physical exercise during pregnancy--physiological considerations and recommendations. J Perinat Med 1999;27:204-215
- Olsen M. Exercise during pregnancy. Postgrad Med 1988;83:36-38
- Exercise during pregnancy: fetal responses to current public health guidelines.
- CrossFit Training During Pregnancy and Motherhood: A New Scientific Frontier
- Trainieren für die Niederkunft? - Geburtserleben und körperliche Aktivität in der Schwangerschaft
Bilder: Elvis Huang | Phalinn Ooi | ROBERTO CARLOS PECINO MARTINEZ | S. in the Midwest | Thomas van de Weerd | il-young ko
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