Damit die Präsentation gelingt, sollte der Körperfettanteil niedrig liegen, und die Muskulatur eine gute Definition aufweisen. Denn schließlich ist es mehr der Typus "muskulöses Unterhosen-Model", der bewundernde (und manchmal auch neidische) Blicke auf sich ziehen wird.
Oder anders ausgedrückt - der Sixpack sollte sich gut sichtbar in der Körpermitte befinden und nicht unter dem Arm getragen werden ...
Der hier vorgestellte Zyklus mit anabolen Steroiden soll daher
- eine ausgeprägte Defi-Kur sein
- in puncto Nebenwirkungen möglichst moderat daherkommen.
Komponenten
Stellt sich nun die Frage nach den passenden AAS. Hier spielen drei Sachverhalte eine Rolle.- Da ein Kalorienminus tendenziell katabole Prozesse in Gang setzt, sollten anabole Steroide gewählt werden, die möglichst antikatabol wirken.
- Nicht jedes anabole Steroid ist für eine Defi-Phase geeignet. Zu vermeiden sind grundsätzlich die anabolen Steriode, deren Anwendung östrogenbedingte Nebenwirkungen hervorruft. Auch anabole Steroide, die aus anderen Gründen Natrium- und Wasserretention bewirken, sollten außen vor gelassen werden.
- Und last not least sollten die Nebenwirkungen moderat ausfallen.
Testosteron
Aus den "Pille für den Mann"-Studien weiss man, dass Testosteron-Enantat bei einer Dosierung von 250 mg/Woche praktisch nebenwirkungsfrei bleibt, auch wenn es über einen langen Zeitraum verabreicht wird (siehe z.B. Testosterone-Enanthate Induced Azoospermia).Auch die anabole Wirkung von Testosteron-Enantat bei gesunden jungen Männern ist in medizinischen Studien betrachtet worden. Es hat sich dabei gezeigt, dass die Wirkung individuell recht verschieden ausfallen kann. Ab 300 mg/Woche aber wird bei nahezu jedem die anabole Wirkung sichtbar (siehe z.B. Testosteron - Dosierung und Zuwachs).
Die antikatabole Wirkung von Testosteron ist dagegen mehr ein Erfahrungswert. Leider gibt es in dem Bereich noch keine so aussagekräftigen Studien.
Eine Dosis von 300 mg Testosteron-Enantat/Woche ist also wegen ihrer anabolen und antikatabolen Wirkung eine gute Basis für eine auf Definition ausgerichtete Kur. Mit 300 mg/Woche geht man zwar etwas über die "Pille für den Mann"-Dosierung hinaus, doch die Differenz von 50 mg sollte hinsichtlich der Nebenwirkungen keinen allzu großen Unterschied machen.
Einen Punkt, dem man im Zusammenhang mit Testosteron und Defi-Kuren etwas Aufmerksamkeit schenken sollte, ist die Östrogenbildung. Denn Testosteron ist natürlich ein anaboles Steroid, das aromatisiert (also vom Körper über das Aromatase-Enzym zu Östradiol umgewandelt wird).
Bei einer Dosis von 300 mg/Woche ist das meist kaum relevant, wer hier jedoch etwas empfindlicher reagiert, der sollte einen Aromatasehemmer in niedriger Dosierung in Betracht ziehen. Also z.B. 0,5 mg Arimidex eod. Das natürlich nur unter der Vorgabe Defi.
Trenbolon
Zu Trenbolon haben wir vor kurzem ein sehr ausführliches Steroidprofil online gestellt. Hier noch einmal die "Knackpunkte" im Überblick. Trenbolon- wird nur in minimalem Umfang zu Östrogenen umgewandelt und ist besonders deshalb ein ausgesprochenes Defi-AAS
- wirkt ausgeprägt antikatabol und führt zu sehr starken Kraftsteigerungen
- bringt seine Wirkung ab ca. 350 mg/Woche zur Geltung, wird aber auch gerne (und mit gutem Erfolg) deutlich höher dosiert
- kommt mäßig androgen daher - Haarausfall ist kaum ein Thema, bei höheren Dosierungen eher mal Akne
- hat in höheren Dosierungen unschöne Effekte auf das Lipidprofil und steigert dann das Risiko für Erkrankungen des kardiovaskulären Systems
- ist ein Nandrolon-Abkömmling mit Progesteron-Wirkung und daher leider auch ein ziemlicher Achsenplätter.
- Dem Effekt auf das Lipidprofil lässt sich nur entgegenwirken, indem man es nicht zu hoch dosiert. Die Einstiegsdosierung beträgt 350 mg/Woche, was bei der Verwendung von Trenbolon-Hexahydrobenzylcarbonat (der gängigsten Trenbolon-Depotvariante) z.B. eine Injektion mit 200 mg alle 4 Tage bedeuten würde. Ein wenig höher würde ich da schon gehen, schließlich soll das Zeug ja auch etwas bringen, aber doch nicht viel höher. Ein guter Kompromiss sind hier 200 mg/3 Tage, was umgerechnet 466 mg pro Woche entspricht.
- Der ausgeprägten Achsenhemmung muss durch ein ausgefeiltes Absetzschema begegnet werden. Das lässt sich durch den Umstieg auf Testosteron mit kurzem Ester (Testosteron-Propionat) nach Beendigung der Trenbolon-Phase realisieren, auf den wiederum ein Clomifen-Zyklus folgt. Da in diesem Kurvorschlag moderate Dosierungen zum Einsatz kommen, werde ich das Absetzschema ein klein wenig vereinfachen und statt des Testosteron-Propionats einfach die Phase mit Testosteron-Enantat etwas länger gestalten.
Schema
Ich gehe bei dem Schema davon aus, dass Testosteron-Enantat und Trenbolon-Hexahydrobenzylcarbonat (Trenbolon-H) zur Anwendung kommen. Während Testosteron-Enantat üblicherweise in Ampullen zu je 250 mg/ml daherkommt, werden die Trenbolon-H Produkte meist in 10 ml-Durchstechampullen mit 100 mg/ml (von U-Labs) auf den Markt gebracht.Wenn Testosteron-Enantat mit ca. 300 mg/Woche dosiert werden soll, so kommt man dem mit einem Injektionsintervall von 6 Tagen am nächsten. Es ergeben sich dann im Mittel (300 mg / 6) * 7 = 291,67 mg/Woche.
Bei der beabsichtigten Trenbolon-Menge ergibt sich das oben angegebene Intervall von 3 Tagen als Maximum, da man mehr als 2 ml nicht auf einmal injizieren sollte.
Die Kur wird auf insgesamt 25 Wochen ausgelegt, wobei Trenbolon in den ersten 17 Wochen zum Einsatz kommt. Es folgen noch 6 Testo-Wochen, also letzte Injektion in Woche 23. Nach gut 2 Wochen folgt im Anschluß das Absetzschema.
Sowohl das Testosteron-Enantat als auch das Trenbolon-H leiten wir mit dem üblichen Frontload ein.
Bezogen auf Testosteron-Enantat bedeutet dies nur, dass wir die zweite Injektion um 4 Tage vorziehen, also am 1. und am 3. Tag die beiden ersten Injektionen vornehmen. Das Kumulationsmaximum wird kurz darauf erreicht, was die folgende Abbildung deutlich macht.

Auf der vertikalen Achse erkennt man die Testosteron-Blutkonzentration in ng/ml, auf der waagerechten Achse die Tage. Der physiologische Bereich für Testosteron liegt zwischen 3,5 und 8,6 ng/ml.
Das Kumulationsmaximum wird kurz nach der zweiten Injektion erreicht und kommt auf gut 22 ng/ml. Kurz vor der nächsten Injektion liegt die Konzentration dann noch bei knapp 16 ng/ml. Die Blutkonzentration bewegt sich also deutlich im supraphysiologischen Bereich.
Kommen wir nun zu Trenbolon-H. Die genauen pharmakokinetischen Parameter sind leider nicht allgemein bekannt, ich rechne daher einfach mal mit denen für Testosteron-Enantat. Das wird keine ganz exakten Ergebnisse bringen, weil Trenbolon andere Halbwertszeiten für Invasion und Evasion haben wird. Andererseits wird die Pharmakokinetik maßgeblich durch den Ester bestimmt, und Hexahydrobenzylcarbonat ist dem Enantat recht ähnlich: Die Ester-HWZ hängt hauptsächlich von der Länge des Esters und damit von der Anzahl der Kohlenstoffatome ab. Das sind bei Enantat 7 und bei Hexahydrobenzylcarbonat 8.
Um nicht allzu große Mengen an einem Tag injizieren zu müssen, teilen wir den Frontload auf drei Injektionen zu je 200 mg auf, die wir am 1., 2. und 4. Tag vornehmen. Danach geht es dann im normalen 3-Tage Intervall weiter. Die Blutkonzentration zeigt die folgende Grafik.

Die Abbildung lässt erkennen, dass das Kumulationsmaximum nun nach gut einer Woche erreicht wird.
Kommen wir nun noch zu einem Detail, bevor das eigentliche Schema tabellarisch angegeben wird: Es empfiehlt sich, schon in den letzten beiden Testosteron-Wochen (also mit der vorletzten Injektion in Woche 22) mit etwas Arimidex zu beginnen, damit der östradiolbedingte negative Feedbackmechanismus bereits einige Zeit vor Beginn des Absetzschemas eingedämmt wird.
Die Arimidex-Einnahme wird anschließend in der Clomifen-Phase fortgesetzt.
Hier nun das Kur-Schema im tabellarischen Überblick.
| Woche | Tag | Testo-Enantat | Tren-HexaHBC | Arimidex |
| 1 | 1 | 250 mg | 200 mg | --- |
| 2 | --- | 200 mg | ||
| 3 | 250 mg | --- | ||
| 4 | --- | 200 mg | ||
| 7 | --- | 200 mg | ||
| 2 | 9 | 250 mg | --- | --- |
| 10 | --- | 200 mg | ||
| 13 | --- | 200 mg | ||
| 3 | 15 | 250 mg | --- | --- |
| 16 | --- | 200 mg | ||
| 19 | --- | 200 mg | ||
| 21 | 250 mg | --- | ||
| 4 | 22 | --- | 200 mg | --- |
| 25 | --- | 200 mg | ||
| 27 | 250 mg | --- | ||
| 28 | --- | 200 mg | ||
| 5 | 31 | --- | 200 mg | --- |
| 33 | 250 mg | --- | ||
| 34 | --- | 200 mg | ||
| 6 | 37 | --- | 200 mg | --- |
| 39 | 250 mg | --- | ||
| 40 | --- | 200 mg | ||
| 7 | 43 | --- | 200 mg | --- |
| 45 | 250 mg | --- | ||
| 46 | --- | 200 mg | ||
| 49 | --- | 200 mg | ||
| 8 | 51 | 250 mg | --- | --- |
| 52 | --- | 200 mg | ||
| 55 | --- | 200 mg | ||
| 9 | 57 | 250 mg | --- | --- |
| 58 | --- | 200 mg | ||
| 61 | --- | 200 mg | ||
| 63 | 250 mg | --- | ||
| 10 | 64 | --- | 200 mg | --- |
| 67 | --- | 200 mg | ||
| 69 | 250 mg | --- | ||
| 70 | --- | 200 mg | ||
| 11 | 73 | --- | 200 mg | --- |
| 75 | 250 mg | --- | ||
| 76 | --- | 200 mg | ||
| 12 | 79 | --- | 200 mg | --- |
| 81 | 250 mg | --- | ||
| 82 | --- | 200 mg | ||
| 13 | 85 | --- | 200 mg | --- |
| 87 | 250 mg | --- | ||
| 88 | --- | 200 mg | ||
| 91 | --- | 200 mg | ||
| 14 | 93 | 250 mg | --- | --- |
| 94 | --- | 200 mg | ||
| 97 | --- | 200 mg | ||
| 15 | 99 | 250 mg | --- | --- |
| 100 | --- | 200 mg | ||
| 103 | --- | 200 mg | ||
| 105 | 250 mg | --- | ||
| 16 | 106 | --- | 200 mg | --- |
| 109 | --- | 200 mg | ||
| 111 | 250 mg | --- | ||
| 112 | --- | 200 mg | ||
| 17 | 115 | --- | 200 mg | --- |
| 117 | 250 mg | --- | ||
| 18 | 123 | 250 mg | --- | --- |
| 19 | 129 | 250 mg | --- | --- |
| 20 | 135 | 250 mg | --- | --- |
| 21 | 141 | 250 mg | --- | --- |
| 147 | 250 mg | --- | 0,5 mg | |
| 22 | 153 | 250 mg | --- | 0,5 mg eod ganze Woche |
| 23 | 159 | 250 mg | --- | 0,5 mg eod ganze Woche |
| 24 | --- | --- | --- | 0,5 mg eod ganze Woche |
| 25 | --- | --- | --- | 0,5 mg eod ganze Woche |
Ab dem dritten Tag ist das Schema also regelmässig aufgebaut:
- Injektion mit 250 mg Testosteron-Enantat
- Injektion mit 200 mg Trenbolon-H
- 2 Tage Pause
- Injektion mit 200 mg Trenbolon-H
- 1 Tag Pause
- Der Zyklus (also: 250 mg Testosteron-Enantat -> 200 mg Trenbolon-H -> 2 Tage Pause -> 200 mg Trenbolon-H -> 1 Tag Pause) wiederholt sich 17 Wochen lang.
| Zeitpunkt | Wirkstoff | Dosierung |
| Tag 1 | Clomifen | 200 mg (4 Tabs) |
| Tag 2 | Clomifen | 150 mg (3 Tabs) |
| Arimidex | 0,5 mg | |
| Tag 3 | Clomifen | 100 mg (2 Tabs) |
| Bis Ende 6. Woche | Clomifen | 50 mg/Tag (1 Tab) |
| Arimidex | 0,5 mg eod |
Preise
Jede Kur hat ihren Preis, und leider ist Tren kein billiges AAS. Hinzu kommen natürlich noch Testo, Arimidex und Clomifen. Was man für die Kur braucht, und was es kostet, das zeigt die folgende Tabelle.| Wirkstoff | Menge | Preis |
| T-Enantat (Galenikas) | 28 Ampullen zu je 5 EUR | 140,00 EUR |
| Tren-HexaHBC (Trenabol, BD) | 8 Ampullen 10 ml zu je 90 EUR | 720,00 EUR |
| Arimidex (Astra Zeneca) | 1 Schachtel mit 28 Tabs | 125,00 EUR |
| Clomifencitrat (Anafarm) | 2 Schachteln mit 24 Tabs zu je 15 EUR | 30,00 EUR |
| Summe | 1015,00 EUR | |
Kommt also in Summe auf 1015 EUR der Spaß. Schon eine ganze Menge. Von dem Arimidex werden übrigens nur 16 Tabs benötigt, es bleiben also 12 Tabs übrig. Aber hier ist das Geld sicher nicht schlecht angelegt - so ein kleines Gyno-Problem taucht gerne mal unverhofft auf, und dann ist man froh, wenn man das Zeug in der Schublade hat.
Zusätzlich braucht man natürlich noch Spritzen, Nadeln und Alkohol-Pads für die Desinfektion. Kriegt man aber für weng Geld in jeder Apotheke.
Fazit
1015 EUR - ist die Kur das wert? Ich würde die Frage ohne ein Zögern mit "ja" beantworten, denn die Trenbolon-Wirkung ist schon etwas besonderes.Wer diese Kur in Kombination mit einer konsequenten Diät durchzieht, der wird am Ende deutlich mehr als einen definierten Sixpack vorweisen können - schöne, massive, trockene Qualitätsmuskulatur und Kraftzunahme trotz Kalorienminus.
Das Ganze ist natürlich nur ein Missbrauchsbeispiel und dient der reinen Unterhaltung des Lesers. Für die Anwendung anaboler Steroide bei gesunden Menschen zum Zweck der Leistungssteigerung gibt es keinerlei medizinische Indikation.