Versagen
Bei einem Spiel zwischen 2 Teams um Punkte, wird es immer einen Gewinner und einen Verlierer geben an einem Tag. Dieser Tag ist der Test aber der Weg dorthin ist geprägt von Angst, Überwindung und zu Letzt, Selbstkenntnisse. Dieser Weg ist der Weg des Wachsens. Er hat keinen Start und auch kein Ende. Wenn man ihn begeht als hätte er einen Start, einen Mittelpunkt und ein Ende, mit Erfolgen und Triumphen und dazu den Sinn des "etwas erreicht zu haben" wie ein einziger Rechnungsprüfer der gute Arbeit geleistet hat und Wissen erlangt hat, dann beginnt der Athlet das Versagen zu fürchten. Um sich zu entwickeln und nicht immer zu wiederholen, um wirklich zu leben, muss man lernen wie man versagt und wann, und dass Versagen wichtig ist um sich selbst besser kennen zu lernen.
Der begabte Athlet der von einem Erfolg zum nächsten schreitet, mit einem geringen Einsatz an Training und Anstrengung weiß nichts über sich selbst oder wie er sich verhalten wird, wenn er unter richtigen Druck gerät. Physikalische Talente sind jedoch wie ein 10 Cent Stück in einem Dutzend. Also was nun. Diese Talente, wenn sie mit Härte, Versagen, Leiden eventuell Überwindung, verstärkt durch Engagement und Kontinuität machen den Athleten vollständig, und ein Individuum abgerundet. Der Athlet der immer nur gewinnt und auch der, der sich selbst demotiviert indem er nur an Verlieren denkt, kann nie ein vollständiger, erfahrener Athlet sein. Jedes Gefühl von Perfektion sollte ein Zeichen dafür zu sein, weiter zu gehen und die Schwierigkeit zu erhöhen. Erfolg erzeugt Bescheidenheit.
Im Gym Jones ist der Sport der Weg. Sport und seine Ausdrucksformen sind Mittel zur Selbsterkenntnis und Wachstum. Erfolg und Verlieren gehen Hand in Hand, beides ist wichtig und notwendig, und beides sollte mit Respekt behandelt werden. Obwohl unsere Athleten verschieden Sportarten betreiben mit verschiedenen Intensitäten, Ausdauer und Komplexität um sich selbst zu testen. Das Ergebnis ist dasselbe: Fortschritt, sowohl physiologisch als auch psychologisch.
Um im Training Stagnation zu vermeiden, werden die Herausforderungen im Training verändert, der Druck und die Schwierigkeit erhöht. Wir demonstrieren neue Bewegungen und Kombinationen. Stress erhält dabei ein interessantes Level von Unbehagen und Besorgnissen. Wenn der Athlet vor einer Trainingseinheit nicht nervös ist, ist es offensichtlich zu leicht. Wenn der Athlet während dem Training keinen Einbruch in seiner Leistung hat oder die Kontrolle verliert, ist die Stimulation des Trainings wohl zu gering. Es ist wichtig für den Athlet, das Training zu bestehen, offensichtlich unüberwindbare Barrieren meistert, mit unbequemen Situationen konfrontiert wird und sich somit durch Überwindung verbessert.
In diesem Sinne, ist Training das Wichtige hinter einfachen Zeitvertreiben oder Erholung von Tests – Wettkämpfen – und beinhaltet manchmal große Risiken; egal ob Kämpfe auf Matten oder im Käfig, auf Berge klettern, auf ein brennendes Gebäude zu rennen oder dem Geräusch von Waffen zu folgen. Fehler – egal ob psychisch oder physisch – werden bestraft und deswegen versucht man im Training bewusst zu Versagen.
Das Versagen in Wettkämpfen ist zwischen Mensch und Natur und wenn Menschen gegeneinander kämpfen, bewaffnet oder nicht, vorprogrammiert. Versagen prüft also das Individuum, in inneren Wettkämpfen zwischen Erwartungen und der Realität. Diejenigen die sich anstrengen und versagen, aber eine gute Einstellung gegenüber Versagen und Lernen haben halten die Balance des Athleten und schützen davor sich selbst als Verlierer anzusehen. Als ich noch aktiv Kletterte lernte ich von jedem Fehler 10 Mal mehr als von einem Erfolg. Dieses Wissen hat mir das Selbstvertrauen gegeben jedes Mal wieder zum Berg zurückzukehren und es erneut zu versuchen, oder härtere und schwerere Kurse zu testen in verschiedenen Jahren. Die Fähigkeiten und das Selbstvertrauen das ich durch das Versagen erlangte, indem ich mich nicht immer wiederholte, und die persönliche Entwicklung, sind die ultimativen Ziele für mich im Sport. Also sind Versagen und Erfolg im Prinzip dasselbe, nur das sich das eine etwas besser anfühlt als das andere.