Die Verbesserungen im Bereich der sportlichen Leistungsfähigkeit im Lauf der letzten Jahre waren phänomenal. Vor zwanzig Jahren wog ein durchschnittlicher Football Lineman 113 Kilo und lief die 40 Yards in 5,2 Sekunden. Dies wurde als eine Leistung angesehen, die sich in der Nähe des genetischen Limits befand. Heute laufen Running Backs, die das wiegen, was Linemen früher wogen, die 40 Yards in 4,4 Sekunden! Krafttraining hat den größten Beitrag zu dieser Art der Verbesserungen geleistet. Das Krafttraining von heute beeinflusst jedes sportliche Programm im Land – unabhängig von der Sportart und dem Geschlecht des Sportlers. Sportler halten es jetzt für notwendig Gewichte zu heben und an Konditionierungsprogrammen teilzunehmen, um sich besser auf die harten Anstrengungen der Wettkampfsaison vorzubereiten.

Vor nicht allzu langer Zeit dachten die meisten Trainer, dass ein Krafttraining Sportler muskelbepackt und unbeweglich machen würde und sich kontraproduktiv auf eine gute Technik auswirken würde. Es konnte jedoch bewiesen werden, dass die sportliche Leistungsfähigkeit entweder direkt oder indirekt von den Qualitäten der Muskelkraft abhängig ist. Wir müssen uns daran erinnern, dass Kraft das Fundament für alle anderen sportlichen Qualitäten bildet. Wenn man z.B. über keine große relative Muskelkraft (Kraft in Relation zum Körpergewicht) verfügt, wird man nie dazu in der Lage sein, schnell zu rennen. Dies beruht auf der Tatsache, dass alle Aspekte einer korrekten Lauftechnik hohe Level muskulärer Kraft bedürfen. Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, dass man, wenn man nicht den richtigen Schub durch die Knie, den richtigen Armschwung, die richtige Haltung und den richtigen Antritt generieren kann, nicht schnell sein kann! Und das ist nur ein Beispiel. Viele Universitätsstudien fanden eine starke Korrelation zwischen der Sprungfähigkeit und Agilität eines Sportlers in Relation zu seiner relativen Körperkraft. Dies bedeutet, dass ein Sportler, der für sein Körpergewicht stark ist, im Vergleich zu seinen schwächeren Gegenstücken die Fähigkeit besitzt, höher zu springen und sich schneller zu bewegen.

Der Hauptzweck einer vollständigen Konditionierung – inklusive der körperlichen, technischen, taktischen und psychologischen Aspekte des Trainings – besteht in der Verbesserung der Fähigkeiten des Sportlers seine Sportart auszuüben. Das Krafttraining ist ein entscheidender Teil der vollständigen Konditionierung. Die primäre Funktion der über 600 Muskeln des Körpers besteht in einer Kontraktion (Verkürzung der Länge), um Körperteile zu bewegen. Und man sollte sich daran erinnern, dass nur Muskeln eine Bewegung hervorrufen können. Je stärker diese Muskeln sind und je kraftvoller die Kontraktionen ausfallen, desto schneller wird ein Sportler laufen, desto höher wird er springen, desto weiter wird er werfen/kicken und desto härter wird er schlagen. So einfach ist das!

Ein zusätzlicher Bonus des Krafttrainings ist die Verletzungsvorbeugung. Sportler, die ein Krafttraining absolvieren, neigen dazu sich seltene zu verletzen. Dies liegt daran, dass das Krafttraining die Muskelansätze stärkt und die Knochendichte an den Muskelansätzen erhöht. Und wenn sich ein Sportler, der regelmäßig mit Gewichten trainiert, trotzdem verletzt, dann wird diese Verletzung wahrscheinlich weniger schlimm ausfallen und dazu neigen schneller zu heilen.

Wenn einem das nächste Mal jemand erzählen will, dass Krafttraining nur etwas für Bodybuilder ist, dann sollte man hierüber noch einmal nachdenken. Ein korrekt ausgeführtes Krafttrainingsprogramm könnte das letzte fehlende Trainingspuzzleteil für den Erfolg sein!