6. Drastische Veränderungen am Krafttraining vornehmen
Oft wird ja das Ammenmärchen verbreitet, dass man in der Diät leichter trainieren sollte. Dazu gleich vorweg: Man kann Muskeln nicht definieren, indem man sie mit mehr Wiederholungen traktiert. Definiert wird man, indem man den Körperfettanteil reduziert. Wichtig ist hierbei in erster Linie die Muskelmasse so gut es geht zu erhalten und dafür ist intensives und auch schweres Training notwendig. Wer sich in der Diät vernünftig ernährt, der wird so schnell auch keine Probleme mit Übertraining bekommen. Erst ganz gegen Ende einer Diät kann es sinnvoll sein etwas Abstand vom ganz schweren Training zu nehmen, schlicht weil durch das fehlende Fett und Wasser das Risiko einer Verletzung ansteigt, zumal oft auch der Fokus etwas leidet. Solange es geht, sollte man aber schwer trainieren. Ich persönlich bin ein großer Freund davon zu dem schweren Training noch ein wenig mehr Anstrengung durch die Einbeziehung von Intensitätstechniken zu erzeugen. Hier sollte man aber mit Augenmaß vorgehen. Ein paar Supersätze sind sicher eine tolle Idee, sich gänzlich darauf zu verlassen, halte ich jedoch für den falschen Weg. Vom Grundsatz her sollte sich das Training kaum vom Training im Aufbau unterscheiden, auch wenn progressive Steigerungen auf Dauer nicht möglich sein werden, da eine Diät doch an einem nagt. Also nicht verrückt machen, wenn Steigerungen ausbleiben, das ist normal. Einfach weiter so schwer wie möglich und vor allem so intensiv wie möglich trainieren, dann läuft das.Zu Beginn einer Diät erhöhe ich gerne das Volumen leicht, unter Umständen kann man auch die Frequenz etwas hochfahren. Je mehr die Kalorien im Laufe der Diät runtergefahren werden, umso mehr muss man hier aber auch Anpassungen vornehmen. Mit 50g Kohlenhydraten am Tag und einem Kaloriendefizit von weit über 500kcal ist ein hochvolumiges Training an fast jedem Tag der Woche bei angemessener Intensität nur schwer möglich. Hier muss jeder ein wenig die Zeichen seines Körpers berücksichtigen, wobei man auch einmal anmerken muss, dass der Körper zumeist sehr mehr abkann, als die meisten denken. preview
7. Mangelnde Regeneration
Schon im Aufbau ist unzureichender Schlaf und allgemein zu wenig Ruhe ein Problem. Bedenkt man nun, dass eine Diät einem Körper noch zusätzlich zusetzt, wird schnell ersichtlich, dass man gerade in Diätphasen auf eine ausreichende Regeneration achten muss. Fehlender Schlaf wird sich nicht nur negativ auf Eure Leistungsfähigkeit auswirken, auch das dadurch entstehende hormonelle Milieu ist alles andere als zuträglich für eine erfolgreiche Diät. Da eine drastische Reduktion des Trainingsumfangs oder der Intensität nicht anzuraten ist, bleibt nur die Regenerationsfähigkeit des Körpers bestmöglich zu fördern. Neben dem Schlaf ist auch eine vernünftige Ernährung hier entscheidend, dazu habe ich mich ja bereits geäußert. Hilfreich kann auch die Anwendung von regenerationsfördernden Supplements wie Glutamin sein.8. Sich zu stark von außen beeinflussen lassen
Wer seinen Körper verändert, wird mit Reaktionen der Umwelt rechnen müssen. Diese werden sicherlich oft positiv sein, aber macht Euch auch auf negative Reaktionen gefasst. Bei all dem ist wichtig, dass Ihr Euer Ziel nicht aus den Augen verliert. Lasst die Leute reden, nehmt Euch die Kommentare nicht zu sehr zu Herzen. In aller Regel hat man maximal eine Hand voll Leute, auf deren Meinung man wirklich etwas geben kann, der Rest redet Euch entweder nach dem Mund oder kritisiert Euch unentwegt, oft um die Unzufriedenheit mit sich selbst zu verbergen.Wenn Ihr ein Ziel habt, verfolgt dieses Ziel und vor allem: verfolgt es bis zum Ende! Wenn ich auf eine Reise gehe, dann komme ich auch an, am Zielort, nicht irgendwo in der Pampa im Niemandsland. Egal wie andere sich Euch gegenüber äußern: Wer konsequent sein Ding durchzieht, wird vielleicht auf Unverständnis stoßen, aber letztlich von den meisten Respekt und Anerkennung ernten.
Bedenkt immer eines: Ihr macht das für Euch! Ihr müsst Euch in Eurem Körper wohlfühlen! Das heißt auch, dass Ihr es wollen müsst. Für andere abnehmen funktioniert in aller Regel nicht. Sorgt dafür, dass Ihr Euch in Eurem Körper wohlfühlt, das strahlt Ihr dann auch nach außen aus. Und sicher: Man hat immer etwas zu kritisieren. Selbst in Wettkampfform findet man noch Sachen, die einen stören, aber wer eine einigermaßen gesunde Einstellung zu seinem Körper hat, der weiß, dass das Meckern auf höchstem N iveau ist. Auch hier muss man irgendwo einsehen, dass es eben genetische Grenzen gibt, aber wer es schafft, diese auch nur ansatzweise zu erreichen, der wird einen absolut vorzeigbaren Körper haben.
Lasst Euch nicht von außen irgendetwas einreden. Sucht Euch ein bis zwei vertrauenswürdige Menschen, die im Idealfall auch noch über Erfahrung in dem Bereich des Diätens verfügen und lasst sie regelmäßig Eure Fortschritte begutachten. Die vielfach geäußerten Meinungen anderer solltet Ihr ignorieren.
9. Das private Umfeld vernachlässigen
Die Menschen, die Euch am wichtigsten sind und denen Ihr am wichtigsten seid, sollten Euer stärkster Rückhalt sein. Der Partner, die Eltern, die engsten Freunde, dieser kleine Kreis Menschen ist enorm wichtig. Sehr oft wird man auch hier auf Unverständnis treffen und gerade dann ist es sehr wichtig, dass man damit richtig umgeht. Einfach auf stur schalten, wie im vorausgegangenen Punkt beschrieben, das ist sicher der falsche Weg. Bei 90% der Menschen da draußen ist das völlig ok, aber bei diesen paar wichtigen Menschen, solltet Ihr versuchen deutlich zu machen, wie wichtig Euch diese Sache ist, was das für Euch persönlich, für Euer Leben bedeutet. Nehmt die Einwände, auf die Ihr stoßen werdet ernst, hört zu und tut unter Umständen vorhandene Ängste nicht einfach als Hirngespinste ab. Überzeugt durch Argumente! Und vor allem: Überzeugt durch Euer Handeln! Dazu gehört auch, dass man vermeidet seine miese Laune, die eine jede Diät manchmal mit sich bringt, an eben diesen Personen auszulassen. Sie können nichts dafür. Gerade das engere Umfeld wird zumeist zwangsläufig und ungefragt in die eigene Diät involviert, da ist es einfach unfair die schlechte Laune an diesen Menschen auszulassen. Und auch wenn es schwer fällt und man vielleicht keine Lust hat: Pflegt Eure sozialen Kontakte. Ihr werdet froh sein, wenn diese Menschen für Euch da sind, wenn es Euch mal scheiße geht. Und letztlich ist ein gefestigtes und funktionierendes enges soziales Umfeld für das allgemeine Wohlbefinden und damit auch für den Diäterfolg durchaus wichtig!Zusammenfassung
Mir ist natürlich bewusst, dass ich hier das Rad nicht neu erfunden habe. Das meiste sollte bekannt sein oder sich mit gesundem Menschenverstand von selbst ergeben. Dennoch erlebe ich hier im Forum oft, dass eben diese Punkte missachtet werden und entsprechend die Diäterfolge ausbleiben oder Diäten komplett scheitern. Es sind meist einfache Dinge, die Großes bewirken. Seid konsequent, ehrlich zu Euch selbst und dann zieht Euer Ding durch!Auf eine erfolgreiche Diät!
Hinweis des Autors: Gerne bieten wir auch eine individuell auf euch zugeschnittene Betreuung an. Alle Informationen hierzu findet ihr unter www.ironhealth.de! Ihr habt Fragen? Dann kontaktiert uns doch einfach unter info@ironhealth.de!