"You talk the talk. Do 'ya walk the walk?"
Animal Mother, Full Metal Jacket.


Das Internet ist ein lustiger Ort. Von Natur aus anonym, erlaubt es das Internet jedem über alles was er will zu werden und die Versuchung eine fiktive Persönlichkeit anzunehmen, kann für einige Menschen sehr verlockend sein.

Das mag okay sein, wenn wir über Goblins, Warlocks oder Nachtelfirokesen reden, doch nicht, wenn es um Training und Ernährung geht… ganz zu schweigen von Leuten, die sich selbst als Experten bezeichnen und anderen Ratschläge geben.

Wir haben alle den fetten persönlichen Trainer im Fitnessstudio gesehen, der weiß, dass die Ernährung und das Training von vielen Trainierenden falsch sind, doch es fällt schwer Bodybuilding Ratschläge von jemandem entgegen zu nehmen, der so aussieht, als ob er mehr Zeit im 24 Stunden Drive in als im 24 Stunden Fitnessstudio verbringt.

Wenn es um das Internettraining geht, dann ist es sogar noch leichter wie jemand zu wirken, der weiß, wovon er redet – und das selbst dann, wenn man so viel erfolgreiche Trainingserfahrung wie ein hässliches Mädel mit Kiefersperre Erfahrung beim Blasen hat.

Ich habe einige Autoren dieser Site kontaktiert, um zu sehen, wie diese selbst trainiere und sicherstellen, dass sie immer noch den richtigen Kampf kämpfen, auch wenn sie mit dem Training von Klienten beschäftigt sind, Abgabetermine einhalten müssen und ein eigenes Business am Laufen halte. TC gab mir die persönlichen Instruktionen, dass wenn Phrasen wie "Wasser Aerobic" oder "Tony Littles Gazelle" zur Sprache kämen, dies das letzte wäre, was der Leser jemals von diesen Jungs hören würde.
Chris Colucci preview

Der gutaussehende Typ: John Romaniello

Ich habe in letzter Zeit mit vielem herumexperimentiert. Es gibt so viel cooles Zeug im Bereich dieser Industrie, dass ich gerne etwas Zeit damit verbringen möchte, alles hiervon auszuprobieren. Ich habe etwa drei Wochen damit verbracht, mir Doggcrapp herumzuspielen, was ich wirklich mochte und womit ich später noch mehr Zeit verbringen werde.

Wenn ich mein augenblickliches Programm beendet habe, plane ich einen ganzen Monat mit dem Perfect Rep Training - möglicherweise mit dem Anaconda Protocol - zu verbringen (und selbst wenn dies nur aus dem Grund geschieht, dass mein Postfach mit Fragen hierzu gefüllt ist und ich keine legitimen Antworten geben kann). Darüber hinaus sieht der Plan wirklich toll aus und ich habe eine Tonne Respekt vor Mr. Thibby-dibby (wie wir ihn in meinem Haushalt nennen). Ich glaube, dass dieses Programm eine Menge Potential hat.

Ich bin 172 cm groß und 86 Kilo schwer und ich verwende ein auf mich zugeschnittenes Programm, das sowohl für den Fettabbau als auch den Muskelaufbau entwickelt wurde und eine einzigartige Variante von Rest-Pause Sätzen umfasst. Während traditionelle Rest-Pause Sätze zwischen den einzelnen Sätzen eines Satzes kurze Pausen umfassen, um die Gesamtzahl der Wiederholungen und die Zeit unter Spannung zu erhöhen, verwende ich über den ganzen Satz kurze Pausenphasen, so dass diese Sätze mehr an Atemkniebeugen erinnern.

Ich verwende diese Methode seit etwa zwei Jahren immer wieder und sie ist außergewöhnlich gut für die Steigerung von Masse, Kraftausdauer und allgemeiner Arbeitskapazität geeignet. Sagen wir für ein Beispiel, dass ich Schrägbankdrücken ausführe. Ich verwende mein Maximalgewicht für 10 Wiederholungen und führe alle 10 Wiederholungen in guter Form aus. Bei der letzten Wiederholung halte ich die Position mit vollständig gestreckten Armen für 5 bis 10 Sekunden, atme ein paar Mal tief durch und versuche mich zu erholen.

Hiernach führe ich so viele weitere Wiederholungen wie möglich aus (für gewöhnlich 6 bis 8), bevor ich die Position mit gestreckten Armen erneut für 15 bis 20 Sekunden halte, während ich tief durchatme. Anschließend absolviere ich einige weitere Wiederholungen. Nach diesen lege ich das Gewicht ab, atme 15 mal tief ein und aus, nehme das Gewicht wieder aus der Ablage und führe noch einmal so viele Wiederholungen aus, bis ich den Punkt des Muskelversagens erreiche. All dies ergibt zusammen einen Satz … und ich führe zwei dieser Sätze pro Übung aus.

Ich plane jede Trainingseinheit für die folgenden 6 bis 8 Wochen im Voraus und nehme später bei den einzelnen Trainingseinheiten Änderungen vor. Häufig tausche ich die Reihenfolge von zwei oder mehr Trainingseinheiten während einer gegebenen Woche aus. Während den individuellen Trainingseinheiten lasse ich mein Gefühl über die verwendeten Gewichte entscheiden.

Manchmal fühle ich mich wie Mario (gib mir 5 für meine eigene Nintendo Referenz) und gehe weit über meine geplanten Gewichte, Sätze oder Wiederholungen hinaus. Zu anderen Zeiten fühle ich mich eher bescheiden und gehe einfach nur die Übungen durch, wobei es mir unmöglich ist, die geplanten Gewichte zu verwenden. Dies geht jedem ab und zu so. In seltenen Fällen verzichte ich sogar völlig auf eine Trainingseinheit.

Eine Sache, mit der ich sowohl bei meinen Klienten als auch bei mir enorm erfolgreich war, ist die Verwendung schwerer Gewichte. An mindestens einem Tag pro Woche führe ich mehrere Sätze mit 4 bis 6 Wiederholungen und 85 bis 90 % meines 5RM Gewichts (das Maximalgewicht für 5 Wiederholungen) aus. Ich ändere die Übungen alle 3 Wochen, doch ich habe immer eine Druckübung, eine Zugübung, eine Variante des Kreuzhebens und eine Variante von Kniebeugen im Programm. Dies sind meine schweren Trainingseinheiten. Sie sind schnell, effektiv und fordernd und sie helfen mir dabei, das ganze Jahr stark zu bleiben und eine gute Muskeldichte aufrecht zu erhalten.

Dieser Trainingskram soll Spaß machen. Es ist hart und bedarf Anstrengungen, Opfer und Hingabe, doch es sollte eine Menge Spaß machen. Wenn man sich den Film Pumping Iron oder irgendetwas aus dieser Ära ansieht, dann wird man sehen, dass Arnold und seine Jungs einen Riesespaß hatten. Sie rissen sich den Arsch auf, doch sie hatten eine Menge Freude daran. Das ist das, nachdem wir alle streben sollten.

Wenn es um das Training für Masse geht, neigt das Training, das man am meisten genießt, dazu, das Training zu sein, das am effektivsten ist. Wenn es um den Fettabbau geht, dann ist der Trainingsstil, der am effektivsten ist, der, bei dem man sich am miesesten fühlt.

Bezüglich des allgemeinen Lebensstils ist man dazu verdammt zu versagen, wenn man sein Training nicht auf einer gewissen Ebene genießt. Entweder man erreicht etwas damit – egal ob es das körperliche Genießen einer Trainingseinheit, die emotionelle Befriedigung aufgrund der Resultate oder die gesellschaftliche Belohnung dafür, dass man einen besseren Körper als die meisten hat, ist – oder man sollte es sein lassen.

Der funktionale Trainer: Nick Tumminello

Ich versuche sportlich auszusehen und zu sein, um mit meinen NFL, MMA und Bodybuilding Klienten mithalten zu können, wenn ich sie trainiere. Ich bin 167 Zentimeter groß und wiege 73 Kilo, doch mein augenblicklicher Trainingspartner ist 185 Zentimeter groß und wiegt 115 Kilo und wir versuchen uns gegenseitig durch einige ernsthafte Trainingseinheiten zu treiben.

Die Leute denken, dass einige der Übungen oder Programme, die ich verwende, ungewöhnlich oder unkonventionell sind, doch ich würde meine Klienten nichts ausführen lassen, das ich nicht zuerst selbst ausprobiert habe. Eine Menge der einzigartigen Übungen, die ich sie ausführen lasse, sind aus der Notwendigkeit geboren – ich finde heraus, wie man bestimmte Bewegungen trainiert, wenn dies notwendig wird (wie z.B. die Bedürfnisse bezüglich der Griffkraft eines MMA Kämpfers).

Es hat nichts damit zu tun, funktionale Übungen nur um ihrer selbst Willen auszuführen. Ich hasse z.B. Pistolen Kniebeugen (einbeinige Kniebeugen mit nach vorne ausgestrecktem Bein), da dies keine Position ist, die man in der Welt des Sports beobachten kann, doch keine Übung ist wirklich "nicht funktional". Wenn der Körper die Bewegung ausführen kann, dann ist sie funktional.

Ich hatte vor über einem Jahr eine Operation am vorderen Kreuzband, weshalb mein Training immer noch eine Menge propriozeptives Training umfasst, um mein Knie gesund zu halten. Ich liebe außerdem Bergsteigen und Mixerd Martial Arts (MMA) Training mit "Team Ground Control", weshalb ich versuche, dies abhängig von meinem Terminplan jede Woche mit in mein Trainingsprogramm aufzunehmen.

Um das Klettern und MMA zu ergänzen, führe ich gelegentlich Grifftraining an der dicken Stange und/oder direktes Nackentraining an meinen Oberkörpertrainingstagen aus (jedoch nicht an Trainingstagen für den Unterkörper, um Überlappungen mit dem Kreuzheben zu vermeiden). Wir trainieren außerdem häufig barfuss, und zwar insbesondere beim propriozeptiven Unterkörpertraining.

Im Augenblick besteht mein Training im Grunde genommen aus einem Oberkörper/Unterkörper Split, der so modifiziert ist, dass einige Muskelgruppen und Übungen an bestimmten Tagen priorisiert werden:

  • Montag: Oberkörper Drückübungen (und einige Zugübungen)

  • Dienstag: Unterkörper Hüfte/hintere Muskelkette (mit etwas allgemeinem Beintraining)

  • Donnerstag: Oberkörper Zugübungen (und einige Druckübungen)

  • Freitag; Unterkörper Quadrizeps (mit etwas Training für die hintere Muskelkette)


Die Trainingseinheiten beginnen mit fünf oder zehn Minuten dynamischem Aufwärmen für die an diesem Tag trainierten Muskelgruppen. Die meisten Menschen müssen sich, wenn sie etwas Training für die Beweglichkeit mit in ihr Aufwärmtraining integrieren, keine Gedanken über separate Trainingseinheiten für die Beweglichkeit machen, wenn sie nicht gerade bestimmte Bereiche priorisieren möchten.

Die Leute sollten außerdem ihren gesunden Menschenverstand einsetzen und sich auf das konzentrieren, was wirklich auf sie anwendbar ist, bevor sie allgemeinere Konzepte befolgen. Wenn man z.B. immer flexible Hüften hatte, aber die Wirbelsäule dadurch, dass man den ganzen Tag vor dem Computer sitzt, Probleme bereitet, dann muss man wahrscheinlich nicht viel Beweglichkeitstraining für die Hüfte ausführen, auch wenn man dies allgemein gesehen eigentlich tun sollte. Gesunder Menschenverstand und Spezifität sind also von entscheidender Bedeutung.

Nach dem Aufwärmen führe ich, falls es sich um einen Trainingstag für den Oberkörper handelt, ein paar grundlegende leichte Medizinballwürfe zum Zweck der Aktivierung des zentralen Nervensystems aus. An Unterkörpertrainingstagen führen wir ein paar plyometrische Übungen oder Geschwindigkeitsdrills für das zentrale Nervensystem aus, bevor wir mit dem Training mit Gewichten beginnen.

Ich beende meine Trainingseinheiten immer mit etwas Konditionierungstraining. An Oberkörpertrainingstagen schlage ich mit einem Vorschlaghammer auf einen Reifen oder führe ein paar Oberkörper Komplexsätze aus – 5 bis 8 Übungen, 5 bis 8 Wiederholungen pro Übung und drei Gesamtsätze, wobei ich mich die ganze Zeit über schnell von Übung zu Übung bewege.

An Unterkörpertrainingstagen könnten dies Schlittenziehen, Sprinttraining oder Sprints/Intervalle auf einem Airdyne Trainingsrad sein. Darüber hinaus führe ich nach jedem Training ein Abwärmen mit einigen Dehnungen für die trainierten Muskelgruppen durch.

Ich stelle sicher, dass jedes Unterkörpertraining eine mit beiden Beinen ausgeführte Übung (wie Kniebeugen oder Kreuzheben mit der Trap Bar Stange) und eine einbeinige Übung (wie z.B. einbeiniges Kreuzheben) umfasst, um genug Arbeit ohne Überlastung der Wirbelsäule oder Beeinträchtigung der allgemeinen Regeneration auszuführen.

Da ich jede Muskelgruppe zweimal wöchentlich trainiere, wechsle ich zwischen zwei unterschiedlichen Satz/Wiederholungsschemata hin und her. Bei einer Trainingseinheit ist dies ein 3-4 x 8-12 Schema für Hypertrophie und bei der nächsten Trainingseinheit verwende ich ein 4-6 x 4-6 Schema mit dem Fokus auf Kraft.

Eine gute Faustregel zur Maximierung der Leistungsfähigkeit ist nur so lange zu pausieren, wie man dies anhand der wahrgenommenen Anstrengung für notwendig hält. Zwischen den Sätzen sollte man so lange pausieren wie notwendig, aber gleichzeitig auch nur so kurz, wie dies sein muss. Wenn man allerdings auf maximale Kraft trainiert, dann sieht das Ganze völlig anders aus und in diesem Fall können längere Pausen von Vorteil sein.

Einer der besten Wege die Ruhephasen im Allgemeinen zu managen besteht darin, aktive Regenerationstechniken zwischen den Sätzen zu verwenden, die ich bereits in einem früheren Artikel beschrieben habe. Aktive Regenerationstechniken können außerdem verwendet werden, um bestimmte Übungen zu priorisieren, die Beweglichkeit zu verbessern oder auf Verletzungen einzugehen.

Ich tue dies selbst – meistens um an der Beweglichkeit von Hüfte, Knien und Fußgelenken zu arbeiten, aber auch deshalb, weil ich zwischen den Sätzen nicht untätig herumsitzen möchte und während des Trainings nicht damit beginnen möchte, an andere Sache zu denken. Ich möchte einfach trainieren und mein Gehirn während dieser Zeit etwas abschalten.

Ich führe abwechselnd die primären Übungen mit Gewichten und 10 bis 20 Wiederholungen einer aktiven Regenerationsübung mit niedriger bis mittlerer Intensität aus, wobei beides zwischen 20 und 40 Sekunden lang dauert. Ich trainiere somit recht flott und führe trotzdem noch zusätzliche Arbeit aus.

Eine meiner letzten Oberkörpertrainingseinheiten sah folgendermaßen aus:

  • A1) Klimmzüge 4x8-12

  • A2) Liegestütze auf dem Swiss Ball 4x20*

  • B1) Langhantelrudern 4x8-12

  • B2) Ausfallschrittmatrix mit geschlossenen Augen 4x10-20**

  • C1) Kurzhantel Schrägbankdrücken 4x8-12

  • C2) LYTP Raises 4x10-15 ***


* Ich kann normalerweise 50 Wiederholungen in einem Satz ausführen, doch ich belasse es hier bei 20, da eine aktive Regenerationsübung schnell ausgeführt werden sollte und nicht zu intensiv sein sollte.

** Eine Ausfallschrittmatrix ist im Grunde genommen ein Dreifachsatz aus Ausfallschritten nach vorne, Ausfallschritten zur Seite und transversalen/hinteren Ausfallschritten mit dem eigenen Körpergewicht. Wenn man hierbei die Augen schließ, erhöht dies die Herausforderungen bezüglich Propriozeption, Körperbewusstsein und Gleichgewicht.

*** LYTP ist eine fantastische Übung für die Gesundheit von Schultern, Trapezius und oberen Rücken, die ich in meinem Blog näher beschrieben habe (siehe Nicktumminello.com). Man kann diese Übung als neue und verbesserte Variante der klassischen YTWL Raises ansehen.

Wie immer man sich entschließt zu trainieren und für was immer man trainiert, wird man keine Vorzüge erzielen, wenn man sein Training nicht instinktiv mag. Wenn man körperlich weiß wie man trainieren muss – man geht ins Studio und geht die Trainingseinheit durch – aber nicht die "spirituelle" (in Ermangelung eines besseren Begriffs) Freude am Training hat, dann hat man ein Problem.

Der Körper Profi: Dr. Clay Hyght

Seit dem ich im Jahr 2007 zuletzt an einem Wettkampf teilgenommen habe, lag mein Fokus darauf, anderen Wettkämpfern und "gewöhnlichen" Menschen zu helfen. Wenn ich ehrlich bin, hat sich mein Körper während der letzten Jahre nicht weiterentwickelt. Ich habe ganz einfach einen Körper und einen Lebensstil aufrecht erhalten, der mich glücklich macht.

Was mich jedoch im Augenblick glücklich macht, ist die Vorbereitung darauf, wieder an Wettkämpfen teilzunehmen. Im Lauf der letzten Monate habe ich meine Trainingsintensität wieder auf den Level gesteigert, auf dem sie sich befand, bevor ich damit begann, im Fitnessstudio einfach nur die Bewegungen durchzugehen.

Mein augenblickliches Ziel besteht darin, schrittweise mein Bindegewebe in Vorbereitung auf ein höheres Volumen und eine höheren Trainingsintensität zu stärken und meine neuromuskulare Effizienz und Rekrutierung der motorischen Einheiten wieder zu erlangen – und all das, während ich verletzungsfrei bleibe. Ich werde dies tun, während ich mich wirklich auf die Gesundheit von Gelenken und Bindegewebe konzentriere, um sicherzustellen, dass keine alten Verletzungen wieder hochkommen und ein uneingeschränktes Training verhindern.

Mein augenblickliches Training besteht aus 75% Training für Masse und Kraft und aus 25% Rehabilitations- und Verletzungsvorbeugungstraining. Ich habe während des letzten Jahres etwa 110 Kilo in Off Season Form gewogen. Mein Plan besteht darin, auf etwa 114 Kilo hochzugehen, während ich dieselbe Körperkomposition aufrecht erhalte. Danach werde ich schrittweise auf 93 oder 95 Kilo in Vorwettkampfform herunterdefinieren (ich bezeichne dies gerne "ekelhaft definiert", da man so schlank ist, dass die meisten Menschen denken, dass dies ekelhaft aussieht).

Da ich mich mental erst langsam wieder auf das harte Training einstellen muss, erlaube ich es mir selbst so zu trainieren, wie ich will. Es muss jetzt einfach Spaß machen, da ich es sonst ganz einfach nicht tun würde. An Wettkämpfen teilzunehmen ist für mich nicht mehr aufregend, da ich innerhalb der letzten 18 Jahre an etwa 30 Wettkämpfen teilgenommen habe, weshalb ich das Ganze so gestalten muss, dass es Spaß macht.

Im Augenblick trainiere ich eine oder zwei Muskelgruppen pro Tag und einen tollen Pump zu bekommen macht Spaß. Ich zwinge mich jetzt noch nicht dazu, einen bestimmten Trainingssplit oder bestimmte Satz- und Wiederholungszahlen zu verwenden. Normalerweise würde ich davon abraten so instinktiv zu trainiere, da nicht viele Leute (ich eingeschlossen) hierdurch wirkliche Fortschritte erzielen.

Ich mache jedoch zurzeit gute Fortschritte, da dies besser als das ist, was ich zuvor getan habe. Während der letzten Wochen habe ich mein Training von einem recht grundlegenden Brust/Schultern/Trizeps, Rücken/Bizeps und Bein Split zu folgendem weiterentwickelt:

  • Trainingseinheit 1: Rücken

  • Trainingseinheit 2: Brust, Arme leicht

  • Trainingseinheit 3: Beine

  • Trainingseinheit 4: Schultern, Arme leicht


Trainingsfreie Tage werden je nach Belieben eingelegt, um z.B. einen Wochenendtrip nach Lake Tahoe zu machen, doch ich trainiere jede Muskelgruppe alle sechs Tage.

Wenn meine Toleranz für das Beinvolumen steigt, werde ich Quadrizeps und Beinbeuger getrennt voneinander trainieren. Wenn ich eine Trainingseinheit ausfallen lasse, was ich mir nicht viel länger erlauben werde, dann ist es der Schultern/Arme Tag, da dies bereits meine am besten entwickelten Muskelgruppen sind.

Wenn sich mein Körper und mein Geist wieder an die höhere Intensität und häufigeres Training gewöhnt haben, werde ich zu einem Trainingsprogramm übergehen, das spezifischer auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist, was bedeutet, dass der instinktivere Teil des Trainings und der Spaß ein Ende haben werden. An diesem Punkt werden die erzielten Fortschritte unabhängig von Übungen, Sätzen und Wiederholungen Spaß machen.

Meine letzte Trainingseinheit sah folgendermaßen aus:

  • A) Langhantel Schrägbankdrücken 3x6-10*, 4x7, 5, 3, 10**

  • B1) Fliegende Bewegungen am Kabelzug 3x12-15

  • B2) Dips mit weitem Griff 3x6-10

  • C) Brustdrücken an der Maschine 7x6-10

  • D) Trizepsdrücken über Kopf an der Maschine 1x15*, 3x10-12

  • E) Kurzhantelcurls sitzend 1x15*, 3x10


* Aufwärmsätze.

** Dieser letzte Satz war ein absteigender Satz. Nach der Ausführung von 10 Wiederholungen reduziere ich sofort das Gewicht und holte 10 weitere Wiederholungen heraus. Abgesehen von den Aufwärmsätzen wurde jeder Satz dieser Übung bis zum Muskelversagen ausgeführt.

Die Kombination aus fliegenden Bewegungen am Kabel und Dips ist ein hervorragender Vorermüdungssupersatz, der die Brust (primär die untere Brust) stärker als die Trizeps und die vorderen Schultermuskeln überlastet. Zwischen den Supersätzen pausiert man etwa 75 Sekunden lang.

Beim Brustdrücken an der Maschine verwendete ich dasselbe Gewicht und pausierte nur 30 Sekunden zwischen den Sätzen, da ich nun etwas grundlegende Arbeit ausführte und einen soliden Pump erzielte.

Nur zum Vergleich ist hier mein letztes Rückentraining:

  • A) Langhantelrudern im Untergriff 3x15*, 4x8-15

  • B) Latziehen mit neutralem Griff 1x12*, 4x12, 10, 5, 3**

  • C) Einarmiges Kabelrudern 3x12

  • D1) reverse fliegende Bewegungen 3x15

  • D2) T-Bar Rudern mit unterstützter Brust 3x9-12

  • D3) Latziehen an der Nautilus Maschine 3x12

  • E) Schulterheben an der Maschine 3x8-10


* Aufwärmsätze.

** Die letzten drei "Sätze" wurden im Rest-Pause Stil mit nur 20 Sekunden Pause zwischen den Sätzen ausgeführt.

Ich habe einarmiges Rudern am Kabel seit Jahren nicht mehr ausgeführt und wollte diese während dieser Trainingseinheit ganz einfach wieder einmal verwenden (Ja, zum Spaß). Dies ist eine Art Weicheiübung, wenn sie als primäre Übung ausgeführt wird, wie ich dies tat, doch ich dachte mir "was solls".

Der Supersatz aus reversen fliegenden Bewegungen/T-Bar Rudern/Latziehen war fantastisch! Er ist perfekt dafür geeignet auf den gesamten oberen Rücken abzuzielen, welchen ich dringend weiterentwickeln muss. Die Latzugmaschine erlaubte es mir, den Torso entsprechend auszurichten und besser auf meinen mittleren Rücken und die Retraktoren des Schulterblatts abzuzielen.

Bei jeder Trainingseinheit habe ich darauf geachtet, jede Muskelgruppe nach ihrem Training gründlich zu dehnen. Ich habe die Vorzüge des Dehnens bereits mehrfach erklärt. Dies ist von größter Wichtigkeit für Gesundheit, Masse und Leistungsfähigkeit, wenn man für eine lange Zeit trainieren möchte.

Mein augenblickliches Training erinnerte mich an zwei Schlüsselpunkte.

  1. Ein Trainingsprogramm auszuführen, das Spaß macht, ist genauso wichtig, wie das "beste" Trainingsprogramm zu verwende. Wenn man das Beintraining hasst, dann sollte man nicht denken, dass man immer eine hervorragende Trainingseinheit ausführen wird oder annehmen, dass man immer schwere Kniebeugen ausführen muss, da ein halbherziges Beintraining besser als gar keines ist.

  2. Man sollte seinen Körper nicht dazu zwingen sich immer zu verbessern oder sich schnell zu verbessern. Wenn man dies tut, wird der Körper irgendwann rebellieren. Geplante Phasen, während man denen lediglich das aufrechterhält, was man bereits hat, sind eine intelligente Idee. Selbiges gilt dafür, sich alle drei Monate eine Woche Auszeit vom Training zu nehmen. Man sollte sich daran erinnern, dass es besser ist intelligent statt einfach nur hart zu trainieren.