Von Athletes Topic Of The Week
Die Frage
Schlagkraft ist für MMA (Mixed Martial Arts) Kämpfer am wichtigsten, was jedoch nicht heißen soll, dass diese nicht auch beim Hockey oder auf der Straße zum Einsatz kommt.- Welches sind die besten Techniken, um die Schlagkraft zu verbessern?
- Welche Art von Trainingsprogramm sollte man befolgen? An dieser Stelle sollten spezifische Übungen angegeben werden.
- Welche Art von Auswirkung wird dies auf die sportliche Konditionierung besitzen?
1. Platz - perldog007 Schlagkraft!
Für die Schlagkraft sind große Muskeln so gut wie bedeutungslos. Jeder, der Paul Buentello, David Bey oder James Hipp kämpfen gesehen hat, weiß, um was es geht. Keinen dieser Kämpfer würde man als einen in einem Fitnessstudio Trainierenden ansehen, doch alle von ihnen können den Hammer schwingen.Auf der anderen Seite hat sich schon mehr als ein Typ mit großen Muskeln verletzt, als er versucht hat, einen Schlag zu landen. Hier ist ein Auszug aus einem Interview mit Guy Grundy von David Robson von Bodybuilding.com:
Franco Columbus Winning Bodybuilding erzählt uns, dass es sechs Monate im Kraftraum bedarf, um zu lernen, wie man mit einer Hand einen K.O. Schlag ausführt. Das Schlagen gegen schwere Sandsäcke wird als Widerstand für den Aufbau der hierfür notwendigen Muskeln verwendet. Laut Franco, kann diese Zeitspanne durch die Verwendung eines boxspezifischen Bodybuildingprogramms signifikant verkürzt werden.
Ich mag dieses Buch wirklich. Es ist in meinen Augen ein Klassiker. In diesem Punkt stimme ich jedoch nicht mit dem Autor dieses Buches überein. Für den Autor dieses Artikels, der dumm genug war, um ein Jahr in einem Vollkontakt Club zu verbringen, bauen sechs Monate des Schlagens schwerer Säcke die Technik auf.
Joe Leiderman schrieb hierüber im Jahr 1925 folgendes:
- "Dies trifft insbesondere beim persönlichen Kampf zu – bei Mann gegen Mann Stunts, bei denen Kraft und Gewicht eines Mannes Kraft und Gewicht des Gegners gegenüberstehen. Es ist schwer die Kraft der Gegner zu bewerten, da die Fähigkeiten bis zu dem Punkt entwickelt wurden, an dem dies ein enormer Faktor ist."
Wenn der Gegner nicht gerade freundlich genug ist, schwingend von der Decke herabzuhängen und nicht zurück zu schlagen, dann wird man mehr als einen schweren Sack benötigen. Traditionelle Hilfsmittel sind das Sprungseil, der Speed Bag, der doppelseitige Schlagsack, der am Boden befestigte Speed Ball und schließlich das Sparring. Es gibt immer noch einige Old-School Trainer, die darauf bestehen werden, dass man bei diesen Drills sehr gut sein muss, bevor man mit dem Sparringtraining beginnen kann. Wenn man die grundlegenden Drills gemeistert hat, dann ist man bereit für den Sparring (wenn der Arzt die Freigabe gibt – SEHR WICHTIG!).
Sparring ist dort, wo alles zusammenkommt. Vor kurzem hat man einen Admiral im Ruhestand in den Nachrichten folgendes sagen hören:
- "Niemand lernt schneller als jemand, auf den geschossen wird."
Dies ist auch auf die Situation anwendbar, wenn man im Ring besiegt wird. Wenn man verprügelt wird, dann werden die Lernrezeptoren verstärkt. Die Aufnahmerate ist sehr viel höher, als wenn man auf der Couch sitzt und UFC (Ultimate Fighting Club) schaut.
Um ein Sparringtraining ausführen zu können, muss man ganz einfach nur in Form sein. Der Autor dieses Artikels kann mit einem hohen Grad an Selbstvertrauen sagen, dass das Ringen nach Luft und das Raum für Schläge halten, die besten MMA Schachzüge degradieren können. Da ein Sport- oder Straßenkampf fordernder als ein Sparring sein kann, ist Kondition von entscheidender Bedeutung.
Krafttraining
Nachdem Beweglichkeit, Technik, Fähigkeiten und Konditionierung adressiert wurden, wird die Kraft zu einem Faktor. Wenn alle anderen Dinge gleich sind, dann kann der stärkere Sportler den härteren Treffer landen. Doch wann sind alle anderen Dinge jemals gleich?Krafttraining kann dem Kämpfer, der alle anderen Bereiche der Schlagkraft adressiert hat, einen signifikanten Vorteil geben. Die meisten Menschen denken an dieser Stelle sofort an den Trizeps. Alte Kämpfer würden einem sagen, dass dies ein weit verbreiteter Fehler ist. Es gibt einen Grund dafür, dass Karatemeister darauf bestehen, dass ihre Schüler eine starke Körpermitte aufbauen.
Die Körpermitte übernimmt all die Kraft, die man durch das Wegdrücken vom Boden mit den Beinen generiert und überträgt diese zu den Gliedmaßen. Dies ähnelt dem Getriebe eines Autos, das die Kraft des Motors auf die Räder überträgt, um das Auto in Bewegung zu setzen.
Ein Artikel von Pavel Tsatsouline liefert ein gutes Beispiel:
Ein berühmter russischer Kugelstoßer schaffte es nicht, sich aus einem Raubüberfall "herauszureden". Dieser freundlich gestimmte Mann wurde richtig sauer, als einer der Angreifer ihn mit einem Messer schnitt und fügte diesem mit einem einzigen Schlag einen Milzriss zu (hierfür bedarf es einer enormen Menge an Schlagkraft!).
Der Modus Operandi der sowjetischen Justiz hätte "Nicht eine gute Tat verbleibt ungesühnt" sein können, doch dieses mal wurde der unschuldige Mann, der sein Leben verteidigte, des Totschlags angeklagt. Die Geschichte ging durch die Presse.
Einer der Kameraden, der dies las, war Igor Sukhotsky, ein ehemaliger Gewichtheber auf nationaler Ebene, der im Alter von 45 Jahren mit Karate begonnen hat. Dieser Mann untersuchte das Training von Kugelstoßern und fand heraus, dass dieses nicht nur die Schlagkraft verbessert, sondern auch die Körpermitte gegenüber Schlägen widerstandsfähiger macht.
Der erwähnte Artikel behandelt eine exzellente Übung, die als "Full Contact Twist" (Vollkontakt Drehung) bezeichnet wird. Ich war mir dieser Übung während der Zeit von 1986 bis 1987, als ich gutes amerikanisches Geld dafür bezahlte, zusammengeschlagen zu werden, nicht bewusst. Selbiges gilt für die Zeit von 1989 bis 1991, als ich während meiner Arbeit bei der Security an der Union Station in Washington D.C. an zu vielen Raufereinen beteiligt war. Hätte ich von dieser Übung gewusst, dann hätte ich sie verwendet. Wenn der Leser eine ernsthafte Schlagkraft entwickeln möchte, dann kann ich ihm diese Übung nur wärmstens empfehlen.
Kreuzheben baut die allgemeine Kraft auf. Es gibt einige Parallelen zwischen dem nach oben Ziehen eines Gewichts vom Boden aus und mit Kraft von unten nach oben zu kommen. Kampfsport Kommentatoren redeten über Kämpfer wie Mike Tyson und Tommy Morrison, die Schläge vom Boden aus verteilten. Die meisten erfahrenen Kämpfer werden einem sagen, dass man bei Gegnern mit einem großen Latissimus und einem großen Trapezius sehr vorsichtig sein sollte.
Olympische Gewichtheberübungen wären gut, doch es kann schwer sein, diese zu lernen. Ich selbst besitze keine Kettlebells, doch ich habe ein paar Kurzhanteln und Mike Mahlers exzellente Kettlebell Solution For Size and Strength DVD.
- Kettlebell Schwingen li>Reißenli>Umsetzen und Pressenli>Umsetzen und Stoßenli>Kniebeugenli>Kettlebell Windmühlenli>Turkish Get ups
Es gibt einen Grund dafür, dass so viele harte Kämpfer bei unterschiedlichsten Kampfsportarten aus ländlichen Gegenden kommen, wo die Landwirtschaft ein weit verbreiteter Beruf ist. Ballistische Arbeit wie das Werfen von Heuballen und Holzhacken übertragen sich auf eine furchteinflößende Schlagkraft.
Trainingsroutine
Welche Art von Trainingsroutine sollte man befolgen?
An dieser Stelle sollten spezifische Übungen ausgewählt werden.Als ich zum ersten mal Boxhandschuhe anzog, war meine Schlagkraft ein Witz. Jeder in meinem Club lief direkt in meine Schläge. Innerhalb eines Jahres war meine Rechte jedoch überall in meinem Club respektiert und ich konnte mit einem Schlag meiner Handkante einen 2,5 Zentimeter dicken Betonblock zerschlagen. Es waren diese Drills und einige Gewichtheberdrills, die ich seither gelernt habe, die für mich funktioniert haben.
Mein Sensei, der vielleicht gerade einmal 63 Kilo wiegt und mit schrecklicher Kraft zuschlagen kann, sagte mir, dass ich mich jeden Tag dehnen sollte, wenn ich nichts anderes tat. Dies war ein guter Startpunkt. Einige Leute sagen, dass man sich vor dem Training dehnen sollte, während andere ein Stretching nach dem Training empfehlen. Ich überlasse es dem Leser, sich seine eigene Meinung zu bilden. In meiner Schule dehnten wir uns immer vor dem Aufwärmen und dem Sparring. Es funktioniert.
1. Flexibilität
- Berühren der Zehen im Stehen
- Armkreisen
- Schulterkreisen
- Schulterheben
- Nackenkreisen
- angewinkeltes Armkreisen
- Handgelenkkreisen
- Kniekreisen
- Fußknöchelkreisen
- Hürdenläufer Dehnung
- Reverse Hürdenläufer Dehnung
2. Seilspringen
Dies ist zweifelsohne das beste Cardiotraining für einen Kampfsportler. Diese Übung verbessert Ausdauer und Koordination. Die Muskeln, die einen vom Boden heben, werden auch die Kraft beim Schlagen generieren. Wenn man nicht für eine gewisse Zeit lang Seilspringen kann, dann wird man wahrscheinlich Probleme bei einem Faustkampf bekommen.Man sollte versuchen jeden Tag etwas länger zu springen. Wenn man am Anfang dazu in der Lage ist, zehn Minuten lang Seil zu springen, dann ist das gut. Wenn nicht, sollte man sich auf diese Zeit hoch arbeiten. Je länger man ohne sich zu erschöpfen Seilspringen kann, desto besser.
3. Die Drills
- Schwerer Sandsack:
Man trainiert zunächst mit einminütigen Runden, und pausiert zwischen den Runden jeweils eine Minute lang. Wenn sich die Ausdauer verbessert, kann man die Rundenzeiten nach und nach erhöhen, während man gleichzeitig die Pausen verkürzt, bis man schließlich jeweils drei Minuten lang mit 30 Sekunden Pause am Sandsack arbeitet. UFC Fans können sich auch bis auf fünf Minuten hocharbeiten. Man beginnt mit zwei Runden. Hierbei trainiert man Schlagkombinationen, ändert die Führung und versucht während der letzten zehn Sekunden einer jeden Runde einen wahren Hagel von Schlägen auf den Sack loszulassen. - Speed Bag:
Dieser verbessert nicht nur die Koordination, sondern kräftigt bei der Ausführung nach dem Sandsacktraining auch die Arme, da man diese oben halten muss, auch wenn sie müde sind. Auch hier trainiert man in Runden. Man beginnt mit zwei Runden a einer Minute und arbeitet sich von hier aus nach oben. Man sollte einen gleichmäßigen Rhythmus aus klassischen Schlägen mit den Knöcheln und Hammerfäusten einhalten und die Hände tauschen. Bezüglich der genauen Ausführung kann man jeden fragen, der den Film "Million Dollar Baby." gesehen hat. - Doppelendiger Schlagball oder am Boden befestigter Speed Bag:
Dieses Training ist sehr gut geeignet, um die Koordination zu verbessern und kommt reaktiven Vorrichtungen am nächsten. Man beginnt mit einminütigen Runden und arbeitet sich nach oben. Bei diesen Geräten schlägt man den Boxsack und muss diesem beim Zurückschnellen ausweichen. Wenn man ein oder zwei Runden übersteht, ohne vom Sack getroffen zu werden, könnte es an der Zeit für das erste Sparring Training sein.
4. Kraft Drills
Wenn man nicht mit Gewichten trainiert, kann man die folgenden Übungen abhängig davon, wie sehr man dies will, entweder täglich oder dreimal pro Woche ausführen. Wenn man mit Gewichten trainiert, kann man diese Übungen trotzdem zweimal pro Woche oder - abhängig von der Regenerationsfähigkeit – auch öfter ausführen. Klimmzüge (oder Latziehen, wenn man keine Klimmzüge ausführen kann), sind eine sehr gute Ergänzung eines Trainings mit Gewichten. previewUm wirklich stark zu werden, sollte man regelmäßig Sätze dieser Übungen über den Tag verteilt ausführen. Man sollte eine Anzahl von Wiederholungen ausführen, die man leicht in guter Form schafft und diese häufig ausführen.
- Crunches
- Beinheben
- Liegestütze (man sollte sich hocharbeiten, bis man diese auf den Knöcheln ausführen kann)
- Klimmzüge
Wenn dies zu leicht wird, sollte man das Gewicht beim Kreuzheben und den Full Contact Twists erhöhen und bei den Kurzhantelübungen einen Satz hinzufügen. Zwischen den Sätzen sollte man zwei bis drei Minuten lang pausieren – dies ist nicht der Cardio Teil des Trainings. Die Kurzhantel/Kettlebell Übungen werden auf Mahlers DVD sehr gut erklärt.
- Kreuzheben 2x5 (80-90% des 5 RM Gewichts, man beginnt mit 80 % und arbeitet sich auf 90% hoch, bevor man einen Satz hinzufügt. Anschließend geht man wieder auf zwei Sätze herunter und verwendet mehr Gewicht)
- Full Contact Twist 5x5 pro Seite.(man startet mit der leeren Stange und erhöht das Gewicht schrittweise)
- Kurzhantel/Kettlebell Schulterdrücken stehend 2x5
- Einarmiges Kurzhantel/Kettlebell Schwingen 10 pro Seite
- Einarmiges Reißen, 5 pro Seite
- Kettlebell/Kurzhantel Windmühle, 5 pro Seite
- Frontkniebeugen mit 2 Kurzhanteln/Kettlebells 5 Wiederholungen
- Turkish-Get-Ups – Wenn man nach diesem Training noch 5 Wiederholungen pro Seite schafft, dann ist man ein echter Mann!
5. Farm Arbeit
Wenn ich die Gelegenheit hätte Holz zu hacken und dieses in einer Schubkarre zu transportieren, dann würde ich mein Training mit Gewichten bis zu einmal pro Woche hierdurch ersetzen. Alternativ können Vorschlaghammer Schläge auf einen Autoreifen und das Schieben eines beladenen Schubkarrens ein guter Ersatz für eine Trainingseinheit mit Gewichten darstellen. Man sollte hierüber nicht lachen, Bauernjungen neigen dazu, zu harten Männern zu werden.6. Sparring
Sparring Training mit einem kompetenten Partner und dem richtigen Sicherheitsequipment (auf jeden Fall ein Mundschutz, ein Tiefschlagschutz kann auch nicht schaden) ist eine sehr gute Art des Trainings. Neben dem erwähnten Sicherheitsequipment sind auch Handbandagen, Boxhandschuhe und ein sicherer Trainingsbereich wichtig. Es ist eine gute Idee, wenn noch ein paar andere Leute anwesend sind. Ich habe Sparringtraining in Hinterhöfen und auf Parkplätzen ausgeführt, wobei ein Boxring natürlich sehr viel besser ist.Wenn man vier Leute hat, dann ist "Ironman" ein guter Drill. Eine Person ist der Haupttrainierende, der mit den anderen jeweils eine Minute kämpft. Dann kämpfen alle drei eine Minute lang gegen den Haupttrainierenden. Wenn man diese vier Minuten durchsteht, dann kann man wahrscheinlich einen guten Schlag austeilen. Die meisten Kampfsportler werden einem sagen, dass man einmal pro Woche oder häufiger ein Sparring Training absolvieren muss, um Fortschritte zu machen.
Einige Leute trainieren gerne am Boxsack und springen gerne Seil, bevor sie mit dem Krafttraining beginnen. Andere beginnen lieber mit dem Krafttraining. Dies muss man für sich selbst entscheiden, wobei man die Reihenfolge natürlich auch wechseln kann.
Dies bringt uns zum letzten Punkt dieser Diskussion. Der Autor behauptet von sich selbst nicht, dass er ein Kampfsportexperte ist. Ich habe nur etwa vierzig Stunden im Ring verbracht (was bei näherer Betrachtung eigentlich recht wenig ist). Unglücklicherweise war ich während meiner Arbeit bei der Security an einem gefährlichen Ort und zu einer gefährlichen Zeit bei der Festnahme in über hundert scharfe Auseinandersetzungen verwickelt.
Ich musste nur zwei Menschen bei der Festnahme schlagen und diese gingen nach einem Körpertreffer sofort zu Boden. Ich propagiere Schläge im Kopfbereich bei Straßenkämpfen nicht. Doch wie gesagt, ich bin kein Experte. Ich bin lediglich jemand, der sich von einem Typen, der nicht dazu in der Lage war, sich aus einer nassen Papiertüte freizukämpfen, zu jemandem weiterentwickelt hat, der einen guten Schlag landen kann.
Dies ist eine Routine, die ich heute verwenden würde, um die Schlagkraft aufzubauen. Ich hoffe, dass diese dem Leser dabei helfen wird, seine Schlagkraft zu finden.