http://golonglife.de/2003_02/eiweiss.htm
Der Arzt Prof. Lothar Wendt prägte den Begriff der "Eiweißmast". Mit seinen Untersuchungen stellte er fest, dass der Körper des Menschen Eiweiß in den Zellzwischenwänden speichern kann. Dies führt zu einer Verdickung der Membran der kleinen Blutgefäße und ist damit, laut Wendt, eine Ursache unserer typischen Zivilisationskrankheiten wie Arteriosklerose, Herz- Kreislauferkrankungen oder Altersdiabetes. Der Arzt geht davon aus, dass vor allem ein Zuviel an tierischem Eiweiß aufgrund der hohen biologischen Wertigkeit zur Verschlackung des Menschen beiträgt. Aus pflanzlichem Protein kann der Körper weniger Eigeneiweiß aufbauen, das abgelagert werden kann. Diese Untersuchungsergebnisse wurden allerdings wissenschaftlich nie anerkannt – aber auch nicht widerlegt. Einig ist sich die Wissenschaft jedoch darüber, dass sich ein Zuviel an Fleisch ungünstig auf die Gesundheit des Menschen auswirkt. Ob dies nun an dem darin enthaltenen großen Anteil an Eiweiß, Fett oder anderen Begleitstoffen, wie Harnsäure liegt, ist für den Verbraucher letztendlich nicht ganz so wichtig. Das Resultat mündet stets in der Empfehlung: Weniger Fleisch und mehr Gemüse, Kartoffeln sowie Getreideprodukte essen!
Risiko-Faktor Eiweiß
ÄRZTLICHE PRAXIS / Jahr: 2000 / Ausgabe: 90 / Seite: 7
Am Übergewicht sei nicht das Fett schuld, glaubt Lars Harnisch, und schlägt neue Ansätze zur Adipositas- Therapie vor (ÄP Nr. 86/2000, S. 16). Ein Kollege warnt vor zu viel Protein im Essen:
Die Zuschrift des Kollegen Harnisch finde ich hoch interessant, da sie in Prävention und Behandlung von Adipösen und Diabetikern einen anderen Weg andenkt, als er bisher zumeist verfolgt wurde. Ich bin der gleichen Meinung: Fett macht satt und zufrieden. Dick macht es – in Maßen genossen – nicht.
Aber ich vermisse in (fast) allen ernsthaften Diskussionen über die diversen Risikofaktoren den immensen Risikofaktor Eiweiß, in Form tierischen Proteins, welches ja alle für unsere Eiweiß-Synthese notwendigen Aminosäuren enthält. Aus übermäßigem Konsum resultiert schließlich eine Eiweiß-Mast, die Sie dem betroffenen Patienten zu nahezu 100 Prozent ansehen können.
Und diese Eiweiß-Mast beschränkt sich nicht nur auf den Speicherplatz Unterhautgewebe, sondern überschwemmt letztlich auch den Pischinger-Raum, das heißt den Bereich unseres Körpers, der aus weichem Bindegewebe, Lymphbahnen, Kapillaren, Nervenfasern und ähnlichem besteht und der für den Transport aller Nährstoffe und den Abtransport aller Stoffwechsel-Endprodukte allein verantwortlich ist.
Bei der Eiweiß-Mast erhalten die Kapillaren ihre Membranverdickung, das weiche Bindegewebe "verfilzt, versulzt, verschlackt" mit Eiweißprodukten, sodass schließlich die Organzellen nicht mehr ausreichend versorgt werden. Nachzulesen sind diese Fakten in den empfehlenswerten Arbeiten der Professoren Rössle und Lothar Wendt. Eigene Erfahrungen an einer Vielzahl von Patienten bestätigen die dort gewonnenen Ergebnisse exakt.
Wir können Herzinfarkte, Schlaganfälle und hohe Cholesterin-Werte verhindern, wir können Arthrose-Entwicklungen stoppen, wir können die Krebsrate mindern und so weiter. Wir müssen es nur wollen.